Gina Mayer Zitronen im Mondschein

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Inhaltsangabe zu „Zitronen im Mondschein“ von Gina Mayer

Düsseldorf 1926: Nach einer Weissagung verlässt Maria den Mann, den sie liebt, einen außergewöhnlich begabten Maler. Allein versucht sie sich mit ihrem Kind als Wahrsagerin in einem Wanderzirkus durchzuschlagen, doch das erweist sich als nahezu unmöglich. Mutter und Tochter werden getrennt. Erst Jahre später treffen sich die beiden Frauen in Düsseldorf wieder. Mira verachtet ihre Mutter. Sie verliebt sich in einen Kinopianisten, der sie mit einer revolutionären Gruppe bekannt macht. Doch dann taucht ein seltsamer Mann auf, ein Kunstmaler, dessen Geschichten und Ideen sie faszinieren.

Düsseldorf in den 20ern des letzten Jahrhunderts. Interessante Mutter-Tochter-Beziehung. Sehr schön zu lesen!

— Cappukeks
Cappukeks

Das Buch klingt toll! Es wandert gleich auf meinen Wunschzettel!!!

— Maggi
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    Zitronen im Mondschein
    engineerwife

    engineerwife

    21. October 2016 um 13:25

    Ich bin ganz begeistert, wie viel Tiefgang dieses Buch hat. Ich hatte mich auf eine eher seichte Geschichte eingestellt. Als Leser begleiten wir die beiden Hauptprotagonistinnen Mira und Maria durch die Zeit vor dem ersten Weltkrieg bis in die frühen 30er Jahre, als sich der nächste Krieg schon erahnen lässt. Durch exzellente Recherchearbeit gelingt es der Autorin die Stimmung der jeweiligen Zeit lebendig zu vermitteln. Aus der Sicht von Mirabella, der Tochter, die sich später selbst in Mira umtauft, klingt es ganz so, als wäre Maria eine selbstsüchtige und kaltblütige Frau, die sich weder um ihre Tochter noch um andere Mitmenschen schert. Taucht man jedoch tiefer ein in die Geschichte, merkt man sehr schnell, dass viel mehr dahinter steckt. Maria, die schon in jüngsten Jahren ein schweres Los gezogen hatte, hat in ihrem Leben noch viele Hürden zu überwinden. Nach und nach entfaltet sich die Story und lässt uns hinter die Fassade des Trios Vater, Mutter, Tochter schauen und mit ihnen Freud und Leid teilen. Das Buch hat mir an sich sehr gut gefallen, lediglich die auf den ersten Blick nicht ganz leicht zu verstehenden Szenenwechsel aber mich manchmal etwas verwirrt, deshalb gibt es einen kleinen Punktabzug in meiner Bewertung.   

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  • Rezension zu "Zitronen im Mondschein" von Gina Mayer

    Zitronen im Mondschein
    moni_angekommen

    moni_angekommen

    30. December 2012 um 19:25

    Leider nicht ganz so fesselnd wie ich gehofft hatte. Das Buch hatte teilweise furchtbare Längen und ich öfter versucht es ganz wegzulegen. Im Gegensatz zu anderen historischen Romanen war mir die Zeit her bis zum Schluss fremd- und auch die Protagonistin. Die Zusammenhänge der beiden Erzählebenen passten manchmal nicht wirklich und ich fühlte mich immer wieder "rausgeworfen". Auch die Nebencharaktere blieben blass. Schade.

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  • Rezension zu "Zitronen im Mondschein" von Gina Mayer

    Zitronen im Mondschein
    Annie6

    Annie6

    29. December 2012 um 11:44

    Maria arbeitete als Hellseherin in einem Wanderzirkus. Anders als die meisten anderen Wahrsagerinnen hat sie von Zeit zu Zeit Visionen von der Mutter Gottes, die ihr Botschaften übermitteln. Jahre später, 1926 in Düsseldorf, ist Maria seit langem nicht mehr beim Zirkus. Ihre Tochter Mira verabscheut sie, hält sie für eine Spinnerin und Betrügerin, seit sich ihre Beziehung in den schweren Zeiten des 1. Weltkrieges grundlegend verändert hat. Mira verliebt sich in den Kinopianisten Anselm Guben, als ein anderer Mann in ihr Leben tritt. Die Lebensgeschichte Miras und ihrer Mutter Maria erstreckt sich von ca. 1900 – 1930, auch wenn man 1926 in Düsseldorf in die Geschichte einsteigt. Marias Zeit im Zirkus sind wohl meine Lieblingspassagen im Buch, denn die nahezu magische Stimmung die einem Zirkus für mich immer anhaftet, wurde hier von Gina Mayer grandios vermittelt. Ich begann sofort wie besessen in diesen Lebensabschnitt einzutauchen, all die wunderbaren Orte an denen der Zirkus Halt macht, die außergewöhnlichen Menschen, oft nur kurze Begegnungen, im nächsten Augenblick bereits wieder vergangen, zu verinnerlichen. Maria ist genau wie Mira eine besondere Protagonistin, die nachhaltig im Kopf herumschwebt und deren Schicksal einfach nicht loslässt. Zum Teil mag das am tollen Schreibstil liegen, oder daran, dass man die Charaktere von ihrer Kindheit an kennen lernt, oder einfach an den Orten und ihren Atmosphären. Die Geschichte ist schwierig wiederzugeben, mir wollte anfangs keine Kurzbeschreibung gelingen, weshalb ich auch für den Rest der Rezension ziemlich lange brauchte. „Zitronen im Mondschein“ wird abwechselnd aus Miras und Marias Sicht erzählt. Das allerdings stört gar nicht, da es immer Abschnittsweise aufgeteilt ist (jeder Abschnitt besteht aus ca. 3 Kapiteln) und man daher ziemlich lange in einer Sicht bleibt. Wie oben bereits angedeutet, wird hier die Lebensgeschichte der beiden Frauen bis in das Jahr 1930 verfolgt. Bis dahin lernt man aber alle bis dahin durchlaufenen Lebensphasen (Kindheit usw.) kennen. Maria ist in ihrem Leben bereits mehrfach die Mutter Gottes, ebenso wie eine tote Freundin erschienen. Allerdings ist es nicht so, dass man um dieses Buch zu lesen, religiös sein muss. Schließlich ist Mira ja auch gegen solchen „Unsinn“ und verurteilt ihre Mutter dafür. Doch auch wenn man diesen Erscheinungen skeptisch gegenüber steht, wird man am Ende des Buches zumindest Maria verstehen können. Damit dieses Buch euch in seinen Bann zieht, müsst ihr also nicht religiös sein und ihr müsst auch am Ende des Buches nicht so wie Maria denken. Einen Kritikpunkt gibt es jedoch auch bei diesem Buch: Während die ersten 350 Seiten noch relativ chronologisch aufgebaut waren (Lebensabschnitte), verwirren die letzten Seiten dagegen ein bisschen. Trotzdem ist die Geschichte dank des tollen Schreibstils auch weiterhin absolut lesenswert und büßt inhaltlich nichts von der Magie ein. Eingebettet in diesen Mutter-Tochter-Roman sind auch die „politischen Wirren“ und die „Kunstszene der Zwanziger Jahre“. Ganz besonders hervorzuheben ist hier meiner Meinung nach die Schilderung des 1. Weltkrieges. Das Ende gefiel mir immer mehr, je länger ich darüber nachgedacht habe und fand es mit der Zeit immer passender. Auch wenn es relativ offen gehalten ist, trägt es zu der Gesamtwirkung des Buches bei. FAZIT „Zitronen im Mondschein“ ist ein sehr bewegendes Buch das mich zum Nachdenken und auch fast zum Weinen gebracht hat. Die sehr gut gezeichneten Charaktere hallen ebenso wie Atmosphäre und Grundidee noch lange nach. Trotz eines kleinen Schwachpunktes ist diese Erzählung der Lebensgeschichten zweier Frauen über ein Vierteljahrhundert sehr empfehlenswert! 4,5/5 Punkten

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  • Rezension zu "Zitronen im Mondschein" von Gina Mayer

    Zitronen im Mondschein
    LEXI

    LEXI

    07. December 2012 um 22:48

    Obgleich ich schon Bücher von Gina Mayer gelesen und sie allesamt großartig fand, konnte ich mich mit "Zitronen im Mondschein" einfach nicht anfreunden. Die Protagonisten schafften es nicht, mir sympathisch zu werden, die Geschichte nicht, mich in den Bann zu ziehen oder Neugier zu wecken. Einzig die Vergangenheit im Zirkus interessierte mich ... ansonsten muss ich diesmal gestehen: dieser Roman war leider nicht mein Fall. Da ich aber ganz genau weiß, wie großartig meine letzten Lektüren dieser Autorin waren, werde ich in naher Zukunft auch "Die Protestantin" und "Das Medaillon" von Gina Mayer lesen. Ich freue mich schon darauf!

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  • Rezension zu "Zitronen im Mondschein" von Gina Mayer

    Zitronen im Mondschein
    silbereule

    silbereule

    10. September 2012 um 18:13

    Dieser Roman von Gina Mayer hat mir größtenteils gar nicht gefallen, weil a. mir die beiden Hauptpersonen Maria und Mira unsympathisch waren und ich ihr Verhalten nicht nachvollziehen konnte. Maria lässt sich durch allerhand ‚Spoekenkram‘ (norddeutsch für Übersinnliches) beeinflussen, die Geschichten um ‚die heilige Jungfrau‘ , die ihr angeblich immer wieder erscheint, fand ich unerträglich, besonders in Verbindung mit betrügerischer Wahrsagerei, der sich Maria bedient. Und Mira tritt seit frühester Kindheit in sämtliche Fettnäpfchen, ist unbeholfen und plump, ohne durch irgendwelche anderen Vorzüge dagegen halten zu können. In entscheidenden Situationen kriegt sie den Mund nicht auf, als Kind wie als Erwachsene. b. der Aufbau chronologisch reichlich durcheinander ist und alles irgendwie nicht harmonisch ineinander fliesst - wie ein Kuchen, dessen Zutaten nicht miteinander verschmolzen sind und der in einzelne Brocken auseinander fällt. Start ist 1926, dann kommt 1904, ein wenig 1913, wieder 1926, wieder 1914 usw. - einfach unerfreulich und irritierend diese Zeitsprünge. Die Schilderungen der Berliner Künstlerszene wirken verkrampft, auf ein paar Seiten werden verwirrend und unübersichtlich viele Namen aufgezählt, wie von einer Liste abgeschrieben, nach dem Motto: hier stehen jetzt alle drauf, die damals Rang und Namen hatten und die müssen nun auch alle untergebracht werden. Aber ich will nicht nur meckern, gegen Ende gibt es einige Kapitel, die berühren und faszinieren, Z.B. die Schilderungen der Ereignisse an der Front des 1.Weltkriegs oder die der Zustände zwischen den Kriegen. Hier finde ich den Stil von Gina Mayer wieder, den ich in den anderen Romanen von ihr bisher so geschätzt habe. Der Schluss ist düster, tragisch und einfach nur traurig, der Ausflug ins Übersinnliche nicht recht gelungen. Mit ach und krach 3 Sterne.

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  • Rezension zu "Zitronen im Mondschein" von Gina Mayer

    Zitronen im Mondschein
    FrankMariaReifenberg

    FrankMariaReifenberg

    04. March 2012 um 19:27

    Wenn eine Autorin es schafft, mich in einem Buch in einen Schützengraben im 1. Weltkrieg, in die Tyrannei einer Klosterschule, das Romanische Café in Berlin, einen Zirkus und noch an diverse andere Schauplätze zwischen den Jahren 1900 und 1930 zu entführen, diese Orte mit Personen und Geschichten zu beleben, die unter die Haut gehen, mich bei jedem einzeln mitfühlen und auch mitleiden zu lassen, dabei nie abgeschmackt, kitschig oder klischeehaft zu werden ist das TOLL! Wenn sie das aber auch noch mit einer genauen und vielschichtigen Sprache tut, zwischen Realität und religiösen Mysterien schwebend, das Netz dramaturgisch über 30 Jahre und viele Personen spinnt und mich erst wieder hinaus lässt, wenn SIE es will ... dann ist das dreifach TOLL! Eine großartige Geschichte.

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  • Rezension zu "Zitronen im Mondschein" von Gina Mayer

    Zitronen im Mondschein
    robbylesegern

    robbylesegern

    18. December 2011 um 17:48

    falsche Entscheidungen können dein Leben bestimmen Und wieder hat Gina Mayer ein Buch geschrieben, dessen Inhalt und zeitgeschichtlicher Hintergrund mir lange im Gedächtnis bleiben werden.Gina Mayers Bücher sind tiefgründig und doch mit leichter Feder geschrieben, sodass sie ein Genuss für ihre Leser darstellen. Zitronen im Mondschein macht da keine Ausnahme. Eingebetet in die zeitgeschichtlichen Schilderungen der Anfänge des 20. Jahrhunderts in Berlin und Düsseldorf wird uns nicht nur ein schillerndes Bild der damaligen Kunstszene und ihres leichten Lebenswandels präsentiert, die Autorin nimmt diese Schilderung als Rahmenhandlung für eine Mutter-Tochtergeschichte, die immer wieder gestört wird durch falsche Entscheidungen zu falschen Zeit. Maria verläßt ihr Elternhaus früh, da sie nicht das Schicksal ihrer Mutter erleiden will, die von ihrem Ehemann geprügelt wird.Sie schließt sich einem Wanderzirkus an und erlernt das Handwerk einer Wahrsagerin, das allerdings wenig mit Übersinnlichem zu tun hat, wie sie feststellen muss. Als sie Ludwig Wunder kennenlernt, der kurzzeitig zur Zirkusbesatzung gehört,verliebt sie sich in ihn,in die wahre Liebe ihres Lebens.Nach einer Weissagung, die ihr prophezeit Ludwig, den Tod zu bringen, verläßt sie ihn und stellt erst später fest, dass sie ein Kind von ihm erwartet.Ludwig zieht als Freiwilliger in den 1. Weltkrieg und Maria fällt es immer schwerer ihre Tochter durchzubringen. Um wenigstens ihr ein einigermaßen sicheres Leben zu bieten, gibt sie Mira in ein Waisenhaus, in dem sicheren Glauben, sie dort gut untergebracht zu haben. Doch diese Trennung , die nicht immer gewollt war, beeinflusst die Mutter-Tochterbeziehung nachhaltig. Nie wird über die Gründe gesprochen, warum Maria Mira weggab und wer ihr Vater ist und warum er ging. Als Mira erwachsen ist, ist eine Fremdheit zwischen den beiden Frauen gewachsen, die nicht zu überwinden ist. Gina Mayers Roman läßt den Leser Einblick haben, in die Schwierigkeiten der damaligen Zeit,denn Miras Schicksal war sicher kein Einzelschicksal.Zerrissenheit und Orientierungslosigkeit und große Arbeitslosigkeit kennzeichnen diese Epoche, die nach einem verloren Krieg und den daraus resultierenden Konsequenzen entstanden. Kunstrichtungen wie der Dadaismus oder Kubismus und die aufkommenden anarchischen Lebensformen sind sinnbildlich für die Anfänge des neuen Jahrhunderts, bzw. die 20iger Jahre.Bis hin zu den Anfängen der NSDAP spinnt die Autorin ihren zeitgeschichlichen Bogen,der mehr als lesenswert ist. Schade nur, dass diese Autorin sowenig Aufmerksamkeit erfährt, dabei sind ihre Bücher allesamt sehr empfehlenswert.

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  • Rezension zu "Zitronen im Mondschein" von Gina Mayer

    Zitronen im Mondschein
    robbylesegern

    robbylesegern

    18. December 2011 um 17:48

    falsche Entscheidungen können dein Leben bestimmen Und wieder hat Gina Mayer ein Buch geschrieben, dessen Inhalt und zeitgeschichtlicher Hintergrund mir lange im Gedächtnis bleiben werden.Gina Mayers Bücher sind tiefgründig und doch mit leichter Feder geschrieben, sodass sie ein Genuss für ihre Leser darstellen. Zitronen im Mondschein macht da keine Ausnahme. Eingebetet in die zeitgeschichtlichen Schilderungen der Anfänge des 20. Jahrhunderts in Berlin und Düsseldorf wird uns nicht nur ein schillerndes Bild der damaligen Kunstszene und ihres leichten Lebenswandels präsentiert, die Autorin nimmt diese Schilderung als Rahmenhandlung für eine Mutter-Tochtergeschichte, die immer wieder gestört wird durch falsche Entscheidungen zu falschen Zeit. Maria verläßt ihr Elternhaus früh, da sie nicht das Schicksal ihrer Mutter erleiden will, die von ihrem Ehemann geprügelt wird.Sie schließt sich einem Wanderzirkus an und erlernt das Handwerk einer Wahrsagerin, das allerdings wenig mit Übersinnlichem zu tun hat, wie sie feststellen muss. Als sie Ludwig Wunder kennenlernt, der kurzzeitig zur Zirkusbesatzung gehört,verliebt sie sich in ihn,in die wahre Liebe ihres Lebens.Nach einer Weissagung, die ihr prophezeit Ludwig, den Tod zu bringen, verläßt sie ihn und stellt erst später fest, dass sie ein Kind von ihm erwartet.Ludwig zieht als Freiwilliger in den 1. Weltkrieg und Maria fällt es immer schwerer ihre Tochter durchzubringen. Um wenigstens ihr ein einigermaßen sicheres Leben zu bieten, gibt sie Mira in ein Waisenhaus, in dem sicheren Glauben, sie dort gut untergebracht zu haben. Doch diese Trennung , die nicht immer gewollt war, beeinflusst die Mutter-Tochterbeziehung nachhaltig. Nie wird über die Gründe gesprochen, warum Maria Mira weggab und wer ihr Vater ist und warum er ging. Als Mira erwachsen ist, ist eine Fremdheit zwischen den beiden Frauen gewachsen, die nicht zu überwinden ist. Gina Mayers Roman läßt den Leser Einblick haben, in die Schwierigkeiten der damaligen Zeit,denn Miras Schicksal war sicher kein Einzelschicksal.Zerrissenheit und Orientierungslosigkeit und große Arbeitslosigkeit kennzeichnen diese Epoche, die nach einem verloren Krieg und den daraus resultierenden Konsequenzen entstanden. Kunstrichtungen wie der Dadaismus oder Kubismus und die aufkommenden anarchischen Lebensformen sind sinnbildlich für die Anfänge des neuen Jahrhunderts, bzw. die 20iger Jahre.Bis hin zu den Anfängen der NSDAP spinnt die Autorin ihren zeitgeschichlichen Bogen,der mehr als lesenswert ist. Schade nur, dass diese Autorin sowenig Aufmerksamkeit erfährt, dabei sind ihre Bücher allesamt sehr empfehlenswert.

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  • Rezension zu "Zitronen im Mondschein" von Gina Mayer

    Zitronen im Mondschein
    texterinforkids

    texterinforkids

    28. April 2011 um 09:58

    Aus irgendeinem Grund faszinieren mich die 20er Jahre des letzten Jahrhunderts schon immer. Ich verbinde sie mit Modernität und Aufbruch, Emanzipation und Frechheit, dank des wunderbaren Buches „Zitronen im Mondschein“ von Gina Mayer weiß ich, dass mein Gefühl richtig war und dass ich gerne in der Zeit gelebt hätte. Sicher war auch diese Zeit nicht einfach, das wird in der Geschichte um Mira, ihre Freunde und Familie deutlich. Aber damals war so viel möglich. Miras Freundin Gudrun macht sich mit einem Modegeschäft selbstständig, na gut, durch die damalige Wirtschaftskrise muss sie es auch wieder schließen. Mira selbst arbeitet als Serviererin in einem Restaurant in Düsseldorf. Sie will unabhängig sein von ihrer Mutter, die sie für ihre Kindheit hasst. Dabei hat Mira nur einen Teil ihrer Kindheit bei ihrer Mutter verbracht. Doch die hat sie in ein Waisenhaus geschickt, von wo aus sie in eine Familie kam, mit der sie nicht zurechtkam. Manche Demütigung hat Mira erleiden müssen – dank ihrer Mutter, da ist sie sich sicher. Mit gemischten Gefühlen begegnet sie ihrer Mutter, sie hasst sie und dennoch steht sie für den schönsten Teil ihres Lebens, ihre ersten sieben Lebensjahre im Zirkus. Hier war Mira frei und anerkannt, ein Gefühl, das sie seitdem stets aufs Neue sucht – im Kino, in Freundschaften, in Gesprächen mit dem Maler, der seit einiger Zeit ins Restaurant kommt und immer in ihrem Servicebereich Platz nimmt. Er wird zu einer Konstante in ihrem Leben und rettet ihr am Ende sogar das Leben. Doch nicht nur Miras Sicht und ihr Blick auf das Leben und die Kultur der dreißiger Jahre bekommen Raum in diesem zauberhaften Buch, das man kaum aus der Hand legen kann. (Ich war zum Glück eingeschneit und musste nur kleine Kühlschrank-Pausen einlegen!) Auch das Leben von Miras Mutter, ihre Beweggründe, Ängste und Hoffnungen werden erzählt. Immerhin hat sie Miras Vater verlassen, um ihre Tochter zu retten. Eine Wahrsagerin hatte ihr nämlich vorhergesagt, dass sie während der Schwangerschaft etwas in sich trüge, das dem Geliebten den Tod bringen würde. Um diese Tragödie zu verhindern, hat sie den Mann, den sie Zeit ihres Lebens liebt, weggeschickt und sein ganzes Leben leiden lassen. Doch niemand entgeht seinem Schicksal, das hat Gina Mayer mit dieser beeindruckenden und überraschenden Geschichte gezeigt. Den Leser erwartet jedoch nicht nur eine spannende, manchmal beklemmende und manchmal rührende Familiengeschichte. Er bekommt einen Eindruck von den 20er Jahren, den Anfängen des Kinos und der Kunst, die wenige Jahre später als entartet gelten wird. Ein Buch, das in jedes Bücherregal gehört – aber erst, nachdem es gelesen wurde!

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  • Rezension zu "Zitronen im Mondschein" von Gina Mayer

    Zitronen im Mondschein
    Kathchen

    Kathchen

    25. July 2009 um 15:06

    Maria und ihre Tochter Mira(belle) leben in Düsseldorf im Jahr 1926. Während Mira sehr bodenständig ist und als Serviermädchen arbeitet, arbeitete Maria jahrelang im Zirkus als Wahrsagerin. Die beiden Frauen haben oberflächlich nichts gemeinsam, außer dass sie miteinander verwandt sind. Während Maria oft versucht, mit ihrer Tochter zu reden, sie zu besuchen, blockt Mira immer wieder ab. Und von anfang an habe ich mich gefragt, was da wohl so schlimmes passiert sein kann, dass Mutter und Tochter nicht normal miteinander umgehen können. Mira ist ein schüchterner, ruhiger Charakter, hingegen zu ihrer besten Freundin Gudrun. Gudrun ist aktiv und tut alles, um ans Ziel zu kommen. Anfangs hatte ich doch etwas Probleme mit ihr warm zu werden, doch am Ende habe ich sie schließlich auch ins Herz schließen können. Mira hatte mit Männern bisher noch nicht viel Kontakt, bis sie sich schließlich in den Kommunist Anselm Guben verliebt. Maria hatte ihre große Liebe sehr früh verlassen, wie man auch dem Klappentext entnehmen kann. Aufgrund einer Vorhersage, die besagte, dass etwas in Maria ist, dass ihm den Tod bräche, hat sie sich schnell von ihm getrennt. Doch ich hatte das Gefühl, dass sie ihn nie so recht loslassen konnte. Mira hingegen weiß nichts von ihrem Vater. Das Buch fängt zwar in der Gegenwart, also im Jahr 1926, an, aber im Laufe des Buches “springt” es zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart und so erfährt der Leser, was alles in der Vergangenheit wichtiges passierte, das Schuld an der Mutter-Tochter-Beziehung ist. Auch steht in jedem Kapitel mal eine andere Figur im Mittelpunkt, Maria, Mira und auch Miras Vater Ludwig. Jeder Erzählstrang und das damit verbundene Schicksal hat mir ausgesprochen gut gefallen. Dadurch entsteht nach und nach ein, für mich, sehr faszinierendes Mosaik, dass am Ende zusammenläuft und keine Fragen offen lässt. Das Ende hat mir absolut gefallen, es war stimmig und vorallem sehr traurig. Und es lässt mich mit dem Gefühl zurück, dass es kein besseres Ende für dieses Buch gibt. Überhaupt hat mich das Buch mitgenommen, sehr berührt und auch musste ich an der ein oder anderen Stelle etwas weinen. Sobald ich Zeit gefunden hatte, in “Zitronen im Mondschein” zu lesen, konnte ich nicht aufhören. Ich war so gefangen in der Zeit, in der Geschichte, dass ich auch teilweise mitten in der Nacht noch am Lesen war. Die Zeit, in der dieser Roman spielt, fand ich schon immer sehr interessant und faszinierend und die Autorin hat die ganze Situation sehr gut eingefangen, politisch genauso wie kulturell. Die Sprache hat mir ebenfalls sehr gut gefallen und sie hat herrliche Bilder vor mein Auge gezaubert. Der Titel “Zitronen im Mondschein” hat, wenn man diesen hört und den Inhalt des Buches, nicht so viel gemeinsam, bzw. verrät er eigentlich nichts über den Inhalt. Aber nachdem ich das Buch beendet habe, muss ich sagen, einen schöneren, besseren Titel gibt es nicht. Ich muss zugeben, dass mich das Buch positiv überraschte und ich nicht so einen wundervollen Schmöker mit Tiefgang erwartet hatte, wie ich ihn hier vor mir liegen habe. Für mich gehört “Zitronen im Mondschein” auf alle Fälle zu meinen Highlights 2009 und ich werde sicherlich noch oft an das Buch zurück denken. “Zitronen im Mondschein” ist zwar das erste Buch, das ich von Gina Mayer gelesen habe, aber sicherlich nicht das letzte.

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  • Rezension zu "Zitronen im Mondschein" von Gina Mayer

    Zitronen im Mondschein
    dubh

    dubh

    03. July 2009 um 13:01

    Maria flieht vor dem prügelnden Vater Anfang des letzten Jahrhunderts zu einem Zrikus und begibt sich mit diesem auf Wanderschaft. Sie geht bei Madame Argent 'in die Lehre' wird Wahrsagerin - und nebenbei hat sie selbst Erscheinungen, sieht die Muttergottes... Die warnt sie auch, als es um ihre große Liebe geht, den Maler Ludwig - Maria trägt etwas in sich, was ihm Unglück bringt. Kurzentschlossen schickt Maria Ludwig fort - auch wenn es noch so weh tut. Ein Erlebnis, das sie noch öfter haben wird und um das man sie wahrlich nicht beneidet... Auch von ihrer Tochter Mirabelle trennt sie sich Jahre später: in den Wirren des I. Weltkrieges hat sie Angst, sie nicht mehr ernähren zu können - leiden sie im Zirkus doch schon lange unter Hunger. So bringt sie das Mädchen in ein katholisches Kloster, zeitgleich ein Waisenheim. Dort kommt die kleine Mira aber nie wirklich an, im Gegenteil: sie lernt dort nur, ihre Mutter zu verachten und auch andere Verluste hinzunehmen. Als sich die beiden Frauen Jahre später in Düsseldorf wiedertreffen, sind sie grundverschieden und doch so ähnlich - wie zwei Sterne auf einer festen Umlaufbahn um die Sonne, die sich niemals berühren können, wie Mira selbst einmal feststellt. Mira hat gelernt, sich durchs Leben zu kämpfen, arbeitet als Serviermädchen und hat ein eigenes kleines Zimmer zur Untermiete. Als sie dann auch noch den Kinopianisten und bekennenden Kommunisten Anselm kennenlernt, scheint sie glücklich zu sein. Doch dann taucht Nero Battaglia auf, ein geheimnisvoller Maler... FAZIT: Ein wunderbar stimmungsvoller Roman, der in einer spannenden Zeit spielt und zwei tolle und vor allen Dingen ungewöhnlich selbständige Frauen zeigt. Lesenswert!

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  • Rezension zu "Zitronen im Mondschein" von Gina Mayer

    Zitronen im Mondschein
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. July 2009 um 10:16

    Gina Mayer arbeitete als Werbetexterin, nun ist sie freie Autornin und lebt in Düsseldorf. "Zitronen im Mondschein" ist bereits ihr dritter Roman. Maria flieht vor ihrem prügelenden Vater und schließt sich einem Zirkus an. Dort tritt sie in die Fußstapfen der Wahrsagerin, bis sich die Ereignisse überschlagen. Sie wird ungewollt schwanger, verlässt den Vater des Kindes und als der Erste Weltkrieg auszubrechen droht, gibt sie ihre Tochter in die Obhut eines Klosters. Die nun erwachsene Mira kann hrer Mutter einfach nicht verzeihen und versucht Distanz zu halten. Doch als der rätselhafte Künstler Nero auftaucht, ist die Vergangenheit plötzlich ganz nah. Ein fesselndes Buch über die Beziehung zwischen Mutter und Tochter. Jede muss ihren Weg gehen, doch trotzdem können sie ihre Bindung zueinander nicht leugnen, nicht kappen.

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