Giovanni Boccaccio

 3.8 Sterne bei 94 Bewertungen
Autor von Das Dekameron, Das Dekameron und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Giovanni Boccaccio

Giovanni Boccaccio, 1313 in Certaldo bei Florenz geboren, am 21.12. 1375 dort auf seinem Landgut gestorben. Als unehelicher Sohn eines Florentiner Kaufmanns und einer adeligen Französin verbrachte Boccaccio seine Kindheit in Florenz. Mit zehn Jahren schrieb er erste Gedichte. Er studierte Jura, lebte in Neapel, dann als Notar und Richter in Florenz. Freundschaft mit Petrarca. Reisen nach Rom, Padua, Avignon, Neapel. Sein weltberühmtes Hauptwerk das "Decameron" übte einen entscheidenden Einfluß auf die italienische Kunstprosa aus.Kurt Flasch, der Herausgeber, 1930 in Mainz geboren, langjähriger Professor für Philosophie mit dem Schwerpunkt mittelalterliche Philosophie an der Ruhr-Universität in Bochum, wurde im Jahr 2002 mit dem Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa ausgezeichnet.

Quelle: Verlag / vlb

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Decamerone. Die schönsten Liebeserzählungen

Neu erschienen am 20.09.2019 als Hörbuch bei Der Audio Verlag.

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Cover des Buches Das Dekameron (ISBN:9783843804066)

Das Dekameron

 (72)
Erschienen am 21.08.2013
Cover des Buches Die schönsten Novellen (ISBN:9783104019017)

Die schönsten Novellen

 (4)
Erschienen am 10.02.2012
Cover des Buches Der Decamerone (ISBN:9783717510482)

Der Decamerone

 (2)
Erschienen am 01.09.1957
Cover des Buches Das Decameron (ISBN:9783150111444)

Das Decameron

 (2)
Erschienen am 29.09.2017
Cover des Buches Der Decamerone (ISBN:9783717510512)

Der Decamerone

 (1)
Erschienen am 01.09.1957
Cover des Buches Männer und Frauen (ISBN:9783596155767)

Männer und Frauen

 (1)
Erschienen am 01.09.2005
Cover des Buches Erotische Geschichten (ISBN:9783458340836)

Erotische Geschichten

 (1)
Erschienen am 20.01.1999

Neue Rezensionen zu Giovanni Boccaccio

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Rezension zu "Das Dekameron" von Giovanni Boccaccio

Eine volkstümliche Geschichtensammlung
Yolandevor 8 Monaten

Giovanni di Boccaccio wurde am 16. Juni 1313 als unehelicher Sohn eines Kaufmanns geboren. Seine Kindheit verbrachte er im Haus seines Vaters in Florenz. Als Jugendlicher wurde er nach Neapel in eine Filiale des Geschäfts seines Vaters geschickt, um den Beruf des Kaufmanns zu erlernen.

In Neapel bekam Boccaccio Zugang zu höfischen Kreisen, dies hatte großen Einfluss auf seine persönliche und intellektuelle Entwicklung. 1340 kehrte er nach Florenz zurück und trat in den Staatsdienst ein.
Sein populäres Werk "Il Decamerone" entstand wahrscheinlich zwischen 1349 und 1353 nach einer Pestepidemie, die 1348 in Italien grassierte. 
Boccaccio schloss Freundschaft mit Francesco Petrarca und widmete sich den klassischen Werken des Altertums. Er war ein anerkannter Experte des Dante Aligheri, dem Verfasser der der "Divina Commedia" (Die Göttliche Komödie), den er sehr verehrte.
Giovanni di Boccaccio starb am 21. Dezember 1375 in Certaldo bei Florenz.

Bei dem Dekameron handelt es sich um eine Novellensammlung mit 100 Geschichten. 
Es gibt eine Rahmenhandlung, in der sich zehn junge Menschen, sieben Frauen und drei Männer, aus dem von der Pest heimgesuchten Florenz aufs Land zurückziehen. Nicht um sich zu retten, sondern um sich in diesen schweren Zeiten aufzuheitern und sich auf andere Gedanken zu bringen. Jeden Tag wird ein anderer aus der Reihe zum König oder zur Königin gewählt. Dieser, bzw. diese gibt nun ein Thema der zu erzählenden Geschichten vor. Nun muss jeder der zehn eine zu diesem Thema passende Geschichte erzählen. Nachdem jeder der Zehn einmal König war und jeweils zehn Geschichten am Tag erzählt wurden, kehrt die Gruppe nach Florenz zurück. 
Die Geschichten selbst sind volkstümliche Erzählungen, die Boccaccio gesammelt und in diesem Werk zusammengetragen hat. Da in einigen der Novellen sexuelle Freizügigkeit oder Ehebruch über die christliche Sittenlehre gestellt werden, bekam das Dekameron einen etwas zweifelhaften Ruf. Die Kirche und ihre Angestellten kommen oft nicht sehr gut weg.
Boccaccios Novellensammlung gilt als Meisterwerk der Weltliteratur und viele der darin enthaltenen Geschichten wurde später von anderen Dichtern oder Schriftstellern verarbeitet. Auch der Aufbau wurde viele Male kopiert, so z. B. bei den "Canterbury Tales".

Das Buch lässt sich, trotz der etwas altertümlichen Sprache sehr gut lesen. Man bekommt einen Einblick in die Sittenlehre und Wertvorstellungen der damaligen Zeit, die offensichtlich nicht so prüde waren wie in späteren Jahrhunderten. Manche Erzählungen sind recht deftig, andere wiederum sehr fromm, oft gibt es eine Moral. Mit der Zeit ist es zwar etwas ermüdend, da es viele ähnliche Handlungen gibt, aber das Buch war für mich eine bemerkenswerte und aufschlussreiche Leseerfahrung. 
Meiner Ausgabe ist eine sehr ausführliche Einleitung von André Jolles, einem niederländisch-deutschen Sprach- und Literaturwissenschaftler vorangestellt. Diese Ausführungen waren sehr informativ und man bekommt auch einen anderen Blickwinkel auf diese Novellen, allerdings war mir dieser Text oftmals zu theoretisch und intellektuell verfasst. 

Fazit: Es kann nicht schaden, diese berühmte Novellensammlung gelesen zu haben, auf die Dauer wird es aber aufgrund der ähnlichen Abläufe und Handlungen etwas langweilig.





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Rezension zu "Giovanni Boccaccio: Das Decamerone (Ungekürzte deutsche Ausgabe) (kommentiert)" von Giovanni Boccaccio

Momentaufnahme der Renaissance
LevMatroskinvor 4 Jahren

Decamerone - das Zehntagewerk. Zehn Florentinter flüchten vor der Pest aufs Land und erzählen sich zum Zeitvertreib an zehn Abenden zehn Geschichten. Heraus kommt dabei eine Momentaufnahme der italienischen Gesellschaft der frühen Renaissance. Mal moralisch, mal anrüchig, mal hoch philosophisch, mal albern grotesk. Auf jeden Fall unterhaltsam.

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Rezension zu "Das Dekameron" von Giovanni Boccaccio

Rezension zu "Das Dekameron" von Giovanni Boccaccio
Dupsivor 10 Jahren

Italien, 1348. Die Pest wütet in der Stadt-
7 junge Frauen und 3 junge Männer flüchten sich zusammen aufs Land. Dort wählen sie jeden Tag eine Königin oder einen König, der darüber bestimmen soll, wie der nächste Tag verbracht wird. Am ersten Tag wird vorgeschlagen, dass jeder eine Geschichte erzählt. Da alle Gefallen daran finden, wird diese Art der Beschäftigung die nächsten Tage über weitergeführt. Jeden Tag wird ein anderes Thema bestimmt. Das ganze zieht sich über 10 Tage. Dabei kommen 100 mehr oder weniger lange Geschichten heraus.
Es geht z.B. darum. dass eine Liebe glücklich oder unglücklich endet. Ein anderes Mal sollen sie erzählen von Streichen die Frauen ihren Ehemännern gespielt haben. Dann wiederrum von jemandem, der besonderen Großmut bewiesen hat.

Wenn man bedenkt, dass das Buch im 14. Jahrhundert entstanden ist, muss es wirklich ein Skandal gewesen sein. Die Frauen in den Geschichten haben neben dem Ehemann mindestens einen wenn nicht sogar mehrere Liebhaber. Boccaccio sieht es als natürliches Bedürnis der Frauen ist ihre Lust zu befriedigen und wenn die Ehemänner dazu nicht in der Lage sind, sich dazu eben jemand anderen suchen müssen. Es wird gesagt, dass nahezu keine Frau jungfräulich in die Ehe geht. In einer Geschichte hat eine Frau mit 8 oder 9 Männern geschlafen bis sie verheiratet wird und als Jungfrau an den Mann weggegeben wird, Es wird von Möchen berichtet, die offen der Fleischeslust fröhnen.

Alles in allem ein sehr unterhaltsames Buch. Hat mir sehr gefalllen und ich würde jedem empfehlen es zu lesen. Aufgrund der Entstehungszeit ist es vielleicht etwas schwieirig, sich in den Schreibstil hineinzulesen, aber wenn man erstmal drin ist, liest es sich eigentlich recht schnell weg.

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