Gina Mayer Leonore und ihre Töchter

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Inhaltsangabe zu „Leonore und ihre Töchter“ von Gina Mayer

Der Fluch der Liebe

Paris, 1900: Doras Ehe mit Gustave ist gescheitert, ihre Tochter Nanette dagegen ist zum ersten Mal richtig verliebt. Aber ist ihr Auserwählter auch der Richtige – oder macht sie den gleichen Fehler wie ihre Mutter, die ihr Glück in der Liebe nie gefunden hat? Als Nanette von dem geheimnisvollen Fluch erfährt, der seit Generationen auf ihrer Familie lastet, beginnt sie nachzuforschen. Ihre Spurensuche führt sie nach Düsseldorf, wo ihre Urgroßmutter einst um ihre eigene Liebe kämpfte.

Eine große Familiensaga um vier Frauen, die für ihre Liebe und Selbstbestimmung kämpfen.

Ein leichtes Buch für zwischendurch.

— coffeetimelady

<3 lovely

— vidra

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  • Der Fluch der Erlkönigin

    Leonore und ihre Töchter

    MademoiselleMeow

    09. January 2017 um 21:13

    Als ich bei Weltbild neulich eine DVD bestellen wollte, weil sie da am günstigsten war, habe ich mich im Sale gleich noch nach einem Buch umgesehen. Mit Buch ist die Bestellung nämlich versandkostenfrei und statt 3 € für den Versand, gebe ich das Geld doch lieber für ein Buch aus. Das sollte einen dann aber schon etwas ansprechen und ich bin tatsächlich fündig geworden. „Leonore und ihre Töchter“ klingt zwar etwas bieder und spielt lustigerweise auch teils zur Zeit des Biedermeier, aber ich mag historische Romane, solange sie nicht bis ins Mittelalter reichen. Die Story klang auch nicht uninteressant und da sonst kein ähnlich ansprechendes Buch dabei war, ist die Leonore samt ihrer Töchter am Ende auch in den Warenkorb gewandert.Mir hat der Roman sehr gut gefallen, obwohl es auch ein paar Mängel gibt. Beginnen wir mit den guten Seiten. Leonore und ihre Töchter, was in dem Fall auch die Enkelin und Urenkelin mit einschließt, sind alle recht verschieden. Jede bekommt einen eigenen Abschnitt zugeteilt, wo man sie kennenlernt. Das ist sehr gut gelungen. Die Autorin schafft es, Nähe zum Charakter aufzubauen, sodass man ihr Handeln und ihre Gefühle besser versteht. Und auch wenn die Geschichte teils im frühen 19. Jahrhundert spielt, wird man nicht mit geschwollener Sprache gequält. Einzig Ausdrücke wie etwa „Wie belieben?“ geben einen Eindruck der damaligen Ausdrucksweise wieder. Vielleicht ist das für einige ein Mangel von Authentizität, aber mir war das lieber, so kommt man mit dem lesen schneller voran. Dadurch, das die Geschichte so verschachtelt ist, blieb es spannend. Welche Auswirkungen hatte und hat wohl der „Fluch“ der Erlkönigin auf Leonore und ihre Töchter? Das hat sich erst nach und nach herauskristallisiert. Besonders aufregend war das Buch allerdings nicht und das ist mein Kritikpunkt. Es gab Überraschungen, es wurde nicht langweilig, aber es dümpelte so vor sich hin. Es fehlte irgendwie der große Knall, das Salz und Pfeffer. Zwar gab es da eine überraschende Auflösung, hinter die ich schon kurz vorher gekommen war, aber so richtig schockiert hat das auch nicht. Dafür würde ich einen Stern abziehen, auch wenn das vielleicht ein bisschen kleinkariert ist. Denn abgesehen davon, liest sich „Leonore und ihre Töchter“ wirklich gut und ich habe mich auch jeden Tag aufs lesen gefreut. Ein Buch, das man auch öfters lesen kann, deswegen sehr gute 4 von 5 Sternen. Ciao sollte wirklich halbe Sterne einführen, das würde mir das bewerten oft leichter machen….

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  • Wer reitet so spät durch Nacht und Wind ...

    Leonore und ihre Töchter

    engineerwife

    11. June 2015 um 15:45

    Dieses Buch ist definitiv ein Monatshighlight für mich. Ich bin begeistert. Ich zog das Buch nach der Arbeit aus dem Briefkasten, habe aus lauter Neugier gleich angefangen und was soll ich sagen, am nächsten Abend war ich fertig, obwohl ich gearbeitet hatte. Ok, ich war ein bisschen müde im Büro …. Gina Mayer – übrigens eine tolle Autorin – schafft es mit diesem Buch mal wieder dem Leser das Gefühl zu geben, er würde direkt mit rein gezogen in die Geschichte. Sie macht sich eine interessante Technik zu Nutze, bei der sie in der Gegenwart (in diesem Fall ist es 1900) anfängt und sich dann generationsweise in die Vergangenheit zurückarbeitet, immer ein Stückchen weiter, bis wir bei Eleonore angekommen sind. Wir dürfen dabei sein, als Eleonore ihre beiden Freunde kennenlernt, die später das Schicksal bestimmen werden. Stückweise schickt sie uns danach zurück, bis wir schließlich wieder in der Gegenwart angekommen sind und das Geheimnis gelüftet ist. Einen besonderen Bezug zu dem Buch fand ich durch den Erlkönig, bzw. die Erlkönigin. Auch mir wurde dieses Gedicht als Kind vorgelesen und es sollte mich noch viele Jahre in schlimmen Träumen verfolgen. Es ist aber auch wirklich zu gruselig und für Kinder ja gar nicht nachvollziehbar, dass hier im Fieberwahn gesprochen wird.

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  • Geheimnisvolle Familiengeschichte

    Leonore und ihre Töchter

    Xanaka

    01. April 2015 um 11:31

    Es geht um Freundschaft, Liebe, Verrat und um einen vermeintlichen Fluch. Die Geschichte von Leonore beginnt, als sie Kind ist, in einer Zeit, die für uns kaum vorstellbar ist. Sie lebt bei ihrer Tante, die sehr vermögend ist und hat den ganzen Tag eigentlich gar nichts zu tun. So lernt sie durch Zufall Luise kennen. Luise wiederum ist Waise und muss sich ihren Lebensunterhalt schon als Kind selbst verdienen. Für Luise ist es ein Traum mit Leonore befreundet zu sein und umgedreht genauso. Plötzlich hat Leonore jeden Tag ein Ziel und freut sich auf Luise. Durch Zufall lernt sie auch Anton kennen, den Freund von Luise. Gemeinsam verbringen sie jeden Tag nach der Arbeit von Anton und Luise miteinander. Das gemeinsame Glück ist jedoch nur von kurzer Dauer. Alles kommt heraus. Leonore muss zu ihrem Vater zurück, Luise und Anton werden entlassen. Jahre später trifft Leonore, die nun erwachsen ist, Anton wieder. Die Anziehung von damals ist noch genauso und so verlieben sich beide ineinander. Leonore wird schwanger und Anton muss sie heiraten. Jetzt könnte alles gut werden. Aber das wäre ja noch zu einfach. Luise kann Leonore nicht verzeihen, dass diese ihr Anton weggenommen hat. Ohne Leonore hätte er sie wahrscheinlich geheiratet. So gibt Luise Leonore die Schuld an ihrem Unglück und verflucht sie. Der Erlkönig, den sie als Kinder gemeinsam gelesen haben, verfolgt Leonore durch ihr gesamtes Leben. Und ja, sie verliert mehrere Kinder - wie beim Erlkönig. Und es geht auch in den nachfolgenden Generationen bei der Tochter von Leonore weiter. Das Buch liest sich sehr gut. Es ist toll geschrieben. Beim Lesen fällt es schwer das Buch aus der Hand zu legen, weil man doch wissen möchte, wie es weitergeht. Gut gefallen hat mir auch, die Gliederung in die verschiedenen Epochen der einzelnen Familien. So bekommt man ein gutes Bild von den einzelnen geschichtlichen Abschnitten und den Familienverhältnissen. Eine Lesetipp an alle, die gerne Familiengeschichten lesen und 5 Sterne von mir für dieses Buch.

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  • Vielschichtig und verführerisch!

    Leonore und ihre Töchter

    Monika58097

    11. February 2015 um 18:44

    Zur Zeit der Weltausstellung in Paris. Dora erfährt durch Zufall, dass ihr Mann Gustave sie mit ihrer besten Freundin betrügt. Tochter Nanette hingegen ist zum ersten Mal richtig verliebt, doch ist der Auserwählte auch der richtige Mann für sie? Nanette erfährt von dem geheimnisvollen Fluch, der angeblich auf ihrer Familie lasten soll und sie beginnt nachzuforschen. So erfährt sie von den Frauen der Familie, von deren Leben und deren Schicksalen. Anton und Luise, Arbeiterkinder in der Tuchmacherei und befreundet, lernten einst die verwöhnte Leonore kennen. Wann immer es ihnen nach ihrer harten Arbeit möglich war, spielten sie mit dem Mädchen im goldenen Käfig, dem Mädchen, dem langweilig war. Doch aus Freundschaft wurde mehr. Als Anton und Leonore heiraten, verflucht Luise die beiden, so dass sie und ihre Familien niemals glücklich werden sollen. Nanette ist fasziniert von der Geschichte ihrer Familie und sie setzt alles daran, den Fluch nach so vielen Jahren endlich zu bannen. "Leonore und ihre Töchter" - ein Roman mit Suchtfaktor! Es ist die packende Geschichte um ein Familiengeheimnis, das Geheimnis der Erlkönigin. Gina Mayers mitreißender Schreibstil schafft es wieder einmal hervorragend, das Flair der damaligen Zeit wiederzugeben. Auf der einen Seite die Damen der Gesellschaft, die nichts weiter zu tun haben, als sich um die neueste Mode und um das Personal zu kümmern. Auf der anderen Seite die hart arbeitende Bevölkerung. Kinder, die in den Fabriken arbeiten müssen, um das Überleben der Familie zu sichern. "Leonore und ihre Töchter" - ist eine wunderschöne und bewegende Familiengeschichte. Man möchte gar nicht mehr aufhören zu lesen. Unbedingt muss man erfahren, was es mit dem Familiengeheimnis auf sich hat. Dieses Buch ist ein echter Schmöker. Vielschichtig und ebenso verführerisch. Unbedingt lesen!

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  • Gewinnt die Lieblingsbücher des LovelyBooks-Teams aus dem Jahr 2014!

    Wurfschatten

    Daniliesing

    In diesem Jahr hat das LovelyBooks-Team wieder fleißig gelesen und dabei tolle Bücher entdeckt. Natürlich möchten wir euch auch 2014 nicht vorenthalten, welche Bücher uns am meisten begeistert, berührt und gefesselt haben. Deshalb findet ihr hier nun jeweils das Lieblingsbuch von allen Teammitgliedern aus diesem Jahr. Ein glücklicher Gewinner darf sich später über ein Buchpaket mit allen 12 Büchern freuen und damit eine wunderbare Lesezeit verbringen. Unsere Buchtipps: 1. Jules1988 empfiehlt: "Miss Blackpool" von Nick Hornby Mein Lieblingsbuch 2014 ist Nick Hornbys neuer Roman „Miss Blackpool“. Obwohl es kein typischer Hornby ist, liebe ich das Buch als Fan trotzdem. Hornbys feinsinniger Humor und seine liebevolle und einfühlsame Art, seine Figuren zu beschreiben - sowohl ihre Stärken als auch ihre Schwächen - machen diesen Roman so besonders. Man verliert sich in der Geschichte des Teams rund um Barbara, ihre Höhen und Tiefen, Freundschaft und Liebe und hat dabei das Gefühl, diese Menschen wirklich zu kennen. 2. Daniliesing empfiehlt: "Der Träumer" von Pam Muñoz Ryan und Peter Sis Für mich war "Der Träumer" eine ganz zufällige Entdeckung beim Büchershopping. Nur selten finde ich noch Bücher, die ich nicht zuvor schon irgendwo gesehen habe, doch hier wurde ich überrascht. Einmal aufgeschlagen und die ersten Sätze gelesen, hatte mich dieses wunderbare Buch aus dem Aladin Verlag sofort verzaubert. Als ich dann die großartigen Illustrationen von Peter Sis entdeckte, war es um mich geschehen: dieses Buch musste mir gehören! Schnell stellte sich heraus, dass ich mit meiner Entscheidung absolut richtig lag. Im Urlaub nahm ich das Buch zur Hand und konnte es gar nicht mehr zur Seite legen. Zwar ist das Buch als Kinderbuch ausgezeichnet, doch mit seinen 380 Seiten und einer wunderbar poetischen Sprache ist es für jeden erwachsenen Buchliebhaber ein wahrer Genuss. Pam Muñoz Ryan erzählt tiefgründig und bewegend die Geschichte des kleinen Neftali, dem der Leser beim Erwachsenwerden zuschauen darf. Der Junge hat keine leichte Kindheit - sein Vater macht es ihm mit hohen Erwartungen schwer, er ist häufig krank und lebt lieber in seiner eigenen Phantasie, statt draußen rumzutollen. Neftali ist ein Träumer! Wie der Junge sich trotz aller Schwierigkeiten durchschlägt und die Lebensgeschichte welches bekannten Dichters sich dahinter verbrigt, das solltet ihr am besten selbst herausfinden. Dieses Buch geht zu Herzen und ist mein persönliches Jahreshighlight! 3. TinaLiest empfiehlt: "Wurfschatten" von Simone Lappert Mich hat dieses Jahr besonders der Debütroman von Simone Lappert begeistern können: „Wurfschatten“ ist nicht nur äußerlich ein wunderschönes Buch, sondern es besticht auch durch die beeindruckende Schreibkunst, die die Autorin an den Tag legt. Sie schafft es, die Ängste, die die Protagonistin Ada beherrschen, beklemmend und dunkel zu beschreiben und die Geschichte doch zart wirken zu lassen, einfühlsam und authentisch. Mit dem kleinen, wenn auch vorhersehbaren Hauch Liebe, der Adas Ängste zurückzudrängen versucht, und der Prise Drama am Ende hat "Wurfschatten" mich dann endgültig abgeholt und den Roman für mich zu etwas Besonderem gemacht. Ich hoffe sehr, dass bald ein zweites Buch von Frau Lappert folgen wird und kann in der Zwischenzeit nur jedem ihr Erstlingswerk empfehlen! 4. JohannaE1988 empfiehlt: "Die hellen Tage" von Zsuzsa Bánk In "Die hellen Tage" erzählt Zsuzsa Bánk auf eine besonders schöne und ruhige Art eine Geschichte über Freundschaft, Familie und die schwierige Zeit des Erwachsenwerdens. Beim Lesen begleitet man die drei Freunde Aja, Seri und Karl von der glückvollen und teils auch tragischen Kindheit bis zum Erwachsenenalter und wünscht sich bei einem der so unbeschwerten Tage im zauberhaften Garten, die die drei so oft erlebten, dabei gewesen zu sein. Alle drei, so unterschiedlich sie auch sind, teilen das Schicksal, mehr oder weniger ohne Vater aufzuwachsen. Neben der Geschichte über eine besondere Freundschaft und der innigen Beziehung zwischen den Kindern und ihren Müttern, hat mich vor allem die unaufgeregte Erzählweise Bánks und ihre einfühlsame und warme Sprache beeindruckt und mich richtig entspannen lassen. Auch bei den Zerreißproben und Schwierigkeiten, die die drei im Laufe der Geschichte durchleben müssen, bangt und hofft man mit und fühlte ich mich oft an meine eigene Kindheit und Jugend erinnert. 5. aba empfiehlt: "Unterholz" von Jörg Maurer Ich habe sehr gute Bücher gelesen in diesem Jahr. Manche Bücher haben mich tief berührt, andere haben mich nachdenklich gemacht - aber mit Jörg Maurer habe ich auf hohem Niveau gelacht! Für mich kam dieses Buch im richtigen Moment. Es hat mich amüsiert und abgelenkt. "Unterholz" ist der fünfte Band um den oberbayrischen Kommissar Jennerwein, einer meiner literarischen Lieblingsfiguren überhaupt. Krimis gehören nicht zu meiner Lieblingslektüre, aber nachdem ich den ersten Band dieser Serie gelesen habe, konnte ich nicht anders, als ein Fan von Jörg Maurer und vom ganzen Team um Kommissar Jennerwein zu werden! 6. doceten empfiehlt: "Beginners" von Raymond Carver Raymond Carver gilt neben Hemingway als einer der ganz großen Autoren der American Short Story: mit geschliffener und schnörkelloser Sprache auf den Punkt gebracht sind seine Themen Verlust, Einsamkeit und das Scheitern der amerikanischen Mittelschicht. Seine Geschichten deprimieren, erschüttern mit jeder Zeile. Mit Beginners erscheint seine Buch "Wovon wir reden, wenn wir über Liebe sprechen" erstmalig in der Urfassung, ohne die stark kürzenden Eingriffe seines Lektors Gordon Lish. Nicht ganz so lakonisch und brachial, dadurch aber viel berührender. Ein Buch, um dunkle Wintertage noch dunkler zu machen - manchmal braucht man das ja. 7. clickclackboom empfiehlt: "Das Haus des Windes" von Louise Erdrich Auch wenn Lieblingsbücher zu bestimmen mir schwer fällt, da es immer so viele gute Bücher gibt, kann ich sagen, dass „Das Haus des Windes“ eines meiner liebsten Bücher 2014 ist. Es erzählt die Geschichte vom 13-jährigen Joe, der das unaufgeklärte Verbrechen an seiner Mutter rächen möchte und dabei erwachsen werden muss. Die Protagonisten des Romans sind Nachfahren der nordamerikanischen Indianer und so bekommt man interessante Einblicke in das Leben im Reservat, die Stammesgeschichten und die Gesellschaftsverhältnisse in den USA. Obwohl es um ein ernstes, trauriges Thema geht, ist „Das Haus des Windes“ ebenso ein lustiges Buch über das Leben als Teenager und die Schwierigkeiten des Erwachsenwerdens. Louise Erdrich hat Charakter geschaffen, die vielschichtig sind und die einem beim Lesen ans Herz wachsen. 8. kultfigur empfiehlt: "Die Hyperion-Gesänge Band 1-2" von Dan Simmons Dan Simmons erzählt fantastisch, die Bücher entwickeln einen Sog, den ich bisher sehr selten erlebt habe. Jeder, der gerne Science Fiction liest und philosophisch angehauchte Bücher liebt, wird die insgesamt rund 3.000 Seiten nur so verschlingen. Die beiden Bücher sind nicht nur mein persönliches Highlight 2014, sondern ganz weit oben auf der Liste meiner Herzensbücher. Ich wünschte, ich könnte noch einmal von vorne beginnen! 9. Katha_Luko empfiehlt: "Pfaueninsel" von Thomas Hettche Hettches Buch öffnet die Türen zu einer Welt voller Exotik, Groteske und Kuriositäten aber auch zu der komplexen und zerbrechlichen Architektur der menschlichen Seele. Die Hauptfigur ist Marie, die als Kleinwüchsige auf die preußische Lustinsel verfrachtet wird, um dort zum Vergnügen des Königs als Schlossfräulein ihr Dasein zu verbringen. Neben einem Mohr, einem Riesen, wilden Tieren und geheimnisvollen Pflanzen gilt sie als eine von vielen verqueren Launen der Natur. Damit steht sie im krassen Kontrast zu einer damals weit verbreiteten naturphilosophischen Auffassung, die nur das Wohlgeformte und Regelmäßige für schön und wertvoll erklärt – eine Auffassung, die mit ihren Jahren auf der Insel Maries Menschenwürde und Lebensmut beständig abträgt. Hettches „Pfaueninsel“ fängt Atmosphären ein als wäre er selbst Zeuge des merkwürdigen Lebens auf der Insel gewesen, seine Charakterzeichnungen und Schilderungen seelischer Zustände und schließlich seine authentische Zeichnung der historischen Gegebenheiten ziehen den Leser in ihren Bann: Ich war selten so berührt von einem Buch und seiner Hauptfigur! 10. peckomingo empfiehlt: "Cobra" von Deon Meyer Viel Zeit zu lesen hatte ich leider nicht in diesem Jahr, doch bei meiner Südafrika-Reise wurde natürlich ein Deon Meyer-Buch gelesen. Cobra ist nicht nur ein Thriller, sondern gleichzeitig auch eine Mischung aus Politik und psychologischen Betrachtungen. Das Tempo und die Spannung werden durchgehen hoch gehalten. Schauplätze, Eigenheiten und Sitten des Landes werden authentisch vermittelt. 11. Sophia29 empfiehlt: "Rosen, Tulpen, Nelken" von Heike Wanner Zu meinen Lieblingsbüchern 2014 gehört definitiv „Rosen, Tulpen, Nelken“ von Heike Wanner. Ich habe von der Autorin schon mehrere Bücher gelesen, aber dieses hat mir ganz besonders gut gefallen. Es geht darin um Sophie, die ihre Mutter schon in frühen Jahren verloren hat. Zufällig fällt ihr eines Tages das Poesiealbum ihrer Mutter in die Hände und als sie es durchblättert, stellt sie fest, dass sie keinen der darin enthaltenen Namen kennt. Um mehr über das Leben ihrer Mutter und somit auch mehr über sich selbst zu erfahren, macht sie sich mit ihren zwei besten Freundinnen in einem Wohnmobil auf den Weg und versucht die Personen zu finden, die im Leben ihrer Mutter eine Rolle gespielt haben … Heike Wanner ist es in diesem Buch gelungen, zwei Geschichten – die Geschichte von Sophie und die ihrer Mutter – auf spannende Weise miteinander zu verbinden und gleichzeitig zu verdeutlichen, wie unverzichtbar wirklich gute Freunde in unserem Leben sind. Seid ihr neugierig auf unsere 12 Lieblingsbücher 2014 geworden? Dann habt ihr bis einschließlich 7. Januar Zeit bei der Verlosung eines Buchpakets mit allen 12 Büchern mitzumachen. Jetzt müsst ihr uns nur noch folgendes verraten und dann seid ihr dabei: Da wir immer gerne Bücher verschenken, würden wir von euch gern wissen, welche Bücher ihr dieses Jahr zu Weihnachten verschenkt und wieso ihr euch für genau diese entschieden habt? Wir wünschen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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  • Buchverlosung zu "Leonore und ihre Töchter" von Gina Mayer

    Leonore und ihre Töchter

    Daniliesing

    Weihnachtszeit ist die schönste Zeit im Jahr! Wenn es in den Supermarktregalen nach Zimt, Mandel und Sternanis duftet, wenn es in der Stadt abends nicht mehr so dunkel ist, weil funkelnde Lichter die Straßen beleuchten, da weiß man, es dauert nicht mehr lange bis Weihnachten! Aber das Schönste am Weihnachten ist die Zeit, die wir mit den Menschen verbringen, die wir lieben! LovelyBooks möchte auch dazu beitragen, dass Weihnachten noch ein bisschen schöner wird! Wir verlosen während der ganzen Vorweihnachtszeit Buchgeschenke für deine Freunde oder Familienmitglieder! Und so kannst du mitmachen: Sag uns bis zum 14.12.2014, wem du das zu verlosende Buch schenken möchtest und warum dieser Mensch genau dieses Buch bekommen muss. Sollten wir deinen Beitrag auslosen, schicken wir ein schön verpacktes Weihnachtsgeschenk mit dem Buch, süßen Leckereien, kleinen Überraschungen und einer Grußbotschaft in deinem Namen auf den Weg zu deinem Wunsch-Beschenkten. Zusammen mit dem Aufbau Verlag verlosen wir 5 Exemplare der gefühlvollen und schicksalhaften Familiengeschichte "Leonore und ihre Töchter" von Gina Mayer. Zum Buch: Im Paris des Jahres 1900 erfährt die unglücklich verliebte Nanette von einem gutgehüteten Geheimnis, das auf ihrer Familie lastet: Als ihre Urgroßeltern Leonore und Anton einst heirateten, verwünschte eine eifersüchtige Freundin das Brautpaar. Tatsächlich hadern nicht nur Leonore, sondern auch ihre Tochter, ihre Enkelin und ihre Urenkelin Nanette mit dem Schicksal und finden kein Glück in der Liebe. Bis Nanette eines Tages beschließt, den Familienfluch endlich zu bannen. Als Kinder spielen Luise, Leonore und Anton ein Spiel, das sie selbst erfunden haben: Im Mittelpunkt steht die böse „Erlkönigin“, dargestellt von Luise, die das Lebensglück der Menschen rauben will. Als Leonore und Anton ein Liebespaar werden und heiraten, kommt es zu einem folgenschweren Ereignis: Luise, die ebenfalls in Anton verliebt ist, verwünscht das Brautpaar und prophezeit ihnen lebenslanges Unglück. Drei Generationen später, im Paris der Weltausstellung des Jahres 1900, erfährt die junge, unglücklich verliebte Nanette von diesem uralten Fluch, der auf ihrer Familie lastet. Tatsächlich haben nicht nur Leonore, sondern auch ihre Tochter Mathilde, ihre Enkelin Dora und ihre Urenkelin Nanette mit schweren Schicksalsschlägen zu kämpfen und finden kein Glück in der Liebe. Bis Dora und Nanette selbstbewusst beschließen, es sei an der Zeit, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, denn nicht Luise trägt die Schuld für das Scheitern der Frauen in ihrer Familie – jede ist ihres eigenen Glückes Schmied.

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    Gelinde

    16. December 2014 um 14:40
  • Spannende Familien-Saga

    Leonore und ihre Töchter

    Spatzi79

    22. November 2014 um 18:30

    Die Geschichte beginnt in Paris, im Jahr 1900. Es ist Weltausstellung und die junge Nanette verliebt sich in den gutaussehenden und reichen Erben einer prominenten Familie. Doch erwidert der junge Mann ihre Gefühle oder wird er sich den Wünschen seiner Familie beugen, was seine weitere Zukunft angeht? Während Nanette das erste Mal im Leben verliebt ist, bricht für ihre Mutter Dora eine Welt zusammen, sie muss erfahren, dass ihr Mann Gustave sie betrügt. Dora muss sich nun dem Leben ohne Mann an ihrer Seite stellen und einen neuen Weg für sich finden. Zu allem Überfluss kommen ausgerechnet jetzt noch ihre Eltern zu Besuch und Dora muss sich auch noch mit ihrer Mutter Mathilde auseinandersetzen, das Verhältnis zwischen den beiden ist eher schwierig. Nanette hingegen kommt mit ihrer Großmutter gut aus und so erzählt ihr diese eines Abends von ihrer Familiengeschichte und dem Fluch der Erlkönigin, der über ihnen liegt. Die Autorin erzählt die Geschichte nun zunächst in Rückwärtssprüngen. Der nächste Abschnitt handelt von Mathilde, dann wiederum geht es noch weiter in die Vergangenheit und um Mathildes Mutter Leonore. Erst danach geht es zeitlich wieder vorwärts. Nach und nach entfaltet sich so das große Geheimnis der Familie. Mir hat diese ungewohnte Reihenfolge der Erzählung sehr gut gefallen, auch wenn ich am Ende der ersten Abschnitte am liebsten immer von der betreffenden Hauptfigur mehr gelesen hätte, konnten mich die folgenden beziehungsweise früheren Ereignisse dann doch immer schnell fesseln und immer neugieriger auf die Zusammenhänge machen. Das Buch handelt von ganz unterschiedlichen Frauen, doch jede für sich hat ihre Geschichte und so ergibt sich eine spannende Familiensaga. Der Schreibstil von Gina Mayer gefällt mir immer wieder sehr gut. Der vermeintliche Fluch bringt eine mysteriöse Komponente in die Erzählung, die Figuren wirken lebensecht und glaubwürdig, es wird Spannung aufgebaut und am Ende alle offenen Fragen geklärt.

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  • Leserunde zu "Leonore und ihre Töchter" von Gina Mayer

    Leonore und ihre Töchter

    Jules1988

    "Ihr müsste es verschweigen", flüsterte Leonore. "Es ist unser Geheimnis, nur wir drei wissen davon." Die Autorin Gina Mayer hat mit "Leonore und ihre Töchter" eine große Familiensaga über Liebe, Selbstbestimmung und das Schicksal geschrieben, das Leonore und ihre Töchter auf eine harte Probe stellt. Bis sie sich entschließen, es in die eigenen Hände zu nehmen... Ihr habt jetzt die Chance gemeinsam mit der Autorin dieses emotionale Buch kennenzulernen! Mehr zum Buch: Paris im Jahr 1900: Doras Ehe mit Gustave ist gescheitert, ihre Tochter Nanette ist dagegen zum ersten Mal richtig verliebt. Aber ist ihr Auserwählter auch der Richtige – oder macht sie den gleichen Fehler wie ihre Mutter, die ihr Glück in der Liebe nie gefunden hat? Als Nanette von dem geheimnisvollen Fluch erfährt, der seit Generationen auf ihrer Familie lastet, beginnt sie nachzuforschen. Ihre Spurensuche führt sie nach Deutschland, wo ihre Urgroßmutter Leonore einst um ihre eigene Liebe kämpfte. Mehr zur Autorin: Gina Mayer wurde 1965 in Ellwangen geboren und lebt jetzt in Düsseldorf. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder. Bevor sie angefangen hat zu schreiben, war sie als Werbetexterin tätig, obwohl Gina Mayer schon in der Grundschule davon träumte, Schriftstellerin zu werden. "Schreiben ist mein Beruf. Ich wandere von einem Zeitalter ins andere, von einem Thema zum nächsten, von Buch zu Buch. Und immer nur wohin ich will. Ich lese und erfinde und lerne und   wachse. Das ist mein Leben." Hier geht's zur Leseprobe! Ihr wollt wissen, welches Schicksal die Frauen der Familie Boucher erwartet? Dann bewerbt euch gleich für die Leserunde!* Gemeinsam mit dem Aufbau Verlag verlosen wir 25 Leseexemplare von "Leonore und ihre Töchter" von Gina Mayer! Wenn ihr mitlesen wollt, dann beantwortet einfach folgende Frage: Wolltet ihr schon einmal jemanden verwünschen? Und wenn ja, warum? *Bitte beachtet, dass ihr euch im Gewinnfall zur aktiven Teilnahme an der Diskussion in allen Leseabschnitten und zum Verfassen einer abschließenden Rezension verpflichtet.

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    • 387
  • Leonore und ihre Töchter von Gina Mayer

    Leonore und ihre Töchter

    lila_socken

    18. November 2014 um 16:30

    Leonore und ihre Töchter erzählt die Geschichte einer Familie. Gestartet wird im Jahre 1900, Doras Ehe mit Gustave ist gescheitert. Ihre Tochter Nanette ist zum ersten Mal richtig verliebt und dann kommt auch noch Doras Mutter unerwartet zu Besuch. Es stellt sich heraus, dass auf den Frauen der Familie eine Art Fluch zu liegen scheint, die es keiner ermöglicht eine wirklich glückliche Beziehung mit einem Mann zu führen. Dies alles wird dem Leser durch Rückblicke erzählt. Ich war sehr begeistert von dem Buch, denn es ist in einem wunderbaren Stil geschrieben, der mich einfach gefesselt hat. Ich habe das Buch nur sehr ungern zur Seite gelegt. Alle Figuren sind toll beschrieben - es gab an jedem eine Seite, die ich wirklich gemocht und ins Herz geschlossen habe und eine andere Seite, mit der ich nicht einverstanden war, die ich aber trotzdem nachvollziehen konnte. Und dann besteht dieses Buch auch noch zum Großteil aus Rückblicken! Da bin ich ja der totale Fan von. Ich gebe diesem Buch also fünf von fünf möglichen Sternen und kann es wirklich weiterempfehlen. Ich hatte große Freude an diesem Buch.

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  • Ein super schöner histrischer Roman

    Leonore und ihre Töchter

    sonjastevens

    14. November 2014 um 12:20

    Wieder mal ein Highlight, welches Gina Mayer mit den Roman „Leonore und ihre Töchter“ gesetzt hat. Ich bin begeistert: Gina Mayer schafft es immer wieder mich in ihren wunderbar geschriebenen historischen Romanen auf eine Zeitreise mitzunehmen und längst vergangene Zeiten so aufleben zu lassen, dass ich denke, ich stehe live neben dem Geschehen. Tolles Kopfkino, für mich, als Düsseldorferin vor allem die Szenen,, die in Düsseldorf spielen – aber auch in anderen Städten / Orten fühle ich mich wohl und sehe alles genau vor mir. Es gelingt der Autorin eine tolle Atmosphäre zu schaffen, von Leid und Freud der Protagonisten, dass man ihre Gefühle wunderbar miterleben kann, sich freuen, aufregen, mitfiebern, trauern, verzweifeln, lieben – alles gehört mit dazu! „Leonore und ihre Tochter“ ist für mich ein ganz besonderer Roman, da ich selten ein so strukturiertes Buch gelesen habe. Es handelt von einer Familie über mehrere Generationen, wie der Titel vielleicht schon verraten mag. Das Besondere ist, dass das Buch 1900 in Paris beginnt, dann nicht chronologisch weiter geht, sondern in eine Zeit um 1848 in Düsseldorf zurück geht und dann 1813 nach Ratingen. Danach ist das Buch erst chronologisch aufgebaut und der Leser geht (fast) die gleichen Schritte wieder zurück nach Paris in Jahr 1900. Zuerst dachte ich, dass diese Zeitführung doch bestimmt verwirrend sein mag, denn wie soll man eine Geschichte rückwärts erzählen, aber der Autorin ist es gelungen wunderbare Übergänge zu schaffen – wie? Das muss jeder für sich selber erfahren! Auch sprachlich hat Gina Mayer sich übertroffen: die Zeit in der das Buch in Paris spielt, benutzt sie in der deutschen Sprache viele Synonyme, die aus dem französischen kommen, das macht das Buch so authentisch. In den Kapiteln, die in Düsseldorf und Ratingen spielen, schreibt sie anders. Es war eine tolle Leseerfahrung! Zum Inhalt möchte ich eigentlich nicht zu viel verraten, denn jeder soll sich auf diese wunderbare Reise begeben können, ohne schon zu ahnen was kommen mag, daher beschränke ich mich hier auf den ersten, Pariser-Teil „Dora“: Dora erfährt, dass ihr Mann eine andere Frau liebt, und zu allem Übel verlässt er Dora. Sie kommt mir ihrer Trauer und dem Verlust nicht klar, besonders nicht, weil alle Menschen sich über sie den Mund zerreißen. Dann muss sie sich auch noch jeden Tag ihre frisch verliebte Tochter ansehen, ist aber nicht in der Lage sich für sie zu freuen. Aber wenn es schlimm kommt, kommt es noch schlimmer, denn Doras Mutter hat sich aus Düsseldorf angekündigt ihre Tochter zu besuchen. Dora will ihr die heile Welt vorspielen… obwohl gibt es überhaupt eine heile Welt, wenn Mutter und Tochter sich nicht verstehen? Die Enkelin versucht zu vermitteln und erfährt so einige Dinge über ihre Familie, die bis zu dem Zeitpunkt todgeschwiegen wurden… Eine absolute Leseempfehlung, an alle Bücherwürmer, vor allem die, die gerne Familiengeschichten lesen und noch mehr an Leser, die sich für historische Romane interessieren. Ihr werdet alle begeistert sein!

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  • Wie eine kleine tragische Begebenheit das Schicksal von vier Generationen beeinflusst.

    Leonore und ihre Töchter

    Heimfinderin

    13. November 2014 um 19:54

    Inhalt Paris im Jahr 1900: während der Weltausstellung, an deren Eröffnung ihr Mann maßgeblich beteiligt war, erfährt Dora, dass dieser sie schon seit einiger Zeit mit ihrer jüngeren Freundin betrügt. Ihr Mann verlässt sie und zieht zu seiner Geliebten, während Dora den Betrug schwer verkraftet. Gleichzeitig verliebt sich ihre 19jährige Tochter Nanette in den Sohn einer reichen Bankiersfamilie, der sich der Malerei verschrieben hat und sich lieber im Künstlerviertel aufhält, als sich um die familiären Geschäfte zu kümmern. Dora verfällt in eine ungesunde Lethargie während ihre Tochter im siebten Himmel schwebt. Die zufällige Bekanntschaft mit einer Suffragette zeigt dann Dora ganz neue Sichtweisen, während Ninette ein paar Zweifel an ihrem Glück kommen. Der Besuch von Doras ungeliebter Mutter Mathilde bringt dann einen ganzen Berg ins Rutschen, als sie Nanette die Familiengeschichte erzählt: alles begann mit Urgroßmutter Leonore und dem Erlkönig-Fluch... Meine Meinung Die Geschichte ist in sechs Teile aufgeteilt und beginnt im Jahr 1900 mit Dora und ihrer Tochter Nanette. Abschnittsweise geht es dann über Doras Mutter zurück bis ins Jahr 1813 zur Kindheit von Urgroßmutter Leonore, wo eine kleine Begebenheit der tragische Auslöser für die folgenden Schicksale und Lebenswege wird. Von dort gehen die Abschnitte wieder vor ins Jahr 1900 zur Fortsetzung des ersten Teils. Diese Erzählweise ist ungewöhnlich, aber sehr spannend und hat mir besonders gut gefallen. Man erlebt einige Figuren damit nicht nur in einer einzigen Zeitebene und erfährt von ihren früheren Erlebnissen nicht nur „vom Hörensagen“, sondern man geht zu ihnen in ihre Zeit zurück und erlebt ihre Vergangenheit schrittweise direkt mit. Und man kann auf diese Weise besonders intensiv mit ihnen mitfühlen und ihren Werdegang und ihre Entscheidungen nachvollziehen. Kennt Dora ihre Mutter nur als harte Frau, mit der sie kein inniges Verhältnis aufbauen konnte, so erlebt der Leser direkt mit, warum Mathilde ihr so erscheint. Und noch ein paar Jahre weiter zurück wird man Teil der dramatischen Erlebnisse von Leonore, die aus dieser eine kranke und ängstliche Frau gemacht haben und damit auch maßgeblich das Leben von Mathilde beeinflusst hatten. Die Charaktere sind alle sehr lebendig und emotional beschrieben und wirken in ihren Handlungen sehr lebensecht. Das ist dem so klaren und dabei intensiven und bildhaften Schreibstil der Autorin zu verdanken, den ich schon bei ihren anderen Büchern so sehr liebe! Ich konnte mit allen Figuren sehr gut mitfiebern, mitleiden für sie hoffen oder mich über ihr Verhalten aufregen. Nicht immer waren sie mir sympathisch, in dem was sie taten, aber immer konnte ich ihr Verhalten nachvollziehen. Sie sind einfach sehr verschieden, die einen wirken kühl und zielstrebig, sind stark und konsequent, andere eher schwach und gefühlsbetont oder auch hart und verbittert. Aber alle haben eins gemeinsam: einen Fluch, der über ihnen zu schweben scheint und der sich durch ihr Leben zieht, bis nun endlich die Chance besteht, diesen Fluch von Tod, Verlust und unerfüllter Liebe endgültig zu brechen. Es hat mich sehr berührt zu lesen, wie die einzelnen Frauen mit ihrer jeweiligen Situation, ihren verlorenen Lieben und ihren Enttäuschungen und Hoffnungen umgingen, wie sie kämpften, sich aufgaben oder ihr Schicksal annahmen und irgendwie weitermachten. Und es hat mir sehr gefallen, wie sich dann am Ende der Kreis schließt und dann auch Dora und Nanette ihren persönlichen Weg finden. Lieb gewonnen habe ich alle auf ihre Art. Es ist eine dramatische Geschichte, sie ist tragisch und spannend, kämpferisch und berührend und bietet doch am Ende Hoffnung und Aufbruch.

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  • Große Verlosung zum Leserpreis 2014: 5 Buchpakete mit je 50 Büchern!

    Die Seiten der Welt

    Daniliesing

    Lust auf eins von 5 riesigen Buchpaketen zum Leserpreis 2014? Bestimmt hat es der ein oder andere von euch schon entdeckt: Seit gestern suchen wir beim Leserpreis 2014 wieder eure Lieblingsbücher des Jahres. In insgesamt 16 Kategorien könnt ihr die Bücher und Autoren nominieren, die euch 2014 am meisten begeistert haben, ganz egal, ob euch das Buch vor Spannung bis mitten in die Nacht wachgehalten hat, ihr Tränen gelacht oder aber mitgefühlt und -gefiebert habt. Nominiert ab sofort eure persönlichen Lieblingsbücher & -autoren und ermöglicht es ihnen so, es auf unsere Shortlists für die Abstimmungsphase zu schaffen, die am 20. November beginnt. Die Bücher und Autoren, die dann wiederum die meisten Stimmen erhalten, bekommen den Leserpreis in Gold, Silber und Bronze, der am 28.11. vergeben wird! Also schnell nominieren / abstimmen / Gewinner anschauen! ---- Unsere große Verlosung für euch! Da der Leserpreis für uns jedes Jahr wieder etwas ganz Besonderes ist, möchten wir unsere Freude daran mit euch teilen. Wir werden nach der Bekanntgabe der Leserpreis-Gewinner insgesamt 5 Buchpakete mit jeweils 50 Neuerscheinungen verlosen. Fünf Gewinner dürfen sich also über eine ordentliche Ladung neuen Lesestoff freuen! Und wer kann nicht schöne neue Bücher gebrauchen? 1. Um an der Verlosung teilzunehmen, gibt es verschiedene Möglichkeiten - 3 der 5 Buchpakete verlosen wir unter allen Bloggern, die auf ihrem Blog über den Leserpreis berichten und darauf verlinken. Bitte teilt uns den Link zu eurem Blogbeitrag hier in einem Kommentar mit (wer mir schon eine E-Mail mit dem Link geschickt hat, muss dies nicht doppelt tun). http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ Grafiken zum Einbinden in den Blog findet ihr hier. 2. Wenn ihr keinen Blog habt, könnt ihr alternativ auf den Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter, Google + usw. auf den Leserpreis hinweisen. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 2 Buchpakete mit 50 Büchern. Wichtig ist hier, dass ihr euren Beitrag öffentlich teilt und ihn uns hier verlinkt. Bitte verlinkt in eurem Kommentar hier direkt auf eurer Posting und nicht auf euer gesamtes Profil. Außerdem müssen in eurem Social-Media-Posting unbedingt der und der Hashtag #Leserpreis enthalten sein. http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ 3. Ihr habt weder einen Blog, noch seid ihr auf einem der Social Media Kanäle aktiv? Dann verratet uns hier in einem Kommentar das beste Buch, das ihr in diesem Jahr gelesen habt. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 5 einzelne Bücher, die die jeweiligen Gewinner auf ihren Wunschzetteln haben. Ihr dürft natürlich auch 1 & 2 oder 1, 2 & 3 kombinieren und so eure Chancen steigern :-) Wir wünschen euch ganz viel Spaß & bitte vergesst nicht, eure Lieblingsbücher zu nominieren & später abzustimmen! PS: Die angehängten Bücher und die auf dem Foto sind ein Beispiel, was sich im Buchpaket befinden könnte. Wir haben hier aber eine ganz bunte Auswahl und ihr könnt euch dann von einem riesigen Überraschungsbuchpaket begeistern lassen :)

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    • 1298
  • Fluch und Schicksal im 19. Jahrhundert

    Leonore und ihre Töchter

    Zuckerelfe

    02. November 2014 um 21:44

    „Wer reitet so spät durch Nacht und Wind? Es ist der Vater mit seinem Kind; Er hat den Knaben wohl in dem Arm, Er faßt ihn sicher, er hält ihn warm. (...)“ 19. Jahrhundert. Schauplatz zu Beginn des Romans ist Paris. Nanette ist mit ihren Eltern auf der Weltausstellung und lernt Yves kennen. Ein gutaussehender Mann, der sofort ihre Aufmerksamkeit bekommt. Er könnte ihr potenzieller Bräutigam werden. Doch es sind nicht die schönen Seiten des Lebens die Gina Mayer hier beschreibt und mit Worten schmückt. Leonore und ihre Töchter ist eine zerreißende Familiengeschichte, die keine Seite der Armut auslässt. Sie erzählt die Geschichte von Nanettes weiblichen Vorfahren und beschreibt, wieso ihre Familie verflucht worden ist! Es beginnt eine Zeitreise in die Vergangenheit nach Ratingen. Es ist die Geschichte von Anton, Leonore und Luise, die ein dunklen Schatten auf die Familie Seele legt. Dieser historische Roman ist für mich ein sonderbares Werk. Begonnen hat alles mit einer für mich sehr ungewöhnlichen Struktur. In sechs Teile geteilt und in verschiedenen Generationen spielend erzählt jeder dieser eine andere Sicht der Familie Seele. Obwohl ich es mir den ganzen Roman lang erhofft hatte, konnte mich die Struktur leider nicht in ihren Bann ziehen. Was man Gina Mayer jedoch lassen muss: der Roman ist unglaublich gut recherchiert, sodass man das Gefühl bekommt in eine vollkommen realistische Umgebung entführt zu werden. Ihr Schreibstil ist schön und gefühlvoll, die Charaktere bis ins Detail herausgearbeitet. Am überzeugendsten war für mich Luise und ihr Schicksal, wobei ich ein wenig enttäuscht durch ihre Entwicklung war. Jedoch tat dies dem Roman kein Abbruch, denn jede Entscheidung und Reaktionen dieser Charaktere waren nachvollziehbar. Zusammenfassend kann man sagen, dass die Grundidee dieses Romans großes Potenzial und mein Interesse geweckt hat. Leider waren meine Erwartungen, insbesondere durch vorhergehende Rezensionen, so hoch, dass sie leider nicht erfüllt werden konnten. Trotzdem ein schöner Roman für zwischendurch, von dem manch ein Leser vielleicht nicht gefesselt wird. 

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  • Rezension zu "Leonore und ihre Töchter" von Gina Mayer

    Leonore und ihre Töchter

    aba

    Ein erschütterndes Geheimnis Denkt man an das 19. Jahrhundert, denkt man oft zwangsläufig an idyllische Zeiten, an auf glamourösen Alleen flanierende distinguierte Menschen, und romantische Liebesgeschichten. Meistens vergisst man die andere Seite der Medaille: die Armut, die in den florierenden Städten herrschte, und von der die obere Schicht profitierte. Das beste Beispiel für dieses im 19. Jahrhundert weit verbreitete System ist die Industrie. In ihrem beindruckenden Roman "Leonore und ihre Töchter" spielt eine für die Zeit typische Fabrik eine wichtige Rolle. In Ratingen, in der Nähe von Düsseldorf, stand die "Baumwollspinnerei Cromford", die das Leben der Figuren in diesem Roman bestimmt hat. "Leonore und ihre Töchter" ist eine bewegende Familiengeschichte. Gina Mayer erzählt uns darin über ein erschütterndes Geheimnis, das sich fast ein Jahrhundert lang wie ein roter Faden in der Geschichte der Familie eines Düsseldorfer Tuchhändlers zieht. Gina Mayer beschreibt das Treiben in der Baumwollspinnerei während der Anfangszeiten der industriellen Revolution in Deutschland und die unvorstellbar schlechten Arbeitsbedingungen, unter denen ganze Familien ausgebeutet wurden. Die Darstellung der Weltausstellung 1900 in Paris, wo ein Teil der Handlung spielt und bei der passenderweise die technischen Errungenschaften dieser Zeit ein wichtiges Thema waren, lassen die progressiven Methoden der Baumwollspinnerei obsolet wirken. 1900, das Jahr, in dem dieser Roman endet, ist auch von der Autorin ein sehr gut gewähltes Jahr. Der Anfang eines neuen Jahrhunderts hat einen großen symbolischen Wert. Gina Mayer hat es geschafft, dass ich, obwohl kein Technik-Anhänger, gespannt über die Arbeitsprozesse in einer früheren Fabrik lese, und auch über die modernen technischen Attraktionen in der Pariser Weltausstellung staune. Aber was mich am meisten beeindruckt hat, und das ist keine Überraschung bei einem Roman von Gina Mayer, ist die Entschlossenheit, die ihre Figuren charakterisiert, Figuren, die immer wieder für Spannung und Überraschungen sorgen. Es sind Charaktere, die Entscheidungen treffen, die nicht immer die richtigen sind, die lieben und hassen mit ihrem ganzen Wesen. Gina Mayer weiß genau, das alles so zu vermitteln, dass der Leser sich so frei fühlt, sich sein eigenes Urteil über deren Handeln zu bilden. Eines haben Gina Mayers Geschichten gemeinsam: Sie geben keine moralische Richtung an. Manche ihrer Figuren denken und handeln, wie man es auch im wirklichen Leben macht, ihre Gedanken und Gefühle sind nicht immer rein und altruistisch. Und gerade das macht das Lesen so spannend, denn, was gibt es Interessanteres als die Antwort auf die Frage, was einen Menschen treibt. "Leonore und ihre Töchter" ist ein ergreifender Roman, an den ich lange denken werde. Schauplätze, Handlung und vor allem die Charaktere sind absolut nicht einfach zu vergessen. Die "Baumwollspinnerei Cromford" in Ratingen hat existiert. Sie war sogar die erste Fabrik auf dem europäischen Kontinent außerhalb Englands. Heutzutage beherbergt diese ehemalige Fabrik ein Industriemuseum, das ich hoffentlich eines Tages besuche, und während ich durch die Räume spaziere, werde ich an die Menschen denken, die in dieser Fabrik hart gearbeitet und Gina Mayer als Inspiration für ihren Roman gedient haben.

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    • 3

    gina_mayer

    01. November 2014 um 10:24
  • Vier Frauen, ein Jahrhundert und das Schicksal einer Familie.

    Leonore und ihre Töchter

    leselea

    „Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt; Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt.“ (Johann Wolfgang von Goethe, Erlkönig) Leonore – Anton – Luise. In ihrer Kindheit im frühen 19. Jahrhundert spielen die Drei ein selbst erfundenes Spiel: Luise stellt die „Erlkönigin“ dar, die das Lebensglück der Menschen zerstört. Als Leonore und Anton Jahre später zueinander finden, während Luise vom Schicksal gezeichnet ist, wird aus dem Spiel Ernst: Sie verflucht die beiden. Der Fluch, das Unglück, in der Liebe nie Glück zu finden, zieht sich durch alle folgenden Generationen bis hin zur Leonores Urenkelin Nanette. Im Paris des Jahres 1900 scheint sie die große Liebe gefunden zu haben, doch wird das Schicksal, das auf ihrer Familie lastet, bei ihr eine Ausnahme machen? „Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an! Erlkönig hat mir ein Leids getan.“ (Johann Wolfgang von Goethe, Erlkönig) Gina Mayer legt mit Leonore und ihre Töchter ein imposantes Familienepos vor, das das gesamte 19. Jahrhundert umfasst. Neben dem mystischen Schicksal, das auf Leonore, ihren Kindern und Kindeskindern lastet, erzählt die Autorin auch von den politischen Verhältnissen dieser Zeit, von der (falschen) Moral und den (Un-)Möglichkeiten von Frauen, ein selbstbestimmtes Leben jenseits von „Ehefrau“ und „Mutter“ zu führen. Politik und Gesellschaft sind in diesem historischen Roman nicht nur Hintergrund der Geschichte, sondern auf engste mit einzelnen Figuren des Romans verknüpft. Gina Mayer ist eine meiner Lieblingsautorin – und sie zeigt auch mit diesem Buch wieder, wieso. Ihr Schreibstil ist meiner Meinung nach fantastisch: Sie schreibt atmosphärisch und bildreich und entführt den Leser in vergangene Zeiten. Darüber hinaus entwickelt das Buch vor allem im Mittelteil eine Spannung, die ich vom Klappentext her nicht erwartet hätte. Am Ende habe ich auch bei Leonore und ihre Töchter wieder ein wenig gebraucht, bis ich in der Gegenwart angekommen bin. Die Geschichte spielt zu verschiedenen Zeiten/Epochen des 19. Jahrhunderts und wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, wobei die von Leonore, ihrer Tochter Mathilde, ihrer Enkelin Dora und ihrer Urenkelin Nanette dominieren. Die Geschichte erlangt dadurch an Tiefe: Figuren, die einem zunächst fremd und unerklärlich waren, lernte man besser kennen und ihre Motive verstehen. So kann ich abschließend sagen, dass ich zwar nicht alle Handlungen der Figuren gutheiße, sie aber nachvollziehen kann. Leonore und ihre Töchter ist ein Roman über vier Frauen, die in einer schwierigen Epoche auf ihre Weise Stärke zeigen und ihren Weg gehen. Er zieht einen in seinen Bann und lässt einen so schnell nicht wieder los.

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