Giorgio Vasta Die Glasfresser

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Inhaltsangabe zu „Die Glasfresser“ von Giorgio Vasta

Palermo 1978. Der elfjährige Nimbus ist ein Wortfanatiker und fasziniert von der Macht der Sprache. Mit sezierendem Blick analysiert er die Gesellschaft, der er sich nicht zugehörig fühlt. In dem Wunsch, sich abzusetzen, gründet er zusammen mit zwei Freunden eine Art Aktionszelle nach dem Vorbild der Roten Brigaden, und was wie ein kurioses Kinderspiel beginnt, verwandeltsich nach und nach in einen Höllengang von zunehmender Grausamkeit und Obsession.

Giorgio Vasta zeichnet mit diesem atemberaubenden Psychogramm eines Heranwachsenden nicht nur den Prozess einer Fanatisierung, sondern porträtiert gleichzeitig den Verlust der Unschuld einer ganzen Generation. Ein herausragender Roman, von großem Stilwillen getragen, verstörend und eindringlich.

Herausragender internationaler Erfolg: die neue Stimme der italienischen Literatur.

Grandios! Mehr unter www.sprachband.blogspot.com

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Rezension zu "Die Glasfresser" von Giorgio Vasta

    Die Glasfresser

    Claudia-Marina

    Ich muss gestehen, dass ich einige Probleme mit Giorgio Vasta hatte. Was nicht an der Geschichte lag. Palermo, 1978. Der elfjährige Nimbus und seine zwei Freunde planen die große Revolution. Ganz im Stil der roten Brigaden, die im Italien der späten 1970er ihr Unwesen treiben und das Land in Angst und Schrecken versetzen. Also rasieren sie sich die Köpfe, denken sich eine geheime Zeichensprache aus und üben das Beschatten von Zielpersonen. Was sie mit ihren Aktionen jedoch bezwecken wollen, das wissen sie selbst nicht so genau – außer dass es ihnen dabei hilft, dem grauen Alltag zu entfliehen und sich eine eigene Welt aufzubauen, in der sie bestimmen dürfen. Irgendwann läuft eine ihrer Aktion jedoch aus dem Ruder und die drei sehen sich mit den Konsequenzen ihres Handels konfrontiert. Kein Spiel mehr – bitterer Ernst. An Giorgio Vastas Sprache konnte ich meine Probleme auch nicht festmachen. In eindrucksvollen Bildern schildert Vasta das Leben und eines Elfjährigen zwischen Langweile und Abenteuerlust. Nicht alle Bilder sind schön – aber alle sind sie notwendig, um das Bild so vollständig wie möglich zu machen. Alles ist im Fluss – im Erzählfluss – und ich lasse mich von ihm treiben, mal schneller – mal langsamer. Auch an dem Protagonisten an sich habe ich nichts auszusetzen. Nimbus – seinen richtigen Namen erfährt man nicht – lebt mit seinen Eltern und seinem jüngeren Bruder in Palermo. Seine Eltern nennt er die Schnur und den Stein, seinen Bruder den Lappen – eigenartige Namen, denke ich mir. Aber ansonsten ist er ein ganz normaler Elfjähriger, der sich nachmittags mit seinen Freunden trifft und heimlich Pornohefte liest. Nicht übermäßig sympathisch – aber auch nicht unsympathisch. Woran liegt es dann, dass es mir an einzelnen Stellen fast schon sauer aufstößt? Ich denke, die Antwort liegt in der Kombination von allem. Die Sprache – stellenweise gespickt mit Fremdwörtern, getragen von fast schon hoch philosophischen Gedankengängen – passt einfach nicht zu einem Elfjährigen. Immer wieder schaue ich auf den Klappentext um mich zu vergewissern – Ja, Nimbus ist elf; aber das will ich so einfach nicht glauben. Und deshalb vergesse ich es beim Lesen auch immer wieder und habe drei Jugendliche vor meinen Augen, drei Halbstarke – aber nicht drei Kinder. Schade – aber nur so konnte ich im Fluss bleiben und mich treiben lassen – ansonsten hätte ich mich wohl an Land spülen lassen.

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