Gilbert Adair

 3.7 Sterne bei 138 Bewertungen
Autor von Mord auf ffolkes Manor, Blindband und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Gilbert Adair

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Gilbert AdairMord auf ffolkes Manor
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Mord auf ffolkes Manor
Mord auf ffolkes Manor
 (43)
Erschienen am 09.01.2008
Gilbert AdairBlindband
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Blindband
Blindband
 (33)
Erschienen am 17.03.2008
Gilbert AdairEin stilvoller Mord in Elstree
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Ein stilvoller Mord in Elstree
Ein stilvoller Mord in Elstree
 (20)
Erschienen am 03.02.2009
Gilbert AdairUnd dann gab's keinen mehr
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Und dann gab's keinen mehr
Und dann gab's keinen mehr
 (12)
Erschienen am 04.06.2010
Gilbert AdairTräumer
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Träumer
Gilbert AdairLiebestod auf Long Island
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Liebestod auf Long Island
Gilbert AdairEin stilvoller Mord in Elstree
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Ein stilvoller Mord in Elstree
Ein stilvoller Mord in Elstree
 (4)
Erschienen am 15.02.2008
Gilbert AdairDer Tod des Autors
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Der Tod des Autors

Neue Rezensionen zu Gilbert Adair

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Alondrias avatar

Rezension zu "Blindband" von Gilbert Adair

[Rezension] Gilbert Adair: Blindband
Alondriavor 8 Monaten

Das Buch

Ein alternder berühmter Schriftsteller, der nach einem Autounfall erblindet und entstellt ist, sucht per Zeitungsanzeige einen Sekretär, um ihm seine Autobiographie zu diktieren. In dem Landhaus bei London, in das sich Sir Paul zurückgezogen hat, spricht der junge John Ryder vor, der sich als Glücksfall zu erweisen scheint. Alle Pflichten erledigt er geduldig, ist technisch versiert und auch bereit, auf die Launen und Eigenheiten des klaustrophobischen Blinden einzugehen. Aber dann schleichen sich kleine Pannen ein, die Atmosphäre verändert sich unmerklich, etwas Böses bahnt sich an.

Meine Meinung

Gilbert Adair hat mit "Blindband" einen unglaublich tiefsinnigen und faszinierenden Roman geschrieben, in dem es nicht nur um das Leben selbst geht, sondern auch um Einsamkeit, Vertrauen und das Böse im Menschen. Er schafft es, mit einem fast nur aus Dialogen bestehenden Schreibstil, eine unglaublich spannende Geschichte zu erzählen, die den Leser mitnimmt und auch lange nach Beenden des Buches nicht loslässt. Lediglich zwei (!) Hauptprotagonisten bestimmen den Verlauf dieser Story und erschaffen durch ihre Gespräche, die mal tiefsinnig, mal humorvoll aber hin und wieder auch verwirrend zu sein scheinen, eine beklemmende Atmosphäre, die viel Spannung mit sich bringt und beim Leser sämtliche Alarmglocken klingeln lässt.

Sowohl Story als auch Protagonisten sind authentisch ausgearbeitet und von Beginn an undurchschaubar, aufregend, man könnte sagen von einer geheimnisvollen Aura umgeben. Es ist einfach nicht möglich, Adairs Roman auch nur kurz wegzulegen - man möchte wissen, was passiert, wie sich die Situation entwickelt, die Anspannung steigert; worum es eigentlich geht.

Der Titel gefällt mir bedingungslos gut. Die Zweideutigkeit des Titels spiegelt sich im gesamten Inhalt wider: Zum einen ist einer der Hauptprotagonisten blind - "Blindband" ist also sein Buch, seine Geschichte; gleichzeitig geht es um alles und nichts, denn ein Blindband ist ein leeres Buch, von Verlagen für Ausstellungszwecke genutzt - eine wichtige Hülle, leere Seiten. Mit jeder weiteren gelesenen Seite dieses Romans versteht man immer mehr, warum Adair ausgerechnet diesen Titel gewählt hat.

Fazit

Ich kann und möchte Gilbert Adairs Werk wirklich empfehlen. Jeder, der sich für Literatur interessiert, macht hier nichts falsch - jeder, der noch nie zu "richtiger" Literatur (keine Unterhaltungsliteratur wie Fantasy, Thriller etc.) gegriffen hat, kann hiermit getrost anfangen und macht ebenso wenig falsch. Das Buch hat mich wirklich gepackt und bleibt mir immer noch im Kopf.

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D

Rezension zu "Blindband" von Gilbert Adair

Spannender und ungewöhnlicher Dialogroman
Die_kleine_Bibliothekvor einem Jahr

Ich bin wirklich froh eines schönen Tages über Gilbert Adair gestolpert zu sein, nicht nur wegen der Evadne Mount-Trilogie, sondern auch wegen einer Perle wie Bildband. Die Geschichte des blinden Autoren und seines Gehilfen kommt gänzlich ohne szenische Beschreibungen aus und lebt rein von seinen Dialogen.

Es ist ein stürmischer Abend, an dem Sir Paul, ein einsamer, erfolgreicher und vermögender Schriftsteller, den jungen John Ryder einstellt, damit er ihm beim Schreiben seines neuen Buches hilft. Während seiner Tätigkeit soll Ryder auch bei dem alten Mann wohnen – in einem einsamen Herrenhaus in tiefster englischer Provinz. Sir Paul will ihm seine Autobiographie diktieren, weil er sie selbst nicht mehr schreiben kann. Seit einem Autounfall ist er erblindet und auf Hilfe angewiesen.

Die Atmosphäre in dem Buch ist von Anfang an befremdlich, zuweilen auch grotesk. Das Unheil liegt bereits von Beginn an in der Luft, ohne dass man es an etwas Konkretem festmachen könnte. Im weiten Verlauf scheint sich die düstere Vorahnung zu bewahrheiten, denn es häufen sich irrwitzige Vorfälle, die auf ein sadistisches Spiel schließen lassen. Wer würde einen Blinden wegen eines Puzzles an der Nase herumführen? Wer würde ihm erzählen, Tony Blair sei an AIDS verstorben? Irgendetwas, ahnt der Leser, scheint den Schriftsteller und seinen Adlatus miteinander zu verbinden. Aber auch Sir Paul ist gewiss kein Sympathieträger, sondern verschlagen und arrogant. Spielt John Ryder überhaupt ein falsches Spiel oder bildet sich der alte Mann alles nur ein?

Was Blindband auszeichnet, ist nicht einmal der Plot an sich, der zum Ende leider etwas abfällt. Das Besondere ist, dass die Blindheit Sir Pauls die Erzählstruktur vorgibt. Aldair schreibt einen reinen Dialogroman, der ohne erklärende Worte auskommt und nur geringfügig von tagebuchartigen Einschüben Sir Pauls unterbrochen ist. Keine Stimmungen oder Zustände werden beschrieben, keine Physiognomien veranschaulicht. Als Leser sehen wir genausowenig wie der blinde Sir Paul  und dennoch hat man nie das Gefühl, dem Buch fehlt etwas Wesentliches.

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Barbara62s avatar

Rezension zu "Ein stilvoller Mord in Elstree" von Gilbert Adair

Krimiliteratur à la Agatha Christie
Barbara62vor 3 Jahren

Adair schreibt im Stil der großen englischen Kriminalliteratur, sozusagen à la Agatha Christie.

Zum zweiten Mal lässt er Yard-Inspektor a.D. Eustace Trubshawe und die Krimiautorin Evadne Mount im London der Nachkriegszeit ermitteln. Ein berühmter Regisseur ist beim Brand seines Hauses umgekommen und als sein Assistent seinen letzten Film weiterdreht, stirbt eine Schauspielerin vor laufender Kamera und unter den Augen der beiden Hobbydetektive an Gift.

Ein nostalgischer Krimi mit pointierten Dialogen, aber etwas unglaubhafter Krimihandlung.

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