Gideon Lewis-Kraus Die irgendwie richtige Richtung: Eine Pilgerreise (suhrkamp taschenbuch)

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Inhaltsangabe zu „Die irgendwie richtige Richtung: Eine Pilgerreise (suhrkamp taschenbuch)“ von Gideon Lewis-Kraus

»Jakobsweg – Zielstrebigkeit – 10. Juni«. Was soll das? Er kann sich beim besten Willen nicht mehr erinnern, warum er das in sein Notizbuch geschrieben hat. Gideon ruft seinen Freund Tom an, und der weiß es. Sie sind zum gemeinsamen Pilgern verabredet. Am 10. Juni geht es los. Der Weg ist das Ziel, alles andere ist egal. Hauptsache, die Richtung stimmt, irgendwie. Santiago di Compostela ist weit entfernt, aber Berlin mit seinen Galerieeröffnungen, Bars und Clubs glücklicherweise auch. Pilgernd will er sich von den Zwängen der grenzenlosen Freiheit befreien. Und der ersten großen Krise seines Lebens entkommen, in die er geriet, als der Vater, ein schwuler Rabbi aus New Jersey, die Familie verließ, um mit seinem Freund zusammenzuziehen. Pilgernd kommt er dem eigenen Glück und dem Mysterium seiner Familie, Vaters verborgenem Leben, auf die Spur. Zum Schluss hat sich etwas verändert. Er hat sich verändert. Er hat das Rätsel seines Lebens gelöst. »Im Verlauf eines Jahres, im Verlauf dieses schönen, lebensklugen, drogen-, freundschaft- und sexverherrlichenden Buches wird Gideon Lewis-Kraus geradezu in eine Pilgerschaftsabhängigkeit geraten und von Ort zu Ort ziehen, fort aus der Welt der unendlichen Freiheiten oder der unendlichen Abhängigkeiten, hinüber in die Wanderwelt der Notwendigkeit.« Volker Weidermann, FAS

Ein interessantes Thema, sehr langwierig erzählt.

— Langeweile
Langeweile

Nie war pilgern so anstrengend.

— miss_mesmerized
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  • Die Pilgerreisen des Gideon

    Die irgendwie richtige Richtung: Eine Pilgerreise (suhrkamp taschenbuch)
    Langeweile

    Langeweile

    03. February 2016 um 13:12

    Gideon ,ein junger Mann der eigentlich ziemlich planlos in immer anderen Städten lebt,begleitet seinen Freund Tom auf dem Jacobsweg nach Santiago de Compostela. Er hat damit zu kämpfen ,daß sein Vater ,(ein schwuler Rabbi) ,seine Familie verlassen hat ,um mit seinem Freund zusammenzuleben.Er hat den Kontakt zu senem Vater fast vollständig abgebrochen. Auf dem Pilgerweg lernen Gideon und Tom die verschiedensten Menschen mit vielen Geschichten kennen. Ein Pilger erzählt Gideon von dem Weg der Tempel von Shikoku in Japan ,wovon Gideon sehr fasziniert ist. Nach kurzem Aufenthalt in Berlin macht er sich zur zweiten Pilgerreise auf. Von unterwegs nimmt er sehr zögerlich wieder Kontakt per Mail zu seinem Vater auf.Nach einigen Anlaufschwierigkeiten verabreden sich die Beiden zu einer weiteren Pilgerreise ,diesmal durch die Ukraine zum Grab eines jüdischen Mstikers. Auf diesem Weg schließt sich auch Gideons Bruder Micah der Pilgergruppe an. Durch viele Gespräche gelingt es Gideon seinen Vater zu verstehen und das Verhältnis wieder auf eine vernünftige Ebene zu bringen. Die Geschichte war zwar nicht uninteressant ,mir fehlte jedoch ein etwas flüssigerer Erzählstil Ich habe mich zeitweise ziemlich mühsam durch das Buch gequält. Buchtitel: Die irgendwie richtige Richtung

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  • Irgendwie die total falsche Richtung

    Die irgendwie richtige Richtung: Eine Pilgerreise (suhrkamp taschenbuch)
    sapadi

    sapadi

    Gideon Lewis-Kraus schreibt in diesem Buch über seine Erlebnisse auf dem Jakobsweg, dem Shikou in Japan und der Pilgereise nach Uman in der Ukraine. Dabei betrachtet er die ganze Angelegenheit aus seiner eigenen Sicht. Ich habe mich schon länger für den Jakobsweg interessiert, spätestens seit der, ich zitiere den Autoren dieses Buches „bekloppte deutsche Fernsehkomiker“ sein Buch veröffentlicht hat. Wie immer man zu Hape Kerkeling steht, diese Ausdrucksweise ist nicht in Ordnung und leider auch nicht die einzige verbale Entgleisung. An diesem Buch hat mich dann außerdem noch sehr angesprochen, dass es mit dem Shikou und der Reise noch zwei weiter Pilgerreisen behandelt werden. Auf dem ersten ca. 60 Seiten geht es dann nur um die Beweggründe. Was ja auch wirklich spannend sein kann, aber hier so gar nicht ist. Die Idee auf dem Jakobsweg zu gehen, kam Gideon und seinem Freund Tom als sie betrunken waren. Ich möchte jetzt auch nicht weitere Textstellen zitieren, aber es ist nicht nur schwer zu lesen, sondern auch die Gedankengänge erschließen sich mir überhaupt nicht, vor allem wenn diese so weit hergeholt sind und meistens von sehr eigenen Gedanken und Einstellungen geprägt. Die Schilderung des Jakobsweges ist dann ach ganz nett, wenn auch nicht wirklich überzeugend da die Sichtweise des Autoren auf der Reise doch sehr eingeschränkt war. Besser dargestellt ist da die Pilgereise nach Japan zu den 88 Tempeln des Shikou. Hier gelingt es dem Autoren ab und zu ein Gefühl zu vermitteln, wie anstrengend und aufopfernd eine Pilgerreise sein kann, allerdings handelt es sich um eine eher weniger genutzte Pilgeroute was dem Autor und auch dem Leser entgegen kommt. „Highlight“ ist hier der Einbruch in einen heiligen Tempel. Die Reise nach Uman in der Ukraine unternimmt der Autor mit seinem Bruder und seinem Vater. Mir war das Rosch ha-Schana als eine Feier von frommen Juden ein wenig bekannt, aber wie der Autor es schildert hat es damit nun wenig auf sich. Zu diesem Zeitpunkt des Buches geht es dem Autoren auch mehr um das Verhältnis zu seinem Vater. Die Sichtweise zu diesem Thema haben sich auf dem Jakobsweg schon ein wenig geändert und er schafft es sich gedanklich mit dem Verhältnis um die Homosexualität sein seines Vaters auf der Shikou auseinander zu setzen so das hier nun in Uman die Aussprache erfolgen kann.   Fazit: Ein Buch das endlos lange Monologe von mir nicht zu erschließenden Gedankengängen bietet. Ich respektiere das es schwer ist ein Buch zu schreiben und viel Arbeit, aber ich hatte wirklich das erste Mal seit Ulysses von James Joyce (was das einzige Buch ist das ich nicht beendet habe) das Bedürfnis das Buch beiseite zu legen und nicht zu beenden. Schade für die Ausführung einer guten Idee. Ein Buch das der Autor schreiben musste, aber sonst niemand lesen braucht.

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  • Eher schwere Kost...

    Die irgendwie richtige Richtung: Eine Pilgerreise (suhrkamp taschenbuch)
    Xirxe

    Xirxe

    21. September 2013 um 23:25

    Eine Pilgerreise verspricht der Untertitel dieses Buches, doch eigentlich handelt es sich eher um drei. Wobei die Dritte dann doch keine ist, sondern vielmehr eine Vater-Sohn-Zusammenführungsunternehmung oder sowas in der Art. Und Pilgerreisen sind auch nicht das allein bestimmende Thema dieses Buches, sondern die Suche des Autors nach einem Ziel, einer Richtung in seinem Leben sowie die Bewältigung des Konflikts mit seinem Vater, der seinen Söhnen erst spät eröffnete, dass er schwul ist. Was sich in dieser 'Kürzestzusammenfassung' wie auch im Klappentext vielleicht als amüsantes Pilger-Roadmovie à la Hape Kerkeling anhört, entwickelt sich jedoch zunehmend als zeitweise recht anstrengend zu lesendes philosophisches Traktat über das Wesen des Pilgerns an sich wie auch als selbstreflexive Studie über das Verhalten des Autors aufgrund seiner verkorksten Vater-Beziehung. Die erste Strecke führt ihn zusammen mit seinem Freund Tom auf den Jakobsweg quer durch Spanien, während er als zweite Route einen Pilgerweg in Japan auswählt, der ungleich schwieriger ist. Parallel zur anstrengenderen körperlichen Herausforderung werden auch die Überlegungen des Autors anspruchsvoller und komplexer. Und manchmal leider so komplex, dass ich schlicht den Sinn dahinter nicht mehr verstanden habe. Dies setzt sich auch bei der dritten Reise nach Uman fort, die er mit seinem Vater und seinem Bruder unternimmt, welche eher eine Art Wallfahrt darstellt, die mit den früheren Pilgerreisen nicht vergleichbar ist. Nur ein Beispiel: 'Am Ende einer Pilgerfahrt wird dem Schmerz und dem Elend rückwirkend ein Platz in der Ordnung der Dinge gewährt.' So weit, so gut. Weshalb er sich jedoch hierbei auf Nietzsche, Camus, Dorothea Brooke (wer immer das auch sei) und Rilke bezieht, ist mir völlig unklar. Um nicht falsch verstanden zu werden: Es gibt durchaus eine Menge amüsante und schräge Geschehnisse in diesem Buch, aber sie nehmen nicht den Hauptteil ein. Wer also schlicht und einfach 'nur' gute Unterhaltung sucht, dürfte sich mit diesem Buch nicht unbedingt einen Gefallen tun.

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  • Rezension zu Gideon Lewis-Kraus: "Die irgendwie richtige Richtung"

    Die irgendwie richtige Richtung: Eine Pilgerreise (suhrkamp taschenbuch)
    miss_mesmerized

    miss_mesmerized

    13. September 2013 um 20:07

    Selten war Pilgern so anstrengend. Gideon Lewis-Kraus begibt sich auf die Suche nach dem Sinn in seinem Leben und nimmt den Leser mit auf eine mehrmonatige Reise in verschiedene Länder und an unterschiedliche Wallfahrtsorte. Sein Bericht beginnt mit einem schier endlosen und sehr detaliierten Resumee über sein Leben vor der Pilgerei. Als Quintessenz bleibt hängen: junger, planloser Mann mit zu viel Ego und der Überzeugung, der größte Hecht zu sein, verbingt sein Leben mit feiern, feiern, feiern und Drogen. Es ist langweilig, nervig und trieft vor Selbstbeweihräucherung. Erste Etappe: der Camino nach Santiago. Leider ist hier nichts von Erkenntnis, tieferer Introspektion oder interessante Pilgerbegegnungen zu lesen. Der extrem oberflächliche Bericht könnte genauso vom Urlaub am Ballermann handeln, der Informationsgehalt dürfte ähnlich sein. Nach kurzen Intermezzo geht es auf die zweite Etappe: Shikoku in Japan. Da fremder als der Camino auch etwas interessanter- zur Abwechslung kommt auch ein wenig Hintergrundinformation hinzu - aber an Erkenntnis genauso dünn. Pilgern hilft halt doch nicht jedem weiter. Dritte Etappe motiviert aus Perpsektivenlosigkeit des Lebens: Uman in der Ukraine. Unterhaltsamer Einstieg, informativ bzgl. jüdischer Tradition, immerhin noch ein Minimum an Lernzuwachs beim Autor. Als Fazit bleibt: langweiliger, oberflächlicher und bedeutungsloser kann man nicht von einer Pilgerreise berichten. Auch wenn das Ende ein wenig an Substanz hinzugefügt hat, kann dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass Gideon Lewis-Kraus nichts mit sich und seinem Leben anzufangen weiß, sich mit Name-dropping versucht einen intellektuell-künstlerischen Touch zu geben und den Leser dabei zutode langweilt. Keine persönliche Entwicklung, keine interessante und tiefergehende Begegnung - leider alle Erwartungen auf ganzer Linie enttäuscht.

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