Gideon Lewis-Kraus Die irgendwie richtige Richtung

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Inhaltsangabe zu „Die irgendwie richtige Richtung“ von Gideon Lewis-Kraus

»Jakobsweg – Zielstrebigkeit – 10. Juni«. Was soll das? Er kann sich beim besten Willen nicht mehr erinnern, warum er das in sein Notizbuch geschrieben hat. Gideon ruft seinen Freund Tom an, und der weiß es. Sie sind zum gemeinsamen Pilgern verabredet. Am 10. Juni geht es los. Der Weg ist das Ziel, alles andere ist egal. Hauptsache, die Richtung stimmt, irgendwie. Santiago di Compostela ist weit entfernt, aber Berlin mit seinen Galerieeröffnungen, Bars und Clubs glücklicherweise auch. Pilgernd will er sich von den Zwängen der grenzenlosen Freiheit befreien. Und der ersten großen Krise seines Lebens entkommen, in die er geriet, als der Vater, ein schwuler Rabbi aus New Jersey, die Familie verließ, um mit seinem Freund zusammenzuziehen. Pilgernd kommt er dem eigenen Glück und dem Mysterium seiner Familie, Vaters verborgenem Leben, auf die Spur. Zum Schluss hat sich etwas verändert. Er hat sich verändert. Er hat das Rätsel seines Lebens gelöst. »Im Verlauf eines Jahres, im Verlauf dieses schönen, lebensklugen, drogen-, freundschaft- und sexverherrlichenden Buches wird Gideon Lewis-Kraus geradezu in eine Pilgerschaftsabhängigkeit geraten und von Ort zu Ort ziehen, fort aus der Welt der unendlichen Freiheiten oder der unendlichen Abhängigkeiten, hinüber in die Wanderwelt der Notwendigkeit.« Volker Weidermann, FAS

Hatte mir unter dem Titel eine Geschichte der Pilgerreise als eine positive Lebenserfahrung vorgestellt und wurde in diesem Punkt enttäuscht

— Cari93
Cari93

Leider echt langweilig. Selbstfindung schön und gut, aber das Buch konnte mich wirklich nicht überzeugen.

— Rabenprinzessin
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  • Lange Reise - laaaaaaange lesen

    Die irgendwie richtige Richtung
    badwoman

    badwoman

    16. August 2015 um 15:51

    Gideon hat seinen Platz in dieser Welt noch nicht gefunden. Er ist jüdischer Amerikaner, der Schriftsteller sein möchte, und sich mit Artikeln für Magazine über Wasser hält, eigentlich jedoch von seinem Bruder finanziell abhängig ist. Als er ein Stipendium erhält, zieht er für ein Jahr nach Berlin, dessen mutmaßliche grenzenlose Freiheit ihn anzieht. Hier lebt er in den Tag hinein, nachts erst in verschiedenen Clubs, wird er richtig wach. Irgendwann genügt ihm dieses Leben aber nicht mehr und er verabredet sich mit seinem Freund Tom im Rausch zur Pilgerreise. Sie begehen den Jakobsweg nach Santiago de Compostela. Auf ihrem Fußmarsch durch Spanien ergeben sich viele Gespräche, die meist über Gideons schwulen Vater oder die geschundenen Füße der beiden gehen. Später macht Gideon dann auch noch Pilgerreisen durch Japan und die Ukraine. Dieses Buch ist mühsam zu lesen. Den ersten Teil in Berlin fand ich überhaupt nicht gut, da war ich schon fast soweit, das Buch wegzulegen. Nachdem ich mich da durchgekämpft hatte, wurde es durch die Beschreibung der Pilgerreisen und Landschaften etwas interessanter, fesseln konnte mich dieses Buch aber zu keiner Zeit. Der Schreibstil ist etwas holprig, die Sätze teilweise sehr lang, was das Lesen und Verstehen schwierig macht. Vielleicht ist der "bekloppte" deutsche Komiker doch nicht so bekloppt, denn sein Buch ist meiner Meinung nach das bessere. Gut finde ich die Karten im Einband, da hat man die Route gut vor Augen. Das Cover ist originell und fällt auf.

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  • Die eindeutig falsche Richtung

    Die irgendwie richtige Richtung
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. June 2015 um 16:25

    Dieses Buch war eine wirkliche Enttäuschung . Allein des Themas wegen , habe ich mich wirklich sehr auf das Buch gefreut . Ich habe ein poetisches , frisches , vielleicht sogar witziges Buch über die Selbstfindung einer jungen Generation erwartet ... Der Autor dieses Buches berichtet hier über sein Leben in Berlin , über die Selbstfindung , denn er weiß mit seinem Leben nicht so recht etwas anzufangen . So wie es wohl vielen jungen Leuten heutzutage geht , wo hin soll ich , wohin wird mich das Leben führen ?! Insgesamt sind es drei Pilgerreisen durch Spanien, auf dem berühmten Jakobsweg, nach Japan zu den Tempeln von Shikoku und schließlich in die Ukraine, der Pilgerort für viele tausend Juden , die der Autor in diesem Buch begeht ! Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und auf der Suche nach sich selbst , entflieht der junge Mann dem trostlosen Leben in Berlin und macht sich auf in die große weite Welt ! Diese Thematik hört sich ja schon mal ziemlich interessant an , wäre sie eigentlich auch . Denn die Idee die hinter diesem Buch steckt ist eigentlich super ausgedacht . Junger Mann ( zugleich Autor dieses Buches ) sucht nach dem Sinn des Lebens , ich denke gerade diese Tatsache ist schon mal sehr spannend denn gerade dieses Thema ist für die heutige Jugend und Zeit ein sehr großes Thema . Doch der Autor schafft es einfach nicht den Leser in seinen Bann zu ziehen , häufig wird es einfach zu langatmig und zäh geschildert . Auf den ersten 100 Seiten war ich wirklich kurz davor dieses Buch abzubrechen , denn der Autor schafft es den Leser mit endlosen Gedankengängen und Überlegungen über seine Familie zum Einschlafen zu bringen . Über die eigentliche Thematik der Selbstfindung ging es für mich nie wirklich , mehr an der Oberfläche des Buches konnte man erkennen was der Autor einem mit diesem Buch sagen wollte ! Die Zeit am Anfang in der der Autor immer zu über sein tristes und unbefriedigendes Leben in Berlin berichtet ist ziemlich anstrengend und langweilig . Sobald er sich dann auf den Weg der Pilgerreise begibt , gewinnt das Buch neues Potenzial und wird sehr viel interessanter und stimmungsvoller . Dann kommt auch die klassische Atmosphäre des Pilgerns zum Ausdruck . Kein besonders gutes Buch , mit vielen Höhen und Tiefen , dennoch kamen die Tiefen deutlich häufiger vor . Irgendwie nicht die richtige Richtung !!

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  • Eine Pilgerreise der etwas anderen Art

    Die irgendwie richtige Richtung
    Cari93

    Cari93

    13. March 2015 um 10:31

    Dieses Buch ist eine Abwechslung zu dem ständig thematisierten Stoff über Liebe und Romanzen. Hier geht es darum, wie ein junger Mensch auf dem Jakobsweg seine Familie und letztendlich auch sich selbst wiederfindet. Ich hatte zu Beginn andere Vorstellungen von diesem Buch, wurde daher etwas negativ überrascht. Ich dachte, es geht darum, neuen Lebensmut auf dem Jakobsweg zu finden, doch es geht eher um die deprimierend traurige Beziehung zwischen Vater und Sohn, die allmählich aufgearbeitet wird.

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  • Nicht empfehlenswert

    Die irgendwie richtige Richtung
    buechermaus88

    buechermaus88

    30. March 2014 um 16:21

    Der Titel dieses Buches hat mich schon interessiert und die Leseprobe fand ich ganz ok. Der Titel zeugt davon, dass diese Pilgerreise der Selbstfindung zu dienen scheint. Man merkt zu Beginn des Buches auch, dass der Autor zunächst ruhelos ist und nicht so richtig weiß, was er vom Leben will und zu erwarten hat. Das Cover gefällt mir gut. Durch die roten Stiere bemerkt man, dass es sich wohl um eine Reise durch Spanien handelt, da es dort ja Stierkämpfe gibt. Allerdings finde ich die roten chinesischen Schriftzeichen auf dem Gebäude links auf dem Cover sehr unpassend. Was sie mit dem Buch zu tun haben ist mir schleierhaft. Ich muss zugeben, dass ich dieses Buch nach ca. 113 Seiten abgebrochen habe. Ich fand es von Anfang an langweilig. Als im Buch endlich die eigentlich Pilgerreise begonnen hat, dachte ich zunächst, dass es jetzt endlich etwas mehr in Schwung kommt. Interessante Orte, Leute und Geschichten. Aber für mich war es immer dasselbe. Ein kurzes Gespräch mit Menschen denen man begegnet, ab und zu etwas darüber, was in ihrem Pilgerbuch steht und Beschreibungen der Landschaften, die mir noch am besten gefallen haben. Ich war wirklich gelangweilt und habe mich bis zur besagten Seite durchgequält. Vielleicht finden andere Menschen die Geschichte interessanter. Menschen, die den Jakobsweg oder ähnliche Pilgerwege schon gegangen sind. Ich fand das Beste am Buch sind das Cover und der Titel. Tut mir wirklich leid. Ich bin nun wirklich nicht der Typ, der Bücher nicht zu Ende liest. Das habe ich bisher immer gemacht. So etwas ist mir noch nicht passiert. Naja…irgendwann ist immer das erste Mal.

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  • Pilgerreise mit Langeweile ....

    Die irgendwie richtige Richtung
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    17. March 2014 um 21:17

    Dies ist eine Geschichte über den Autor selbst . Über den Weg der Selbstfindung eines jungen Mannes , der einfach nicht weiß in welche Richtung des Lebens es gehen soll . Dieses Gefühl hatte ich auch bei diesem Buch . Wie gesagt geht es hier um den Autor selbst , dieser lebt ein ziemlich trostloses und unzufriedens Leben in der Mitte Berlins . Er weiß einfach nicht so recht wo hin mit sich selbst , weiß nicht was für einen Sinn sich hinter seinem Leben verbirgt und was er in Zukunft machen möchte . Die ersten 50 -100 Seiten waren wirklich wahnsinning langatmig und einschläfernd , der Autor erklärt und seiten lang über das trostlose Leben in Berlin . Dies macht er so ausführlich und genau , dass der Leser dabei wirklich kurz davor steht dieses Buch abzubrechen . Da ich allerdings jedes Buch zu ende lese , gab ich diesem Buch ebenfalls eine weitere Chance . Und tatsächlich , schaffte es der Autor mit dem Beginn der Pilgerrese neuen Schwung in die Geschichte zu bringen . Plötzlich bekam auch ich das tolle Gefühl auf einer Reise durch Spanien zusein , dort konnte man das Feeling des Jakobsweges sehr gut nachvollziehen und nachempfinden ! Als nächstes ging es nach Japan zu den Tempeln von Shikoku und schließlich in die Ukraine. Alles wirklich sehr spannende und interessante Orte . Und auch hier gelingt es dem Autor recht gut die Urlaubsstimmung und die Stimmung des Aufbruches sehr gut zu beschreiben . Hierbei lernt man auch ihn deutlich besser kennen , seine Ängste , Sorgen und Wünsche . Doch auch hier meint es der Autor etwas zu gut mit uns , denn wie im ersten Teil , langweilt er auch hier den Leser mit langen Gedankengängen über seine Familie . Ein bisschen mehr von Orten und der Selbstfindung hätte diesem Buch sicherlich gut getan . Alles in allem ein solides Buch , mit Schwächen und Stärken . Ich hätte mir einfach gewünscht , dass an z.B die Orte und Landschaften näher kennen lernt , aber auch den Autor selbst . So richtig in Pilgerstimmung kam ich nie . Wer hier ein spannendes Buch über die Pilgerreise und die Selbstfindung eines Mannes erwartet sollte lieber die Finger davon lassen ! Ganz okay , aber nicht unbedingt lesenswert..... !

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  • Die irgendwie falsche Richtung ...

    Die irgendwie richtige Richtung
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    05. February 2014 um 23:35

    Dieses Buch war eine wirkliche Enttäuschung . Allein des Themas wegen , habe ich mich wirklich sehr auf das Buch gefreut . Ich habe ein poetisches , frisches , vielleicht sogar witziges Buch über die Selbstfindung einer jungen Generation erwartet ... Der Autor diese Buches berichtet hier über sein Leben in Berlin , über die Selbstfindung , denn er weiß mit seinem Leben nicht so recht etwas anzufangen . So wie es wohl vielen jungen Leuten heutzutage geht , wo hin soll ich , wohin wird mich das Leben führen ?! Insgesamt sind es drei Pilgerreisen durch Spanien, auf dem berühmten Jakobsweg, nach Japan zu den Tempeln von Shikoku und schließlich in die Ukraine, der Pilgerort für viele tausend Juden , die der Autor in diesem Buch begeht ! Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und auf der Suche nach sich selbst , entflieht der junge Mann dem trostlosen Leben in Berlin und macht sich auf in die große weite Welt ! Diese Thematik hört sich ja schon mal ziemlich interessant an , wäre sie eigentlich auch . Denn die Idee die hinter diesem Buch steckt ist eigentlich super ausgedacht . Junger Mann ( zugleich Autor dieses Buches ) sucht nach dem Sinn des Lebens , ich denke gerade diese Tatsache ist schon mal sehr spannend denn gerade dieses Thema ist für die heutige Jugend und Zeit ein seht großes Thema . Doch der Autor schafft es einfach nicht den Leser in seinen Bann zu ziehen , häufig wird es einfach zu langatmig und zäh geschildert . Auf den ersten 100 Seiten war ich wirklich kurz davor dieses Buch abzubrechen , denn der Autor schafft es den Leser mit endlosen Gedankengängen und Überlegungen über seine Familie zum einschlafen zubri ngen . Über die eigentliche Thematik der Selbstfindung ging es für mich nie wirklich , mehr an der Oberfläche des Buches konnte man erkennen was der Autor einem  mit diesm Buch sagen wollte ! Die Zeit am Anfang in der der Autor immer zu über sein tristes und dummes Leben in Berlin berichtet ist ziemlich anstrengend und langweilig . Sobald er sich dann auf den Weg der Pilgerreise begibt , gewinnt das Buch neues Potenzial und wird sehr viel interessanter und stimmungvoller . Dann kommt auch die klassische Atmosphäre des Pilgerns zum Ausdruck . Kein besonders gutes Buch , mit vielen Höhen und Tiefen , dennoch kamen die Tiefen deutlich häufiger vor . Irgendwie nicht die richtige Richtung !!

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  • Zuviel des Guten

    Die irgendwie richtige Richtung
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    30. December 2013 um 00:52

    Kurz zum Inhalt: Gideon Lewis-Kraus irrt planlos durch sein Leben und gelangt durch (un)glückliche Umstände auf den Jakobsweg und seine erste Pilgerreise. Dort findet er auch im wahrsten Sinne seinen Weg im Leben und begibt sich auf 2 weitere Pilgerreisen. Der Beginn seiner Geschichte war etwas schwierig für den Einstieg, aber als er dann auf dem Jakobsweg unterwegs war, hatte er mich. Es war interessant zu lesen, denn ich konnte seine Gedanken und sein Leben in Berlin, als Teil der heutigen Generation oft nachvollziehen. Er fühlte sich oft verloren und brauchte das Pilgern um seinem Leben einen Sinn zu geben. Als er dann auf die Idee kam in Japan weiterzu pilgern war ich auch ncoh dabei. ich wusste von dem dortigen Pilgern nichts und fand seine Schilderungen sehr anschualich und unterhaltsam. Jedoch hätte er danach afhören sollen. Die dritte Reise fand ich völlig überflüßig und daher habe ich sie auch nicht gelesen. Ich musste das Buch leider zu Beginn der dritten Wahlfahrt abbrechen.

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  • Pilgern und Konflikte

    Die irgendwie richtige Richtung
    lesebiene27

    lesebiene27

    22. December 2013 um 14:43

    Gideon ist ein Mann, der im Leben nicht angekommen zu sein scheint. Er zieht von einer Stadt in die nächste und es hält ihn niergendwo sonderlich lange. Auch fühlt er sich nirgendwo daheim und hat auch kein Lebensziel vor Augen. Als er beschließt mit seinem Freund Tom den Jakobsweg zu pilgern, wendet sich sein Leben. Die beiden pilgern los, befreien sich von den Lasten ihres alten Lebens und suchen den Sinn im Leben. Dass das gar nicht so einfach ist, erfahren die beiden recht bald. Gideon versucht sich gedanklich seinem Vater zu stellen, der als Rabbi die Familie verlassen hat, weil er schwul ist und mit seinem Freund zusammengezogen ist. Er verlangt von ihm eine Entschuldigung für seine Vergangenheit, die er nie bekommen wird, wodurch ein immer schwelender Konflikt zwischen den beiden vorherrscht. Beim Pilgern lernt er dann allerdings, dass gar nicht sein Vater in der Position ist sich entschuldigen zu müssen und die beiden kommen sich wieder näher. Die Freundschaft zwischen Tom und Gideon wird recht bald auf eine harte Probe gestellt und sie müssen sich entschließen, ob sie noch so weiter können, wie bisher. Während ihres Pilgerns lernen Gideon und sein Freund so viele verschiedene Menschen kennen, die alle einen unterschiedlichen Beweggrund haben, um sich auf den Pilgerweg zu machen. Dies zu lesen hat mich fasziniert und ich hätte gerne mehr über die einzelnen Menschen erfahren. Die Story hat sich meiner Meinung nach an manchen Stellen endlos in die Länge gezogen und es wurde leider auch nicht so emotional, wie ich erwartet habe. Die Thematik an sich scheint schon interessant genug, sodass der Autor den Roman eher als eine Art Sachbuch zu handeln scheint, was ich ein wenig schade finde. Gideon kommt während des Pilgerns zwar mit seiner Vergangenheit und seinem Vater ins Reine, doch ich habe mir mehr Inhalt zu dem Pilgern an sich gewünscht und auch erwartet. Das Buch war an sich, wenn man sich erst einmal daran gewöhnt hat, ganz angenehm zu lesen, vor allem weil der Schreibstil einfach gehalten war. Daher kann ich es weiterempfehlen, wenn man sich für Familienkonflikte und nicht fürs Pilgern interessiert, da das Pilgern an sich einfach zu kurz kommt.

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  • Falsche Richtung, irgendwie

    Die irgendwie richtige Richtung
    Herbstrose

    Herbstrose

    Gideon, 27jähriger Sohn einer begüterten jüdisch/amerikanischen Familie, hat es noch nicht weit gebracht. In New York bestreitet er seinen Lebensunterhalt mit dem Schreiben von kleineren Artikeln für diverse Magazine. Dann zieht er zu seinem Bruder nach San Francisco, wo er sich auf dessen Kosten ein angenehmes Leben macht. Er „erschleicht“ sich ein Stipendium und geht nach Berlin. (O-Text: „Ich bewarb mich um ein Fulbright-Stipendium, weil ich den Segen so einer Institution zumindest für nützlich hielt. Mein Vorhaben – irgendein Aufsatz über junge deutsche Romanautoren der Gegenwart, über die ich nicht das Geringste wusste, und den ich nie zu schreiben gedachte – kam an. Genau das war es, was die Bewerbungskommission hören wollte, und ich bekam die Zusage.“) Dort setzt er sein gewohntes Leben fort, tagsüber mit Nichtstun, abends besucht er diverse Vernissagen, Partys und Eröffnungen, die Nächte verbringt er zugedröhnt in angesagten Bars. Als Gideon nach einem Jahr das Geld ausgeht, besucht er seinen Freund Tom in Tallin. Es geht weiter wie gehabt und im Rausch beschließen sie, den Jakobsweg zu begehen. Dort haben sie zunächst nichts Besseres zu tun, als über die anderen Pilger zu lästern. Besonders die Deutschen haben es ihnen angetan. Hauptthema über weite Strecken sind Toms Blasen an den Füßen, seine Angewohnheit zum Frühstück Rotwein zu trinken und Gideons schwuler Vater, worüber schier endlos lamentiert wird. Dabei kommen sich die Beiden auch noch überaus intelligent und cool vor. Endlich in Santiago de Compostela angekommen, sind sie zunächst ergriffen von ihrer Leistung. Dann in Paris geht das Saufen wieder los und Gideon hat die Idee, ein Buch zu schreiben. Doch es gibt schon viele Bücher über den Jakobsweg, u.A. auch von einem „bekloppten deutschen Fernsehkomiker“ (O-Text). Er will mehr, und so pilgert er denn weiter, zunächst in Japan und später in der Ukraine – doch eine Erleuchtung wurde ihm nicht zuteil. Fazit: Ein langweiliges Buch, uninteressant geschrieben mit langen, teils schon sehr verschachtelten Sätzen, wirren Gedankengängen und sehr in die Länge gezogener Handlung. Einzige Lichtblicke waren die teils sehr schönen Landschaftsbeschreibungen in Spanien, die sogar manchmal so etwas wie Fernweh aufkommen ließen, und Gideons sympathischer Großvater Max, der ihn in Japan eine kurze Strecke begleitete. Als sich dann Max von Gideon verabschiedete, habe ich mich auch vorläufig verabschiedet – vom Buch! Vielleicht lese ich den Rest irgendwann einmal. Leider hat mich die Geschichte nicht berührt, geschweige denn unterhalten, ich empfand es als Zeitverschwendung.

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    • 2
  • Ich glaube, dass war die falsche Richtung, Gideon!

    Die irgendwie richtige Richtung
    Schneewittchen94

    Schneewittchen94

    22. September 2013 um 20:09

    „Die irgendwie richtige Richtung“ von Gideon Lewis-Kraus ist ein autobiographisches Buch. In diesem erzählt der Autor über sein Leben in Berlin und seine insgesamt drei Pilgerreisen durch Spanien, auf dem berühmten Jakobsweg, nach Japan zu den Tempeln von Shikoku und schließlich in die Ukraine, der Pilgerort für viele tausend Juden. Er reist, um seinem, für ihn eher sinnlosen, Leben in Berlin zu entfliehen und hoffentlich zu einer neuen Selbstoffenbarung zu gelangen, über die er eben dieses Buch schreiben will. Ich habe noch nie etwas über Pilgerreisen gelesen und war sehr interessiert an der Thematik. Ich hatte etwas Bedenken, dass ich mich nicht so gut mit dem Protagonistin identifizieren kann, da er männlich und ich eben weiblich bin. Das war zwar auch etwas der Fall, aber nicht unbedingt das Hauptproblem, warum mich dieses Buch letztendlich nicht begeistern konnte. Das Hauptproblem war, dass sich die Seiten mit ziemlich uninteressanten Monologen von dem Autor unendlich in die Länge zogen. Es gab zwar immer mal wieder sehr interessante Passagen, zum Beispiel wenn er auf andere Pilger in Spanien stößt und er schildert, wie diese ihre Pilgerreise erleben oder wie er in Japan in einen Tempel einbricht, um nicht draußen schlafen zu müssen. Über die Pilgerreise in der Ukraine ist mir gar nichts positives in Erinnerung geblieben – diese Passagen waren auch am langweiligsten zu lesen. Diese Reise unternahm er mit seinem Bruder und seinem Vater und es folgen seitenlange Ausführungen zu Gedanken in Bezug auf seinen Vater. Sorry Herr Lewis-Kraus, aber in der Form interessiert das einfach nicht! Der Autor war mir recht sympathisch und die Reise an sich war auch recht interessant, aber das drumherum war einfach zu viel. Diese ganzen philosophischen Gedanken mit teilweise so einigen Fremdwörtern waren einfach zu langatmig und schwere Kost und daher kein angenehmes Lesevergnügen. Mir war die Geschichte auch irgendwie zu persönlich. Ich hatte das Gefühl, dass der Autor vergessen hat, dass er kein Tagebuch schreibt, in dem er einfach wild seine Gedanken niederschreibt, die nur für ihn gedacht sind, sondern ein Buch, das für eine Leserschaft interessant sein soll.   Fazit: Wer sich wirklich sehr für Pilgerreisen interessiert und unbedingt alles erdenkliche darüber lesen möchte, für den könnte das Buch interessant sein. Für Leser, die aber einfach mal in die Thematik hineinschnuppern wollen und sich mit dem Buch spannende Lesestunden erhoffen, der wird eher enttäuscht sein, denn die Spannung sucht man hier vergebens.

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  • Die irgendwie richtige Richtung

    Die irgendwie richtige Richtung
    -sabine-

    -sabine-

    22. September 2013 um 19:50

    Gideon ist mit seinem Freund Tom am 10. Juni verabredet. So richtig weiß er gar nicht mehr, was sie da tun wollten, denn der Termin entstand in einer durchzechten Nacht. Doch Tom weiß die Lösung – sie wollen pilgern, nach Santiago di Compostella. Warum? So richtig weiß er auch das nicht. Es ist eine anstrengende Reise mit interessanten Bekanntschaften und vielen Schmerzen, doch seinen inneren Frieden findet er nicht. Drum macht er sich auf eine weitere Reise – zunächst nach Japan zu den 88 Tempeln auf Shikoku, und in die Ukraine nach Uman, um einer chassidischen Tradition zu folgen. Leider hat mir dieses Buch gar nicht gefallen, vielleicht waren aber auch meine Erwartungen einfach falsch. Schon die ersten 50 Seiten haben mich eher abgeschreckt als das sie mich für die Geschichte gewinnen konnten. Hier erzählt Gideon von seiner Zeit vor der Pilgerreise, als er planlos und ohne Ziel in Berlin sein Leben fristet. Schon hier ist der Schreibstil anstrengend mit langen und verschachtelten Sätzen und Gedankengängen, die für mich einfach nicht nachvollziehbar sind. Vielleicht hätte ich es mir schon denken können, dass der Ich-Erzähler und meine Person andere Vorstellungen von einer Pilgerreise haben, denn die Idee der Fahrt entstand in einer durchzechten Nacht mit seinem Freund Tom und schien mir eher wie aus einer Bierlaune heraus entstanden zu sein als denn als Reise mit wirklichem Hintergrund. Doch mit Beginn des Pilgerns wurde es zunächst angenehmer zu lesen. Zunächst geht es durch Spanien, man lernt verschiedene Mit-Pilger kennen, aber auch einiges von der Landschaft, Rivalität zwischen den Freunden und vor allem schmerzende Füße. Auch bei der zweiten Pilgerreise, Gideon ist nun in Japan und geht den größten Teil der Strecke alleine, passiert nicht wirklich mehr. Es ist eher ein Wettkampf mit den Kilometern, wie viele am Tag zu schaffen sind. Es sind weniger Menschen unterwegs, das Wetter ist deutlich schlechter, und Gideon hadert mit seiner Entscheidung. Einzig die Beziehung zu seinem Vater beschäftigt ihn während seiner Wanderung, insbesondere auch, weil sein Großvater Max – ein wirklich toller Mann und einer der wenigen mir sympathischen Charaktere im ganzen Buch – ihn zu Beginn in Japan begleitet. Doch es bedarf einer weiteren Wallfahrt, diesmal nach Uman in der Ukraine in Begleitung des Vaters und des Bruders, um eine Annäherung an seinen Vater zu erreichen und sich mit ihm auszusöhnen. Der letzte Teil war dann wieder sehr anstrengend zu lesen, nicht nur des vertrackten Schreibstils wegen, sondern auch wegen der vielen zum Teil philosophischen Gedankengänge und die immer wieder eingestreuten Fachwörter und Zitate anderer Autoren. Gefallen hat mir das nicht und unterhalten hat es mich leider noch viel weniger. Ich war froh, als ich das Buch endlich beendet hatte und bin wirklich enttäuscht, denn meine Erwartungen an die Geschichte haben sich leider nicht erfüllt – ich hoffe nur, dass der Autor durch seine Pilgertouren etwas für sich selbst erreichen konnte. Ich als Leser bin froh, dass das Pilgerbuch nun zu Ende ist.   

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  • Die irgendwie richtige Richtung

    Die irgendwie richtige Richtung
    nataliea

    nataliea

    21. September 2013 um 21:37

    "Die irgendwie richtige Richtung" beschreibt die Pilgerreise des Autors Gideon Lewis-Kraus. Durch diese möchte er den Sinn des Lebens erkunden. Mehrere Monate pilgert er an verschiedenen Wallfahrtsorten in verschiedenen Ländern. Zum Inhalt ist folgendes zu sagen: Zunächst erfährt der Leser über den Autor, dass er ein perspektivloser, planloser und partywütiger Kerl ist. Danach ist das Buch in drei Etappen eingeteilt. Als erstes begibt sich Gideon auf den Jakobsweg. Als nächstes geht die Reise nach Shikoku in Japan. Und als letztes begibt er sich nach Uman in der Ukraine. Seine Pilgerreisen beschreibt er lediglich oberflächlich. Man erhält aber wenigstens einige Information bzgl. des einzelnen Weges und über die jeweilige Tradition und Kultur. Der Leser hat meistens nicht das Gefühl, dass bei Gideon eine tiefergehende Wirkung durch die Reise entsteht. Auch den Schreibstil finde ich problematisch. Die vielen Zitate etc. sowie die Schachtelsätze erschweren das Lesen enorm. Im Großen und Ganzen kann mich dieser Bericht über seine Pilgerreisen leider nicht ganz überzeugen.

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  • Pilgernder Parasit oder parasitärer Pilger?

    Die irgendwie richtige Richtung
    progue

    progue

    15. September 2013 um 16:01

    Lasst euch solche Aussagen auf der Zunge zergehen: "Ich bewarb mich um ein Fullbright-Stipendium, weil ich den Segen einer solchen Instititution zumindest für nützlich hielt. Mein Vorhaben - irgendein Aufsatz über junge, deutsche Romanautoren der Gegenwart, über die ich nicht das Geringste wusste, und den ich nie zu schreiben gedachte - kam an. Genau das war es, was die Bewerbungskommission hören wollte, und ich bekam die Zusage." "Aber die Bar Drei machte erst abends halb zehn auf, vorher musste man den Tag herumbringen." "Eine Zeitlang war sie mit einem liebenswert nutzlosen Ostdeutschen namens Kevin zusammen, einem sympathischen Fallbeispiel für die extremsten psychologischen Auswirkungen des Bevormundungsstaats." Und jetzt erzähle ich euch, wer solche Aussagen tätigt: Gideon Lewis-Kraus. Der Mann, der sich Autor nennen darf, weil irgendwer so bekloppt war, sich von ihm erzählen zu lassen, dass er Autor sei. Dabei ist er kein Autor. Er ist ein menschlicher Parasit, der sich auf Kosten anderer ein planloses, sinnloses, sinnentleertes Leben gönnt. Er stammt aus einer jüdischen Familie in New Jersey, hat es nie für notwendig gehalten zu arbeiten, sondern hat sich immer von irgendwem aushalten lassen, selbst von seinem jüngeren Bruder. Nachdem es ihm bei dem zu langweilig wurde, beschloss er, nach Berlin zu gehen und nahm dafür durch seine gelogene Bewerbung irgendwem ein Stipendium weg, der vielleicht tatsächlich was hätte dafür tun wollen. In Berlin tat er ... richtig. NICHTS. Ließ sich wieder aushalten, rauchte, ging auf Partys, auf Vernissagen, kam sich cool vor, und er, ausgerechnet dieser Nichtstuende, Nichtskönnende, Nichtswollende wagt es in einer Tour, über andere Leute zu richten. Solche Aussagen wie über den "Ostdeutschen Kevin" kamen ständig vor; allgemein sind Deutsche seiner Meinung nach wohl eher Menschen zweiter Klasse. Ein paar Tage verbringt er in Tallin, bei seinem Freund Tom (Bissell), und in ihrem Alkohol- und Drogenrausch beschließen sie, den Jakobsweg zu marschieren. Das tun sie dann auch, und der Herr GLK und sein Freund TB können sich gegenseitig beteuern, welch tolle Hechte sie sind, wie unglaublich intellektuell, wie verdammte ... Ar...leuchter. Sie laufen, machen Pause, texten andere Pilger zu, scheinphilosophieren. Herr Lewis-Kraus erzählt uns alle dreißig Seiten, dass eigentlich sein Vater an seinem verkorksten Leben schuld ist, weil er es wagte, irgendwann sein Coming Out zu starten und weil es ihn meistens herzlich wenig interessiert, was sein älterer Sohn zu sagen hat. Ich kann den Vater verstehen, bei dem geistigen Geseier, das der den ganzen Tag von sich gibt, kann man irgendwann nur abschalten. Falls jetzt irgendwer der Meinung ist, dass GLK vielleicht irgendwann die "Erleuchtung" kam, dass er für sein Leben verantwortlich ist - Fehlanzeige. Er wandert weiter, streitet gelegentlich mit Tom, wandert weiter, versöhnt sich wieder mit Tom, wandert weiter, berichtet von Leuten, die ebenfalls wandern, aber natürlich alle ihm nicht gewachsen sind. Als sie in Santiago ankommen, beschließt er, gleich mal mit dem Pilgern weiterzumachen. Nicht, um vielleicht mal irgendwelche Beschlüsse für sich zu ziehen, sondern im Gegenteil: um ihnen auszuweichen. Er pilgert in Japan (übrigens mit dem einzigen sympathischen Menschen, der im ganzen Buch auftaucht, seinem Großvater Max, allerdings nur kurz) und später in der Ukraine. Und ganz egal, was im Klappentext steht, es ändert sich überhaupt nichts, schon gar nicht der Herr GLK. Das Buch und die Attitüden des Autors hat mich so oft ärgerlich gemacht, dass ich wahrscheinlich gelegentlich kurz vor einem Herzinfarkt stand. Von daher, ja, es hat mich bewegt, allerdings nicht in irgendeiner positiven Form. Eine Lektüre, die die Welt nicht braucht.

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