NACHTWILD

von Gin Phillips 
3,8 Sterne bei160 Bewertungen
NACHTWILD
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (96):
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Das Buch krallt sich am Herzen und der Lunge fest und lässt den Leser nicht mehr los. Mutterinstinkt wird unterschätzt!

Kritisch (18):
-Leselust-s avatar

Hat mir leider überhaupt nicht gefallen.

Alle 160 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "NACHTWILD"

Dunkler als die Nacht. Wilder als ein Tier. Näher als du glaubst.

Es ist ein herrlicher Tag und Joan besucht mit ihrem vierjährigen Sohn Lincoln den Zoo – da hört sie plötzlich Schüsse. Am Ausgang sieht sie Tote auf dem Boden liegen. Sie weiß nicht, ob die Polizei unterwegs ist, ob der oder die Täter noch in der Nähe sind. Als weitere Schüsse fallen, flüchtet sie mit Lincoln in ein leer stehendes Gehege. Das Leben ihres Sohnes hängt jetzt allein von ihr ab und davon, ob sie einen Weg finden wird, sie beide zu retten. Jedes Geräusch, jede Bewegung kann tödlich sein. Sie muss Entscheidungen treffen und Dinge tun, die sie nie für möglich gehalten hätte.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783423261968
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:304 Seiten
Verlag:dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum:29.03.2018

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Rezensionen und Bewertungen

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    TiaraFlyables avatar
    TiaraFlyablevor 5 Tagen
    Kurzmeinung: Gute Idee, jedoch ist die Umsetzung nicht so gut gelungen, wie ich es mir vorgestellt habe.
    Leseherausforderung für mich...

    Zu Beginn, muss ich zugeben, musste ich erst einmal mit dem Schreibstil der Autorin klar kommen. Ich habe mehrere Kapitel gebraucht, bis ich mich wirklich in das Buch und somit auch in die Geschichte und die Charaktere einfinden konnte.
    Die Idee, die hinter allem steht, finde ich wirklich sehr cool. Alleine mit Kind im Tierpark eingeschlossen zu sein und ums nackte Überleben kämpfen, während ein paar Irre durch die Gegend streifen und jeden Menschen jagen und töten, der ihnen vor die Flinte kommt.
    Man bekommt Einblicke in die Situationen und Gedanken anderer Beteiligten, abseits der Protagonistin, was ich jedoch sehr verwirrend fand. Mir hätte es gereicht, wenn die Autorin sehr viel intensiver auf die Gedanken, Ängste und Handlungen der Protagonistin eingegangen wäre. Schon alleine weil sie ihren Sohn bei sich hatte und somit komplett unter Strom stand.
    Alles in allem jedoch ist der Thriller sehr gelungen und sehr spannend geschrieben!

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    -Leselust-s avatar
    -Leselust-vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Hat mir leider überhaupt nicht gefallen.
    Laaangweilig.

    Ich fand es leider ganz, ganz furchtbar. Der Anfang war noch wirklich vielversprechend. Den kleinen Sohn fand ich wirklich süß und die Beziehung zwischen Mutter und Sohn wurde auch sehr deutlich. Dann passieren die Schüsse im Zoo und die unheimliche Spannung baut sich langsam auf. Weder die Mutter noch man selbst als Leser*in weiß, was genau passiert ist. Dann die ersten Leichen und man weiß: hier herrscht eine wirkliche Gefahr! Und ab da geht es leider bergab. Gefühlt hätte man den Inhalt der restlichen Seiten auch auf 50 Seiten zusammenfassen können, denn eigentlich wiederholt sich nur alles. Die Mutter hat Angst um sich und ihren Sohn und ist gewillt alles zu tun, um sich und ihn zu schützen und zu verteidigen. Absolut nachvollziehbar. Aber irgendwie passiert nichts. Sie verstecken sich. Sie haben Angst. Die Jäger kommen näher. Sie verstecken sich weiter. Sie haben noch mehr Angst. Irgendwann hatte ich dann echt keine Lust mehr, weiter zu lesen und habe stellenweise die Seiten nur noch überflogen. Das Buch konnte mich einfach nicht fesseln. Im Gegenteil: zu großen Teilen fand ich es leider tatsächlich echt langweilig.
    Eine absolute Enttäuschung für mich. Schade!

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    anushkas avatar
    anushkavor 3 Monaten
    Subtil und mit leider allzu realistischem Szenario

    Es soll einfach nur ein Ausflug in den Zoo sein. Der 4-jährige Lincoln hat ihn sich gewünscht und so geht Joan wie so oft mit ihrem Sohn im Zoo spazieren. Es beginnt zu dämmern und die beiden gehen Richtung Ausgang um noch vor Torschluss draußen zu sein und einen idyllischen Tag zuende zu bringen. Doch als sie auf den Ausgang zustreben, merkt Joan, dass etwas nicht stimmt. Dann hört sie Schüsse und sieht Leute am Boden liegen. Durch den Ausgang zu flüchten scheint für Joan keine Option und so laufen sie wieder in den Zoo hinein und verstecken sich in einem Gehege. Unwissend darüber, ob die Polizei bereits vor Ort ist, harren sie dort aus und Joan versucht alles, dass die Täter, die durch den Zoo streifen und dabei Jagd auf alles machen, was sich bewegt, sie nicht bemerken. Doch das ist gar nicht so einfach mit einem 4-jährigen Kind ...

    "Nachtwild" ist ein Thriller, der seine Spannung nicht aus blutigen Szenarien und brutalen Handlungen zieht, sondern eher von feinsinniger und subtiler Spannung lebt. Es ist von Anfang an klar,  dass Joan und ihr Sohn tot sind, sollten die Amokläufer auf sie aufmerksam werden. Es handelt sich hier um keine wilde Verfolgungsjagd mit übermenschlichen Heldenaktionen der Protagonistin, sondern um die lähmende Panik, die aufkommt, wenn sich eine andere Mutter mit einem schreienden Baby ihrem Versteck nähert oder wenn das eigene 4-jährige Kind irgendwann keine Lust mehr auf dieses blödes Versteckspiel hat und anfängt, herumzunörgeln oder einen Wutanfall zu bekommen. Eltern können das nur allzu gut nachvollziehen. Dementsprechend beklemmend war dieses Buch beim lesen und ließ mich fast durchgängig den Atem anhalten. Schließlich bewegen sich Joan und Lincoln doch durch den Zoo, denn Lincoln bekommt Hunger und droht zu eskalieren und so steigt die Angst, nicht zu wissen, wo die Täter gerade sind und welches Geräusch das verräterische sein könnte.
    Nicht ganz so überzeugend fand ich die Perspektivenwechsel, da diese nicht konsequent genug durchgezogen wurden und die aus Sicht der Täter nicht wirklich einen guten Einblick in deren Psyche gaben, sondern eher etwas wirr waren.

    Insgesamt ist "Nachtwild" aber ein fast durchweg spannendes Buch der unblutigeren und unspektakuläreren Art, mit einem wichtigen und gut durchdachten Hintergrund, der leider in der heutigen Zeit nur allzu realistisch ist und seinen Spannungsfaktor unter anderem genau daraus bezieht. Ein kurzweiliges Buch, das ich innerhalb kürzester Zeit durch hatte.

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    FleurDeVies avatar
    FleurDeVievor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Intensiver, detailreicher Thriller, der mich unruhig und mit (zu) vielen Fragen zurücklässt
    Außergewöhnlicher Thriller mit kleinen Schwächen

    Da ich selbst noch keine Mutter bin, habe ich mich von Anfang an gefragt, inwiefern ich mich in diesem Buch zurechtfinden werde. Es war mir klar, dass ein Fokus auf der Mutter-Sohn-Beziehung liegt, aber ich schätze, diese besondere Art der Liebe von Eltern zu ihren Kindern kann man nicht verstehen, wenn man es noch nicht erlebt hat. 

    Nichtsdestotrotz hat "Nachtwild" es geschafft, mir diese Liebe etwas näherzubringen. 
    Die Rückseite hatte mir allerdings mehr Momente versprochen, in denen Joan tatsächlich extreme Entscheidungen fällen muss. Gut, in gewisser Hinsicht gab es die auch, aber dieses ganze "Wie weit würdest du gehen"-Bla-Bla kam bei mir nie richtig an. 

    Das Buch lebt von den leisen Tönen, atmet diese unterschwellige Bedrohung, und die meiste Zeit wartet man darauf, dass etwas Furchtbares passiert. 
    Die Zookulisse wird dabei sehr detailliert dargestellt, ich konnte mir alles sehr gut bildlich vorstellen, aber für meinen Geschmack hätte man aus diesem besonderen Schauplatz noch mehr herausholen können. Ich dachte, dass die Tiere eine größere Rolle spielen würden, als sie es tatsächlich tun. 

    Ein Leseflow war bei mir definitiv vorhanden, ich hatte nie das Gefühl, das Buch jetzt aus der Hand zu legen und erstmal nicht mehr aufzuschlagen. 

    Ich habe wirklich mitgefiebert, wie es für Joan, Lincoln und die Nebencharaktere letztendlich ausgehen wird, aber das Ende war für mich eine kleine Enttäuschung. 
    Zu viele Fragen bleiben unbeantwortet, und auch wenn mir der "Showdown" prinzipiell ganz gut gefallen hat, hätte ich mir wirklich gewünscht, einen zumindest etwas runderen Abschluss zu finden. Man leidet so lange mit und wird dann über so vieles im Ungewissen gelassen. Eigentlich habe ich nichts gegen ein offenes Ende, und es passt auch zu dem Buch, aber das war mir einfach zu viel. Schade.

    Mit etwas mehr NachtWILD und einem befriedigenderen Schluss hätte es dann auch 5 Sterne gegeben, so bleibt dieses intensive, gut erzählte Buch bei guten 4 Sternen hängen. 
    Wer mal einen etwas anderen Thriller lesen möchte und einen Einblick in die Ängste und Gedanken einer Mutter in einer absoluten Notsituation nicht scheut, der sollte Nachtwild auf jeden Fall lesen. 

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    tine1211s avatar
    tine1211vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: spannende Stunden
    Spannend

    Nachtwild von Gin Phillips

     

    Joan und ihr kleiner Sohn Lincoln verbringen einen wundervollen Tag im Zoo. Es ist schon spät und sie beeilen sich, damit sie den Zooausgang noch vor der Schließung erreichen, als sie plötzlich Schüsse hört. Am Ausgang liegen Tote und plötzlich steht einer der Täter mit einem Gewehr und ihr den Rücken zugewandt vor ihr. Sie weiß nicht, ob die Polizei auf dem Weg ist und flüchtet sofort mit ihrem Sohn in ein leer stehendes Gehege. Ihr Leben und das ihres Sohnes hängen nun von ihr ab und jedes Geräusch und jede Bewegung kann tödlich sein. Denn die Jäger sind hinter ihrer Beute her.

    Wenn man sich in die Situation hineinversetzt, in der man einen wundervollen Tag im Zoo verbringt und nur wenige Stunden um sein Leben rennen muss und Leben oder Tod davon abhängig ist, wie gut man sich verstecken kann, ist diese Situation überaus beängstigend. Genau das ist, was Gin Phillips in ihrem neuen Thriller erreichen will. Sie erzeugt aus einer harmlosen Alltagssituation einen absoluten Albtraum, der jeden Menschen jederzeit treffen kann. Der Schreibstil ist so fesselnd, dass der Leser sich so gut hineinversetzen kann, als wäre er selber im Zoo. Ich habe bereits von Beginn an mit Joan mitgelitten und erwischte mich oft dabei, wie ich Lincoln am liebsten den Mund zugehalten hätte. Einemvierjährigen Kind klar zu machen, dass es keine Geräusche machen darf, ist real fast unmöglich.

    Es gibt nicht viele Bücher, die ich in einem Tag vollständig durchlese, aber genau dies ist auch bei Nachtwild passiert. Bis auf 30 Seiten, die ich unfreiwillig erst am Folgetag beendet habe, habe ich nach Feierabend begonnen und kam aus der Geschichte einfach nicht mehr heraus. Ich hätte auch die letzten Seiten noch gelesen, wenn mein Wecker nicht so früh klingeln würde und es nicht schon so enorm spät gewesen wäre. Nachtwild vermittelt ein wenig von dem Horror, wie es bei Amokläufen den Opfern ergangen sein muss. Das Buch ist einfach geschrieben, sodass jeder der Story problemlos folgen kann.

    Ganz ohne Kritik geht es leider dennoch nicht. Die Geschichte, die überwiegend aus Verstecken besteht und der Todesangst, entdeckt zu werden, hätte an manchen Stellen mehr ausgebaut werden können. Für sein Alter war der Sohn in dieser Sitaution sehr folgsam, was in der Realität wohl eher seltener passiert.Schreien, weinen und toben wären sicherlich naheliegender gewesen. Hier hätte man die empfundene Angst wesentlich mehr ausbauen können. Auch ist am Ende nicht ganz klar, wer von den Überlebenden es bis zum Schluss geschafft hat. Das Ende kam sehr plötzlich und schnell. Mich hätte interessiert, warum die Täter zu diesem Schritt gegriffen haben, was die Motivation dazu war und wieviele Menschen und Tiere zu Schaden kamen. Diese Antwort ließ sich leider nicht wirklich abschließend klären.

    Für mich war das Buch dennoch ein absolutes Highlight zum Feierabend.

    Natürlich empfehle ich es gerne weiter und vergebe 3 von fünf Sternen.

    Erschienen im dtv Verlag 2018

    ISBN 978-3-423-26196-8

    302 Seiten

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    SandraKathvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Clever und aufmerksam erzählt, aber für eine ganz bestimmte Zielgruppe gemacht.
    Wer Mutter ist und Thriller liebt, kommt voll auf seine Kosten!

    Joan will mit ihrem Sohn Lincoln einen schönen Nachmittag im Zoo verbringen, doch sie ist zu spät dran und muss sich beeilen, um noch den Ausgang zu erreichen, bevor der Zoo schließt. Dass ihr Sohn ein bisschen getrödelt hat, stellt sich jedoch als großes Glück heraus, als sie am Eingang Leichen liegen sieht und einen Mann mit einer Waffe, der nach weiteren Zielen Ausschau hält. Gemeinsam mit Lincoln versteckt sie sich in einem Tiergehege und mit zunehmender Zeit, die vergeht, erkennt Joan, dass keine Hilfe kommt und das Leben ihres Sohnes jetzt allein in ihrer Hand liegt. 

    Ich muss klar sagen, dass ich wohl nicht zur Zielgruppe gehöre, denn das Buch war einfach nicht mein Fall. Der Hauptfokus im Buch liegt wirklich auf den Muttergefühlen Joans. 
    Sie denkt sehr viel darüber nach, wie sehr sich Lincoln verändert hat und wie viel er noch erleben wird. Wie schwer er ist, wenn sie ihn auf dem Arm hat oder wie er riecht.  
    Lincoln verhält sich auch wie ein typischer 4-Jähriger, zumindest in mancher Hinsicht. In gewissem Sinne ist er ziemlich erwachsen und versteht - für mein Empfinden - ziemlich viel von dem, was um ihn herum passiert. Andererseits nörgelt er, wenn er Hunger hat, und hört nicht auf, bis er einen Cracker kriegt, auch wenn seine Mutter Todesangst hat. 
    Mir ist klar, dass das aus objektiver Sicht authentisch ist, aber mich hat es ehrlich gesagt ab einem gewissen Punkt einfach nur noch genervt. Gerade in der Hörbuchfassung - die übrigens toll gesprochen ist! - hab ich wirklich schon die Augen verdreht, wenn Lincoln mal wieder quengelt. 
    Ich hab da einfach nicht die Geduld einer Mutter, schätze ich... 

    Gut fand ich dagegen die unkonventionelle Idee des Thrillers! Es wird wirklich aus einer ganz alltäglichen Situation ein Horrorszenario gesponnen - und dieses war, dafür dass es eben so alltäglich ist, wahnsinnig komplex! Insbesondere die Motive der Täter sind nicht so oberflächlich, wie sie es hätten sein können, wenn es sich die Autorin ein bisschen leichter gemacht hätte.  
    Und toll fand ich auch die ganzen Gedanken, die sich Joan macht, die so nebensächlich wirken in der Situation, die sie durchmacht, die aber gerade deswegen so glaubwürdig wirken! So viele kleine Beobachtungen und "Was wäre, wenn"-Gedanken, die sich offenbar nicht nur Joan macht, sondern auch die Autorin. 
    Dadurch, dass Lincoln als kleines Kind noch überall Wunder sieht, kommt noch der Appell an den Leser dazu, die Augen aufzumachen und das Schöne in der Welt zu sehen. 
    Gut gefallen haben mir auch die Perspektiven der anderen Figuren, die man immer mal wieder zwischendurch kriegt, sodass man nicht nur in Joans Gedanken gefangen ist und sieht, mit welchen Überlegungen sie recht hat, und wo sie nur spekuliert. Wo sie richtig entscheidet, und wo falsch. 

    Für Leser, die Joans Gefühle als Mutter nachvollziehen können und auf der Suche nach Nervenkitzel sind, würde ich das Buch auf jeden Fall empfehlen! 
    Für alle anderen ist das Lesevergnügen vielleicht ein bisschen getrübt, so wie für mich. 

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    heinokos avatar
    heinokovor 3 Monaten
    Ein leiser, ein feinsinniger Thriller

    Ein leiser, ein feinsinniger Thriller

     

    Nein, das ist kein Buch zum Thema Attentäter oder Amoklauf oder ein Beitrag zur Diskussion über Amerikas freiheitlichen Umgang mit Waffen. Ein Thriller ist dieses ungewöhnliche Buch jedoch ohne Zweifel, denn es erfüllt alle Kriterien, die ein Thriller per definitionem haben muss: Dauerhafte Spannung über das gesamte Buch hinweg und einen Helden, der sich gegen Gewalteinwirkung seines Gegenspielers behaupten muss. Jedoch glaube ich, dass es der Autorin um etwas ganz anderes ging…

    Das Buch beschreibt vier Stunden im Leben von Joan und ihrem vierjährigen Sohn Lincoln. Sie verbringen einen schönen Tag im Zoo. Als sie sich gerade auf den Weg zum Ausgang machen, fallen plötzlich Schüsse. Joan sieht in der Ferne Tote auf dem Boden liegen und flüchtet sofort mit Lincoln in ein unbewohntes Tiergehege. Ihrer beider Überleben hängt nun davon ab, dass sie unsichtbar und unhörbar bleiben. Aber wie gelingt das mit einem wissbegierigen, lebhaften vierjährigen Jungen?

    Der Autorin ist etwas Besonderes gelungen, wie ich finde. Denn der packende Thriller lebt nicht von vielen Aktionen, nicht von angehäuften Grausamkeiten, von in die Irre führenden Täterspuren, sondern ist angefüllt mit der facettenreichen Schilderung einer Mutterliebe, die über sich hinauswächst, mit der Darstellung der geradezu symbiotischen Verbindung zwischen Joan und Lincoln. Die überaus dichte, extrem detaillierte Schreibweise lässt uns tief eintauchen in das Psychogramm einer Über-Mutter, die ihrem fantasievollen Jungen alles mitgeben will, dessen sie fähig ist und die Löwenkräfte entwickelt, als es darum geht, ihren Sohn zu beschützen.

    Ein leiser, ein feinsinniger Thriller ist der Autorin da gelungen. Mit Herzklopfenspannung liest man sich durch die Seiten und wagt kaum zu atmen, weil man zusammen mit Joan und Lincoln vier Stunden feststeckt in Beklemmung und Angst mit dem Wissen, dass Flüstern schon zu laut ist.

     


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    tianvor 4 Monaten
    Fesselnd bis zum Ende

    Nachtwild ist ein Thriller, der nichts für schwache Nerven ist. Der Leser fühlt von Anfang an die Beklemmungen und die Panik der Mutter. Dieser wird sozusagen mit eingesogen in die Begebenheiten. Dabei spielt das Buch in einem Zoo statt. Die Mutter will zusammen mit ihrem Kind diesen verlassen, da er langsam schließt und die Besucher sich langsam Richtung Ausgang begehen. Doch dann hören sie Schüße und die ersten Menschen werden am Boden gefunden. Da der Ausgang versperrt ist, beginnt das Rennen um das Überleben. Wie bekommt man das hin, dass das eigene Kind so gut wie nichts mitbekommt und gleichzeitig ruhig bleibt? Virtuos schafft es die Autorin den Leser zu fesseln und mitzufiebern. Ich selbst konnte das Buch nicht zur Seite legen!

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    julemausi89s avatar
    julemausi89vor 4 Monaten
    Enttäuschend

    Joan ist mit ihrem kleinen Sohn Lincoln zu einem ihrer üblichen Besuche im Zoo unterwegs, als plötzlich Schüsse fallen. Um sich zu retten, bleibt ihnen nichts anderes übrig, als sich zu verstecken und auf Rettung zu warten...

    Der Klappentext verspricht ein spannendes Buch, voll atemloser Dramatik; Joan soll angeblich gezwungen sein, dramatische Entscheidungen zu treffen.

    Davon war meiner Meinung nach nicht allzu viel zu spüren. Ja, es ist spannend und man wartet darauf, dass der oder die Täter gefasst werden. Und ja, Joan muss ein oder zwei Entscheidungen treffen, die niemandem leicht gefallen wären. Aber der Großteil des Buches besteht aus Rückblicken in Lincolns Kindheit, die für den Fortlauf der Geschichte nichts beitragen. Ab und zu tauchen auch andere Personen auf. Diese verschwinden aber auch genauso schnell und lautlos wieder in der Versenkung, wie sie aufgteaucht sind.

    Am enttäuschendsten fand ich allerdings das Ende, da es mich vollkommen unbefriedigt und vor allem unwissend zurück lässt.

    Fazit: Ja, eine gewisse Grundspannung war schon vorhanden, erfüllt aber nicht die durch den reißerischen Klappentext geschürten Erwartungen.

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    nellsches avatar
    nellschevor 4 Monaten
    Spannend und fesselnd

    Joan besucht mit ihrem vierjährigen Sohn Lincoln wie so häufig den Zoo. Kurz bevor der Zoo schließt, machen sie sich auf den Weg zum Ausgang. Dann hört Joan Schüsse und sie sieht Tote auf dem Boden liegen. Sie weiß nicht, wo der Täter ist. Sie weiß nur, dass sie sich und Lincoln in Sicherheit bringen muss. Sie flieht kurzerhand in ein leer stehendes Gehege. Ihr Leben und das ihres Sohnes hängt nun davon ab, dass der Täter sie nicht entdeckt. Jedes Geräusch und jede Bewegung kann tödlich sein. 

    Dieser Thriller hat mich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. Der Schreibstil ist wahnsinnig authentisch und fesselnd, so dass ich das Gefühl hatte, mit Joan gemeinsam im Zoo zu sein. 
    Die Bemühungen von Joan, sich still und versteckt zu verhalten und vor allem auch Lincoln zur Ruhe zu bringen, damit der Täter sie nicht entdeckt und tötet, waren unglaublich spannend. Immer wieder muss Joan ihren Sohn bitten, nur zu flüstern. Da Lincoln gerade mal vier Jahre ist, ist das natürlich ein äußerst schwieriges Unterfangen. Und dann muss Joan zum Schutz ihres Sohnes auch noch wahnsinnig schwere Entscheidungen treffen, bei denen ihr Zwiespalt nachvollziehbar dargestellt wird. 
    Neben den Passagen um Joan gibt es auch Abschnitte des Täters. Dadurch bekommt man als Leser so langsam einen Einblick, was der Hintergrund für diese Tat ist. Das fand ich sehr interessant. 
    Sehr gelungen fand ich es auch, dass die Kapitel jeweils die Uhrzeit als Überschrift tragen. Dadurch wurde immer wieder bewusst, wie viel in der relativ kurzen Zeit passiert. 
    Die Spannung wurde sofort sehr gut aufgebaut und gehalten. Das Buch war so spannend, dass ich es nicht beiseite legen wollte. 

    Ich kann diesen spannenden Thriller empfehlen und vergebe 5 von 5 Sternen.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Marina_Nordbrezes avatar

    Dunkler als die Nacht. Wilder als ein Tier. Näher als du glaubst.

    Aus einem fröhlichen Ausflug mit ihrem kleinen Sohn in den Zoo wird binnen Sekunden ein bitterer Kampf ums Überleben für Joan. Schüsse fallen. Doch woher kommen sie? Wie kommt sie gemeinsam mit ihrem Sohn aus der Gefahrenzone? Joan muss Ruhe bewahren ... aber wie gut wird ihr das gelingen, wenn jedes Geräusch den Tod bedeuten kann?

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    Über das Buch      
    Es ist ein herrlicher Tag und Joan besucht mit ihrem vierjährigen Sohn Lincoln den Zoo – da hört sie plötzlich Schüsse. Am Ausgang sieht sie Tote auf dem Boden liegen. Sie weiß nicht, ob die Polizei unterwegs ist, ob der oder die Täter noch in der Nähe sind. Als weitere Schüsse fallen, flüchtet sie mit Lincoln in ein leer stehendes Gehege. Das Leben ihres Sohnes hängt jetzt allein von ihr ab und davon, ob sie einen Weg finden wird, sie beide zu retten. Jedes Geräusch, jede Bewegung kann tödlich sein. Sie muss Entscheidungen treffen und Dinge tun, die sie nie für möglich gehalten hätte.

    >> Hier gibt es die Leseprobe und weitere Infos zum Buch für den ersten Eindruck

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