Gil Adamson Hilf mir, Jacques Cousteau

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Inhaltsangabe zu „Hilf mir, Jacques Cousteau“ von Gil Adamson

Skurril, witzig, charmant – die perfekte Sommerlektüre Die junge Hazel wächst in Kanada in einer skurrilen Familie moderner Exzentriker auf: Ihr Vater experimentiert gerne mit den elektrischen Leitungen im Haus herum, sodass jeder mal einen Schlag abkriegt. Ihre Mutter geht auf Socken zu Partys, weil Sie keine eleganten Schuhe in ihrer Übergröße findet. Ihr Onkel liebt seine Haustiere – eine Gans, ein Pferd, eine Katze, ein Hund – und lässt sie zum Wettschwimmen antreten. Und Hazel muss zum täglichen »Fischsitting« zu ihren Nachbarn gehen und freut sich, wenn Jacques Cousteau in den Weiten der blauen Meereswelt auf dem Fernsehbildschirm flimmert. »Hilf mir, Jacques Cousteau« ist das ebenso komische wie anrührendende Porträt einer unkonventionellen Familie mit schrägen Ticks und Macken. Gil Adamson beschreibt ihre Figuren liebevoll und mit lakonischem Blick fürs Detail. Sie erzählt kraftvoll, pointiert, aber auch mit großer poetischer Leichtigkeit.

Ein skuriles verworrenes Buch, das eigentlich aus mehreren kleinen Geschichten besteht.

— LaTraviata
LaTraviata

Kein gewöhnliches Buch!

— aba
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  • Rezension zu "Hilf mir, Jacques Cousteau" von Gil Adamson

    Hilf mir, Jacques Cousteau
    safido

    safido

    14. February 2013 um 08:44

    Zum Inhalt: Hazel lässt uns an ihrem etwas ungewöhnlichen Familienleben teilhaben. Der Vater experimentiert mit Vorliebe an den Stromkabeln des Hauses herum. Ihre Mutter geht auch schon mal nur mit Socken auf Partys. Der Onkel hat eine Vorliebe für Haustiere mit weißem Fell. Der Opa fährt seinen toten Hund auf dem Rücksitz seines Wagens durch die Gegend. Und was macht Hazel? Sie sittet entweder die Fische der Nachbarn oder beobachtet vom Hausdach aus oder mit dem Fernglas ihre Nachbarn. Meine Meinung: Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht so wirklich, was ich nun zu diesem Buch schreiben soll. Ich beginne mal damit: In erster Linie ist es für mich kein Roman, sondern eher eine, teils zusammenhanglose, Sammlung diverser Geschichten aus Hazels Leben. Ich habe hin und wieder ein wenig den Überblick verloren und musste mich anstrengen, die Dinge in eine zeitliche Abfolge zu bringen. Leider konnten mich auch die Charaktere nicht so wirklich begeistern. Während zu Beginn des Buches die Schrulligkeit eines jeden Einzelnen noch erfrischend war, wurde es von Seite zu Seite doch ein wenig too much. Bei aller Liebenswürdigkeit der Eigenarten wäre weniger für mich manchmal doch mehr gewesen. Zudem gab es auch durchaus Stellen, die ich weder lustig noch liebenswert finden konnte. “Meine Mutter weigert sich strikt, für meinen Onkel mitzukochen, und so setzen wir drei uns zu einer Mahlzeit an den Tisch, während er fluchend durchs Haus tobt. Einmal zielt er mit einem Gewehr auf mich und droht, mich zu erschießen. Ich esse mit gesenktem Kopf weiter. Meine Mutter tut, als hätte sie ihn nicht gehört, als wäre er Luft. Schließlich gibt er auf, macht sich eine Suppe, setzt sich zu uns und schlürft laut, als wäre nichts geschehen.” (S. 25) Insgesamt fand ich, dass das Buch so vor sich hinplätschert. Der rote Faden sind in diesem Fall die aneinandergereihten Erlebnisse, die aber keinen wirklichen Handlungsstrang ergeben. Ob das nun am Buch lag, oder an mir – ich konnte mich mit dieser Erzählweise nicht so wirklich was anfangen. Als wirklich witzig empfand ich dieses Buch auch nicht. Natürlich kommen Zynismus und Sarkasmus nicht zu kurz. Aber so wirklich lachen konnte ich selten. Ein Schmunzeln war meist das höchste der Gefühle. “Ich gewöhne mich allmählich an Spott. In der Schule verarschen alle alles. Gedichte lesen ist gar nicht so schlimm; wenigstens habe ich keine Riesentitten, Hochwasserhosen oder Akne. Ich bin nicht im Schachklub. Ich heiße nicht Bogdana oder Flower. Es könnte schlimmer sein.” (S. 101) Ich hatte mir irgendwie eine etwas tiefgründigere Geschichte gewünscht. Aber es kann auch durchaus sein, dass ich das Buch nicht richtig verstanden habe. Schade, denn ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut. Bei der Bewertung kann ich mich zwischen einem oder zwei Herzen nicht so wirklich entscheiden. Ich wähle also die Mitte und runde wohlwollend auf. www.bookwives.wordpress.com

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  • Rezension zu "Hilf mir, Jacques Cousteau" von Gil Adamson

    Hilf mir, Jacques Cousteau
    aba

    aba

    15. December 2012 um 09:51

    "Wisst ihr, dass ich schon mal Mastodon gegessen habe?", fragt mein Großvater. "Hilf mir, Jaques Cousteau" von der mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichneten kanadischen Autorin Gil Adamson ist eine Geschichtensammlung, deren Mittelpunkt eine ganz merkwürdige -und vielleicht sogar verrückte- Familie ist. In etwas mehr als ein Dutzend kurzen Geschichten erzählt Hazel über ihre Familie, die aus einem Haufen Exzentrikern besteht. Und wie es bei Exzentrikern normalerweise ist, leben sie kein gewöhnliches Leben und sorgen oft für ein abwechslungsreiches Umfeld, manchmal interessant, aber nicht selten anstrengend. Durch Hazels Augen sehen wir ihre Familie und ihre Nachbarn, die auch einen gewissen Einfluss auf sie haben (nicht immer in bewusster Form... aber wer hat nicht schon mal heimlich seine Nachbarn beobachtet?). Durch Hazel erfahren wir über deren Geheimnisse, denn Hazels besondere auditive Wahrnehmung lässt sie sogar durch Wände hören. So ist sie in der Lage, das Bild ihrer Familie für sich zu vervollständigen, und Erklärungen für das Verhalten mancher Menschen oder für bestimmte Situationen zu finden, die zunächst nur als rätselhaft, unbegreiflich oder gar mystisch einzustufen wären. Gil Adamson erzählt die Geschichten um Hazels Familie mit einem schrägen und teilweisen melancholischen Humor. Jedes der Mitglieder dieser meistens schrillen Familie kommt für eine surreale Welt auf, in der sich Hazel bewegen muss. Manchen Szenen in dieser Welt sind für das Kind Hazel äußerst exklusiv. Nicht jedes Kind hat die Gelegenheit, so etwas in der eigenen Familie zu erleben. Andere Situationen wiederum verursachen (trotz super entwickelten Hörsinn) Zweifel in ihr, weil sie damit überfordert ist, und weil sie das Handeln ihrer Mitmenschen nicht begreifen kann. Trotz alledem ist in dieser ungewöhnlichen Familie ein starker Zusammenhalt erkennbar, der für Hazel auch Teil dieses Mysteriums ist, das ihre Familie umgibt. Für Hazel kommt ganz am Ende des Buches die Erleuchtung, die Lösung für alle Rätsel. Und diese kommt in Form einer fast banalen Situation, einer Momentaufnahme, die die mittlerweile fast erwachsene Hazel in der Lage ist aufzufassen. Und für mich ist es fast der schönste Moment im ganzen Buch und ein liebevoller Abschluss. Auch wenn "Hilf mir, Jaques Cousteau" eine Sammlung kurzer Geschichten ist, verleihen dem Buch deren chronologischer Aufbau und das konstante und regelmäßige Erscheinen der Haupt- und Nebenfiguren einen Roman-Charakter. "Hilf mir, Jaques Cousteau" wurde ursprünglich 1995 zum ersten Mal in Kanada veröffentlicht. Die aktuelle deutsche Ausgabe ist eine Übersetzung der kanadischen Neuveröffentlichung des Jahres 2011.

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  • Rezension zu "Hilf mir, Jacques Cousteau" von Gil Adamson

    Hilf mir, Jacques Cousteau
    Glimmerfee

    Glimmerfee

    14. July 2012 um 12:13

    In Hazels Familie hat jeder seine Macken und lebt diese auch aus. Die Rückkehr nach Kanada bedeutet für Hazel und ihre Eltern auch ein Wiedersehen mit der lieben Verwandtschaft. Der Leser begleitet Hazel durch ihre Kindheit, Jugend bis in das Erwachsenenalter hinein. Das Buch lebt von den skurrilen Personen und den kleineren und größeren Erlebnissen dieser Familie. Die Mutter eine abergläubische Schottin, die aber sehr praktisch veranlagt ist. Der Vater verkabelt gerne das ganze Haus und Stromschläge sind kein Grund zur Aufregung. In einem abgelegenen Haus am See, wohnt Onkel Castor mit seinen Tieren, die alle ein weißes Fell haben und der Großvater fährt seinen toten Hund auf der Rückbank seines Cabrios spazieren. Hazel und ihr Bruder wachsen mit diesen Menschen auf und werden durch die Geschehnisse geprägt und entwickeln ihre ganz eigenen Macken Psychosen. Das Buch empfand ich als eher sachlich geschrieben und durch die oftmals nicht zusammenhängende Erzählweise, war es für mich leider nicht möglich mich in die Familie einzuleben. Mich konnte das Buch trotz der interessanten Charaktere nicht überzeugen.

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  • Rezension zu "Hilf mir, Jacques Cousteau" von Gil Adamson

    Hilf mir, Jacques Cousteau
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    18. June 2012 um 10:42

    Ein wunderbarer Roman über eine nicht einfache Familie „Mein Vater hat viel Zeit im Keller verbrach und das Haus neu verkabelt. Es macht ihm Spaß, Dinge zu verändern, deshalb hat er die Glühbirnen an ganz andere Lichtschalter angeschlossen……… Seit letztem Jahr ist die Lampe im Bad ganz abgekoppelt, deshalb müssen wir alle im Dunkeln aufs Klo……. Meine Mutter leidet. Sie nimmt nachts immer den Hund mit. Sie spricht vom Klohäuschen, obwohl die Toilette doch im Haus ist“. Und das ist nur eine der ausgesprochen merkwürdigen Marotten, die in der Familie der Protagonisten Hazel vorliegen. Und noch ein Experiment des Vaters mit eher harmlosen Folgen. Hier und da werden die Stromstöße schon stärker, die unvermittelt einen überkommen, wenn er wieder einmal an den Leitungen gebastelt hat. Sei es zudem die Mutter mit ihrem ausgeprägtem Aberglauben, sei es das unvermittelte Kreischen von Hazels jüngerem Bruder, der möglichst schalldämpfend „weggesperrt“ wird dann, sei es die merkwürdigen „Wettkämpfe“, die Hazels Onkel zwischen seinen (immer weißen) Haustieren abhält. Völlig verständlich, dass die einzige, die „ganz bei Sinnen“ scheint in diesem Haus, Hazel, fast verzweifelt und in ihrem jugendlichen Alter alle Mühe hat, einen eigenen Standort in all dem Chaos zu Hause in Kanada zu finden. Hilfreich ist da oft fast alleine Jacques Costeau, auch wenn dieser wenig zur Konversation beitragen kann, denn Jacques ist ein Fisch, er unermüdlich seine Bahnen im Aquarium der Nachbarn zieht. Helfen kann der Fisch natürlich nicht, vor allem, als es im Lauf der Zeit und Jahre ernst wird im Haus der Familie. In ruhigem, ironisch-humorvollem, immer aber sacht erzähltem Stil begleitet Gil Adams ihre Protagonisten nämlich durchaus auch später in den Ernst des Lebens hinein. Bei aller Situationskomik, bei aller Freude, die zu Anfang dennoch im Hause herrscht, die Krisen lauern schon und kommen allmählich zum Vorschein, führen auch zu Trennungen und einem noch stärker zu beobachten „wegdriften“ der Figuren in Fantasien und ihre je ganz eigene Welt hinein. Eine Entwicklung, die Adamson ebenso lakonisch begleitet und beschreibt, wie sie in den besten Momenten des Romans jene andere, leicht „ver-rückte“ Welt hinter der Fassade der einzelnen Personen aufblitzen lässt. Allerdings, ein wenig zerfastert die Geschichte schon, gerade zum Ende hin. Im Gesamten aber macht es Freude, bietet viele Momente zum stillen bis lauten Lachen und rührt an vielen Stellen durchaus an, dieses Buch zu lesen. Vor allem Hazel natürlich gewinnt die Herzen der Leser in ihrem ständigen Austarieren zwischen „den Fronten“. „Ich nehme einen heiklen Platz zwischen meinen Eltern ein… und frage mich, welch Zeitbombe, wer von meinen Eltern da eines Tages in mir zünden wird“. Wobei die „Bombe“ eher in Form eines Puddings explodieren wird, aber das sollte der Leser dann selber im Buch nachlesen. In wunderbar bildreicher, lakonischer und ironischer Sprache legt Gil Adamson ganz besondere Personen mit ganz eigentümlichen Eigenarten vor Augen, denen sie wie mühelos in allen Stimmungsfacetten im Buch folgt. Trotz mancher „Verluste des roten Fadens“ und einem eher unbefriedigendem Ende eine in sich geschlossene und sprachlich hervorragende Lektüre.

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