Gioconda Belli

 4.1 Sterne bei 236 Bewertungen
Autor von Bewohnte Frau, Das Manuskript der Verführung und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Gioconda Belli

Gioconda Belli wurde in Managua geboren. Sie studierte in Spanien und den USA. Ab 1970 beteiligte sie sich am Widerstand der Sandinistischen Befreiungsfront FSLN gegen die Somoza-Diktatur ihres Landes. Nach 1979 arbeitete sie vor allem in der politischen Bildung und als Kulturredakteurin. Sie lebt heute als Schriftstellerin in Managua und San Francisco/USA.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Gioconda Belli

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Cover des Buches Bewohnte Frau (ISBN: 9783423217415)

Bewohnte Frau

 (86)
Erschienen am 20.04.2018
Cover des Buches Das Manuskript der Verführung (ISBN: 9783423210362)

Das Manuskript der Verführung

 (34)
Erschienen am 01.11.2007
Cover des Buches Die Werkstatt der Schmetterlinge (ISBN: 9783872948670)

Die Werkstatt der Schmetterlinge

 (16)
Erschienen am 01.09.2000
Cover des Buches Tochter des Vulkans (ISBN: 9783423213974)

Tochter des Vulkans

 (19)
Erschienen am 01.10.2012
Cover des Buches Waslala (ISBN: 9783423209373)

Waslala

 (14)
Erschienen am 01.02.2007
Cover des Buches Die Republik der Frauen (ISBN: 9783426199152)

Die Republik der Frauen

 (12)
Erschienen am 02.05.2012
Cover des Buches Unendlichkeit in ihrer Hand (ISBN: 9783426503942)

Unendlichkeit in ihrer Hand

 (8)
Erschienen am 02.04.2012

Neue Rezensionen zu Gioconda Belli

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Rezension zu "Bewohnte Frau" von Gioconda Belli

Dieses Buch hat alles, was es für einen Lesemarathon auf dem Sofa braucht
Feigenbalsamicovor 7 Monaten

Dieses Buch hat alles, was es für einen Lesemarathon auf dem Sofa braucht – Verfolgungsjagden, Spionage, politischen Widerstand und eine Liebesgeschichte. Es liest sich quasi in einem lang angehaltenem Atemzug :)
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In „Bewohnte Frau“ erzählt Gioconda Belli die Geschichte Lavinia, die sich dem nicaraguanischen Widerstand der 1970er Jahre anschließt. Es erzählt auch die Geschichte von Itzà, die im 16. Jahrhundert gegen die spanischen Konquistadoren kämpft. Ihre Verbindung entsteht über einen Baum, der in Lavinias Garten wächst.
Es geht auch darum, wie Vertrauen entstehen kann zwischen Menschen, die sich eigentlich kaum kennen. Wie Freundschaften entstehen zwischen Menschen, die einander nur beim Decknamen nennen. Darum, was man bereit ist aufzugeben, und darum, was man nicht aufgeben sollte, weil man es manchmal doch noch braucht.
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Die Geschichte ist der Biographie von @giocondabelli sehr ähnlich; in „Die Verteidigung des Glücks“ berichtet sie von ihrer eigenen Zeit im Widerstand. Beide sind in der deutschen Version beim @dtv_verlag erschienen.
#revolution #widerstand #autobiographie #buchtipp #coronaferien  #staythefuckhome



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Rezension zu "Als die Bäume davonflogen" von Gioconda Belli

Märchen über die Verletzlichkeit der Natur
SeilerSeitevor 3 Jahren

Pablo, ein kleiner Junge, ist anders als die anderen. Aufgrund einer Krankheit muss er die meiste Zeit zu Hause bleiben. Anders ist auch seine Wahrnehmung der Welt um ihn herum: er freundet sich mit den Bäumen vor seinem Fenster an, gibt ihnen Namen und denkt sich Geschichten zu ihnen aus. Als eines Tages alle Bäume von der Erde verschwinden (sie fliegen davon aufgrund der schlechten Behandlung durch die Menschen), ist die Not groß. Pablo gelingt es jedoch, die Bäume zur Rückkehr zu bewegen und die Menschen zum Umdenken zu bringen.

Dieses moderne Märchen beschreibt den Inhalt des Kinderbuches "Als die Bäume davonflogen". Die Autorin Gioconda Belli stammt aus Nicaragua, wo sie auch heute noch lebt. Bereits in früheren Kinderbüchern (z.B. "Die Blume und der Baum") behandelte sie Themen der Natur, die als Parabeln für menschliches Verhalten dienen können. Auch das aktuelle Buch regt, gerade angesichts momentan stattfindender Umweltdebatten, zum Nachdenken an.

Die Bilder stammen von der Freiburger (heute Berliner) Illustratorin Barbara Steinitz. Sie gestaltete ebenfalls das oben genannte Kinderbuch "Die Blume und der Baum" von Gioconda Belli. Die Illustrationen sind im Stil von Scherenschnitten gehalten und arbeiten mit dem Gegensatz von Licht und Schatten. Dadurch werden die Bilder auf das Wesentliche reduziert. Bei den Personen sind Stimmung und Gefühle lediglich an den Umrissen abzulesen. Die Menschen und alles von Menschenhand gemachte erscheint in schlichtem Schwarz. Die Farben sind allein der Natur vorbehalten.

Diese spezielle Art der Illustration mag unterschiedliche Gefühle auslösen. Man kann sie als Tor zur eigenen Fantasie wertschätzen, aber auch als zu ernst und hart für ein Kinderbuch verwerfen. Fest steht jedoch, dass sich das Buch gerade darin deutlich von anderen Kinderbüchern unterscheidet.

Seitenzahl: 24
Format: 24,8 x 28,7 cm
Verlag: Peter Hammer

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Rezension zu "Bewohnte Frau" von Gioconda Belli

Fesselnder Roman
ILKraussvor 3 Jahren

Hinweis: Ich habe die Ausgabe von 1994 gelesen. Da sie ein anderes Cover hat als das hier gezeigte, ist es möglich, dass sich noch einige andere Dinge daran inzwischen geändert haben.

Die Geschichte beginnt mit dem Aufstieg der Seele einer Ureinwohnerin Nicaraguas, die nicht in den Himmel steigt, sondern sich in einen Orangenbaum nistet, der im Garten von Lavinia, der Hauptfigur steht. Man ist sofort in der Geschichte und kann nicht aufhören zu lesen.

Zwei Fäden sind miteinander verwoben, die Sicht der alten Seele, die nun im Baum wohnt und später in Lavinia, sowie das Schicksal von Lavinia. Teilweise hatte ich das Gefühl, mit angehaltenem Atem zu lesen. Nur ab der Mitte des Buches gab es einige Längen, die mich veranlassten, Pausen einzulegen, die dann zusätzlich kontraproduktiv für den Lesefluss waren.

Lavinia träumt von einem Leben als unabhängige, freie, selbstbewusste Frau. Sie ist Architektin und verliebt sich in ihren Kollegen Felipe. Als sie erfährt, dass er im bewaffneten Widerstand ist, ist sie hin- und hergerissen zwischen der Sehnsucht nach einem normalen Leben, der Verantwortung gegenüber den Schwachen und Unterdrückten und der Liebe zu Felipe. Logischer und realistisch erscheinender Handlungsverlauf, perfekt, nichts auszusetzen.

Hervorragender, poetischer Sprachstil mit viel Tiefgang, ein Buch zum Zitate-rausschreiben. Einige Schwächen wie falsche Verben nach wörtlicher Rede ([…]", lächelte sie …). Ein wenig nervig fand ich die poetisierenden Umschreibungen der wenigen Liebesszenen, die für den Fortgang des Buchs aber auch ohne Belang sind. Es ist nun mal ein älteres Buch.

Lavinia, Felipe und alle anderen wirken unglaublich authentisch. Ihre Gefühle sind so nachvollziehbar beschrieben, dass sie sich auf den Leser übertragen, alles scheint tatsächlich passiert zu sein.

  Fazit

Leidenschaftlich, romantisch, wild, fesselnd, dramatisch - ein unglaublich packendes Buch mit einer Geschichte, die gänsehauterregend real erscheint. Bedauerlich, dass die Geschichte des Nebenstrangs der indigenen Ureinwohner Itzà und Yarince so wenig Raum hat, genauso wie der titelgebende Umstand der "Bewohntheit" von Lavinia durch Itzà nur wenig zutage tritt. Hier hätte ich mir mehr erhofft. Trotzdem empfehlenswert!


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