Gianrico Carofiglio In ihrer dunkelsten Stunde

(24)

Lovelybooks Bewertung

  • 25 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 1 Leser
  • 5 Rezensionen
(10)
(10)
(3)
(0)
(1)

Inhaltsangabe zu „In ihrer dunkelsten Stunde“ von Gianrico Carofiglio

Eine junge Studentin aus Rom verschwindet spurlos. Guido Guerrieri ermittelt – und stößt auf eine schreckliche Wahrheit. Eine ungewöhnliche Aufgabe für Avvocato Guido Guerrieri: Manuela, eine Studentin aus Rom, ist spurlos verschwunden, und der Polizei fehlt jeglicher Hinweis. Nun soll die Akte geschlossen werden – doch die verzweifelten Eltern bitten Guerrieri, zumindest dies juristisch zu verhindern. Schnell wird klar, dass es im Grunde aber um viel mehr geht: Guerrieri soll eine Möglichkeit finden, das unerklärte Verschwinden der jungen Frau doch noch aufzuklären. Und je mehr Guerrieri nachforscht, desto deutlicher wird, dass all jene, die Manuela gut kannten, mehr wissen, als sie sagen …

Ich habe jede Seite in diesem Buch genossen, jede Sekunde an Guerrieris Seite. Er ist einer der Figuren, die ich gerne zum Freund hätte.

— Jari
Jari

Eine erstaunlich ruhig dahinplätschernder Kriminalroman über einen spannenden Fall in Italien.

— Isy2611
Isy2611

nicht schlecht, hat aber einige Längen

— Julitraum
Julitraum

Stöbern in Krimi & Thriller

Durst

Endlich wieder ein Hole, ich konnte ihn nicht zur Seite legen.

pandora84

Das Original

Typischer Grisham !!

Die-Rezensentin

Der Totensucher

Zitate:"In Ausnahmesituation können ganz friedliche und normale Menschen zu Monstern werden."

Selest

Die sieben Farben des Blutes

Ein spannender Thriller, der mit einem wahnsinnigen Mörder und interessanten Motiven glänzt. Zum Ende leider etwas lahm.

Svenjas_BookChallenges

Oxen. Das erste Opfer

Sehr spannend und aufregend; macht neugierig auf die folgenden zwei Bände

Leserin3

Kreuzschnitt

Bogart Bull ist ein Kommissar, den ich gerne weiter begleiten möchte und auf dessen nächstes Abenteuer irgendwo in Europa ich gespannt bin.

misery3103

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Gianrico Carofiglio - In ihrer dunkelsten Stunde

    In ihrer dunkelsten Stunde
    Jari

    Jari

    25. May 2017 um 18:30

    Endlich wieder ein Roman mit Avvocato Guerrieri! Schon seit seinem ersten Fall bin ich immer wieder gerne mit dabei, wenn Guido durch Bari zieht und angeblich unmögliche Fälle übernimmt. Zwischenzeitlich habe ich auch die anderen Romane Carofiglios ausprobiert, aber nichts geht über jene mit Guido Guerrieri in der Hauptrolle. Mir hat es dieser ruhige und besonnene Anwalt einfach angetan. Der Roman entwickelt sich bedächtig, man muss als Zeit und Geduld mitbringen. Aber das muss man bei vielen Italienern und genau das ist das Schöne an ihnen. In Italien ist immer Zeit für ein leckeres und umfangreiches Essen. Doch wer das Tempo mit der Spannung verwechselt, hat sich vertan. Denn der Fall, der an Guido Guerrieri herangetragen wird, ist wirklich fesselnd. Ich selbst tappte lange in der Luft, verdächtige mal den, mal diesen, bezweifelte sogar kurz, ob dieser Roman überhaupt zu einem befriedigenden Ende kommen wird. Aber Guerrieri weiss schon was er tut bzw. Carofiglio weiss, was er tut. Oder beide tun es. Denn obwohl Guerrieri Anwalt ist und beiweite kein Privatermittler, so kommt er doch dem Fall Stück für Stück näher. Mehr will ich aber auch gar nicht verraten, ansonsten geht zu viel verloren. Ich habe jede Seite in diesem Buch genossen, jede Sekunde an Guerrieris Seite. Er ist einer der Figuren, die ich gerne zum Freund hätte. Guido ist verlässlich, immer da, ein tiefgründiger Charakter, der nichts überstürzt. Ihm fällt nicht alles in die Hände, er muss für seinen Erfolg arbeiten und auch Rückschläge einstecken. Ein Mensch mit Stärken und Schwächen. In meinen Augen hat Carofilgio mit seinem Helden einen der glaubhaftesten und realsten Buchfiguren geschaffen, denen ich bisher begegnen durfte. Ja, ich freue mich schon auf das nächste Treffen mit Guido.

    Mehr
  • Kriminalroman ohne Herzrasen

    In ihrer dunkelsten Stunde
    Isy2611

    Isy2611

    06. September 2016 um 17:44

    Guido Guerrieri ist Anwalt in Bari, Italien. Ein Anwalts-Kollege bittet um Rat und Mitarbeit bei einem Fall, der schon längst eingestellt wurde - ein Mädchen ist 6 Monate zuvor verschwunden, und die Eltern wollen Gewissheit, was mit ihrer Tochter geschehen ist.Die Geschichte an sich ist spannend. Eigentlich ähnelt sie vielen anderen aktuellen Krimis. Was das Buch außergewöhnlich macht, ist der Schreibstil. Der Autor, Gianrico Carofiglio, schreibt angenehm leicht und flüssig. Ich würde den Schreibstil als "intellektuell" bezeichnen wollen. Immer wieder lässt auch auch Kulturfakten wie Musiktitel, Filmplots und Romanfiguren mit einfließen. Die Story entwickelt sich stetig, ohne dabei aufregende Spitzen zu zeigen - keine Herzinfarkt-Gefahr.Mein einziger Kritikpunkt bezieht sich auf einige Passagen, die die Vergangenheit des Anwalts betreffen. Generell finde ich so etwas gar nicht schlimm. Hier jedoch hatte ich das Gefühl, dass es sich nicht organisch in den Rest der Handlung einfügt, sondern eher wie ein Fremdkörper wirkt. Ich musste mich mehr als einmal zusammenreißen, nicht über diese Stellen hinweg zu blättern.Alles in Allem ein spannender Roman, der Dank ruhiger Schreibweise ein nettes Buch für Zwischendurch ist.

    Mehr
  • Ein "gemütlicher" Bari-Krimi

    In ihrer dunkelsten Stunde
    Barbara62

    Barbara62

    27. August 2015 um 08:26

    Gianrico Carofiglio ist seit Jahren in Italien ein gefeierter Bestseller-Krimiautor und nebenbei einer der bekanntesten Anti- Mafia-Staatsanwälte und Senator in Rom. Vielleicht liegt es an der Aufregung in seinem Hauptberuf, dass seine Krimis, die alle in Bari spielen und um den Strafverteidiger Guido Guerrini kreisen, eher „gemütlich“ und leise sind. Serienkiller und Bandenkriege wird man darin nicht finden, dafür aber einen in seiner Unvollkommenheit überaus sympathischen, humorvollen Ich-Erzähler Guerrini, der die italienische Küche ebenso liebt wie Musik und gute Bücher, aus denen er bei jeder Gelegenheit zitiert. In seinem vierten Fall soll Guerrini verhindern, dass die Polizeiakte der seit Monaten vermissten Studentin Manuela geschlossen wird. Als Strafverteidiger ist das eigentlich nicht sein Metier, aber die Eltern tun ihm leid und so wird Guerrini zum Laien-Detektiv und beginnt, Manuelas Freunde und Bekannte erneut zu befragen. Schnell wird ihm klar, dass nicht alle alles erzählen, was sie wissen… Die Krimis um Guido Guerrini, die sich problemlos unabhängig voneinander lesen lassen, sind mir im Laufe der Jahre ebenso wie der Protagonist ans Herz gewachsen, gerade weil sie mehr gute Unterhaltung als Action bieten.

    Mehr
  • Rezension zu "In ihrer dunkelsten Stunde" von Gianrico Carofiglio

    In ihrer dunkelsten Stunde
    tedesca

    tedesca

    30. November 2011 um 13:20

    Endlich der lang ersehnte 4. Teil der Guido-Guerrieri-Reihe! Und, wie erwartet, lässt auch dieses Buch nichts zu wünschen übrig. Natürlich nur, wenn man sich für den Protagonisten und seine Umgebung interessiert, für seine Kindheit in Bari, für die Menschen dort, das dubiose Nachtleben und die bewegte Geschichte dieser Hafenstadt. Diese Dinge sind es, die Carofiglio-Fans schätzen. Dazu kommen natürlich die einfühlsamen Geschichten, die immer einen direkten Bezug zum aktuellen Geschehen und Leben unserer Zeit haben. Der Autor, früher selbst Staatsanwalt im Kampf gegen das organisierte Verbrechen, kennt das Rechtssystem in Italien wie seine Westentasche, vor allem auch seine Mängel und Schwächen. Mitten in diesem täglichen Kampf um das Wohl seiner Klienten, wird Guerrieri mit der Suche nach einem verschwundenen Mädchen beauftragt und gerät in einen Strudel von Ereignissen, die sein eigenes Selbstbild völlig durcheinanderbringen. Berührend und amüsant ist seine Freundschaft mit der ehemaligen Prostituierten Nadia und ihrem "Monsterhund" Pino, den er liebevoll "Baskerville" nennt. Für mich knüpft Carofiglio mit diesem Buch nahtlos an sein letztes, "Eine Nacht in Bari" an, einem autobiografischen Roman, in dessen Mittelpunkt die Wandlung einer Stadt steht. Alles in allem ist es für sich allein gestellt eine spannende Lektüre, jedoch glaube ich, dass man sie nur wirklich genießen kann, wenn man auch die drei Vorgänger dazu gelesen hat. Wenn man dann noch, so wie ich, Apulien liebt und Bari, DANN ist es ein Lesehochgenuss der besonderen Art.

    Mehr
  • Rezension zu "In ihrer dunkelsten Stunde" von Gianrico Carofiglio

    In ihrer dunkelsten Stunde
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    25. November 2011 um 12:51

    Nicht nur ein Krimi „Er hatte zwei Mandanten, die mich in einer sehr heiklen und ringenden Sache sprechen wollten“, doch aufgrund der Vorgeschichte mit seinem Freund, der hier und da deutlich zu Übertreibungen neigte, kommt der Anwalt Guido Guerrieri, Gianfranco Carofiglios Hauptperson, zunächst zu dem Schluss, „seine Definition von heikel und ringend“ nicht allzu ernst zu nehmen. Ein Fehler, wie sich herausstellen wird. Die Tochter der beiden Mandanten ist verschwunden. Und Guerrieri soll das ins einer Macht stehende tun, um einen endgültigen Abschluss des Falles durch die ermittelnden Behörden zu verhindern. Und durchaus stellt sich nach nicht allzu langen Recherchen heraus, dass eine Schließung der Akte verfrüht wäre, das Ungereimtheiten im Raume stehen um dieses Verschwinden, die nach einer näheren Prüfung rufen. Was zunächst klingt wie das sattsam bekannte Sujet vielfacher Kriminalgeschichten, entpuppt sich bei näherem Hinsehen zwar tatsächlich als eine Art Kriminalfall, dient aber in erster Linie Gianfranco Carofiglio vor allem dazu, für die Figur seines Anwalts Guerrieri einen Rahmen zu schaffen, in dem die Nachdenklichkeit, Sensibilität und eigene Lebensgeschichte, zudem die durchaus differenzierte Lebenshaltung des süditalienischen Anwalts (und durchaus Alter Egos des Autors) intensiv und hintergründig zum Vorschein kommt. Das einfache, alltägliche, nachdenkliche, grüblerische, eben das Leben der Hauptfigur ist es, welches Gianfranco Carofiglio in den Mittelpunkt seiner Darstellung rückt. Und dies in sprachlich feiner und sehr gelungener Form. Diese „Lebensbetrachtungen“ verpackt der Autor in einen Fall, in dessen Verlauf wiederum die persönliche Art und Weise, die eher unbedarften kriminalistischen Versuche des Anwalts seine Lebensweise und, vor allem, seine persönlichen Grenzen mit transportieren. Natürlich recherchiert er. Trifft auf das Umfeld der verschwundenen Manuela. Ein nicht sonderlich sympathisches Umfeld voller Dünkel und intriganten Haltungen. So ergibt sich im Laufe der sprachlich wunderbar vorliegenden knapp 290 Seiten des Romans ein Lebensbild, das eher zufällig auch mit einem Kriminalfall zu tun hat. Aktion und Spannung, gefahrvolle Momente und ein Anwalt, der als moderner James Bond Verschnitt in der Unterwelt Heldentaten vollbringt, das sucht man bei Gianfranco Carofiglio vergebens. Gut so. Denn das alltägliche Leben in Italien, eine hohe Nachdenklichkeit, was das Leben an sich, den eigenen Weg und die „modernen“ Verhältnisse dieses Lebens angeht, dies findet man wiederum reflektiert beobachtet als roten Faden im Roman und folgt diesem gerne (und hier und da durchaus nachdenklich). Ein Folgen in der Lektüre, die durchaus das eigene Leben, den eigenen Weg, die eigenen Unvollkommenheiten mit ins Spiel bringen. Vor allem, als sich herausstellt, dass es eben jene Unvollkommenheiten und unbedachte Handlungsweisen sind, die mit dem Verschwinden Manuelas ursächlich verbunden sind. Hier schließt sich dann der Kreis zwischen der unvollkommenen Figur des Anwalts, den vorschnellen Entscheidungen anderer und der Unvollkommenheit der Welt an sich. Ein ruhiges Buch, in dem anhand eines durchaus intelligenten Falles ein Rahmen gesetzt wird, innerhalb dessen Gianfranco Carofiglio fast philosophisch auf die Fehlerhaftigkeit des Seins verweist und dies in einer qualitativ hochwertigen sprachlichen Form. Eine Beschreibung „dunkelster Stunden“, die in jedem Leben in der ein oder anderen Form vorhanden sind.

    Mehr