Giovanni Cicivelli

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Beruf(ung) Trader

Beruf(ung) Trader

 (2)
Erschienen am 27.04.2012

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Rezension zu "Beruf(ung) Trader" von Giovanni Cicivelli

"Jeder Trader muss für sich herausfinden, welches Konzept für seine psychische Balance geeignet ist"
R_Mantheyvor 3 Jahren

Seinen eigenen Handelsstil bezeichnet Giovanni Cicivelli in diesem Buch als "intuitiv und diskretionär". Weiter schreibt er (S.92): "Dabei spielt für mich als Aktientrader die Situation und Nachrichtenlage in dem jeweiligen Wertpapier eine zentrale Rolle, und nicht die Gesamtsituation am Markt."

Vielleicht fühlen sich einige Leser dieses Buches nach der Lektüre besonders beschwingt und wollen es Cicivelli nachmachen. Und vielleicht übersehen sie dabei im Überschwang ihrer frohen Zukunftserwartungen, dass in diesem Buch keine wirklich belastbaren Informationen stehen, mit denen sie ein eigenes Trading aufbauen und zum Beruf machen können. Intuitives Trading ist schlecht vermittelbar. Und schon gar nicht über ein Buch. Wer das Gegenteil glaubt, wird dies wahrscheinlich bald bereuen.

Denn was macht der Autor, wenn man den Beschreibungen in diesem Buch glaubt? Er handelt vor allem Nachrichten, Ausbrüche oder Rebounds. Dazu sitzt er vor zehn Bildschirmen und arbeitet hochkonzentriert beim Day-Trading. Wie er wirklich handelt, steht in diesem Buch natürlich nicht. Zwar werden einige Trades oberflächlich beschrieben, doch es fehlt vor allem eine erkennbare Systematik, die es unerfahrenen Lesern ermöglichen würde, die Entscheidungen des Autors in neuen Handelssituationen vorauszuahnen oder gar zu verstehen. Intuition entsteht durch praktische Erfahrung, womit sich die Katze in den Schwanz beißt, wenn man noch keine oder wenig eigene Erfahrungen besitzt.

Um es an einem Beispiel zu erklären: Cicivelli benutzt virtuelle Stopps, damit er flexibel auf den Markt reagieren kann. Er setzt diese Stopps also nicht ins System, sondern behält sie im Kopf, verändert sie gegebenenfalls und beendet einen Trade nach Intuition. Ihm ist das sicher klar, denn seine Erfolge sind dafür Beweis genug. Was aber heißt das für einen anderen Menschen?

Was wirklich von diesem Buch bleibt, sind zwei Ratschläge. Man soll ersten viel selbst traden und zweitens dabei besonders viel Wert auf die Ausführung und das Management seines Tradings setzen, anstatt den heiligen Gral zu suchen. Aber selbst das sind zwar richtige, aber sehr allgemeine Hinweise.

Der Text liest sich flüssig und ist in Wirklichkeit kürzer als man annimmt, denn die Buchstaben sind groß, ebenso die Zeilenabstände. Um es auf den Punkt zu bringen: Das Buch enthält sicher keine Unwahrheiten, aber auch keine wirklich belastbaren Informationen, auch wenn es vielleicht manchen Lesern so erscheint.

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