Girgis Shoukry und die Hände auf Urlaub

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Inhaltsangabe zu „und die Hände auf Urlaub“ von Girgis Shoukry

'Meine Gedichte' hat er einmal gesagt, 'sollen aussehen wie die Menschen auf der Straße.' Über deren (tote) Dinge, die immer auch an seine gemahnen, durchdringt er kopf- und herzzeilenlang die Geschichten der Passanten. Ins Memento berührt. Entschieden. Behutsam 'bittet er um Nachsicht und erklärt, dass man die Nomen töte, entreißt man ihnen die Verben.' 'Wirf mir den Handschuh der Stille vors Herz.' Von Paul Celan stammt die Verszeile, die Hausschlüssel sein könnte in die entschiedene Demut dieses Dichters aus Sohag, dessen Augen sich ergeben in Fenstern, die erst das Haus schaffen. 'Wenn wir ein Gedicht lesen, so stehen wir oft vor einer Tür, die wir öffnen, um auf weitere Türen zu stoßen. Das macht den Reiz, man kann auch sagen: die Schönheit des Gedichts aus' resümiert Joachim Sartorius in einem Essay. Ich denke, beim Übersetzen schafft man auf diese Art und Weise der nachschöpfenden Lektüre ebenso wie Türen, die man öffnet, ein zweites, drittes und viertes Original, das ohne das Ursprüngliche, die erste Tür, nicht wäre, und folge auch bei diesem Versuch eines Versschmuggels dem Fazit Novalis: 'Am Ende ist alle Poesie Übersetzung.' José F.A. Oliver

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  • Rezension zu "und die Hände auf Urlaub" von Girgis Shoukry

    und die Hände auf Urlaub
    The iron butterfly

    The iron butterfly

    18. July 2010 um 14:33

    Girgis Shoukry - Und die Hände auf Urlaub - Ungewöhnliche Gedichte aus einer ganz anderen Perspektive. Manchmal erschreckend deutlich und scharf wie eine Messerklinge selbst, z.B. in "Nationalhymne". In den Momenten, wo ich beinahe erschrocken über seine Wortwahl ins Grübeln gekommen bin, werde ich doch schnell an die kulturellen Unterschiede erinnert. Shoukry wurde 1967 als Sohn einer koptischen Familie in Sohaq in Oberägypten geboren und lebt heute in der Millionenstadt Kairo. Seine Intention hat er in einem Interview, welches auch im Klappentext sowie im Nachwort von José F.A. Oliver angesprochen wird verdeutlicht. "Meine Gedichte sollen aussehen, wie die Menschen auf der Straße." Die Übersetzung der Gedichte Shoukrys in Deutsche kam bei mir gut an, ich konnte Emotionen und Situationen nachvollziehen. Jedoch bleibt das grundlegende Verständnis mit Wiedererkennungseffekten wohl eher für den arabischen Leser reserviert. Wer allerdings schon einmal in einem arabischen Land Eindrücke von Land und Leuten gewinnen konnte, kann sich zumindest hineindenken.

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