Gigi Pandian

 4,2 Sterne bei 86 Bewertungen

Lebenslauf

Gigi Pandian ist USA Today-Bestsellerautorin und Mitbegründerin der Crime Writers of Color. Als Tochter zweier Kulturanthropologen aus New Mexico und der Südspitze Indiens hat sie ihre Kindheit auf Recherchereisen durch die ganze Welt verbracht. Heute lebt sie in Kalifornien. Ihre Mysteryromane wurden mit dem Agatha-, Anthony-, Lefty- und Derringer Award ausgezeichnet.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches The Alchemist's Illusion (ISBN: 9783690511964)

The Alchemist's Illusion

Erscheint am 08.10.2026 als Taschenbuch bei VAJOSH. Es ist der 4. Band der Reihe "Die unglaublichen Fälle der Zoe Faust".
Cover des Buches The Elusive Elixir (ISBN: 9783690511940)

The Elusive Elixir

Neu erschienen am 20.08.2026 als Taschenbuch bei VAJOSH. Es ist der 3. Band der Reihe "Die unglaublichen Fälle der Zoe Faust".

Alle Bücher von Gigi Pandian

Neue Rezensionen zu Gigi Pandian

Für ein Krimi ein sehr ausführliches Kochbuch

Die Grundidee dieses Buches war wirklich vielversprechend: Eine unsterbliche Alchemistin, die sich in Portland ein neues Leben aufbaut, trifft auf einen Gargoyle, der dringend ihre Hilfe braucht – dazu noch ein mysteriöser Mordfall. Eine spannende Mischung aus Magie, Krimi und Fantasy klang nach genau der richtigen Lektüre für mich.


Leider konnte das Buch diese Erwartungen nicht erfüllen. Anstelle einer faszinierenden Auseinandersetzung mit Alchemie oder einer raffinierten Kriminalgeschichte wurde man eher mit einem Kochbuch überrascht. Die ausführlichen Rezept- und Küchenszenen nehmen so viel Raum ein, dass die eigentliche Handlung in den Hintergrund gerät. Außerdem wird das Thema Veganismus über die gesamte Geschichte hinweg mehrfach ausdrücklich betont. Ich selbst lebe vegetarisch und habe damit grundsätzlich kein Problem – aber wenn immer wieder darauf hingewiesen wird, wie abwechslungsreich und vorteilhaft die vegane Küche ist, wirkt es schnell belehrend. Ein- oder zweimal hätte vollkommen gereicht.


Auch die Krimihandlung war enttäuschend. Die Rätsel wirkten konstruiert, die Lösungen willkürlich und wenig durchdacht. Statt Aha-Momenten blieb bei mir eher Augenrollen zurück. Besonders am Ende, als mehrere Rätsel in kürzester Zeit „abgefrühstückt“ wurden, fehlte jegliche Spannung und Logik.


Die Alchemie selbst, die eigentlich das Herzstück sein sollte, bleibt erstaunlich blass. Zoe übt sie lange nicht mehr aus und geht nur zögerlich daran – ihre Gründe dafür werden zwar genannt, sind aber schwer nachvollziehbar. Und wenn sie die Alchemie schließlich einsetzt, wirkt es unausgereift: erst scheitert sie, dann klappt plötzlich alles ohne nachvollziehbare Entwicklung. Der Hintergrund, warum Alchemie in dieser Welt nicht weit verbreitet ist, ist zwar nachvollziehbar erklärt, die Umsetzung aber flach und wenig fesselnd.


Zusätzlich fällt auf, dass Zoe, obwohl sie seit Jahrhunderten lebt, erstaunlich naiv und geradezu blauäugig wirkt. Eine Figur mit so viel Lebenserfahrung sollte deutlich reflektierter und souveräner handeln – und vor allem mehr Tiefe aufweisen. Stattdessen reduziert sich ihr Charakter letztlich auf drei Punkte: Veganismus, Alchemie und Kräuterkunde.


Alles in allem ist „Alchemistin wider Willen“ für mich ein Buch voller verschenkter Chancen. Die Mischung aus Alchemie, Krimi und Magie hätte viel Potential gehabt, stattdessen dominieren kulinarische Ausschweifungen, ein überbetontes Veganismus-Thema und eine willkürlich wirkende Auflösung. Für mich bietet das Buch keinen Anreiz, die Reihe weiterzuverfolgen.

Schwächer als der erste Teil

„Die unglaublichen Fälle der Zoe Faust - Geister der Vergangenheit" hat mich in vielerlei Hinsicht erneut in die magisch-gemütliche Welt von Zoe und ihrem einzigartigen Gefährten Dorian eintauchen lassen.

Die Charaktere sind weiterhin liebevoll und detailliert ausgearbeitet, und die Rückblicke Historischer Persönlichkeiten verleihen der Handlung eine interessante Tiefe. Dennoch hatte ich diesmal einige Schwierigkeiten, mich komplett auf die Geschichte einzulassen.

Die Liebesgeschichte zwischen Zoe und Detective Max bleibt auch im zweiten Band enttäuschend oberflächlich und flach. Leider konnte ich keinerlei Anziehung zwischen den beiden spüren, und der Loveinterest wirkt zunehmend fehl am Platz, ja, fast störend. Ich hatte gehofft, dass die Autorin in dieser Fortsetzung intensiver auf die Chemie der beiden eingeht, doch wurde ich enttäuscht - im Gegenteil, ich denke sogar, dass die Geschichte besser funktioniert hatte, wenn der romantische Aspekt ganz weggelassen worden wäre.

Erschwerend kommen die zahlreichen Wiederholungen hinzu, die mir irgendwann den Lesefluss raubten. Rückblenden und Erläuterungen zu Ereignissen aus Band 1 sind zunächst hilfreich, doch wenn auf Seite 150 immer noch einfache Zusammenfassungen auftauchen, wirkt es, als traue die Autorin ihren Leser:innen nicht zu, die Geschehnisse selbst nachzuvollziehen.

Trotz der Schwächen in Tempo und Redundanz hat die Handlung spannende Momente, und die Idee hinter der Geschichte gefällt mir weiterhin.

Allerdings zieht sich das Buch an einigen Stellen in die Länge, wodurch die Spannung gelegentlich leidet. Das offene Ende verspricht eine Fortsetzung, und obwohl ich skeptisch bin, ob die Liebesgeschichte mein Interesse noch gewinnen kann, bietet das Konzept für mich dennoch genug Potenzial, dass ich die Reihe neugierig weiterverfolgen würde.

Süße Cozy Geschichte

"Die unglaublichen Fälle der Zoe Faust" hat mich sofort durch seine einzigartige „cozy" Atmosphäre und das charmante Setting in Portland begeistert.

Zoes altes Farmhaus und die alchemistischen Elemente verleihen der Geschichte eine besondere Magie, die einen sofort in eine andere Welt versetzt.

Einer der besten Charaktere im Buch ist für mich der mürrische, aber liebenswerte Gargoyle Dorian.

Obwohl er selbst kein Veganer ist, kocht er mit Leidenschaft vegane Gerichte für Zoe. Diese witzige Besonderheit verleiht der Geschichte nicht nur Humor, sondern auch eine eigene, charmante Note.

Die Rezepte am Ende des Buches sind ein tolles Extra, das ich unbedingt ausprobieren möchte.

Obwohl die Atmosphäre angenehm gemütlich ist, fehlt es dem Kriminalfall an wirklicher Spannung. Die Handlung rund um die mysteriösen Morde und Diebstahl hätte von einem überraschenden Plottwist profitieren können, um das Tempo etwas anzuziehen.

Auch die sich anbahnende Liebesgeschichte wirkte für mich etwas distanziert und konnte mich emotional nicht ganz erreichen.

Stellenweise zieht sich die Handlung ein wenig, aber die besondere Stimmung und die gut ausgearbeiteten Figuren machten das wieder wett.

Pandian schafft es, das Mystische und Alltägliche auf charmante Weise zu verbinden, sodass man immer wieder gerne zu diesem Buch greift.

Insgesamt ist „Die unglaublichen Fälle der Zoe Faust" ein magisch-gemütlicher Roman mit liebevollen Charakteren und einem gelungenen Mix aus Krimi und Mystik. Ich gebe 4 von 5 Sternen und empfehle das Buch allen, die ein „cozy" Leseerlebnis mit einer Prise Magie und Kulinarik suchen.

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