Nachtwild

von Gin Phillips 
3,3 Sterne bei12 Bewertungen
Nachtwild
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Positiv (5):
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Bis zum Schluss war es für mich eine 5-Sterne-Geschichte, aber ich mag keine offenen Enden.

Kritisch (2):
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Gute Idee, aber für meinen Geschmack mit mehr Schwächen als Stärken umgesetzt.

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Inhaltsangabe zu "Nachtwild"

Es ist ein herrlicher Tag, und Joan besucht mit ihrem vierjährigen Sohn Lincoln den Zoo – als plötzlich Schüsse fallen. Am Ausgang liegen Tote auf dem Boden. Joan weiß nicht, was geschehen ist, ob die Polizei unterwegs ist, ob der oder die Täter noch in der Nähe sind. Als sie weitere Schüsse hört, flüchtet sich Joan mit Lincoln in ein leerstehendes Gehege. Das Leben ihres Sohnes hängt jetzt allein von ihr ab und davon, ob sie einen Weg finden wird, sie beide zu retten. Jedes Geräusch, jede Bewegung kann tödlich sein. Das Thriller-Ereignis des Jahres, ungekürzt gelesen von Star-Sprecherin Andrea Sawatzki u.v.a.

Ungekürzte Lesung mit Andrea Sawatzki, Maren Kroymann, Barnaby Metschurat und Rike Schmid
6 CDs | ca. 7 h 1 min

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783742404107
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Audio CD
Verlag:Der Audio Verlag
Erscheinungsdatum:29.03.2018

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    JustMinaBlogs avatar
    JustMinaBlogvor einem Monat
    Kurzmeinung: Bis zum Schluss war es für mich eine 5-Sterne-Geschichte, aber ich mag keine offenen Enden.
    Wenn man offene Enden bei Thrillern mag, ist man hier absolut an der richtigen Stelle.

    Ich hatte die Geschichte um Joan und ihren Sohn Lincoln schon länger auf der Wunschliste. Vorgestern habe ich mich dann an das Hörbuch getraut und wurde positiv überrascht.

    Die Geschichte hat mich von Anfang an vollkommen in ihren Bann gezogen. Die Geschichte beginnt, als Joan und Lincoln sich im Zoo auf den Weg zum Ausgang machen müssen, denn über die Lautsprecher wurde mitgeteilt, dass der Zoo schließt. Auf einmal fallen jedoch weit entfernt Schüsse, die Joan zuerst für Feuerwerk oder andere ähnliche Geräusche hält, bis sie blutende Menschen sieht, die auf dem Boden liegen, von denen sich manche nicht mehr rühren. Dann erkennt sie den Ernst der Lage und sucht ein Versteck für sich und Lincoln und die Geschichte beginnt.

    Die Faszination für mich lag darin, wie gut Joan ihren Sohn kennt, und so gut auf ihn einwirken kann, damit er sich leise verhält. Aber Lincoln ist natürlich "nur" ein Kind und hat gewisse Bedürfnisse, wie Toilettengänge oder Hunger, die er irgendwann nicht mehr leise kundtut. Joan muss also handeln, auf welche Weise sie das tut, verrate ich jedoch nicht, das müsst Ihr selbst heraus finden.

    Ich war überrascht, wie abwechslungsreich Andrea Sawatzki der Mutter und dem Sohn die Stimme verleiht. Die beiden haben eine besonders innige Beziehung zueinander, was auch großartig herausgearbeitet wird. Es wurde nie langweilig und war immer spannend, das hat einiges dazu beigetragen, dass ich so schnell gefesselt war und immer lange an einem Stück zugehört habe.

    Die Handlung an sich war sehr gut ausgearbeitet, es gab viele unerwartete Wendungen, mit denen ich so nicht gerechnet habe. Des Öfteren habe ich gebannt zugehört und den Atem angehalten, "Nachtwild" ist meiner Meinung nach absolut richtig im Genre Thriller. Ebenfalls sehr gut gefallen haben mir die vier verschiedenen Perspektiven. Eine davon ist Joan, die zweite ist einer der Täter, und die anderen beiden kann ich nicht verraten, weil ich sonst spoilern würde.

    Die Geschichte bewegte sich für mich von Anfang bis fast zum Ende im 5-Sterne-Bereich, leider war das Ende aber ein offenes, was mir so gar nicht zugesagt und mich ein wenig unzufrieden zurück gelassen hat.

    Fazit:
    Wenn man offene Enden bei Thrillern mag, ist man hier absolut an der richtigen Stelle. 

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    OliverBaiers avatar
    OliverBaiervor einem Monat
    Kurzmeinung: Authentische Story um einen Amoklauf einem Tierpark- Tolle Stimmen, beklemmende Stimmung
    Kann Sie Ihren Sohn schützen?

    Inhalt:


    Es ist ein herrlicher Tag, und Joan besucht mit ihrem vierjährigen Sohn Lincoln den Zoo - als plötzlich Schüsse fallen. Am Ausgang liegen Tote auf dem Boden. Joan weiß nicht, was geschehen ist, ob die Polizei unterwegs ist, ob der oder die Täter noch in der Nähe sind. Als sie weitere Schüsse hört, flüchtet sich Joan mit Lincoln in ein leerstehendes Gehege. Das Leben ihres Sohnes hängt jetzt allein von ihr ab und davon, ob sie einen Weg finden wird, sie beide zu retten. Jedes Geräusch, jede Bewegung kann tödlich sein.

    Das Thriller-Ereignis des Jahres, ungekürzt gelesen von Star-Sprecherin Andrea Sawatzki u.v.a.

    Persönliche Meinung:

    Andrea Sawatzki, Maren Kroymann und die anderen beiden Sprecher machen dieses Hörbuch zu einem schönen Hörerlebnis. Kurzweilig, temporeich und mit einer spannenden Story unterhält dieses Hörbuch Thrillerfreunde vom Feinsten. Die Story um einen Amoklauf ist nicht neu, die Rolle einer Mutter, die mit ihrem vierjährigen Sohn dort hineingerät und Ruhe bewahren muss, verschafft klamme Spannung und absolutes Verständnis. Hörenswert

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    Irves avatar
    Irvevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Gute Idee, aber für meinen Geschmack mit mehr Schwächen als Stärken umgesetzt.
    *+* Gin Phillips: "Nachtwild" (Hörbuch) *+*

    Joan und und ihr Sohn Lincoln sind im Zoo. Sie kosten die Öffnungszeiten bis zur letzten Minute aus. Als sie endlich kurz vor dem Ausgang sind, stellt die Mutter entsetzt fest, dass dort offenbar ein Amoklauf stattgefunden hat. Schnell kehrt sie dem Ursprungsplan den Rücken und überlegt fieberhaft, welche Stelle im Zoo am sichersten ist. Sie muss sich schützen und noch viel mehr ihren Sohn.

    Ich habe selbst zwei Kinder, die zwar wesentlich älter als der vierjährige Lincoln sind, aber dennoch konnte ich mich sehr lebhaft in diese Situation hineinversetzen. Wenn es nur noch zählt, zu überleben, ein Versteck zu finden, dein Kind zu beruhigen, zufrieden zu stellen, sodass es ruhig ist und sich nicht auffällig verhält. Tausend Gedanken flitzten durch mein Hirn, Panik, Angst, aber auch Funktionalität. Was täte ich? Zunächst natürlich einen möglichst sicheren Platz finden, dann blitzschnell die Polizei informieren, mein Handy wie meinen Augapfel hüten, denn das ist die einzige Verbindung zur rettenden Außenwelt. Anschließend ab zum Absperrzaun, am besten immer daran entlang gehen, um einen zweiten oder dritten Ausgang zu finden…und vor allem, mein Kind beruhigen, NICHT panisch werden, um bloß nicht meine Angst zu übertragen. Augen und Ohren auf Habacht-Stellung vor den Tätern und auch den wilden Tieren des Schauplatzes – die Wildkatze auf dem Cover wird nicht ohne Grund dort abgebildet sein!

    So wäre ich – rein theoretisch -, wie es im tatsächlichen Fall des Falles aussähe, steht selbstredend in den Sternen. Joan reagiert so ganz anders als ich. Sie beruhigt natürlich ihr Kind, sucht eine sichere Stelle zum Ausharren….und ab da klaffen wir beide in unseren Reaktionen auseinander wie eine offene Schere. Vielleicht war dies der Grund, warum ich weder mit der Geschichte noch mit Joan als Hauptfigur klarkam. Ihre Handlungen und Gedanken konnte ich oft nicht nachvollziehen. Auch Lincoln wirkte nicht glaubhaft auf mich. Wenn man viele Vierjährige kennt oder vor einigen Jahren kannte, wundert man sich vermutlich an vielen Stellen über Ausdrucksweise, geistige Reife, logisches Denkvermögen und Argumentationsweise des Knirpses. Aber vielleicht ist er nur extrem weit seinem Alter voraus, wer weiß?

    Wer sehr gut skizziert ist, sind die Loser, die Verlierertypen, die doch einmal das Heft in der Hand behalten wollen, die auch mal Beachtung finden wollen, egal wie. Je mehr Tote es gibt, je spektakulärer ihre Aktion wird, umso besser…

    Aber es gibt nicht nur die Täter und Joan mit ihrem Sohn im Zoo, auch wenige andere Besucher sind noch dort und haben den Amoklauf überlebt. Man trifft sich – natürlich rein zufällig -, kommt ins Gespräch. Dabei und auch bei den Schwenks zu den Gedanken der anderen tun sich weitere Zufälligkeiten auf, die das Beziehungsgeflecht der aktuell im Zoo befindlichen Menschen betrifft. Zufälle auch auf anderen Ebenen, die sehr gewollt wirken sowie Handlungen, die trotz aller Logik einfach ausbleiben, machen für meinen Geschmack unterm Strich ein überkonstruktierte, mehr als unglaubwürdige Geschichte aus der Grundsituation. Man kann sich schon recht schnell denken, wie der Handlungsverlauf sein wird, erwartet einige Spannungsspitzen, die wie die ebenfalls vermutete und sehr überflüssige Überdramatik zum Schluss auch eintreffen.

    Der Thriller wurde als herausragend und wahnsinnig spannend angepriesen. Diesen Nervenkitzel habe ich leider an keiner einzigen Stelle verspürt, auch wenn die wirklich guten Sprecher ihr ganzes Können in die Waagschale geworfen haben, vermeintlich spannende Stellen entsprechend atemlos eingesprochen haben und sich auch bei den Gedankenausflügen der entsprechenden Figuren gut in diese eingefühlt haben.

    Der Stil des Buches ist mir für eine solche Ausgangssituation, viel zu unemotional umgesetzt. Die Panik der Mutter, aber auch die der anderen verbleibenden Besucher, wird häufig durch nüchterne Beschreibungen oder langatmige Erinnerungen an die eigene Kindheit oder andere vergangene Situationen ersetzt. Erstaunlicherweise ist Joans Strang nicht in der Ich-Form geschildert, was bei dieser Situation ein Füllhorn an Emotionalität hätte sein können. So war die Besorgnis für mich leider nur ansatzweise spürbar. Aber die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden!
    Die Beweggründe der Tat sind jedoch gut nachvollziehbar, bei der Umsetzung sieht es da schon anders aus. Ebenfalls bei dem Umgang mit der Situation seitens der Ordnungshüter hatte ich immer Fragezeichen auf der Stirn. Über lange Zeit dreht sich die Geschichte im Kreis. Es passiert nichts, respektive wiederholt sich dasselbe Schema…bis zum großen Knall am Schluss.

    Mein Fall war „Nachtwild“ leider nicht wirklich. Wer es spannungsmäßig aber gerne „typisch amerikanisch“ mag – weniger Emotionen und Logik, dafür mehr Spektakel und ein paar Knalleffekte – der dürfte mit diesem Thriller sehr gut beraten sein!

    Inhalt
    Joan und ihr Sohn Lincoln verbringen viel Zeit im Zoo. Vor allem in der abgelegenen Dinosaurier-Entdeckungsgrube, wo Lincoln stundenlang mit seinen Actionfiguren spielen, und Joan ihre Gedanken schweifen lassen kann.
    Als die beiden eines Tages den Zoo verlassen wollen, wundert sie sich zunächst nicht über die Stille – das Tor schließt in wenigen Minuten und sie sind spät dran. Doch kurz vor dem Ausgang macht Joan eine schreckliche Entdeckung…
    »Sie braucht einen Kaninchenbau. Einen Bunker. Einen Geheimgang.«
    Gin Phillips atemberaubender Thriller verwandelt den Zoo vom beschaulichen Kinderparadies in einen lebensgefährlichen Irrgarten: Als Joan begreift, dass am Zooeingang ein Amoklauf stattgefunden hat, rennt sie um ihr Leben und das ihres kleinen Sohnes. Die beiden verstecken sich in einem verlassenen Tiergehege und warten, bald in völliger Dunkelheit, auf Hilfe. Doch die Stille verheißt nichts Gutes, denn schnell wird klar: Die Täter sind noch immer im Zoo. Und unerbittlich auf der Suche nach neuen Opfern.
    Als ungekürzte Lesung sorgt das Hörbuch vom ersten Kapitel an für Gänsehaut und ist für Thriller-Fans ein absolutes Muss.
    Ein Hörbuch mit Spannung aus mehreren Blickwinkeln
    Das Besondere an dem atemberaubenden Thriller: Der Hörer verfolgt die Handlung nicht nur aus der Sicht von Joan und Lincoln, sondern bekommt auch Einblicke in die Gedanken der Täter und anderer Beteiligter.
    Brillant vertont von Andrea Sawatzki, Maren Kroymann, Barnaby Metschurat und Rike Schmid, beschwört »Nachtwild« immer wieder böse Vorahnungen herauf, die bis zur letzten Minute für Gänsehaut sorgen. Durch die Perspektivwechsel verharrt die Spannung auf dem Höhepunkt, während sich die finale Katastrophe unaufhaltsam nähert.

    Sprecher
    Andrea Sawatzki
    geboren 1963, ist eine der vielseitigsten Schauspielerinnen ihrer Generation und eine beliebte Hörbuchsprecherin. Für ihre Rolle als Frankfurter »Tatort«-Kommissarin wurde sie u. a. mit dem Grimme-Preis und dem Hessischen Fernsehpreis ausgezeichnet. 2009 erhielt sie den Deutschen Vorlesepreis.

    Maren Kroymann
    geboren 1949, wurde als Schauspielerin vielfach ausgezeichnet und hatte als erste Frau ab 1993 mit »Nachtschwester Kroymann« eine eigene Satire-Show in den ersten Programmen. Mit ihrer markanten und warmen Stimme begeistert sie außerdem als Sängerin und Hörbuchsprecherin.

    Rike Schmid
    geboren 1979. Die Schauspielerin sammelte schon früh erste Bühnenerfahrungen und wirkte in zahlreichen TV-Filmen und -Serien mit (u.a. »Der Fürst und das Mädchen«, »Henker und Richter«, »Die Augenzeugin«, »George«). Im Kino spielte sie in der Bollywoodproduktion „Don – The King is Back“ mit Sharukh Khan und war in der Komödie »Schwere Jungs« zu sehen. Als Hörbuchsprecherin las sie (gemeinsam mit Simon Jäger und Maria Koschny) für DAV »Sie weiß von dir« von Sarah Pinborough ein.

    Barnaby Metschurat
    (geboren 1974) ist ein beliebter deutscher Schauspieler („Solino“, „L‘auberge espagnole“, „KDD-Kriminaldauerdienst“). Für DAV hat er im Hörspiel „Königsallee“ von Hans Pleschinski mitgewirkt und „Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben“ von Matt Haig sowie „Und was hat das mit mir zu tun? Ein Verbrechen im März 1945. Die Geschichte meiner Familie“ von Sacha Batthyany eingelesen.
    Quelle: Der Audio Verlag


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    Irves avatar
    Irvevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Gute Idee, aber für meinen Geschmack mit mehr Schwächen als Stärken umgesetzt.
    *+* Gin Phillips: "Nachtwild" (Hörbuch) *+*

    Joan und und ihr Sohn Lincoln sind im Zoo. Sie kosten die Öffnungszeiten bis zur letzten Minute aus. Als sie endlich kurz vor dem Ausgang sind, stellt die Mutter entsetzt fest, dass dort offenbar ein Amoklauf stattgefunden hat. Schnell kehrt sie dem Ursprungsplan den Rücken und überlegt fieberhaft, welche Stelle im Zoo am sichersten ist. Sie muss sich schützen und noch viel mehr ihren Sohn.

    Ich habe selbst zwei Kinder, die zwar wesentlich älter als der vierjährige Lincoln sind, aber dennoch konnte ich mich sehr lebhaft in diese Situation hineinversetzen. Wenn es nur noch zählt, zu überleben, ein Versteck zu finden, dein Kind zu beruhigen, zufrieden zu stellen, sodass es ruhig ist und sich nicht auffällig verhält. Tausend Gedanken flitzten durch mein Hirn, Panik, Angst, aber auch Funktionalität. Was täte ich? Zunächst natürlich einen möglichst sicheren Platz finden, dann blitzschnell die Polizei informieren, mein Handy wie meinen Augapfel hüten, denn das ist die einzige Verbindung zur rettenden Außenwelt. Anschließend ab zum Absperrzaun, am besten immer daran entlang gehen, um einen zweiten oder dritten Ausgang zu finden…und vor allem, mein Kind beruhigen, NICHT panisch werden, um bloß nicht meine Angst zu übertragen. Augen und Ohren auf Habacht-Stellung vor den Tätern und auch den wilden Tieren des Schauplatzes – die Wildkatze auf dem Cover wird nicht ohne Grund dort abgebildet sein!

    So wäre ich – rein theoretisch -, wie es im tatsächlichen Fall des Falles aussähe, steht selbstredend in den Sternen. Joan reagiert so ganz anders als ich. Sie beruhigt natürlich ihr Kind, sucht eine sichere Stelle zum Ausharren….und ab da klaffen wir beide in unseren Reaktionen auseinander wie eine offene Schere. Vielleicht war dies der Grund, warum ich weder mit der Geschichte noch mit Joan als Hauptfigur klarkam. Ihre Handlungen und Gedanken konnte ich oft nicht nachvollziehen. Auch Lincoln wirkte nicht glaubhaft auf mich. Wenn man viele Vierjährige kennt oder vor einigen Jahren kannte, wundert man sich vermutlich an vielen Stellen über Ausdrucksweise, geistige Reife, logisches Denkvermögen und Argumentationsweise des Knirpses. Aber vielleicht ist er nur extrem weit seinem Alter voraus, wer weiß?

    Wer sehr gut skizziert ist, sind die Loser, die Verlierertypen, die doch einmal das Heft in der Hand behalten wollen, die auch mal Beachtung finden wollen, egal wie. Je mehr Tote es gibt, je spektakulärer ihre Aktion wird, umso besser…

    Aber es gibt nicht nur die Täter und Joan mit ihrem Sohn im Zoo, auch wenige andere Besucher sind noch dort und haben den Amoklauf überlebt. Man trifft sich – natürlich rein zufällig -, kommt ins Gespräch. Dabei und auch bei den Schwenks zu den Gedanken der anderen tun sich weitere Zufälligkeiten auf, die das Beziehungsgeflecht der aktuell im Zoo befindlichen Menschen betrifft. Zufälle auch auf anderen Ebenen, die sehr gewollt wirken sowie Handlungen, die trotz aller Logik einfach ausbleiben, machen für meinen Geschmack unterm Strich ein überkonstruktierte, mehr als unglaubwürdige Geschichte aus der Grundsituation. Man kann sich schon recht schnell denken, wie der Handlungsverlauf sein wird, erwartet einige Spannungsspitzen, die wie die ebenfalls vermutete und sehr überflüssige Überdramatik zum Schluss auch eintreffen.

    Der Thriller wurde als herausragend und wahnsinnig spannend angepriesen. Diesen Nervenkitzel habe ich leider an keiner einzigen Stelle verspürt, auch wenn die wirklich guten Sprecher ihr ganzes Können in die Waagschale geworfen haben, vermeintlich spannende Stellen entsprechend atemlos eingesprochen haben und sich auch bei den Gedankenausflügen der entsprechenden Figuren gut in diese eingefühlt haben.

    Der Stil des Buches ist mir für eine solche Ausgangssituation, viel zu unemotional umgesetzt. Die Panik der Mutter, aber auch die der anderen verbleibenden Besucher, wird häufig durch nüchterne Beschreibungen oder langatmige Erinnerungen an die eigene Kindheit oder andere vergangene Situationen ersetzt. Erstaunlicherweise ist Joans Strang nicht in der Ich-Form geschildert, was bei dieser Situation ein Füllhorn an Emotionalität hätte sein können. So war die Besorgnis leider nur ansatzweise spürbar.
    Die Beweggründe der Tat sind jedoch gut nachvollziehbar, bei der Umsetzung sieht es da schon anders aus. Ebenfalls bei dem Umgang mit der Situation seitens der Ordnungshüter hatte ich immer Fragezeichen auf der Stirn. Über lange Zeit dreht sich die Geschichte im Kreis. Es passiert nichts, respektive wiederholt sich dasselbe Schema…bis zum großen Knall am Schluss.

    Mein Fall war „Nachtwild“ leider überhaupt nicht. Wer es spannungsmäßig aber gerne „typisch amerikanisch“ mag – weniger Emotionen und Logik, dafür mehr Spektakel und ein paar Knalleffekte – der dürfte mit diesem Thriller sehr gut beraten sein!

    Inhalt
    Joan und ihr Sohn Lincoln verbringen viel Zeit im Zoo. Vor allem in der abgelegenen Dinosaurier-Entdeckungsgrube, wo Lincoln stundenlang mit seinen Actionfiguren spielen, und Joan ihre Gedanken schweifen lassen kann.
    Als die beiden eines Tages den Zoo verlassen wollen, wundert sie sich zunächst nicht über die Stille – das Tor schließt in wenigen Minuten und sie sind spät dran. Doch kurz vor dem Ausgang macht Joan eine schreckliche Entdeckung…
    »Sie braucht einen Kaninchenbau. Einen Bunker. Einen Geheimgang.«
    Gin Phillips atemberaubender Thriller verwandelt den Zoo vom beschaulichen Kinderparadies in einen lebensgefährlichen Irrgarten: Als Joan begreift, dass am Zooeingang ein Amoklauf stattgefunden hat, rennt sie um ihr Leben und das ihres kleinen Sohnes. Die beiden verstecken sich in einem verlassenen Tiergehege und warten, bald in völliger Dunkelheit, auf Hilfe. Doch die Stille verheißt nichts Gutes, denn schnell wird klar: Die Täter sind noch immer im Zoo. Und unerbittlich auf der Suche nach neuen Opfern.
    Als ungekürzte Lesung sorgt das Hörbuch vom ersten Kapitel an für Gänsehaut und ist für Thriller-Fans ein absolutes Muss.
    Ein Hörbuch mit Spannung aus mehreren Blickwinkeln
    Das Besondere an dem atemberaubenden Thriller: Der Hörer verfolgt die Handlung nicht nur aus der Sicht von Joan und Lincoln, sondern bekommt auch Einblicke in die Gedanken der Täter und anderer Beteiligter.
    Brillant vertont von Andrea Sawatzki, Maren Kroymann, Barnaby Metschurat und Rike Schmid, beschwört »Nachtwild« immer wieder böse Vorahnungen herauf, die bis zur letzten Minute für Gänsehaut sorgen. Durch die Perspektivwechsel verharrt die Spannung auf dem Höhepunkt, während sich die finale Katastrophe unaufhaltsam nähert.

    Sprecher
    Andrea Sawatzki
    geboren 1963, ist eine der vielseitigsten Schauspielerinnen ihrer Generation und eine beliebte Hörbuchsprecherin. Für ihre Rolle als Frankfurter »Tatort«-Kommissarin wurde sie u. a. mit dem Grimme-Preis und dem Hessischen Fernsehpreis ausgezeichnet. 2009 erhielt sie den Deutschen Vorlesepreis.

    Maren Kroymann
    geboren 1949, wurde als Schauspielerin vielfach ausgezeichnet und hatte als erste Frau ab 1993 mit »Nachtschwester Kroymann« eine eigene Satire-Show in den ersten Programmen. Mit ihrer markanten und warmen Stimme begeistert sie außerdem als Sängerin und Hörbuchsprecherin.

    Rike Schmid
    geboren 1979. Die Schauspielerin sammelte schon früh erste Bühnenerfahrungen und wirkte in zahlreichen TV-Filmen und -Serien mit (u.a. »Der Fürst und das Mädchen«, »Henker und Richter«, »Die Augenzeugin«, »George«). Im Kino spielte sie in der Bollywoodproduktion „Don – The King is Back“ mit Sharukh Khan und war in der Komödie »Schwere Jungs« zu sehen. Als Hörbuchsprecherin las sie (gemeinsam mit Simon Jäger und Maria Koschny) für DAV »Sie weiß von dir« von Sarah Pinborough ein.

    Barnaby Metschurat
    (geboren 1974) ist ein beliebter deutscher Schauspieler („Solino“, „L‘auberge espagnole“, „KDD-Kriminaldauerdienst“). Für DAV hat er im Hörspiel „Königsallee“ von Hans Pleschinski mitgewirkt und „Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben“ von Matt Haig sowie „Und was hat das mit mir zu tun? Ein Verbrechen im März 1945. Die Geschichte meiner Familie“ von Sacha Batthyany eingelesen.
    Quelle: Der Audio Verlag


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    Archers avatar
    Archervor 4 Monaten
    Mutter und Sohn

    Joan ist die Mutter eines vierjährigen Jungens, Lincoln. Gern verbringt sie die Nachmittage mit ihm im Zoo, und auch heute ist einer dieser Nachmittage. Kurz vor Schließung des Zoos streben sie auf den Ausgang zu, doch plötzlich fallen Schüsse und Joan sieht die ersten Toten auf den Wegen liegen. Alles, woran sie denken kann, ist, sich mit ihrem Sohn in Sicherheit zu bringen, und deshalb sucht sie ein Versteck. Die Zeit vergeht, es wird dunkel, sie bemerkt zwei Attentäter, doch die Polizei kommt nicht. Und jetzt?

    Ehrlich, diese Frage habe ich mir zum Schluss dann auch gestellt. Aus der Sache hätte man so viel rausholen können, so viel fingernägelkauende Spannung, aber Tatsache ist, es war zu 90 Prozent megalangweilig. Wahrscheinlich lesen Mütter dieses Buch einfach anders, können sich besser in Joan reinversetzen, aber mir ging dieses ewige Abschweifen der Gedanken der Frau total auf die Nerven. Bis zu einem gewissen Zeitpunkt lang habe ich sie regelrecht gehasst, sie war so von sich eingenommen und ihre Gedanken bewegten sich auf Wegen, die ich nicht nachvollziehen konnte. Die ständigen Beschreibungen von Lincoln, die Mutter-Sohn-Nähe ließ bei mir eigentlich nur das Bild einer alten (sie ist über 40) Helicoptermutter aufkommen und ich konnte es schon nicht mehr hören: Lincolns Haut, sein Geruch, seine Festigkeit oder Weichheit oder was weiß ich alles. Schön, dass die eine gute Beziehung haben, aber es langweilt. Leider nahm das viel zu viel Platz ein. Viel lieber hätte ich mehr über Robby, einen der Amokschützen gehört, dem einfach nur ein paar Tassen im Schrank fehlten, um zu verstehen, was er da echt abzieht. Oder über Caitlyn, das nette, tapfere Mädchen, selbst Mrs Powell erschien mir interessanter als Joan mit ihrem ganzen gedanklichen Gelaber. Richtig gut jedoch waren die Leser, herausragend hierbei Barnaby Metschurat, der den wirren, etwas unterbelichteten Robby so genial brachte, dass man ihn direkt vor sich sehen konnte. Schade, dass eben jene anderen Protagonisten so wenig Raum bekamen. Das Buch wird durch die Sprecher um einen ganzen Punkt aufgewertet, ansonsten könnte man es völlig abhaken.

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    jawolf35s avatar
    jawolf35vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Thriller oder nicht ? Ein Aktuelles Thema ,Spannung aber auch einige Schwächen
    Leider zu viele offene Fragen am Ende für mich .

    Nachdem das Buch nun seit geraumer Zeit über diverse Buchseiten geistert ,bin ich neugierig geworden .


    Der Plot sprach mich an  ,da das Thema doch gegenwärtig sehr aktuell ist 

    Hier nun meine persönliche Meinung zu Nachtwild in der ungekürzten Hörbuch- Fassung.

    Zum Inhalt .

    Joan nutzt den schönen Tag um mit ihrem 5 jahrigen Sohn wie so oft im im Zoo Park zu verbringen .
    Doch zum Ende wird die Idyllen gestört ,muss sie auf dem Rückweg zum Ausgang feststellen ,das gegenwärtig ein Amoklauf im Zoo stattfindet und ein Durchkommen zum Ausgang nicht möglich ...
    Was also tun ?

    Zum Hörbuch

    Gesprochen von Andrea Sawatzki ,die meiner Meinung nach ihre Sache sehr gut macht .
    Sie wechselt sehr gut die Stimmungen auch oft sehr emotionslos ,was aber gut zum Handeln der Protagonistin passt .

    Meine Meinung

    Das Storyboard hat mir ansich gut gefallen ,jedoch waren einige Stellen recht langatmig für mich .
    So waren die Gedankengänge der Hauptprotagonistin oft für mich etwas fehlt am Platz ,es ist zwar gut wenn man so den Protagonisten näher kommen kann ,aber einiges hat mich dann doch gelangweilt .
    Huhu kannst das noch das springen zwichen den Protagonisten manchmal etwas verwirrt hat ,hier kommen auch die Täter zu Wort ,jedoch bleibt hier vieles in dunklen und man kann nur ihren teils sehr Wirren Gedanken und Taten folgen ohne das man irgendwelche Beweggründe erfahren würde 
    Auch am Ende waren bei mir doch noch etliche offene Fragen die mich ein wenig ratlos zurück gelassen haben .
    Und schlussendlich die Frage ,ist es ein Thriller ? 
    Ich würde sagen jain ! 

    Von daher von mir 3,5 Sterne 

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    merlin78s avatar
    merlin78vor 5 Monaten
    Action trifft auf Muttergefühle!

    Nach dem Kindergarten verbringt Joan gerne ihre Zeit mit ihrem Sohn Lincoln im Zoo. Dort kann der kleine mit seinen Actionfiguren im Sand spielen und sie kann in Ruhe ihren Gedanken nachgehen. Doch als sie sich dieses Mal nach der Auszeit auf den Weg zum Ausgang machen, ist etwas anders. Sie hören Schüsse und sehen Menschen, die zusammengesackt auf dem Boden liegen. Joan schaltet schnell und bringt sich und ihren Sohn erst einmal in Sicherheit. Aber ist sie wirklich sicher oder muss sie weiter um ihr beider Leben fürchten?

    „Nachtwild“ ist ein Thriller aus der Feder von Gin Phillips und wurde vom Audio-Verlag als Hörbuch umgesetzt. Abwechselnd wird die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt, die von Andrea Sawatzki, Maren Kroymann, Rike Schmid und Barnaby Metschurat authentisch gesprochen werden.

    Im Fokus dieser dramatischen Erzählung steht Joan, die eine starke Persönlichkeit hat. Sie ist eine leidenschaftliche Mutter und berichtet viel über ihre Erlebnisse mit ihrem Sohn. Diese nehmen auch den Hauptanteil ihrer Erzählungen ein, zumindest zu Beginn. Später ändert sich das ein wenig, denn dann liegen ihre Sorgen bei ihrem Sohn und dem Überleben der gefährlichen Situation.

    Interessant sind auch die anderen Charaktere, die immer wieder zwischendurch kurz eingeblendet werden und so auch andere Perspektiven darstellen. Nicht nur Opfer, auch der Täter erhält genügend Raum sich zu präsentieren und seine Gedanken zu offenbaren.

    Insgesamt ist die Handlung durchaus aufregend, wenn auch durch die etwas langatmige Erzählung von Joan einiges an Spannung auf der Strecke bleibt. Doch Andrea Sawatzki spricht die junge Frau so lebendig und ausdrucksstark, dass es ganz leichtfällt, sie sich vorzustellen. Ihre Probleme werden realistisch und der Hörer hat das Gefühl, an ihrer Seite zu sein, ob er nun will oder nicht. Doch Frau Sawatzki hat einfach ein Talent dafür, den Hörer zu fesseln und zum Weiterhören zu verführen.

    Action trifft auf Muttergefühle

    Mein persönliches Fazit:
    Die Aufmachung und die Sprecher sind hervorragend in Szene gesetzt worden. Durch den Wechsel der Erzählperspektiven habe ich mir alles sehr lebendig und bildlich vorstellen und mir verschiedene Szenarien während der Handlung ausmalen können. Das einzige Manko, welches ich leider anmerken muss, sind die viel zu ausschmückenden Erzählungen von Joan über ihren Sohn Lincoln. Als Mutter konnte ich mich in vielen Erinnerungen wiederfinden, doch für die Spannung selbst hat es leider den gegenteiligen Effekt. Wer also keine eigenen Kinder hat oder eher weniger euphorisch über dieses Thema nachdenkt, könnte durch die ausschweifenden Darstellungen schnell überfordert sein.
    Doch ansonsten hat Gin Phillips eine sehr bildliche und glaubwürdige Kulisse kreiert, die für viel Dramatik sorgt. Der Hörer kann sich entspannt zurücklehnen und sich auf ein gut siebenstündiges Abenteuer einlassen, das fesselt und zum Weiterhören verführt. Ich selbst habe mich durchaus gut unterhalten gefühlt und kann das Werk auch gerne weiterempfehlen.

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    Daniel_Allertseders avatar
    Daniel_Allertsedervor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Thriller, der leider keiner ist
    Ein Thriller, der leider keiner ist

    Ein Zoo. Eine Mutter und ihr Kind. Tiere des Waldes, Tiere der Wüste, Tiere des Meeres auf einem Geländer. Schüsse, die die Stille zerreißen. Und eine Frau, die um das Leben ihres Sohnes und um das Ihre kämpft.

       Ein poetischer, gefühlvoller Einstieg verspricht ein Hörbuch voller Spannung. Zumindest war der Anfang sehr erregend und wohltuend. Die „Grand-Dame“, Andrea Sawatzki, vertont die Figur der Joan; der liebevollen Mutter, der fürsorglichen Frau und der Frau mit dem großen Gedankengut. Frau Sawatzki vertont auch den Sohn von Joan, Lincoln, der, wie die Hauptfigur es in ihren Gedanken so schön erzählt, ein Wunder ist, ein außergewöhnlicher junger Mann.

    Andrea Sawatzki sprach nüchtern; hob die Stimme, als sie Lincoln begann zu sprechen; wurde wieder weicher, als sie Joan vertonte – leider aber war Andrea Sawatzki nicht in ihrer Bestleistung, so finde ich. Manchmal war es sehr träge und unspektakulär, manchmal etwas stockend. Es lag nicht nur an der dahinplätschernden Erzählweise, sondern vielmehr, beziehungsweise primär, an der beginnenden Storyline des Thrillers, denn Gin Phillips fokussiert sich anfänglich nicht auf den eigentlichen Konflikt des Buches, der Schuss und die Angreifer, sondern mit der Prämisse: Wie verhaltet man sich als Mutter? Welche Gefühlsregungen wüten in der Mutter, wie verhält sich das Kind, wie hält man es still, wie beruhigt man es – die Autorin setzt daher den Fokus sehr auf diese Fragen, auf diese Ausgangssituationen, auf dieses Problem, und der Roman beginnt daher sehr träge und – für einen Thriller – unspektakulär. Lediglich die Szene der Flucht war aufregend, war spannend, doch dann plätschert der weitere Verlauf etwas dahin. Ich war etwas enttäuscht, auch, weil dieser Aspekt des Zoos etwas außen vor gelassen wurde. Man hätte prima mit den Tieren arbeiten können, man hätte perfekt Tiger und Elefanten einsetzen können, doch die Autorin setzte bei diesem Thriller den Fokus sehr auf die Beziehung zwischen Mutter und Sohn, wie sie in diesem Zoo überleben und wie sie diesen Situationen immer wieder entrinnen. Andrea Sawatzki spricht daher wie die Autorin geschrieben hat – sollte es alles so träge sein, sollte dieser monotone Sprachstil sein? Ich wusste nicht recht, wie ich damit umgehen sollte, also habe ich einfach weitergehört, und tatsächlich wurde es abwechslungsreicher – man hört andere Sprecher, andere Figuren, andere Sichtweisen, die miteinander verwoben sind, dementsprechend wich Ebbe der Flut, es wurde spannender, es wurde flüssiger, und das Hörbuch gefiel mir immer mehr. Der Start nur war schwierig, und die Autorin verpasste leider diesen knackenden Punkt, der den Roman zu einem Thriller umwandelt, denn entscheidende Thriller-Elemente fehlen. Gerne ein spannender Roman mit dem Mutter-Sohn-Konflikt im Vordergrund, aber leider kein Thriller!


    Eine kurzweilige „Hör-Lektüre“, die etwas Zeit benötigt. Mit der Zeit und mit dem weiteren Verlauf der Story entwickelte sich die Struktur – zum Besseren, natürlich, und man konnte den Roman mit einem guten Gefühl beenden. Die Bezeichnung „Roman“ aber wäre meiner Meinung nach treffender gewesen

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    Daniela34s avatar
    Daniela34vor einem Monat
    Kurzmeinung: Anders als erwartet...mir fehlt die Spannung, man hätte mehr draus machen können
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    extremehappys avatar
    extremehappyvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Horror für jede Mutter - für mich als Nicht-Mutter trotzdem spannend!
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