Gillian Flynn Gone Girl - Das perfekte Opfer

(1.387)

Lovelybooks Bewertung

  • 1041 Bibliotheken
  • 33 Follower
  • 63 Leser
  • 204 Rezensionen
(463)
(461)
(297)
(105)
(61)

Inhaltsangabe zu „Gone Girl - Das perfekte Opfer“ von Gillian Flynn

›GONE GIRL – DAS PERFEKTE OPFER‹ – Der Megaseller aus den USA –

Nun auch im Taschenbuch!

„Was denkst du gerade, Amy?” Diese Frage habe ich ihr oft während unserer Ehe gestellt. Ich glaube, das fragt man sich immer wieder: Was denkst du? Wer bist du? Wie gut kennt man eigentlich den Menschen, den man liebt?

Genau diese Fragen stellt sich Nick Dunne am Morgen seines fünften Hochzeitstages, dem Morgen, an dem seine Frau Amy spurlos verschwindet. Die Polizei verdächtigt sogleich Nick. Amys Freunde berichten, dass sie Angst vor ihm hatte. Er schwört, dass das nicht wahr ist. Dann erhält er sonderbare Anrufe. Was geschah mit Nicks wunderbarer Frau Amy?

Selten wurde so raffiniert, abgründig und brillant manipuliert wie in diesem Psychogramm einer Ehe - ein teuflisch gutes Lesevergnügen.

Viele Wendungen, dadurch bleibt es bis zum Schluss ungewiss. Auch die Sympathien ändern sich immer wieder, wer ist der Gute, wem glaubt man?

— Perlenkette

Super packend und definitv zu empfehlen. Das Ende fand ich allerdings nicht sonderlich überzeugend.

— Thoemie

Fesselndes Buch, doch schwaches Ende

— synnoeve_norge

Grausamkeit in Perfektion - Nichts für schwache Nerven. Unbedingt lesenswert!

— MimoxRobby

Das Buch hat mich ziemlich aufgeregt. Das war ein einziger "Facepalm"-Moment für mich. Die Wendung war für mich auch vorhersehbar...

— MaRayne

Das Buch überrascht mit so vielen unerwarteten Wendungen, dass man es gar nicht aus der Hand legen möche!

— vivimchlx

Spannung pur, konnte das Buch kaum aus der Hand legen!

— Ahri

Ein sehr spannendes Buch. Es hat mich aber irgendwie nicht abgehoben. Ich weiß nicht genau was gefehlt hat aber es hat gefehlt.

— alina05

Tolles Buch, klare Leseempfehlung!

— vanhattem

Der Film war sehenswert - doch das Buch ist noch um einiges besser!

— gabinski

Stöbern in Krimi & Thriller

Lass mich los

Wenig Thrillelemente und nicht wirklich spannend.

AmyJBrown

Die Moortochter

Spannend

Hasi

Schwarzwasser

Wieder ein grandioser Teil der Wallner & Kreuthner - Reihe mit vielen Highlights und Lachern ... ich sag nur "Aufkreuthnern" :D

angi_stumpf

Die Einsamkeit des Todes

Definitiv mein Krimi-Highlight 2017

JanaBabsi

SOG

Spannend und gut unterhaltend, allerdings fand ich den Fall selber sehr hart!

Mira20

Stille Wasser

Psychologischer Sprengstoff in und um HH

dreamlady66

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Nicht so mein Fall. Facepalm und vorhersehbar für mich...

    Gone Girl - Das perfekte Opfer

    MaRayne

    16. October 2017 um 11:22

    Das Buch ist wirklich gut geschrieben, aber mich persönlich hat es nicht überrascht. Und ich musste mir an einigen Stellen an den Kopf fassen.

  • Gillian Flynn - Gone Girl - Das perfekte Opfer

    Gone Girl - Das perfekte Opfer

    Chrissy87

    23. September 2017 um 10:06

    Amy und Nick sind das perfekte Paar, zumindest nach außen. Was keiner weiß, Nick hat eine Affäre und Amy ist unglücklich in ihrer Ehe. Dann verschwindet Amy und alles deutet auf ein Gewaltverbrechen mit Nick als Täter. Ab der Hälfte des Buches dreht sich das Blatt und der Leser erfährt was wirklich mit Amy passiert ist, wer hier das wahre Opfer ist und wer mit wem spielt.Bei diesem Buch war ich echt hin und her gerissen. Einerseits war es wirklich spannend und die Idee war auch mal wirklich was Neues (zumindest hatte ich noch nichts in die Richtung gelesen), aber andererseits sind mir die Hauptcharaktere, sprich Amy und Nick tierisch auf die Nerven gegangen. Am Ende habe ich mir fast gewünscht das Amy tot ist und Nick der Täter (beim Lesen habe ich beiden, aber vor allem Amy, mehrfach die Pest an den Hals gewünscht).

    Mehr
    • 2
  • Ein Psychothriller, der sich immer wieder neu erfindet

    Gone Girl - Das perfekte Opfer

    Auroria

    07. August 2017 um 20:10

    Unter ominösen Umständen ist Amy Dunne an ihrem fünften Hochzeitstag aus ihrem Haus und dem ihres Ehemannes, Nick Dunne, verschwunden. Die Spuren weisen eindeutig darauf hin, dass Amy das Haus nicht freiwillig verlassen hat. Die Suche nach ihrem Verbleib beginnt und bald schon wird auch ihr Ehemann verdächtigt. Was ist mit Amy geschehen? Wo ist sie? Ist sie noch am Leben oder am Ende sogar schon tot? Eines möchte ich zu Beginn gleich voranstellen: ich werde so gut wie keine Ausführungen zur Handlung machen, um nicht Gefahr zu laufen, zu viel zu verraten. Dadurch wird meine Rezension recht komprimiert ausfallen. Denn dieses Buch sollte völlig unvoreingenommen und mit möglichst wenig Vorwissen Seite um Seite erkundet und erschlossen werden. Wer noch nie, so wie ich, ein Buch von Gillian Flynn gelesen hat, der macht sicherlich keinen Fehler, sich zunächst diesem Thriller zu widmen, der in Bezug auf unterschiedliche Aspekte seinesgleichen sucht. Wer bei „Gone Girl“ ein Buch mit viel Blut erwartet, dem sei gesagt, dass dies auf den knapp 600 Seiten nicht zu finden ist. Stattdessen spielt die Autorin mit vielfältigen Möglichkeiten und Andeutungen. Das unausgesprochene Wort, das zwischen den Zeilen bedrohlich lauert wie ein Raubtier, das zum Sprung bereit ist, von dem man aber nicht weiß, wann es den Satz zu seiner Beute macht, lässt die Phantasie auf Hochtouren laufen. "Was haben wir einander angetan? Was werden wir noch tun?" (S. 9) Sehr schnell wird deutlich, dass so manches Geheimnis im Leben der Ehepartner existiert und die Ehe nicht unbedingt als mustergültig zu betrachten ist. Doch welche Ehe ist dies am Ende? Das Geheimniskrämerische, das immer wieder zum Vorschein kommt, machte es mir nicht leicht, zu beurteilen, wo die Wahrheit versteckt liegt. Die unterschwelligen Befürchtungen, die dadurch beim Lesen entstanden, machen einen Reiz dieses Buches aus, durch den ich dieses kaum aus der Hand legen konnte. Drohte der Handlungsverlauf in absehbarer Zeit ins Langatmige abzurutschen, hat Gillian Flynn auch dafür immer wieder eine Lösung parat – und zwar eine unvorhergesehene. Durch ihre durchdachten und klaren Handlungsverläufe gelingt es ihr, Wendungen und Überraschungsmomente einzubauen, die tatsächlich als solche bezeichnet werden können, weil ich sie nicht habe kommen sehen. Dadurch erschien das Vorangegangene in einem neuen Licht, ein neuer Thrill entstand, der mich dazu brachte, das bereits Bekannte in einem neuen Blickwinkel zu sehen und neu bewerten zu müssen. Einzig in der Schlussphase ließ das Buch in meinen Augen etwas nach. Diese hätte für meinen Geschmack durchaus etwas kürzer ausfallen können. „Gone Girl“ ist ein Psychothriller, der mich mit seinen unvermittelten und überraschenden Wendpunkten überzeugen konnte. Durch den kleinen „Makel“ auf der Zielgeraden fehlt allerdings ein Quäntchen zum perfekten Thriller. Trotzdem bin ich sehr begeistert von diesem Buch und kann es jedem Thrillerliebhaber nur empfehlen. Vielleicht habe ich mit „Gone Girl“ sogar eine neue Lieblingsautorin für mich entdeckt.

    Mehr
  • Maipulierte Spannung

    Gone Girl - Das perfekte Opfer

    Jane1990

    12. July 2017 um 10:54

    Wie gut kennt man eigentlich den Menschen, den man liebt? Eine Frage die sich Nick fast täglich gestellt hatte. Denn von heute auf morgen verschwand seine Frau Amy spurlos. Doch irgendetwas stimmte da nicht. Die Puzzelstücke fügten sich viel zu schnell und viel zu leicht zusammen. Und alles deutete darauf hin, dass Nick seine Frau getötet hatte. Doch er schwört das er nichts damit zu tun hatte. Dann kamen sonderbare Anrufe, die seine Unschuld beweisen könnten. Ein manipuliertes Spiel von "liebenden" Ehepartnern.   Als erstes ich kann Amy nicht ausstehen, und zweitens Nick ist auch ein Arsch. Das Buch ist der Wahnsinn. Wie sehr muss man sich hassen, um so ein Spiel zu spielen? Denn mehr ist es ja nicht. Und Opfer gibt es nur eins, und das ist nicht Amy. In meinen Augen ist sie eine Psychopathin die nur auf ihren Vorteil bedacht ist und ihn mit jedem Mittel habe möchte. Viel kann man zu der Geschichte gar nicht sagen, ohne alles zu verraten. Das Buch ist voll mit Geheimnissen, die alle nacheinander aufgedeckt werden. Ich selbst klebte förmlich an dem Seiten. Keine Woche habe ich gebraucht. Jeder Schritt ist bis ins kleinste Detail geplant und auch spontane Eingriffe werden vorbereitet. Gillian Flynn ist eine Meisterin was das manipulieren angeht. Wie kommt sie nur auf solche Ideen? So wie Amy denkt, denkt kein Mensch. Flynns Schreibstil ist ebenso gut wie die Geschichte selbst. Für jeden zu empfehlen, der mal ein etwas anderes Buch sucht, ein eher psychologisches. Ich freue mich jetzt auf die anderen Bücher von Flynn, in der Hoffnung das diese ebenso gut sind und mich um hauen. Es wird schwer meine Erwartungen runter zu schrauben, nach diesem Einschlag. Wer eine Frau wie Amy hat, braucht keine Feinde, der lauert im Ehebett...

    Mehr
  • Zurecht gehypt

    Gone Girl - Das perfekte Opfer

    NaddlDaddl

    03. July 2017 um 13:39

    Dieses Buch hat mich geflasht! Überall hört man von „Gone Girl“, sieht man das Buch, den Film und so musste ich es endlich auch lesen – was ich nicht bereut habe. Ich will hier nicht zu viel verraten, der Klappentext ist auch mit Absicht so kurz gehalten, damit wirklich nichts vorweggenommen wird. Dadurch wird man immer wieder von der Geschichte überrascht.Ich muss zugeben, ich hab ein wenig zögerlich angefangen, wusste nicht, ob ich in der Stimmung für so einen düsteren Thriller war. Trotzdem, ich wollte das Phänomen "Gone Girl" endlich selbst erleben und habe begonnen zu lesen. Zuerst bin ich nicht ganz so reingekommen, musste mit den Personen warm werden und damit, wie alles geschrieben ist. Doch es hat nicht lange gedauert, bis ich total süchtig nach dem Buch war. Der Schreibstil ist von Anfang an sehr gut, lässt sich schön leicht lesen. Das Buch ist ja aus zwei Sichten erzählt: Einmal ist da Nick, der Ehemann, dessen Geschichte an dem Tag anfängt, an dem seine Frau verschwindet, ihrem fünften Hochzeitstag. Ihn begleitet man während des gesamten Prozesses der Suche nach Amy. Und dann ist da Amy, die verschwundene Ehefrau. Ja, man bekommt auch von ihr eine Geschichte erzählt, beziehungsweise die Hintergründe, Einträge aus ihrem Tagebuch. Durch diese beiden Sichtweisen - eine in der Gegenwart, eine in der Vergangenheit - werden immer mehr Puzzleteilchen an seinen Platz gesetzt. Die Geschichte fängt vielleicht ein bisschen langsam an mit der Suche nach Amy, nimmt aber schnell Fahrt auf, als Nick und die Polizei Hinweise zu Amys Verschwinden finden oder Amys Tagebucheinträge Dinge über eine Ehe aufklären, die man so vorher nicht erwartet hätte.Zugegeben, das Buch macht es einem nicht leicht, seine Charaktere zu mögen. Nick ist alles andere als der perfekte Ehemann, das merkt man schon von Anfang an und wird auch immer klarer, je weiter die Geschichte voranschreitet. Seine Schwester Margo ist mir auch nicht besonders ans Herz gewachsen. Die Polizisten, die sich dem Fall annehmen, Boney und Gilpin, sind ebenso wenig das, was man nette Menschen nennt. Und Amy kennt man nur aus dem Tagebuch. Genau das macht es aber auch so interessant, man hat hier keine Person, die das Gute verkörpert, nur welche, die Grau sind und eher ins Schwarze gehen. Das führt vielleicht nicht dazu, dass man besonders mit den Hauptfiguren mitfühlt, aber doch -fiebert. Manches gönnt man ihnen, anderes nicht.Am krassesten finde ich nach wie vor, wie die Autorin es schafft, die Leser zu manipulieren. Man liest das Buch und hat sich vielleicht eine Meinung über Ereignisse oder Charaktere gebildet und dann - BÄMM!! Ein Schocker. Und immer so weiter und weiter. Dauernd bin ich zu Leuten gerannt, die das Buch noch nicht gelesen haben, hab ihnen gesagt, dass sie es lesen müssen, weil es so krass ist, so verrückt, so krank. Am Ende saß ich dann da und dachte "Wow, ja, das Buch hat es verdient, so gehypt zu werden!"

    Mehr
  • Rezension zu "Gone Girl - Das perfekte Opfer"

    Gone Girl - Das perfekte Opfer

    ElkeK

    02. July 2017 um 06:51

    Inhaltsangabe: Es ist der 5.te Hochzeitstag, als Amy Dunne plötzlich verschwindet. Ihr Ehemann Nick ruft die Polizei, da er sich keiner Schuld bewußt ist. Die Ehe steht nicht zum Besten, doch er will sie irgendwie wohlbehalten zurück haben. Es tauchen jedoch Indizien auf, die darauf schließen lassen, dass Amy Opfer eines Gewaltverbrechen wurde. Weggewischte Blutspuren, umgestürzte Möbel und eine verheimlichte Schwangerschaft. Um die Verwirrung perfekt zu machen, hat Amy anlässlich des 5.ten Hochzeitstages Hinweise verteilt, wo ihr Geschenk zu ihrem Ehrentag versteckt sein könnte – ein Spiel, welches sie immer gern gespielt hat. Nick merkt sehr schnell, dass an der Sache was faul ist. Die Polizei ist jedoch anderer Meinung – genauso wie die Medien. Sie stempeln Nick sehr bald schon als Mörder ab, obwohl noch keine Leiche gefunden wurde. Nick hat kaum noch Verbündete und doch ist er sich ziemlich sicher, das hinter all dem Amy steckt. Nur wie kann er es beweisen? Mein Fazit: Das Buch kaufte ich damals, als es in aller Munde war bzw. der Hype darum schon langsam wieder abflaute. Es musste trotzdem noch zweieinhalb Jahre waren, ehe ich es endlich gelesen habe und ich muss sagen, schade, das ich es so lange warten ließ. Die Verfilmung dazu sah ich kürzlich im Fernsehen, mit zwei großartigen Schauspielern und ich war neugierig, wie das Buch nun sein würde. Der Film hat die Geschichte schon sehr gut umgesetzt. Ziemlich gut sogar! Beim Lesen gab es für mich kaum Überraschrungen. Trotzdem habe ich mich in die Geschichte von Amy und Nick vertieft, zwei so unterschiedliche Charaktere, die einander irgendwann natürlich geliebt haben und sich nun doch regelrecht zu hassen schienen. Der Lauf der Dinge hatte sie verändert, die Arbeitslosigkeit, der Umzug von New York nach Missouri und ein Haus, was in Amy nur Hassgefühle auslöste. Aus dem einstigen Liebespaar waren Kriegsgegner geworden und Nick wollte eigentlich an diesem Morgen, als Amy verschwand, um die Scheidung bitten. Denn es ging eben nicht mehr so weiter. Die Geschichte wird aus Nicks Sicht erzählt, zwischendurch tauchen Tagebuch-Einträge von Amy auf, wie sie ihre Beziehung sieht. Dem Leser soll eine liebende Ehefrau suggeriert werden, aber zwischen den Zeilen erkennt man deutlich eine hyperintelligente Frau, die eiskalt im Herzen ist – selbst ihren Eltern gegenüber, die sie als Vorlage für ihre Kinderbuch-Figur Amazing Amy benutzt haben. Amy denkt nur an sich und kann kaum Empathie für ihre Mitmenschen entwickeln. Obwohl ich die Geschichte durch den Film schon kannte, faszinierte sie mich. Amys Handeln ist so ungeheuerlich, dass natürlich niemand Nick glaubt außer seine Schwester. Die Autorin ist in ihrer Ausdrucksweise ziemlich direkt vorgegangen und hat sehr vielschichtige Personen beschrieben. Überhaupt ist die Autorin sehr tief in die Persönlichkeiten eingedrungen und hat das Innerste nach Außen gekehrt. Die Sympathien wanken, je nachdem, was gerade wieder aufgedeckt wurde. Aber kann man Amy wirklich glauben? Oder ist Nick tatsächlich so unschuldig, wie er es den Lesern weismachen will? Ein spannender Thriller, der Seinesgleichen sucht! Ich vergebe fünf Sterne und mit Sicherheit werde ich noch weitere Romane dieser Autorin lesen!

    Mehr
  • ...absolut spannend...

    Gone Girl - Das perfekte Opfer

    Lesebegeisterte

    01. July 2017 um 15:54

    Manipulation, Gewalt und psychologische Hochspannung. Am Anfang weiß man als Leser nicht, wem man glauben soll: Amy oder Nick? Überraschende Wendungen, kurze Kapitel, sehr spannend.
    Viel zu schnell war dieser Thriller zu Ende.

  • Nach anfänglichen Längen ziemlich gut

    Gone Girl - Das perfekte Opfer

    lyydja

    30. June 2017 um 21:48

    Gone Girl hat mich eigentlich durch den ganzen Hype nie so angesprochen und nachdem ich dann die Handlung schon so in etwa gekannt habe, hatte ich eigentlich gar kein Interesse mehr an dem Buch, habe es mir dann aber doch mal ausgeliehen, da mir Dark Places sehr gut gefallen hat. Ich habe lange gebraucht um in das Buch hineinzufinden und am Anfang fand ich es wirklich ziemlich fad und langweilig, ich war sogar kurz davor abzubrechen, da mich die Protagonisten Amy und Nick, aus deren Perspektive abwechselnd geschrieben wird, wahnsinnig genervt haben und mir so ganz und gar unsympathisch waren und Nick völlig kopflos gehandelt hat (was in der Situation ja durchaus normal ist, aufgeregt hat es mich dennoch) und irgendwie kam einfach keine Spannung rein. Doch zum Glück hatte ich es mir dann doch noch anders überlegt, denn ab der Hälfte ist es wirklich gut geworden, richtig spannend und überraschend. Auch der Schreibstil hat mir gefallen und auch dafür gesorgt, dass ich weitergelesen haben und die Charaktere haben sich auch wirklich sehr interessant entwickelt. Insgesamt hat mir auch Gone Girl trotz anfänglicher Schwierigkeiten ziemlich gut gefallen, denn die Autorin hat es mit Raffinesse und einem gekonnten Psychospiel doch noch geschafft mich zu fangen und dann konnte ich das Buch auch nicht mehr aus der Hand legen.

    Mehr
  • Gone Girl

    Gone Girl - Das perfekte Opfer

    Laralina

    05. June 2017 um 21:36

    Einer meiner Lieblinge, da ich sowohl den Schreibstil und die Erzählweise als auch den Überraschungseffekt liebe.

  • Leider nicht ganz mein Fall

    Gone Girl - Das perfekte Opfer

    lwielara

    05. June 2017 um 08:49

    Leider hat mich das Buch nicht so begeistert, wie es die Rezensionen vermuten ließen. Die Geschichte ist etwas schleppen und das Ende meiner Meinung nach enttäuschend. Hätte man etwas knackiger und realistischer umsetzten können.

  • Manchmal ist der Film eben doch besser

    Gone Girl - Das perfekte Opfer

    LilaDine

    24. May 2017 um 11:51

    Auf den ersten paar 100 Seiten passiert einfach gar nichts, nur langweiliges bla bla. Dann wird es sehr spannend mit vielen Wendungen, die man nicht erwartet, man fiebert richtig mit den Protagonisten mit. Und dann ist das Ende halb offen, der letzte Satz lässt erahnen das etwas passiert sein könnte, aber ob es wirklich passiert ist muss der Leser für sich selbst entscheiden. Alles in allem ist der Film mehr zu empfehlen als das Buch.

    Mehr
  • Spannender Psychothriller über eine fadenscheinige Ehe

    Gone Girl - Das perfekte Opfer

    schnaeppchenjaegerin

    22. May 2017 um 17:52

    "Gone Girl - Das perfekte Opfer" ist ein Thriller, der polarisiert und sehr kontrovers diskutiert wurde. Selten hat ein Buch so viele gute, aber auch so viele schlechte Bewertungen erhalten. Auch ich muss zugeben, dass ich lange gebraucht habe, um mich in den Roman hineinzufinden, was vor allem daran liegt, dass die handelnden Protagonisten grundlegend unsympathisch dargestellt sind. Der Thriller gliedert sich in drei Teile: 1. Junge verliert Mädchen, 2. Junge trifft Mädchen, 3. Junge bekommt Mädchen zurück (oder andersherum). Amy Dunne, die durch die Kinderbuchreihe "Amazing Amy" landesweit bekannt geworden ist, wird vermisst. Das Wohnzimmer ist verwüstet und in der Küche findet die Polizei Blutspuren von ihr, die aufgrund des erheblichen Blutverlusts auf ein Verbrechen hindeuten. Eine Leiche wird nicht gefunden, auch gibt es keine Lösegeldforderung, die eine Entführung belege würde. Die Polizei verdächtigt ihren Ehemann Nick, Amy getötet zu haben, da alle Indizien gegen ihn sprechen. Am Abend zuvor hatte sich das Paar gestritten, was von Nachbarn bezeugt werden kann. Als dann auch noch bekannt wird, dass Nick eine deutlich jüngere Geliebte hat und ein fast verbranntes Tagebuch von Amy gefunden wird, in welchem sie ihre Angst vor ihrem Ehemann schildert, wird es immer enger für Nick, der beteuert, nichts mit dem Verschwinden seiner Ehefrau zu tun zu haben. Ganz im Gegenteil - er versucht die Polizei davon zu überzeugen, dass Amy selbst ihr Verschwinden inszeniert hat, um sein Leben zu zerstören. Für ihn ist aus "Amazing Amy" "Avenging Amy" geworden. Und dann steht Amy vier Wochen nach ihrem Verschwinden wieder vor ihrem Zuhause..."Gone Girl" ist ein Psychothriller, bei dem der Leser zunächst von einem Mord an einer Frau ausgeht, der vermeintlich von ihrem Ehemann verübt wurde. Bald zeichnet sich allerdings ab, dass das Vorbild aus den Kinderbüchern "Amazing Amy" zu perfekt ist und das Leben des Ehepaars eine reine Fassade ist. Statt mit einem unberechenbaren Ehemann, der seine Frau auf dem Gewissen hat, hat man es mit einer Frau zu tun, die seit Monaten einen stillschweigenden Rosenkrieg gegen ihren betrügerischen Ehemann führt. Durch Rückblenden und Tagebucheinträge aus Erinnerungen erhält der Leser ein ganz anderes Bild der Ehe als das Paar vorgegeben hat zu sein. Wer letztendlich "der Böse" ist, lässt sich nicht festmachen. Warum die beiden (noch) verheiratet sind, ist wohl  nur auf ihre selbstzerstörerischen Charaktere zurückzuführen. Während ich zu Beginn lange gebraucht habe, um mich in den Roman hineinzufinden, konnte mich die Handlung nach und nach aufgrund der unheimlichen Bösartigkeit der Protagonisten doch noch packen. Spannend ist bis zum Schluss - gerade nach dem ominösen Auftauchen von Amy - wie der Thriller ausgehen mag. Auch wenn das Ende dann unbefriedigend ist, passt es in den Gesamtzusammenhang, denn irgendwie haben es Nick und Amy genauso verdient. 

    Mehr
  • Erschreckend und faszinierend

    Gone Girl - Das perfekte Opfer

    annsophiemue

    01. May 2017 um 19:28

    Alle sagen, Nick und Amy Dunne seien das perfekte Ehepaar. Er, ein gutaussehender Journalist, sie, das Vorbild der Bestseller-Buchreihe "Amazing Amy". Am Tag ihres fünften Hochzeitstages findet Nick nach seiner Heimkehr von der Arbeit ein verwüstetes Wohnzimmer vor. Mit Schrecken stellt er fest, dass Amy verschwunden ist. Die Polizei startet ihre Ermittlungen und sämtliche Menschen wollen helfen, "Amazing Amy" zu finden. Doch nach und nach bekommt das perfekte Bild des Ehepaars Risse und Nick rückt mehr und mehr ins Visier der Ermittlungen...Das Buch ist in drei große Teile eingeteilt, die wiederum aus vielen Kapiteln bestehen. Abwechselnd wird die Geschichte aus Nicks und aus Amys Sicht erzählt. Nicks Sichtweise verläuft chronologisch ab dem Tag von Amys Verschwinden. Amys Sicht wird im ersten und zweiten Teil in Rückblenden erzählt, zunächst durch ihr Tagebuch, dann ist es ihre reale Ansicht. Im dritten Teil läuft ihre Sicht parallel zu der von Nick ebenfalls chronologisch. Der Schreibstil ist schlicht, was mir persönlich sehr gut gefällt. Obwohl ich die Handlung durch den zugehörigen Film bereits kannte, hat mich das Buch bis zur letzten Seite gefesselt. Ständig taten sich neue Abgründe im Leben zweier so "perfekten" Menschen auf, die dafür sorgten, dass ihr Leben völlig aus dem Ruder läuft. Es ist faszinierend und erschreckend zugleich, zu lesen, wozu ein Mensch, der auf den ersten Blick vollkommen erscheint, in der Lage sein kann, wenn ihm Dinge in seinem Leben nicht so passen wie sie sind, und mit welcher Gleichgültigkeit er handelt. Deswegen gibt es für "Gone Girl - Das perfekte Opfer" fünf Sterne!!!

    Mehr
  • Wenn aus Liebe Hass wird... Ein böses, abgründiges und verwirrendes Ehedrama

    Gone Girl - Das perfekte Opfer

    ClaudiasWortwelten

    31. March 2017 um 21:57

    Inhalt: Nick und Amy Dunne haben sich vor sieben Jahren kennengelernt, zwei Jahre später geheiratet und galten als absolutes Vorzeigepärchen, zumindest als sie noch in New York lebten und beruflich erfolgreich waren. Sie waren beide als Journalisten tätig, verloren jedoch durch den fortschreitenden Niedergang der Printmedien innerhalb weniger Monate ihre Jobs. Bislang musste sich Amy keine Sorgen um ihr finanzielles Auskommen machen, denn ihre Eltern sind erfolgreiche Schriftsteller, haben die Kindheit ihrer Tochter sehr publikumswirksam vermarktet, indem sie Amy zur Kinderbuchfigur einer erfolgreichen Buchreihe machten, und haben einen Teil ihrer Einnahmen in einem Trustfonds für Amy angelegt. Allerdings wurde die Buchreihe Amazing Amy eingestellt und ihre Eltern sind inzwischen nahezu pleite, sodass sie ausgerechnet jetzt dringend Geld aus Amys Trustfonds benötigen. Als Nick von seiner Zwillingsschwester Go erfährt, dass seine Mutter an Brustkrebs erkrankt ist, beschließt er, mit Amy in seine alte Heimatstadt North Carthage in Missouri zurückzukehren, um seiner kranken Mutter beizustehen. Von Amys letzten finanziellen Mitteln kauft er dort eine Bar, die er gemeinsam mit seiner Schwester betreibt, und unterrichtet nebenbei noch einen Kurs am Junior College. Amy verfasst Persönlichkeitstests für Frauenzeitschriften, um ihren Teil zum gemeinsamen Lebensunterhalt beizutragen, vermisst aber ihr altes Leben in New York und fühlt sich in der beschaulichen Kleinstadt, in die sie nun verpflanzt wurde, nicht besonders wohl. Die Ehe von Nick und Amy beginnt nun unaufhaltsam zu kriseln. An ihrem fünften Hochzeitstag verschwindet Amy plötzlich spurlos. Alles deutet auf ein Gewaltverbrechen hin, und da sich Nick sehr sonderbar verhält und auffallend emotionslos zu sein scheint, gerät er sehr schnell ins Visier der Ermittler und auch der Medien. Er schwört zwar, dass er nichts mit dem Verschwinden seiner Frau zu tun hat, aber wo ist Amy und was ist ihr zugestoßen? Das verwüstete Wohnzimmer und ein sorgfältig weggewischter Blutfleck in der Küche, den die Polizei entdeckt, lassen das Schlimmste befürchten. Außerdem berichten Zeugen, dass Amy schon seit längerer Zeit Angst hatte, aber vor wem und warum? Meine persönliche Meinung: Ich hatte fast den Eindruck, dass ich der letzte Mensch auf diesem Planeten bin, der Gone Girl von Gillian Flynn noch nicht gelesen hat und auch den Film nicht kennt. Dabei liegt dieser Roman schon seit einiger Zeit ungelesen in meinem Regal, aber ich hatte eben nie Lust ihn zu lesen, was vor allem an dem Hype lag, der um dieses Buch gemacht wurde. Sobald ein Roman in aller Munde ist, interessiert er mich nicht mehr, und allzu oft habe ich eben auch schon die Erfahrung gemacht, dass gerade diese Bücher mich auch maßlos enttäuschen. Allerdings stieß ich in letzter Zeit immer wieder auf Bücher, die mit dem Hinweis „für alle Fans von Gone Girl“ oder „so abgründig wie Gillian Flynns Gone Girl“ beworben wurden, was natürlich keine große Orientierungshilfe ist, wenn man das erwähnte Buch gar nicht kennt. Es ist fast so, als gäbe Gone Girl die Messlatte vor, an der sich künftig jeder Thriller messen lassen muss. Da sich der Hype inzwischen etwas gelegt hat und ich mir jetzt selbst ein Bild machen wollte, beschloss ich also, Gone Girl nun doch endlich zu lesen. Der Einstieg in die Geschichte ist leider äußerst zäh und langatmig. Nach den ersten hundert Seiten fragte ich mich, wann denn nun endlich etwas passiert und was die anderen Leser an diesem Buch denn nur so begeistert hat, denn außer einem guten Schreibstil konnte ich leider nichts entdecken, was auch nur annährend spannend oder irgendwie besonders gewesen wäre. Gillian Flynn lässt sich ausgesprochen viel Zeit, ihre Protagonisten einzuführen. Es dauert leider ewig, bis die Geschichte in Gang kommt, und da ich weder Amy noch Nick besonders mochte, fiel es mir zunächst auch schwer, Interesse für das Schicksal dieses Ehepaars aufzubringen. Erst später erkannte ich, dass die Autorin ihre Figuren absichtlich so gezeichnet hat, dass man sie nicht besonders sympathisch findet, aber zu Beginn des Romans ist dies der Spannung leider nicht besonders zuträglich. Das ganze Buch wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Nick und Amy erzählt. Während Nick überwiegend die aktuellen Ereignisse schildert, die am Tag von Amys Verschwinden einsetzen, kommt Amy in Form von Tagebucheinträgen zu Wort, die bis zu dem Tag zurückreichen, an dem sie Nick kennengelernt hat. Außerdem wirft sie auch immer wieder einen Blick zurück in ihre Kindheit und Jugend. Als Tochter eines erfolgreichen Schriftstellerehepaars wuchs Amy sehr behütet und vor allem in sehr gut situierten Verhältnissen auf. Sie wurde von ihren Eltern sehr verwöhnt, fühlte sich von ihnen aber auch ausgenutzt, denn ihren Wohlstand hatten sie nicht zuletzt der Tatsache zu verdanken, dass sie ihre Tochter wie ein Produkt vermarkteten, indem sie sie zur Romanfigur einer Buchreihe machten, die sich gut verkaufen ließ. Amy bemühte sich, dem Bild gerecht zu werden, das ihre Eltern in ihren Büchern von ihr entwarfen, strebte nach dem Perfektionismus, den ihr die Romanfigur vorgab, denn alles, was der realen Amy nicht gelingen wollte, beherrschte „Amazing Amy“ in den Büchern mühelos. Amy fühlte sich nie als reale Person, sondern immer als Produkt. Auch in ihrer Ehe mit Nick spielte sie zunächst nur eine Rolle, nicht die von „Amazing Amy“, aber die der „Coolen Amy“, die ebenfalls ein reines Phantasiegebilde war, aber ihrem Mann zu gefallen schien. Doch diese Rolle beginnt ganz allmählich zu bröckeln, als beide ihren Job verlieren und Amy dazu genötigt wird, mit Nick in seine provinzielle Heimatstadt zu ziehen, in der sie keinen Anschluss findet und sich nicht heimisch fühlt. Nick ging allerdings stillschweigend davon aus, dass Amy sich irgendwann an die neue Umgebung gewöhnen würde und war auch selbst nicht immer ehrlich zu seiner Frau. So bekam die Ehe erste Risse, die nicht mehr zu kitten waren und schließlich in einem wahren Psychokrieg zwischen den Ehepartnern enden. Durch die Ich-Perspektive und die Tagebuchform lernt man beide Protagonisten sehr gut kennen, zumindest wird zunächst der Eindruck erweckt, man käme sowohl Amy als auch Nick besonders nahe. Im weiteren Handlungsverlauf stellt man jedoch schnell fest, dass man weder Amys noch Nicks Worten Glauben schenken kann. Der Leser wird ständig mit zwei unterschiedlichen, sich widersprechenden Sichtweisen konfrontiert, aus denen letztendlich auch die Spannung dieses Romans resultiert. Da beide Charaktere äußerst ambivalent angelegt sind, fällt es ausgesprochen schwer, für einen der beiden Stellung zu beziehen, denn man kann sie weder hassen noch lieben. Amy und Nick sind nicht gerade Sympathieträger, aber dennoch gibt es immer wieder Momente, in denen man sich gut in den Charakter, aus dessen Perspektive gerade erzählt wird, einfühlen kann. Allerdings wird man schon im nächsten Kapitel wieder gezwungen, die eigene Einschätzung nochmals zu überdenken, ist ständig hin- und hergerissen und wird somit immer tiefer in dieses verwirrende und wirklich böse Psychospiel hineingezogen. Unwillkürlich stellt man sich beim Lesen auch selbst immer wieder die Frage, ob man den Menschen, den man liebt, auch wirklich kennt und ob man selbst nicht auch häufig nur eine Rolle spielt, um geliebt zu werden und den Erwartungen des anderen gerecht zu werden. Der Roman zeigt sehr eindrücklich, welche Abgründe hinter der Fassade einer scheinbar perfekten Liebesbeziehung lauern können und wie Liebe in abgrundtiefen Hass umschlagen kann. Doch ist der Roman nicht nur ein erschütterndes Ehedrama, sondern auch eine Abrechnung mit der Medienlandschaft. Das öffentliche Interesse an diesem Vermisstenfall ist natürlich groß, nicht zuletzt, weil Amy eine berühmte Kinderbuchfigur ist und sich Journalisten und TV-Sender mit geradezu perverser Sensationsgeilheit auf solche privaten Schlachtfelder stürzen. Es wird sehr eindrücklich geschildert, wie die Medien Einfluss auf die öffentliche Meinung nehmen und wie schnell ein Unschuldiger zum Verbrecher abgestempelt werden kann. Gone Girl ist äußerst raffiniert und sehr wendungsreich komponiert. Leider entfaltet sich die Spannung erst im zweiten Teil des Romans, während der Einstieg in die Geschichte wirklich äußerst langweilig ist. Selbst als die Handlung dann Fahrt aufnimmt, kommt es häufig zu bedauerlichen Längen, die den Spannungsbogen immer wieder abreißen lassen. Das ist wirklich schade, denn Gillians Flynns Schreibstil ist grandios. Die Geschichte ist glaubwürdig, tiefgründig und klug erzählt, und am Ende laufen alle Fäden dieses Verwirrspiels schlüssig zusammen. Vor allem die Figurenzeichnung fand ich absolut gelungen, gerade weil die Protagonisten so vielschichtig und komplex sind und es nicht möglich ist zwischen Gut und Böse, Täter und Opfer zu unterscheiden. Gone Girl blieb ein wenig hinter meinen Erwartungen zurück, die zugegebenermaßen auch ziemlich hoch waren, hat mir aber trotz seiner Längen sehr gut gefallen und mich auch nachdenklich zurückgelassen.

    Mehr
  • Wahnsinn!

    Gone Girl - Das perfekte Opfer

    sinaslesewelt

    17. March 2017 um 12:32

    Für mich ist „Gone Girl“ ein Buch, welches mich wohl nie wirklich loslassen wird. Es hat mich gefesselt, wie es nur selten ein Buch schafft. Als Leser gewinnt man schnell einen ersten Eindruck von den Protagonisten. Da hätten wir Nick, von Selbstzweifeln geplagt und unfähig Gefühle zu zeigen und seine Frau Amy – wunderbar, liebevoll und stets bemüht die perfekte Ehefrau zu sein. Wir begleiten die beiden durch die Phasen ihrer Beziehung, vom Kennenlernen, den ersten Krisen und schließlich zur Gegenwart, zu dem Tag, an dem sie genau 5 Jahre miteinander verheiratet sind. Doch zum Feiern kommen sie nicht, denn Amy verschwindet spurlos – und Nick gerät in den Kreis der Verdächtigen… Doch was ist passiert? Diese Frage stellt man sich als Leser pausenlos und kommt dabei keine Sekunde zur Ruhe. Denn immer wieder werden Dinge aufgedeckt, die einen zweifeln lassen, die neue Theorien hervorlocken und einen rund um die Uhr beschäftigen. Gillian Flynn beherrscht ihr Handwerk hier perfekt und schickt uns auf eine Achterbahnfahrt der Erwartungen und Gefühle, wie ich sie in dieser Form noch nicht erlebt habe. Flynns Beobachtungsgabe und ihre detaillierten Schilderungen menschlichen Verhaltens sind dabei originell und immer auf dem Punkt. Das Buch hat insgesamt 3 Teile, wobei der erste Teil deutlich ruhiger erzählt wird als die anderen beiden. Das macht auch Sinn, denn hier wird man auf das vorbereitet, was einem in Teil 2 und 3 erwartet. Erst im Nachhinein wird einem bewusst: Jedes Detail ist wichtig! Jede noch so kleine Banalität bekommt plötzlich einen wesentlich höheren Stellenwert. Deshalb hier ein Rat an alle, die das Gefühl haben, sich durch den ersten Teil durchkämpfen zu müssen (welches ich persönlich gar nicht hatte): Haltet durch! Es lohnt sich! Ab Teil 2 nimmt die Geschichte deutlich an Fahrt auf und geht in eine Richtung, die ich niemals erwartet hätte. Wahnsinn! Danach konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich MUSSTE einfach wissen, wie das Ganze endet. Insgesamt ist „Gone Girl“ alles andere als ein Standard-Thriller. Es ist eine gekonnte Mischung aus Drama und (Psycho-)Thriller, die den Leser wieder und wieder zwingt, seine Erwartungen über den Haufen zu werfen. Ein gut durchdachtes, perfides Buch, welches mich mit offenem Mund zurückgelassen hat und eine Geschichte, die zeigt, wie kompliziert und schwer durchschaubar die menschliche Psyche sein kann. Für mich ein absolutes Highlight und ein Buch, das einen ganz besonderen Stellenwert bei mir eingenommen hat. Da kann ich natürlich nur die volle Punktzahl geben.

    Mehr
  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks