Giorgio Amori Aus dem prallen, schwulen Leben

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Inhaltsangabe zu „Aus dem prallen, schwulen Leben“ von Giorgio Amori

Der Hilton-Beach ist der Abschnitt des Tel Aviver Stadtstrandes, der vor allem von Schwulen besucht wurde. Hier ging es nicht zu wie an so manchen europäischen Stränden. Es war angenehmer, entspannter. Wichtig war sehen und gesehen werden, flanieren und Kontakte knüpfen. Aber auch einfach nur auf einem Strandlacken zu liegen und zu lesen war kein Problem. Nur viel zum lesen kam ich nicht. Die Auswahl an verschiedenen Typen war zu groß und so befriedigte ich meine voyeuristische Ader. Es gab vom Muskeltypen mit knapper Hose und nichts drin über den in jeder Hinsicht normal gebauten bis zum schüchternen Schmalen alles. Auch waren einige zu Kleine fürs Gewicht dabei, eine Formulierung die ich mir mal von einem Freund aus Hamburg ausborgen möchte. Alle möglichen Altersgruppen waren genauso zu finden wie die verschiedensten Ursprungsländer. Sicher waren auch eine Reihe Touristen wie ich unter den Anwesenden. Es durfte natürlich auch nicht die Dramaqueen fehlen, die wenn schon nicht zu sehen, aber doch umso deutlicher zu hören war. In diesem Punkt ist die Welt wirklich ein Dorf. Ich fand es witzig und spannend zu beobachten oder aber auch durch eine Sonnenbrille beobachtet zu werden. Wie gesagt – lesen war so gut wie nicht drin, aber ich hatte je eh nur eine Zeitschrift dabei. Die Sonne, den Ausblick, das Meer genoss ich umso mehr. Übrigens gibt es zum Baden weitaus bessere Abschnitte am Strand – aber das nur am Rande. Angebote hätte ich genug gehabt – auch sah ich einige, die mich interessieren könnten. Aber ich hatte noch genug von der Nacht mit Itai und der Einlage vorhin. Ich beschloss also, mich langsam wieder auf den Weg ins Hotel zu machen. Gemütlich schlenderte ich mit offenem Hemd den Strand entlang in Richtung Hotel. An einem Strandcafe vorbeikommend meldete sich mein Magen. Irgendwas sollte ich schon an fester Nahrung zu mir nehmen, sagte ich mir. Ich suchte mir einen gemütlichen Platz mit wunderbarem Blick Richtung Meer und Sonnenuntergang. Eine Kleinigkeit gegessen, etwas getrunken, ein wenig gelesen und wieder viel geschaut, auch andere Gäste beobachtet. Irgendwann hing ich nur noch meinen Gedanken nach, als ich plötzlich angesprochen wurde. Es war Av – diesmal ohne seine Dienstuniform und deutlich vorteilhafter gekleidet. Bei seiner Körpergröße zeigte sich ein sehr gut proportionierter Oberkörper unter dem engen T-Shirt. Auch trug er jetzt eine Jeans, die ihn sehr schmeichelte. Sie betonte einen knackigen nicht zu großen Arsch und eine nicht zu verachtende Ausbuchtung vorne. Wenn ich eine solche Jeans von hinten sehen würde, bekäme sie schon genug Aufmerksamkeit. Av war nicht allein da. Er war mit einer Gruppe von sechs Leuten unterwegs, lud mich aber ein, zu ihnen zu stoßen. Alle waren deutlich jünger als ich, was aber kein Problem darstellte. Die Gruppe bestand neben Av noch aus vier weiteren Jungs und zwei Mädchen. Die Namen habe ich mir nicht alle gemerkt. Die beiden Mädchen waren ein Paar, genauso wie zwei der Jungen. Alle hatten ihre Partner in der Armee kennengelernt. Das interessierte mich nun doch. Ich wollte schließlich nicht nur Männer kennenlernen und mit möglichst vielen schlafen. Ein wenig über das für mich neue Land und die Leute will ich schon erfahren. Die IDF (Israel Defence Force) ist nach einhelliger Auskunft aller die größte Partnerbörse des Landes. Das liegt auch daran, dass alle eigentlich zur Armee müssen – Männer wie Frauen. Ich wollte aber wissen, ob es keine Probleme mit Homophobie gäbe und wie die Vorgesetzten reagieren. Die offizielle Schiene ist ganz einfach: Es gibt keine Probleme und es wird akzeptiert. Aber natürlich gibt es Vorbehalte – ob nun bei den religiösen Israelis oder auch bei anderen. Schwierig seien auch etwas die Einwanderer aus Russland. Spannende Themen und Erlebnisse folgten in den nächsten Stunden... Dieser Sammelband mit Kurzgeschichten erzählt Geschichten aus dem prallen, schwulen Leben. Nicht nur in Israel, sondern überall....
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