Gill Paul Ich geh nicht ohne dich

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Inhaltsangabe zu „Ich geh nicht ohne dich“ von Gill Paul

Das Buch ging mir wirklich sehr zu Herzen - eine sehr berührende Zeitreise.

— peedee

Spannend, informativ und bewegend!

— Nangile

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  • Eine sehr berührende Zeitreise

    Ich geh nicht ohne dich

    peedee

    30. March 2017 um 19:30

    Die Fakten rund um die „praktisch unsinkbare“ Titanic, dem Luxusschiff jener Zeit, wo 1‘495 Menschen ihr Leben verloren, sind vielen bekannt. In diesem Buch begleitet der Leser 13 Hochzeitspaare, die diese Reise voller Träume und Hoffnungen unternahmen; nicht alle der porträtierten Paare haben das Unglück im April 1912 überlebt.Erster Eindruck: Das Cover zeigt die Titanic und eines der 13 Hochzeitspaare. Im Buch hat es sehr viele Bilder (Fotos, Zeichnungen, Zeitungsausschnitte, Schiffspläne) – sehr schön gestaltet.Ich gehöre wahrscheinlich zu den wenigen Menschen, die noch nie den Kino-Film Titanic mit Leonardo DiCaprio und Kate Winslet gesehen haben (obwohl ich natürlich Ausschnitte davon kenne). Zudem habe ich auch noch nie ein Buch über diese Tragödie gelesen. Dieses Buch war für mich daher eine sehr berührende Zeitreise, da das Unglück durch den Einblick in die Leben dieser Menschen so viel persönlicher wurde. Mir hat an diesem Buch der Mix aus Fakten rund um das Schiff bzw. die Erzählungen rund um die Hochzeitspaare (Hintergrund, Kennenlerngeschichte, Hochzeit, weiterer Verlauf) sehr gefallen.Hier ein paar Beispiele zu Informationen über das Schiff:- Wer hätte gedacht, dass der Schaden am Schiff durch die Kollision mit dem Eisberg kaum einen Quadratmeter gross war? Das Schiff sank in weniger als drei Stunden auf den Meeresgrund.- Eine „Millionärssuite“ kostete 945 Pfund (heute etwa 65‘400 Euro), eine komfortable Kabine in der 1. Klasse rund 57 Pfund (heute etwa 3‘900 Euro), eine Kabine der 3. Klasse rund 15 Pfund (heute etwa 1‘020 Euro).- Die 1. Klasse hatte eigene Badezimmer (mit fliessendem Wasser!), in der 3. Klasse gab es jedoch nur zwei Badewannen für 710 Passagiere.- Wer 3. Klasse fuhr, musste sich zuerst medizinisch untersuchen lassen!- 710 Menschen überlebten die Tragödie, aber manche konnten dieses Trauma nie überwinden; es kam zu Selbstmorden.Beispiele über drei Paare:- John & Lizzie Chapman: „So viele Jahre hatten sie gewartet, um endlich zusammen sein zu können. Nun hatte ihre Ehe gerade einmal 15 Wochen gedauert.“- Henry & Clara Frauenthal: Beide haben überlebt, aber Clara wurde später geisteskrank und Henry wurde aufgrund der Situation mit seiner Frau depressiv und hat sich Jahre später das Leben genommen.- Lucian & Eloise Smith: Nach einer stürmischen Romanze hat Eloise geheiratet und bereits zwei Wochen später war sie verwitwet, sieben Monate später Mutter von Lucian jr. Sie heiratete später einen anderen Überlebenden des Unglücks. Doch ihre Enkelin sagt, dass sie das Trauma nie überwinden konnte und an gebrochenem Herzen (mit nur 46 Jahren) starb.Wie bekannt ist, gab es zu wenig Rettungsboote. Das Tragische daran ist, dass ursprünglich 64 Boote vorgesehen waren, aber diese Anzahl auf die vom britischen Handelsministerium vorgeschriebene Mindestanzahl von 16 reduziert wurde! Es kamen dann noch 4 Faltboote dazu, so dass die vorgeschriebene Zahl sogar um 17 Prozent überschritten wurde. Und dennoch… es waren zu wenig Boote. Was mich wirklich sehr betroffen gemacht hat, dass so viele der überlebenden Männer sodann zeitlebens Probleme hatten, da ihnen die Gesellschaft vorwarf, keine Gentlemen gewesen zu sein („Frauen und Kinder zuerst“) und sie sich zum Teil gewaltsam Zugang zu den Rettungsbooten verschafft hätten.Ich wiederhole mich hier, aber das Buch ging mir wirklich sehr zu Herzen. Der Autorin ist es wunderbar gelungen, Fakten und Emotionen zusammen zu verpacken – vielen Dank dafür.

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  • "Frauen und Kinder zuerst!"

    Ich geh nicht ohne dich

    R_Manthey

    21. July 2015 um 11:50

    Im April 2012, als sich der Untergang der legendären Titanic zum 100. Male jährte, erschienen zahlreiche Bücher über diese Katastrophe. Leider brauchte man für dieses Werk ein Jahr länger, um es auf den deutschen Markt zu bringen. Solche fürchterlichen Katastrophen wie den Untergang dieses riesigen Schiffes kann man erst begreifen, wenn man konkrete Schicksale verfolgt. Und das gelingt mit diesem Buch. Es schildert die Schicksale von 13 Paaren, die gerade frisch verheiratet mit der Titanic nach New York fuhren. Den meisten von ihnen gelang es nicht, den Untergang gemeinsam zu überleben. Und wenn doch, dann hatten die Männer damit hinterher schwer zu kämpfen. Denn damals verletzte jeder Mann das Gebot der Ritterlichkeit, wenn er sich retten ließ, während an Bord des Schiffes noch zahlreiche Frauen und Kinder dem sicheren Tode geweiht waren. Doch ganz so einfach war die Geschichte eben nicht. Auch das erfährt man beim Lesen dieses Textes, der einen Teil der bis heute nicht immer verständlichen Untergangsdramaturgie enthüllt. Die einzelnen Schicksale werden von der Autorin auch über das unmittelbare Geschehen hinaus verfolgt, wenn es denn überhaupt eine Zukunft gab. Darüber hinaus erfährt man zahlreiche Details über die Ausstattung der Titanic und die Lage der Kabinen, in denen die einzelnen Paare untergebracht waren. Unter den Paaren findet man einige, die damals zur Prominenz gehörten, aber auch solche, die in der zweiten und dritten Klasse die Überfahrt gebucht hatten. Bemerkenswert sind die angegebenen Preise und der Wert, der ihnen heute in Euro entsprechen würde. Auf diese Weise kann man sehr gut den dramatischen Wertverlust der Währungen nachvollziehen, der sich in hundert Jahren ergeben hat. Neben diesen Fakten enthält das Buch auch zahlreiche Bemerkungen zum Zeitgeist und den Empfindungen, mit denen die meisten Reisenden dieses Schiff bestiegen. Selbst als der Eisberg bereits gerammt war, erschien wohl den meisten das Sinken des Schiffes unvorstellbar. Solche Fehlwahrnehmungen scheinen sich über die Zeit immer wieder einzustellen. In diesem Sinne ist der Untergang der Titanic geradezu ein Lehrbeispiel für das Eintreten des Unvorstellbaren. Aber auch bei manchen Empfindungen nach dieser Katastrophe kann man sich nur wundern. So gelten die Musiker, die bis zuletzt spielten, als Helden, weil sie angeblich dazu beitrugen, dass die Atmosphäre ruhig blieb. Hätte man ihnen die nackte Wahrheit rechtzeitig mitgeteilt, wäre von diesem angeblichen Heldenmut wohl nicht viel übrig geblieben. Dafür spricht auch, dass die Autorin Vermutungen weiterträgt, nach denen die Passagiere der dritten Klasse von den Rettungsaktionen ausgesperrt blieben oder sogar mit Waffengewalt vertrieben wurden. Die Tatsachen unterstützen jedenfalls eine solche Vermutung. Relativ unkommentiert bleibt auch, dass die halbleeren Rettungsboote allesamt kaum Anstalten machten zur Unglücksstelle zurückzukehren, nachdem das Schiff versunken war. Offenbar befürchteten die Insassen, dass die Boote kentern oder vom Sog mit in die Tiefe gerissen werden würden. Das Buch lässt ahnen, welche Dramen sich während des Unglücks abgespielt haben. Es trägt den Geist dieser Zeit weiter und schafft eine gewisse Vorstellung über das Bordleben. Insofern macht es ein Ereignis einigermaßen nachvollziehbar, das die Menschen, die es durchleben mussten, nachhaltig veränderte.

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  • Spannend, informativ und bewegend

    Ich geh nicht ohne dich

    Nangile

    07. February 2015 um 08:07

    Gill Paul hat die Geschichten von 13 Hochzeitspaaren, die sich anlässlich der Jungfernfahrt der Titanic einen Platz an Bord gesichert hatten, recherchiert. Die Titanic galt als der sicherste und luxuriöseste Ozeandampfer seiner Zeit. Paul erzählt, wie die Paare sich kennenlernten, wie ihr Leben an Bord verlief, ob und wie sie den Untergang überlebten und wie ihr Leben weiterging. Bei fast allen, die bei dem Unglück dem Tod entronnen waren, überschattete die Katastrophe ihr ganzes weiteres Leben. Männlichen Überlebenden wurde mangelnde Ritterlichkeit unterstellt und ihnen wurde vorgeworfen, nicht ehrenhaft gehandelt zu haben, indem sie sich durch das Tragen von Frauenkleidern einen Platz in einem der Rettungsboote verschafft hätten. Einige konnten das Schuldgefühl und die quälenden Erinnerungen an das Grauen, das sie mitansehen mussten, nicht mehr ertragen. Manche sprachen nie wieder über ihre Erlebnisse in der Unglücksnacht. Durch zahlreiche Originalfotos und Beschreibungen bekommt man einen Eindruck vom Leben an Bord sowie der Lage und Ausstattung der verschiedenen Kabinenklassen. So waren z.B. die Badezimmer der ersten Klasse mit Marmorwannen mit fließend heißem und kaltem Wasser ausgestattet, während es für die 710 Passagiere der dritten Klasse nur 2 Badewannen gab. Interessant ist auch die Umrechnung der damaligen Ticketpreise auf den ungefähren heutigen Wert. Ein informatives und berührendes Buch, das ich allen, die sich für die Geschichte der Titanic interessieren, sehr gerne empfehle.

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