Lost in Fuseta

von Gil Ribeiro 
4,4 Sterne bei95 Bewertungen
Lost in Fuseta
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (84):
Schildi_88s avatar

Wieder Spannung pur und der Leser ist mitdabei

Kritisch (1):
SanniRs avatar

Zu wenig "Haupthandlung" und zu viel belangloses....

Alle 95 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Lost in Fuseta"

Der erste Fall für Leander Lost, den neuen Ermittler-Star in der Krimi-Landschaft.
Das Septemberlicht an der Algarve ist von betörender Schönheit. Am Flughafen von Faro nehmen Sub-Inspektorin Rosado und ihr Kollege Esteves einen schlaksigen Kerl in schwarzem Anzug und mit schmaler Lederkrawatte in Empfang: Leander Lost, Kriminalkommissar aus Hamburg, für ein Jahr in Diensten der Polícia Judiciária. Eine Teambildung der besonderen Art beginnt, als die portugiesischen Sub-Inspektoren feststellen müssen, dass ihr neuer Kollege aus Deutschland nicht nur merkwürdig gekleidet ist, sondern sich auch merkwürdig verhält. Erst langsam kommen sie dem Mörder eines Privatdetektivs auf die Spur, sowie der Tatsache, dass Leander Losts Merkwürdigkeiten dem Asperger-Syndrom geschuldet sind – und dass seine Inselbegabungen äußerst hilfreich sind bei der Lösung des Falls um die schmutzigen Machenschaften eines Wasserversorgers an der Algarve.
Mit genauem Gespür für Spannung, mit viel Humor, Lokalkolorit und Sinn für psychologische Details hat Gil Ribeiro die Herzen der Krimi-Leser erobert.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783462051629
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:400 Seiten
Verlag:Kiepenheuer & Witsch
Erscheinungsdatum:12.04.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 27.04.2017 bei Argon erschienen.

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    Buchwurm05vor einem Monat
    Kurzmeinung: Sehr bildhafte und ausführliche Landschaftsbeschreibungen. Spannung kam erst am Ende auf. Sympathische und authentische Protagonisten. .
    Schöner Urlaubskrimi aber nicht mehr

    Durch ein Austauschprogramm der europäischen Polizeibehörde Europol bekommen die portugiesischen Sub-Inspektoren Graciana Rosado und Carlos Esteves den Hamburger Kriminalkommisar Leander Lost zugeteilt. Ein merkwürdiger Kollege wie die beiden finden. Kleidet sich bei der Hitze in einen schwarzen Anzug und spricht nach einem dreiwöchigen Sprachkurs perfekt portugiesisch. Dann erzählt er einem Kollegen von Graciana und Carlos auch noch ein Geheimnis, so dass den beiden ein Disziplinarverfahren droht. Natürlich wird Leander wieder nach Hause geschickt. Doch dann klärt ausgerechnet Soraia ihre Schwester Graciana auf, wieso Leander so ist und welche Fähigkeiten er hat. Diese werden dringend für den aktuellen Fall eines ermordeten Privatdetektives gebraucht. Eine Teambildung der besonderen Art beginnt...

    Es war etwas zäh diesen Krimi zu lesen, da sehr viel Wert auf bildhafte und ausführliche Beschreibungen von Land und Leuten gelegt wurde. Dadurch kam nicht wirklich Spannung auf. Erst am Ende wurde es richtig spannend und auch noch einmal für alle gefährlich. Was ich ein bisschen als Ironie empfinde: an einer Stelle im Buch liest Leander und der Autor selbst schreibt, dass Leander bei den ausführlichen Landschaftsbeschreibungen noch schneller blättert. Leander Lost ist ein sehr sympathischer und authentischer Charakter. Er versucht sich trotz seiner Asperger Erkrankung einzufügen. Was natürlich oft nicht gelingt und es dadurch zu komischen Situationen kommt. Es wurde jedoch nichts ins Lächerliche gezogen, noch vermittelt, dass ein Asperger aus seiner Haut kann. Das hat mir sehr gut gefallen. Auch, dass Leander's portugiesische Kollegen versucht haben, sich entsprechend zu verhalten. Aber auch das nicht immer funktioniert hat. Fazit: Ein schöner Urlaubskrimi für alle, die sich von ausführlichen Beschreibungen nicht im Lesefluss gestört fühlen. Mit Leander Lost ist dem Autor ein sehr sympathischer und authentischer Charakter gelungen. 

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    misery3103s avatar
    misery3103vor einem Monat
    Kurzmeinung: Für Leute mit einem Faible für Regionalkrimis bestimmt spannend, für mich leider nur Durchschnitt.
    Portugalkrimi

    Im Zuge eines Austauschprogramms wird der deutsche Kommissar Leander Lost für ein Jahr in die Dienste der Policia Judiciaria in Fuseta abgestellt. Seine neuen Kollegen Rosado und Esteves nehmen den seltsamen Mann im schwarzen Anzug am Flughafen in Empfang. Nach und nach wird ihnen klar, dass Lost kein normaler Polizist ist, denn Leander ist Autist mit Inselbegabung und stellt seine neuen Kollegen vor einige Herausforderungen.

    Die Grundidee des Romans gefällt mir gut und Leander Losts Ankunft in Fuseta fand ich sehr amüsant. Die eher lockere Art der Polizisten in Portugal trifft auf den überkorrekten Leander Lost, der nicht lügen kann und immer das Unpassendste sagt. Was mich an diesen von deutschen Autoren geschriebenen, in südlichen Ländern spielenden Krimis immer wahnsinnig stört, ist, dass so viel Buch dabei verschwendet wird, einem die Umgebung und örtliche kulinarische Highlights näher zu bringen … gerade so, als wollte der Autor beweisen, dass er wirklich dort war und sich auskennt. Mich langweilen diese ewig langen Ortsbeschreibungen und Herkunftsbeschreibungen von Lebensmitteln leider immer sehr. So ging es mir leider auch hier. Obwohl ich Leander Lost faszinierend und anders finde, hat mich der Rest des Romans leider sehr gelangweilt.

    Für Leute mit einem Faible für Regionalkrimis lesenswert und gut, für mich leider nur Durchschnitt. Konnte mich nicht durchgehend fesseln.

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    S
    Satansbratenvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ein europäisches Austauschprogramm bringt den eigenartigen Leander Lost nach Fuseta, ins ländliche Portugal
    Ein Krimi über menschliches Miteinander, Außenseiter und andere Sonderlinge

    Lost in Fuseta erzählt von Leander Lost, der im Rahmen eines europäischen Austauschprogramms ins ländliche Portugal kommt. Als sonderbar ist er auf den ersten Blick zu erkennen, schwarzer Anzug, weißes Hemd, und das bei diesen Temperaturen! An seinem ersten Tag verpfeift er die neunte Kollegen und schießt einem von ihnen ins bein, was ein fulminanter Start! Aber mt der Erkenntnis der Andersartigkeit kommt auch der Wunsch, ihn zu integrieren, aber auch die Idee, diese Andersartigkeit zu nutzen. Ein faszinierendes Buch über Außenseiter - und wer ist keiner? Die einen haben vielleicht das Glück, in einer Familie oder Gruppe eine stabilen Heimat zu finden, andere eben nicht. Und dennoch, gemeinsam kommt man weiter!

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    PettiPs avatar
    PettiPvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Sehr unterhaltsame Lektüre!
    Spannung gepaart mit Urlaubsfeeling!

    Aufgrund eines Austauschprogrammes von Europol wechselt der Hamburger Kommissar Leander Lost mit seinem portugiesischen Kollegen Rui Aviola, für ein Jahr, den Posten. Die Polizisten Graciana Rosado und Carlos Esteves sind dem „Alemano“ gegenüber eher skeptisch eingestellt. Doch kaum ist er in Faro eingetroffen, haben die Drei schon ihren ersten Mord. 


    Dieser Krimi hat mich sehr unterhalten. Der Autor ließ mich Einblick in die Landschaft und Lebensart Portugals und insbesondere Fusetas nehmen, ohne dass es zu langatmig wurde. Auch der zu bearbeitende Fall wurde sehr spannend beschrieben.
    Die Charaktere dieses Buches haben mir in ihren unterschiedlichen Wesenszügen sehr gefallen. Rosado und Esteves, die sich schon seit Kindestagen an kennen und wie Geschwister sind. Desweiteren Garcianas Schwester Soraia, bei der dem Leser sofort klar wird das sie sich sofort bis über beide Ohren in Lost verliebt hat. Dann ist da noch der Kommissar Miguel Duarte, der sich gerne in den Vordergrund drängt und, da Spanier, nicht so ganz von seinen portugiesischen Kollegen akzeptiert wird. Zu guter Letzt ist da noch Leander Lost selbst, der dadurch dass er unter Asperger leidet immer wieder auffällt. Diese und weitere Mitwirkende machen aus der Story einen spannenden, aber auch witzigen Krimi. Bis zum Ende gab es immer wieder neue Überraschungen.
    Obwohl ich sonst überwiegend harte Thriller liebe, hat mich dieses Buch sehr begeistert.

    Fazit: Für mich ist dieser Krimi ein Muss. 100 % Weiterempfehlung.

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    Ladybella911s avatar
    Ladybella911vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Etwas mehr Krimi wäre schön gewesen. Aber die Landschaftsbeschreibungen sind wunderbar.
    Fernweh nach der Algarve

    Dieser Krimi ist anders.
    Schon alleine dadurch, dass hier ein Kommissar mit Asperger Syndrom die Ermittlungen leitet. Die Spannung baut sich ganz allmählich auf, bleibt aber bis zum Schluss erhalten, was ich persönlich als erholsam empfand. Dennoch ist der Roman beileibe nicht langweilig. Allerdings hätte ich mir mehr Krimielemente gewünscht.
    Dazu tragen auch die wundervollen Landschaftsbeschreibungen, die Gepflogenheiten und Gebräuche der Menschen dieses Landstriches bei, von denen man so nebenbei ganz viel erfährt. 
    Informationen, die mich ´darin bestärken, diese Gegend wieder einmal zu besuchen. Dem Autor ist es bestens gelungen, mein Fernweh zu schüren und mir schöne Lesestunden zu bescheren.
    Ich würde mich freuen, bald wieder etwas aus seiner Feder rund um dieses außergewöhnliche Team zu lesen.

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    ninchenpinchens avatar
    ninchenpinchenvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Der perfekte und ungewöhnliche Sommerkrimi aus Portugal mit einem Kommissar, den man gern kennenlernen möchte!
    Der Autist in den schwarzen Kleidern

    Gil Ribeiro: Lost in Fuseta – Erstellungsdatum 12.04.2018

    Wir lernen hier einen so liebenswerten Kommissar kennen, wie man ihn selten antrifft. Zugegeben, gewöhnungsbedürftig ist er schon, der Leander Lost. Er kann nämlich nicht lügen. Er zählt Ecken, um sich zu beruhigen. Und er trägt komische Klamotten, entweder er versucht sich trotz Hitze ganz klassisch in Schwarz zu kleiden oder er kopiert den Stil seines Kompagnons Carlos Esteves, aber ohne auf die Feinheiten zu achten. So wissen der Sub-Inspektor der Polícia Judiciária, der portugiesischen Kriminalpolizei, und seine – ihm übergeordnete Kollegin, die Kriminalkommissarin Graciana Rosado zunächst nicht, was sie von ihm halten sollen und möchten ihn eigentlich so schnell es geht, wieder loswerden.

    Ein schlechter Einstieg also für den Hamburger Leander Lost, der im Rahmen des Europol-Austauschprogramms für ein Jahr in Portugal ausharren soll und muss; der einfach den neuen Kollegen zwangsweise aufs Auge gedrückt wird.

    Und Rui Aviola, der beliebte Polizist der Guardia Nacional Republicana, reist zum Entsetzen der Dorfbewohner von Fuseta nach Hamburg. Sie befürchten auf Nimmerwiedersehen.

    Schon den Titel „Lost in Fuseta“ fand ich genial, natürlich denkt man zunächst an „Verloren“. Dazu das überaus gelungene Cover, was ja – glaub ich – aus zwei Fotos ineinander komponiert wurde. Auf den Innenseiten finden sich die Landkarten, die man zum „Mitreisen“ braucht in unterschiedlichen Maßstäben, auch das hat mich begeistert.

    Die Schilderung von Land und Leuten, die meist weiße Farben der Häuser mit den bunten Rahmen, der Staub um die Mittagszeit, darüber der tiefblaue Himmel und immer wieder das Meer; man wähnt sich im Urlaub und löst so fast nebenbei gemeinsam mit den Akteuren einen komplizierten Kriminalfall.

    Besser kann Sommer- und Urlaubslektüre nicht sein. Portugiesisches Flair, brillant eingefangen in diesen Seiten und – man höre und staune, der Autor ist Deutscher (Holger Karsten Schmidt), er hat sich nur ein mediterran anmutendes Pseudonym zugelegt und kennt sich natürlich vor Ort bestens aus, das merkt man in jeder Zeile.

    Die Dialoge sind überaus gelungen und die liebenswerten Protagonisten wachsen einem ans Herz: Graciana, die Auto fährt wie eine gestochene Wildsau und der stabile Carlos, der unentwegt Nahrung aufnimmt.

    Manchmal weiß man (frau) einfach schon vorher, dass dies vermutlich eine tolle Lektüre werden würde und die super Erwartung wurde nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil, es war noch viel besser als gedacht. Ein Sommer-Page-Turner mit extra viel Urlaubsfeeling, der jetzt ja sogar fortgesetzt wurde mit „Lost in Fuseta - Spur der Schatten“ – wie schön! Freuen wir uns drauf!

    Kommentare: 2
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    meisterlampes avatar
    meisterlampevor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Leider nur am Schluß spannend, dazwischen plätschert es mir zu sehr dahin.
    Lost in Fuseta

    Klappentext:

    Der erste Fall für Leander Lost, den neuen Ermittler-Star in der Krimi-Landschaft. 
    Das Septemberlicht an der Algarve ist von betörender Schönheit. Am Flughafen von Faro nehmen Sub-Inspektorin Rosado und ihr Kollege Esteves einen schlaksigen Kerl in schwarzem Anzug und mit schmaler Lederkrawatte in Empfang: Leander Lost, Kriminalkommissar aus Hamburg, für ein Jahr in Diensten der Polícia Judiciária. Eine Teambildung der besonderen Art beginnt, als die portugiesischen Sub-Inspektoren feststellen müssen, dass ihr neuer Kollege aus Deutschland nicht nur merkwürdig gekleidet ist, sondern sich auch merkwürdig verhält. Erst langsam kommen sie dem Mörder eines Privatdetektivs auf die Spur, sowie der Tatsache, dass Leander Losts Merkwürdigkeiten dem Asperger-Syndrom geschuldet sind – und dass seine Inselbegabungen äußerst hilfreich sind bei der Lösung des Falls um die schmutzigen Machenschaften eines Wasserversorgers an der Algarve. 
    Mit genauem Gespür für Spannung, mit viel Humor, Lokalkolorit und Sinn für psychologische Details hat Gil Ribeiro die Herzen der Krimi-Leser erobert.


    Meine Meinung:

    Das Buch „Lost in Fuseta“ von Gil Ribeiro stammt aus einem Buchpaket, dass ich beim KiWi-Krimisommer gewonnen habe. Ich probiere immer gerne neue Autoren aus und so bekam ich diesmal die Gelegenheit, von einem mir unbekannten Autor über ein mir unbekanntes Land (Portugal) zu lesen.

    Ich habe mich recht schwer in die Geschichte eingefunden; wobei ich nicht sagen kann, ob es an den komplizierten portugiesischen Namen oder etwas anderem gelegen hat. Zumindest habe ich etwas dazugelernt: bei weiblichen Personen kommt nach der „Senhora“ der Vorname, bei männlichen Personen wird nach dem „Senhor“ der Nachname genannt.

    Der Musikgeschmack („Private Investigations“ von den Dire Straits) und auch Leander Losts Buchgeschmack (Tolkiens „Herr der Ringe“) sind auf jeden Fall positiv zu werten – existiert beides in unserem Haushalt und wird gerne gehört bzw. gelesen.

    Die Schilderung der örtlichen Begebenheiten, Landschaften, etc. sind wunderbar beschrieben, es riecht förmlich nach Urlaub und Erholung, leider nicht für die Inspektoren Graciana und Carlos sowie Leander.

    Der Titel „Lost in Fuseta“ klingt meiner Meinung nach zweideutig: Lost, also Leander, kommt aus Hamburg zum Austauschprogramm nach Fuseta, um dort seinen Dienst zu machen. Andererseits habe ich den Eindruck, er ist bis zum „wirklichen Ankommen“ tatsächlich lost, also verloren in einer fremden Stadt, in einem fremden Land. Dazu fremde Kollegen, die seine Art (er ist ein Asperger) noch nicht kennen und nicht wissen, wie sie mit ihm umgehen sollen. Sympathisch macht Leander, dass er partout lernen will, zu lügen und wie man Leute reinlegt – auch wenn es kaum klappt.

    Die Geschichte um die Wasserversorgungsgesellschaft, Philipp Benedikt und all seine Handlanger, den toten Privatdetektiv Marcus Conrad, Maulwürfe im Polizeiapparat, die Gutachten, die Ausbeutung der wassertrinkenden Portugiesen fand ich nicht so spannend, wie ich erwartet hatte. Ganz am Schluß wurde es für ein paar Seiten brenzlig, das war es aber leider schon; dazwischen plätschert es mir zu sehr dahin.

    Zara stellt sich als Zicke dar, gibt nichts von sich preis, einzig Leander und Soraia läßt sie an sich ran; die beiden versuchen sich auch, gegenseitig anzunähern. Daraus könnte mehr werden, gönnen würde ich es ihnen.

    Es war interessant, über ein anderes Land zu lesen, die Machenschaften der Polizei sind nicht immer so astrein, wie es scheint; Leidtragende sind immer die kleinen Leute. Dennoch kann ich nur 3 Sterne für diesen Portugal-Krimi vergeben.


    (ich entdeckte einen Schreibfehler auf S.209: zwöf statt zwölf)

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    IlonGerMons avatar
    IlonGerMonvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein spannender Roman über interessante und auch auf ihre eigene Art sehr besondere Menschen, der absolut lesenswert ist.
    Ein wunderbar ungewöhnlicher Krimi

    Ein ganz ungewöhnlicher Krimi, der vor allem durch sein Personal besticht und nicht so sehr durch die darin geschilderten Verbrechen.

    Zwar hat mich der Titel zunächst ein wenig in die Irre geführt, weil ich einen Moment lang an „Verloren in Fuseta“ gedacht habe, aber diese Vokabel ist mitnichten gemeint. Leander Lost ist Polizist in Hamburg, der im Rahmen eines europäischen Austauschprogramms für ein Jahr in Portugal arbeiten soll. Aus Hamburg hat man ihn weggelobt, das ist schon sehr schnell klar, aber das Warum bleibt doch einige Zeit im Dunkel. Graciana Rosado und Carlos Esteves holen ihn vom Flughafen ab und werden bereits auf der Rückfahrt zu einem aktuellen Tatort gerufen. Ein nicht ganz sauberer Privatdetektiv wurde tot aufgefunden, Leander Lost ist von Anfang an dabei, doch dieser Anfang gestaltet sich für die beiden portugiesischen Beamten vorsichtig gesagt schwierig. Der Kollege aus Deutschland fällt nicht nur durch seine Kleidung auf und ein wenig auch aus dem Rahmen, auch seine Art Fragen zu stellen und Schlussfolgerungen zu ziehen eckt bei allen Beteiligten an.
    Erst Gracianas Schwester erkennt durch einen ganz einfachen Zufall, was mit dem Fremden aus Hamburg los ist.
    Leander Losts eigenwillige Art ist der Tatsache geschuldet, dass er am Aspberger-Sydrom, einer speziellen Form von Autismus, leidet. Menschen mit diesem Krankheitsbild verfügen oft über sehr ausgeprägte Inselbegabungen, z. B über ein ausgeprägtes fotografisches Gedächtnis  wie in diesem Fall. Autisten können im Allgemeinen Gesichter nicht in ihrer Gesamtheit wahrnehmen, sondern sehen und beurteilen Augen, Nase Mund stets als Einzelnes. Die Folge u. a. ist, das Leander Lost nicht in der Lage ist, Ironie zu erkennen und er gibt immer und in jeder Situation Antworten, die für ihn auf der Basis von Logik selbstverständlich sind, sein Gegenüber aber sehr oft verstören und verwundern.
    Das macht ein Zusammenwachsen des Teams unmöglich, so scheint es anfangs und ist es wenig verwunderlich, dass Leander Lost schon am Tag nach seiner Ankunft einen Flieger zurück nach Deutschland besteigen will. Doch es kommt anders und die beiden Kollegen erkennen sehr schnell, wie sehr sie dieser Deutsche mit seinen besonderen Begabungen in ihrer Arbeit unterstützen kann.
    Die weitere Handlung deckt einige Skandale auf, so geht es beispielsweise um das Thema Trinkwasser, dessen Qualität und wie ein großer Konzern damit Riesengewinne einfahren will. Es geht auch um skrupellose Vorgesetzte und lustlose Kollegen bei der Streifenpolizei, um einen ganz besonderen Familiensinn, der in Portugal wohl nicht nur in der Familie von Graciana Rosado an der Tagesordnung ist. Es geht auch um eine wunderschöne Landschaft und die kulinarischen Entdeckungen und Freuden einer südländischen Küche.

    Ich habe dieses Buch sehr genossen, weil es neben der eigentlichen Krimihandlung und der Aufklärung des Falles auch sehr viel über interessante und auch auf ihre eigene Art sehr besondere Menschen erzählt. Und davon, dass man nur aufeinander zugehen und Interesse für das Gegenüber zulassen muss, um zu einem richtig guten Team zu werden.

    Eine absolute Leseempfehlung und gerne mehr Bücher in dieser Reihe.

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    Bluesky_13s avatar
    Bluesky_13vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Der deutsche Polizist muss lernen, das es an der Algarve anders zugeht und man hier anders ermittelt. Doch er kann sich anpassen, oder?
    Die Algarve kann auch anders sein

    Dieser Portugal Krimi entführt uns an die Algarve und die plastische Beschreibung vom Autor lässt beim Lesen ein wunderbares Bild erscheinen. Man sieht alles wirklich bildlich vor sich.

    Die europäische Polizeibehörde Europol hat ein Austauschprogramm ins Leben gerufen und so kam der überaus ehrliche Leander Lost aus Hamburg nach Portugal.


    Der äußerst sympathische Polizist aus Deutschland trägt ein Geheimnis in sich, welches die Schwester von Graziana sofort erkennt. Sie sieht sofort, warum Leander so ist, wie er ist.


    Der Autor hat hier durch die Wortwahl und den Schreibstil ein wundervolles Werk geschaffen. Wer kein Fan von blutigen Krimis ist, für den ist dieser Krimi genau das richtige.

    Es gibt hier einen Toten, aber es geht sehr unblutig weiter. Es geht hier viel um die Ermittlungsarbeit der Polizei.

    Was wir hier aber auch finden, sind die persönlichen Informationen über die verschiedenen Personen. Das macht dieses Werk so außergewöhnlich.


    Der Autor hat hier aber auch einiges an Emotionen mit einfließen lassen, durch den Polizisten Leander Lost. Es geht auch darum, was ein gutes Team ausmacht und wie unterschiedlich Zusammenarbeit sein kann.


    Wer selbst schon mal in Portugal war und die Gegend kennt, der schwelgt durch die Schreibweise des Autors auch hier wieder in Erinnerungen und man möchte am liebsten sofort dorthin reisen.

    Die Art und Weise, wie der Autor schreibt und sich ausdrückt, lässt einen auch das ein oder andere Mal schmunzeln. Das macht das Lesen sehr angenehm und locker.


    Wir bekommen aber auch Spannung zu lesen und sehen, wie ein großer Skandal ans Licht kommt. Die drei Polizisten werden noch ein ausgezeichnetes Team, trotz der anfänglichen Schwierigkeiten. Wie das genau geschieht, das müsst ihr schon selbst lesen.

    Das alles und die Widrigkeiten, die auf Portugal liegen und die Land und Leute nachhaltig prägen, fügen sich zu einem sehr harmonischen Gesamtwerk.


    Also ich vergebe hier absolut gerne die vollen 5 Sterne und freue mich auf weitere Erlebnisse von Leander Lost.

    Ich vergebe die Sterne hier, da wir ein außergewöhnliches Buch haben und weil der Autor es geschafft hat, mich so mitzureißen, das ich am liebsten sofort nach Portugal reisen möchte.

    Ich war gefangen von der Geschichte, den Hintergründen und von Land und Leuten.

    Großes Lob an den Autor und hoffentlich gibt es bald einen neuen Fall mit diesem wunderbaren Team.


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    lucycavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Leander Lost, Autist und deutscher Kommissar wird im Zuge eines Austauschprogramms in die Algarve, Portugal versetzt.
    Kommissar Lost ein Autist

    Ein etwas ungewöhnlicher Kriminal-Roman.
    In Brüssel wird ein entschieden, dass innerhalb Europas ein Austauschprogramm für Kriminal-Kommissare lanciert wird. Leander Lost wird für die Aufgabe gewählt und für ein Jahr nach Portugal in die Algarve versetzt.
    Schon bei seiner Ankunft im Flughafen fällt Graciana und Carlos, zwei Kriminalkommissare in Fuseta, auf, dass der deutsche Kriminalkommissar eine etwas auffällige Figur macht. Starres Gesicht, blass und irgendwie seltsam. Ihre Meinung müssen sie schnell ändern, denn Lost spricht fast perfekt portugiesisch und auffällig ist sein fotografisches Gedächtnis sowie er kann nicht lügen. Dies ist nur zu erklären, da er mit dem Asperger-Syndrom gezeichnet ist.
    Nachdem sie ihren Gastkommissar abgeholt haben, werden Graciana und Carlos zu einem merkwürdigen Todesfall gerufen. Nach genaueren Untersuchungen entpuppt sich dieser als Mordfall.
    Im Zuge ihrer Ermittlungen wollen die drei auch das Büro des Todesopfers untersuchen. Dabei werden sie brutal von einem Schwarzen angegriffen. Auch Lost versucht sein Bestes und schiesst Carlos ins Bein, aber auch der Angreiffer wird verletzt. Carlos nimmt diese Aktion Losts sehr übel. Graciana’s Vermittlungskünste gelingt es, Carlos zu besänftigen und Lost zum Bleiben zu überreden.
    Im Zuge ihrer weiteren Ermittlungen führt sie die Spuren zu einem Verbrechersyndikat, das es in sich hat. Perfid hat sich dieses mit dem Trinkwasser aus der Region ein Geschäft unter den Nagel gerissen mit dem sie zukünftig Millionen gewinnen können. Bis sie dies alles geklärt haben, gibt es aber weitere Opfer und ein Maulwurf bei der Polizei wird auch entdeckt.

    Der Autor liess es nicht nehmen, auch über die sehr schöne und idyllische Landschaft rund um Fuseta zu schreiben (kann dies nur bestätigen). Das schadet aber überhaupt nicht der spannenden Kriminalgeschichte. Auch der autistische Lost bringt sich bestens in das Team ein und gibt sich alle Mühe, seine Kollegen möglichst wenig vor den Kopf zu stossen. Menschen mit Asperger Syndrom sind nämlich sehr einfühlsam, nur können sie dies uns Mitmenschen nicht so zeigen.

    Mich hat das Buch gleich von Beginn total in Bann gezogen. Spannend, abwechslungsreich mit einem super Schluss. Vor allem, wer der Maulwurf ist. Das Cover ist gut gewählt, mich hat es auf alle Fälle inspiriert, die Algarve wieder mal zu besuchen.

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