Gina Mayer Die verlorenen Schuhe

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Inhaltsangabe zu „Die verlorenen Schuhe“ von Gina Mayer

Als sie sich im Winter 1944 erstmals begegnen, liegen Welten zwischen Inge aus Schlesien und Wanda aus Polen. Inges Gedanken kreisen um ihr Abitur; die Folgen des Krieges registriert sie nur am Rande. Wanda hingegen hat den Krieg bereits hautnah erlebt: Die Deutschen haben ihre Familie aus Krakau verschleppt. Als die Rote Armee naht, müssen Inge und Wanda gemeinsam nach Westen fliehen. Das Überleben der einen liegt in der Hand der anderen.

nachdenklich machendes Kriegsdrama, anschaulich und eindringlich erzählt

— harakiri
harakiri

Ein anspruchsvolles, fesselndes Jugendbuch. Tiefsinnig, nachdenklich machend, anregend, Geschichte hautnah

— Buchraettin
Buchraettin

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  • Rezension zu "Die verlorenen Schuhe" von Gina Mayer

    Die verlorenen Schuhe
    FrankMariaReifenberg

    FrankMariaReifenberg

    17. February 2012 um 17:18

    Dieses Buch war der Beginn einer Freundschaft! Ich fand es so toll, dass ich mit Gina Mayer Kontakt aufgenommen habe, nehmen MUSSTE! Absolut gekonnt zieht Gina uns sofort in die Geschichte, es schwebt ganz schnell etwas zwischen den Zeilen, das Nähe zu den beiden Hauptpersonen herstellt, obwohl sie nicht immer "nett" sind. Vielleicht liegt es daran, dass sie mit Gefühl, aber ohne Mitgefühl erzählt. Es hat manchmal etwas ganz Hartes und Trockenes, dann schwebt der Text geradezu. Aus den Interviews mit Zeitzeugen hat sie offensichtlich genau das richtige Maß an Betroffenheit gezogen, sich aber nicht distanzlos in deren Geschichten hineinziehen lassen!

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  • Rezension zu "Die verlorenen Schuhe" von Gina Mayer

    Die verlorenen Schuhe
    WildWhisper

    WildWhisper

    05. February 2012 um 21:05

    "Die verlorenen Schuhe" von Gina Mayer ist ein gutes Buch. Nicht viel mehr, aber auch nicht weniger. Die Geschichte handelt von Inge, der Tochter eines schlesischen Gutsbesitzers, und Wanda, einer polnischen Zwangsarbeiterin, die auf dem Gut arbeitet. Als die russische Armee immer näher rückt, müssen beide gemeinsam fliehen, da der Rest von Inges Familie bereits verschwunden ist. Zunächst verstehen sie sich nicht sonderlich gut, aber als es hart auf hart kommt, entdecken sie immer mehr Gemeinsamkeiten und halten zusammen, bis sie zu Freundinnen werden. Ihre Flucht führt sie durch Schlesien über Flüchtlingslager in Ostdeutschland und das zerbombte Dresden bis nach Nördlingen in Süddeutschland. Dabei ist ihre Reise nicht nur eine Odyssee durch den bitterkalten Winter von 1945, sondern auch durch die moralischen Abgründe der Menschheit. Die beiden Protagonistinnen werden mit der Brutalität der roten Armee konfrontiert, mit Diebstahl und Verrat und der Zurückweisung der Flüchtlinge durch Einheimische aller Dörfer. Auch der Verlust von Familie und die Veränderung von Wertem im Angesicht des Krieges und der Besetzung werden geschildert. Besonders interessant sind dabei die Passagen, in denen die Heldinnen durch Rückblenden Einblick in ihr vergangenes Leben geben, dass vor allem bei Wanda noch einige Details über die sonst schroff wirkende Polin verbirgt. Beide Mädchen bieten Identifikationspotenzial - vielleicht auch, weil sie jeweils nicht die typische Deutsche oder Polin der damaligen Zeit sind. Inges Familie steht Hitler kritisch gegenüber, behandelt die polnischen Zwangsarbeiter fair und überdurchschnittlich gut. Wandas Vater ist zwar ein polnischer Intellektueller, aber regelrecht begeistert vom deutschen Kulturgut und der Sprache, weswegen Wande z.B. auch fließend Deutsch spricht. Zwar prallen zwei Welten aufeinander, aber die Fronten sind längst nicht so verhärtet wie sie hätten sein können, weil beide Mädchen durchaus Verstand und Einsicht besitzen und persönliche Sympathien über politische Verhältnisse stellen. Die Geschichte illustriert den Verlauf der Flucht und die damit verbundenen Schwierigkeiten sehr gut, stellt auch die Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung gut dar - mitunter so gut, dass man sich am sprichwörtlichen Silberstreifen am Horizont sehnt. Immer, wenn es bergauf geht, geht es gleich wieder bergab, dass entmutigt auch den Leser schon mal und ist vielleicht ein kleiner Minuspunkt, neben der Tatsache, dass das Verhältnis zwischen Wanda und Inge zwar mit der Zeit auftaut, aber nie wirklich freundschaftlich warm wird. Grundsätzlich legt der Roman ein anständiges Erzähltempo vor, aber vor allem zu Anfang zieht es sich doch ein wenig, die Tage vor der Flucht und deren Anfang werden im Vergleich zum Ende sehr ausführlich geschildert. Gina Mayers Erzählstil ließt sich sehr flüssig und angenehm, er ist meist nicht komplex, aber durchaus bildhaft und es gibt keine stilistischen Stolpersteine. Leicht nervend war, dass schwierige Begriffe erst im Anhang erklärt wurden und man deshalb immer blättern musste. Dafür gab es aber Zusatzmaterial in Form eines Zeitzeugen-Interviews, das sehr interessant zu lesen war. Das Cover passt gut zur Geschichte, ist aber ( meiner Meinung nach ) technisch nicht so gut umgesetzt, da man doch sehr stark merkt, dass alle Bilder irgendwie zusammengeschnitten wurden... Der Titel erklärt sich erst nach drei Vierteln der Lektüre und ist für mich auch eher wenig nachvollziehbar, da die besagten Schuhe zwar einen Moment des Umsturzes in Wandas Leben symbolisieren, aber für die eigentliche Geschichte keine Bedeutung tragen. Fazit: Ein in sich rundes, informatives Buch, das die damaligen Umstände formvollendet schildert. Warum ich also keine fünf Sterne gebe? Irgendwie hat es mich einfach nicht 100%ig gefesselt. Es ist eben ein gutes Buch, aber kein Pageturner.

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  • LovelyBooks Adventskalender Türchen 18: "Ein Buch für Hanna" von Mirjam Pressler

    Ein Buch für Hanna
    DieBuchkolumnistin

    DieBuchkolumnistin

    LovelyBooks wünscht allen Lesern am heutigen Adventssonntag eine ruhige und besinnliche Zeit. In unserem Adventskalender wartet in Türchen Nr. 18 ein von Kritikern bereits sehr hoch gelobtes Buch auf Euch - "Ein Buch für Hanna" von Mirjam Pressler aus dem BELTZ Verlag: ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Die 14-jährige Hanna Salomon hasst den Spitznamen »Püppchen«, er macht sie so klein, wie sie sich selbst oft fühlt. Als sie im Sommer 1939 Deutschland zusammen mit anderen Mädchen verlässt, heißt es: »Ihr seid die Glücklichen, die Auserwählten!« Das Ziel ist Palästina, mit Zwischenstation Dänemark. Dort, auf dem Land, bei der alten Bente, gibt es zwar keine Palmen und das Meer ist nicht so blau wie in Andersens Märchen, aber man ist sicher vor den Nazis. Was ein Irrtum ist. Zusammen mit den Mädchen Mira, Bella, Rosa, Rachel und Sarah wird Hanna nach Theresienstadt deportiert. Eine Notgemeinschaft. „Aufgeben gilt nicht“, hat Mira immer gesagt, „das Leben geht weiter.“ Hanna hat mehr Glück als andere und überlebt das Lager. Erst neun Jahre später, 1948, gelingt es ihr, nach Palästina auszuwandern, wo sie endlich ein Zuhause findet..... Pressestimmen: »Hannas Geschichte ist gnadenlos traurig und unendlich hoffnungsvoll zugleich.« Lesefrüchte im WDR 5 »Mirjam Pressler entwickelt in dieser Geschichte eine erzählerische Intensität, die der Gefühlswelt der jugendlichen Hanna entspricht. Ein gelungener Balanceakt zwischen literarischer Distanziertheit und unvermittelter Sentimentalität.« Süddeutsche Zeitung »Pressler berichtet ohne Schnörkel vom Schicksal einer ungewöhnlichen Frau. Sie mutet den jungen Lesern die Wahrheit zu.« Die Welt Leseprobe und weitere Informationen: http://www.beltz.de/de/kinder-jugendbuch/beltz-gelberg/titel/ein-buch-fuer-hanna.html ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Fünf Exemplare dieses dramatischen und dennoch poetischen Jugendbuchs verlosen wir zusammen mit dem BELTZ Verlag. Bitte postet uns dazu bis zum 31.12.2011, welche Bücher Ihr zu diesem Thema bereits kennt bzw. als besonders gut umgesetzt empfandet (wie z.B. "Das Tagebuch der Anne Frank") und warum es weiterhin so wichtig ist dieser Zeit zu gedenken und dies auch an Jugendliche zu vermitteln.

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  • Leserunde zu "Jockels Schweigen"

    Jockels Schweigen
    Adriana

    Adriana

    Bald startet eine neue Leserunde mit dem Jugendroman "Jockels Schweigen" von der Autorin Adriana Stern, die die Leserunde auch moderieren wird. Und die jetzt selbst zu Wort kommt: Auf die Leserunde zu meinem neuen Roman mit Euch freue ich mich und ich bin gespannt darauf. "Jockels Schweigen" gehört am ehesten in das Genre Krimi, in dem natürlich auch eine Liebesgeschichte nicht fehlen darf. Ich möchte Euch den Inhalt nur kurz vorstellen, damit Ihr eine Ahnung davon bekommt, um was es in diesem Krimi geht: Als der 16-jährige David hinter dem Rücken seiner Eltern den Agenturvertrag für seinen kleinen Bruder Jockel unterschreibt, nimmt eine ungeahnte Katastrophe ihren Lauf. Schon kurze Zeit später bemerken David und seine Eltern schlimme Veränderungen an Jockel. Gemeinsam mit seiner ersten Liebe Julie kommt David einem Verbrechen auf die Spur… Und das sagt der Verlag: Adriana Stern hat sich in diesem Roman auf ausgesprochen sensible Weise einem sehr wichtigen Thema angenommen. Herausgekommen ist ein spannender Roman, der nicht nur von einem Verbrechen handelt, sondern auch eine wunderschöne Liebesgeschichte erzählt. Ihr Roman orientiert sich an einer wahren Straftat, die im November 2008 in Berlin aufgedeckt wurde. Hiermit lade ich Euch herzlich ein, "Jockels Schweigen" mit mir zu diskutieren. Wenn ihr gerne mitlesen möchtet, schreibt einfach einen kurzen Kommentar. Für die Leserunde stellt der Verlag bis zu 20 Bücher zur Verfügung!

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  • Rezension zu "Die verlorenen Schuhe" von Gina Mayer

    Die verlorenen Schuhe
    sevda

    sevda

    08. December 2010 um 15:23

    Inhalt: Schlesien im Herbst 1944. Inge, behütete Tochter wohlhabender Eltern, lebt auf Gut Hohenau. Es ist Krieg, doch für Sie ist dieser eher weit weg und eher eine beiläufige Begebenheit. Inge ist verlobt mit dem umschwärmten Wolfgang und hat eine genaue Vorstellung von ihrer Zukunft. Wolfgang und alle anderen Männer des Ortes sind an der Front. Das Gut wird daher von Fremdarbeitern aus Polen bestellt. Für Inge sind diese Menschen einfach nur da. Sie nimmt sie nicht wirklich wahr. Wanda, ist eines dieser Fremdarbeiter. Sie ist ein robustes und kräftiges Mädchen und arbeitet als Pferdeknecht des Hofes. Sie wurde von den Deutschen aus ihrer Heimat in Polen verschleppt und muss nun auf dem Hof arbeiten. Während Inge in ihrer eigenen Traumwelt lebt und ein verzerrtes Bild von der Realität hat, ist Wanda mitten im harten Leben. Sie und Inge haben kaum etwas miteinander zu tun. Bis.... der Krieg auch Gut Hohenau erreicht. Als Inge von ihrer Schule heimkommt, sind alle weg! Alle bis auf Wanda, deren Namen sie nicht eimal kennt. Deren Gegenwart ihr eher aufstößt. Doch ihr bleibt nichts anders übrig, als mit dieser ihr doch so fremden Wanda in die Flucht aufzubrechen. Eine Flucht, dessen Ziel nicht einmal klar ist. Eine Flucht, die voller Strapazen ist. Eine Flucht, die beide Mädchen von Grund auf formen wird. Mit „Die verlorenen Schuhe“ hat Gina Mayer ein Buch geschaffen, in dem es ums Überleben geht, in dem es ums Erwachsen werden geht, in dem es ums Vertrauen und kämpfen geht. Sie hat eine Geschichte kreiert, die auf fesselnde Weise historische Tatsachen mit dem fiktiven Schicksal zweier Mädchen verbindet. Dies gelingt ihr ausgesprochen gut. Das Buch beschreibt die damalige Zeit sehr anschaulich und ermöglicht dem Leser Einblicke in eine Zeit, die uns zwar historisch bekannt, doch emotional so fremd ist. Gina Mayer gelingt es in ihrem Roman schreckliche Ereignisse behutsam und trotzdem sehr gut nachvollziehbar zu schildern, so dass jüngere Leser, für die dieser Roman gedacht ist, nicht überlastet werden. Mich hat insbesondere der Talent der Autorin beeindruckt die nötigen politischen Hintergründe darzustellen ohne mit dem Zeigefinger drauf zu zeigen und ohne den eigentlichen Fokus der Geschichte aus den Augen zu verlieren. Die Sprache der Autorin ist so weich und sentimental ohne zu flach zu wirken und verstärkt die Nähe zum Schicksal der beiden Mädchen. Die Geschichte liest sich absolut flüssig und der Leser möchte das Buch nicht zur Seite legen, ohne den Verlauf der Geschichte zu erfahren. Es sind zahlreiche Passagen im Buch, wo man in Gedanken abschweift, da sie so viel Tiefe aufweisen. „Man sieht einem Menschen immer nur ins Gesicht, hatte Wandas Mutter früher einmal zu ihr gesagt. Aber wie einer wirklich ist, das zeigt sich erst in der Not. Wie recht sie hatte, erkannte Wanda jetzt. Je tiefer sie und Inge in die Not gerieten, desto mehr erfuhren sie voneinander. Und desto mehr erfuhren sie auch über sich selbst.“ Beeindruckend fand ich auch die Entwicklung der beiden Mädchen zu verfolgen. Es war beeindruckend wie das Leben, der Krieg und die Umstände ihrer Flucht sie geformt haben. Die am Anfang so unterschiedlichen Personen sind durch ihr gemeinsames Schicksal zusammengewachsen. Hass-Frust-Ohnmacht-völlige Gefühlstaubheit finden letztendlich ihr Ende in einer unbeschreiblich sensiblen Freundschaft. "Ich glaube, es gibt kein Ziel. Ich glaube, dass das Leben immer weitergeht, bis es einmal zu Ende ist. Man ist immer unterwegs.“ Fazit: „Die verlorenen Schuhe“ von Gina Mayer ist ein Buch über Hoffnung, Liebe, Trauer, dem Kampf ums Überleben und über Freundschaft und Familie. Es ist ein tiefsinniger Roman über ein Stück deutscher Geschichte, die wunderbar jugendgerecht erzählt ist. Ich bin beeindruckt!

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  • Rezension zu "Die verlorenen Schuhe" von Gina Mayer

    Die verlorenen Schuhe
    Riannah

    Riannah

    13. November 2010 um 21:29

    Ich war unheimlich schnell mittendrin in dieser Geschichte um Inge und Wanda. Es war kaum möglich, unbeteiligt zu bleiben und eben das macht für mich ein gutes Buch aus. Ich glaube, dass es mich besonders berührt hat, weil mir immer wieder klar war, dass es sich um das echte Leben handelt und nicht um eine abenteuerliche Fantasygeschichte. Es ist eine Geschichte über die Flucht, aber es ist auch eine Geschichte über Freundschaft und das Erwachsenwerden. Dieses Buch müsste in Schulen gelesen werden, ich glaube, dass man so Jugendlichen Geschichte nahe bringen kann. Mich persönlich hat ein Satz von Wanda besonders angesprochen. Sie sagt (auf Seite 338:"Ich glaube, es gibt kein Ziel. Ich glaube, dass das Leben immer weitergeht, bis es einmal zu Ende ist. Man ist immer unterwegs." Ich wünsche mir, dass ich daran ab und zu denke, vor allem dann, wenn ich mal wieder glaube, dass schon alles gelaufen ist...

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  • Rezension zu "Die verlorenen Schuhe" von Gina Mayer

    Die verlorenen Schuhe
    leseratte...

    leseratte...

    23. May 2010 um 12:53

    „Die verlorenen Schuhe“ von Gina Mayer beschreibt das Schicksal von der deutschen Inge und der polnischen Wanda, die 1944 gemeinsam vor dem Krieg fliehen. Die 18jährige Inge ist die Tochter des Gutsbesitzers. Sie lebt in Schlesien und bekommt nicht viel mit vom Krieg, der in den Nachbarländern tobt. Wanda wurde aus Krakau verschleppt und muss als Zwangsarbeiterin auf dem Gut arbeiten. Doch dann kommt alles anders. Die Front rückt immer näher. Wanda und Inge fliehen zusammen, obwohl sie sich abgrundtief hassen. Doch sie brauchen sich gegenseitig um zu überleben. Die Flucht Inges und Wandas ist ein Beispiel für die Flucht abertausender Menschen aus den Ostgebieten. Durch dieses Buch kann man quasi miterleben, wie es den Menschen erging. Es hat mich sehr betroffen, da Gina Mayer die Gefühle der beiden Mädchen sehr überzeugend darstellt. Inge und Wanda könnten nicht unterschiedlicher nicht sein. Inge ist anfangs der Stereotyp eines deutschen Mädchens um 1945. Sie interessiert sich nicht besonders für den Krieg und glaubt, dass die Deutschen sicher bald siegen würden, weil Goebbels es im Radio so verkündet. Wanda hingegen ist Polin und muss zwangsweise auf dem Gut von Inges Vater arbeiten. Sie verurteilt alle Deutschen. Als die beiden fliehen sind sie voller Hass und Vorurteile. Doch während ihres gemeinsamen Treks entwickeln sie sich. Inge begreift, dass nicht nur „die anderen“ am Krieg Schuld sind und auch Wanda erkennt, dass Inge nicht das Mädchen ist, für welches sie es hielt. Durch diese geistige Weiterentwicklung lernt der Leser viel dazu. Gerade Kinder und Jugendliche, die sich noch nicht viel mit den Themen Nationalsozialismus und Flucht und Vertreibung beschäftigt haben, wird es beim Verständnis der Vergangenheit weiterhelfen und sie auf einen richtigen Weg führen. Denn es wird klar, dass man nicht sagen kann, die anderen seien schuld, sondern selbst Verantwortung übernehmen muss. Ein weiterer Pluspunkt des Buches sind die mit Sternchen markierten Wörter, die am Ende erklärt werden. Eine große Hilfe für Kinder und Jugendliche, denen Begriffe und Namen, wie Goebbels, Göring oder NSDAP noch nicht so geläufig sind. Die Geschichte der zwei Mädchen ist größten Teils sehr erschütternd, da Themen wie Tod und Vergewaltigung immer wieder eine Rolle spielen, daher würde ich das Buch erst Kindern ab 13 oder 14 Jahren empfehlen. Allerdings muss man bedenken, dass Krieg fürchterlich erschütternd war. Trotz der schweren Thematik lernt man die beiden Mädchen kennen. Sie werden dem Leser sympathisch, was einem die Geschichte sehr nahe bringt. Meiner Meinung nach handelt es sich um ein absolut lesenswertes Buch. Es berührt den Leser, lässt ihn nachdenken und viel über die Schrecken des Nationalsozialismus und besonders über die des Krieges lernen. Das Thema ist so wichtig und wurde sehr gut umgesetzt.

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  • Rezension zu "Die verlorenen Schuhe" von Gina Mayer

    Die verlorenen Schuhe
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    06. March 2010 um 20:43

    Inge geht es gut. Sie ist gebildet, hübsch und die Tochter eines reichen Bauern mit großem Gut in Schlesien. Sie ist verlobt und führt ein schönes Leben. Wanda geht es nicht gut. Wanda ist Fremdarbeiterin, Polin, groß und plump wie ein Mann, hat ihre Familie verloren. Die beiden sind grundverschieden und gehen der anderen aus dem Weg. Aber es herrscht Krieg. Das bekommt sogar Inge mit. Als die Rote Armee immer näher rückt müssen die beiden sich zusammen tun und flüchten. Weg von zu Hause, heißt es, weg. Im bittersten Winter machen die beiden sich auf eine abenteuerlich Reise von Schlesien bis hin nach Bayern. Das Buch ist eine wunderschön einfühlsam geschriebene Geschichte, in der man sich sofort in die Zeit des zweiten Weltkriegs reinversetzt fühlt. Schwierige Begriffe werden erklärt und auch so erfährt man viel Hintergrundgeschehen. Man fiebert mit den beiden jungen Frauen bis zur letzten Seite mit. Vor allem für jüngere Leser ist es am Anfang ein wenig schwierig sich in den Text zu versetzen können, da es schon eine schwierige Sprache ist. Aber nach den ersten Seiten klappt es immer besser.

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