Gone Girl - Das perfekte Opfer

von Gillian Flynn 
3,8 Sterne bei1,491 Bewertungen
Gone Girl - Das perfekte Opfer
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Positiv (1001):
Beusts avatar

Genau beobachtender und spannend beschreibender Thriller. das Ende ksotet den fünften Punkt.

Kritisch (177):
Barbarella1209s avatar

Die Geschichte war krank, ja, aber nicht spannend. Das Ende hat mir das Vertrauen in die Gerechtigkeit genommen. Einfach wahnsinnig krank!

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Inhaltsangabe zu "Gone Girl - Das perfekte Opfer"

›GONE GIRL – DAS PERFEKTE OPFER‹ – Der Megaseller aus den USA –

Nun auch im Taschenbuch!

„Was denkst du gerade, Amy?” Diese Frage habe ich ihr oft während unserer Ehe gestellt. Ich glaube, das fragt man sich immer wieder: Was denkst du? Wer bist du? Wie gut kennt man eigentlich den Menschen, den man liebt?

Genau diese Fragen stellt sich Nick Dunne am Morgen seines fünften Hochzeitstages, dem Morgen, an dem seine Frau Amy spurlos verschwindet. Die Polizei verdächtigt sogleich Nick. Amys Freunde berichten, dass sie Angst vor ihm hatte. Er schwört, dass das nicht wahr ist. Dann erhält er sonderbare Anrufe. Was geschah mit Nicks wunderbarer Frau Amy?

Selten wurde so raffiniert, abgründig und brillant manipuliert wie in diesem Psychogramm einer Ehe - ein teuflisch gutes Lesevergnügen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783596520725
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:832 Seiten
Verlag:FISCHER Taschenbuch
Erscheinungsdatum:23.07.2015
Das aktuelle Hörbuch ist am 22.08.2013 bei Argon erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    yana27s avatar
    yana27vor 11 Tagen
    Kurzmeinung: Überraschende Wendungen, aber unsympathische Figuren
    Überraschende Wendungen, aber unsympathische Figuren

    Amy und Nick, ein Vorzeigeehepaar aus New York, zieht nach Missouri, um die Mutter von Nick zu pflegen. Am 5. Hochzeitstag verschwindet plötzlich Amy spurlos. Nach dem ersten Schock verdächtigt man Nick, daß er seine Frau getötet hat. Die Fassade einer Bilderbuchehe bröckelt und nach und nach werden die Abgründe beider Figuren für die Leser sichtbar. 

    Das Buch lebt von seinen überraschenden Wendungen, die der  Geschichte den richtigen Kick geben. Aber ich muss gestehen, daß ich mich durch die ersten 150 Seiten quälten musste, die einfach langweilig waren. Da wurden seitenweise Tagebucheinträge mit Nichtigkeiten geschrieben und Details beschrieben, die nicht wichtig für den Fortgang der Geschichte waren. Dennoch - im Nachhinein gesehen-  waren die ersten 150 Seiten wichtig, um die Beziehung von Amy und Nick zu beleuchten. 
    Mir fiel das Lesen dieser Geschichte unter anderem schwer, weil Amy und Nick mir auf keinster Weise sympathisch waren. Nick ist ein notorischer Lügner, Fremdgänger, stupide  und einfach ein Weichei. 
    Amy dagegen ist ein Soziopath und Egoistin, die für ihre Ziele über Leichen geht. Mit keinem der Charakteren konnte ich mich identifizieren. Es bestand von Anfang an ein Ungleichgewicht zwischen den Charakteren. Nick konnte es mit der Intelligenz und Skrupellosigkeit nicht mit der durchtriebene Amy aufnehmen
    Das Ende war auch überraschend und enttäuschend zugleich, aber wenn man die Figuren genauer betrachtet hätte es kein anderes Ende geben können.

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    Tramis avatar
    Tramivor einem Monat
    Kurzmeinung: Hartes und krankes Beziehungsdrama!
    Ein etwas anderes Beziehungsdrama ...

    1.   Der erste Eindruck – Zur optischen Gestaltung …

     

    Das Cover ist ziemlich dunkel gehalten. Sehr schwarz mit ein paar weißen Verzierungen. Nicht besonders aussagekräftig, aber auch nicht schlecht. Man kann sich halt nicht viel darunter vorstellen – vielleicht sollte es ja auch so sein, wer weiß?

     

     

    2.   Um was geht es? – Mit eigenen Worten in aller Kürze zusammengefasst …

     

    Es geht um ein Ehepaar – Nick und Amy Dunne, die ihren 5. Hochzeitstag nicht gemeinsam verbringen. Amy ist nämlich spurlos verschwunden.

    Was ist genau passiert? Und vor allem wird ja Nick verdächtigt, seiner Frau etwas angetan zu haben. Was davon ist wahr?

     

     

    3.   Vorgeschichte – Mein Weg zum Buch …

     

    Ich habe damals den Film im Kino gesehen – so Oktober 2014.

    Ich fand ihn gut gemacht, auch wenn mich das Ende ein wenig schockiert hat (gut, ich bin aber auch sehr zart besaitet und mag solche Filme nicht, auch wenn mich die Themen interessieren – deswegen fange ich ja nun an, Thriller zu lesen statt anzuschauen – „Die Therapie“ von Sebastian Fitzek war ein toller Start!).

    Auf jeden Fall wollte ich damals schon unbedingt das Buch lesen, um die ganze Handlung noch mehr zu verstehen.

    Außerdem bin ich aktuell eh total in Leselaune – das muss ich ausnutzen!

    Ich bin gespannt, was mich in diesem Buch erwartet!

     

    Zeitraum:

    09. August 2018 – 17. August 2018

     

     

    4.   Meine persönliche Meinung – Eindrücke, Meinungen, Emotionen,

    Warnung: Hier wimmelt es nur so von Spoilern; also Lesen auf eigene Gefahr bzw. erst, wenn das Buch bereits gelesen worden ist!

     

    09. August 2018:

    Ein paar Kapitel habe ich nun gelesen und muss sagen, dass es mir etwas schwerfällt, in die Geschichte einzutauchen. Öfters musste ich mehrere Sätze mehrmals lesen, um den Sinn dahinter zu verstehen. Entweder ich hab Konzentrationsprobleme oder bin einfach zu blöd für das Buch.

    Auch den Wechsel zwischen der Gegenwart und der Vergangenheit in Form von Tagebucheinträgen von Amy (die ich am langweiligsten finde) finde ich jetzt nicht soo gelungen. Außerdem gefällt mir der Redestil von Amy nicht – er ist mir etwas zu derb.

    Auch die Kapitelnamen finde ich unkreativ – sie bestehen ja lediglich abwechselnd aus den Namen der beiden Protagonisten. Aber das ist auch nur mein Problem, weil ich abwechselnd am Kindle, Handy und PC lese, je nach Situation. Da fällt es mir dann ein wenig schwerer, die richtigen Stellen herauszufinden.

     

    Auf jeden Fall finde ich den Anfang etwas schleppend, fast langweilig. Ich hoffe, es wird noch besser und mein erster Eindruck täuscht.

    Bisher hat mich die Geschichte noch nicht ganz gepackt.

     

    13. August 2018:

    Ich finde die Kapitel immer noch sehr schwer zu lesen. Manchmal verstehe ich nicht mal, wer gerade redet. Weil unmittelbar nach der ersten wörtlichen Rede eine zweite wörtliche Rede kommt, aber sprechen tut nur eine Person.

    Das ist für mich leicht verwirrend, weil ich es normalerweise so kenne, dass eine andere Person spricht, wenn eine neue Rede beginnt. Na ja …

    Ansonsten ist es nicht langweilig genug, dass ich das Bedürfnis habe, das Buch abzubrechen, aber so richtig in den Fängen hat mich das Buch immer noch nicht. Und ich bin ungefähr bei einem Viertel des Buches.

     

    Es werden viele, in meinen Augen uninteressante, Szenen zu detailreich beschrieben, sodass ich ganz automatisch mit den Gedanken abdrifte. Ich hatte oft das Gefühl, gar nicht zu wissen, was ich da eigentlich gelesen habe, weil viele Sequenzen so extrem von der Gegenwart abgewichen sind … Vielleicht liegt es auch einfach nur allgemein an meinem Konzentrationsproblem.

     

    Ich finde, dass die Übergänge ziemlich verschwommen sind. Bei einem Orts- oder Zeitwechsel gibt es keinen Absatz, sodass ich oft erst überlegen musste, wo ich jetzt eigentlich bin. Irgendwann mitten im Absatz habe ich dann erst gemerkt: „Moment, jetzt sind wir ja wieder in der Gegenwart!“

    Also da hätten sie leicht mit ein paar Absätzen mehr diese Verwirrung vermeiden können.

     

    Okay, jetzt bin ich beim Kapitel angelangt, wo rauskommt, dass Nick seine Frau mit Andie betrügt. Die ganze Vorgeschichte.

    Er widert mich richtig an – und doch gibt es ein Fünkchen, wo ich ihn auch verstehen kann. Irgendwie.

    Aber trotzdem. Er ist ein Schwein. Er hat sie betrogen. Das ist unverzeihlich …

    Verabscheuenswürdig auch, dass er sich auch nicht scheiden lassen will, weil Amy ihre Bar finanziert. Er will abwarten, bis irgendwann sie die Scheidung einreicht, damit er als der Gute da steht.

    Was für ein Arschloch.

     

    Das Wegwerfhandy war also für Andie gedacht. Ich hab schon Verdacht geschöpft, dass es irgendetwas mit Amys Verschwinden zu tun haben könnte (auch wenn ich den Film schon kenne – vielleicht weicht das Buch ja von der Geschichte ab?).

     

    14. August 2018:

    Ich bin jetzt bei fast der Hälfte des Buches angelangt und irgendwie habe ich das Gefühl, dass es nicht wirklich vorangeht. Das einzig Interessante war für mich die Auflösung, dass Nick seit über einem Jahr eine Affäre hat.

    Ich hoffe, die zweite Hälfte wird spannender und aufschlussreicher!

     

    Das Gespräch mit dem Anwalt fand ich sehr interessant. So langsam wird die Sache schon spannender (wäre ja schlimm, wenn nicht). Der Hinweis mit dem Schuppen …

    Auch, dass sie schwanger ist, war ein großer Hammer!

    Und jetzt schlittere ich auf Teil 2 zu mit Amys Überschrift „Der Tag“.

    Ich bin gespannt, was mich jetzt erwartet!

     

    Oha, sie wechselt immer wieder ihre Persönlichkeiten? Ist sie schizophren?

    Sogar die Tagebucheinträge stammten von einer fiktiven Amy … Die Blutphobie war gespielt. Alles war gespielt.

     

    Wow, sogar das mit der Lebensversicherung …

    Und der Suchverlauf „Körper, Schwimmen, Mississippi-River“ – wie kann man alles bis auf’s kleinste Detail planen?

    Wow, sie hat sich sogar ein Fake-Profil erstellt, um mit Andie befreundet zu sein, um das Mädchen richtig zu studieren …

    Und sie nimmt sogar zu, damit sie nicht erkannt wird. Deshalb auch die ständige Frage von der Polizei mit der Kleidergröße …

     

    Und dann die Vortäuschung der Schwangerschaft … Den Urin der Noelle zu verwenden, weil sie ja so eine Nadel- und Blutphobie hat. Sehr raffiniert!

     

    16. August 2018:

    Puuh, jetzt kommt der Part mit Barney Stinson, den ich immer vor mir sehe. Genauso wie Ben Affleck.

     

    Oh, kommt jetzt die unerwartete Wendung?

    Amy will tatsächlich zurück zu Nick nach seinem herzzerreißenden Interview mit Sharon?

    Jetzt ist wohl sie diejenige, die in seine Falle reinfällt …

     

    17. August 2018:

    Was für eine Geschichte, die sich Amy ausgedacht hat! Dass Desi sie entführt hätte, und alles drumherum … Wie kann man nur so geschickt sein?!

    Und am Ende passt echt alles zusammen …

    Unfassbar.

    Ich hoffe, es kommt noch alles raus und die kranke Psychopathin wird bald eingewiesen! In die geschlossene Klapse, wo sie hingehört!

     

    Und jetzt darf der Arme auch noch so tun, als ob sie in einer glücklichen Ehe leben würden …

    Ich bin auf das große Finale gespannt!

     

    Okay, mit so einem Ende habe ich nicht gerechnet. Ich bin froh, dass ich mich kaum an den Film erinnern kann – deswegen hat mich das Ende auch überrascht.

    Er muss jetzt tatsächlich bei ihr bleiben und den Schein der Ehe wahren, weil sie sich von seinem gefrorenen Sperma hat schwängern lassen? Um sein Kind zu schützen?

    Das gibt es ja nicht. Wie ungerecht.

    Ich habe ja bis zum Schluss gehofft, dass alles rauskommt und Amy ins psychiatrische Gefängnis kommt.

    Aber man kann sich die Geschichte ja weiterdenken – da lässt das Buch noch Spielraum offen mit so einem Ende.

     

    Leider finde ich das Ende jetzt nicht so gelungen und ich bleibe mit einem unbefriedigten Gefühl zurück.

     

     

    5.   Die Charaktere

     

    Nick und Amy.

    Also ich habe mit keinem von beiden sympathisiert, muss ich gestehen.

    Bei den Tagebucheinträgen war mir natürlich Nick nicht sympathisch. Aber nachdem rausgekommen ist, dass alles ja nur erstunken und erlogen war …

    Nick ist und bleibt für mich ein Ar*******, weil er seine Frau betrogen hat.

    Andererseits hat er sich auch nur zu Andie hingezogen gefühlt, weil er gemerkt hat, dass seine Frau nicht die ist, die sie vorgegeben hat zu sein.

    Das ist alles sehr verworren.

    Und Amy ist sowieso die Psychotante schlechthin – da braucht man gar nicht reden.

    Unheimlich, dass es solche Menschen wie sie wirklich auf dieser Welt gibt …

     

     

    6.   Aus den Augen einer Lektorin – Sprachlich und stilistisch betrachtet …

     

    Der Schreibstil ist etwas schwierig zu lesen, meiner Meinung nach.

    Aber der zweiten Hälfte ist es deutlich besser geworden – was vielleicht auch daran liegt, dass die Story erst ab da für mich so richtig anfing, interessant und spannend zu werden.

    Auf jeden Fall ist es anspruchsvoller – da merkt man richtig, dass es ein Roman für Erwachsene ist. Ich selbst zähle ja nun auch zu den Erwachsenen, auch wenn ich gerne noch Jugendbücher lese …

     

     

    7.   Lieblingsstellen&Lieblingszitate – Zeilen, die einem in Erinnerung bleiben …

     

    Sie drückte die Wange an meine Brust, ich legte die Hand auf ihren nackten Rücken und schloss die Augen. Eine seltsame Mischung aus Freude, Erleichterung und Grauen überfiel mich: Wie wenn man es endlich schafft, ein Jucken zu stoppen, und merkt, dass es nur deshalb gelungen ist, weil man sich die Haut aufgekratzt hat.

    (Kapitel: Vier Tage danach)

     

    Ich begann mir vorzustellen, wie es passieren würde. Ich begann, mich nach ihrer Berührung zu sehnen – ja, so war es, genau wie der Text einer schlechten Single aus den Achtzigern –, ich sehnte mich nach ihrer Berührung, ich sehnte mich nach Berührung an sich, denn meine Frau mied jeden Körperkontakt: Zu Hause glitt sie an mir vorüber wie ein Fisch, gerade außerhalb meiner Reichweite in der Küche, im Treppenhaus. Schweigend saßen wir nebeneinander auf dem Sofa, jeder auf seinem Polster, so voneinander getrennt, als wären es zwei Rettungsboote. Im Bett drehte sie sich von mir weg, schob Decken und Laken zwischen uns. Einmal wachte ich nachts auf, und da ich wusste, dass sie schlief, schob ich ihren Träger ein bisschen zur Seite und drückte meine Wange und eine Handfläche an ihre nackte Schulter. In dieser Nacht konnte ich nicht wieder einschlafen, so sehr ekelte ich mich vor mir selbst. Schließlich stieg ich aus dem Bett und masturbierte in der Dusche, stellte mir Amy dabei vor, wie sie mich früher angesehen hatte, sehnsüchtig, wie ihre Schlafzimmeraugen mit ihren schweren Lidern mich gemustert hatten, wie wahrgenommen ich mich gefühlt hatte. Als ich fertig war, setzte ich mich auf den Boden der Badewanne und starrte durch das Wasser in den Abfluss. Mein Penis lag kläglich an meinem linken Oberschenkel, wie ein kleines Tier, das an Land geschwemmt worden war. Gedemütigt saß ich dort in der Badewanne und versuchte, nicht zu weinen.

    (Kapitel: Vier Tage danach)

     

    Der Sex war nicht so großartig, nicht beim ersten Mal. Unsere Körper waren an einen unterschiedlichen Rhythmus gewöhnt und kriegten noch nicht ganz den Bogen füreinander heraus, außerdem war ich so lange nicht mehr in einer Frau drin gewesen, dass ich zuerst kam, und zwar schnell, aber während ich in ihr schon langsam abschlaffte, bewegte ich mich weiter, dreißig entscheidende Sekunden, gerade lange genug, bis auch sie so weit war, zum Glück, bevor ich gänzlich die Form verlor.

    (Kapitel: Vier Tage danach)

     

    Ich ging in Andies Badezimmer, pinkelte, sah mich im Spiegel an und zwang mich, es zu sagen: Du bist ein Betrüger. Du hast einen der grundlegendsten Männertests verhauen. Du bist kein guter Mann. Und als mich das nicht genügend störte, fügte ich hinzu: Du bist wirklich kein guter Mann.

    Das Erschreckende war: Wäre der Sex phantastisch gewesen, wäre dies womöglich mein einziger Fehltritt geblieben. Aber er war nur ganz okay, trotzdem war ich jetzt ein Betrüger, und ich konnte meine Treuebilanz doch nicht wegen etwas so Durchschnittlichem ruinieren. Deshalb wusste ich, es würde ein nächstes Mal geben. Ich schwor mir erst gar nicht, dass es nicht wieder vorkommen würde. Und dann war das nächste Mal richtig, richtig gut, und das übernächste großartig. Bald wurde Andie für mich ein körperliches Gegenstück zu allem, was mit Amy zusammenhing. Andie lachte mit mir, sie brachte mich zum Lachen, sie widersprach mir nicht jedes Mal, wenn ich den Mund aufmachte, sie nörgelte nicht an mir rum. Sie sah mich nicht finster an, sie war unbefangen, alles war ganz leicht. Und ich dachte: Die Liebe weckt in dir den Wunsch, ein besserer Mensch zu werden – gut und schön. Aber vielleicht gibt dir die Liebe, die wahre Liebe, auch die Erlaubnis, einfach der Mensch zu sein, der du bist.

    (Kapitel: Vier Tage danach)

     

    Nick ist altmodisch, er braucht seine Freiheit, er mag keine langen Erklärungen. Wenn er seit einer Woche Pläne mit seinen Freunden hat, sagt er mir trotzdem erst eine Stunde vor Beginn des Pokerspiels ganz lässig: »Hey, ich wollte heute Abend mit den Jungs pokern, wenn das für dich okay ist«, und wenn ich etwas anderes vorhatte, hab ich nur die Wahl, die Buhfrau zu sein. Man möchte ja auf keinen Fall die Ehefrau sein, die ihren Ehemann am Pokerspielen hindert – der Hausdrache mit den Lockenwicklern und dem Nudelholz. Also schluckt man seine Enttäuschung und macht gute Miene zum bösen Spiel. Ich glaube nicht, dass er sich aus Gemeinheit so verhält, er ist einfach so erzogen. Sein Dad hat sein eigenes Ding gemacht, und seine Mom hat sich damit arrangiert. Bis sie irgendwann die Scheidung eingereicht hat.

    (Kapitel: Amy Elliott Dunne – 21. Juli 2011)

     

    Aber ich mache mir Sorgen. Die ganze Zeit. Ich weiß, dass ich inzwischen für den Geschmack meines Mannes zu alt bin. Vor sechs Jahren war ich sein Ideal, und ich habe seine schonungslosen Kommentare über Frauen gehört, die auf die vierzig zugehen: wie erbärmlich er sie findet, wenn sie aufgemotzt in den Bars herumsitzen und nicht mal merken, wie wenig Anziehungskraft sie noch besitzen. Wenn er damals von einer Sauftour zurückkam und ich ihn fragte, wie es in der Bar war, egal in welcher, dann sagte er oft: »Total überschwemmt mit hoffnungslosen Fällen« – das war sein Codewort für Frauen in meinem heutigen Alter. Damals war ich grade mal dreißig und grinste, als würde mir so etwas niemals passieren. Jetzt bin ich sein hoffnungsloser Fall, er ist gefangen mit mir, und vielleicht ist das der Grund, warum er so wütend ist.

    (Kapitel: Amy Elliott Dunne – 21. Oktober 2011)

     

    Auf dem zweistündigen Rückflug ging mein Zustand von »verliebt in Andie« einfach in »nicht verliebt in Andie« über. Als hätte ich eine Tür durchschritten. Wie auf Knopfdruck bekam unsere Beziehung einen Sepia-Ton: Vergangenheit. Wie merkwürdig, dass ich meine Ehe wegen dieses kleinen Mädchens ruiniert hatte, mit dem ich nichts gemeinsam hatte, außer dass wir beide gerne lachten und nach dem Sex am liebsten ein kaltes Bier tranken.

    (Kapitel: Nick Dunne – Sieben Tage danach)

     

    Amy ließ mich glauben, dass ich außerordentlich und ihrem Niveau gewachsen war. Das war sowohl unser Glück als auch unser Verderben. Denn ich konnte mit den Anforderungen der Großartigkeit nicht umgehen. Irgendwann begann ich mich nach Bequemlichkeit und Mittelmäßigkeit zu sehnen, aber ich hasste mich dafür, und ich merkte, dass ich Amy letztendlich dafür bestrafte. Ich war es, der sie in das kühle, ständig gereizte Wesen verwandelt hatte, zu dem sie geworden war. Ich hatte ihr etwas vorgemacht, ich war nicht der Mann, der ich zu sein vorgab. Schlimmer noch, ich redete mir ein, dass unsere Tragödie einzig und allein ihre Schuld war. All die Jahre arbeitete ich daran, genauso zu werden, wie ich es ihr vorwarf: selbstgerecht und voller Hass.

    (Kapitel: Nick Dunne – Sieben Tage danach)

     

    Denn Nick liebte mich. Eine Liebe mit sechs Is. Er liiiiiiebte mich. Aber er liebte nicht mich. Nick liebte ein Mädchen, das nicht existierte. Ich tat das, was ich oft tat, ich spielte ihm vor, eine Persönlichkeit zu haben. Ich kann nicht anders, das habe ich schon immer getan: So, wie manche Frauen jede Mode mitmachen, so wechsle ich meine Persönlichkeit. Welche Rolle fühlt sich gut an, was ist gerade besonders begehrt, was ist gerade in? Eigentlich glaube ich, dass die meisten Leute das machen, sie geben es nur nicht zu. Oder sie entscheiden sich für eine permanente Persönlichkeit, weil sie zu faul oder zu dumm sind, sie zu wechseln.

    (Kapitel: Amy Elliott Dunne – Der Tag)

     

    Ich dachte, wir würden die perfekte Verbindung abgeben: das glücklichste Paar der Umgebung. Nicht, dass die Liebe ein Wettbewerb wäre. Aber ich verstehe nicht, wieso zwei Leute zusammen sein sollten, wenn sie nicht die Glücklichsten sind.

    In den ersten beiden Jahren – in denen ich so tat, als wäre ich jemand anderes – war ich wahrscheinlich so glücklich wie nie zuvor und danach nie wieder. Ich kann nicht entscheiden, was das bedeutet.

    Aber dann musste es aufhören, denn es war nicht real, es war nicht ich. Es war nicht ich, Nick! Ich dachte, du hättest es gewusst. Ich dachte, es wäre eine Art Spiel. Ich dachte, zwischen uns läuft so etwas wie ein »Frag nichts, sag nichts«-Ding. Zwinker-zwinker. Ich habe mich so angestrengt, locker zu sein. Aber es ließ sich nicht aufrechterhalten. Und wie sich herausstellte, von Nicks Seite auch nicht: das geistreiche Geplänkel, die cleveren Spielchen, die Romantik, das Liebeswerben. Alles fing an zu bröckeln und in sich zusammenzufallen. Ich hasste Nick, weil er nicht wusste, dass es enden musste, weil er ernsthaft glaubte, er hätte diese Kreatur geheiratet, dieses Phantasiegebilde einer Million masturbierender Männer, die Finger mit Sperma verklebt, selbstzufrieden. Er schien ehrlich verdutzt, als ich ihn bat, mir zuzuhören. Er konnte nicht glauben, dass ich es nicht von Herzen liebte, meine Muschi mit Warmwachs zu enthaaren, bis sie brannte, und ihm auf Zuruf einen zu blasen. Dass es mir tatsächlich etwas ausmachte, wenn er zu Verabredungen mit meinen Freunden nicht auftauchte. Dieser absurde Tagebucheintrag? Ich muss meinen Freunden nicht von solch jämmerlichen Tanzäffchen-Szenarien berichten, ich bin zufrieden damit, ihn so zu lassen, wie er ist. Das war purer schwachsinniger Cool-Girl-Mist. Was für eine blöde Schlampe.

    (Kapitel: Amy Elliott Dunne – Der Tag)

     

    Auch das verstehe ich nicht: Wenn du einen Mann deine Pläne durchkreuzen lässt oder wenn er einer deiner Bitten nicht nachkommt, verlierst du. Du kriegst nicht das, was du willst. Das ist doch ziemlich klar. Sicher, er ist vielleicht glücklich, er sagt vielleicht, du bist das coolste Mädchen aller Zeiten, aber das sagt er nur, weil er seinen Willen bekommen hat. Er nennt dich ein Cool Girl, um dich an der Nase rumzuführen! Das ist es doch, was Männer machen: Sie versuchen es so hinzudrehen, dass es klingt, als wärst du das coole Mädchen, damit du dich ihren Wünschen beugst. Wie ein Autoverkäufer, der sagt: Wie viel wollen Sie für diese Schönheit bezahlen?, obwohl du noch nicht mal zugestimmt hast, das Auto überhaupt zu kaufen.

    (Kapitel: Amy Elliott Dunne – Der Tag)

     

    Ich konnte die Geschichte hören. Jeder würde sie lieben: wie Amazing Amy, das Mädchen, das nie etwas falsch machte, sich bettelarm in den Mittelwesten verschleppen ließ, wo ihr Ehemann sie wegen einer Jüngeren sitzenließ. Wie vorhersehbar, wie absolut durchschnittlich, wie amüsant. Und der Ehemann? Der war natürlich glücklicher als je zuvor. Nein, das konnte ich nicht zulassen. Nein. Niemals. Nie. Das kann er mir nicht antun und auch verdammt nochmal gewinnen. Nein.

    Für dieses Stück Scheiße hab ich meinen Namen geändert! Historische Dokumente wurden neu geschrieben – aus Amy Elliott wurde Amy Dunne – als wäre das gar nichts. Nein, das wird er nicht gewinnen.

    (Kapitel: Amy Elliott Dunne – Der Tag)

     

    Über ein Jahr habe ich jetzt ihre Muschi an seinen Fingerspitzen gerochen, wenn er neben mir ins Bett gekrochen ist. Ich habe ihn beobachtet, wie er sich im Spiegel begafft, sich wie ein geiler Pavian für ihre Verabredungen zurechtgemacht hat. Ich habe mir seine Lügen angehört, Lügen über Lügen, von kindischen Flunkereien bis zu ausgeklügelten, hochkomplizierten Gespinsten. Ich habe Karamell auf seinen Lippen geschmeckt, ein durchdringender Geschmack, der vorher nie da war. Ich habe die Bartstoppeln auf seinen Wangen gespürt, von denen er weiß, dass ich sie nicht mag, aber anscheinend mag sie sie. Ich habe den Betrug mit allen fünf Sinnen erlitten. Über ein Jahr lang.

    (Kapitel: Amy Elliott Dunne – Der Tag)

     

    Genau wie Nick, der mein wirkliches Selbst zerstört und abgelehnt hat, Stück für Stück – du bist zu ernst, Amy, du bist zu verkniffen, Amy, du überlegst zu lange, du analysierst zu viel, es macht keinen Spaß mehr mit dir, neben dir komme ich mir nutzlos vor, Amy, deinetwegen fühle ich mich mies, Amy. Mit seinen blasierten Seitenhieben hat er immer mehr von mir vernichtet: meine Unabhängigkeit, meinen Stolz, mein Selbstwertgefühl. Ich habe gegeben, und er hat genommen und genommen, bis nichts mehr von mir übrig war.

    Diese Nutte war ihm lieber als ich. Er hat meine Seele getötet, und so etwas sollte als Verbrechen gelten. Eigentlich ist es ein Verbrechen. Jedenfalls für mich.

    (Kapitel: Amy Elliott Dunne – Der Tag)

     

    Ein Werbespot für Tampons, einer für Waschmittel, einer für Damenbinden, einer für Putzmittel. Man könnte denken, Frauen machen nichts anderes als putzen und bluten.

    (Kapitel: Amy Elliott Dunne – Fünf Tage danach)

     

    Ich frage mich, was für ein Gefühl es ist, eine Frau zu sein, deren Weihnachtsgeschenke bar bezahlt werden müssen. Befreiend. Eine nicht dokumentierte Frau braucht auch nicht den Klempner zu rufen oder sich Gemecker wegen der Arbeit anzuhören oder ihn daran zu erinnern, dass er gefälligst Katzenfutter kaufen soll.

    (Kapitel: Amy Elliott Dunne – Fünf Tage danach)

     

    Meine dunkle Haut, meine straßenköterbraunen Haare im Topfschnitt, meine Schlaubergerbrille. In den Monaten vor meinem Verschwinden habe ich sechs Kilo zugenommen – sorgfältig versteckt unter weiten Sommerkleidchen, obwohl mein unaufmerksamer Ehemann sowieso nichts gemerkt hätte – und seither hab ich noch mal einiges zugelegt. Ich habe darauf geachtet, dass niemand mich in den Monaten vor meinem Verschwinden fotografiert hat, also kennt die Öffentlichkeit nur die blasse, dünne Amy. Das bin ich definitiv nicht mehr. Manchmal fühle ich, wie sich beim Laufen mein Hintern von ganz alleine bewegt. Ein Wackeln und ein Wabern, gibt es da nicht irgendeinen alten Spruch? Vorher hatte ich nichts dergleichen. Mein Körper war ein schönes, perfekt eingestimmtes Wirtschaftssystem, jedes Einzelteil abgeglichen, alles ausgewogen. Aber ich vermisse das nicht. Ich vermisse auch die Männerblicke nicht. Es ist eine Erleichterung, in einen Laden zu gehen und wieder herauszukommen, ohne dass irgendein Typ im ärmellosen Flanellhemd mir lüstern nachglotzt, während ihm ein frauenfeindlicher Spruch über die Lippen kommt wie ein nach Käse-Nachos stinkender Rülpser. Jetzt ist keiner unhöflich zu mir, aber auch keiner besonders nett.

    (Kapitel: Amy Elliott Dunne – Fünf Tage danach)

     

    Trotzdem staune ich immer wieder, dass diese selbstgerechten, selbstverliebten Watschlerinnen eine Sonderbehandlung kriegen. Als wäre es so schwer, die Beine zu spreizen und einen Mann zwischen sich ejakulieren zu lassen.

    Wisst ihr, was wirklich schwer ist? Eine Schwangerschaft vorzutäuschen.

    (Kapitel: Amy Elliott Dunne – Sieben Tage danach)

     

    Es liegt eine unfaire Verantwortung darin, ein Einzelkind zu sein – man wächst heran in dem Wissen, dass es einem nicht gestattet ist zu enttäuschen, man darf nicht einmal sterben, denn es krabbelt ja nirgends ein Ersatz herum, du selbst bist der Ersatz. Es bringt einen zur Verzweiflung, immer makellos sein zu müssen, und außerdem verfällt man in einen Machtrausch. So werden Despoten gemacht.

    (Kapitel: Amy Elliott Dunne – Sieben Tage danach)

     

    Lass es uns tun, Amy, lass uns ein Baby kriegen, flüsterte ich, aber sie sagte Nein. Ich erwartete Nervosität, Vorsicht, Sorge – Nick, meinst du, ich werde eine gute Mutter sein? –, aber ich erntete nur ein abgehacktes, kaltes Nein. Ein Nein ohne Schlupfloch. Nichts Dramatisches, keine große Sache, sie war nur einfach nicht mehr interessiert. »Weil mir klargeworden ist, dass ich diese ganzen schwierigen Dinge machen müsste«, argumentierte sie. »Die ganzen Windeln und Arzttermine und so viel Disziplin, und du wärst einfach nur der Spaß-Daddy. Ich hätte die ganze Arbeit am Hals, sie zu guten Menschen zu erziehen, was du ohnehin zunichtemachen würdest, und sie würden dich lieben und mich hassen.«

    Ich sagte ihr, dass das nicht stimmte, aber sie glaubte mir nicht. Ich sagte ihr, dass ich nicht nur ein Kind wollte, sondern dass ich ein Kind brauchte. Ich musste die Erfahrung machen, dass ich einen Menschen bedingungslos lieben konnte, dass ich dafür sorgen konnte, einer kleinen Kreatur Geborgenheit zu geben, komme was wolle. Dass ich ein anderer Vater sein konnte als mein Dad. Dass ich einen Jungen großziehen konnte, der anders war als ich.

    (Kapitel: Nick Dunne – Acht Tage danach)

     

    Das konnte ich besser, als Trauer vorzutäuschen. Wie gesagt, in der Sonne kann ich agieren. Trotzdem schnürte sich mir die Kehle zu, als ich mich bereit machte, die Worte auszusprechen.

    »Meine Frau ist echt das coolste Mädchen, dem ich jemals begegnet bin. Wie viele Männer können das von sich behaupten? Ich hab das coolste Mädchen geheiratet, dem ich je begegnet bin.«

    Duverfluchtesbiestduverfluchtesbiestduverfluchtesbiest. Komm heim, damit ich dich umbringen kann.

    (Kapitel: Nick Dunne – Acht Tage danach)

     

    »Weißt du, mickrige Männer haben starke Frauen, die ihre Männlichkeit bedrohen, schon immer missbraucht«, sagt Desi. »Sie haben eine schwache Psyche, sie brauchen diese Art der Kontrolle …«

    Ich denke an eine andere Art der Kontrolle. Ich denke an als Fürsorge verkleidete Kontrolle: Hier ist ein Pullover gegen die Kälte, meine Süße, zieh ihn an und sieh zu, dass du dich meinen Vorstellungen anpasst.

    Das wenigstens hat Nick nie getan. Nick hat mich tun lassen, was ich wollte.

    (Kapitel: Amy Elliott Dunne – Elf Tage danach)

     

    »Und ich möchte noch etwas sagen, Sharon. Lassen Sie es mich jetzt gleich sagen: Ich bin fremdgegangen. Ich habe meine Frau respektlos behandelt. Ich wollte nicht der Mann sein, zu dem ich geworden bin, aber statt an mir zu arbeiten, habe ich den einfachsten Ausweg gesucht. Ich habe meine Frau mit einer jungen Frau betrogen, die mich kaum kannte. Damit ich so tun konnte, als wäre ich ein toller Hecht. Ich konnte so tun, als wäre ich der Mann, der ich gern wäre – klug und selbstbewusst und erfolgreich –, weil diese Frau es nicht besser wusste. Dieses junge Mädchen, sie hatte mich nicht gesehen, wie ich mitten in der Nacht im Badezimmer saß und in ein Handtuch weinte, weil ich meinen Job verloren hatte. Sie kannte meine Schwächen und Unzulänglichkeiten nicht. Ich war ein Dummkopf, der geglaubt hat, wenn er nicht perfekt ist, würde meine Frau ihn nicht mehr lieben. Ich wollte Amys Held sein, und dann habe ich meinen Job verloren, und meine Selbstachtung ebenfalls. Ich konnte nicht mehr dieser Held sein. Sharon, ich weiß, was richtig und was falsch ist, ich kann das unterscheiden. Und ich – ich habe schlicht etwas Falsches getan.«

    (Kapitel: Amy Elliott Dunne – Elf Tage danach)

     

    Nick hat mich geerdet. Nick war nicht wie Desi, der mir Dinge geschenkt hat, die ich wollte (Tulpen, Wein), nur damit ich mache, was er will (ihn lieben). Nick wollte einfach nur, dass ich glücklich bin, weiter nichts, ganz rein. Vielleicht habe ich das irrtümlich für Faulheit gehalten. Ich möchte nur, dass du glücklich bist, Amy. Wie oft er das gesagt hat, und ich habe es immer verstanden als: Ich möchte nur, dass du glücklich bist, Amy, denn dann habe ich meine Ruhe. Aber vielleicht war das unfair. Na ja, nicht unfair, sondern verwirrt. Es gab noch nie einen Menschen, den ich geliebt habe und der keine Agenda hatte. Woher also hätte ich es wissen sollen?

    Es ist wirklich wahr. Diese grausige Situation war nötig, damit wir es erkennen. Nick und ich passen zueinander. Ich bin ein bisschen zu viel, er ist ein bisschen zu wenig. Ich bin ein Dornbusch, der seine Stacheln zeigt, weil meine Eltern mir viel zu viel Aufmerksamkeit geschenkt haben, und er ist ein Mann mit einer Million kleiner Stichwunden, die sein Vater ihm zugefügt hat, und meine Stacheln passen perfekt in sie hinein.

    Ich muss nach Hause zu ihm.

    (Kapitel: Amy Elliott Dunne – Elf Tage danach)

     

    Ich fand es seltsam, dass immer noch Mitte August war. Es ist noch Sommer, dachte ich. Wie kann so viel passiert sein, und es ist noch nicht mal Herbst? Es war brutal warm. Hemdärmel-Wetter hätte meine Mom es genannt, die sich mehr um ihre Kinder als um die tatsächliche Temperatur kümmerte. Hemdärmel-Wetter, Jacken-Wetter, Mantel-Wetter, Parka-Wetter – das Jahr im Wandel der Oberbekleidung. Für mich würde dieses Jahr noch das Handschellen-Wetter kommen, dann wahrscheinlich das Gefängnisoverall-Wetter. Oder das Schwarze-Anzug-Wetter, denn ich hatte nicht vor, ins Gefängnis zu gehen. Ich würde mich vorher umbringen.

    (Kapitel: Nick Dunne – Vierzig Tage danach)

     

    »Und du bist ein Mann«, unterbreche ich ihn. »Du bist ein mittelmäßiger, fauler, langweiliger, feiger Mann, der sich vor Frauen fürchtet. Ohne mich würdest du genau das bleiben, ohne die geringste Chance. Aber ich habe dich zu etwas gemacht, mit mir warst du der beste Mann, der du jemals sein wirst. Und das weißt du auch. Die einzige Zeit in deinem Leben, in der du dich je mochtest, war, als du so getan hast, als wärst du jemand, den ich mögen könnte. Aber ohne mich? Ohne mich bist du einfach nur wie dein Dad.«

    »Sag das nicht, Amy.« Er ballt wieder die Fäuste.

    »Glaubst du, er ist nicht von einer Frau verletzt worden – genau wie du?« Ich sage das mit meiner allerbelehrendsten Stimme, total geduldig und von oben herab, als würde ich mit einem Hundewelpen reden. »Glaubst du vielleicht, er hat nicht gedacht, dass er etwas Besseres verdient hat, genau wie du? Glaubst du wirklich, deine Mom war seine erste Wahl? Was glaubst du denn, warum er euch alle so gehasst hat?«

    Er kommt auf mich zu. »Halt den Mund, Amy.«

    »Denk nach, Nick, du weißt, dass ich recht habe: Selbst wenn du ein nettes, normales Mädchen finden würdest – du würdest trotzdem jeden Tag an mich denken. Sag mir, dass das nicht stimmt.«

    »Das stimmt nicht.«

    »Wie schnell hast du die kleine angenehme Andie vergessen, als du dachtest, dass ich dich wieder liebe?« Jetzt benutze ich meine »Ach du armer Kleiner«-Stimme, ich schiebe sogar die Unterlippe vor. »Ein Liebesbriefchen, Süßer? Hat ein Liebesbriefchen schon genügt? Oder waren es zwei? Zwei Briefchen, in denen ich schwöre, dass ich dich liebe und dich wiederhaben will und dich ganz toll finde – hat dir das gereicht? Du bist WITZIG, du bist WARMHERZIG, du bist BRILLANT. Du bist so erbärmlich. Glaubst du denn, du kannst jemals wieder ein normaler Mann sein? Selbst wenn du ein nettes Mädchen findest, denkst du immer noch an mich, und du wirst so unzufrieden sein in deinem langweiligen, normalen Leben mit deiner durchschnittlichen Frau und deinen zwei mittelmäßigen Kindern. Du wirst mich nie vergessen, und du wirst deine Frau anschauen, und denken: Dumme Schlampe.

    »Sei still, Amy. Ich meine es ernst.«

    »Genau wie dein Dad. Letztlich sind wir alle Schlampen, stimmt’s, Nick? Dumme Schlampen, Psycho-Schlampen.«

    Er packt mich am Arm und schüttelt mich.

    »Aber ich bin die Schlampe, die dich besser macht, Nick.«

    Jetzt sagt er nichts mehr, denn er setzt seine ganze Energie ein, um seine Hände bei sich zu behalten. In seinen Augen stehen Tränen. Er zittert.

    »Ich bin die Schlampe, die dich zu einem Mann macht.«

    Dann sind seine Hände auf meinem Hals.

    (Kapitel: Amy Elliott Dunne – Die Nacht der Rückkehr)

     

    Eines Abends habe ich wie in alten Zeiten Hummer einfliegen lassen, und sie hat so getan, als wollte sie mich damit jagen, und ich habe so getan, als würde ich mich verstecken, und dann haben wir beide gleichzeitig einen Stadtneurotiker-Witz gemacht, und das war so perfekt, genauso wie es sein sollte, dass ich einen Moment den Raum verlassen musste. Mein Herz klopfte wie verrückt. Ich musste mein Mantra wiederholen: Amy hat einen Menschen getötet, und sie wird auch dich töten, wenn du nicht sehr, sehr vorsichtig bist. Meine Frau, die amüsante, wunderschöne Mörderin wird mir etwas antun, wenn ich ihr Missfallen errege. Ich bin fahrig und ängstlich in meinem eigenen Haus: Zum Beispiel stehe ich mittags in der Küche und mache ein Sandwich, lecke die Erdnussbutter vom Messer, drehe mich um, und da steht auf einmal Amy hinter mir – diese lautlosen kleinen Katzenpfötchen –, und ich fange an zu zittern. Ich, Nick Dunne, der Mann, der früher so viele Details vergessen hat, ist jetzt ein Typ, der sich Gespräche hundertmal durch den Kopf gehen lässt, um sicher zu sein, dass ich nichts Falsches gesagt habe, um mich zu vergewissern, dass ich ihre Gefühle nicht aus Versehen verletzt habe. Ich schreibe mir alles auf, was ich tagsüber an Amy beobachte, ihre Vorlieben und Abneigungen, für den Fall, dass sie mich danach fragt. Ich bin ein toller Ehemann, weil ich große Angst habe, dass sie mich sonst umbringt.

    (Kapitel: Nick Dunne – Dreißig Tage nach der Rückkehr)

     

    Weißt du, Nick, du kannst ruhig mit mir im gleichen Bett schlafen, ich meine wirklich schlafen. Das ist okay. Versprochen. Was mit Desi passiert ist, das war ein isolierter Vorfall. Mach die Augen zu und schlaf.

    Aber ich weiß, dass ich nie wieder schlafen werde. Ich kann die Augen nicht schließen, wenn ich neben ihr liege. Das ist, als würde man neben einer Spinne schlafen.

    (Kapitel: Nick Dunne – Dreißig Tage nach der Rückkehr)

     

     

    Aber wir müssen unseren Status auch aufrechterhalten. Nick hat es noch nicht ganz perfekt drauf. Heute Morgen hat er mir über die Haare gestrichen und gefragt, was er für mich tun könne, und ich habe geantwortet: »Meine Güte, Nick, warum bist du so wundervoll zu mir?«

    Darauf hätte er antworten müssen: Du hast es verdient. Ich liebe dich.

    Aber er hat gesagt: »Weil du mir leidtust.«

    »Warum?«

    »Weil du jeden Morgen aufwachst und du selbst sein musst.«

    Ich wünschte mir wirklich und wahrhaftig, das hätte er nicht gesagt. Dauernd denke ich darüber nach, es geht mir einfach nicht aus dem Kopf.

    Es gibt nichts mehr hinzuzufügen. Ich wollte nur dafür sorgen, dass ich das letzte Wort habe. Ich glaube, das habe ich mir redlich verdient.

    (Kapitel: Amy Elliott Dunne – Zehn Monate, zwei Wochen, sechs Tage nach der Rückkehr)

     

     

    8.   Fazit – Zum runden Abschluss …

     

    »Gone Girl« war ein guter Zeitvertreib, zum Ende hin wurde es immer besser. Anfangs ist es mir schwergefallen, reinzukommen in die Geschichte. Auch wenn mich das Buch nicht hundertprozentig überzeugt hat, habe ich am Ende doch kaum aufhören können, zu lesen, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht.

     

    Es hat mich jetzt nicht so sehr gefesselt wie »Die Therapie« von Sebastian Fitzek, und doch hat mich die Geschichte nicht komplett losgelassen. Also irgendwie hat sie mich doch gefesselt.

    Und man erfährt deutlich mehr Hintergründe als im Film. Also den Film werde ich mir auf jeden Fall noch mal anschauen!

    Die ganze Story war ziemlich absurd, krankhaft, und irgendwie aber auch brillant, weil es einfach eine andere Geschichte ist. Es zeigt die hässlichsten Abgründe eines Ehelebens auf, und auch aus psychologischer Sicht gibt es viele Dinge, mit denen sich bestimmt der eine oder andere Verheiratete identifizieren kann.

    In der Hinsicht war es schon sehr interessant zu lesen. Vielleicht auch ein bisschen als Ratgeber sehen, wie man es in der eigenen Ehe nicht machen sollte. ;-)

     

    Ich kann dem Buch trotz der eigentlich extrem gut durchdachten Story und Wendungen, die mich immer wieder verblüfft haben (Wahnsinn, wie ausgefuchst Amy war!), keine Lobeshymnen aussprechen.

    Vielleicht liegt es daran, weil ich einfach von Natur aus kein düsterer Thriller-Typ bin (auch wenn ich jetzt beginne, damit zu sympathisieren). Ich bin auch mit den Charakteren nicht richtig warm geworden.

    Einer war ja kränker als der andere.

    Von Amy wollen wir gar nicht erst sprechen – bei ihr war das ja mehr als offensichtlich. Aber auch Nick war nicht ganz normal in der Birne, weil er auch ständig Mordgedanken hegte. Und auch Desi war absolut krank mit seiner Schwäche für schwache, misshandelte Frauen.

    Sie alle haben mich auf eine gewisse Art und Weise … angeekelt, und deswegen kann ich nur sagen:

    Nette Geschichte, interessant zu lesen, netter Zeitvertreib, aber absolut vom Hocker gehauen hat es mich nicht.

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    Printyvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Spannend bis zum Schluß
    Super geschrieben.

    Gone Girl überzeugt mit der für mich überraschenden Erzählweise. Jede erzählt aus seiner Sicht den Lauf der Dinge. Amy anfangs durch ihr Tagebuch. Das ist alles sehr übersichtlich und sehr gut zu lesen. Das Buch ist sehr spannend. Man fiebert richtig mit. Auch die Personen sind sehr glaubwürdig dargestellt. Ob es die Polizisten oder Amys Eltern sind. Sehr gut ist auch seine Schwester. Sie haben eine enge Beziehung zueinander, aber auch sie hat plötzlich Zweifel...Irgendwie ist immer alles möglich. Selbst als das Hauptproblem gelöst ist, liegt noch Spannung in der Luft. Ich kann diese Buch nur empfehlen. 


    PRINTY, LESTER, LEGASTIKER, BUCHLER

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    wordworldvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Krass ungeschönt, klug verworren und clever konstruiert: ein geniales Meisterwerk von einem rabenschwarzen und bitterbösen Thriller!
    Krass ungeschönt, klug verworren und clever konstruiert!

     Allgemeines:

    Titel: Gone Girl - Das perfekte Opfer
    Autor: Gillian Flynn
    Genre: Thriller
    Verlag: FISCHER (24. Juli 2014)
    ISBN-10: 3596188784
    ISBN-13: 978-3596188789
    ASIN: B00C2J1US8
    Originaltitel: Gone Girl
    Seitenzahl: 592 Seiten
    Preis: 16,99€ (Taschenbuch)
    19,99€ (gebundene Ausgabe)
    9,99€ (Kindle-Edition)
     
     

    Inhalt:

    „Was denkst du gerade, Amy?” Diese Frage habe ich ihr oft während unserer Ehe gestellt. Ich glaube, das fragt man sich immer wieder: Was denkst du? Wer bist du? Wie gut kennt man eigentlich den Menschen, den man liebt? "


    Genau diese Fragen stellt sich Nick Dunne am Morgen seines fünften Hochzeitstages, dem Morgen, an dem seine Frau Amy spurlos verschwindet. Die Polizei verdächtigt sogleich Nick. Amys Freunde berichten, dass sie Angst vor ihm hatte. Er schwört, dass das nicht wahr ist. Dann erhält er sonderbare Anrufe. Was geschah mit Nicks wunderbarer Frau Amy?


    Bewertung:

    Erster Satz: "Wenn ich an meine Frau denke, fällt mir immer ihr Kopf ein."

    Schon der erste Satz des wohl meist gehyptesten Thriller der letzten 5 Jahre wirkt grotesk und subtil gruselig. Und genau diese zwei Adjektive haben mich die letzten 2 Wochen begleitet. So lange habe ich nämlich gebraucht, um diesen Hochkaräter endlich durch zu haben. Das lag vielleicht auch an meiner wenigen Zeit, der vielen Arbeit und meinem Stress, aber in erster Linie lag es wohl an dem absolut kranken und verstörenden Inhalt der Geschichte. Ich will gar nicht abstreiten, dass das Buch trotzdem eine dunkle Anziehungskraft ausströmt und sich gerade gegen Ende als geniales Meisterwerk entpuppt, dennoch ist es nichts, was man unter einer leichten Lektüre verstehen würde: sehr psychologisch, verstörend und schlau.

    Schon das Cover hat eine geheimnisvolle Wirkung auf mich gehabt. Meine Ausgabe ist einheitlich schwarz (die neuere ist dunkelblau), was sich herrlich mit dem grellen, lachsfarbenen Titel beißt, der in großen Lettern in der Mitte des Covers thront. Die Wirkung des Covers machen jedoch die weißen Fasern aus, die scheinbar willkürlich ins Bild hineinragen und sehr an helle Haare erinnern, ohne genau sagen zu können, was es wirklich darstellt. Ohne ein genaueres Motiv zu haben, kommt hier also das Gefühl von einer Abwesenheit auf, als wäre die Person, denen die Haare gehören gerade aus dem Bildausschnitt gerannt. Eine passende Assoziation, wie ich finde. Etwas seltsam finde ich dagegen die Unterteilung der Geschichte in drei unregelmäßig große Teile mit rätselhaften Namen.

    Unter der Überschrift "Junge verliert Mädchen" aus der Sicht von Nick Dunne am "Tag als,...", wie es in der Kapitelüberschrift immer so schön heißt, beginnt die Geschichte. Zuerst erscheint der Alltag des etwas emotional distanzierten Ehepaares ganz normal und durch Tagebucheinträge aus der Sicht Amy Dunnes wird mit der süßen Vorgeschichte eines schönen und erfolgreichen Journalistenehepaares in New York ein normales Durchschnittsleben suggeriert. Als dann aber Amy aus scheinbar heiterem Leben verschwindet und eine Menge rätselhafte Hinweise auf Nick als Täter hindeuten, müssen sowohl die Ermittler als auch Nick das Eheleben umkrempeln um herauszufinden, was wirklich passiert ist. Während zu Beginn Nick als komplett unfähig einen Mord begangen zu haben dasteht, kommen im mittleren Teil der Geschichte durch Amys fortschreitende Tagebucheinträge immer mehr erschreckende Details über die letzten Jahre der Ehe ans Licht. Von beiden Seiten, von Amy durch ihre Tagebucheinträge und aus Nicks Perspektive nach ihrem Verschwinden dürfen miterleben, wie Liebe langsam in Genervt-Sein, Ekel, Abscheu und schließlich Hass umschlagen kann, wenn man sich besser kennt als jeden anderen Menschen auf der Welt. Das zuvor gemäßigte Bild eines glücklichen Paares bekommt Risse und bricht dann gnadenlos auseinander - die Story, die zuvor langsam vor sich hin geplätschert war und sich viel Zeit für eine langatmige Einleitung und ausführliche Beschreibungen der Charaktere genommen hat - wird zu einem rabenschwarzen und bitterbösen Beziehungs-Thriller.


    "Könnt ihr euch vorstellen, wie es ist, wenn man seinem Partner, seinem Seelenpartner endlich sein wahres Selbst zeigt, und er kann es nicht leiden? So nahm der Hass seinen Anfang"


    Durch die verschiedenen zeitlichen und personellen Perspektiven bekommt die sonst so statische Geschichte, die sich bloß mit dem zeitlichen Rahmen von etwa einem Monat nach Amys Verschwinden befasst, die nötige Dynamik. Mit jedem Tagebucheintrag kommen neue Dinge über die fünf Jahre Ehe ans Licht und unser Verständnis für Amy und unsere Zweifel bezüglich Nicks Ehrlichkeit wachsen. Doch so einfach macht es uns die Autorin nicht. Mit vielen krassen 360 Grad Wendungen zerstört sie immer wieder das Bild, das wir uns von den Protagonisten gemacht hat und enthüllt ganze Textteile als weiteren strategischen Zug in dem Spiel zwischen Amy und Nick, das mit den Gefühlen der Leser genau wie mit den Ermittlern spielt, auf die voreingenommene öffentliche Meinung setzt und keinen geringeren Einsatz als ihr jeweiliges Leben hat. Schnell findet man sich mitten in einer einzigen Verwirrung aus Wahrheit und Lüge wieder, bei der Liebe und Hass genauso eng zusammen liegen wie Berechnung und Zufall, wie Schuld und Unschuld...

    Einen besonderen Touch erhält diese originelle Achterbahnfahrt der getäuschten Erwartungen und Gefühle durch den wundervollen Schreibstil von Gillian Flynn. Ich habe noch nie ein Buch gelesen, dass so viele eiskalte Enthüllung menschlicher Eigenarten enthält und durch präzise Beobachtungen verschiedene Verhaltensmuster aufdeckt, unter denen man sich selbst von Zeit zu Zeit wiedererkennt. So wird das Ehepaar, dass sich auf perfide Weise das Leben zur Hölle macht zum Beispiel für ein typisches Spiel um Macht und die vielen kleinen Kämpfe ein übersteigertes Abbild dessen, was wir uns jeden Tag mit unseren Mitmenschen liefern: ein Mix aus Undankbarkeit, Gönnerhaftigkeit, dem Traum vom "weißen Ritter" und der Projektion von Selbstverachtung. Die Art und Weise, wie Gillian Flynn hier menschliche Abgründe präsentiert und ungeschönt berichtet, was Menschen sich gegenseitig antun können, ist wirklich einzigartig und verblüffend klug.

    Dabei werden wirklich interessante Fragen gestellt. Neben der altbekannten Problematik um die wirkliche Bedeutung von Liebe werden auch Persönlichkeitsstörungen angezeichnet und die Frage gestellt, wie natürlich der Wechsel unserer Rollen ist und ob wir nicht alle gelegentlich ohne es zu bemerken andere Rollen einnehmen, um etwas zu bekommen, was wir wollen, nur um langsam daran zugrunde zu gehen. Besonders interessant sind hier natürlich die Charaktere. Die beiden Protagonisten Amy und Nick und ihre Beziehung zueinander sind natürlich das Kernstück der Geschichte. Beide haben auf verschiedene Weise in ihrer Kindheit nicht das erfahren können, was sie gebraucht hätten und sind so zu sozial inkompetenten Personen geworden, die im Laufe der Geschichte unterschiedlich viel Schuld auf sich laden. Und gerade weil die beiden es nicht darauf anlegen, die Sympathie des Lesers zu ergattern, wirken sie so echt, so authentisch und so krass realistisch! Obwohl Nick eigentlich der Haupterzähler ist, liegt der Schwerpunkt doch auf dem "Gone Girl", auf Amy.

    Während Nick von der lieblosen Beziehung zu seinem misogynen Vater geprägt wurde und dadurch zu einem unsicheren Jungen mit dem krankhaften, allen anderen zu gefallen und jeder Konfrontation auszuweichen geworden ist, hatte Amy eine weitaus bessere Beziehung zu ihren Eltern. Als letzter und schließlich geglückter Versuch nach etlichen Fehlgeburten ein Kind zu bekommen, steht sie unter dem Druck, immer perfekt zu sein. Dazu kommt dass Rand und Marybeth Elliott, nach Jahrzehnten der Ehe immer noch verliebt, eine gemeinsame Buchreihe namens "Amazing Amy" herausgebracht haben, deren Hauptperson ein übermenschlich perfektes Mädchen ist, das stets die richtigen Entscheidungen trifft und mit allem fertig wird, was das Leben so liefert. Kein Wunder dass Amy Elliott Dunne zur fleischgewordenen Amazing Amy erzogen wird und das elterliche Projekt in der Wirklichkeit abzubilden versucht, ohne jemals eine eigene Persönlichkeit finden zu können. So kommt es, dass sie krankhaft in verschiedene Rollen schlüpft und versucht, um jeden Preis die liebenswürdige und perfekte "Amazing" Amy zu sein, auch wenn sie dadurch narzisstische, autoritäre und psychopathische Züge annimmt.

    "Haben Sie ihre Frau getötet, Nick?"

    Tja, das könnt ihr nur herausfinden, wenn ihr das Buch lest. Vor allem wegen des grandiosen Finales lohnt sich die Lektüre auf jeden Fall! "Gone Girl" war sicherlich nicht das letzte Buch von Gillian Flynn, dass bei mir eingezogen ist.


    Fazit:

    Krass ungeschönt, klug verworren und clever konstruiert: ein geniales Meisterwerk von einem rabenschwarzen und bitterbösen Beziehungs-Thriller.

    Schaut doch mal auf meinem Blog vorbei:

    www.w0rdw0rld.blogspot.com

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    N
    Natalie_Zimmermannvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Flüssiger Schreibstil, aber leider nicht mein Fall...
    Roman oder doch eher Psycho?

    Erst das positive: Das Buch ist sehr gut geschrieben und Lässt sich flüssig lesen. Die Art die Kapitel zu unterteilen finde ich interessant und gelungen.


    Aber: Mir ist bei einem Buch immer wichtig, dass ich wenigstens eine der "Hauptfiguren" mag, oder verstehen kann. Das war hier nicht der faFa. Ich kann beide Protagonisten überhaupt nicht verstehen bzw. deren Handlungen nachvollziehen. Auch die Polizisten oder so sind nicht nach meinem Geschmack. Irgendwie bin ich mit dem Buch einfach nicht warm geworden.

    Außerdem finde ich das Buch ist im Genre Roman nicht so passend angesiedelt. Aber das ist nur die meinuMe einer Leihen. 😉

    Aber da der Schreibstil wirklich gut war habe ich es trotzdem zu Ende gelesen. Dafür 3 ⭐. 😃

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    V
    Venetiavor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Eins der besten Bücher, die ich je gelesen habe
    Gone Girl

    Die Frau des amerikanischen Durchschnittsmannes Nick Dunne verschwindet urplötzlich - mehr kann ich fast nicht sagen, da ich sonst die Lawine an Plot Twists offenbaren würde, die das Buch enthält, aber die Geschichte ist so perfide, dass ich beim Lesen teilweise fast lachen musste. Hatte durch den ganzen Medienhype fast keine Lust, das Buch zu lesen, bin aber verdammt froh, dass ich es doch getan habe. Allein psychologisch ist das Buch super raffiniert - man weiß zwischendurch kaum, ob man mit dem Opfer oder Täter (oder beiden) sympathisieren soll. Lest es!

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    DoreenGehrkes avatar
    DoreenGehrkevor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Wer ist hier eigentlich das perfekte Opfer? Das habe ich mich die ganze Zeit gefragt und frage mich noch immer.
    Wer ist das perfekte Opfer in "Gone Girl - Das perfekte Opfer"?

    Ein Buch aus der Fischer
    Taschenbibliothek hatte ich zuvor noch nicht in der Hand gehabt, deshalb
    war ich auch ganz verblüfft, als mir auffiel, dass es von der Größe her
    tatsächlich in eine Hosentasche passen könnte – handlich klein, mit so dünnen
    Seiten, durch die man zwar durchgucken, aber gut blättern kann.



    Gone Girl - Das perfekte Opfer
    kannte ich zuerst nur als Film mit Ben Affleck und Rosamund Pike in den
    Hauptrollen. Mir gefiel die Idee der betrogenen und vernachlässigten Ehefrau,
    Amy Dunne, wie sie ihren teuflischen und von langer Hand ausgeklügelten Plan,
    ihren Ehemann, Nick Dunne, zu verlassen und ihn zudem als ihren Mörder hinter
    Gitter zu bringen, in die Tat umsetzt - bis auf die Stelle im Handlungsplot,
    als Amy Dunne dann zu ihrem Mann zurückkehrt. Da es sich um eine Verfilmung
    handelt, wollte ich wissen, inwieweit die im Film gezeigten Szenen mit denen im
    Buch übereinstimmen. Man möge mir verzeihen, dass mir die Autorin, Gillian
    Flynn, bis vor ein paar Wochen noch völlig unbekannt war.



    Während des Lesens habe ich mich oft gefragt, wer von den Eheleuten
    Dunnes das perfekte Opfer sein soll – Amy oder Nick? Mit Bezug zum Titel Gone Girl denke ich schon, dass die
    Autorin Amy als perfektes Opfer darstellen möchte. Ich finde, das gelingt ihr
    aber nicht. Amy als Opfer ist nicht perfekt, weil sich die Protagonistin in
    ihrem Versteck - diesem Hüttenareal, wo sich nur Loser aufhalten - zu sehr
    entspannt, Freunde sucht und findet und leider leichtsinnig wird. Hier hätte
    ich die Figur der rachsüchtigen Ehefrau anders entwickelt, damit sie tatsächlich
    für die nichtsahnende Öffentlichkeit zu einem perfekten Opfer werden kann. Auch
    Nick Dunne sehe ich nicht als perfektes Opfer. Es sei denn, er wäre in seinem
    Wesen wirklich ein langweiliger Mann, so wie er sich selber sieht, und der außerdem
    keine Affäre mit einer viel jüngeren Frau hätte. Er sei Amy überdrüssig
    geworden, sie habe sich beengt gefühlt, er habe ihr ihre Freiheit genommen,
    weil er mit ihr nach North Carthage in Missouri gezogen ist, weit weg von ihrem
    geliebten New York. Wenn bei diesem Hintergrund Amy ihre Show dann so wie im
    Buch abgezogen hätte, dann hätte ich Nick Dunne als das perfekte Opfer
    verstehen können, weil er, nach der ganzen Demütigung und Bloßstellung in der
    Öffentlichkeit, in die Todeszelle gehen müsste, aber auch nur, wenn Amy nicht
    zurückkommen würde.



    Gillian Flynn entschied, dass Amy zurückkehren muss, weil Desi
    Collings - dessen Hilfe sie braucht, nachdem man ihre gesamten Ersparnisse
    gestohlen hat – sie für sich einnehmen und manipulieren will, und von dem sich
    Amy nicht anders befreien kann, als ihn umzubringen. Desi Collings als
    Entführer und Vergewaltiger darzustellen, ist Amys Möglichkeit, ihr
    Verschwinden zu erklären.



    Durch Amys Rückkehr fällt der Spannungsbogen der Geschichte aber runter
    bis in den Keller und mit Blick zum Ende sehe ich nun wirklich kein perfektes
    Opfer mehr. Vielmehr sind die Eheleute Dunne beide Opfer ihrer Hassliebe und
    zerstören sich durch ihren unter Zwang gemeißeltes Zusammenleben selbst.



    Laut meiner Recherche hat die Autorin, Gillian Flynn, am Drehbuch
    mitgearbeitet – dies tut einer Verfilmung immer gut und erübrigt die Frage, ob
    man sich am Handlungsverlauf im Buch gehalten hat.

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    MaRaynes avatar
    MaRaynevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Das Buch hat mich ziemlich aufgeregt. Das war ein einziger "Facepalm"-Moment für mich. Die Wendung war für mich auch vorhersehbar...
    Nicht so mein Fall. Facepalm und vorhersehbar für mich...

    Das Buch ist wirklich gut geschrieben, aber mich persönlich hat es nicht überrascht. Und ich musste mir an einigen Stellen an den Kopf fassen.

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    Chrissy87s avatar
    Chrissy87vor einem Jahr
    Gillian Flynn - Gone Girl - Das perfekte Opfer

    Amy und Nick sind das perfekte Paar, zumindest nach außen. Was keiner weiß, Nick hat eine Affäre und Amy ist unglücklich in ihrer Ehe. Dann verschwindet Amy und alles deutet auf ein Gewaltverbrechen mit Nick als Täter. Ab der Hälfte des Buches dreht sich das Blatt und der Leser erfährt was wirklich mit Amy passiert ist, wer hier das wahre Opfer ist und wer mit wem spielt.
    Bei diesem Buch war ich echt hin und her gerissen. Einerseits war es wirklich spannend und die Idee war auch mal wirklich was Neues (zumindest hatte ich noch nichts in die Richtung gelesen), aber andererseits sind mir die Hauptcharaktere, sprich Amy und Nick tierisch auf die Nerven gegangen. Am Ende habe ich mir fast gewünscht das Amy tot ist und Nick der Täter (beim Lesen habe ich beiden, aber vor allem Amy, mehrfach die Pest an den Hals gewünscht).

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    Aurorias avatar
    Auroriavor einem Jahr
    Ein Psychothriller, der sich immer wieder neu erfindet

    Unter ominösen Umständen ist Amy Dunne an ihrem fünften Hochzeitstag aus ihrem Haus und dem ihres Ehemannes, Nick Dunne, verschwunden. Die Spuren weisen eindeutig darauf hin, dass Amy das Haus nicht freiwillig verlassen hat. Die Suche nach ihrem Verbleib beginnt und bald schon wird auch ihr Ehemann verdächtigt. Was ist mit Amy geschehen? Wo ist sie? Ist sie noch am Leben oder am Ende sogar schon tot?

    Eines möchte ich zu Beginn gleich voranstellen: ich werde so gut wie keine Ausführungen zur Handlung machen, um nicht Gefahr zu laufen, zu viel zu verraten. Dadurch wird meine Rezension recht komprimiert ausfallen. Denn dieses Buch sollte völlig unvoreingenommen und mit möglichst wenig Vorwissen Seite um Seite erkundet und erschlossen werden. Wer noch nie, so wie ich, ein Buch von Gillian Flynn gelesen hat, der macht sicherlich keinen Fehler, sich zunächst diesem Thriller zu widmen, der in Bezug auf unterschiedliche Aspekte seinesgleichen sucht. Wer bei „Gone Girl“ ein Buch mit viel Blut erwartet, dem sei gesagt, dass dies auf den knapp 600 Seiten nicht zu finden ist. Stattdessen spielt die Autorin mit vielfältigen Möglichkeiten und Andeutungen. Das unausgesprochene Wort, das zwischen den Zeilen bedrohlich lauert wie ein Raubtier, das zum Sprung bereit ist, von dem man aber nicht weiß, wann es den Satz zu seiner Beute macht, lässt die Phantasie auf Hochtouren laufen.

    "Was haben wir einander angetan? Was werden wir noch tun?" (S. 9)

    Sehr schnell wird deutlich, dass so manches Geheimnis im Leben der Ehepartner existiert und die Ehe nicht unbedingt als mustergültig zu betrachten ist. Doch welche Ehe ist dies am Ende? Das Geheimniskrämerische, das immer wieder zum Vorschein kommt, machte es mir nicht leicht, zu beurteilen, wo die Wahrheit versteckt liegt. Die unterschwelligen Befürchtungen, die dadurch beim Lesen entstanden, machen einen Reiz dieses Buches aus, durch den ich dieses kaum aus der Hand legen konnte. Drohte der Handlungsverlauf in absehbarer Zeit ins Langatmige abzurutschen, hat Gillian Flynn auch dafür immer wieder eine Lösung parat – und zwar eine unvorhergesehene. Durch ihre durchdachten und klaren Handlungsverläufe gelingt es ihr, Wendungen und Überraschungsmomente einzubauen, die tatsächlich als solche bezeichnet werden können, weil ich sie nicht habe kommen sehen. Dadurch erschien das Vorangegangene in einem neuen Licht, ein neuer Thrill entstand, der mich dazu brachte, das bereits Bekannte in einem neuen Blickwinkel zu sehen und neu bewerten zu müssen. Einzig in der Schlussphase ließ das Buch in meinen Augen etwas nach. Diese hätte für meinen Geschmack durchaus etwas kürzer ausfallen können.

    „Gone Girl“ ist ein Psychothriller, der mich mit seinen unvermittelten und überraschenden Wendpunkten überzeugen konnte. Durch den kleinen „Makel“ auf der Zielgeraden fehlt allerdings ein Quäntchen zum perfekten Thriller. Trotzdem bin ich sehr begeistert von diesem Buch und kann es jedem Thrillerliebhaber nur empfehlen. Vielleicht habe ich mit „Gone Girl“ sogar eine neue Lieblingsautorin für mich entdeckt.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Daniliesings avatar

    Weihnachtszeit ist die schönste Zeit im Jahr!

    Wenn es in den Supermarktregalen nach Zimt, Mandel und Sternanis duftet, wenn es in der Stadt abends nicht mehr so dunkel ist, weil funkelnde Lichter die Straßen beleuchten, da weiß man, es dauert nicht mehr lange bis Weihnachten! Aber das Schönste am Weihnachten ist die Zeit, die wir mit den Menschen verbringen, die wir lieben!

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    Und so kannst du mitmachen:
    Sag uns bis zum 14.12.2014, wem du das zu verlosende Buch schenken möchtest und warum dieser Mensch genau dieses Buch bekommen muss.

    Sollten wir deinen Beitrag auslosen, schicken wir ein schön verpacktes Weihnachtsgeschenk mit dem Buch, süßen Leckereien, kleinen Überraschungen und einer Grußbotschaft in deinem Namen auf den Weg zu deinem Wunsch-Beschenkten.

    Hier verlosen wir zusammen mit dem FISCHER Taschenbuch Verlag - ganz nach dem Motto "Frohe Dreinachten" - 5 Taschenbuchpakete mit Lesestoff für jede Lebenslage. Diese bestehen aus "Gone Girl", "Traumsammler" und "Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte"! Der perfekte Schmökerstoff für die Weihnachtstage!

    "Gone Girl":
    „Was denkst du gerade, Amy?” Diese Frage habe ich ihr oft während unserer Ehe gestellt. Ich glaube, das fragt man sich immer wieder: Was denkst du? Wer bist du? Wie gut kennt man eigentlich den Menschen, den man liebt? Genau diese Fragen stellt sich Nick Dunne am Morgen seines fünften Hochzeitstages, dem Morgen, an dem seine Frau Amy spurlos verschwindet. Die Polizei verdächtigt sogleich Nick. Amys Freunde berichten, dass sie Angst vor ihm hatte. Er schwört, dass das nicht wahr ist. Dann erhält er sonderbare Anrufe. Was geschah mit Nicks wunderbarer Frau Amy?
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    "Traumsammler":
    In ›Traumsammler‹ erzählt Khaled Hosseini die bewegende Geschichte zweier Geschwister aus einem kleinen afghanischen Dorf. Pari ist drei Jahre alt, ihr Bruder Abdullah zehn, als der Vater sie auf einem Fußmarsch quer durch die Wüste nach Kabul bringt. Doch am Ende der Reise wartet nicht das Paradies, sondern die herzzerreißende Trennung der beiden Geschwister, die ihr Leben für immer verändern wird.
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    "Das Jahr, das zwei Sekunden brauchte":
    Die Freunde Byron und James sind elf Jahre alt, als sich alles für immer verändert. Niemand sieht das Mädchen mit dem roten Fahrrad. Nur Byron, der mit seiner schönen Mutter im Wagen sitzt, als der Unfall im dichten Nebel geschieht. Byron weiß sofort: Er darf keinem etwas davon erzählen. Doch in nur zwei Sekunden ist die ganze Welt aus den Fugen geraten, und er braucht James an seiner Seite. Können zwei Sekunden existieren, die es vorher nicht gab? Und wird ihre perfekte Welt jemals wieder in den Takt kommen?
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    "Gone Girl" - Das perfekte Opfer

    In Amerika konnte die Autorin Gillian Flynn mit ihrem Psychothriller "Gone Girl" bereits die Bestsellerlisten stürmen und die Kritiker begeistern - in wenigen Wochen erscheint nun endlich auch hier ihr spannender Roman um Nick Dunne und seine Frau Amy und die Geschichte um deren geheimnisvolle Entführung:

    „Was denkst du gerade, Amy?” Diese Frage habe ich ihr oft während unserer Ehe gestellt. Ich glaube, das fragt man sich immer wieder: Was denkst du? Wie geht es dir? Wer bist du? Wie gut kennt man eigentlich den Menschen, den man liebt? 
    Genau diese Fragen stellt sich Nick Dunne am Morgen seines fünften Hochzeitstages, dem Morgen, an dem seine Frau Amy spurlos verschwindet. Die Polizei verdächtigt sogleich Nick. Amys Freunde berichten, dass sie Angst vor ihm hatte. Er schwört, dass das nicht wahr ist. In seinem Computer findet die Polizei merkwürdige Hinweise. Er erhält sonderbare Anrufe. Was geschah mit Nicks wunderbarer Frau Amy? 


    Auch die LovelyBooks Redaktion ist begeistert und wir freuen uns sehr, dass wir Euch noch vor dem offiziellen Erscheinen gemeinsam mit dem Scherz Verlag sowie Argon Hörbuch eine Aktion präsentieren können: 

    Lest und hört in den nächsten sieben Tagen exklusiv in "Gone Girl" rein und teilt uns hier Eure Meinung mit! Jeden Tag schalten wir eine weitere Hörprobe des Argon Verlags für Euch frei und erhöhen so Stück für Stück die Spannung - genau passend zum Buch! JETZT REINHÖREN/REINLESEN!

    Neben der deutschen Übersetzung der Romanausgabe bietet auch gerade das Hörbuch durch seine ausgewählten Sprecher zwei besondere Highlights: Christiane Paul ist eine der großen deutschen Filmschauspielerinnen. Mit ihrer klaren Stimme und großer Spielfreude hat sie bereits so unterschiedlichen Hörbücher wie Alice im Wunderland oder Morpheus von Jilliane Hoffman eingelesen. Matthias Koeberlin ist ein beliebter Film- und Fernsehschauspieler, der als Sprecher in zahlreichen Hörbüchern, wie z.B. in Mario Giordanos Apocalypsis, für atemlose Spannung sorgt. 

    Wir vergeben 40 Leseexemplare (20 Bücher + 20 Hörbücher) für all diejenigen, die bereits nach den ersten Kapiteln wissen - das wird mein Thriller des Jahres 2013!
    Wenn Du gerne bei der Lese/Hörrunde mit dabei sein willst, dann bewirb Dich jetzt einfach hier mit einem kurzen Kommentar und gib an, ob Du GONE GIRL als Buch oder Hörbuch haben möchtest!


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    Weitere Informationen zur Autorin:
    Gillian Flynn wuchs in Kansas City auf. Sie arbeitete als Journalistin für den »San Francisco Examiner« und »U.S. News & World Report« und war die leitende TV-Kritikerin von »Entertainment Weekly«. Die Autorin lebt nach Stationen in Los Angeles und New York heute in Chicago.

    Interview mit Gillian Flynn beim Fischer Verlag + Fanpage der Autorin auf Facebook + Website von Gillian Flynn
    Zur Leserunde

    Weitere Informationen zum Buch

    Pressestimmen

    ›Gone Girl‹ ist das spannendste (und fieseste) Beziehungsdrama des Sommers. […] Sie werden Ihren Partner nach der Lektüre mit anderen Augen sehen.

    Brillant und teuflisch gut inszeniert Gillian Flynn dieses Ehe-Psychospiel, diesen Blick in die Abgründe der Zweisamkeit.

    Das Psychogramm einer Ehe in Gestalt des besten Psychothrillers 2013.

    Achtung, dieser genial gemachte Thriller nimmt so viele unvorhergesehene Wendungen, dass einem schwindlig werden kann!

    Gillian Flynn spielt gekonnt mit ihrem Leser. […] Dieses Buch ist abgründig, raffiniert und absolut lesenswert.

    sehr fein, sehr klug, sehr weiblich

    Die ehemalige TV-Kritikerin Gillian Flynn ist die neue Königin des perversen Psychothrillers aus der amerikanischen Provinz, eine geniale Architektin des Grusels. Derzeit schlicht die Beste.

    Wer das Buch einmal zur Hand nimmt, kann es nicht mehr weglegen.

    Vorfreude! So freuen sich unsere Leser auf das Buch

    DieBertas avatar
    DieBertavor 3 Monaten
    Harry Potter -Runde
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