Giles Blunt Eismord

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Inhaltsangabe zu „Eismord“ von Giles Blunt

Der eisige Winter legt Algonquin Bay lahm. Doch mit der Ruhe ist es für Detective John Cardinal vorbei, als in einem Ferienhaus am Trout Lake zwei enthauptete Leichen gefunden werden. Kurz darauf tauchen die Köpfe an einer Schiffsanlegestelle auf. Als weitere mysteriöse Verbrechen geschehen, ist Cardinals Ehrgeiz geweckt …

Es war so spannend, dass ich nicht mal gemerkt habe, wie kalt mir war. :-)

— Mondtanz
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    Eismord
    Elfenblume

    Elfenblume

    15. June 2013 um 19:38

    "Eismord" von Giles Blunt ist sicher ein Thriller, er geht unter die Haut, ist spannend und hat auch das richtige Maß an Unterhaltung, dennoch so ganz überzeugen konnte mich die Handlung nicht. Die Charaktere sind mir zu übertrieben, der "Hauptdarsteller" Papa zu überheblich und unnatürlich dargestellt. Die detaillierten Schilderungen der Morde sind mir zu blutig, die Art zu töten zu abgehoben und zu unglaubwürdig, manches wirkt einfach nur konstruiert und es scheint, als versuche der Autor auf Biegen und Brechen das hohe Level der Spannung halten zu wollen. Ein Lichtblick: Das Ermittlerduo Detective John Cardinal und seine Partnerin Lise Delorme.  Es macht Spaß sie bei ihren Ermittlungen begleiten zu dürfen, ihnen über die Schulter schauen zu können. Sie bringen den erforderlichen menschlichen Aspekt in die Geschichte, Dialoge, die jede Handlung braucht. 

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  • Rezension zu "Eismord" von Giles Blunt

    Eismord
    NiliBine70

    NiliBine70

    12. August 2012 um 16:51

    Inhalt: Es ist bitterkalt in Algonquin Bay. Nichts geschieht, keine Touristen, Stille, beschauliche Ruhe. Sam und ihr heimlicher Liebhaber, ein verheirateter Immobilienmakler, suchen sich für ihre Schäferstündchen gern ein zum Verkauf stehendes Haus. So auch dieses Mal. Doch nachdem ihr „Lover“ schon eiligst die Szenerie verlassen hat, ist Sam immer noch in dem Haus, sinniert über ihre Situation, ein wenig traurig, weil sie nur heimlich lieben darf, denn sie ist eine „Indianierin“ und er der Ehemann einer angesehenen Frau im Ort, eine Scheidung kommt zum jetzigen Zeitpunkt nicht in Frage und so schwankt sie zwischen naivem Hoffen und der Einsicht, dass sie nur ein Spielzeug ist. Ihre Gedanken werden jäh davon unterbrochen, dass jemand das Haus betritt. Es ist aber nicht ihr Liebhaber. Sondern augenscheinlich ein anderer Makler mit einem Paar, denen er wohl das Haus zeigt. Doch die Situation eskaliert, der vorgebliche Makler tötet das Paar und Sam muss fliehen. Doch sie verliert bei ihrer Flucht aus einem Fenster ihr Handy und derjenige, der auch das Paar in dem Häuschen auf dem Gewissen hat, verfolgt nun sie. Sie kann ihm zwar mit knapper Not entkommen, doch Spuren an ihrem Auto und Verletzungen beuteln sie und die Angst, dass der eiskalte Mörder nun hinter ihr her ist. Diesen Fall nun soll Detective John Cardinal mit seiner Partnerin, Lise Delorme, übernehmen, obwohl eigentlich gerade alte, ungelöste Fälle unter den Detectives aufgeteilt wurden. Zunächst stehen alle vor einem Rätsel. Zwei kopflose Leichen in einem zum Verkauf stehenden Haus, die Köpfe tauchen aufgespießt Pfähle in der Bucht auf und es deutet wohl alles in die Pelz-Mafia-Richtung. Doch ist dem wirklich so? Eine Journalistin, die sich Cardinal praktisch an den Hals wirft, scheint diese Theorien zu bekräftigen. Doch kann er ihr trauen? Einer Journalistin, die für Informationen mit einem Polizisten ins Bett geht? Seine nach dem Tod seiner Frau wunde Seele liebkost, nur um daraus einen Vorteil für sich zu ziehen? Und welche Rolle spielt der mysteriöse „Papa“, der sich mit Jugendlichen umgibt, die er aufgabelt und nach seinen Wünschen zu wahren Tötungsmaschinen formt, mit abartigen Mitteln, sie drillt, vor körperlichem Missbrauch nicht zurückschreckt und das als „notwendig“ bezeichnet? Es stellt sich die Frage, in welcher Beziehung er zu dem ermordeten Paar stehen könnte, sodass er seine Teenie-Killer ausschickt. Wem war das Pelzhändler-Pärchen wirklich im Weg? Meine Meinung: Eiskalt So richtig warm geworden bin ich nicht mit der ganzen Story, das muss ich vorwegnehmen. Es fing wirklich viel versprechend an, die Story um Sam mit ihrem Liebhaber, der erhobene Zeigefinger was den Umgang mit den „Native People“ angeht darf hier nicht fehlen, der kaltblütige Mord, Verstrickungen, ein Ermittler-Gespann mit Herz und Humor… Doch irgendwas fehlte. Mir kam es vor, als wäre die Spannung in der Kälte Canadas eingefroren, zum Stillstand gekommen. Ich hatte ein anderes Buch vor einiger Zeit von Giles Blunt gelesen (Gefrorene Seelen), welches mir weitaus spannender, interessanter vorkam und bin deswegen hier ein wenig enttäuscht. Aber ich will die Geschichte ja nicht schlecht reden. Die Grausamkeit, die Kaltblütigkeit, mit der dieser „Papa“ vorgeht ist wirklich erschreckend und verursacht schon Gänsehaut und im krassen Gegensatz dazu Cardinal und Delorme, die auf der Suche nach ein wenig Liebe sind und dabei umeinander kreisen, als hätten sie Angst, sich zu verbrennen. Vielleicht ist bei einer Fortsetzung etwas mehr Spannung drin, denn gänzlich unsympathisch waren mir die Figuren nicht. Es lag wirklich viel mehr an der Ausgestaltung. Fazit: Eine etwas unterkühlte Umsetzung eines eigentlich spannenden Plots mit Figuren, die mit etwas mehr Tiefe echte Serienhelden werden könnten. Ich werde auf jeden Fall die Augen offen halten und dem nächsten Fall für Cardinal und Delorme eine Chance geben, allein schon aus Neugierde, ob aus den beiden noch was wird!

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  • Rezension zu "Eismord" von Giles Blunt

    Eismord
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    03. August 2012 um 12:43

    Ich verstehe die gute Kritik für dieses Buch nicht. Mir hat es gar nicht gefallen. Es fehlte der Schwung, die Story plätschert nur langsam und zäh vor sich hin, die Charaktere sind lange nicht so stark wie in den vorherigen Werken. Leider eine sehr große Enttäuschung...

  • Rezension zu "Eismord" von Giles Blunt

    Eismord
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    30. July 2012 um 13:23

    Wahrhaft verstörende Verbrechen verbergen sich auf den 412 Seiten, die der eisigen Cover-Hand folgen. Wer bisher glaubte, im winterlichen Amerika nördlich des 45sten Breitengrades sei der Hund verfroren, kann sich von Kanadas erfolgreichstem Thrillerautor eines Besseren belehren lassen! In seinen psychopathischen Tätern, wie auch in seinem Ermittlerduo Detective John Cardinal und Lise Delorme, wallt, hinter dicksten Daunenanoraks verborgen, auch bei klirrend-frostigen Minusgraden heißes Blut. Nach "Gefrorene Seelen", "Blutiges Eis", "Kalter Mond" und "Eisiges Herz" ist dies der fünfte Thriller aus Algonquin Bay in Nord-Ontario - für mich jedoch der erste, den ich las (was übrigens dem inhaltlichen Verständnis nicht schadet). Ob ich mir noch einen weiteren Roman dieser Reihe zu Gemüte führen würde, ist hingegen fraglich, da die Glaubwürdigkeit des (unnötig grausigen) Plots zu wünschen übrig lässt, auch wenn dieses Manko durch den üblichen, manchmal etwas sehr anspruchslosen Krimi-Zutatenmix kaschiert wird. Gelungen finde ich die verschiedenen Erzählstränge, jeweils aus wechselnden Protagonistenblickwinkeln und kleine überraschende Wendungen. Kein Thriller, der auf MEINER Hitliste zu finden wäre, aber trotz der Schwächen für einige spannende Lesestunden gut, wenn man von eher hartgesottener Krimi-Lesernatur ist.

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  • Rezension zu "Eismord" von Giles Blunt

    Eismord
    Eselsohren-Werner

    Eselsohren-Werner

    14. March 2012 um 21:29

    Was hebt einen Krimi oder Thriller aus jener Masse heraus, bei der man sich innerhalb weniger Wochen kaum noch an den Fall und an die Figuren erinnern kann? Was mach „Eismord“ zu einem besseren Thriller als andere? Giles Blunt kocht ja gewissermaßen auch nur mit Wasser (selbst wenn seine Romane in der eisigen kanadadischen Provinz spielen). Es gibt – wie bei Elisabeth George oder Donna Leon – einen Ermittler, an dessen Privatleben wir von Fall zu Fall Anteil nehmen. Im konkreten Fall ist Detective John Cardinals Frau gestorben und er kommt nicht darüber hinweg. Dann werden in einem zum Verkauf stehenden Haus eine Frau und ein Mann umgebracht – und geköpft. Und die Köpfe sind verschwunden. Die Ermordeten waren US-BürgerInnen russischer Herkunft und erfolgreich im Pelzgeschäft tätig. Waren es KonkurrentInnen? Warum weiß die aus New York angereiste Journalistin mehr als Polizei und FBI? Und was hat es mit jener seltsamen Sekte oder Terror-Einheit auf sich, die sich ebenfalls in der Gegend herumtreibt? Und wieso wollen wir Blunt das alles glauben? – Er versteht sein Handwerk so gut (Dramaturgie, Beschreibungen, Dialoge), dass wir vergessen, dass es sich um Handwerk handelt. Er hat mehr als genug recherchiert und kennt sich mit der Polizeiarbeit aus, mit dem Pelzhandel, einfach mit allem, was er beschreibt. Solange es also um Fakten geht, erfindet er nichts. Dafür erschafft er Figuren, die man gewissermaßen zu kennen glaubt, weil sie so lebensecht wirken. Außerdem macht Blunt stets „mehr als notwendig“. Er müsste nicht so viele Details einbauen, doch diese bereichern Handlung und Charaktere. Dennoch wirkt nichts aufgesetzt – in diesem Buch fügt sich alles wie nahtlos zusammen. Und wenn man dann noch die Hauptfigur mag – einen älteren, lakonischen Durchschnittsbürger als Detective, der mehr der Ermittlungsarbeit als seiner gut ausgeprägten Intuition traut –, dann steht dem Lesevergnügen nichts mehr im Wege.

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  • Rezension zu "Eismord" von Giles Blunt

    Eismord
    Claudias-Buecherregal

    Claudias-Buecherregal

    06. December 2011 um 11:37

    Detective John Cardinal versucht seine Trauer um seine verstorbene Frau zu betäuben. Passend dazu herrscht in der Algonquin Bay eine eisige Kälte. Die Trägheit des Winters ist jedoch schlagartig vorbei, als in einem Ferienhaus zwei Leichen gefunden werden - beiden fehlt der Kopf. Die Aufklärung der Morde gestalten sich für John Cardinal mehr als schwierig. Der einzige Erfolg seiner Ermittlungen ist die Feststellung, dass es sich bei den Leichen um US-Bürger russischer Herkunft handelt, die im Pelzgeschäft tätig waren. Aber stellt diese Spur tatsächlich einen brauchbaren Ansatz für weitere Anhaltspunkte dar? "Eismord" ist bereits der fünfte Blunt-Thriller um den Protagonisten Detective John Cardinal. Obwohl ich die ersten Bände bereits länger auf meiner Wunschliste habe, war "Eismord" nun mein Einstieg in diese Reihe und dieser ist gut gelungen. Sicherlich hat der Leser ein besseres Verständnis für den Protagonisten, wenn dieser ihn bereits aus vier anderen Romanen kennt, jedoch empfand ich meine "Unwissenheit" über die Vergangenheit von John Cardinal nicht als hinderlich, da wichtige Erlebnisse erneut angesprochen wurden. "Du hast mehr als ein Problem am Hals, sagte sie, und wenn du eine Idee hast, wie du da wieder herauskommst, lass hören - und zwar bevor unser Mörder beschließt, Jagd auf dich zu machen." (Seite 23) Mir hat es gefallen, dass der Detective eine zeitlang im Dunkeln tappte und mit seinen Ermittlungen nicht so wirklich vorwärts kam, obwohl es eine Frau gibt, die Zeuge des Mordes war. Jedoch hat sie die Ermordung lediglich gehört und nicht gesehen. Trotzdem fürchtet sie sich vor dem Mörder, scheut aber aus bestimmten Gründen auch vor der Polizei. In dem Roman gibt es mehrere interessante Handlungsstränge, auf die ich hier nicht weiter eingehen möchte, um niemandem die Spannung zu zerstören. Es sei daher nur erwähnt, dass eben diese Handlungsstränge, die zum Teil auch erst das Motiv zum Mord liefern, gut ausgedacht und toll verknüpft wurden. Des Weiteren gab es für mich gegen Ende eine ziemlich große Überraschung, die zum Glück nicht konstruiert wirkt, sondern sehr gut in den Rest der Geschichte passt. Die Handlung ist logisch aufgebaut und die Reaktionen der Charaktere sind stets nachvollziehbar. Der Roman verdient auf jeden Fall die Bezeichnung "Thriller". Ich habe trotzdem "nur" 4 Sterne vergeben, da er zwar spannend und interessant ist, mir aber irgendwie noch der letzte Kick fehlte, um mir beim Lesen den Atem zu rauben. Der Roman ist als Hardcoverausgabe erschienen und sein Cover, mit den Eiszapfen an einer toten Hand, passt hervorragend zur Thematik des Buches. Unter dem Schutzumschlag verbringt sich ein hellblauer Bucheinband mit eisblauer, glänzender Schrift, welcher somit ebenfalls das Kältegefühl der Algonquin Bay widerspiegelt. Der Roman hat eine angenehme Schriftgröße und ist in 41 Kapitel aufgeteilt, was bei einem Seitenumfang von 416 Seiten bereits vorm Lesen auf nicht allzu lange Kapitel schließen lässt. Ich empfinde dieses beim Lesen immer als angenehm und daher ließ sich "Eismord" sehr gut lesen. Fazit: Ein lesenswerter Thriller und bestimmt nicht der letzte Roman von Giles Blunt, den ich lesen werde. Gebundene Ausgabe: 416 Seiten Verlag: Droemer (2. November 2011) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3426199149 ISBN-13: 978-3426199145

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  • Rezension zu "Eismord" von Giles Blunt

    Eismord
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    03. December 2011 um 12:53

    Spannender Thriller Der Einstieg, den Giles Blunt für seinen neuen Thriller wählt, ist ein durchaus bekannter. Der „heimlich beobachtete Mord“, wobei Beobachten nicht ganz zutrifft, den Sam, Köchin, Indianerin und verliebt in einen verheirateten Mann, hört nur zwei Schüsse, als sie sich unter einem Bett in einem fremden Haus versteckt. Ein Bett, dass sie kurz zuvor noch mit ihrem Geliebten geteilt hat, der kurz vor ihr gegangen ist. Kaum hat sie noch einmal das Badzimmer des Hauses benutzt, hört sie Stimmen. Versteckt sich. Und bald darauf fallen zwei Schüsse. Sam flieht, den Mörder dicht im Nacken. Detective John Cardinal versucht, den Tod seiner Frau zu überwinden und ahnt, dass ihm dies so schnell nicht gelingen wird. Zudem wurden unter den Detectives alte, ungelöste (und wohl auch nicht wirklich zu lösende Fälle) „von oben her“ verteilt. Nackte Routine. Auch dies keine Aufgabe, die ihn wirklich aus seinem Tief herausholen könnte. Da wird er zu einem Haus gerufen, in dem zwei kopflose Leichen, in teure Pelzmäntel gehüllt, gefunden wurden. Nicht das letzte Verbrechen, das in den nächsten Tagen geschehen wird und all dies unter mysteriösen Begleitumständen. Denn was hat es zu bedeuten, dass die Köpfe der beiden Toten einige Zeit später an einem öffentlichen Ort gefunden werden? Ein Mord im Rahmen krummer Geschäfte? Ein Mord aus Leidenschaft? Während Cardinal lange brauchen wird, um überhaupt einen Erfolg versprechenden Faden in diesem Fall in die Hand zu bekommen, lebt Sam in ständiger Angst, der Mörder käme ihr auf die Spur, während ihr Geliebter alles dafür tut, Sam von der Polizei fernzuhalten, damit seine Ehe und sein Job nicht in Gefahr geraten. Klug gewählt hat Giles Blunt Geographie und „Personal“ seines Thrillers. Im tiefsten Winter in der Provinz hinter Toronto (Algonquin Bay), zu überschaubar als Ort und im Rahmen der Einwohnerschaft, um sich dauerhaft gut verstecken zu können, weitläufig genug, um die Zahl möglicher Verdächtiger hoch zu halten, ergibt sich ein Rahmen für den Thriller, der einerseits eine bedrängende Atmosphäre schafft und andererseits viele Varianten offen hält. Varianten, die Blunt geschickt für das ein oder andere überraschende Moment nutzt, seiner Geschichte hier und da eine neue Wendung zu geben. Mit John Cardinal schickt er zudem einen Ermittler ins Rennen, der auch gegen die eigene Trauer anzugehen hat und zudem in seinen Kontakten zu Kollegen nicht einfach zu nehmen ist, einer, der sich stetig in einen Fall regelrecht hineinwühlt und durch diese Stetigkeit einen ruhenden Pol in dieser ansonsten durchaus temporeichen Geschichte bildet. In klaren Sätzen und mit der Kunst versehen, die Protagonisten und die besondere Atmosphäre des eisigen Winters am Rande der kanadischen Zivilisation wie nebenbei zu skizzieren, stellt Blunt den Leser nicht vor literarische Rätsel, sondern konzentriert sich ganz darauf, seine Geschichte voranzubringen und ein immer größeres Geflecht möglicher Spuren und Indizien miteinander zu verbinden. Gute Unterhaltung in klarer, eher einfacher Sprache bietet „Eismord“ mit seinen differenziert dargestellten Personen an einem Ort mit besonderer Atmosphäre und Bedingungen. Durchaus lesenswert.

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