Ach, hätt ich doch so fängt quasi jede Seite des Bilderbuches an und immer kann man Tiere in ihrem Umfeld sehen und was sie besonderes haben oder was sie ausmacht. Zum Beispiel die Farbe des Panthers, den man bei Nacht ja nicht sieht oder das laute schlagende Herz der Mäuse, die beim Naschen von einer Katze beobachtet werden. Es ist jedes mal ein wunderschönes Bild mit vielen Details und ein Satz, der das Tier beschreibt. Eine tolle Möglichkeit die Sprache der Kinder zu fördern.
Giovanna Zoboli
Alle Bücher von Giovanna Zoboli
Krokodrillo
Schlaft, Tierchen, schlaft
Die wundersame Suppe des Monsieur Lepron
Ach, hätt ich doch...
Neue Rezensionen zu Giovanna Zoboli
«Schon bald wird die Suppe von Monsieur Lepron bekannt. Zuerst probiert die Schnecke sie, danach der Dachs, dann der Fuchs, eine Spinne und ein großer, grüner Grashüpfer. Schließlich ein Hirsch und zwei alte Verwandte der Bauern, die von weither gekommen sind, nur um dieses Wunder zu kosten; dann noch der Postbote und die Bäckersfrau. Nach und nach, mit der Zeit, kommen sie aus der ganzen Gegend, um diese Suppe zu genießen, dann aus allen Teilen des Landes, bald aus fernen Ländern und schließlich aus der ganzen Welt»
Niemand kocht eine so eine gute Suppe wie Monsieur Lepron, alle Tiere im Wald sind sich einig. Denn Monsieur Lepron liebt Gemüse und verwendet nur das Beste vom Feld. Am ersten Herbsttag im Jahr kommen die Tiere zusammen und bringen ihm die Zutaten und dann genießen sie sie allerbeste Suppe der Welt. Doch Monsieur Lepron träumt davon, dass die ganze Welt von seiner Suppe erfahren soll …
«Doch es ist wahr, dass sich die Suppe verändert hat. Besser gesagt: Nicht die Suppe hat sich verändert. Monsieur Lepron hat sich verändert. Sein Fell glänzt auch nicht mehr, und seine Ohren hängen ein bisschen herab. Das jedoch passiert allen, die ihr Leben lang darüber nachdenken, wie viele Dosen Suppe sie Tag für Tag in die ganze Welt liefern müssen.»
Von weit her kommen Gourmets, um Leprons Köstlichkeit zu probieren, und jeder ist begeistert, will sie kopieren. Und weil niemand es schafft, die unvergleichliche Suppe so nachzukochen, eröffnet Lepron. schließlich eine Gemüsesuppenfabrik und er wird ein sehr berühmter, geachteter Mann. Doch was dann passiert … könnte man mit dem Fachbegriff der Industrialisierung bezeichnen. Eine Parabel, die beschreibt, was das alles mit Monsieur Lepron, seiner Suppe und den Arbeitern macht: Über die ganze Welt verteilen, Stress mit der Beschaffung, immer mehr und immer mehr – und irgendwann ist Monsieur Lepron zwar reich, aber innerlich leer. Die Liebe zu seiner Suppe, die das Gewürz bedeutete, das den anderen Köchen fehlte, ist nun auch nicht mehr in seiner Suppe vorhanden. Die Beschwerden häufen sich, die Welt setzt ihn unter Druck und sein Gehirn pfeift wie ein Wasserkessel. Lepron und seine Hasenarbeiter sind völlig ausgelaugt, ihnen fehlt der Spaß am Leben. Und so entschließt sich Monsieur Lepron, die Fabrik zu schließen, das Leben in Ruhe mit Familie und Freunden zu genießen. Keine exquisite Suppe mehr kochen. Nicht ganz …
Die Grafiken sind im traditionellen «Häschenstil» alter Schule angelegt, Aquarell kombiniert mit Stift und Kreide, mit viel Liebe zum Detail. Doch als sich Monsieur Lepron in die Welt begibt, geht es in die Moderne. Das Weltweite ist deutlich herausgearbeitet, das Maschinelle, die Fabrik, die Lieferkette – der Stress. Vorbei ist´s mit der Gemütlichkeit der Bilder. Die Illustrationen strahlen Hektik und Lärm aus und auch Belastung. Zwischendurch gibt es fantastische Einlagen, weil selbst die Hexen und die Götter in den Träumen von Lepron die Suppe ordern. Eine fantasievolle Fabel, die gesellschaftliche und industrielle Prozesse analysiert. Stimmungsvolle Grafiken, detailreich ausgearbeitet verbunden mit einer wundervollen Geschichte zum Nachdenken. Manchmal ist weniger einfach mehr! Der Bohem Verlag gibt für dieses Bilderbuch eine Altersempfehlung ab 4 Jahren. Passend für mich, aber interessant bis in den Grundschulbereich.
Giovanna Zoboli lebt und arbeitet als Autorin und Verlegerin in Mailand. 2004 gründete sie zusammen mit Paolo Canton den Buchverlag Topipittori. Sie hat mehr als dreißig eigene Titel veröffentlicht, schreibt für Magazine, blogs, hält Vorlesungen und gibt Workshops.
Mariachiara Di Giorgio wurde 1983 in Rom geboren. Sie studierte Illustration am Istituto Europeo di Design (IED) in Rom und an der École nationale supérieure des Arts Décoratifs (EnsAD) in Paris. Di Giorgio arbeitete zunächst als Zeichnerin von Storyboards und Konzeptdesignerin für Film und Werbung. Seit 2012 hat sie mehrere Bücher veröffentlicht.
🦊 ab 4
📖 Bohem Verlag @bohempress #bohempress
🖊️ Giovanna Zoboli @giovannazoboli
🎨 Mariachiara Di Giorgio @machi_dg
🇩🇪 Ulrike Schimming @letteraturen
⁉️ Buch über die Zufriedenheit
🦌Worum geht es?🦌
Im Buch geht es um Monsieur Lepron, der bekannt dafür war eine wundervolle Suppe, mit Zutaten von Wald und Wiese zu kochen. Viele haben es versucht, diese Suppe nach zukochen, doch keinem gelang dies. Irgendwann, als die Nachfrage nach seiner einmaligen Suppe, die es einmal im Jahr zu essen gab, zu groß wurde, eröffnete Monsieur Lepron eine Suppenfabrik. Von da an sollte sich das Leben von Monsieur Lepron komplett auf den Kopf stellen.
🦌Mein Eindruck:🦌
Das Buch hat beeindruckende, sehr anmutig und historisch wirkende Illustrationen, die den Lesenden von Anfang an abholen und in eine gefühlte Vergangenheit mitnehmen. In der Geschichte geht es um einen Hasen dem es Spaß macht einmal im Jahr für seine Familie eine einzigartige Suppe zu kochen. Irgendwann wurde die Nachfrage größer und Monsieur Lepron wollte immer mehr und mehr. Er wollte berühmt sein und dies stieg ihm irgendwann zu Kopf. In der Geschichte wird deutlich, dass man mit dem was man hat zufrieden sein und nicht künstlich nach mehr streben sollte, denn dann verstellt man sich und ist nicht mehr diese authentische Person, die man eigentlich einmal war. Und ob man damit man glücklich ist, sei dahingestellt.
Bewertung: 🦊🦊🦊🦊
Viel Freude beim Lesen, Vorlesen und Träumen. 🦊
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