Bewohnte Frau

von Gioconda Belli 
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Bewohnte Frau
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Leidenschaftlich, romantisch, wild, fesselnd, dramatisch - ein unglaublich packendes Buch

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Ein sehr bewegendes Buch

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Inhaltsangabe zu "Bewohnte Frau"

Kampf gegen den Terror in Lateinamerika
Lavinia, eine junge, aus wohlhabender Familie stammende Architektin, führt in ihrer lateinamerikanischen Heimat ein unbeschwertes und sorgenfreies Leben - bis sie sich in Felipe verliebt, der in der Untergrundbewegung des Landes gegen Terror und Unterdrückung kämpft ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783423210119
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:448 Seiten
Verlag:dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum:01.06.2007

Rezensionen und Bewertungen

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    ILKrausss avatar
    ILKraussvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Leidenschaftlich, romantisch, wild, fesselnd, dramatisch - ein unglaublich packendes Buch
    Fesselnder Roman

    Hinweis: Ich habe die Ausgabe von 1994 gelesen. Da sie ein anderes Cover hat als das hier gezeigte, ist es möglich, dass sich noch einige andere Dinge daran inzwischen geändert haben.

    Die Geschichte beginnt mit dem Aufstieg der Seele einer Ureinwohnerin Nicaraguas, die nicht in den Himmel steigt, sondern sich in einen Orangenbaum nistet, der im Garten von Lavinia, der Hauptfigur steht. Man ist sofort in der Geschichte und kann nicht aufhören zu lesen.

    Zwei Fäden sind miteinander verwoben, die Sicht der alten Seele, die nun im Baum wohnt und später in Lavinia, sowie das Schicksal von Lavinia. Teilweise hatte ich das Gefühl, mit angehaltenem Atem zu lesen. Nur ab der Mitte des Buches gab es einige Längen, die mich veranlassten, Pausen einzulegen, die dann zusätzlich kontraproduktiv für den Lesefluss waren.

    Lavinia träumt von einem Leben als unabhängige, freie, selbstbewusste Frau. Sie ist Architektin und verliebt sich in ihren Kollegen Felipe. Als sie erfährt, dass er im bewaffneten Widerstand ist, ist sie hin- und hergerissen zwischen der Sehnsucht nach einem normalen Leben, der Verantwortung gegenüber den Schwachen und Unterdrückten und der Liebe zu Felipe. Logischer und realistisch erscheinender Handlungsverlauf, perfekt, nichts auszusetzen.

    Hervorragender, poetischer Sprachstil mit viel Tiefgang, ein Buch zum Zitate-rausschreiben. Einige Schwächen wie falsche Verben nach wörtlicher Rede ([…]", lächelte sie …). Ein wenig nervig fand ich die poetisierenden Umschreibungen der wenigen Liebesszenen, die für den Fortgang des Buchs aber auch ohne Belang sind. Es ist nun mal ein älteres Buch.

    Lavinia, Felipe und alle anderen wirken unglaublich authentisch. Ihre Gefühle sind so nachvollziehbar beschrieben, dass sie sich auf den Leser übertragen, alles scheint tatsächlich passiert zu sein.

      Fazit

    Leidenschaftlich, romantisch, wild, fesselnd, dramatisch - ein unglaublich packendes Buch mit einer Geschichte, die gänsehauterregend real erscheint. Bedauerlich, dass die Geschichte des Nebenstrangs der indigenen Ureinwohner Itzà und Yarince so wenig Raum hat, genauso wie der titelgebende Umstand der "Bewohntheit" von Lavinia durch Itzà nur wenig zutage tritt. Hier hätte ich mir mehr erhofft. Trotzdem empfehlenswert!


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    ErinaSchnabus avatar
    ErinaSchnabuvor 4 Jahren
    Bewohnte Frau

    Erzählt wird die Geschichte der Mittzwanzigerin Lavinia Alarcón, die in den 70er Jahren in der fiktiven Stadt "Faguas" in Nicaragua lebt. Sie gehört zur aristokratischen, wohlhabenden Oberschicht, hat Architektur in Italien studiert und fängt bei ihrer ersten Arbeitsstelle in einem Architekturbüro in Faguas an.Dort lernt sie ihren Arbeitskollegen Felipe Iturbe kennen und lieben, durch den sie ein Teil des geheimen Widerstandes gegen des Regimes des "Großen Generals" wird.
    Erzählt wird dabei nicht nur der Widerstand gegen das 70er Jahre Regime des "Großen Generals", sondern auch der Widerstand der Ureinwohner gegen die spanischen Konquisitadoren im 16. Jahrhundert. Itzá, ist als Orangenbaum in Lavinias Garten wiedergeboren und beseelt Lavinia von ihrem Geist, der ja ebenfalls im Widerstand gekämpft hat, als Lavinia sich von den Orangen des Baumes Saft zubereitet und trinkt. Itzá, die nun ein Orangenbaum ist, erzählt dabei nicht nur von ihrem damaligen Widerstand gegen die Spanier, sondern auch davon, was sie fühlt, als ihr Orangensaft von Lavinia aufgenommen wird und wie Lavinia in tiefstem Innern fühlt. Daher auch der Titel "Bewohnte Frau". Lavinia wird, nachdem sie von dem Baum Orangensaft getrunken hatte, von dessen Geist "bewohnt".
    Die Autorin Gioconda Belli thematisiert in ihrem Buch mehrere Dinge: Ein totalitäres Regime, eine Kluft zwischen Arm und Reich, die gesellschaftliche Stellung der Frau, der Widerstand Nicaraguas Ureinwohner gegen die Spanier.Angelehnt ist die Geschichte an den sandinistischen Widerstand gegen das Somoza-Regime der 70er Jahre.
    "Es schlug neun. Nun war es offensichtlich, daß er nicht kommen würde. Tante Inés pflegte zu sagen, daß die Männer unberechenbar und undurchschaubar waren, stockfinstere Nächte mit ein paar Sternen. Die Männer waren die Höhle, das Feuer unter Dinosauriern, die Sicherheit einer breiten Brust, Hände, die die Frau beim Lieben hielten, Wesen, die den Vorteil genossen, keine unverrückbaren Horizonte, keine Räume mit festen Begrenzungen zu haben. Die ewig Privilegierten. Obwohl sie alle aus dem Bauch einer Frau kamen, von ihr abhingen, um zu atmen und um zu wachsen, um sich zu ernähren und Kontakt mit der Welt aufzunehmen, schienen sie sich später mit ungewöhnlicher Wildheit gegen diese Abhängigkeit aufzulehnen, um das weibliche Element zu unterwerfen, denen die Macht zu entreißen, die ihnen durch den Schmerz gespreizter Beine das Leben geschenkt hatten."
    Auf dem Buchrücken steht "Ein Buch zum Verschlingen in einer Nacht." (Marianne Kröger). Nun, das kann ich nicht wirklich bestätigen, denn ich habe etwas länger an dem Buch gesessen. Was jedoch nicht heißen soll, dass das Buch nicht spannend war - Im Gegenteil. War ich erst mal in der Geschichte drin, so war das Buch sehr spannend und ich wollte unbedingt wissen wie es weitergeht. Ungewohnt war vielleicht der Schreibstil der Autorin. Dabei kann ich nicht mal sagen, warum. Die Geschichte aber hat mir sehr gefallen und absolut lesenswert. Auch die ganzen Themen, die dort behandelt werden, wurden nachvollziehbar miteinander verwoben.Manchmal konnte ich nur nicht nachvollziehen, warum Lavinia und Felipe nun ein Paar wurden. Da ging irgendwie alles zu schnell. Ich hätte gerne mehr über die beiden, auch über Felipe selbst erfahren, um nachvollziehen zu können, warum sich die beiden verliebt haben.
    Fazit: Für mich war das Buch ein sehr guter und fesselnder Einstieg in die Geschichte Südamerikas und ich werde bestimmt noch mehr aus dieser Richtung lesen!

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    VerenaMariaMayrs avatar
    VerenaMariaMayrvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein sehr bewegendes Buch
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