Gill Sims

 4.3 Sterne bei 18 Bewertungen

Lebenslauf von Gill Sims

Von der Mami-Bloggerin zur Schriftstellerin: Die Schottin Gill Sims hat zwei Kinder, einen Mann und einen schwer erziehbaren Rettungshund, dem sie ständig hinterherjagt. Sie schätzt ein gutes Glas Weißwein. Mit dem Blog „Peter und Jane“ begann 2010 ihre Karriere. Die Berichte über eine völlig normale, bürgerliche Familie in Schottland kamen an: Schnell avancierten ihre Darstellungen der großen und kleinen Katastrophen im Alltag der Sims zum Kult – der bis heute anhält. Sie postet, wie ihr ach so beschäftigter und wichtiger Ehemann seinen Autoschlüssel sucht oder was ihnen in den Sommerferien zustößt. Eine viertel Million Menschen finden das ebenso witzig wie kurios und verfolgen den Blog. Im Jahr 2017 veröffentlichte Sims ihr erstes Buch. In „Why Mummy drinks“ begeisterte die Schottin ganz Großbritannien mit ihrer Schilderung, wie Mummy ihren 39. Geburtstag verbringt. Die Erzählung wurde von der Sunday Times zum Buch des Jahres gewählt, 2018 erschien er unter dem Titel „Mami braucht ‘nen Drink“ in deutscher Übersetzung. Gill Sims, die für eine Softwarefirma arbeitet, brachte 2018 mit „Why Mummy swears“ erneut einen Bestseller heraus. Er knüpft in Stil und Thema an ihr Erstlingswerk an.

Neue Bücher

Mami muss mal raus.

Erscheint am 15.03.2019 als Taschenbuch bei Eisele Verlag.

Alle Bücher von Gill Sims

Mami braucht 'nen Drink

Mami braucht 'nen Drink

 (18)
Erschienen am 10.08.2018
Mami muss mal raus.

Mami muss mal raus.

 (0)
Erschienen am 15.03.2019

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Rezension zu "Mami braucht 'nen Drink" von Gill Sims

Einen Pinot Grigio, bitte!
Taluzivor 3 Monaten

Ellen hat sich dieses Jahr vorgenommen eine mustergültige Mutter zu sein. Ja, diesmal wird sie es schaffen: sie wird ihre Kinder nicht anschnauzen, kein ungesundes Zeug kaufen und kochen, kein Daddeln, sondern kulturelle Ausflüge und ganz sicher wird sie nicht abends abgekämpft auf dem Sofa sitzen, bei einem Glas Wein und den Tag verfluchen „Shit, shit, shit!“.

Motiviert startet Ellen mit ihrem Plan zum perfekten Familienleben. Halb so wild, dass sie grünen Tee scheußlich findet, noch nicht alle Kurse für die Kinder gebucht hat und ihr perfekter Plan noch nicht rund läuft.

Tja, eher gesagt, er läuft gar nicht.

Ihren Frust wird sie bei ihren Freuden los, der geschiedenen Hannah und dem schwulen Sam. Mit ihnen geht sie regelmäßig einen Trinken, sie lästern über die perfekten Mütter morgens am Schultor und heulen sich gegenseitig über ihr chaotisches Leben aus.

Da hat Ellen eine grandiose Idee ihren Frust rauszulassen. Sie entwickelt ein Spiel, nämlich „Mami braucht nen Drink“.



„Mami braucht nen Drink“ von Gill Sims ist ein humorvolles Buch über das Familienleben aus der Sicht einer zweifachen Mutter und Ehefrau, die alles richtig machen will. Denn wer will es nicht sein, die perfekte Mutter. Egal ob mit einem Kind oder mehreren Kindern, ob mit Mann oder ohne.

Der Schreibstil ist in Tagebuchform. Die Tagebucheinträge sind in einzelne Kapiteln eingeteilt. Die Geschichte lässt sich locker und leicht lesen. Überspitzt und amüsant stellt die Protagonistin Ellen ihr Familienleben, ihre Träume und ihre Nöte dar. Ellen nimmt sich vor, ihre Kinder morgens nicht mehr anzubrüllen. Mehrmals bittet sie sie sich anzuziehen und für die Schule fertig zu machen. Nichts passiert. Erst als sie laut wird, droht und im Befehlston redet, kommt Bewegung in ihre Kinder.

Gut gelungen ist der Autorin darzustellen, wie der Familienalltag aussieht und am Ende die Botschaft einzubauen, dass alle Mütter ihr Bestes tun und geben, auch wenn sie sich nicht perfekt fühlen und ihr Familienleben chaotisch scheint.

Mamis entflieht eurem Alltag, nehmt dieses Buch in die Hand und lest es!



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Rezension zu "Mami braucht 'nen Drink" von Gill Sims

Lustiger Klamauk mit Wahrheitsgehalt
Gwennileinvor 5 Monaten

An sich weiß ich gar nicht, wie wahr der beschriebene Alltag von "Mami" wirklich ist, denn ich habe keine Kinder. Dennoch konnte ich so einige Situationen lachend abnicken, da ich diese selbst ohne Kinder schon erlebt habe, bzw. mir genauso vorstelle! Das Buch nimmt die sogenannten Helikopter-Eltern aufs Korn, hat den Mut auszusprechen, was in Muttis manchmal wirklich los ist und welche Gefühle immer totgeschwiegen werden, aber in allen vorherrschen. Wären mehrere Eltern so wie die Protagonistin, würden sich viele Mamas wohl auch nicht so unter Druck gesetzt fühlen. Denn ob in Bezug auf die Kinder, den Partner oder Freunde ist doch alles nicht so, wie es scheint. Ein Blick hinter die Fassaden lohnt und ist in diesem Buch zudem äußerst humorvoll und manchmal leicht überzogen dargestellt. Für alle Muttis und Nichtmuttis, die im Alltag mal auf die "Pause"-Taste drücken wollen, um sich herrlich zu amüsieren!

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Rezension zu "Mami braucht 'nen Drink" von Gill Sims

Déjà-Vu ohne Ende
Karschtlvor 5 Monaten

Besonders im ersten Drittel des Buches hatte ich ständig ein Déjà-Vu. Die Beschreibung eines normalen Morgens im Hause Russell. Check! Die Tests, ob das Kind wirklich krank ist oder doch lieber nur den ganzen Tag Pokemon spielen will? Check! Die Annahme der Männer, dass Mütter mit Halbtagsjobs eh den ganzen Nachmittag frei haben. Check! Mitteillungen aus der Schule zu spät finden oder vergessen was man angekreuzt hatte? Check! Hochtrabende Pläne für Ausflüge oder Feiertage haben, für die sich die lieben Kleinen dann aber so gar nicht interessieren. Check! Versuchen, ein paar schöne Fotos fürs Familienalbum (oder Facebook) zu schießen, und nach 15 Versuchen ist immer noch kein einziger passabler Schnappschuss dabei? Check!
Snacks (und möglichst gesunde, um nicht negativ aufzufallen!) für einen einstündigen Spielplatzbesuch, weil die armen Kinder zu Hause nie trinken aber kaum fällt die Haustür hinter einem zu sofort am verdursten sind. Check! Check Check! - Ich hab schon längst ein Bingo.

Aber nicht nur, dass mir die Anekdoten von Ellen so vertraut waren (später als die Familiengeschichten hinzu kamen, nahmen die Parallelen dann eh wieder ab). Das ganze war auch noch so herrlich amüsant geschrieben. Mit genau der richtigen Prise an Humor und witzigen Metaphern. Dass solche sprachlichen Bilder, wenn sie im Übermaß gebraucht werden, sehr rasch nervend sein können, habe ich kürzlich mehrfach erfahren. Hier aber passte für mich und meinen Sinn für Humor alles. Gratulation auch an die Übersetzerin, die es geschafft hat den britischen Witz toll ins Deutsche zu übertragen! 

Ich habe gesehen, dass kürzlich auch der 2. Teil im Original erschienen ist. Muss ich unbedingt lesen! Erfindet Ellen vielleicht ein Add-On zu ihrer App? Kann sie sich doch noch den Traum von einem Cottage auf dem Lande verwirklichen? Und wie geht es mit ihrer absolut unerträglichen Schwägerin weiter? Ich freue mich schon auf weitere vergnügliche Stunden mit Familie Russell. Am besten bei einem schönen Drink! Ich hab zwar ein ganz anderes Verhältnis zu Alkohol (und vor allem Gin, bähh!), als die Briten offensichtlich generell haben. Aber trotzdem fand ich es durchaus passend, gestern Abend zur Lektüre mir den letzten Rest vom Hugo zu gönnen. Der soll ja nicht schlecht werden übern Winter, ne.

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