Gillian Flynn Gone Girl - Das perfekte Opfer

(1.306)

Lovelybooks Bewertung

  • 966 Bibliotheken
  • 31 Follower
  • 65 Leser
  • 194 Rezensionen
(432)
(433)
(281)
(100)
(60)

Inhaltsangabe zu „Gone Girl - Das perfekte Opfer“ von Gillian Flynn

›GONE GIRL – DAS PERFEKTE OPFER‹ – Der Megaseller aus den USA – Nun auch im Taschenbuch!„Was denkst du gerade, Amy?” Diese Frage habe ich ihr oft während unserer Ehe gestellt. Ich glaube, das fragt man sich immer wieder: Was denkst du? Wer bist du? Wie gut kennt man eigentlich den Menschen, den man liebt? Genau diese Fragen stellt sich Nick Dunne am Morgen seines fünften Hochzeitstages, dem Morgen, an dem seine Frau Amy spurlos verschwindet. Die Polizei verdächtigt sogleich Nick. Amys Freunde berichten, dass sie Angst vor ihm hatte. Er schwört, dass das nicht wahr ist. Dann erhält er sonderbare Anrufe. Was geschah mit Nicks wunderbarer Frau Amy?Selten wurde so raffiniert, abgründig und brillant manipuliert wie in diesem Psychogramm einer Ehe - ein teuflisch gutes Lesevergnügen.

Spannender Psychothriller über eine fadenscheinige Ehe

— schnaeppchenjaegerin
schnaeppchenjaegerin

Spannung und überraschende Wendungen bis zum Schluss!

— Grappa
Grappa

Ein Muss für jeden, der Psychokrimis liebt!!!

— annsophiemue
annsophiemue

Packend und Überraschungen bis zum Schluss

— TinaPeitisch
TinaPeitisch

Selten so ein spannendes Buch gelesen. Ein Buch bei dem man nichts vorhersehen kann. Ein Krimi wie man ihn sich wünscht!

— jennymaria
jennymaria

Spannende Wendungen und toll geschrieben!

— BluevanMeer
BluevanMeer

Einfach nur zäh - abgebrochen

— Isy2611
Isy2611

Vom Leseerlebnis nicht zu übertreffen!!! Ich liebe es!!

— LauraGa19
LauraGa19

Am Anfang sehr unübersichtlich, was sich aber schnell legt. Die Spannung bleibt bis zum Schluss. Der Schluss kommt jedoch sehr schnell

— Marinaab
Marinaab

Spannend, überraschend, erschreckend

— Yolande
Yolande

Stöbern in Krimi & Thriller

Good as Gone

ich fand es teilweise sehr verwirrend durch diese ganzen namenskapitel.

romanasylvia

Selfies

Leider enttäuschend. Der Fall langweilig und arg konstruiert. Privat erfahren wir viel von Rose. Schade, das kann der Autor besser.

Ladyoftherings

Die Brut - Sie sind da

Sehr rasanter und spannender Thriller, der unter die Haut geht. Stellenweise wird er etwas unrealistisch, driftet aber in SciFi ab.

KerstinTh

Rosalie und der Duft der Provence

Gute Idee und spannend, der Schreibstil erinnerte mich manchmal an einen Grundschulaufsatz

faanie

Die Morde von Morcone

Ein tolles Ermittlerpaar in der schönen Toskana...Spannung pur!?

mannomania

The Girl Before

spannend, überraschend und abwechslungsreich geschrieben

vielleser18

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Manchmal ist der Film eben doch besser

    Gone Girl - Das perfekte Opfer
    LilaDine

    LilaDine

    24. May 2017 um 11:51

    Auf den ersten paar 100 Seiten passiert einfach gar nichts, nur langweiliges bla bla. Dann wird es sehr spannend mit vielen Wendungen, die man nicht erwartet, man fiebert richtig mit den Protagonisten mit. Und dann ist das Ende halb offen, der letzte Satz lässt erahnen das etwas passiert sein könnte, aber ob es wirklich passiert ist muss der Leser für sich selbst entscheiden. Alles in allem ist der Film mehr zu empfehlen als das Buch.

    Mehr
  • Spannender Psychothriller über eine fadenscheinige Ehe

    Gone Girl - Das perfekte Opfer
    schnaeppchenjaegerin

    schnaeppchenjaegerin

    22. May 2017 um 17:52

    "Gone Girl - Das perfekte Opfer" ist ein Thriller, der polarisiert und sehr kontrovers diskutiert wurde. Selten hat ein Buch so viele gute, aber auch so viele schlechte Bewertungen erhalten. Auch ich muss zugeben, dass ich lange gebraucht habe, um mich in den Roman hineinzufinden, was vor allem daran liegt, dass die handelnden Protagonisten grundlegend unsympathisch dargestellt sind. Der Thriller gliedert sich in drei Teile: 1. Junge verliert Mädchen, 2. Junge trifft Mädchen, 3. Junge bekommt Mädchen zurück (oder andersherum). Amy Dunne, die durch die Kinderbuchreihe "Amazing Amy" landesweit bekannt geworden ist, wird vermisst. Das Wohnzimmer ist verwüstet und in der Küche findet die Polizei Blutspuren von ihr, die aufgrund des erheblichen Blutverlusts auf ein Verbrechen hindeuten. Eine Leiche wird nicht gefunden, auch gibt es keine Lösegeldforderung, die eine Entführung belege würde. Die Polizei verdächtigt ihren Ehemann Nick, Amy getötet zu haben, da alle Indizien gegen ihn sprechen. Am Abend zuvor hatte sich das Paar gestritten, was von Nachbarn bezeugt werden kann. Als dann auch noch bekannt wird, dass Nick eine deutlich jüngere Geliebte hat und ein fast verbranntes Tagebuch von Amy gefunden wird, in welchem sie ihre Angst vor ihrem Ehemann schildert, wird es immer enger für Nick, der beteuert, nichts mit dem Verschwinden seiner Ehefrau zu tun zu haben. Ganz im Gegenteil - er versucht die Polizei davon zu überzeugen, dass Amy selbst ihr Verschwinden inszeniert hat, um sein Leben zu zerstören. Für ihn ist aus "Amazing Amy" "Avenging Amy" geworden. Und dann steht Amy vier Wochen nach ihrem Verschwinden wieder vor ihrem Zuhause..."Gone Girl" ist ein Psychothriller, bei dem der Leser zunächst von einem Mord an einer Frau ausgeht, der vermeintlich von ihrem Ehemann verübt wurde. Bald zeichnet sich allerdings ab, dass das Vorbild aus den Kinderbüchern "Amazing Amy" zu perfekt ist und das Leben des Ehepaars eine reine Fassade ist. Statt mit einem unberechenbaren Ehemann, der seine Frau auf dem Gewissen hat, hat man es mit einer Frau zu tun, die seit Monaten einen stillschweigenden Rosenkrieg gegen ihren betrügerischen Ehemann führt. Durch Rückblenden und Tagebucheinträge aus Erinnerungen erhält der Leser ein ganz anderes Bild der Ehe als das Paar vorgegeben hat zu sein. Wer letztendlich "der Böse" ist, lässt sich nicht festmachen. Warum die beiden (noch) verheiratet sind, ist wohl  nur auf ihre selbstzerstörerischen Charaktere zurückzuführen. Während ich zu Beginn lange gebraucht habe, um mich in den Roman hineinzufinden, konnte mich die Handlung nach und nach aufgrund der unheimlichen Bösartigkeit der Protagonisten doch noch packen. Spannend ist bis zum Schluss - gerade nach dem ominösen Auftauchen von Amy - wie der Thriller ausgehen mag. Auch wenn das Ende dann unbefriedigend ist, passt es in den Gesamtzusammenhang, denn irgendwie haben es Nick und Amy genauso verdient. 

    Mehr
  • Plauderecke zum FISCHER Leseclub 2017

    LovelyBooks Spezial
    Marina_Nordbreze

    Marina_Nordbreze

    Willkommen im FISCHER Leseclub! Nach dem fulminanten Start 2016 geht der FISCHER Leseclub 2017 in die zweite Runde! Wir freuen uns sehr, dass ihr uns auch in diesem Jahr wieder durch ein spannendes Jahr mit vielen tollen Aktionen aus den S. FISCHER Verlagen begleiten möchtet! Der FISCHER Leseclub bietet euch einen gemütlichen Platz, um gemeinsam Bücher zu lesen, darüber zu diskutieren und neue Bücher zu entdecken!Alle Infos zum FISCHER Leseclub findet ihr hier.Mitglied werden ist ganz einfach und bringt euch viele großartige Vorteile!Da gibt es zum einen das Buch des Monats. Jeden Monat stellen wir eine ganz besondere Neuerscheinung aus den S. FISCHER Verlagen vor, die ihr mit anderen begeisterten Lesern entdecken könnt. Außerdem gibt es das ganze Jahr über viele verschiedene Community-Aktionen und Leserunden im FISCHER Leseclub, bei denen ihr neue Abzeichen für eure Abzeichenwand sammeln könnt.Und diese Abzeichen sehen nicht nur besonders großartig aus, mit etwas Glück verhelfen sie euch auch im Laufe des Jahres zu ganz besonderen Gewinnen! Sammeln und mitmachen lohnt sich also auf jeden Fall!In unserer Plauderecke könnt ihr euch mit anderen Mitgliedern des FISCHER Leseclubs austauschen, Fragen stellen oder einfach nur in gemütlicher Runde plaudern. Wir wünschen euch ganz viel Spaß im FISCHER Leseclub!Ein kleiner Hinweis: Für die Rezensions-Abzeichen gelten Bücher, die 2017 erschienen sind und aus folgenden Verlagen stammen:S. FISCHERFISCHER TaschenbuchFISCHER TORFISCHER KrügerFISCHER ScherzFISCHER FJBFISCHER KJBFISCHER Kinder- und Jugendbuch-VerlagFISCHER SauerländerFISCHER Duden KinderbuchFISCHER Meyers KinderbuchIhr erkennt die Bücher auch am entsprechenden FISCHER Leseclub Baumler auf der Buchseite.

    Mehr
    • 1502
  • Erschreckend und faszinierend

    Gone Girl - Das perfekte Opfer
    annsophiemue

    annsophiemue

    01. May 2017 um 19:28

    Alle sagen, Nick und Amy Dunne seien das perfekte Ehepaar. Er, ein gutaussehender Journalist, sie, das Vorbild der Bestseller-Buchreihe "Amazing Amy". Am Tag ihres fünften Hochzeitstages findet Nick nach seiner Heimkehr von der Arbeit ein verwüstetes Wohnzimmer vor. Mit Schrecken stellt er fest, dass Amy verschwunden ist. Die Polizei startet ihre Ermittlungen und sämtliche Menschen wollen helfen, "Amazing Amy" zu finden. Doch nach und nach bekommt das perfekte Bild des Ehepaars Risse und Nick rückt mehr und mehr ins Visier der Ermittlungen...Das Buch ist in drei große Teile eingeteilt, die wiederum aus vielen Kapiteln bestehen. Abwechselnd wird die Geschichte aus Nicks und aus Amys Sicht erzählt. Nicks Sichtweise verläuft chronologisch ab dem Tag von Amys Verschwinden. Amys Sicht wird im ersten und zweiten Teil in Rückblenden erzählt, zunächst durch ihr Tagebuch, dann ist es ihre reale Ansicht. Im dritten Teil läuft ihre Sicht parallel zu der von Nick ebenfalls chronologisch. Der Schreibstil ist schlicht, was mir persönlich sehr gut gefällt. Obwohl ich die Handlung durch den zugehörigen Film bereits kannte, hat mich das Buch bis zur letzten Seite gefesselt. Ständig taten sich neue Abgründe im Leben zweier so "perfekten" Menschen auf, die dafür sorgten, dass ihr Leben völlig aus dem Ruder läuft. Es ist faszinierend und erschreckend zugleich, zu lesen, wozu ein Mensch, der auf den ersten Blick vollkommen erscheint, in der Lage sein kann, wenn ihm Dinge in seinem Leben nicht so passen wie sie sind, und mit welcher Gleichgültigkeit er handelt. Deswegen gibt es für "Gone Girl - Das perfekte Opfer" fünf Sterne!!!

    Mehr
  • Wenn aus Liebe Hass wird... Ein böses, abgründiges und verwirrendes Ehedrama

    Gone Girl - Das perfekte Opfer
    ClaudiasWortwelten

    ClaudiasWortwelten

    31. March 2017 um 21:57

    Inhalt: Nick und Amy Dunne haben sich vor sieben Jahren kennengelernt, zwei Jahre später geheiratet und galten als absolutes Vorzeigepärchen, zumindest als sie noch in New York lebten und beruflich erfolgreich waren. Sie waren beide als Journalisten tätig, verloren jedoch durch den fortschreitenden Niedergang der Printmedien innerhalb weniger Monate ihre Jobs. Bislang musste sich Amy keine Sorgen um ihr finanzielles Auskommen machen, denn ihre Eltern sind erfolgreiche Schriftsteller, haben die Kindheit ihrer Tochter sehr publikumswirksam vermarktet, indem sie Amy zur Kinderbuchfigur einer erfolgreichen Buchreihe machten, und haben einen Teil ihrer Einnahmen in einem Trustfonds für Amy angelegt. Allerdings wurde die Buchreihe Amazing Amy eingestellt und ihre Eltern sind inzwischen nahezu pleite, sodass sie ausgerechnet jetzt dringend Geld aus Amys Trustfonds benötigen. Als Nick von seiner Zwillingsschwester Go erfährt, dass seine Mutter an Brustkrebs erkrankt ist, beschließt er, mit Amy in seine alte Heimatstadt North Carthage in Missouri zurückzukehren, um seiner kranken Mutter beizustehen. Von Amys letzten finanziellen Mitteln kauft er dort eine Bar, die er gemeinsam mit seiner Schwester betreibt, und unterrichtet nebenbei noch einen Kurs am Junior College. Amy verfasst Persönlichkeitstests für Frauenzeitschriften, um ihren Teil zum gemeinsamen Lebensunterhalt beizutragen, vermisst aber ihr altes Leben in New York und fühlt sich in der beschaulichen Kleinstadt, in die sie nun verpflanzt wurde, nicht besonders wohl. Die Ehe von Nick und Amy beginnt nun unaufhaltsam zu kriseln. An ihrem fünften Hochzeitstag verschwindet Amy plötzlich spurlos. Alles deutet auf ein Gewaltverbrechen hin, und da sich Nick sehr sonderbar verhält und auffallend emotionslos zu sein scheint, gerät er sehr schnell ins Visier der Ermittler und auch der Medien. Er schwört zwar, dass er nichts mit dem Verschwinden seiner Frau zu tun hat, aber wo ist Amy und was ist ihr zugestoßen? Das verwüstete Wohnzimmer und ein sorgfältig weggewischter Blutfleck in der Küche, den die Polizei entdeckt, lassen das Schlimmste befürchten. Außerdem berichten Zeugen, dass Amy schon seit längerer Zeit Angst hatte, aber vor wem und warum? Meine persönliche Meinung: Ich hatte fast den Eindruck, dass ich der letzte Mensch auf diesem Planeten bin, der Gone Girl von Gillian Flynn noch nicht gelesen hat und auch den Film nicht kennt. Dabei liegt dieser Roman schon seit einiger Zeit ungelesen in meinem Regal, aber ich hatte eben nie Lust ihn zu lesen, was vor allem an dem Hype lag, der um dieses Buch gemacht wurde. Sobald ein Roman in aller Munde ist, interessiert er mich nicht mehr, und allzu oft habe ich eben auch schon die Erfahrung gemacht, dass gerade diese Bücher mich auch maßlos enttäuschen. Allerdings stieß ich in letzter Zeit immer wieder auf Bücher, die mit dem Hinweis „für alle Fans von Gone Girl“ oder „so abgründig wie Gillian Flynns Gone Girl“ beworben wurden, was natürlich keine große Orientierungshilfe ist, wenn man das erwähnte Buch gar nicht kennt. Es ist fast so, als gäbe Gone Girl die Messlatte vor, an der sich künftig jeder Thriller messen lassen muss. Da sich der Hype inzwischen etwas gelegt hat und ich mir jetzt selbst ein Bild machen wollte, beschloss ich also, Gone Girl nun doch endlich zu lesen. Der Einstieg in die Geschichte ist leider äußerst zäh und langatmig. Nach den ersten hundert Seiten fragte ich mich, wann denn nun endlich etwas passiert und was die anderen Leser an diesem Buch denn nur so begeistert hat, denn außer einem guten Schreibstil konnte ich leider nichts entdecken, was auch nur annährend spannend oder irgendwie besonders gewesen wäre. Gillian Flynn lässt sich ausgesprochen viel Zeit, ihre Protagonisten einzuführen. Es dauert leider ewig, bis die Geschichte in Gang kommt, und da ich weder Amy noch Nick besonders mochte, fiel es mir zunächst auch schwer, Interesse für das Schicksal dieses Ehepaars aufzubringen. Erst später erkannte ich, dass die Autorin ihre Figuren absichtlich so gezeichnet hat, dass man sie nicht besonders sympathisch findet, aber zu Beginn des Romans ist dies der Spannung leider nicht besonders zuträglich. Das ganze Buch wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Nick und Amy erzählt. Während Nick überwiegend die aktuellen Ereignisse schildert, die am Tag von Amys Verschwinden einsetzen, kommt Amy in Form von Tagebucheinträgen zu Wort, die bis zu dem Tag zurückreichen, an dem sie Nick kennengelernt hat. Außerdem wirft sie auch immer wieder einen Blick zurück in ihre Kindheit und Jugend. Als Tochter eines erfolgreichen Schriftstellerehepaars wuchs Amy sehr behütet und vor allem in sehr gut situierten Verhältnissen auf. Sie wurde von ihren Eltern sehr verwöhnt, fühlte sich von ihnen aber auch ausgenutzt, denn ihren Wohlstand hatten sie nicht zuletzt der Tatsache zu verdanken, dass sie ihre Tochter wie ein Produkt vermarkteten, indem sie sie zur Romanfigur einer Buchreihe machten, die sich gut verkaufen ließ. Amy bemühte sich, dem Bild gerecht zu werden, das ihre Eltern in ihren Büchern von ihr entwarfen, strebte nach dem Perfektionismus, den ihr die Romanfigur vorgab, denn alles, was der realen Amy nicht gelingen wollte, beherrschte „Amazing Amy“ in den Büchern mühelos. Amy fühlte sich nie als reale Person, sondern immer als Produkt. Auch in ihrer Ehe mit Nick spielte sie zunächst nur eine Rolle, nicht die von „Amazing Amy“, aber die der „Coolen Amy“, die ebenfalls ein reines Phantasiegebilde war, aber ihrem Mann zu gefallen schien. Doch diese Rolle beginnt ganz allmählich zu bröckeln, als beide ihren Job verlieren und Amy dazu genötigt wird, mit Nick in seine provinzielle Heimatstadt zu ziehen, in der sie keinen Anschluss findet und sich nicht heimisch fühlt. Nick ging allerdings stillschweigend davon aus, dass Amy sich irgendwann an die neue Umgebung gewöhnen würde und war auch selbst nicht immer ehrlich zu seiner Frau. So bekam die Ehe erste Risse, die nicht mehr zu kitten waren und schließlich in einem wahren Psychokrieg zwischen den Ehepartnern enden. Durch die Ich-Perspektive und die Tagebuchform lernt man beide Protagonisten sehr gut kennen, zumindest wird zunächst der Eindruck erweckt, man käme sowohl Amy als auch Nick besonders nahe. Im weiteren Handlungsverlauf stellt man jedoch schnell fest, dass man weder Amys noch Nicks Worten Glauben schenken kann. Der Leser wird ständig mit zwei unterschiedlichen, sich widersprechenden Sichtweisen konfrontiert, aus denen letztendlich auch die Spannung dieses Romans resultiert. Da beide Charaktere äußerst ambivalent angelegt sind, fällt es ausgesprochen schwer, für einen der beiden Stellung zu beziehen, denn man kann sie weder hassen noch lieben. Amy und Nick sind nicht gerade Sympathieträger, aber dennoch gibt es immer wieder Momente, in denen man sich gut in den Charakter, aus dessen Perspektive gerade erzählt wird, einfühlen kann. Allerdings wird man schon im nächsten Kapitel wieder gezwungen, die eigene Einschätzung nochmals zu überdenken, ist ständig hin- und hergerissen und wird somit immer tiefer in dieses verwirrende und wirklich böse Psychospiel hineingezogen. Unwillkürlich stellt man sich beim Lesen auch selbst immer wieder die Frage, ob man den Menschen, den man liebt, auch wirklich kennt und ob man selbst nicht auch häufig nur eine Rolle spielt, um geliebt zu werden und den Erwartungen des anderen gerecht zu werden. Der Roman zeigt sehr eindrücklich, welche Abgründe hinter der Fassade einer scheinbar perfekten Liebesbeziehung lauern können und wie Liebe in abgrundtiefen Hass umschlagen kann. Doch ist der Roman nicht nur ein erschütterndes Ehedrama, sondern auch eine Abrechnung mit der Medienlandschaft. Das öffentliche Interesse an diesem Vermisstenfall ist natürlich groß, nicht zuletzt, weil Amy eine berühmte Kinderbuchfigur ist und sich Journalisten und TV-Sender mit geradezu perverser Sensationsgeilheit auf solche privaten Schlachtfelder stürzen. Es wird sehr eindrücklich geschildert, wie die Medien Einfluss auf die öffentliche Meinung nehmen und wie schnell ein Unschuldiger zum Verbrecher abgestempelt werden kann. Gone Girl ist äußerst raffiniert und sehr wendungsreich komponiert. Leider entfaltet sich die Spannung erst im zweiten Teil des Romans, während der Einstieg in die Geschichte wirklich äußerst langweilig ist. Selbst als die Handlung dann Fahrt aufnimmt, kommt es häufig zu bedauerlichen Längen, die den Spannungsbogen immer wieder abreißen lassen. Das ist wirklich schade, denn Gillians Flynns Schreibstil ist grandios. Die Geschichte ist glaubwürdig, tiefgründig und klug erzählt, und am Ende laufen alle Fäden dieses Verwirrspiels schlüssig zusammen. Vor allem die Figurenzeichnung fand ich absolut gelungen, gerade weil die Protagonisten so vielschichtig und komplex sind und es nicht möglich ist zwischen Gut und Böse, Täter und Opfer zu unterscheiden. Gone Girl blieb ein wenig hinter meinen Erwartungen zurück, die zugegebenermaßen auch ziemlich hoch waren, hat mir aber trotz seiner Längen sehr gut gefallen und mich auch nachdenklich zurückgelassen.

    Mehr
  • Wahnsinn!

    Gone Girl - Das perfekte Opfer
    sinaslesewelt

    sinaslesewelt

    17. March 2017 um 12:32

    Für mich ist „Gone Girl“ ein Buch, welches mich wohl nie wirklich loslassen wird. Es hat mich gefesselt, wie es nur selten ein Buch schafft. Als Leser gewinnt man schnell einen ersten Eindruck von den Protagonisten. Da hätten wir Nick, von Selbstzweifeln geplagt und unfähig Gefühle zu zeigen und seine Frau Amy – wunderbar, liebevoll und stets bemüht die perfekte Ehefrau zu sein. Wir begleiten die beiden durch die Phasen ihrer Beziehung, vom Kennenlernen, den ersten Krisen und schließlich zur Gegenwart, zu dem Tag, an dem sie genau 5 Jahre miteinander verheiratet sind. Doch zum Feiern kommen sie nicht, denn Amy verschwindet spurlos – und Nick gerät in den Kreis der Verdächtigen… Doch was ist passiert? Diese Frage stellt man sich als Leser pausenlos und kommt dabei keine Sekunde zur Ruhe. Denn immer wieder werden Dinge aufgedeckt, die einen zweifeln lassen, die neue Theorien hervorlocken und einen rund um die Uhr beschäftigen. Gillian Flynn beherrscht ihr Handwerk hier perfekt und schickt uns auf eine Achterbahnfahrt der Erwartungen und Gefühle, wie ich sie in dieser Form noch nicht erlebt habe. Flynns Beobachtungsgabe und ihre detaillierten Schilderungen menschlichen Verhaltens sind dabei originell und immer auf dem Punkt. Das Buch hat insgesamt 3 Teile, wobei der erste Teil deutlich ruhiger erzählt wird als die anderen beiden. Das macht auch Sinn, denn hier wird man auf das vorbereitet, was einem in Teil 2 und 3 erwartet. Erst im Nachhinein wird einem bewusst: Jedes Detail ist wichtig! Jede noch so kleine Banalität bekommt plötzlich einen wesentlich höheren Stellenwert. Deshalb hier ein Rat an alle, die das Gefühl haben, sich durch den ersten Teil durchkämpfen zu müssen (welches ich persönlich gar nicht hatte): Haltet durch! Es lohnt sich! Ab Teil 2 nimmt die Geschichte deutlich an Fahrt auf und geht in eine Richtung, die ich niemals erwartet hätte. Wahnsinn! Danach konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich MUSSTE einfach wissen, wie das Ganze endet. Insgesamt ist „Gone Girl“ alles andere als ein Standard-Thriller. Es ist eine gekonnte Mischung aus Drama und (Psycho-)Thriller, die den Leser wieder und wieder zwingt, seine Erwartungen über den Haufen zu werfen. Ein gut durchdachtes, perfides Buch, welches mich mit offenem Mund zurückgelassen hat und eine Geschichte, die zeigt, wie kompliziert und schwer durchschaubar die menschliche Psyche sein kann. Für mich ein absolutes Highlight und ein Buch, das einen ganz besonderen Stellenwert bei mir eingenommen hat. Da kann ich natürlich nur die volle Punktzahl geben.

    Mehr
  • Das Traumpaar?

    Gone Girl - Das perfekte Opfer
    Marinaab

    Marinaab

    10. February 2017 um 12:30

    In diesem Buch wurde am Anfang immer, das Traumpaar, dargestellt. Jedoch stellt sich schnell heraus das die beiden alles andere als ein Traumpaar sind. Sie leben beide ihr eigenes Leben und das wird der Beziehung und der Ehe zum Verhängnis.

    Eine Spannende Geschichte bis zur letzten Seite.

  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht
    GrOtEsQuE

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 14.04.2017: _Jassi                                           ---  38 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   83,5 Punkte Astell                                           ---    0 Punkte BeeLu                                         ---   62 Punkte Bellis-Perennis                          ---  261 Punkte Beust                                          ---   100 Punkte Bibliomania                               ---   97 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  161 Punkte ChattysBuecherblog                --- 111 Punkte CherryGraphics                     ---   62.5 Punkte Code-between-lines                ---  55 Punkte Eldfaxi                                       ---   51 Punkte Farbwirbel                                ---   44 Punkte fasersprosse                            ---     9 PunkteFrau-Aragorn                           ---     4 Punkte Frenx51                                     ---  41 Punkte glanzente                                  ---   60 Punkte GrOtEsQuE                               ---   71 Punkte hannelore259                          ---   33 Punkte hannipalanni                           ---   71 Punkte Hortensia13                             ---   53 Punkte Igelchen                                    ---   11 Punkte Igelmanu66                              ---   95 Punkte janaka                                       ---   63 Punkte Janina84                                   ---    44 Punkte jasaju2012                               ---   16 Punkte jenvo82                                    ---   56 Punkte kalestra                                    ---   26 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   57 Punkte Katykate                                  ---   44 Punkte Kerdie                                      ---   99 Punkte Kleine1984                              ---   61 Punkte Kuhni77                                   ---   60 Punkte KymLuca                                  ---   50,5 Punkte LadyMoonlight2012               ---   26 Punkte LadySamira090162                ---   124 Punkte Larii_Mausi                              ---    24 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   30 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   36 Punkte louella2209                            ---   58 Punkte lyydja                                       ---   55 Punkte mareike91                              ---    20 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  39 Punkte MissSternchen                          ---  29 Punkte mistellor                                   ---   123 Punkte Mone97                                    ---   20 Punkte natti_Lesemaus                        ---  39 Punkte Nelebooks                               ---  160 Punkte niknak                                       ----  180 Punkte nordfrau                                   ---   74 Punkte PMelittaM                                 ---   82 Punkte PollyMaundrell                         ---   24 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   52 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   35 Punkte SaintGermain                            ---   82 Punkte samea                                           --- 28 Punkte schadow_dragon81                  ---   73 Punkte Schmiesen                                  ---   92 Punkte Schokoloko29                            ---   23 Punkte Somaya                                     ---   100 Punkte SomeBody                                ---   94,5 Punkte Sommerleser                           ---   87 Punkte StefanieFreigericht                  ---   94 Punkte tlow                                            ---   55 Punkte Veritas666                                 ---   87 Punkte vielleser18                                 ---   68 Punkte Vucha                                         ---   78 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   40 Punkte Wolly                                          ---   82 Punkte Yolande                                       --   64 Punkte

    Mehr
    • 1692
  • Nichts ist, wie es scheint

    Gone Girl - Das perfekte Opfer
    Yolande

    Yolande

    10. February 2017 um 11:30

    Gone girl ist ein Thriller der US-amerikanischen Autorin Gillian Flynn. Es ist das erste Buch, das ich von ihr gelesen habe und der Schreibstil gefällt mir wirklich gut.  Zum Inhalt: Amy Dunne ist spurlos verschwunden. Ihr Ehemann Nick wird sofort von der Polizei verdächtigt, etwas mit diesem Verschwinden zu tun zu haben. Mehr kann man eigentlich nicht sagen, ohne zu spoilern :P. Die Geschichte hat zwei Ich-Erzähler. Auf der einen Seite Nick, der von dem Tag von Amys Verschwinden an erzählt und auf der anderen Seite das Tagebuch von Amy, das sie seit Beginn ihrer Beziehung geführt hat. Alles baut sich langsam auf, man lernt die Protagonisten immer besser kennen.... und plötzlich ist alles anders. Es gibt einige sehr überraschende Wendungen und das ist das wirklich Herausragende an diesem Buch. Nichts ist, wie es scheint und man bekommt tiefe und teilweise erschreckende Einblicke in die menschliche Psyche.  Ich hätte dieses Buch wahnsinnig gerne in einer Leserunde gelesen, weil es soviel Sachen und Situationen zum Diskutieren gibt :). Fazit: Ein spannendes und gut zu lesendes Buch mit vielen Überraschungen. Leider gab es auch einige Ungereimtheiten, deshalb gebe ich 4 (gute) Sterne.

    Mehr
  • Rezension: Gone Girl

    Gone Girl - Das perfekte Opfer
    Buchschatzjaegerin

    Buchschatzjaegerin

    07. February 2017 um 18:58

    Was tust du, wenn deine Ehe langsam den Bach herunter geht und dann urplötzlich deine Frau gewaltsam entführt wird und natürlich jedermann dich, den Ehemann, im Verdacht hat? Mit dieser Frage muss sich der ehemalige Journalist Nick Dunne in Gillian Flynns Gone Girl auseinander setzen, bis dann plötzlich alles anders kommt. Wie mir der Roman gefallen hat, erfahrt ihr in meiner heutigen Rezension. Worum geht es? Bis zum verflixten siebten Jahr, in dem sich eigentlich erst die Krisen anbahnen, haben es Amy und Nick Dunne nicht geschafft. Bereits nach fünf Jahren Ehe ist bei ihnen die Luft raus. Am Morgen ihres fünften Hochzeitstages frühstückte das Ehepaar noch, zwar beinahe schweigend, miteinander, am Abend war Amy verschwunden. Alles deutete auf eine gewaltsame Entführung hin. Das Wohnzimmer war verwüstet, das Blut in der Küche schlampig aufgewischt worden. Alles deutete darauf hin, dass Nick als Täter infrage kommt. Schließlich war der Ehemann immer der Täter! Die Schlinge um seinen Hals scheint sich immer mehr zu zuziehen, vor allem als seine Affäre mit einer zehn Jahre jüngeren Frau ans Licht kommt. Dazu tauchen immer mehr belastende Beweise auf. Später glauben sogar Amys Eltern, dass Nick ihrer Tochter etwas angetan hat. Doch dann nimmt der Fall Amy Elliott Dunne eine ganz andere Wendung. Rezension Der Roman ist in drei Teile geteilt und in zwei Perspektiven geschrieben, der von Nick, sowie der von Amy. Dazu erfahren bei einem Perspektivwechsel unter dem jeweiligen Namen stets eine Zeitangabe in Form eines Datums oder aber wie viele Tage nach Amys Verschwinden vergangen sind. Im ersten Teil erleben wir das gegenwärtige Geschehen aus Nicks Perspektive, während wir von Amy ausschließlich Tagebucheinträge aus vergangenen Jahren zu lesen bekommen, die zuerst davon handeln, wie sich die beiden kennengelernt haben und wie ihre Ehe sich in all den Jahren entwickelt hat. Dadurch wird das Bild von Nick beim Leser durchgehend schlechter, denn man soll den Eindruck bekommen, dass er tatsächlich ein Mörder ist. In Teil 2 erfahren wir gleich zu Beginn, dass dies genau Amys Absicht war. Das erste Kapitel im zweiten Teil dient als großer Plottwist, der die Handlung komplett umschmeißt und auch den Leser in eine neue Lage bringt. Da ich in der Uni bereits die Verfilmung des Buches gesehen habe, hat mich das leider nicht ganz so überrascht. Ich glaube allerdings, dass Nick selbst dann nicht als Täter für mich infrage gekommen wäre, weil mir dies zu einfach vorgekommen wäre. Dennoch finde ich diese Wendung noch immer raffiniert, weil sie so unvorhergesehen kam und gleichzeitig so unberechenbar war. Es hat das Charakterbild in meinem Kopf gleich komplett umgeworfen. Hatte ich zu Beginn noch Mitleid mit Amy, war es nun Nick, der mir leid tat, während ich Amy immer unsympathischer fand. Teil 3 setzte dem Fall und vor allem Amys Intrige dann nochmal die Krone auf. Diese Wendung der Geschichte hatte ich tatsächlich nicht erwartet und hat Amys Charakter nochmal viel Tiefe gebracht und gezeigt, wie sie wirklich tickt. Für mich hat es sie gleich noch unsympathischer gemacht. Sie spinnt die Intrige soweit, dass sie Nick mittels eines Babys an sich bindet. Es gefällt mir vor allem, dass es mal kein Happy End im Sinne von "Sie lebten glücklich und zufrieden bis an ihr Lebensende" gibt, sondern dass der Leser mit einem offenen Ende zurückgelassen wird. Man erfährt, dass die Geburt des Kindes kurz bevor steht und mit dieser letzten Information wird der Leser aus der Geschichte entlassen. Dass der Roman in zwei Perspektiven geschrieben wurde, gibt der ganzen Handlung und den Charakteren natürlich viel mehr Tiefe. Sie sind dadurch greifbarer, man entwickelt größere Sympathien und auch Abneigungen. Mir hat Amys Perspektive etwas besser gefallen, weil man so viel deutlicher mitbekommen hat, was in ihrem Kopf vorgeht. Dadurch sind ihre Handlungen zwar nicht nachvollziehbar, doch man erführt die Gründe für ihr Handeln. Was mich zwischendrin ein wenig gestört hat, ist die vulgäre Sprache der beiden Protagonisten. Es ist wohl einfach ihre Art, manches so grob und indiskret auszudrücken, aber an manchen Stellen fand ich es doch etwas störend und zu viel.  Dass die Titel der einzelnen Teile bereits die Handlungen vorausdeuten, finde ich zudem etwas schade, denn das nimmt in meinen Augen doch etwas die Spannung, weil man sich dadurch erschließen kann, was damit gemeint sein könnte. FazitGillian Flynns Gone Girl hat mir gut gefallen. Hätte ich die Verfilmung nicht zuerst gesehen, hätte mich der Roman sicher mehr gefesselt. Dennoch konnte mich auch der Roman noch einige Male überraschen! Mir gefällt, dass hier mit zwei Perspektiven gearbeitet wurde, auch wenn mir manchmal die vulgäre Sprache von Nick und Amy nicht ganz so gefallen hat. Dafür konnte das offene Ende wieder punkten, so dass ich dem Roman vier von fünf Kreuzen gebe. 

    Mehr
  • Selten hat mich ein Buch so sprachlos gemacht!

    Gone Girl - Das perfekte Opfer
    Sanya03

    Sanya03

    31. January 2017 um 21:51

    Gone Girl ist ein Buch, das mich nachhaltig beeindruckt hat. Es hat um Nick, dessen Frau Amy an ihrem Hochzeitstag verschwindet. Die Wohnung der beiden ist verwüstet, doch von ihr fehlt jede Spur. Schnell gerät Nick unter Verdacht, seine Frau ermordet zu haben. Bisher klingt der Inhalt noch sehr banal, doch mehr kann man auch gar nicht verraten, ohne extrem zu spoilern. Gone Girl beginnt wie ein normaler Thriller, doch ab einem bestimmten Zeitpunkt überschlagen sich die überraschenden Wendungen. Ich dachte immer, nachdem ich zahlreiche Thriller gelesen habe, kann mich nichts mehr so schnell aus der Fassung bringen. Dieses Buch hat es geschafft. Es gab mehrere Stellen, bei denen ich mit offenem Mund dasaß und gar nicht fassen konnte, was gerade schon wieder passiert war. Gone Girl ist kein Werk, in dem man eine übermäßige Sympathie für die Charaktere empfindet oder sich gar in diese hineinversetzen kann. Dafür verbergen diese viel zu große Abgründe in sich. Ich will an dieser Stelle gar nicht mehr verraten. Gone Girl hat mich umgehauen und war für mich in diesem Genre die mit Abstand größte Überraschung seit Jahren. Für jeden, der Thriller mag, ist dieses Buch ein Muss!

    Mehr
  • Mini-Challenge 2017

    LovelyBooks Spezial
    querleserin_102

    querleserin_102

    Hier könnt ihr euch für die Jahreschallenge anmelden. Die Anmeldebeiträge bitte folgendermaßen gestalten:            Ich nehme mit 12 Büchern Teil. 1/12 beendet: Buchtitel, Autor 2/12 beendet: Buchtitel, Autor 3/12 beendet: Buchtitel, Autor 4/12 beendet: Buchtitel, Autor … Danke und viel Spaß! Teilnehmer: ChattysBuecherblog (50/200)xxlxsa (6/50)Hortensia13 (34/100)YaBiaLina (25/75)FrauSchafski (15/50)Yolande (276/70)misery3103 (33/200)annlu (101/250)Tina2803 (0/90)Ayda (23/100)Buchgespenst (98/200)Kuhni77 (38/100)samea (15/50)YvetteH (428/100)Meine_Magische_Buchwelt (72/70) LadySamira091062 (56/180)QueenSize (28/80)Kodabaer (237/30)Iris_Fox (12/24)Amy_de_la_Soleil (63/35)tigerbea (51/150)Lucinda4 (6/25)Bellis-Perennis (64/360)Leseratte2007 (61/100)pamN (5/104)leucoryx (33/11)KruemelGizmo (20/95) Seelensplitter (77/150) Shanlira (14/30) Argentumverde (55/200) dreamily1 (9/30) Mali133 (28/50) aufgehuebschtes (25/40) MrsCorina (0/17) MelE (17/200) dia78 (86/180) BeaSurbeck (54/100) MissTalchen (12/43) DieBerta (19/50) walli007 (438/168) paschsolo (33/80) Ascardia (1/30)  Dominic32 (0/20)  book_lover_6 (1/40) kathi_liebt_buecher (3/90) kleine_welle (13/70) Mausimau (14/40) fantafee (6/25) loralee (0/40) steinchen80 (29/60) Sxndy_03 (10/50) janaka (19/144) haTikva (9/12)  MaLaPe (5/55) kalestra (11/30) _monida (5/36) angiiMi (6/35)                  

    Mehr
    • 817
  • Leider ein schlechtes Ende...

    Gone Girl - Das perfekte Opfer
    Shellysbookshelf

    Shellysbookshelf

    28. January 2017 um 22:00

    Inhalt: "Was denkst du gerade, Amy?" Das habe ich sie oft gefragt. Was denkst du? Wer bist du? Wie gut kennt man eigentlich den Menschen, den man liebt? Genau das fragt sich Nick Dunne an diesem sonnigen Morgen seines fünften Hochzeitstags. An diesem Morgen verschwindet seine Frau Amy spurlos. Die Polizei verdächtigt sofort Nick. Amys Freunde berichten, dass sie Angst vor ihm hatte. Was geschah mit Nicks wunderbarer Frau Amy?Schreibstil:Gillian Flynn hat einen sehr angenehmen Schreibstil, der sich leicht und flüssig lesen lässt. Ich bin bis über die Hälfte nur so durch das Buch geflogen.Handlung(*mögliche Spoiler*):Als Nick an diesem Morgen/Mittag wieder nach Hause kommt, steht die Haustür offen und seine Frau ist spurlos verschwunden. Alles deutet auf eine Entführung hin (stehengelassenes Bügeleisen, verwüstetes Wohnzimmer, ...), doch als Nick die Polizei ruft, merkt er rasch, dass sie ihm kaum glauben und er ziemlich verdächtigt wird.Es tauchen mehr und mehr Hinweise auf, die gegen ihn sprechen, doch er hat keine Ahnung, woher sie kommen.Jedes zweite Kapitel wird aus Amys Sicht geschrieben. Zunächst sind es Tagebucheinträge, die darstellen, wie aggressiv Nick sich ihr gegenüber in der Vergangenheit verhalten hat, aber auch, wie sie sich kennengelernt haben und wie alles in der Beziehung mit der Zeit schwieriger wurde. Nach den Tagebucheinträgen switcht die Perspektive zu Amy im Hier und Jetzt und es klärt sich allmählich, was geschehen ist.Meinung & Fazit:Ich habe mich echt auf das Buch gefreut, hatte es lange im Schrank stehen und hatte dann mega Lust darauf, es zu lesen, weil der Klappentext es mir total angetan hatte.Nick gibt sich als der sorgende Ehemann, Amy als die gepeinigte Ehefrau. Die Kapitel sind abwechselnd aus der Sicht des jeweils anderen geschrieben und am Anfang ist es sehr schwer zu entscheiden, wen man jetzt mehr mag und wem man vertraut. Das wird im Laufe des Buches leichter, da sich für den Leser nach etwa 200 - 300 Seiten herausstellt, was da passiert ist. Für die Charaktere ist dies aber ganz und gar noch nicht klar und gewisse Personen drehen völlig durch. Ich fand es bis zum Ende gut, aber um es wirklich abzurunden, hätte es nach dem Ende noch weitergehen müssen, denn leider war das Ende sehr ernüchternd und total grausig. Knappe 4 Sterne , weil ich die Story total cool fand (fesselnd bis zum Schluss) und nur noch etwas als "Lösung" hätte angehängt werden müssen. Aber das versaute Ende hat echt enttäuscht und das Buch für mich zu einem eher nicht so guten Leseerlebnis gemacht.

    Mehr
  • Ich liebe diese Buch, perfekt!!!

    Gone Girl - Das perfekte Opfer
    Spleno

    Spleno

    21. January 2017 um 10:01

    Inhalt: Nick und Amy - das perfekte Paar. Es lief alles so gut. Amy war ein bekanntes Mädchen, da eine Buchreihe die ihre Eltern puplizierten nach ihr benannt wurde: Amazing Amy. Nick hatte einen guten Job, als Journalist. Sie lebten das perfekte Leben in NY, bis zu dem Tag als beide arbeitslos wurden. Nach langem zogen sie zurück zu Nicks Heimatort und das Leben veränderte sich; Amy und Nick veränderten sich. Es kam noch schlimmer - der 5. Hochzeitstag sollte Nick und Amys Leben komplett verändern. Meinung: Ein grandioses Buch, spitzenklasse!! Ich liebe dieses Buch. Mit seinen starken 600 Seiten hat mich das Buch von Anfang bis Ende überzeugt. Es ist stark. Der Leser ist von Anfang an mitten in der Geschichte mit dabei. Die Autorin hat den Leser sprichwörtlich mit ihren Worten ans Buch gefesselt. Mit ihrem großartigen Talent Buchstaben zum Leben zu erwecken hat die Autorin einen überdimensionalen Thriller erschaffen. Nick, Amy und Co. sind bis aufs kleinste Detail wunderbar gezeichnet. Ich konnte mitleiden, miterleben, mitfiebern. Das Buch wird aus der Sicht von den Protagonisten geschrieben, immer schön im Wechsel. Vergangenheit, heute, Zukunft. Das Buch hat drei größere Leseabschnitte, die mich überrascht haben. Am Anfang war ich mit dem 2. Leseabschnitt überfordert (*lach), aber dann liebt ich die ungeahnte Wendung in diesem Buch und hoffte und pangte. Rundherum ein ausgezeichneter Thriller der bis zum äußersten geht. *****von*****Sterne - grandios!!!

    Mehr
  • Das etwas andere Buch..

    Gone Girl - Das perfekte Opfer
    Selina_Zimmermann

    Selina_Zimmermann

    28. November 2016 um 10:28

    Ich habe mir das Buch auf Empfehlung einer Freundin gekauft. Da ich es kaum abwarten konnte, es zu lesen, war ich am Anfang doch etwas enttäuscht, dass in der ersten Hälfte nicht wirklich viel passierte. Man hat zwar einiges an Hintergrundwissen über Nick und Amy bekommen, was aber die Spannung leider sehr zunichte gemacht hat. Dennoch bekam man Interesse daran, zu erfahren, wie es weiter geht. Ich hätte nicht erwartet, dass Amy wirklich SO ein Miststück ist. Nick ist natürlich auch kein Traummann. Aber was Amy ihm antut, finde ich schon schrecklich. Gut war auch, dass sich nach und nach das Puzzle immer weiter zusammensetzen ließ. Am Ende dachte man (oder zumindest ich) "Oh man, da wäre ich nicht drauf gekommen, Wahnsinn" Ich mag es, wenn sich die Geschichte nicht voraussehen lässt, wenn man während dem Lesen immer wieder überrascht oder sogar auch mal enttäuscht wird und es vielleicht auch mal kein "Happy End" gibt. Das steigert meiner Meinung nach die Spannung! Das Ende war ebenfalls so ein Moment!   Von mir gibt es jedenfalls volle 5 Sterne für das Buch, da es mich einfach doch noch wahnsinnig überrascht und begeistert hat. Vielen Dank dafür an Gillian Flynn

    Mehr
  • weitere