Gilles Kepel Terror in Frankreich

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Inhaltsangabe zu „Terror in Frankreich“ von Gilles Kepel

Die Terroranschläge im Januar und November 2015 haben Frankreich und Europa schwer erschüttert. Der renommierte Soziologe Gilles Kepel sucht in seinem Buch Erklärungen dafür, warum sich gerade in Frankreich eine neue gesellschaftliche Kluft aufgetan hat und die Lage derart eskalieren konnte. Die »Jugend« der postkolonialen Immigration ist dabei das zentrale Thema. In der fortgesetzten wirtschaftlichen, sozialen und politischen Ausgrenzung großer Teile der muslimischen Bevölkerung Frankreichs sieht Kepel den Nährboden für die Agitation junger Muslime durch radikale Islamisten, die mit Hilfe sozialer Medien eine neue Ideologie des dezentralisierten Dschihad und den vollkommenen Bruch mit dem »ungläubigen« Okzident propagieren. Zur gleichen Zeit verstärken die Wahlsiege des Front National und der Aufstieg der extremen Rechten die Polarisation der Gesellschaft, deren Fundamente heute in noch nie dagewesener Weise von denen bedroht sind, die mit Terror und Angst den Bürgerkrieg in Gang setzen wollen. Die Fäden dieses bedrohlichen Dramas, vor dem ganz Europa steht, zu entwirren, ist das Anliegen dieses Buches.

Für mich das wichtigste Buch, um den Terror in Frankreich und Europa zu verstehen, unverzichtbar als Diskussionsgrundlage

— Buecherspiegel
Buecherspiegel

Ein unverzichtbares Buch für alle, die die Komplexität eines historischen und soziologischen Phänomens verstehen wollen.

— JulesBarrois
JulesBarrois

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    Terror in Frankreich
    Buecherspiegel

    Buecherspiegel

    09. November 2016 um 18:30

    Nicht mal ebenso zum schnell lesen geeignet, aber wer sich intensiv mit dem Thema Terror, Dschihad, Salafismus und so weiter beschäftigen will, kommt an folgendem Buch wohl nicht vorbei: Gilles Kepel mit Antoine Jardin „Terror in Frankreich, der neue Dschihad in Europa“. Nachdem ich es gelesen habe, wünsche ich mir, es wäre vor dem Buch von Michel Houellebecq „Unterwerfung“ erschienen oder zumindest zeitnah. So intensiv, wie sich der Wissenschaftler und Professor am Institut d'Études Politiques de Paris, Kepel, mit dem Thema beschäftigt, so sehr wünscht er sich das selbst von viel mehr Kolleginnen und Kollegen in Frankreich. Leider ist das dort in den vergangenen Jahren seiner Meinung nach stark vernachlässigt worden und führte in der Folge zu vermehrt auftretenden Pseudo-Experten. Das Buch ist in zwei großen Abschnitten unterteilt. Zuerst einmal in die Inkubationszeit (2005 – 2012), hier wird das Schlüsseljahr 2005 analysiert und das Wahlrecht der Muslime zum muslimischen Abstimmungsverhalten behandelt sowie die Affäre Merah durchleuchtet. Im zweiten Teil, die Eruption betitelt, geht es um den französischen Dschihad und den syrischen Dschihad swie um die Kehrtwende im Wahlverhalten der Muslime. Der letzte Abschnitt des zweiten Teils ist mit #CharlieCoulibaly überschrieben und geht dem Überfall auf die Redaktion von Charlie Hebdo auf den Grund. Der Autor hat sich nicht nur die Terroranschläge der vergangenen zwei Jahre genauer angeschaut sondern sieht weit zurück in die Vergangenheit. Das hat auch etwas mit der geschichtlichen Entwicklung Frankreichs zu tun, mit ihrer kolonialen Ausbreitungen und den daraus entstandenen politischen Entscheidungen. Und da die Terroristen sowie auch kleinere und größere Parteien sich auf bedeutende Geschichtsdaten beziehen, erklärt Kepel dessen Entstehungsgeschichten. Nicht zu vergessen sind auch die Verbindungen und Geschehnisse in der restlichen Welt. Kepel untersucht intensiv die Werdegänge der Verbrecher der jüngsten Untaten in Frankreich, zum Beispiel die Angreifer auf die Redaktionsräume von Charlie Hebdo oder dem Überfall auf einen Supermarkt mit Geiselnahme und Tötungen. Es werden auch andere jüngeren Datums erwähnt und behandelt, alle werde ich hier nicht aufführen. Wie, wo, wann, wodurch wurden die Täter radikalisiert und warum konnte es nicht verhindert werden? Es gab eine Zeitlang keinerlei Terrorangriffe an Frankreich, führende Köpfe waren zum Beispiel im Gefängnis. Aber nicht tatenlos. Die Gefängnisse werden als Brutstätte angesehen, in der sich junge Menschen von den älteren radikalisieren lassen.Wir werden bis zu den Anfängen des Terrors zurückgeführt, lernen die ersten zwei Generationen kennen, unter der dritten leidet zurzeit die Welt. Waren es am Anfang hierarchische Strukturen, die den Kampf geführt haben, von oben herab bis zur kleinsten Zelle, so wird nun jeder der sich dazu bekennt dazu aufgefordert loszuschlagen. Aber wie funktioniert das, was sind Beweggründe für die zumeist jungen Menschen sich selbst für eine Sache zu opfern? Vor allem, da es sich meist um Nachkommen postkolonialer Immigranten handelt, die den französischen Pass inne haben. Dafür muss man sich die Politische Entwicklung in Frankreich genauer ansehen. Der Autor erläutert uns die Zusammenhänge anhand verschiedener Wahlen beziehungsweise das Wahlverhalten verschiedener Gruppierungen. Haben sich in früheren Zeiten Muslime nicht so stark an Wahlen beteiligt, so hat sich das, vor allem seit der Wirtschaftskrise, verändert. Das gegenseitige Ausspielen von Themen der Parteien gerade vor Wahlen führte zu den bekannten Ergebnissen. Aber das ist nicht alles. Kepel führt die vernachlässigten Randbezirke der Städte an, die nicht genug eingebunden sind, um die Arbeitsplätze zu erreichen. Wer nicht genug Geld hat, hat kein Auto, ist auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen, und sind diese nicht in ausreichender Möglichkeit vorhanden, so kann sich jeder ausrechnen, was das für Konsequenzen nach sich zieht. Und das ist nicht erst in den letzten Jahren so, sondern das Problem ist seit Jahrzehnten bekannt und hat sich durch die Wirtschaftskrise nur noch verstärkt. Allerdings sind es nicht nur unter schlechten Bedingungen aufgewachsene Muslime, die sich haben radikalisieren lassen sondern auch gut behütete. Kepel führt hierzu Beispiele auf. Charismatische Köpfe haben seit der Erfindung der sozialen Netzwerke alles genutzt, um hier den Weg zum Dschihad aufzuzeigen. Mit welchen Tricks dies geschieht, erklärt der Autor, indem er die gezeigten Videos auf youtube analysiert. Sprache, Wortwahl, Hintergrundgeräusche, Bilder. Wie unglaublich oft diese Filme heruntergeladen werden, lassen erahnen, welche Möglichkeiten und Wege der Terror gefunden hat, um sich so massenhaft zu vergrößern.Komme zu uns, lass dich ausbilden, und so weiter und so fort. So kommt es, dass teilweise große Gruppen aus den Randbezirken sich aufmachen, um für den Dschihad zu kämpfen oder um zurückzukehren, um in ihren Ursprungsländern Unheil anzurichten. Natürlich gibt es nicht nur eine Strömung des Islam in Frankreich, sondern sehr viele, auch konkurrierende Verbindungen. Und hier gelingt es durch die perfide – bist du nicht für uns, so bist du gegen uns und unser Feind – Methode die Gemeinschaft der Muslime zu verunsichern und der Versuch, Schuldgefühle zu verstärken, gelingt durch die zerstrittenen führenden Politiker, was zu tun ist, leider gut. Die Gesellschaften, Demokratien, zu entzweien, Bürgerkriege auszulösen, um dann einen islamischen Staat zu errichten, ist das Ziel des Terrors. Ich habe nur Kepel erwähnt, doch auch Antoine Jardin hat großen Anteil an dem Buch, Kapitel 2 sowie die Seiten 199 bis 2015 von Kapitel 5. Als politischer Soziologe forscht er am Centre National de la Recherche Scientifique. Außerdem hat er bereits mehrere Bücher zu diesem Thema geschrieben, forscht er doch bereits seit mehr als 30 Jahren dazu. Weiterführende Informationen zum Beispiel unter https://de.wikipedia.org/wiki/Gilles_Kepel. Nicht alles kann in diesem Rahmen aufgezählt und erläutert werden. Es ist eines der wichtigsten Bücher wenn nicht gar das wichtigste Buch, um ein tiefes Verständnis für die Entwicklung der Ereignisse der letzten sechzig bis siebzig Jahren in Frankreich und Weltweit zu bekommen.

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  • Vernünftig zu argumentieren und zu differenzieren fällt immer schwerer

    Terror in Frankreich
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    20. September 2016 um 15:31

    Die Terroranschläge im Januar und November 2015 und im Juni und Juli 2016 haben Frankreich und Europa schwer erschüttert. Der renommierte Soziologe Gilles Kepel sucht in seinem Buch Erklärungen dafür, warum sich eine so enorme gesellschaftliche Kluft aufgetan hat und die Lage derart eskalieren konnte.Auf der einen Seite identifiziert er die Kriege im Nahen Osten und das junge Alter der meisten postkolonialen Immigranten als einen wichtigen ideologischen Faktor für die Rekrutierung junger Muslime durch Dschihadisten. Es geht immer gegen das angebliche ungläubige Abendland, den Westen mit seinen Werten und seiner Kultur. Auf der anderen Seite werden in ganz Europa die rechten Parteien und Bewegungen immer stärker. So kommt es zu einer Polarisierung der Gesellschaft, und ihre über Jahrzehnte gebauten Fundamente werden sozusagen von zwei Seiten bedroht. Es droht ein katastrophaler Bruch. (Diesen Titel trägt übrigens Kepels nächstes Buch, das im November in Frankreich erscheint, und das seine hier vorgelegte Analyse fortsetzt.)Wie diese Entwicklung ausgehen wird, das kann Kepel nicht sagen, er liefert lediglich die genaue Analyse. Und die zeigt, dass es das erklärte Ziel der Dschihadisten ist, die Gesellschaft zu spalten und die bisher noch loyale Mehrheit der Muslime zu radikalisieren. Dies führt dann  dazu, dass auch Menschen, die bisher dem Islam wohlwollend bis gleichgültig gegenüber standen, zu Gegner bzw. Feinden dieser Religion werden, rechte Bewegungen wie den Front National in Frankreich oder die AfD in Deutschland immer stärker machen und so wiederum die Begründung für immer neue Attentate und Attentäter schaffen. Ein bürgerkriegsähnliches Szenario, das mir jedenfalls große Angst macht.Kepels Thema ist die Situation Frankreich, die sich von der deutschen noch einmal wesentlich unterscheidet. Doch mit der hohen Zahl mehrheitlich junger moslemischer Flüchtlinge in unserem Land haben wir einen möglichen Nährboden für eine ähnliche Entwicklung. Die Auseinandersetzungen der letzten Tage in Bautzen sind dann wahrscheinlich nur ein  Vorgeschmack dessen, was unserer Gesellschaft bald bevorsteht. Vernünftig zu argumentieren und zu differenzieren fällt immer schwerer.

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  • Salafisten wollen den Zusammenbruch Europas

    Terror in Frankreich
    JulesBarrois

    JulesBarrois

    14. September 2016 um 07:40

    Terror in Frankreich. Der neue Dschihad in Europa - Gilles Kepel (Autor), Werner Damson (Übersetzer), 352 Seiten, Verlag Antje Kunstmann GmbH (14. September 2016), 24 €, ISBN-13: 978-3956141294   Gilles Kepel Professor am Institut für politische Studien in Paris, ein Spezialist für den Islam und die zeitgenössische arabische Welt, erforscht fast dreißig Jahre lang die Entwicklung der arabisch-muslimischen Gesellschaften. Kepel führte seine Analyse durch als Historiker und Politikwissenschaftler. Er zeigt Zusammenhänge auf in einer kompromisslosen Analyse der US-Außenpolitik (Afghanistankrieg). Er spricht über die Unruhen von 2005, über die Verzweiflung der Vorstädte, über postkoloniale Verletzungen und Ablehnung der französischen Werte durch eine radikalisierte Jugend mit Migrationshintergrund. Er seziert mit der Präzision eines Wissenschaftlers, die islamistischen Bewegungen, ihre Entstehung und Entwicklung in den Städten, die zweite und dritte Generation von Einwanderern, deren Ablehnung der französischen Staatsbürgerschaft, die keine Bedeutung für sie hat. Die Gewalt der Terrorakte im Jahr 2015 zeugt von diesen Terroristen und ihre Bereitschaft sich von Frankreich loszusagen. Kepel geht chronologisch vor: er analysiert im Detail diese historischen Prozesse, zeigt uns die verschiedenen Phasen von Afghanistan, Algerien, Al Qaida und schließlich IS und ermöglicht uns, die verschiedenen Ereignisse zu verknüpfen, damit wir – was noch häufig geschieht – sie nicht nur in ihrer Singularität betrachten. Er sieht drei große Zäsuren: 1979 Afghanistan im Kampf gegen die Sowjets. Die Kämpfer kommen aus allen islamischen Ländern um gegen die Rote Armee zu kämpfen, unterstützt von Saudi-Arabien und den Vereinigten Staaten. Die zweite Phase ist uns besser bekannt. Es ist dem 11. September 2001. Al-Qaida und der Jihad fungieren als hierarchische Organisation, mit dem Kopf Osama bin Laden und dem Ideologen Al-Sawahiri. Für Gilles Kepel ist 2005 das Schlüsseljahr. Es ist der online veröffentlichte "Aufruf zum globalen islamischen Widerstand" des Syrers Abu Musab al-Suri. Die hierarchische Organisation der Al Quaida wird durch kleine Gruppen schlecht integrierter Migranten ersetz, mit dem Ziel durch terroristische Aktionen Chaos zu erzeugen, eine Islamophobie zu schaffen und so die Muslime gegen andere auszuspielen, was schließlich in einem Bürgerkrieg enden sollte. Und schließlich wurde im Jahr 2005 YouTube geboren, das zu einem außergewöhnlichen Verbreitungsmedium für Terroristen werden sollte. Es entstand eine Art unterirdisches Wurzelwerk, ein Netzwerk, das die sozialen Medien für die Propaganda nutzt und dem die Gefängnisse als Inkubatoren dienen. Durch den Zusammenbruch der arabischen Staaten hat dieses System einen ungeheuren Aufschwung erfahren. Es gibt nun rechtlose Gebiete, gescheiterte Staaten in unmittelbarer Nähe Europas, in Syrien in Libyen, im Jemen und im Irak. Er predigt keine Apokalypse, was viele andere tun. Die Anschläge von Paris, Nizza oder Brüssel zielten auf die westliche Lebensweise. Dennoch sei der Terror in Europa kein Ausdruck eines Krieges zwischen dem Westen und dem Islam, meint Gilles Kepel. Den Terroristen gehe es darum, die Gesellschaft zu spalten, indem sie feindliche Reaktionen gegenüber allen Muslimen erzeugen. Und wenn man wirksam gegen die Brüche in den europäischen Gesellschaften kämpfen will, dann nicht mit Krieg, sondern mit Polizeiarbeit und Bildung. Kurz gesagt, dieses Buch ermöglicht uns, den Feind zu verstehen. Und dieser Feind ist unter uns. Er kommt nicht nur von außen. Und das scheint mir nicht nur auf Frankreich zuzutreffen. Die Schlussfolgerungen von Gilles Kepel kann ich voll unterschreiben: Es gibt keinen Krieg des IS in Frankreich, Deutschland oder sonst wo in Europa. Es gibt eine große Herausforderung für Polizei, Geheimdienste und vor allem für die Gesellschaft. Warum brechen Teile der Bevölkerung bewusst aus der nationalen Gemeinschaft aus? Hier stellt uns der Salafismus vor große kulturelle Herausforderungen. Denn er will, dass die jungen europäischen Muslime oder Konvertiten, die schlecht integriert sind, sich aus wirtschaftlichen Gründen oder aufgrund von Fremdenfeindlichkeit ausgeschlossen fühlen und sich gegen die europäischen Staaten erheben. Sie sollen im Inneren dieser Länder Anschläge verüben, um die "Ungläubigen" zu treffen. Sie sollen dabei gegen "weiche Ziele" vorgehen – Juden oder sogenannte Feinde des Islams wie z.B. die Zeichner von "Charlie Hebdo". Das soll eine Reaktion der europäischen Gesellschaften hervorrufen – ein Pogrom gegen Muslime. Das würde auf einen Krieg zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen hinauslaufen. Letztlich sollte das zum Zusammenbruch Europas und zur Errichtung des Kalifats auf dessen Ruinen führen. Wir laufen Gefahr, vollständig vom Ressentiments, der Angst, Zorn, Hass und dem Rachedurst beherrscht zu werden. Die internationale Politik wird davon bereits getrieben und geprägt. Das ist offensichtlich. Wir leben also in sehr nervösen, sehr unberechenbaren Zeiten. Aber gerade deshalb werden wir hier nur dann einen großen Schritt vorangekommen, wenn politisch Verantwortliche gewählt werden, die in der Lage sind, eine Vision zu entwickeln, und die nicht wahltaktisch von einem Tag zum nächsten reagieren. Vor allem sollten wir in unserem Denken ein Paradigmenwechsel vornehmen, nach Raymond Aron "Menschen opfern ihre Leidenschaften nicht für ihre Interessen. Wer das glaubt, hat unser Jahrhundert nicht verstanden!" Ein unverzichtbares Buch für alle, die die Komplexität eines historischen und soziologischen Phänomens, den Dschihad-Entwicklungsprozess oder ganz allgemein den radikalen Islam verstehen wollen und dessen Ursachen klarer sehen und die Folgen erkennen möchten.   Hier geht es direkt zum Buch auf der Seite des Antje Kunstmann Verlages http://www.kunstmann.de/titel-0-0/terror_in_frankreich-1221/ Fragen Sie in Ihrer örtlichen Buchhandlung nach diesem Buch. Wenn Sie in meiner Gegend „Landkreis Merzig-Wadern“ leben, dann wenden Sie sich an die Rote Zora: http://www.rotezora.de

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