Gill Lewis Ein Zuhause für immer

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Inhaltsangabe zu „Ein Zuhause für immer“ von Gill Lewis

Eine anrührende Familiengeschichte. Wenn das Jugendamt vorbeikommt, räumt Scarlet die ganze Wohnung auf – nur ihr eigenes Zimmer macht sie unordentlich, damit es authentischer wirkt. Und auch sonst führt Scarlet kein normales Teenagerleben. Sie kümmert sich um ihren autistischen Bruder Red, für den sie die einzige Bezugsperson ist. Das geht so lange gut, bis ihre Mutter mit einer Zigarette in der Hand einschläft. Zwar werden alle aus der brennenden Wohnung gerettet, doch nun werden die Geschwister getrennt. Scarlet kommt in eine liebevolle Pflegefamilie. Aber wo ist Red? Scarlet weiß genau, dass ihr Bruder ohne sie verloren ist.

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    Ein Zuhause für immer
    Buchschatzjaegerin

    Buchschatzjaegerin

    11. August 2017 um 18:40

    WORUM GEHT ES?Die zwölfjährige Scarlet lebt mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder Red zusammen. Weil ihre Mutter psychisch nicht dazu in der Lage ist, für sie zu sorgen, übernimmt Scarlet diese Rolle und kümmert sich vor allem um ihren Bruder, der, wie sie selbst sagt, "anders" ist. Red lebt in seiner eigenen Welt. Er liebt Vögel und sammelt gerne ihre Federn. Das ist etwas, was nur ihn und Scarlet verbindet, weil niemand anderes es versteht.Als ihre Mutter eines Tages mit einer Zigarette in der Hand einschläft, steht kurz darauf die ganze Wohnung in Brand. Scarlet und Red werden getrennt und von ihrer Mutter weggebracht, da diese erst mal in Therapie muss. Scarlet kommt in eine Pflegefamilie, weiß allerdings nicht, wo Red untergekommen ist oder wie es ihm überhaupt geht. Niemand will ihr etwas verraten, dabei ist sie doch die Einzige, die zu ihm durchdringt! Ihr ist klar, dass sie ihn finden und mit ihm abhauen muss, wenn sie nicht will, dass sie sonst für immer getrennt sind.REZENSIONAnfangs war ich doch sehr erstaunt, dass Roman gerade mal 224 Seiten umfasst. Im ersten Moment kam mir das sehr kurz vor, weil ich irgendwie doch an die 300 Seiten aufwärts gewohnt bin. Ein Zuhause für immer braucht aber gar nicht mehr geschriebene Worte. Die Geschichte ist kompakt und in sich abgeschlossen. Es gibt keine ausgeschmückten, langatmigen Szenen im Roman, die einem das Lesen schwer machen. Tatsächlich ist alles genau auf den Punkt gebracht, ohne, dass es abgehackt wirkt. Ich zumindest habe nichts vermisst und hatte demnach auch nicht das Gefühl, das irgendwo etwas fehlte.Ganz besonders loben möchte ich außerdem die Aufmachung des Romans. Wenn man es bereits gelesen hat, versteht man immer mehr die kleinen Details auf dem Cover und sieht die Liebe zum Detail. Was man vorher vielleicht als kindliche Zeichnungen gehalten hat, bekommt nun eine andere, tiefere Bedeutung. Wenn man das Buch aufklappt, geht es auch gleich damit weiter: Man sieht die verschiedenen Kontinente und sowie verschiedene Vogelarten, genau dort, wo sie auf der Welt vorkommen.Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht der zwölfjährigen Scarlet, die es gar nicht so leicht hat. Sie führt den Haushalt in ihrer Familie, während sie gleichzeitig noch zur Schule geht und sich um ihren Bruder kümmert. Da ihre Mutter ebenfalls unter eine psychischen Krankheit leidet, ist sie nicht in der Lage, diese Rolle zu übernehmen. Dass Scarlet demnach keine Zeit für sich oder Freunde hat, ist wohl klar. Ihr macht das aber alles gar nichts aus. Sie kümmert sich gerne um ihren Bruder Red, denn sie ist die Einzige, die zu ihm durchdringt und ihn versteht. Deshalb ist es für sie auch so schlimm, von Red getrennt zu sein, als die Behörden sie in eine Pflegefamilie stecken. Scarlet ist überzeugt, dass Red sie braucht und ohne sie völlig verloren ist.Die Geschichte lebt allerdings nicht nur von Scarlet, sondern auch von den vielen Nebencharakteren, die alle ihre guten und schlechten Einflüsse haben. Besonders aber die Einbindung der Pflegefamilie gefällt mir sehr, denn es ist mal ein schönes Beispiel dafür, dass man auch herzlich in eine fremde Familie aufgenommen werden kann.Was mich bereits beim Klappentext angesprochen hat, war die Auseinandersetzung mit Themen, wie Asperger und Autismus, die im Roman eine wesentliche Rolle spielen. Ich finde es gut, dass die Autorin nicht die ganze Komplexität dieser Thematik in ihre Geschichte hat einfließen lassen, sondern es auf einem doch sehr kindgerechten Level belässt.Da der Roman aus der Sicht der zwölfjährigen Scarlet erzählt wird, wird dementsprechend auf die Verwendung von Fachausdrücken verzichtet. Selbst die Ausdrücke Asperger und Autismus kommen nur ein einziges Mal vor, eben weil selbst ein Mädchen in dem Alter wie Scarlet diese nicht unbedingt zu definieren weiß.Deshalb finde ich es auch sehr gelungen, wie die Autorin die Krankheit schließlich erklärt. Scarlet sagt nämlich stets, dass ihr kleiner Bruder in seiner eigenen Welt lebt und dass seine Begeisterung für Vögel das ist, was ihn mit ihrer Welt verbindet. Es wird sehr sensibel und kindgerecht mit dem Thema umgegangen.Aber auch die Problematik, dass ein Kind die elterlichen Pflichten übernimmt, weil zum Beispiel die Eltern selbst dazu nicht in der Lage sind, wird in dem Roman aufgegriffen. In einem Brief an die Leser ganz zum Ende des Romans spricht die Autorin außerdem davon, dass dies in Großbritannien leider oft der Fall ist. Ich denke allerdings, dass das generell ein sehr weit verbreitetes Problem ist.Auch hier gefällt mir, wie realitätsnah Gill Lewis das Szenario eingefangen hat. Scarlet übernimmt die Rolle ihrer Mutter und passt auf, dass Zuhause alles stimmt, wenn der Kontrollbesuch von den Behörden stattfindet. Sie kümmert sich um den Haushalt, aber vor allem um ihren Bruder, der nun mal ganz besondere Aufmerksamkeit benötigt - etwas, wozu ihre Mutter aufgrund eigener Krankheit nicht in der Lage ist.Im Roman werden viele problematische Aspekte angesprochen und auch ganz klar kritisiert, denn manchmal sollte man als Erwachsener einem Kind ganz einfach zuhören und sich nicht darüber erheben, weil man glaubt, das Kind wüsste nicht, was gut und richtig ist. Es sind nicht immer die Behörden, die das Richtige tun oder wissen, was das Beste für einen ist, sondern diejenigen, die dem Betroffenen nahe stehen.Ein Zuhause für immer ist eine Geschichte aus dem realen Leben und hat mich deshalb auch direkt abgeholt. Dazu hat aber auch ganz deutlich der Schreibstil von Autorin Gill Lewis beigetragen, denn sie schafft es mit wenigen einfachen, aber vor allem ausdrucksstarken Worten Emotionen in einem hervorzurufen.FAZITEin Zuhause für immer ist ein kurzweiliges Lesevergnügen, das einen aufgrund der Nähe zum echten Leben sehr bewegt. Es wird sich vor allem kindgerecht mit Themen wie Asperger und Autismus auseinandergesetzt und auch die Problemen in der Familie und Pflegefamilien angesprochen. Alles in allem ist der Roman von Gill Lewis eine schöne Geschichte, die einen mitreißt und deshalb vergebe ich vier von fünf Kreuzen.

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    Ein Zuhause für immer
    Little-Cat

    Little-Cat

    06. August 2017 um 16:04

    Rezension zu dem Buch „Ein Zuhause für immer“ von Gil Lewis Buchdetails Erscheinungsdatum Erstausgabe : 04.08.2017 , Aktuelle Ausgabe : 04.08.2017 , Verlag : dtv Verlagsgesellschaft , ISBN: 9783423761840 , Fester Einband 224 Seiten , Sprache: Deutsch Zur Autorin: Schon als Kind betrieb Gill Lewis im elterlichen Gartenschuppen ein Tierkrankenhaus, in dem sie Mäuse, Vögel und andere Kleintiere verarztete. Später studierte sie Tiermedizin und war als Tierärztin tätig. Heute ist Gill Lewis freischaffende Autorin und lebt mit ihrer Familie in Somerset. Ihr erster Roman, ›Der Ruf des Kulanjango‹, erschien auf Anhieb in 20 Sprachen. Quelle: dtv Verlag Zum Inhalt: Scarlet macht alles für Ihren Bruder. Sie kümmert sich um Ihre Mutter, den Haushalt und ihn. Regelmäßig kommt das Jugendamt zur Kontrolle. Eines Tages kommt Scarlet nach der Schule nach Hause und sieht das Ihre Wohnung brennt. Die Geschwister werden getrennt. Doch wie soll Ihr Bruder ohne Sie klar kommen? Meine Meinung: Das Cover ist schön gestaltet. Es passt sehr gut zum Buch. Im Buch spielen ja Vögel eine große Rolle und so sind vorne im Buch die einzelnen Vögel abgebildet mit dem jeweiligen Namen. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es behandelt die Themen „Familie, Zusammenhalt, Vögel und das anders sein“. Der Schreibstil liest sich sehr flüssig und angenehm. Das Buch ist aus der Perspektive von Scarlet geschrieben. Ich mochte Sie sehr als Protagonistin. Sie hat einen sehr starken Charakter und durch Sie „lebt“ dieses Buch. Red, Scarlets Bruder ist „anders“. Scarlet kann als einzigste zu Ihn durchdringen. Die Szenen mit Scarlet und Red haben mir besonders gut gefallen. Alle Nebencharaktere sind ebenfalls sehr authentisch dargestellt. Die Autorin beschreibt die Handlung sehr intensiv und ich fieberte mit den Geschwistern von Seite zur Seite. Manches mal, ging mir das Buch an die Nieren. Ich musste an einigen Stellen schlucken weil es mich tief berührte. Mein Fazit: Absolute Leseempfehlung ab ca. 14 Jahren. Nach oben hin sind natürlich keine Grenzen gesetzt. Ich vergebe 5 von 5 Sternen!

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