ti amo ancora

von Giorgio Pankari 
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ti amo ancora
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"ti amo ancora" ist ein Buch der Beatgeneration und eines Menschen, der mit fast siebzig Jahren immer noch, auch, Ideale jener Zeit lebt!

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Inhaltsangabe zu "ti amo ancora"

Seit Jahrzehnten zum ersten Mal allein, es ist
Weihnachten, ich kann es kaum ertragen. Ich,
der sich so gern geborgen fühlt und ohne fremde
Haut zu fühlen eigentlich gar nicht leben kann.
Gerade in den Altersruhestand getreten, die
bisherige Beziehung ist beendet und ich sitze nun
in einer fremden Stadt, in einer neuen Wohnung.
Kurz: Das Chaos hat mich restlos übermannt.
In dieser Einsamkeit, bei einer Flasche Calvados,
fällt mir mein vergangenes Leben ein, beginnend
mit meiner Geburt 1950 in der Lüneburger Heide,
dann während meines Sinnierens, höre ich
dem Gesang der griechischen Sängerin Maria
Farantouri zu und Gestalten werden wieder
lebendig, die mich durchs Leben begleitet haben.
Mein Leben zieht an mir vorbei und ich beginne
es aufzuschreiben, mit allem, was mich fasziniert,
gekränkt, gedemütigt und verletzt hat, aber
auch mit allem, was ich geliebt habe und meine
immerwährende, fast kindliche Überzeugung,
dass ich den Kopf oben behalten muss.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783958764873
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:330 Seiten
Verlag:Brighton Verlag GmbH
Erscheinungsdatum:01.04.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    joepavor 4 Monaten
    Kurzmeinung: "ti amo ancora" ist ein Buch der Beatgeneration und eines Menschen, der mit fast siebzig Jahren immer noch, auch, Ideale jener Zeit lebt!
    "ti amo ancora" ein sehr ehrliches Buch

    Nach fast 50jähriger Arbeitszeit geht der Protagonist in die Rente, in die Altersruhezeit.                                                                                           Mit diesem Termin verändert sich sein Leben komplett.                         Die bisherige Beziehung ist gerade beendet, so zieht er aus, in eine andere Stadt und in ein anderes Bundesland, in seine alte Heimat Niedersachsen.                                                                                                 Er spürt das er sein Leben von Grund auf überdenken und neu ordnen muß.                                                                                                   In diesem Moment der kompletten Orientierungslosigkeit, einsam und mit über 65 Jahren immer noch auf der Suche nach Liebe, beginnt er zum ersten Mal über sein Leben nachzudenken, wahrscheinlich hat er sich vorher keine Zeit genommen,               waren seine Gedanken und Gefühle vorher mit Arbeit zugedeckt.
    Er innert sich als erstes an seine erste große Liebe, als Jugendlicher, der Griechin Panayota. Um diesen Schmerz und die Einsamkeit zu verarbeiten beginnt er in tiefer Depression sein Leben aufzuschreiben und stellt am Ende fest, das er trotz vieler schmerzhafter Begebenheiten bisher ein erfülltes und aberteuerliches Leben genossen und es nicht gemerkt hat.

    Dieser Roman beginnt in der fast märchenhaften Landschaft der Lüneburger Heide, im August 1950, frei von jeglicher Hektik, das Leben übt sich im Müßiggang, in das eine Nachkriegsflüchtlingsfamilie hineingepflanzt wird.                                   Dann dräut ein Gewitter, ein Junge wird geboren und mit ihm die Suche nach Liebe, nach Antworten auf die Fragen des Lebens,           der Frieden, den diese Landschaft eben noch ausgestrahlt hat, ist schlagartig vorbei.
    Er berichtet über den roten Faden der uns durch das Leben führen kann, den er sich als Kind instinktiv schon selber gesucht hat, weil von den Eltern nicht das kam, was er gebraucht hätte,                             er bemerkt das sich das Leben immer irgendwie durch Gewalt artikuliert und versucht darin seinen Weg und Liebe zu finden.
    Er berichtet auch über Fremdenfeindlichkeit nach dem Krieg und Heute, über Kindheit, Mannwerdung                                                           und er berichtet von Menschen, zu denen er noch Heute eine große Zuneigung, ja sogar Liebe, empfindet,                                                         wie zu einer seiner Hauptfiguren in Marseille, der Italienerin Strada,   die ihm vor fast fünfzig Jahren, als Engel unter das Hemd gefahren ist.                                                                                                                    Er berichtet über Haß, Dummheit, Intoleranz und kindlicher Zuversicht, über einen Ausbrecher aus dieser Gesellschaft,                   den diese Zuversicht stets durch das Leben führte,                                 der als Jugendlicher in Marseille im Jahre 1968 als Pflastermaler überlebt hat und in der Gesellschaft der untersten Schicht dort ein voll akzeptierter Mann war, diese Zeit ist in Teilen auch ein existenzialistischer Krimi.
    Über Rückkehr in die deutsche bürgerliche Gesellschaft der Lüneburger Heide, über das daraus folgende Resümee und über die Fehler, die unsere Gesellschaft wieder macht, weil sie die Vergangenheit vergessen hat.
    Dargestellt wird in aller Offenheit, in der unbekümmerten,                     manchmal liebevollen und manchmal harten Sprache der jeweiligen Situation, sie zeugt von Betroffenheit, persönlicher Sichtweise und stellt so die Authenzität da,                                                                           die eigene Situation wird aber trotzdem immer nüchtern beschrieben, wie aus der Draufsicht eines unbeteiligten Beobachters. Dann endet er im Jetzt, im Sommer 2016 mit dem 66xten Geburtstag des Autors.
    Er ist die Darstellung eines Lebens, dessen Basis die Ethik ist,               immer eingebettet in die jeweils zeitlichen Zusammenhänge seiner Umgebung, ist auch eine Reflexion der Gesellschaft, die den Autor umgibt und ein Spiegel seines eigenen Lebens, das er selber nie richtig wahrgenommen hat, von dem er nun beim Schreiben aber feststellt, wie ausgefüllt es doch bisher war                                               und es ist eine Liebeserklärung an das Leben,                                         ich liebe dich immer noch, ti amo ancora.

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