Gil Ribeiro Lost in Fuseta

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Inhaltsangabe zu „Lost in Fuseta“ von Gil Ribeiro

»Lasst uns die Besten austauschen« – so stand es in der Broschüre der europäischen Polizeibehörde Europol. Auf Wunsch seines Chefs hat sich Leander Lost, Kriminalkommissar aus Hamburg, für das Austauschprogramm beworben – und so landet er für ein Jahr bei der Polícia Judiciária an der Algarve. Doch schon bald gibt der merkwürdig gekleidete Lost seinen portugiesischen Kollegen aus dem Küstenstädtchen Fuseta Rätsel auf: Warum spricht er schon nach drei Wochen Sprachkurs fließend Portugiesisch – und versteht dennoch keinen ihrer Witze? Warum starrt er die Menschen so komisch an – und ist dennoch von so rührendaltmodischer Höflichkeit? Auf der schwierigen Suche nach dem Mörder eines Privatdetektivs, der mit seinem Boot auf einer vorgelagerten Atlantikinsel gestrandet ist, kommt das portugiesisch-deutsche Ermittlertrio um Sub-Inspektorin Graciana Rosado, ihren Kollegen Carlos Esteves und Leander Lost nicht nur den schmutzigen Geschäften eines Unternehmens auf die Spur, das die Wasserversorgung an der Algarve übernommen hat. Die vermeintlichen Defizite und Inselbegabungen des deutschen Kommissars entpuppen sich dabei immer mehr als kriminalistischer Gewinn. Und Leander Lost erfährt im Laufe der Ermittlungen zum ersten Mal in seinem Leben, was es heißt, Teil eines Teams zu sein. Zumal Soraia, die hübsche und lebenskluge Schwester von Sub-Inspektorin Rosado, ein ausgeprägtes Interesse an ihm entwickelt ...

Humorvoll, spannend und sympathische Protagonisten, was will man mehr?

— Nijura
Nijura

Hier wird nicht gekleckert, die Handlung ist logisch, die Personen sympathisch

— omami
omami

Tolles Buch! Ein spannender Krimi und das weniger wegen des Krimis, sondern viel mehr wegen der Geschichte "hinter" dem Krimi.

— Schmunzlmaus
Schmunzlmaus

Ein SommerLeseLiebling erster Klasse.

— lesemaedel
lesemaedel

Freue mich auf eine Fortsetzung!

— tstone
tstone

Gott sei Dank haben wir noch ein Jahr in Portugal vor uns - ein Jahr in dem viel passieren kann.

— faanie
faanie

Eine herrliche Geschichte mit viel Gefühl, Witz und Spannung. Macht Lust auf Urlaub in Portugal.

— locke61
locke61

Sympathischer, ungewöhnlicher Autist ermittelt vor traumhafter Urlaubskulisse.

— AnTheia
AnTheia

spannend, sympathischer Ermittler mit Inselbegabung

— janaka
janaka

Endlich mal wieder etwas Originelles, sehr gut geschrieben. Fortsetzung absolut erwünscht.

— Archer
Archer

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jewi

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  • Wunderbare neue Krimiserie mit Urlaubsfeeling

    Lost in Fuseta
    Nijura

    Nijura

    21. June 2017 um 10:51

    Im Rahmen eines Austauschprogrammes kommt Kriminalkommissar Leander Lost nach Portugal in das nette Städtchen Fuseta. Dort soll er ein Jahr lang mit seinen beiden portugiesischen Kollegen, Sub-Inspektorin Graciana Rosado und ihrem Kollegen Carlos Esteves, Kriminalfälle lösen. Kaum dass Lost angekommen ist, gibt es auch schon den ersten Mordfall, ein Privatdetektiv wurde ermordet auf einem Boot aufgefunden. Das Buch war wirklich eine Entdeckung für mich und wäre es beinahe nicht geworden, da ich Lost anfangs nicht als Namen sondern als "Verloren in Fuseta" übersetzt hatte. Ich fand den Titel komisch und habe mich dann gar nicht mehr mit dem Buch beschäftigt, obwohl das Cover sehr schön ist, man fühlt sich wie im Urlaub, wenn man es ansieht. Durch die Empfehlung einer Freundin habe ich dann doch noch mal ein Auge auf das Buch geworfen und es glücklicherweise auch gelesen. Und ich habe es kein bisschen bereut. Es ist eine Perle unter den vielen 08/15 Kriminalromanen, die man sonst oft zu lesen bekommt. Leander Lost hat das Asperger-Syndrom, das war mir von Anfang an klar, seine Kollegen mussten das allerdings erst mal herausfinden, sehr zum Leidwesen von Carlos... Das Buch lebt von der Andersartigkeit Leanders, es kommt zu allerlei Missverständnissen, die manchmal ernst ausfallen, aber auch oft sehr amüsant sind. Der besondere Humor des Buches macht es für mich zum Highlight. Sowohl Leander, als auch seine beiden portugiesischen Kollegen, samt deren Familie wirken lebendig, wirklichkeitsnah und sind äußerst sympathisch. Der Mordfall ist spannend, hat einige Wendungen und lässt den Leser rätseln und mit fiebern. Fazit: Der spannende Kriminalroman verbindet portugiesisches Flair mit einer Portion Humor, einfach wunderbar. Ich kann es jetzt schon kaum abwarten, würde am liebsten sofort die Fortsetzung lesen!

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  • Portugiesische Idylle

    Lost in Fuseta
    Dominikus

    Dominikus

    07. June 2017 um 20:44

    Gil Ribero alias Holger Karsten Schmidt hat als Drehbuchautor schon einige Erfahrung. Das merkt man diesem Roman „ Lost in Fuseta“ an, ich kann ihn mir gut als Verfilmung vorstellen. Der portugiesische Ort wird wie eine schöne Urlaubsidylle beschrieben, Da bekommt man gleich Lust da Urlaub zu machen. Obwohl die deutschen Touristen nicht so gut wegkommen. Die portugiesische Mentalität wird durch ihre Gastfreundschaft und Freundlichkeit hervorgehoben. Die Protagonisten bestechen durch grandiose Dialoge, witzig und nachdenklich zugleich. Zwischen Hamburg und Fuseta kommt es zu einem Austausch ihrer „besten“ Polizisten. Der Hamburger Kommissar Leander Lost wird von seinen neuen Kollegen Sub-Inspektorin Rosado und ihrem Kollege Esteves am Flughafen abgeholt. Die Drei bilden jetzt ein Team. Anfangs haben beide Seiten so ihre Probleme miteinander. Der Autor hat sich da einiges einfallen lassen, das ich immer wieder schmunzeln musste. Dieser Krimi ist für mich mehr ein interessanter Roman über Land und Leute in Fuseta. Der Krimiplott kommt auch nicht zu kurz. Die Ermittlungen bringen einige Verwicklungen zu Tage. Dies war ein wunderschöner kurzweiliger Krimi mit tollen Protagonisten, der mich gut unterhalten hat.

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  • Wunderschöne Gegend und spannende Handlung

    Lost in Fuseta
    omami

    omami

    03. June 2017 um 20:00

    Dieser Roman von Gil Ribeiro ist äußerst gelungen.Das Fischerdörfchen Fuseta in Portugal ist ein richtiges Bilderbuch-Dorf und perfekt portugiesisch.Und genau nach Fuseta verschlägt es den deutschen Kriminalkommissar Leander Lost wegen eines Austauschprogrammes der EU.Leander, der etwas anders ist, wird von seinen neuen Kollegen, Sub-Inspektor Graciana Rosado und Sub-Inspektor Carlos Esteves, am Flughafen abgeholt und sollte der Einfachheit halber in der Villa Elias der Familie Rosado untergebracht werden.Und schon auf dem Rückweg vom Flughafen werden sie zu einem Einsatz gerufen.Weit draussen, auf der Ria Formosa, einem sehr weitläufigen Naturreservat, war die   Leiche eines Privatdetektives gefunden worden.Leander, der Neue, war gleich mitgefahren.Für Leander Lost, gekleidet in schwarzen Anzug, weissem Hemd und Lederkrawatte, war es einfache, sich sein Unbehagen durch das Zählen aller Ecken, an denen sie vorbeifuhren, zu kompensieren.Auch machten  die neuen Kollegen ganz eigenartige Ansagen, die er trotz dreiwöchigem Portugiesischkurs nicht verstand, sie ergaben für ihn keine Logik.Für mich ist dieser Roman, der mich so oft zum Lächeln brachte, nicht nur ein ausgeklügelter Krimi, sondern auch die menschlichen Beziehungen in der Geschichte machen nachdenklich.Die Handlung zieht sich durch den Roman wie ein roter Faden, der immer dicker wird, denn die Auflösung des Falles scheint nahe zu sein, aber dann kommt wieder eine unerwartete Wendung und die Spannung steigt.Ausserdem habe ich mir auf Google die Orte der Handlung angeschaut und überlege, einen Urlaub in Portugal ins Auge zu fassen.Das Asperger-Syndrom, an dem Leander Lost leidet ( er würde es bestreiten, er leidet nicht darunter ) macht ihn noch um einiges menschlicher und die Damenwelt des Romans stört sich auch nicht daran.Immerhin trägt er mit seinen Insel-Begabungen wesentlich zur Auflösung des Mordfalles bei.

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2017

    LovelyBooks Spezial
    kubine

    kubine

    Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2017 und endet am 31.12.2017. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.11.2016 bis 31.12.2017 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2017 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2017 die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: https://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2017-1400569386/ glanzente war wieder so lieb, und hat eine Liste mit Neuauflagen angelegt, die auch nach und nach ergänzt wird. Ihr findet sie hier: https://www.lovelybooks.de/thema/Neuauflagen-f%C3%BCr-die-Challenge-Krimi-gegen-Thriller-2017-1404878384/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! Jede PN wird von mir kurz beantwortet, so dass ihr da eine Bestätigung habt, dass sie auch ankam. 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben.  Unter allen, die sich an der Challenge aktiv beteiligen, wird am Ende des Jahres eine kleine Überraschung verlost. 7. Mit dem Beitritt zur Challenge erklärst Du Dich mit den oben genannten Regeln einverstanden. Sie haben sich bewährt und werden nicht mehr geändert. Viel Spaß und viel Erfolg! Team Krimi:1. Postbote (2. Mercado)3. dorli 4. Bambisusuu 5. funny1 6. ChattysBuecherblog 7. faanie 8. hasirasi2 9. Lesezeichen16 10. janaka 11. buecherwurm1310 12. mabuerele 13. ChrischiD 14. mistellor 15. sommerlese 16. Bellis-Perennis 17. Katjuschka 18. danielamariaursula 19. claudi-1963 20. Michicorn 21. Wildpony 22. Wedma 23. Leserin71 24. clary999 25. saku 26. Barbara62 27. DaniB83 28. Caroas 29. Shanna1512 30. Traubenbaer 31. TheRavenking 32. Sabine_Hartmann 33. Schalkefan 34. Athene10077635. sophie20636. leaphelina37.Gelesene Bücher Januar: 21 Bücher Gelesene Bücher Februar: 69 BücherGelesene Bücher März: 68 BücherGelesene Bücher April: 92Gelesene Bücher Mai: 96Zwischenstand: 346 BücherTeam Thriller:1. BeaSurbeck 2. calimero8169 3. lenicool11 4. glanzente 5. wortgewand 6. zusteffi 7. BookfantasyXY 8. KruemelGizmo 9. Jisbon 10. Floh 11. marpije 12. melanie1984 13. Janosch79 14. Steffi1611 15. Argentumverde 16. Thrillerlady 17. MelE 18. Sarlis 19. Brixia 20. MeiLingArt 21. Luzi92 22. katrin297 23. Lisa0312 24. Insider2199 25. Landbiene 26. lesebiene27 27. MissRichardParker 28. Joolte 29. Inibini 30. svenskaflicka 31. ScheckTina 32. Schluesselblume 33. LunaLuo 34. Luischen2002 35. fredhel 36. kalestra 37. Katharina99 38. Meteorit39. Gelesene Bücher Januar: 29 Bücher Gelesene Bücher Februar: 41 BücherGelesene Bücher März: 35 BücherGelesene Bücher April: 30Gelesene Bücher Mai: 36Zwischenstand: 171 Bücher

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    kubine

    kubine

    01. June 2017 um 17:14
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  • Ein "Koffer"-Krimi für den Urlaub

    Lost in Fuseta
    lesemaedel

    lesemaedel

    23. May 2017 um 21:56

    "Lost in Fuseta" bringt sehr gute Leseunterhaltung in den Alltag: traumhaftes Setting, außergewöhnliche Ermittler und ein durchdachter Mordfall.
    Leander Lost ist der wohl interessanteste Ermittler derzeit. Eine Mischung aus Sheldon Cooper und Monk. Ich habe ihn gleich in mein Herz geschlossen- mitgefiebert und hoffe auf Band zwei

  • autistischer Kommissar

    Lost in Fuseta
    Marzena_Bok

    Marzena_Bok

    22. May 2017 um 22:54

    Das es mit diesem doch sehr speziellen Kommissar auf sich hat, erfährt man erst im Verlauf der Geschichte, aber ich konnte es mir schnell denken, er ist nämlich Autist. Ein Jahr lang soll er als Europol-Austausch in Portugal Erfahrungen sammeln, spricht nach wenigen Wochen fast perfekt die Landessprache, aber Witz und Ironie sind ihm völlig fremd... Kaum in Portugal angekommen, wird er mit Kollegen zu einem Todesfall gerufen. Sein scharfer analytischer Verstand wird recht bald die Zusammenhänge zwischen dem aktuellen Mordfall und dem länger zurückliegenden Unfalltod einer Biologin herstellen...Schöner Krimi und viel über die mir bisher wenig bekannte Krankheit gelernt...

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  • Paradiesisch

    Lost in Fuseta
    Schmunzlmaus

    Schmunzlmaus

    21. May 2017 um 21:40

    Das Cover, der Umschlag, die Kapitelseiten: Das Cover macht optisch eher den Eindruck eines Urlaubsromans. Es macht Lust auf Meer, Strand, Portugal. Toll finde ich den optischen Kniff, der es aussehen lässt, als wäre ein Streifen aus dem Cover heraus gerissen. Dieser Streifen zieht sich durch das gesamte Buch und taucht auf jeder Titelseite eines neuen Kapitels auf. Außerdem finde ich die ausklappbaren Teile des Covers gut. So bekommt man mehr Informationen zum Autor und zum Buch und das trotz Taschenbuch. Auf der Innenseite dieses Umschlags finden sich außerdem Karten. So kann man sich ein besseres Bild von der Umgebung machen. Der Inhalt: September in Fuseta, einem kleinen Fischerdorf an der Ostalgarve. Im Rahmen eines europäischen Austauschprogramms von Europol wird Rui Aviola nach Hamburg geschickt und Leander Lost kommt aus Hamburg an die Algarve. Leander Lost kommt mit weißem Hemd und schwarzem Anzug am Flughafen an und macht auf den ersten Seiten auch sonst einen eher komischen Eindruck. Er spricht fast perfekt Portugiesisch, was seine portugiesischen Kollegen natürlich erst erfahren, nachdem sie sich etwas unvorteilhaft über ihn geäußert hatten. Vorurteile gegenüber die Deutschen im Allgemeinen gibt es auch nicht zu knapp. Schon bald klärt sich allerdings auf, warum Leander Lost so eigenartig ist. Er ist Autist und zwar ein Asperger. Er hat ein fotografisches Gedächtnis und stark ausgeprägte analytische Fähigkeiten. Allerdings hat er Schwierigkeiten, Augen, Münder und Nasen zu Gesichtern zusammen zu setzen, Gesichtsausdrücke zu deuten, Ironie oder Humor zu verstehen. Das stiftet einige Verwirrung und führt zu Missverständnissen, aber auch zu Fortschritt bei den Ermittlungen. Die Charaktere: Die Geschichte spielt hauptsächlich um Leander Lost, den deutschen Austauschkommissar und seine portugiesischen Kollegen Carlos Esteves und Graciana Rosado. Daneben spielen Gracianas kleine Schwester Soraia, ein aus Spanien eingewanderter Polizist namens Miguel Duarte, sowie der dortige Polizeichef Raul da Silva eine mehr oder minder große Rolle. Leander Lost ist durch seine Besonderheit ein sehr spezieller Charakter. Es belastet ihn sehr, dass er Ironie und Witze nicht verstehen und die Gefühlsregungen anderer Menschen nur sehr schwer an ihren Gesichtern ablesen kann. Er hat zwar im Laufe der Jahre gelernt, bestimmte Anzeichen in der Mimik gewissen Gefühlen, wie zum Beispiel Wut oder Überraschung, zuzuordnen, aber es fällt ihm nicht so leicht wie uns „normalen“ Menschen, die gelernt haben, das zu interpretieren. Auch mit anderen zwischenmenschichen Gebahren hat er so seine Probleme. Er selbst hat sich mal als „Hund, der Teil einer Wolfsrotte werden will“ (S. 200) bezeichnet. Eine Freundin hatte ihm allerdings später gesagt, er sei „nicht der Hund, der in die Wolfsrotte aufgenommen werden will, [sondern] der Wolf, der nie Teil eines Wolfsrudels werden kann“, denn „der Wolf muss sich seines Andersseins nicht schämen.“ (S. 201). Ich finde diese Beschreibung ziemlich passend. Im Laufe der Geschichte erfährt Lost einige neue Erfahrungen und damit Veränderungen an sich selbst. Zum Beispiel erkennt er auf Seite 320 Ironie bei seinem Gesprächspartner. „Mit einem Mal wurde Losts Gesicht von einem Lächeln dominiert, er beugte sich neugierig zu ihr vor. ‚War das Ironie‘ ‚Natürlich. [...]‘ Er strahlte.“ Diese kleinen Erfolgserlebnisse, wenn er etwas versteht oder sich von anderen in seiner Besonderheit verstanden fühlt, machen ihn sehr sympatisch. Carlos Esteves und Graciana Rosado stehen ihrem Kollegen im schwarzen Anzug zunächst sehr skeptisch gegenüber und können ihn so gar nicht einschätzen. Ihre Antipatie steigt, als Lost sie bei einem Kollegen anschwärzt, und später bei einem Einsatz, auch gleich am ersten Tag, Carlos Esteves ins Bein schießt. Nachdem sie von Leander Losts Besonderheit erfahren haben, und Rosado bei Losts Kollegen in Hamburg angerufen hat, finden sie jedoch immer mehr zueinander, versuchen ihre anfängliche Skepsis abzulegen und seine Fähigkeiten zu nutzen. Ich finde, es spricht sehr für sie, dass sie versuchen, ihn zu verstehen und zu unterstützen, statt ihn einfach zurück zu schicken. Das macht die beiden sehr sympatisch, im Gegensatz zu Losts Hamburger Kollegen, die sich hinter seinem Rücken über ihn lustig machen, wie Rosado bei ihrem Telefonat auf Seite 86 erfährt. Das Bild, was das auf die deutschen Kollegen wirft, ist allerdings mehr als unvorteilhaft. Ich finde es schade, dass ein Deutscher Autor so wenig von seinen eigenen Landsleuten zu halten scheint. Allerdings hätte Lost wahrscheinlich direkt am ersten Tag wieder zurück gemusst, wenn die deutschen Kollegen sich Rosado gegenüber anders geäußert hätten. Graciana Rosados kleine Schwester Soraia erkennt als erste die Besonderheit Losts und fühlt sich vom ersten Augenblick an zu ihm hingezogen. Sie klärt ihre Schwester und Esteves dann auch relativ schnell auf, zeigt viel Verständnis und bemüht sich Lost das zu geben, was er braucht. Sie ist sehr einfühlsam und hilft Lost sehr, sich einzuleben. Kollege Miguel Duarte kommt urpsrünglich aus Spanien und wie man in diesem Roman immer wieder erfährt, sind die Portugiesen nicht gerade in besonderer Freundschaft mit ihren Nachbarn verbunden. Da er nur eine kleinere Rolle spielt, wird sein Charakter nicht so deutlich gezeichnet. Seine Kollegen halten ihn jedoch für auf seinen Vorteil bedacht und hinterhältig. Außerdem kann er als Spanier ja sowieso kaum etwas taugen. So wird argwöhnisch beobachtet und es wird ihm so einiges zugetraut. Raul das Silva ist auch eine nur wenig charakterisierte Person. Rosada kennt ihn schon seit ihrer Kindheit und ist ihm sehr verbunden. Er ist der Chef, ist mit einer Frau verheiratet, die aus einer vermögenden Familie stammt und scheint ein sehr gutes Verhältnis zu seinen Untergebenen zu haben. Er bringt ihnen Verständnis entgegen und versucht Wogen zu glätten, wenn es ihm möglich ist. Beschreibungen, Charakterisierungen, Sprache: Das Buch lässt sich sehr gut lesen, ist flüssig geschrieben. Der Autor bedient sich einer ziemlich bildhaften Sprache (z.B. Seite 293: „Der enge Feldweg … beschrieb eine weite Schleife, um dann – als kapituliere er vor den Bergen oder der Einöde oder beidem – den Rückzug anzutreten.“). Er beschreibt Landschaften, Gebäude, typische Geräusche, Stimmlage oder Gesichtsausdrücke, Charaktere mit viel Liebe zum Detail, ohne dabei aber detailversessen zu sein. Häufig bedient er sich der Sicht der Charaktere um etwas zu beschreiben oder neue Informationen zu geben. Zum Beispiel auf Seite 104: „… an dem sich noch zwei leere Holzstühle befanden, deren Sitzflächen und Lehnen abgewetzt waren. Sie waren viel bequemer als sie aussahen, wusste Graciana.“, oder auf Seite 160: „Marisa Veiga, erfuhr Leander, war das Mädchen für alles.“ Somit bindet er neue Informationen angenehm in die Geschichte ein, ohne als der allwissende Erzähler auftreten zu müssen, der uns diese Hintergrundinformationen gibt. Auf die gleiche Weise vermittelt er uns zum Beispiel auch medizinisches Wissen. Über Asperger erfahren wir, weil Soraia Rosado den Kollegen von der Polizei davon erzählt (Seite 95). Was Osteogenis imperfecata ist, erfahren wir in einem gedanklichen Rückblick Losts, quasi in einem Nebensatz, als er sich an seine Freundin Britta erinnert (Seite 200f). Somit erfahren Unwissende Details, die sie sonst vielleicht erst hätten irgendwo nachschlagen müssen. Dennoch stört es weder den Lesefluss, noch langweilt es Menschen, die diese Details schon kennen. Sehr witzig fand ich die häufig durch Losts Unfähigkeit, Gefühle und Gesichtsausdrücke zu entschlüsseln, aufkommende unfreiwillige (und damit meine ich natürlich nur für die Charaktere unfreiwillig, nicht vom Autor unbeabsichtigt) Situationskomik. Wenn er zum Beispiel Soraia Rosados gerötete Wangen ob ihrer Zuneigung zu ihm auf ihre gute Durchblutung schiebt oder das Anbieten des „Du“ durch seinen Kollegen Carlos Esteves nicht als solches versteht (Seite 283: „ ‚Ich heiße Carlos Colega.‘ Er bot ihm die Hand an, die Lost schüttelte. ‚Ich weiß, Senhor Esteves‘, sagte er. Er dechiffrierte aus dem Winkel von Augenöffnung, der Frequenz des Lidschlags, der Faltenbildung an Nasenwurzel und Stirn sowie dem Zusammenziehen der Augenbrauen Irritation bei seinem Sitznachbarn, was wiederum Leander verwirrte.“ Mein Fazit: Wie bereits anfangs geschrieben, finde ich das Buch großartig. Der Krimi ist nicht durch seine Handlung spannend. Manch überraschende Wendung ist dann doch etwas zu überraschend und nicht immer so ganz nachvollziehbar. Die Charaktere machen das Buch aber zu etwas Einzigartigen. Die Schuldigen wurden gefasst, die Guten haben überlebt und das alles innerhalb von sieben Tagen. Das Austauschprogramm geht jedoch über 12 Monate und „in diesen zwölf Monaten konnte eine Menge passieren, darüber warm man sich in den Bars von Fuseta einig“ (Seite 12). Das lässt auf mehr hoffen und so steht es ja auch auf der Rückseite des Buches, es ist der Start einer Krimireihe. Ich freue mich schon sehr auf eine Fortsetzung. Eins frage ich mich allerdings. Lost hat in diesem ersten Band, in nur sieben Tagen eine ziemliche Entwicklung durch gemacht. Er hat Ironie erkannt, sogar einen Witz gemacht und ist Teil eines Teams geworden. Er hat in sieben Tagen eine Entwicklung durch gemacht, wie es ihm in all den Jahren bei der Polizei in Deutschland nicht gelungen ist. Das kann nicht nur an der (Gast-)Freundlichkeit der Portugiesen und Soraia Rosados verständnisvoller Art liegen. So schlecht sind wir Deutschen ja nun auch nicht. Und was können wir an Entwicklung jetzt noch von Lost erwarten? Trotz allem. Das Buch ist absolut lesenswert und ich werde wahrscheinlich auch das nächste Buch aus dieser Reihe verschlingen.

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  • Bereicherung durch Andersartigkeit

    Lost in Fuseta
    Gelis

    Gelis

    19. May 2017 um 08:28

    Kriminalkommissar Leander Lost verschlägt es durch ein europäisches Austauschprogramm für ein Jahr von Hamburg zur Algarve. Die portugiesischen Kollegen Graciana und Carlos wundern sich sehr über dessen Andersartigkeit. Ist sein auffällig korrektes Verhalten wirklich nur typisch deutsch? Und kann er tatsächlich nicht lügen? Gracianas Schwester findet die Antwort auf diese Fragen und weist auf Leanders besondere Fähigkeiten hin. Während Graciana und Carlos Leanders Andersartigkeit gezielt zur Lösung des brisanten Falls einsetzen, stellen sie fest, dass Leander sie dadurch wie er ist auch auf persönlicher Ebene bereichert und sie wachsen als Team zusammen. Ich hatte beim Lesen auch einiges zu lachen, weil Leander durch seine Art so manchen Witz und Ironie nicht versteht. Darüber hinaus bekommt man einen guten Eindruck über das Aufeinandertreffen der beiden Kulturen. Vorhandene Vorurteile werden mit einem humorvollen Augenzwinkern in die Geschichte eingeflochten. Dass man neben der Geschichte einiges über Land und Leute und das Leben in Portugal erfährt, macht das Buch noch lesenswerter. Ich hoffe, es gibt noch weitere Fälle mit Leander Lost in Portugal. Er und auch die anderen Personen in seinem Umfeld sind mir ans Herz gewachsen und ich habe sie nach der letzten Buchseite nur ungern ziehen lassen. Die für Leander ungewohnte Wertschätzung und auch Zuneigung, die ihm hier entgegen gebracht wird, hat mich berührt.

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  • Ein liebenswerter Antiheld

    Lost in Fuseta
    tstone

    tstone

    07. May 2017 um 11:49

    Ein deutscher Kriminalist mit Asperger-Syndrom im Austauschjahr in Portugal. Liebevoll gezeichnete Charaktere und als kleiner, individueller Reiseführer für die Algarve eignet sich das Buch auch. Die Story gerät da fast zu Nebensache, ist aber stringent erzählt und hält das Buch spannend. Ein rundum gelungenes Lesevergnügen, macht Lust auf mehr.

  • ...bin jetzt schon ein Fan von dieser Serie...

    Lost in Fuseta
    Lesebegeisterte

    Lesebegeisterte

    05. May 2017 um 15:04

    Der Start einer neuen Krimiserie die in Portugal spielt. AlsLeser findet man dem am Asperger Syndrom leidenden Ermittler schnell sympathisch.Spannund und unterhaltsam.

  • Lost in Fuseta

    Lost in Fuseta
    faanie

    faanie

    02. May 2017 um 18:51

    Lost in Fuseta – die Doppeldeutigkeit dieses Titels wird vor allem zu Beginn klar: Leander Lost, Kriminalkommissar aus Hamburg, wird als Austauschpolizist im Rahmen eines Europolprogramms für ein Jahr nach Fuseta geschickt. Missverstanden von seinen Kollegen und sich so gar nicht wie ein „normaler“ Mensch verhaltend, ist Lost tatsächlich etwas verloren an der südportugiesischen Küste. Es ist auch durchaus schwer nachzuvollziehen, dass Lost seinen Kollegen anschießt, um einen Brandstifter zu stellen. Bis man Losts Gedankengängen folgt, die er im Bruchteil von Sekunden als den ultimativen Plan auserkoren hat. Was ist das nur für ein Alemão, den Graciana Rosado und Carlos Esteves zugeteilt bekommen?Gil Riberio schafft einen ganz besonderen Kommissar, der vor allem durch seine liebenswerte Andersartigkeit hervorsticht. Er, der seine Hamburger Kollegen als Familie ansieht, wird von ihnen ausgelacht; sie haben die Gelegenheit beim Schopf ergriffen und sind Lost durch das Austauschprogramm bequem losgeworden, das Lost selbst als Privileg sieht. Spätestens ab da hatte ich ihn schon ins Herz geschlossen. Doch nicht nur Leander Lost ist ein Sympathieträger: auch seine Kollegen Esteves und Rosado mochte ich im Laufe der Geschichte immer mehr, genauso wie Rosados Familie – und den Familienzuwachs. Genau so stelle ich mir eine portugiesische Familie vor, inklusive viel Melancholie, Offenherzigkeit und gutem Essen.Neben dem Fado, einigen Gesetzesüberschreitungen, kleinen Lügen und vielen Pausen ermittelt das Trio in einem spannenden Fall, der sie die Algarve rauf und runter führt. Da ich Portugal bisher nur in Lissabon kennenlernen durfte, sind die Einblicke in den Süden des Landes sehr interessant, der nicht nur aus Touristen und Meer besteht, der zwar arm ist und die Saudade hegt und pflegt, dabei aber sehr gastfreundlich und offenherzig ist. Mein Fazit: Gott sei Dank haben wir noch ein Jahr in Portugal vor uns – ein Jahr in dem viel passieren kann. Fünf Sterne für ein tolles Debüt!

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  • Krimi mit sehr liebenswertem Ermittler

    Lost in Fuseta
    FlipFlopLady007

    FlipFlopLady007

    30. April 2017 um 20:47

    Leander Lost, ein Kommissar aus Hamburg, wird im Zuge eines internationalen Austauschprogramms für ein Jahr nach Portugal versetzt. Dort geschieht direkt am Tag seiner Ankunft ein Mord, sodass er direkt in die Ermittlungen involviert wird. Leander Lost sticht dabei jedoch immer wieder zwischen seinen portugisischen Kollegen hervor, da er anders ist. Zum einen trägt er selbst im Hochsommer immer einen schwarzen Anzug und zum anderen kann er absolut nicht lügen, was seine Kollegen das eine oder andere Mal in Bedrängnis bringt.Inhalt:Der Inhalt und besonders das Ende des Buches haben mir gut gefallen. Leanders Lost ist mir ab der ersten Seite ans Herz gewachsen, da ich sein "Anderssein" sehr sympathisch finde. Besonders am Anfang des Buches musste ich des öfteren über sein Verhalten oder seine Aussagen schmunzeln. Auch fand ich faszinierend, wie er seine besonderen Eigenschaften bei der Mördersuche einbringen konnte. Für mich sticht dieser Krimi durch die Außergewöhnlichkeit von Leander Lost aus der Menge der mir sonst bekannten Krimis heraus.Aufbau und Schreibstil:Das Buch ist in insgesamt 7 Abschnitte geteilt, die jeweils einen Tag der Mordermittlungen beschreiben. Die Abschnitte an sich wiederum sind in Kapitel unterteilt, die insgesamt recht kurz sind.Der Schreibstil des Buches hat mir gut gefallen. Das Buch liest sich gut und flüssig. Der Erzählstil ist dabei so lebendig, dass ich mir alles sehr gut bildlich vorstellen konnte. Das Buch ist allerdings nicht besonders spannend, sondern besticht eher durch die Ermittlungen. Am Ende gibt es dann eine unerwartete Wendung, was mir sehr gut gefallen hat.Charaktere:Die Charaktere, vor allem Leander Lost, haben mir gut gefallen. Leander Lost habe ich, wie bereits erwähnt, sehr lieb gewonnen. Ich würde sogar so weit gehen und behaupten, dass er nun zu meinen Lieblingsermittlern gehört. Auch die anderen beiden Ermittler seines Teams haben mir gut gefallen, allerdings nicht so gut, wie ihr deutscher Austauschkollege.Cover und Klappentext:Das Cover finde ich für einen Krimi sehr ungewöhnlich, da es sehr idyllisch aussieht und absolut nicht düster wirkt, wie es bei Krimicovern sonst der Fall ist. Der Klappentext des Buches hat mich beim ersten Lesen neugierig gemacht. Ich finde ihn gut geschrieben. Er gibt den Inhalt des Buches richtig wieder, ohne falsche Erwartungen zu wecken.Fazit:Der Krimi hat mir gut gefallen, das einzige, was ihm ein bisschen fehlt ist die Spannung. Der Ermittler Leander Lost hat mir jedoch so gut gefallen, dass ich dieses Buch auf jeden Fall weiter empfehlen kann.

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  • Dreamteam, mit allem was dazu gehört!

    Lost in Fuseta
    locke61

    locke61

    24. April 2017 um 20:26

    Im Rahmen eines Austauschprogrammes zwischen den europäischen Kriminalbehörden landet Leander Lost aus Hamburg im malerischen Fuseta, an einem der schönsten Küstengebieten Portugals.Schon beim Abholen ihres neuen Kollegen merken Graciana Rosado und Carlos Esteves, das er anders ist. Doch es ist keine Zeit sich lange damit zu befassen, denn sie werden zu einem tödlichen Unfall am Strand gerufen, der sich schnell als Mord herausstellt. Beim Versuch als Team zu arbeiten und den Mord zu klären, stoßen die drei an ihre Grenzen.Erst als Soraia, Gracianas jüngere Schwester sich einklinkt, wird es besser. Rosado und Esteves lernen viel über Asperger, Inselbegabung und Savants, im Gegenzug Leander Lost einiges an Mimik und das Verhalten der Menschen an sich. Nachdem sich die drei zusammen gerauft haben, stürzen sie sich in den Fall, der immer komplizierter und gefährlicher wird.Nachdem ich die Leseprobe in einer Bahnzeitschrift gelesen habe, musste ich sofort das Buch bestellen, damit ich weiterlesen konnte. Gil Ribeiros farbenfroher Schreibstil macht es einfach sich die Landschaft und vor allem das Meer vorzustellen. Man bekommt große Lust die Gegend selbst mal kennenzulernen. Genauso wie seine Protagonisten, es sind warmherzige Menschen, die das Leben lieben und es genießen, man will Teil dieser Gemeinschaft sein. Das zieht sich durch die ganze Geschichte. Mit Humor, aber auch viel Gefühl und vor allem Spannung nimmt Ribeiro ein aktuelles Thema auf - die Privatisierung des Trinkwassers und die Konsequenzen.Lost in Fuseta ist der Start einer neuen Krimireihe auf deren Fortsetzung ich echt gespannt bin. Dies wird nicht leicht zu toppen sein. Vor allem würde ich mich auf ein Wiedersehen mit Lost, Rosado und Esteves freuen.

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  • Mörderischer Krimiauftakt mit sympathischem Ermittler-Trio

    Lost in Fuseta
    AnTheia

    AnTheia

    19. April 2017 um 20:14

    Sub-Inspektorin Rosado und ihr Kollege Esteves staunen nicht schlecht über den neuen Kollegen aus Deutschland, der für ein Jahr die Polizeidirektion in Faro an der Algarve verstärken soll. Denn Leander Lost ist ein durchweg merkwürdiger Zeitgenosse. Er beherrscht nicht nur nach wenigen Wochen bereits fließend Portugiesisch, nein, zu seinen besonderen Hobbys zählt das Zählen von Ecken. Was es den Ermittlern in ihrem brandaktuellen Fall aber anfangs am schwierigsten macht, ist die Tatsache, dass Leander Lost nicht lügen kann. Denn Lost ist ein Autist mit Asperger-Syndrom, der seine Kollegen im aktuellen Fall um den ermordeten Detektiv O Olho mehr als einmal durch sein bemerkenswertes fotografisches Gedächtnis überzeugt. Ich war ehrlich gesagt, neugierig auf diesen Roman, der sich aus meiner Sicht mühelos in die Riege zahlreicher Regional-/Lokalkrimis einreiht, die wie Pilze aus dem Boden zu wachsen scheinen. Ich dachte zumindest, dass es sich hier sicherlich wieder um eine dieser leichten dahin plätschernden Exemplare handeln würde. Aber ich wurde angenehm überrascht. Denn der Krimi fällt vor allem positiv durch sein durch und durch sympathisches Ermittler-Trio auf, und auch durch den heimlichen Star des Krimis: Die Algarve. Man spürt förmlich den mediterranen Flair des kleinen Küstenortes Fuseta, den der Autor auch durch seine Reisen in und auswendig kennt und auch offensichtlich zu lieben gelernt hat. Denn diese Liebe kommt durch Ribeiros wirklichkeitsnahe Beschreibungen der Menschen, der Kultur und deren Eigenarten deutlich zum Ausdruck. Ribeiro punktet meiner Meinung nach auch durch einen lockeren Schreibstil, der mich schnell in die Geschichte reingezogen hat. Besonders aber finde ich die Idee genial mit der Figur von Leander Lost einen Autisten zur Hauptfigur und Ermittler zu machen. Lost ist kantig, aber auch ehrlich und damit sofort sympathisch. Man merkt, dass sich Ribeiro sehr tiefgründig mit dem Thema Autismus auseinandergesetzt hat. Es gelingt ihm Lost als eine Figur zu zeichnen, die trotz aller humorvollen Momente ernst genommen werden kann. In diesem ersten Roman einer hoffentlich mehrteiligen Reihe stehen die handelnden Personen und das Ermittler-Trio eindeutig im Vordergrund. Das ist meiner Meinung nach nicht kritisch, weil es der Geschichte gut tut. Allerdings leidet darunter auch etwas der eigentlichen Krimi-Plot. Die Kernidee des Krimis dreht sich um Trinkwasserverschmutzung, was an sich durchaus aktuellen Bezug hat. Trotz aller Begeisterung sind die Gegner leider auch etwas zu schwach gezeichnet und bilden nicht wirklich einen ernst zu nehmenden Gegenpol. Obwohl Ribeiro am Ende durchaus noch eine überraschende Wendung gelingt. Mein Fazit: Trotz der kleinen Schwächen in der Handlung ist Ribeiro wirklich ein lesenswerter Auftakt zu einer spannenden Krimireihe mit einem ungewöhnlichen Ermittler gelungen. Für jeden Portugal-Fan als Leselektüre für sommerliche Stunden auf dem Balkon genau das Richtige.

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  • Mörderischer Krimiauftakt mit sympathischem Ermittler-Trio

    Lost in Fuseta
    AnTheia

    AnTheia

    19. April 2017 um 20:14

    Sub-Inspektorin Rosado und ihr Kollege Esteves staunen nicht schlecht über den neuen Kollegen aus Deutschland, der für ein Jahr die Polizeidirektion in Faro an der Algarve verstärken soll. Denn Leander Lost ist ein durchweg merkwürdiger Zeitgenosse. Er beherrscht nicht nur nach wenigen Wochen bereits fließend Portugiesisch, nein, zu seinen besonderen Hobbys zählt das Zählen von Ecken. Was es den Ermittlern in ihrem brandaktuellen Fall aber anfangs am schwierigsten macht, ist die Tatsache, dass Leander Lost nicht lügen kann. Denn Lost ist ein Autist mit Asperger-Syndrom, der seine Kollegen im aktuellen Fall um den ermordeten Detektiv O Olho mehr als einmal durch sein bemerkenswertes fotografisches Gedächtnis überzeugt. Ich war ehrlich gesagt, neugierig auf diesen Roman, der sich aus meiner Sicht mühelos in die Riege zahlreicher Regional-/Lokalkrimis einreiht, die wie Pilze aus dem Boden zu wachsen scheinen. Ich dachte zumindest, dass es sich hier sicherlich wieder um eine dieser leichten dahin plätschernden Exemplare handeln würde. Aber ich wurde angenehm überrascht. Denn der Krimi fällt vor allem positiv durch sein durch und durch sympathisches Ermittler-Trio auf, und auch durch den heimlichen Star des Krimis: Die Algarve. Man spürt förmlich den mediterranen Flair des kleinen Küstenortes Fuseta, den der Autor auch durch seine Reisen in und auswendig kennt und auch offensichtlich zu lieben gelernt hat. Denn diese Liebe kommt durch Ribeiros wirklichkeitsnahe Beschreibungen der Menschen, der Kultur und deren Eigenarten deutlich zum Ausdruck. Ribeiro punktet meiner Meinung nach auch durch einen lockeren Schreibstil, der mich schnell in die Geschichte reingezogen hat. Besonders aber finde ich die Idee genial mit der Figur von Leander Lost einen Autisten zur Hauptfigur und Ermittler zu machen. Lost ist kantig, aber auch ehrlich und damit sofort sympathisch. Man merkt, dass sich Ribeiro sehr tiefgründig mit dem Thema Autismus auseinandergesetzt hat. Es gelingt ihm Lost als eine Figur zu zeichnen, die trotz aller humorvollen Momente ernst genommen werden kann. In diesem ersten Roman einer hoffentlich mehrteiligen Reihe stehen die handelnden Personen und das Ermittler-Trio eindeutig im Vordergrund. Das ist meiner Meinung nach nicht kritisch, weil es der Geschichte gut tut. Allerdings leidet darunter auch etwas der eigentlichen Krimi-Plot. Die Kernidee des Krimis dreht sich um Trinkwasserverschmutzung, was an sich durchaus aktuellen Bezug hat. Trotz aller Begeisterung sind die Gegner leider auch etwas zu schwach gezeichnet und bilden nicht wirklich einen ernst zu nehmenden Gegenpol. Obwohl Ribeiro am Ende durchaus noch eine überraschende Wendung gelingt. Mein Fazit: Trotz der kleinen Schwächen in der Handlung ist Ribeiro wirklich ein lesenswerter Auftakt zu einer spannenden Krimireihe mit einem ungewöhnlichen Ermittler gelungen. Für jeden Portugal-Fan als Leselektüre für sommerliche Stunden auf dem Balkon genau das Richtige.

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