Gilbert Adair Und dann gab's keinen mehr

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Inhaltsangabe zu „Und dann gab's keinen mehr“ von Gilbert Adair

Der dritte und letzte Fall für die Hobbyermittlerin Evadne Mount Mit einem Pfeil im Herzen wird die Leiche des Schriftstellers Gustav Slavorigin auf dem Gelände des Sherlock-Holmes-Festivals in Meiringen aufgefunden, einem kleinen Ort nahe den Reichenbachfällen, in denen schon der Urvater aller Detektive seinen vermeintlichen Tod fand. Da ein Texaner ein Kopfgeld von hundert Millionen Dollar auf Slavorigin ausgesetzt hatte, ist jeder der Anwesenden ein Verdächtiger.

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    Und dann gab's keinen mehr

    TheSaint

    "Und dann gab's keinen mehr" ist wohl einer der ungewöhnlichsten und originellsten Kriminalromane, den ich bis zum heutigen Tage lesen durfte. Bei diesem an Verbeugungen vor literarischen Größen wie Sir Arthur Conan Doyle oder Agatha Christie, an Filmklassikern und dem von Briten zur Perfektion betriebenen Wortspiels (ein extra dickes Lob dem Übersetzer Jochen Schimmang!!!) prall gefüllten Roman kommt man aus dem Schmunzeln nicht heraus. Der Leser trifft die kauzige Evadne Mount wieder - diesmal auf einem Sherlock-Holmes-Festival in der Schweiz. Und wie in den beiden voran gegangenen Mordfällen, an deren Aufklärung die Hobbykriminalistin beteiligt war, muss man in diesem Fall ebenfalls nicht nur mit einem spektakulären Mord, sondern mit einer nicht minder spektakulären Auflösung rechnen. Vom Plot in dieser Kritik zu berichten nähme dem Roman den amüsanten Lesespaß... es mag nur verraten sein, dass der Autor Gilbert Adair höchstselbst in diesem Roman als Hauptperson auftritt und sich dort nicht nur mit anderen Autoren auf dem vom Unglück überschatteten Holmes-Festival herumschlagen muss, sondern auch mit der von ihm erschaffenen Krimiheldin Evadne Mount selbst! Diese Idee allein schon schafft eine eigene spezielle Lesestimmung, die bereits vom Start an durch die unübliche Erzählweise (der Mord geschieht erst auf Seite 180 von 272 Seiten!) und durch brillant formulierte Sätze und köstlichen Anspielungen auf den "american way of life" etabliert und dann noch durch das Bemühen des Autors, das Problem des "Einst", in welcher Evie Mount in den beiden Romanen zuvor tätig war und dem "Heute" zu lösen, verstärkt wird. Adair spielt mit dieser "Zeitreise" gleich nochmals und zwar dann, wenn er es mit diesem dritten Roman über Mount ebenfalls spielend schafft, einen Kriminalfall der Gegenwart mit dem Flair der "guten alten Krimizeit á la Chesterton oder Christie" zu versehen. Ein exquisiter Abschluß einer Trilogie mit einem hervorragend originellen Schluß der Geschichte. Ein perfekter Abschied eines brillanten Autors - denn nach diesem Buch "gab es wirklich keinen mehr"... Adair verstarb 2011.

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    • 3

    Bella5

    31. August 2015 um 22:53
  • Rezension zu "Und dann gab's keinen mehr" von Gilbert Adair

    Und dann gab's keinen mehr

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. November 2011 um 21:09

    Dieser dritte Band kann es leider bei weitem nicht mit den ersten beiden dieser Reihe ("Mord auf ffolkes manor" und "Ein stilvoller Mord in Elstree") aufnehmen. Zunächst etwas verwirrend spielt der Autor selbst diesmal die Hauptrolle in seinem Buch. Überaus langatmig wird zunächst auf 30 Seiten über die Person referiert, die später ermordet werden soll. Die Leiche selbst findet sich auf Seite 181 - bei insgesamt 270 Seiten reichlich spät für einen Krimi. Der erste (größere) Teil des Buches führt - mehr oder weniger zielstrebig (manchmal für mich auch gar nicht erkennbar) - auf das Ereignis zu, unterbrochen von zahllosen Fußnoten, die auf Anspielungen auf andere Bücher hindeuten. Erst nachdem der Mord passiert ist, beginnt das gewohnte Rätselraten, wer der Mörder sein könnte. Das aber folglich viel zu kurz, noch dazu mit einem wie ich finde äußerst bizarren Ende. Einziger Pluspunkt ist die für meinen Geschmack nette Schreibweise und so manche ironische Anspielung, die dann doch trifft.

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  • Rezension zu "Und dann gab's keinen mehr" von Gilbert Adair

    Und dann gab's keinen mehr

    PaulTemple

    24. April 2011 um 11:36

    Die Besonderheit im dritten und letzten Evadne Mount Krimi besteht darin, dass der Autor Gilbert Adair als Ich-Erzähler auftritt und im beschaulichen, schweizerischen Meiningen (bekannt aus der Holmes-Geschichte "The final problem") in einen Mord an einen Schriftstellerkollegen verwickelt wird. Paradoxerweise tritt im Laufe der ereignisse auch die von ihm erschaffende Krimiamateurin Evadne Mount auf und macht sich sogleich daran, den mysteriösen Fall zu lösen... Wunderbar skurill geschrieben, wie immer mit einer unglaublichen Anzahl von Zitaten und Querverweisen der Krininalliteratur!

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  • Rezension zu "Und dann gab's keinen mehr" von Gilbert Adair

    Und dann gab's keinen mehr

    Leseratte1982

    01. April 2009 um 21:07

    enthält eine kleine Sherlock Holmes Geschichte: "Die Riesenratte von Sumatra"

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