Giles MacDonogh Die 50 bedeutendsten Schlachten

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Inhaltsangabe zu „Die 50 bedeutendsten Schlachten“ von Giles MacDonogh

„Der Krieg ist nichts als eine Fortsetzung des politischen Verkehrs mit Einmischung anderer Mittel“, schrieb Carl von Clausewitz vor knapp 200 Jahren in „Vom Kriege“. Dieses Buch untersucht Hintergründe, Auswirkungen und Strategien der großen kriegerischen Auseinandersetzungen der Weltgeschichte. Aufwendige Illustrationen stützen die Spurensuche und machen das Nachschlagewerk zum packenden geschichtlichen Dokument.

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  • Rezension zu "Die 50 bedeutendsten Schlachten" von Giles MacDonogh

    Die 50 bedeutendsten Schlachten

    michael_lehmann-pape

    26. June 2011 um 15:15

    Kriegerische Wendepunkte der Geschichte Sieht man davon ab, dass der Untertitel des Buches „Von Austerlitz bis Waterloo“ den Inhalt bei weitem nicht trifft (Austerlitz und Waterloo liegen nur 10 Jahre auseinander und gehören beide zu den napoleonischen Kriegen. Auch wenn beide Schlachten wichtige historische Daten darstellen. 1805 der Aufstieg Napoleons durch militärisches Genie, 1815 der Niedergang Napoleons), sondern einen viel größeren Zeitrahmen als den der beiden genannten Schlachten darstellt, hat der Militärhistoriker Giles Macdonogh ein interessantes, reich bebildertes und in den Texten durchaus aussagekräftiges Buch vorgelegt. Getreu seinem Motto: „Schlachten sind die Satzzeichen der Weltgeschichte“ führt er den Leser in Bild und Text an die Schauplätze entscheidenden Kriegswirkens. Beginnend bei der ersten, schriftlich überlieferten Schlacht in Megiddo 1485 v.C. (Pharo Thutmosis III. gegen Durusha von Kadesch) führt er chronologisch durch die Schlachtengeschichte der Menschheit, bei denen die Schlachten zugleich in weiten Teilen auch Wendepunkte der Geschichte darstellten. Seien es die Thermopylen, an denen Leonidas das antike Griechenland entscheidend bewahrte, sei es die Belagerung von Orleans, der Fall Konstantinopels mit dem endgültigen Ende des römischen Reiches, oder auch Leuthen mit dem siegreichen Friedrich II. und den napoleonischen Kriegen, die mit vier Schlachten im Buch vertreten sind (Austerlitz, Jena/Auerstädt, Borodino, Waterloo). Natürlich kommt auch die neure Geschichte nicht zu kurz. Der amerikanische Bürgerkrieg mit seinem Volkssymbol Gettysburg, der erste Weltkrieg (Verdun u.a.), vor allem aber die Schlachten des zweiten Weltkrieges werden ausführlich behandelt, vom Fall Frankreichs über Stalingrad, El Alamein bis zur Landung in der Normandie. Als letzte Schlacht erwähnt Macdonogh den Sinai Feldzug Israels. Eine moralische oder ethische Wertung findet sich im Buch nicht, Macdonogh hat seine Stärken in der knappen und übersichtlichen Darstellung, Von den Hintergründen und Ursachen des jeweiligen Krieges erfährt man kurz, bevor er sich der konkreten Schlacht zuwendet. Von der Aufstellung der Truppen über Verschiebungen der Truppen, militärisches Versagen und geniale Schachzüge auf dem Schlachtfeld bis hin zu den entscheidenden Elementen der jeweiligen Schlacht (als endlich die Preußen kamen in Waterloo, zum Beispiel), weiß der Autor anschaulich zu berichten und vielfache Karten und Bilder ergänzend einzufügen. Auch die Rolle der Technologie kommt in seinen Beschreibungen nicht zu kurz. Ein Element, dass zu allen Zeiten entscheidende Bedeutung hatte (Repetiergewehre der Nordstaaten gegen überwiegend Vorderlader der Südstaaten. Das Buch bietet einen kurzweiligen, dennoch aber durchaus mit den wesentlichen Fakten versehene, Einblick in den Verlauf von 50 meist bekannten Schlachten, von der Antike über das römische Reich, das Mittelalter bis zur französischen Revolution und der Neuzeit. Eine chronologische Abfolge, die auch die starken Veränderungen des „Kriegshandwerks“ deutlich in den Blick rücken und über das gesamte Buch hinweg mit hochwertigem Bildmaterial angereichert ist.

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