Gina Mayer Die Protestantin

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Inhaltsangabe zu „Die Protestantin“ von Gina Mayer

Kaiserswerth im Jahre 1822. Johanne hat nur einen großen Wunsch: Sie möchte der Armut entkommen und ihr trostloses Elternhaus verlassen. Doch der protestantische Pfarrer Theodor Fliedner erkennt ihre Klugheit und Reife. Er ermutigt sie, ihm in seiner Gemeinde zu helfen. Dabei ist schnell offensichtlich, dass Johanne die ideale Gattin für den ehrgeizigen Pastor wäre. Sie aber lehnt eine Ehe ab und wählt die Freiheit. Fliedner und Johanne bleiben enge Vertraute, verbunden durch ihren Glauben und die Vorbereitungen zur Gründung des ersten Diakonissenhauses in Kaiserswerth. Johannes Hoffnung, ihre jüngere Schwester Catharine, die zu ihr zieht, würde sich ebenso stark in der Kirche wiederfinden wie sie selbst, wird enttäuscht. Catharine geht ihren eigenen Weg. Mit ihrem Geliebten stürzt sie sich 1848 in die Revolution. Zwischen den Schwestern entbrennt ein heftiger Kampf um die persönlichen Überzeugungen. Erst ihre gemeinsame Pflegetochter Magdalena scheint erfolgreich darin zu sein, Glaube, Liebe und politische Überzeugung in Einklang zu bringen. (Der Roman wurde für die Neuauflage von der Autorin völlig neu überarbeitet!)

Rundum gelungen - einfallsreich, stimmig und unterhaltsam, mit einem sehr angenehmen Schreibstil.

— MikkaG

Historienroman, schildert die Entwicklung des Kaiserswerther Diakonissenhauses von 1822 - 1876, abwechselnd aus der Sicht dreier Frauen.

— GersBea

Ein faszinierender Roman über den Glauben, die Freiheit und auch die Liebe!

— Nina2401

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  • Challenge Historische Romane 2016

    Buecherwurm1973

    Hallo Freunde der Historischen Romane! Unsere Challenge findet auch im Jahre 2016 statt. Mit neuen Kategorien und neuen Regeln. In diesem Jahr müssen  20 Bücher gelesen werden. Es gibt noch ein paar andere Änderungen. Am Ende des Jahres wird ein Bücherpaket verlost. Es gelten folgende Regeln: Ablauf:  Du kannst dich unten mit einem Kommentar anmelden. Erstellt bitte einen Sammelbeitrag, in dem ihr euere Rezensionen sammelt. Ich werde daraufhin eine Teilnehmerliste führen. Dann habe ich einen Überblick. 15 Bücher müssen rezensiert werden. 5 dürfen mit einem Leserkommentar bewertet werden. Es zählen nur rezensierte Bücher oder die 5 mit Leserkommentar. Auch dieses Jahr wird es  wieder Kategorien geben. Ich gebe euch 8 Kategorien und ihr müsst daraus die Hälfte lesen. Den Rest dürft ihr frei wählen. In jeder Kategorie max. 2 Bücher. Zeitspanne: 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 Mindestzahl Bücher:  20 Bücher müssen gelesen werden. Du kannst jederzeit einsteigen oder dich wieder abmelden. Du verpflichtest dich nicht fix. Die Challenge soll Spass machen! KATEGORIEN Historische Auswanderer-Romane: Auf vielfachen Wunsch wurden Siedler-Romane gewünscht. Ich habe den Begriff "Historische Auswanderer Romane" gefunden. Kaiserreiche /Königsreiche: Alle Romane über die Kaiser- und Königsreiche der Vergangenheit sind hier gefragt. Es gibt genügend Auswahl.  Mittelalter: bezeichnet in der europäischen Geschichte die Epoche zwischen dem Ende der Antike und dem Beginn der Neuzeit (ca. 6. bis 15. Jahrhundert) Historische Personen: Keine Biografien. Sondern fiktionale Romane über historische Personen. Z.B. Tanja Langer, die ein Buch über Heinrich Kleists Selbstmord geschrieben hat. Historische Krimis: Kriminalromane bis zirka zum 2. Weltkrieg. Danach sind es für mich keine Historische Krimis mehr. 1. und 2. Weltkrieg: Romane, die sich im Umfeld der beiden Weltkriege bewegen. Historische Ereignisse: Romane, die sich im Umfeld von Historischen Ereignissen spielen. Zum Beispiel Russische Revolution, Französische Revolution, Franco-Ära etc... Glauben: Es gibt unzählige Romane über die Katholische Kirche (Papst), die Reformation und andere Glaubenskriege. 10 Bücher aus diesen Kategorien müssen gelesen werden. Ich freue mich auf zahlreiche Teilnehmer und einen regen Austausch! Teilnehmerliste: Gesamt: anne_lay   20/20anushka    20/20 ban-aislingeach    8/20 Bellis-Perennis  90/20 Buchraettin    20/20ChattysBuecherblog  22/20Curin    2/20 DieBerta       0/20 engineerwife    27/20Filzblume   16/20 Finesty22   0/20 Floh      41/20 Fornika  21/20Ginevra    20/20 histeriker   21/20Insider2199  6/20 JuliB      7/20 Kirschbluetensommer    20/20 LadySamira091062      1/20Lese_gerne  15/20 leseratteneu    0/20 LibriHolly     5/20mabuerle   42/20 PMelittaM    20/20 Pucki60      15/20 Rissa    2/20 robberta        3/20 specialang   3/20 sursulapitschi     20/20Sternenstaubfee   36/20Svanvithe    0/20 tiggger  2/20Traubenbaer 4/20 werderaner  14/20 Historische Auswanderer-Romane: anne_lay 2/2anushka   1/2 ban-aislingeach    0/2 Bellis-Perenni   2/2 Buchraettin    2/2 ChattysBuecherblog 0/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   1/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  1/2 Ginevra  0/2 histeriker    0/2 Insider2199 2/2 JuliB       2/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne  2/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     1/2mabuerle   2/2 PMelittaM   1/2 Pucki60    2/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi     2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2 tiggger  0/2Traubenbaer 1/2 werderaner  0/2Kaiserreiche / Königreiche: anne_lay 1/2anushka    2/2 ban-aislingeach   2/2 Bellis-Perennis   2/2 Buchraettin    0/2 ChattysBuecherblog 1/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    1/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh      2/2 Fornika  2/2 Ginevra  2/2 histeriker    2/2 Insider2199   0/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      1/2 Lese_gerne 1/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     1/2mabuerle  2/2 PMelittaM  2/2 Pucki60     1 /2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    1/2 sursulapitschi      0/2Sternenstaubfee    0/2Svanvithe    0/2tiggger  0/2Traubenbaer 0/2 werderaner  2/2 Mittelalter: anne_lay 2/2anushka    2/2 ban-aislingeach    1/2 Bellis-Perenni   2/2 Buchraettin   2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2 Ginevra  2/2 histeriker    2/2Insider2199 0/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 0/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly    1/2mabuerle  2/2 PMelittaM    2/2 Pucki60     1/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2 tiggger  2/2Traubenbaer 1/2 werderaner  1/2 Historische Personen: anne_lay 2/2anushka    2/2 ban-aislingeach    2/2 Bellis-Perenni   2/2 Buchraettin   2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife   2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2 Ginevra  2/2 histeriker    2/2 Insider2199 1/2 JuliB       0/2 Kirschbluetensommer     2/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 1/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     0/2mabuerle   2/2 PMelittaM   2/2 Pucki60      2/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    0/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe     0/2 tiggger  4/2Traubenbaer 1/2 werderaner  0/2 Historische Krimis: anne_lay 2/2anushka   1/2 ban-aislingeach    1/2 Bellis-Perennis   2/2 Buchraettin    2/2 ChattysBuecherblog 2/2 Curin     0/2 DieBerta       0/2 engineerwife    2/2 Filzblume   2/2 Finesty22   0/2 Floh       2/2 Fornika  2/2Ginevra  2/2 histeriker    2/2 Insider2199 0/2 JuliB      2/2 Kirschbluetensommer     1/2 LadySamira091062      0/2 Lese_gerne 2/2 leseratteneu    0/2 LibriHolly     0/2mabuerle   2/2 PMelittaM    2/2 Pucki60      2/2 Rissa    0/2 robberta        0/2 specialang    1/2 sursulapitschi      2/2Sternenstaubfee   2/2Svanvithe   0/2tiggger  0/2Trauenbenbaer 0/2 werderaner  2/2 1. und 2. 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    • 779
  • Starke Frauen im 19. Jahrhundert

    Die Protestantin

    MikkaG

    16. May 2016 um 00:49

    Die Geschichte umspannt einen Zeitraum von über 50 Jahren, von 1822 bis 1876. Dabei richtet die Autorin ihr Augenmerk auf starke Frauen, die diese Zeit aus scheinbar grundverschiedenen Blickwinkeln wahrnehmen, deren Schicksale aber dennoch untrennbar miteinander verwoben sind.Johanne, Catherina, Magdalena, Esther, Nelli, Florine... Schwestern, (Zieh-)Mütter, Töchter, Freundinnen. Ob sie ihr Heil nun im Glauben suchen, im Wohlstand oder in der Revolution, ihnen allen ist gemein, dass sie mehr wollen vom Leben, als die Gesellschaft oder ihr Geburtsrecht ihnen zugestehen wollen.Durch ihre Augen erlebt der Leser eine Zeit, in der eine enorme Kluft Arm von Reich trennt: während die Oberschicht in behaglichem Komfort lebt, wird die Unterschicht von Armut, Krankheit, hoher Kindersterblichkeit, Arbeitslosigkeit und politischer Machtlosigkeit geplagt und kleingehalten. Frauen haben in allen gesellschaftlichen Schichten nur wenige Rechte - von einer Gräfin wird genauso wie von einer Bäuerin erwartet, dass sie ihrem Mann untertan ist und Kinder zur Welt bringt.Die soziale Ungerechtigkeit wird mehr und mehr zum Pulverfass. Die Frauen nehmen verschiedene Rollen im Drama der Revolution ein (ob sie nun dafür oder dagegen sind), obwohl noch nicht einmal die Revolutionäre die vermeintlich schwachen Weibsbilder ernst nehmen... Und das liest sich lebendig und spannend, kein bisschen wie eine trockene Geschichtsstunde! Ja, man kann durchaus viel lernen über diese Zeit, aber ich war mir dessen beim Lesen kaum bewusst, denn ich war einfach gefesselt von den unterhaltsamen Geschehnissen. Sehr interessant fand ich auch, wie das Thema Glaube immer wieder im Mittelpunkt steht. Manchen Charakteren ist der Glaube eine Stütze, sogar ein Lebensziel, andere sagen sich im Laufe der Geschichte davon los. Aber immer ist deutlich, was für eine zentrale Rolle Kirche und Glaube in der damaligen Zeit im Leben der Menschheit einnahmen. Faszinierend ist meines Erachtens vor allen die Figur des Theodor Fliedner, den es tatsächlich gegeben hat - und den ich manchmal für seine visionären Ansichten bewundert habe, manchmal aber auch unerträglich selbstgefällig, kalt und unerbittlich fand.So unterschiedlich die Frauen auch sind, ich habe über alle gerne gelesen. Sie sind beileibe nicht perfekt (das wäre ja auch langweilig), aber ich konnte ihr Gefühlsleben, ihre Wünsche, Träume und Hoffnungen immer nachvollziehen. Ihr Verhalten war für mich stets absolut schlüssig. Auch wenn eine Protagonistin in meinen Augen einen Fehler beging, konnte ich trotzdem verstehen, was sie dazu motivierte.Viele der Frauen lieben Männer, die auf ihre jeweilige Art Besessene, Getriebene sind, und müssen daher feststellen, dass sie immer hinter dem großen Ziel zurückstecken müssen - wenn sie das denn zulassen und sich keine aktivere Rolle erkämpfen. Daher sind die Liebesgeschichten in diesem Buch oft fast schon tragisch, aber auf jeden Fall selten kitschig.Die Art und Weise, wie Gina Mayer ihre Geschichte erzählt, fand ich rundum gelungen - einfallsreich, stimmig und unterhaltsam, mit einem sehr angenehmen Schreibstil, dem es gelingt, einerseits den modernen Leser abzuholen, sich andererseits aber nicht zu weit von Stimmung und Klang der Zeit zu entfernen.Fazit:"Die Protestantin" ist in meinen Augen ein historischer Roman, den man auch dann getrost lesen kann, wenn man sich in Geschichte nicht ganz so gut auskennt und/oder Berührungsängste vor diesem Genre hat. Zwar erzählt Gina Mayer eine Geschichte, die im 19. Jahrhundert spielt und in der es unter anderem um die Lebensumstände der Zeit, die Rolle der Frau und die Revolution geht, aber sie tut das packend und kurzweilig, so dass sich das Buch flüssig und mühelos lesen lässt.

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  • Historienroman, wohlrecherchiert und lehrreich

    Die Protestantin

    GersBea

    27. July 2015 um 14:37

    Der roter Faden dieses geschichtlichen Romans ist die Gründung und die Entwicklung des Kaiserswerther Diakonissenhauses. Johanne, gläubige Protestantin, tatkräftig, kann sich durch ihren Einsatz für das Diakonissenhaus aus ihrer ärmlichen, hoffnungslosen Herkunft befreien. Sie lernt über sich selbst zu bestimmen und lehnt sogar die Ehe mit ihrer großen Liebe ab.  Mit der Zeit weitet sich ihr Blick von den Leiden und Nöten der Bedürftigen auch auf die politische Situation in Deutschland. Allerdings hat sie nicht den Mut auch politisch zu agieren. Catherine ist Johannes sehr viel jüngere Schwester. Sie wächst bei Johanne auf, da ihre Mutter nicht mehr die Kraft hat sich um sie zu kümmern. Catherine sieht das aufopfernde Verhalten ihrer Schwester als Diakonisse eher kritisch. Ihr Lebensweg wird durch die Liebe zu einem 1848er Revolutionär bestimmt. Sie lebt unverheiratet mit ihm zusammen und stellt ihre eigenen Bedürfnisse immer hinter die ihres Geliebten zurück. Magdalena, die Tochter einer im Diakonissenhaus Zuflucht suchenden jungen Frau, wird schon kurz nach der Geburt von Johanne und Catherine aufgenommen. Magdalena immigriert mit Catherine 1865 nach New York. 1870 reisen beide nach Kaiserswerth zur sterbenden Johanne. Magdalena bleibt in Deutschland als Fotografin und dokumentiert das Elend der Arbeiterklasse. Aus der Sicht dieser drei sehr unterschiedlichen Frauen wird die deutsche Geschichte von 1822 – 1876 in Zeitsprüngen erzählt. Das unverschuldete Elend vieler einfacher Leute wird greifbar gemacht. Die geschichtlichen Ereignisse und deren Einfluss werden mit Leben gefüllt. Ein interessantes Buch, aus dem ich einiges Neue erfahren habe.

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  • Glaube, Liebe, Freiheit

    Die Protestantin

    Nina2401

    30. December 2014 um 19:00

    Seit dem Maikäfermädchen, das ich Anfang 2013 gelesen habe, mag ich die Bücher von Gina Mayer sehr. Deshalb war ich neugierig auf eins ihrer früheren Werke. Die Protestantin wurde in diesem Jahr in einer überarbeiteten Fassung neu aufgelegt. Gina Mayer erzählt die Geschichte von drei starken Frauen und ich begleite sie in einem Zeitraum von über 50 Jahren. Gina Mayer hat ihre Geschichte in fünf Teile gegliedert und ich schaue abwechselnd Johanne und Catherine über die Schulter. Der letzte Teil ist Magdalena gewidmet. Alle drei Frauen haben es nicht leicht, aber sie gehen beständig ihren Weg. Jede ist auf ihre ganz eigene Art sehr faszinierend. Der historische Hintergrund hat einen sehr hohen Stellenwert und wird perfekt in die Geschichte eingebunden. Genau so mag ich historische Romane, denn ich erfahre sehr viel über die damalige politische Situation, die Anfänge der Arbeiterbewegung und bekomme das „Brodeln“ hautnah mit. Bis dato hatte ich noch nichts von Theodor Fliedner gehört und bin froh, diesen engagierten Pfarrer und sein Lebenswerk durch diesen Roman kennen gelernt zu haben. Ihm und seinen beiden Ehefrauen gibt Gina Mayer sehr viel Raum. Johannes Weg ist eng mit Fliedner verbunden, dadurch bin ich ganz nah bei ihm, erfahre von seinem Leid und seinen Zweifeln, aber auch von all dem Guten, was er nicht nur für seine Gemeinde getan hat. Genau wie Fliedner sind auch die fiktiven Personen sehr sperrige Charaktere mit vielen Ecken und Kanten. Und genau das macht die Geschichte enorm spannend und interessant. Ein besonderes Markenzeichen von Gina Mayer ist ihr Schreibstil, der auf seine ganz eigene Art so unglaublich viel Poesie verströmt. Auch in diesem Buch begegnen mir immer wieder Sätze, die ich mehrmals lesen muss, die ich ganz langsam lese, um sie zu genießen. Sätze wie: „Sie waren voller Hoffnung und die Hoffnung hing an einem seidenen Faden und der Faden riss. Seitdem fielen sie“. Ich bin immer wieder erstaunt, wie viel Gina Mayer mit wenigen kraftvollen Worten aussagen kann. Dafür liebe ich ihre Bücher. Fazit: Ein faszinierender Roman über den Glauben, die Freiheit und auch die Liebe!

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  • Das Frauenbild im Umbruch

    Die Protestantin

    gaby2707

    Johanne König lebt mit ihrer Mutter, dem trunksüchtigen Vater und ihren beiden Brüdern Heiner und Theodor in der Kuhstraße in Kaiserswerth bei Düsseldorf. Später bekommt sie noch eine kleine Schwester, Catharine. Der bisherige Pastor hat seinen Aufgabenbereich verlassen und nun kommt ein neuer  junger Pastor, Theodor Fliedner, der sich in ganz besonderer Weise für die Gemeinde einsetzt. Er gründet das erste Diakonissenhaus, dem viele weitere folgen werden. Johanne, die sich in ganz besonderer Weise zu dem protestantischen Pfarrer hingezogen fühlt, lehnt aber seinen Antrag ab und wählt die Freiheit ohne Mann. Catharine, die bei einer Freundin ihrer Schwester aufwächst, hilft, als sie größer wird, ebenfalls im diakonischen Dienst. Sie verliebt sich in einen Pfarrer, Gustav Winkels, der aber später seinen Glauben aufgibt und sich in die Revolution stürzt. Catharine sucht im fernen Amerika ihr Glück. Magdalena, ein "Waisenmädchen", das ihre Mutter nach ihrer Geburt zu Catharine gebracht hatte, wächst zuerst im Waisenhaus und dann bei Catharine und Johanne auf. Zusammen geht sie mit Catherine nach Amerika um dort ihr Glück zu finden. Als der jungen Frau der Fotograf Heinrich Hoffmann begegnet, löst sie ihre Verlobung und bleibt in Deutschland, wo sich gerade alles verändert... Ich konnte gar nicht mehr aufhören, dieses Buch zu lesen. Auf der einen  Seite drei starke Frauen, die in einer großen Krise doch immer ihren eigenen und den Weg der Liebe, der Hoffnung und ihres Glaubens gehen. Auf der anderen Seite die Armut, Unterdrückung und Hoffnungslosigkeit in einem Deutschland, das vor der Revolution steht. Viele Dialoge und Gespräche, die hier von den verschiedenen Protagonisten geführt werden, lassen mich mitten drin stehen in dieser aufbegehrenden Zeit und vermitteln mir das damalige Leben. Eine treffsichere und bildreiche Sprache nimmt mich mit in eine ereignisreiche Vergangenheit. Sehr gut recherchiert lockern auch viele kleine Episoden eine niederdrückende Stimmung immer wieder auf. Aber nicht nur Johanne, Catharine und Magdalena kann ich mir sehr gut vorstellen. Auch die anderen Mitwirkenden in der Geschichte sind so bildhaft und lebendig beschrieben, dass ich sie mir sehr gut vorstellen kann. FAZIT: Wer keinen Liebesroman mit christlichem Hintergrund sucht, sondern einen Roman, der vom Glauben dreier sehr unterschiedlicher Frauen erzählt, der aufwühlend, kämpferisch, nachdenklich und lebensbejahend ist, der ist hier genau richtig. Dieses Buch bekommt von mir die volle Punktzahl.

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    • 2
  • Ganz anders als erwartet...

    Die Protestantin

    Queenelyza

    Freunde historischer Romane kennen sie sicher, die Bücher, die die weiblichen Artikel "Die" mit einer Berufsbezeichnung kombinieren. Meist sind dies etwas leichtere Romane, die eine Protagonistin in den Mittelpunkt stellen, die erst in eine Krise gerät, dann alles erreicht, was sie sich vorgestellt hat und zu guter Letzt noch die Liebe findet. Auf jeden Fall alles sehr nach Schema F. Würde denn "Die Protestantin" etwas anders daherkommen? Johanne ist eine junge, gläubige Frau in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Sie wünscht sich nichts mehr, als der Armut zu entkommen und das trostlose Elternhaus zu verlassen. Es sieht auch so aus, als würde es gelingen, als sich der ehrenwerte Pastor Fliedner, für den auch sie Gefühle hegt, für sie zu interessieren beginnt. Doch sie lehnt trotz ihrer Gefühle aus diversen Gründen ab und entscheidet sich für die Freiheit. Statt dessen nimmt sie ihre jüngere Schwester Catharine bei sich auf und hofft, dass diese dem Glauben ebenso treu verbunden ist wie sie selbst. Doch Catharine verliert ihr Herz an einen Revolutionär und entsagt bald allen Konventionen, als sie sich für die Frauenbewegung engagiert. Werden die beiden Frauen es schaffen, ihr Glück in dieser instabilen Zeit und Situation zu finden? Das Buch ist in 5 Teile unterteilt, die jeweils den Schwestern und deren Ziehtochter Magda zugeordnet sind. Los geht es mit Johanne, und ich muss leider sagen, dass ich den ersten Teil ein wenig zäh und unausgegoren fand. Es wirkte ein wenig, als hätte die Schriftstellerin noch nicht so recht gewusst, wo es hingehen sollte. Insofern fiel mir das Lesen dieses ersten Teils ein wenig schwer. Vergessen war aber alle Langeweile ab Teil 2. Das Buch nimmt rasant an Fahrt auf und entwickelt eine Geschichte, der man sich kaum entziehen kann. Spannend, turbulent und immer wieder überraschend, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Johanne und Cattharine werden als zwei starke, selbstbewusste Frauen geschildert, die beide ihrer Zeit weit voraus waren. Und dies absolut glaubwürdig und authentisch. Denn trotz allem sind sie in den Konventionen der Zeit eingebunden - dieser Zwiespalt wird immer wieder sehr deutlich. Mich hat besonders Johanne beeindruckt, die sich gegen ihre Gefühle entscheidet und Pastor Fliedner trotzdem zugetan ist. Allerdings findet sie trotz aller Zuneigung auch kritische Worte, mit denen sie auch nicht hintern Berg hält. Teil 5 spielt dann einige Zeit später und erzählt die Erlebnisse dann aus der Warte von Johannes Ziehtochter Magda, die mittlerweile erwachsen ist und in Amerika lebt. Doch dieser Teil war für mich, ähnlich wie der Anfang, irgendwie nicht so passend. Die fremde Atmosphäre, dieses Entkommen aus der Situation fand ich irgendwie zu modern und zu unruhig, um wirklich ins Buch zu passen. Es genauer zu beschreiben, ist schwierig, ohne zu viel zu verraten. Ich fand diesen Teil jedenfalls irgendwie gezwungen, ich hätte mir einen anderen Abschluss für das sonst so gelungene Buch gewünscht. Bis auf den etwas schwergängigen ersten und den nicht ganz passenden fünften Teil habe ich das Buch allerdings verschlungen, es war mal wieder ein kleines historisches Highlight, das ich aufgrund des banalen Titels so gar nicht erwartet hätte. Vier gelungene Punkte für ein Buch, das einem nebenbei noch viele interessante und gut recherchierte Dinge rund um die Anfangszeiten der Diakonie vermittelt.

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    • 2
  • Nicht mein Fall ...

    Die Protestantin

    LEXI

    16. April 2013 um 19:22

    Die junge Johanne König lebt mit ihrem Vater und den beiden kleinen Brüdern Heinrich und Theodor in einer ärmlichen Behausung in der Kuhstraße in Kaiserswerth. Seit ihr Vater seine Arbeit in der Seidenfabrik verloren hat, verfällt er in seiner tiefen Verzweiflung der Trunksucht und verschleudert auf diese Weise den kargen Lohn, den seine Frau mit Näharbeiten verdient. Die hoffnungslose Lage vertieft sich durch die Inhaftierung des ältesten Sohnes Laurenz, als er in tiefster Not Diebstahl begeht. Als der neue junge Pastor Theodor Fliedner vorstellig wird, verliebt sich Johanne in den engagierten jungen Mann und engagiert sich mehr und mehr in der Gemeindearbeit. Das kluge junge Mädchen verdient zudem für die Familie ein kleines Zubrot, indem sie Schreibarbeiten übernimmt … Ich muss gestehen, dass ich von Beginn an Schwierigkeiten hatte, mich für „Die Protestantin“ zu erwärmen. In der Regel gebe ich einem Buch siebzig bis maximal einhundert Seiten, um mich für sich einzunehmen. Leider ist es mir auch bis zur Seite einhundertfünfzig nicht gelungen und ich brach die Lektüre ab. Obgleich ich bereits Romane von Gina Mayer las und daher aus eigener Erfahrung weiß, wie gut recherchiert ihre Geschichten sind, konnten mich weder die historischen Begebenheiten, noch die auf mich langweilig und unsympathisch wirkenden Protagonisten überzeugen. Vielleicht schafft es das Buch zu einem späteren Zeitpunkt in meinem Leben, mich zu begeistern?!

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  • Frage zu "Die Protestantin" von Gina Mayer

    Die Protestantin

    silbereule

    19. October 2011 um 21:39

    Ich habe gerade das Buch *Die Protestantin* von Gina Mayer gelesen und war total begeistert - Gina Mayer kannte ich bisher nicht und meine Frage ist, wer schon andere Bücher von ihr gelesen hat, die empfehlenswert sind?

  • Rezension zu "Die Protestantin" von Gina Mayer

    Die Protestantin

    silbereule

    14. October 2011 um 23:08

    Die Protestantin - hört sich erstmal ziemlich oberfromm an, ist es aber nicht. Es handelt u.a. zwar von der Gründung der Diakonie im 19.Jahrhundert, benennt aber auch die Zweifel und Kritik am christlichen Glauben, den die Hauptpersonen des Romans haben. Kaiserswerth 1822 - die junge Johanne begegnet Theodor Fliedner, einem jungen Pastor, der voller Ideen ind Ideale ist und schließlich das diakonische Werk gründet. Sie verliebt sich in ihn, aber als er ihr nach langer Zeit endlich einen Heiratsantrag macht, lehnt sie ab, weil sie erkannt hat, dass ein Leben an seiner Seite zu belastend wäre. Als Fliedner darauf Friederike heiratet, mit ihr 11 Kinder zeugt und Friederike eines Tages im Wochenbett verstirbt, fühlt sie sich in ihrer Entscheidung nur bestätigt. Ihre Schwester Catharine hat eine ähnlich unkonventionelle Denkweise und lebt irgendwann mit dem Kommunisten Gustav ohne Trauschein zusammen. Es ist eine Zeit des Umbruchs, die im Elend lebenden Bauern und Handwerker fangen an, aufzubegehren und organisieren sich gegen die Monarchie. Auch die Frauen entwickeln erste Emanzipationsgedanken. Ein Buch, welches mich von Anfang an begeistert hat und von dem ich den Eindruck hatte, dass es von Seite zu Seite besser wurde.

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  • Rezension zu "Die Protestantin" von Gina Mayer

    Die Protestantin

    Astrid77

    18. November 2008 um 20:00

    Wunderbar eine Offenbarung!
    Von der ersten Seite an spannend, mitreissend und interessant! Herrlich!

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