Gioconda Belli

 4.1 Sterne bei 230 Bewertungen
Autor von Bewohnte Frau, Das Manuskript der Verführung und weiteren Büchern.

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Bewohnte Frau

Bewohnte Frau

 (82)
Erschienen am 20.04.2018
Das Manuskript der Verführung

Das Manuskript der Verführung

 (34)
Erschienen am 01.11.2007
Die Werkstatt der Schmetterlinge

Die Werkstatt der Schmetterlinge

 (16)
Erschienen am 01.09.2000
Tochter des Vulkans

Tochter des Vulkans

 (19)
Erschienen am 01.10.2012
Waslala

Waslala

 (14)
Erschienen am 01.02.2007
Die Republik der Frauen

Die Republik der Frauen

 (12)
Erschienen am 02.05.2012
Unendlichkeit in ihrer Hand

Unendlichkeit in ihrer Hand

 (8)
Erschienen am 02.04.2012

Neue Rezensionen zu Gioconda Belli

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SeilerSeites avatar

Rezension zu "Als die Bäume davonflogen" von Gioconda Belli

Märchen über die Verletzlichkeit der Natur
SeilerSeitevor einem Jahr

Pablo, ein kleiner Junge, ist anders als die anderen. Aufgrund einer Krankheit muss er die meiste Zeit zu Hause bleiben. Anders ist auch seine Wahrnehmung der Welt um ihn herum: er freundet sich mit den Bäumen vor seinem Fenster an, gibt ihnen Namen und denkt sich Geschichten zu ihnen aus. Als eines Tages alle Bäume von der Erde verschwinden (sie fliegen davon aufgrund der schlechten Behandlung durch die Menschen), ist die Not groß. Pablo gelingt es jedoch, die Bäume zur Rückkehr zu bewegen und die Menschen zum Umdenken zu bringen.

Dieses moderne Märchen beschreibt den Inhalt des Kinderbuches "Als die Bäume davonflogen". Die Autorin Gioconda Belli stammt aus Nicaragua, wo sie auch heute noch lebt. Bereits in früheren Kinderbüchern (z.B. "Die Blume und der Baum") behandelte sie Themen der Natur, die als Parabeln für menschliches Verhalten dienen können. Auch das aktuelle Buch regt, gerade angesichts momentan stattfindender Umweltdebatten, zum Nachdenken an.

Die Bilder stammen von der Freiburger (heute Berliner) Illustratorin Barbara Steinitz. Sie gestaltete ebenfalls das oben genannte Kinderbuch "Die Blume und der Baum" von Gioconda Belli. Die Illustrationen sind im Stil von Scherenschnitten gehalten und arbeiten mit dem Gegensatz von Licht und Schatten. Dadurch werden die Bilder auf das Wesentliche reduziert. Bei den Personen sind Stimmung und Gefühle lediglich an den Umrissen abzulesen. Die Menschen und alles von Menschenhand gemachte erscheint in schlichtem Schwarz. Die Farben sind allein der Natur vorbehalten.

Diese spezielle Art der Illustration mag unterschiedliche Gefühle auslösen. Man kann sie als Tor zur eigenen Fantasie wertschätzen, aber auch als zu ernst und hart für ein Kinderbuch verwerfen. Fest steht jedoch, dass sich das Buch gerade darin deutlich von anderen Kinderbüchern unterscheidet.

Seitenzahl: 24
Format: 24,8 x 28,7 cm
Verlag: Peter Hammer

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ILKrausss avatar

Rezension zu "Bewohnte Frau" von Gioconda Belli

Fesselnder Roman
ILKraussvor einem Jahr

Hinweis: Ich habe die Ausgabe von 1994 gelesen. Da sie ein anderes Cover hat als das hier gezeigte, ist es möglich, dass sich noch einige andere Dinge daran inzwischen geändert haben.

Die Geschichte beginnt mit dem Aufstieg der Seele einer Ureinwohnerin Nicaraguas, die nicht in den Himmel steigt, sondern sich in einen Orangenbaum nistet, der im Garten von Lavinia, der Hauptfigur steht. Man ist sofort in der Geschichte und kann nicht aufhören zu lesen.

Zwei Fäden sind miteinander verwoben, die Sicht der alten Seele, die nun im Baum wohnt und später in Lavinia, sowie das Schicksal von Lavinia. Teilweise hatte ich das Gefühl, mit angehaltenem Atem zu lesen. Nur ab der Mitte des Buches gab es einige Längen, die mich veranlassten, Pausen einzulegen, die dann zusätzlich kontraproduktiv für den Lesefluss waren.

Lavinia träumt von einem Leben als unabhängige, freie, selbstbewusste Frau. Sie ist Architektin und verliebt sich in ihren Kollegen Felipe. Als sie erfährt, dass er im bewaffneten Widerstand ist, ist sie hin- und hergerissen zwischen der Sehnsucht nach einem normalen Leben, der Verantwortung gegenüber den Schwachen und Unterdrückten und der Liebe zu Felipe. Logischer und realistisch erscheinender Handlungsverlauf, perfekt, nichts auszusetzen.

Hervorragender, poetischer Sprachstil mit viel Tiefgang, ein Buch zum Zitate-rausschreiben. Einige Schwächen wie falsche Verben nach wörtlicher Rede ([…]", lächelte sie …). Ein wenig nervig fand ich die poetisierenden Umschreibungen der wenigen Liebesszenen, die für den Fortgang des Buchs aber auch ohne Belang sind. Es ist nun mal ein älteres Buch.

Lavinia, Felipe und alle anderen wirken unglaublich authentisch. Ihre Gefühle sind so nachvollziehbar beschrieben, dass sie sich auf den Leser übertragen, alles scheint tatsächlich passiert zu sein.

  Fazit

Leidenschaftlich, romantisch, wild, fesselnd, dramatisch - ein unglaublich packendes Buch mit einer Geschichte, die gänsehauterregend real erscheint. Bedauerlich, dass die Geschichte des Nebenstrangs der indigenen Ureinwohner Itzà und Yarince so wenig Raum hat, genauso wie der titelgebende Umstand der "Bewohntheit" von Lavinia durch Itzà nur wenig zutage tritt. Hier hätte ich mir mehr erhofft. Trotzdem empfehlenswert!


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Bella5s avatar

Rezension zu "Tochter des Vulkans" von Gioconda Belli

Sofias Geschichte
Bella5vor einem Jahr

Worum geht’s ?

„Nachdem das kleine Zigeunermädchen Sofía von ihren Eltern versehentlich in dem nicaraguanischen Dorf Diriá zurückgelassen wurde, wächst sie im Haus des reichen Kaffeepflanzers Don Ramón zu einer starken, eigenwilligen Frau heran. So wundert es denn nicht, dass sie sich nach ihrer Heirat mit dem patriarchalischen René
 buchstäblich eingesperrt fühlt. Sofía weiß sich jedoch zu wehren. Ihr Wunschkind wird sie bekommen, aber bestimmt nicht von diesem Mann ...“

 

Der Roman ist unheimlich fesselnd geschrieben und stellenweise auch sehr explizit und erotisch, Stil und Sprache gefielen mir gut, ich habe den Roman allerdings nicht im Original sondern in der deutschen Fassung gelesen.

Jedoch ist es nicht Erotik um der Erotik willen. Die sinnlichen Passagen sind in die Geschichte richtig eingebettet, und der Roman hat auch eine literarische Qualität, anders als etwa „Fifty Shades of Grey“.

Gioconda Belli, eine Autorin aus Nicaragua, schneidet in ihrem Roman sehr viele Themen an:

Lust und Leidenschaft, Trauer und Verlust, Machismo. Homosexualität und Feminismus, Unterdrückung und Außenseitertum, Naturreligionen und Christentum, um nur einige zu nennen.

Es gelingt ihr jedoch, eine lesenswerte Mixtur aus all diesen „Zutaten“ zu erschaffen.

Man könnte aber auch argumentieren, dass ihre Figuren fast stereotyp gezeichnet sind – Sofia ist heißblütig, wild und wunderschön, fast ein wenig zu perfekt. Andererseits ist sie auch unsicher und innerlich ängstlich. Der Roman ist im Prinzip die Geschichte der Emanzipation einer Frau. Die Emanzipation findet dabei auf mehreren Ebenen statt, am Ende ist Sofia auch mit sich selbst versöhnt.

Die  Erzählelemente, die leicht esoterisch angehaucht sind, waren nicht so meins.

Trotzdem gelang es Gioconda Belli mich mit ihrem Roman „Tochter des Vulkans“ zu fesseln und ich würde das Buch wieder lesen.  Ich vergebe 4,5 von insgesamt 5 möglichen Sternen.


 

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