Gisa Klönne Das Lied der Stare nach dem Frost

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Inhaltsangabe zu „Das Lied der Stare nach dem Frost“ von Gisa Klönne

Seit dem Tod ihres Bruders hat Rixa Hinrichs versucht zu vergessen: ihre Trauer, die stumme Melancholie ihrer Mutter und ihre verpatzte Solo-Karriere als Musikerin. Als Bar-Pianistin reist sie um die Welt, bis der Tod ihrer Mutter sie zurück nach Deutschland holt. Auch diese ist mit dem Auto verunglückt – fast an derselben Stelle wie Jahre zuvor Rixas Bruder. Die Suche nach einer Erklärung führt Rixa in das alte Pfarrhaus ihrer Großeltern nach Mecklenburg, wo ein streng gehütetes Geheimnis seine düsteren Schatten wirft …

Es hat leider nicht klick gemacht mit den blass bleibenden Figuren. Geschichte wird erst auf den letzten 70 Seiten interessanter.

— Das_Blumen_Kind
Das_Blumen_Kind

Obwohl mir der Schreibstil sehr gefallen hat bin ich mit der Handlung nicht richtig warm geworden

— Kelo24
Kelo24

Das Buch liest sich leicht und macht es dem Leser einfach, in die Geschichte einzutauchen.

— NicoleP
NicoleP

Am Ende war es sehr spannend, zwischendrin hier und da für etwas zu genau erzählt - aber lesenswert auf jeden Fall!

— Linda-Marie
Linda-Marie

Ein Roman voller literarischer Schönheit!

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Wunderbare Geschichte

    Das Lied der Stare nach dem Frost
    NicoleP

    NicoleP

    09. August 2016 um 21:30

    Die Bar-Pianistin Rixa arbeitet auf einem Schiff, als sie die Nachricht erreicht, dass ihre Mutter gestorben ist. Jahre, nachdem ihr Bruder Ivo bei einem Unfall gestorben ist, verunglückt ihre Mutter an fast der gleichen Stelle. Rixa hält das nicht für einen Zufall und sucht nach einer Erklärung. Beide sind in Mecklenburg verunglückt. Rixa ist gemeinsam mit ihren Brüdern Alex und Ivo zwar im Westen aufgewachsen, aber die Großeltern lebten in der damaligen DDR, und so war die Familie aus dem Westen oft zu Besuch. Rixa erinnert sich an diese Kindheit und an ihre Erlebnisse bei den Großeltern.Aber es gibt ein dunkles Geheimnis in der Familie. Erst durch den Tod der Mutter erhält Rixa einen Schlüssel, der zu einem Haus in Mecklenburg gehört, welches sie und Alex erben. Aber warum hat ihre Mutter dieses Haus gekauft? Es ist ein Pfarrhaus, in dem ihre Großeltern mit ihren Kindern einige Zeit lebten. Rixa beschließt, in das Haus zu ziehen, und versucht, das Geheimnis zu lösen.Während in der Gegenwart Rixa nach der Wahrheit sucht, wird die Geschichte von Theodor und Elise erzählt. Sie sind Rixas Großeltern und überstehen die schlimme Zeit von zwei Weltkriegen, Inflation und Diktatur. Theodor ist Pfarrer. Gemeinsam mit Elise bekommt er neun Kinder. Eines von ihnen ist Amalie, von der Rixa noch nie gehört hat. Doch auf Nachfragen reagieren ihre Onkel und Tanten mit eisigem Schweigen.Der Roman hat in jedem Kapitel zweit Zeitschienen. Zuerst begleitet der Leser Rixa auf ihrer Suche nach sich selbst und dem Familiengeheimnis – auf der anderen ist es die Familiengeschichte. Diese beginnt bereits 1915 mit Theodor, dessen Bruder Richard in den ersten Weltkrieg zieht, sein Kennenlernen von Elisa, die Zeit der großen Inflation und die Entwicklung in den 30er Jahren bis 1946. Nach und nach erfährt der Leser mehr über das Schicksal dieser Familie und hat so Rixa gegenüber einen Wissensvorsprung.Gisa Klönne versteht es in diesem Roman, eine fiktive Geschichte gekonnt mit dem damaligen Zeitgeist und Zeitgeschehen zu verbinden. Man hat das Gefühl, „live“ dabei zu sein. Sowohl bei Rixas Suche, als auch bei Theodor und Elisa – beide Zeiten sind gut erzählt. Auch spielen die Weltkriege und die Inflation nur eine Randrolle – es ist die Familie und deren Entwicklung in dieser schweren Zeit, die im Mittelpunkt steht.In der Gegenwart setzt sich Rixa immer mehr mit der Beziehung zu ihrer Mutter und ihren Großeltern auseinander. Sie lernt Seiten an ihnen kennen, die sie nie für möglich gehalten hatte. Bis zum Schluss bleibt die Spannung erhalten, was wirklich vorgefallen ist und worüber alle so eisern schweigen. Das Buch liest sich leicht und macht es dem Leser einfach, in die Geschichte einzutauchen.

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  • Die Schatten der Vergangenheit

    Das Lied der Stare nach dem Frost
    winter-chill

    winter-chill

    29. June 2016 um 20:22

    Seit dem Tod ihres Bruders und ihrer verpatzen Solo-Karriere reist Rixa Hinrichs als Barpianistin um die Welt – bis ihre Mutter mit dem Auto tödlich verunglückt. Fast an der gleichen Stelle, wie vor Jahren ihr geliebter Bruder. War es Selbstmord? Zurück im winterkalten Berlin sucht Rixa nach Erklärungen und stößt auf immer mehr Ungereimtheiten aus dem Leben ihrer Mutter. Ihre Suche führt sie bis nach Mecklenburg, ins alte Pfarrhaus ihrer Großeltern, wo ein streng gehütetes Familiengeheimnis endlich aufgedeckt werden kann. Gisa Klönne hat mit „Das Lied der Stare nach dem Frost“ einen äußerst bewegenden, mitreißenden Familienroman geschaffen. Der Roman wird auf zwei Zeitebenen erzählt: Auf der einen Seite begleiten wir Rixa bei ihren Nachforschungen. Auf der anderen Seite erzählt der Roman von Rixas Großeltern Elise und Theodor, einer evangelischen Pfarrersfamilie, und deren politischen und privaten Verstrickungen während des Zweiten Weltkriegs. Die große Stärke des Romans ist eindeutig seine Sprache. Gisa Klönne erzählt ruhig, aber zugleich auch kraftvoll, atmosphärisch und berührend. Besonders ergreifend ist die Gegenüberstellung der überwältigenden Schönheit der Natur in Mecklenburg und der Härte des Lebens dort in den 1930er und 40er Jahren; der Idylle des alten Pfarrhauses und der Trauer und Melancholie von der Rixa ergriffen ist. Die Charaktere sind alle sehr gut ausgearbeitet, vor allem in Rixa kann man sich sehr gut hineinversetzen. Ein lesenswerter Familienroman, der auf hohem Niveau unterhält.

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  • Krimiautorin mal anders

    Das Lied der Stare nach dem Frost
    Lesewutz

    Lesewutz

    Gisa Klönne war mir bekannt durch ihre Krimireihe um Judith Krieger. Und diese Serie hab ich bereits verschlungen. Als ich dann erfuhr, dass ein neuer Roman von ihr herausgegeben wird, war für mich sofort klar, auch dieses Buch muss ich lesen. Und ich wurde nicht enttäuscht. Es ist zwar alles andere als ein Krimi, aber trotzdem kann ich nur sagen, klasse!! Das Buch ist eine Familiengeschichte, die in zwei Zeitzonen erzählt wird. Zum einen von Rixa, die nach dem Tod ihrer Mutter zurück nach Deutschland kehrt. Durch das Erbe stößt sie auf eine verborgene Familiengeschichte, die ihr keine Ruhe mehr lässt. Sie macht sich auf, um Näheres zu erfahren. Und zum anderen handelt das Buch von Elise, ihrer Großmutter, und deren leben zur Zeit des zweiten Weltkrieges. Rixa kann sich wage an eine Aussage erinnern, die bei einem Ausflug von ihr, ihrer Mutter und ihrer Großmutter gefallen ist. "Du bist nicht meine Tochter." Rixa macht sich auf dieses Rätsel zu lösen. Ich war wie gefesselt von diesem Buch und der Geschichte. Ich konnte es kaum aus der Hand legen und wollte einfach immer nur weiterlesen. Die Handlungen sind schön zusammengefügt, so dass ich mich nie in den Personen verloren habe. Ich konnte sehr gut folgen. Vielen Dank für dieses Lesevergnügen. Klare Empfehlung von mir.

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    • 4
  • Stare haben keine eigenen Lieder

    Das Lied der Stare nach dem Frost
    R_Manthey

    R_Manthey

    Gisa Klönne spielt mit ihren Lesern. Aber das versteht man erst am Ende, wenn überhaupt. Eine Familiengeschichte, Suche nach Wurzeln, eine Pfarrersfamilie im Nationalsozialismus, ein packendes Porträt deutscher Geschichte - das sind die Stichworte im Klappentext. Und sie bewogen mich, das Buch wieder aus der Hand zu legen, zumal es auch noch recht umfangreich ist. Das war wohl ein Fehler, denn wenn man es erst einmal zu lesen beginnt, fesselt es so sehr, dass man nicht mehr aufhören kann. Mir jedenfalls erging es so. Muster. Gisa Klönne spielt mit Denkmustern, mit Klischees. Sie tauchen in unser Gehirn ein. Wir glauben zu wissen, was uns erwartet. Das ist das Spiel. Und dann kommt es ganz anders. Rixas Mutter starb plötzlich als Folge eines Autounfalls. Nicht weit von der Stelle auf der A19, an der schon Rixas kleiner Bruder auf ähnliche Weise umkam. Was hat ihre Mutter dort gewollt, wo sie doch schon lange nicht mehr Auto fuhr? Ging es um den Tod ihres jüngsten Sohnes, der sie verzweifeln ließ? Ein neues Muster, das sich als falsche Spur erweisen wird. Nach und nach ahnt man, dass die Gründe für diese letzte Reise in einer fernen Vergangenheit liegen. Rückblenden in der Familiengeschichte, die man zunächst nicht versteht, weil sie am Anfang des letzten Jahrhunderts spielen und keinen sichtbaren Zusammenhang mit Rixas Spurensuche im Leben ihrer Mutter aufzeigen, unterbrechen zeitweilig den Lesefluss. Hoffentlich entwickelt sich das Ganze nicht zu einem volkspädagogischen Erziehungsroman. Dachte ich. Wieder so ein Muster. Aber ich konnte mir das andererseits nicht vorstellen, denn Gisa Klönne schreibt dafür viel zu intelligent. Wenn sie Handlungsorte oder Rixas Stimmungen schildert, dann weiß man nach wenigen präzisen Sätzen, wo Rixa ist und wie sie sich dort fühlt. Sie nimmt ihre Leser mit in diese Welten, und sie besitzt eine unglaubliche Fähigkeit, Spannung zu erzeugen, wo man eigentlich nichts Spannendes vermutet. Nach und nach konzentriert sich alles auf ein kleines Dorf und auf acht Jahre, über die alle, die dazu in der Familie eigentlich etwas sagen könnten, schweigen oder herumdrucksen. Stille über einer Zeit, über die die Nachfahren etwas wissen wollen. Doch wer redet gerne über Ereignisse, die auch nach Jahren noch schmerzen? In der Generation von Rixas Mutter gab es im Westen Deutschlands genug selbstherrliche Zeitgenossen, die ihre Eltern mit deren angeblicher Schuld konfrontierten. Wieder so ein Muster, das sich hier als nicht gültig erweist. Rückwärts betrachtet ist alles immer so schön einfach. Vor allem, wenn man selbst nicht betroffen war. Doch die Lebensgeschichten in diesem Buch passen nicht in dieses simple Schema von Anpassung und Widerstand. Sie sind so verschlungen und vielfältig wie Menschen eben handeln. Aber Gisa Klönne führt diese Klischees dennoch vor. Eins nach dem anderen. Und gerade wenn man geneigt ist, sich den verschiedenen Spekulationen von Rixa über ihre Mutter, deren Geschwister und Eltern anzuschließen, merkt man, dass man sich geirrt hat. Das Ende der Geschichte kommt dann völlig überraschend. Die Auflösung aller Rätsel fasziniert, weil man merkt, wie man in alle Fallen gelaufen ist, die Gisa Klönne aufgestellt hat. Und ganz nebenbei wird einem dann bewusst, wie dicht im Großen wie im Kleinen moralische Prinzipien, die jemand hochhält, und dessen eigenes schäbiges Verhalten beisammenliegen können. Von anderen etwas zu fordern ist eben leichter, als es selbst zu beweisen. "Die Stare sind Betrüger, die imitieren nur die Lieder der anderen, weil sie keine eigenen kennen.", steht in diesem Buch. Gisa Klönne ist kein Star. Sie hat ein wunderbares Buch zu einem Thema geschrieben, das man als abgearbeitet ansehen kann. Doch ihr Lied ist anders. Es passt in kein Schema, eben so wie das Leben selbst.

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    • 2
    Floh

    Floh

    23. July 2015 um 11:14
  • Poetisch und fesselnd

    Das Lied der Stare nach dem Frost
    AnnaChi

    AnnaChi

    10. May 2015 um 18:19

    Wer die weiten Landschaften Mecklenburg- Vorpommerns liebt, wird die poetischen Landschaftsschilderungen in diesem Buch mögen. Wer sich für deutsch-deutsche Geschichte und die Zeit des Nationalsozialismus interessiert, wird sie in dieser Familiengeschichte geschickt aufgearbeitet wiederfinden. Und wer eine eigensinnige, sensible Protagonistin zu schätzen wird, wird sie in diesem Buch finden. Obwohl ich potentielle männliche Leser nicht abschrecken will, dürfte es - obgleich kein "Frauenroman" im klassischen Sinne - wegen der dominierenden weiblichen Hauptfiguren eher ein Buch für Frauen sein.

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  • Familiengeheimnis

    Das Lied der Stare nach dem Frost
    Flocke09

    Flocke09

    12. December 2014 um 20:28

    Als Rixa die Nachricht vom Tod ihrer Mutter erreicht ist sie zutiefst betrübt. Als sie dann noch erfährt, dass ihre Mutter ganz in der Nähe der Stelle mit dem Auto verunglückte, an dem auch ihr Bruder Ivo vor 12 Jahren starb, glaubt sie schon an einen Selbstmord ihrer Mutter. Sie begibt sich in die alte Wohnung ihrer Mutter in Berlin und muss so einige Geheimnisse der Familie aufdecken um selbst zur Ruhe zu kommen. Da Rixas zweiter und älterer Bruder Alex nur schwer abdingbar ist bei seiner Arbeit, muss sie sich erstmal alleine mit den Formalitäten einer Beerdigung auseinander setzen. Sie bittet ihren Vater, der schon seit längerer Zeit von ihrer Mutter getrennt war, um Hilfe. Bei der Testamentseröffnung muss Rixa erfahren, dass ihre Mutter ein Haus gekauft hat in Poserin in Mecklenburg Vorpommern. Doch woher stammt das Geld dafür. Ganz in der Nähe des Unglückortes liegt dieses Dorf. Und obwohl ihre Mutter geschworen hat kein Auto mehr zu fahren nach Ivos Tod, hat sie sich doch regelmäßig einen Leihwagen geholt um nach Poserin zu fahren. Als Rixa in der großen Familie nachfragt, warum ihre Mutter dort ein Haus gekauft haben könnte, stößt sie allerdings nur auf Ablehnung, Schweigen und Wut. Doch das bringt sie nur noch mehr dazu in der alten Familiengeschichte herumzuwühlen. Dabei kommen so einige brisanten Themen zu Vorschein. Ein sehr spannender und gefühlvoll geschriebener Roman, der einem ein wenig die Zeit des 2. Weltkrieges näherbringt.  

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  • Große Verlosung zum Leserpreis 2014: 5 Buchpakete mit je 50 Büchern!

    Die Seiten der Welt
    Daniliesing

    Daniliesing

    Lust auf eins von 5 riesigen Buchpaketen zum Leserpreis 2014? Bestimmt hat es der ein oder andere von euch schon entdeckt: Seit gestern suchen wir beim Leserpreis 2014 wieder eure Lieblingsbücher des Jahres. In insgesamt 16 Kategorien könnt ihr die Bücher und Autoren nominieren, die euch 2014 am meisten begeistert haben, ganz egal, ob euch das Buch vor Spannung bis mitten in die Nacht wachgehalten hat, ihr Tränen gelacht oder aber mitgefühlt und -gefiebert habt. Nominiert ab sofort eure persönlichen Lieblingsbücher & -autoren und ermöglicht es ihnen so, es auf unsere Shortlists für die Abstimmungsphase zu schaffen, die am 20. November beginnt. Die Bücher und Autoren, die dann wiederum die meisten Stimmen erhalten, bekommen den Leserpreis in Gold, Silber und Bronze, der am 28.11. vergeben wird! Also schnell nominieren / abstimmen / Gewinner anschauen! ---- Unsere große Verlosung für euch! Da der Leserpreis für uns jedes Jahr wieder etwas ganz Besonderes ist, möchten wir unsere Freude daran mit euch teilen. Wir werden nach der Bekanntgabe der Leserpreis-Gewinner insgesamt 5 Buchpakete mit jeweils 50 Neuerscheinungen verlosen. Fünf Gewinner dürfen sich also über eine ordentliche Ladung neuen Lesestoff freuen! Und wer kann nicht schöne neue Bücher gebrauchen? 1. Um an der Verlosung teilzunehmen, gibt es verschiedene Möglichkeiten - 3 der 5 Buchpakete verlosen wir unter allen Bloggern, die auf ihrem Blog über den Leserpreis berichten und darauf verlinken. Bitte teilt uns den Link zu eurem Blogbeitrag hier in einem Kommentar mit (wer mir schon eine E-Mail mit dem Link geschickt hat, muss dies nicht doppelt tun). http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ Grafiken zum Einbinden in den Blog findet ihr hier. 2. Wenn ihr keinen Blog habt, könnt ihr alternativ auf den Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter, Google + usw. auf den Leserpreis hinweisen. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 2 Buchpakete mit 50 Büchern. Wichtig ist hier, dass ihr euren Beitrag öffentlich teilt und ihn uns hier verlinkt. Bitte verlinkt in eurem Kommentar hier direkt auf eurer Posting und nicht auf euer gesamtes Profil. Außerdem müssen in eurem Social-Media-Posting unbedingt der und der Hashtag #Leserpreis enthalten sein. http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ 3. Ihr habt weder einen Blog, noch seid ihr auf einem der Social Media Kanäle aktiv? Dann verratet uns hier in einem Kommentar das beste Buch, das ihr in diesem Jahr gelesen habt. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 5 einzelne Bücher, die die jeweiligen Gewinner auf ihren Wunschzetteln haben. Ihr dürft natürlich auch 1 & 2 oder 1, 2 & 3 kombinieren und so eure Chancen steigern :-) Wir wünschen euch ganz viel Spaß & bitte vergesst nicht, eure Lieblingsbücher zu nominieren & später abzustimmen! PS: Die angehängten Bücher und die auf dem Foto sind ein Beispiel, was sich im Buchpaket befinden könnte. Wir haben hier aber eine ganz bunte Auswahl und ihr könnt euch dann von einem riesigen Überraschungsbuchpaket begeistern lassen :)

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    • 1298
  • Poesie in der Natur

    Das Lied der Stare nach dem Frost
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    08. October 2014 um 14:18

    Seit dem Tod ihres Bruders ist Rixa, deren voller Name Ricarda lautet, voller Trauer und flüchtet aus der Realität, um den Verlust sowie ihre verpatzte Solokarriere und das schwierige Verhältnis zu ihrer Mutter zu vergessen. So reist sie als Barpianistin auf Kreuzfahrtschiffen um die Welt, wo sie nirgendwo gebunden ist. Auf den Malediven erhält sie schließlich die Nachricht, dass ihre Mutter tödlich verunglückt ist, und zwar an fast genau derselben Stelle wie Rixas Bruder damals. Sie reist zurück nach Berlin, um sich dort um alles kümmern zu können und findet Dokumente, die ihr Einblick in die Vergangenheit ihrer Familie gewähren… In diesem Roman werden viele Themenbereiche aufgegriffen: Die Zeit des Nationalsozialismus, in der Rixas Großeltern lebten, der Einmarsch der Russen, geteilte Familien in der BRD und DDR, die Belastung der Enkelgeneration durch den Krieg. Geschildert wird die Geschichte aus der Sicht Rixas, abwechselnd in der Vergangenheit und der Gegenwart. Durch diese Erzählweise kann man sich gut in die verschiedenen Zeitepochen hineinversetzen. Zudem ist der Roman spannend gehalten, denn immer wieder taucht die Frage nach dem Familiengeheimnis auf. Wunderschön sind auch die detaillierten Naturbeschreibungen und die Erzählweise, wenn Rixa in die Vergangenheit abschweift und dem Familiengeheimnis immer näher kommt. Poetische Textstellen verleihen dem Roman an literarischer Schönheit. „Die Nacht ist sehr klar und birgt eine erste Ahnung von Frost, eine hauchdünne Mondsichel steht über dem See wie gemalt und doch unerreichbar. Oktober. Tagsüber hat die Sonne noch Kraft und die Luft flirrt und stirrt von den Schreien der Wildgänse. Aber jetzt ist es still und der See schwarzes Glas. Sterne spiegeln sich darin und zersplittern im Schlag seiner Ruder.“ „Das Lied der Stare nach dem Frost“ ist ein wunderschön geschriebener Roman mit einer sympathischen Protagonistin, deren Gefühle nachvollziehbar sind. Aufgrund vieler interessanter Themen bietet der Roman viel Abwechslung und spricht somit unterschiedliche Altersgruppen an. © Bücherstadt Kurier

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  • Reise in die Vergangenheit

    Das Lied der Stare nach dem Frost
    gsimak

    gsimak

    21. September 2014 um 15:58

    Das Lied der Stare nach dem Frost hat mich jetzt eine Woche bestens unterhalten. Es ist keine schwere Kost, jedoch auch kein Buch dass einen durch die Seiten rasen lässt. Die Geschichte will Wort für Wort intensiv gelesen werden. Sie möchte durch uns Leser zum Leben erwachen. Gisa Klöne hat mich auf eine Reise mitgenommen, die ich so schnell nicht vergessen werde...... Zim Inhalt Die Geschichte in der Gegenwart wird von der Musikerin Rixa erzählt. Rixa hat die Nachricht vom Tod ihrer Mutter Dorothea erhalten. Sie fliegt nach Berlin um die Beerdigung zu organisieren. 12 Jahre zuvor ist ihr Bruder Ivo auf der selben Straße in Mecklenburg tödlich verunglückt. Sie kann nicht verstehen, warum ihre Mutter mit dem Auto unterwegs war. Normalerweise fährt sie nie Auto. Rixas Eltern sind geschieden. Die Ehe ist nach dem Tod von Ivo zerbrochen.  In der Wohnung ihrer Mutter fühlt sich Rixa in die Vergangenheit zurückversetzt. Sie trifft dort auch einen Kater an. Der reagiert scheu auf sie. Nach und nach freunden sie sich an. Rixa hatte schon mit dem Gedanken gespielt, dass ihre Mutter Selbstmord begangen haben könnte. Doch, hätte sie den Kater wirklich sich selbst überlassen? Sie ruft sämtliche Onkeln und Tanten an und hat das Gefühl, dass diese etwas vor ihr verbergen. Ihr Bruder Alex lebt in Australien. Das Verhältnis zu ihm ist mehr kühler Natur. Er kann auch nicht sofort nach Berlin kommen. Der Meeresbiologe muss erst noch ein wichtiges Projekt beenden.... Bei der Testamenteröffnung erfahren sie, dass ihre Mutter ein Haus in Sellin besitzt. Woher hatte ihre Mutter das Geld um ein Haus zu kaufen? Rixa fährt nach Sellin........ Theodor 1918-1946 Hier werden wir in das Mecklenburg Anfang 20.Jahrhundert entführt. Theodor ist evangelischer Pfarrer. Er lernt die unbeholfene Elise kennen und lieben. Mit ihr hat er viele gemeinsame Kinder. Elise stärkt ihm den Rücken und entwickelt sich zu einer tadellosen Hausfrau und Mutter. Die Liebe, die sie ihrem Mann entgegen bringt, schwächt auch mit den Jahren nicht ab.  Theodor ist ein Geistlicher, der sein Amt sehr ernst nimmt. Er ist für die schwachen Menschen da und verzichtet gerne auf Luxus. Seiner Elise ist er ein guter Ehemann. Den Kinder ein sehr strenger, jedoch guter Vater. Doch, auch Theodor hat eine dunkle Seite....... Meine Meinung Der Wechsel von der Gegenwart zur Vergangenheit ist fließend und unkompliziert. Man kommt nie durcheinander.Wir erleben mit, wie Hitler an die Macht kommt. Bücher von jüdischen Autoren verbrannt werden. Wie oft hab ich das schon gelesen und gehört? Ich weiß es nicht, nur dass ich es jedes mal wieder als Frevel empfinde. Vor allem was mit Menschen jüdischer Abstammung passiert ist. Neugierig war ich auch, ob und wie weit sich Theodor manipulieren lassen hat. Da er ein Charaktermensch ist, konnte ich mir nicht vorstellen, dass er etwas machen könnte, dass irgend einem Menschen Schaden zufügt. Um das zu erfahren musste ich schon sehr weit in die Geschichte eintauchen........ Rixa war mir sehr sympathisch. Sie hat von Anfang an gespürt, dass es ein Geheimnis in ihrer Familie gibt. Richtig spannend war die Fahrt nach Sellin. Dort hat sie eine alte Frau kennengelernt, die ihre Großeltern kannte. Da hat sie dann von der Existenz einer weiteren Schwester ihrer Mutter erfahren...... Man erlebt in der Geschichte mit, wie Rixa nach und nach ein mysteriöses Geheimnis lüftet. Ihre Großeltern Theodor und Elisa hat sie als liebe und warmherzige Menschen in Erinnerung. Für sie und ihre Brüder war es immer ein Erlebnis in die DDR zu reisen. Dort schien die Zeit stehengeblieben zu sein. Gerade diesen Stillstand empfand Rixa so schön. Natur und die Zuwendung von Oma und Opa, war den Kindern Luxus genug. Rixa ist nicht nur der Vergangenheit ihrer Mutter näher gekommen. Sie findet auch zu sich selber. Möchte sich beruflich neu orientieren. Erinnert sich daran, wenn Nachts ihre Mutter an ihrem Bett erschien und ihr Geschichten aus ihrem Leben erzählte. Hinterher war sich Rixa nie sicher, ob sie es nur geträumt hatte. Interessant war das künstlerische Talent, dass in der Familie immer wieder auftaucht. Ivo malte zu Lebzeiten extravagante Bilder. Elise hatte ,vor ihrer Ehe mit Theodor, auch gerne  Bilder gemalen. Ihre älteste Tochter hatte eine Stimme wie Gold....... Ja, und Rixa ist sehr gut am Piano. Fazit Gisa Klöne konnte mich mit ihrer Familiengeschichte überzeugen. Gerne empfehle ich sie weiter. Ich vergebe 5 Sterne. Würde man mehr vergeben können, würde ich es tun.

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  • Dunkle Geheimnisse um ein Altes Pfarrhaus

    Das Lied der Stare nach dem Frost
    Arietta

    Arietta

    „ Was bleibt , sind die Erinnerungen . Oder das, was wir dafür halten.“ Dieser Satz auf auf dem Buchdeckeltext , passt zu diesem Inhalt dieses Romans . Er drückt alles aus , dunkle Erinnerungen und Geheimnisse ….. Die Pianistin Ricarda Hinrichs , befindet sich auf einem Kreuzfahrtschiff wo sie arbeitet und Konzerte gibt , auf einem Zwischenstopp auf den Seychellen erhält sie einen Anruf aus Berlin. Es ist die Polizei , die ihr mitteilt das ihre Mutter Dorothea Hinrichs einen tödlichen Unfall auf der A 19 nach Mecklenburg hatte , genau wie ihr Bruder Ivo vor 12 Jahren . War es Schicksal , Zufall oder Selbstmord ? Das fragt sich Ricarda . Sie bricht mit dem nächsten Flieger nach Berlin auf um alles zu regeln , auch ihren Ältesten Bruder Alexander informiert sie … Der Irgendwo in den Meeren am Forschen ist... In Berlin , versinkt sie in Selbstmitleid , Trauer und Erinnerungen . Immer dies Frage warum , hat ihre Mutter sich mit Absicht umgebracht oder war es ein Unfall ? Sie begibt sich auf Spurensuche , nach der Vergangenheit ihrer Mutter und deren Kindheit . Da war Else ihr Großmutter , eine fromme und strenge Pfarressfrau und Theodor ihr Großvater und Pfarrer in Sellin . War er Wirklich ein Nazi ? Oder nur zum Schein , es gibt da einige Fotos … Aber er hat doch auch Juden versteckt … Da ist auch noch ein Foto von der Ältesten Schwester Amalie ihrer Mutter , von deren Existenz sie bisher nichts wusste und die verstorben sein soll. Was ist von 1942-1950 geschehen , kann man 8 Jahre so auslöschen ? Bei ihrer Recherche bei den Geschwistern , stößt sie auf eine Mauer des Schweigens. Man soll die Vergangenheit ruhen lassen , hört sie immer wieder , sie sei so traurig..... Und von was für Geld hat ihre Mutter das Alte Pfarrhaus in Sellin zurück gekauft , es war das Haus von Dorotheas Kindheit. Die Verkäuferin war eine Ann Millner aus Kanada , eine berühmte Operndiva . Wer ist Ann wirklich ? Sie macht sich auf nach Kanada , um mit Ann zu reden, sie scheint der Schlüssel aller Geheimnisse zu sein. Ob , Rixa es schafft ?........... Die Autorin Gisa Klönne , ist selbst eine Enkelin eines Pfarrers aus Mecklenburg , auch ihre Familien waren lange durch das geteilte Deutschland getrennt . Vielleicht ist es ihr deshalb so gelungen alles so Identisch und Glaubhaft zu schildern. Geschickt hat sie Erinnerungen und Gegenwart spannend verpackt. Sie lässt alte und dunkle Erinnerungen neu aufleben. Die Figuren wirken so real , lebendig und zum Greifen nah. Man sieht das ganze Geschehen wie einen Film ablaufen. Ihr Stil und ihre Schreibweise sind Kraftvoll , Klar und flüssig , nie kommt Langweile auf , nein sie erzeugt Spannung , die sich von Seite zu Seite steigert. Ein gelungenes Buch , das Tief berührt und noch lange nachklingt !

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    • 3
  • Eine geheimnisvolle und spannende Familiengeschichte

    Das Lied der Stare nach dem Frost
    knuddelbacke

    knuddelbacke

    Nach dem Tod Ihres Bruders hatte Rixa nur noch ein Ziel: Vergessen um jeden Preis. So tritt sie die Flucht nach Vorne an und verlässt Ihr Heimatland Deutschland um als mäßig erfolgreiche Bar-Pianistin die Welt zu bereisen. Doch auch in Ihrem neuen Leben holt die Vergangenheit sie schließlich  wieder ein: Durch einen Anruf aus Deutschland erfährt Sie von dem Unfalltod Ihrer Mutter. Nahezu an derselben Stelle, wie Ihr Bruder zwölf Jahre zuvor, verunglückt Ihre Mutter tödlich und reist dabei ein Ehepaar mit in den Tod. Handelt es sich dabei um einen tragischen Zufall, oder hat Ihre Mutter Selbstmord begangen!? Rixa bleibt keine andere Möglichkeit als sich in das nächste Flugzeug nach Deutschland zu setzen und sich nicht nur der Realität , sondern auch den Schatten Ihrer Vergangenheit zu stellen, dass sie dabei nicht nur sich selbst finden sondern auch  auf ein dunkles Familiengeheimnis stoßen wird, ahnt sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Ich war sehr gespannt auf den neuesten Roman einer meiner Deutschen Lieblingsautorinnen Gisa Klönne. Mit "Das Lied der Stare nach dem Frost" hat Gisa Klönne sich von Ihrem bisherigen Genre der Krimis abgewandt und eine spannende und tragische Familiengeschichte vor dem Hintergrund des Nationalsozialismus geschrieben. Mit Ihrem neuesten Roman ist Gisa Klönne ein facettenreicher vielschichtiger und vor allem tiefgründiger Roman gelungen, der auch einige Tage nach dem Lesen gedanklich bei mir nachhalt. Mit dem Buch hat die Autorin Themenkomplexe geschickt miteinander verwoben, die mich persönlich schon immer stark interessiert haben: Zum einen wird die Zeit des Nationalsozialismus thematisiert: Rixas Großvater Theodor Retzlaff war zu dieser Zeit Gemeinde-Pfarrer in Mecklenburg und balancierte auf einem schmalen Grad zwischen  seinem Leben als Pfarrer und den damit verbundenen Grundsätzen und musste sich zeitgleich dem NS-Regime unterordnen um das Überleben seiner Familie zu sichern. In der Gegenwart stößt Rixa auf die Vergangenheit Ihrer Großeltern, und muss sich ebenfalls mit dem Leben Ihrer Mutter Dorothea auseinander setzen, welches vor allem durch die Deutsch-Deutsch-Teilung und einem schwierigen Verhältnis zu Ihren Eltern( Rixas Großeltern) gekennzeichnet war. Unwillkürlich kommt somit für den Leser die Frage nach Schuld und Sühne, Schicksal und Bestimmung auf. Es lädt nicht nur dazu ein sich mit der Deutschen Geschichte im Allgemeinen auseinander zusetzen sondern regt ebenfalls zu Gedanken über die eigene Familie an. Wer sind wir, und woher kommen wir? Tragen wir eine Mitschuld an den Taten unserer Vorfahren , und wie wirken diese sich auf unser eigenes Leben aus? Auch die Verbundenheit der Autorin zu Mecklenburg wurde  beim Lesen immer wieder deutlich. Für mich als Mecklenburg-Liebhaberin war dies ein schöner Nebeneffekt beim Lesen, und verlieh der Handlung eine ganz eigene Atmosphäre, dunkel und geheimnisvoll und absolut stimmig mit der Familiengeschichte der Retzlaffs. Ein Hauch von Melancholie war beim Lesen immer dabei und auch Gisa Klönnes Schreibstil, der teilweise als poetisch beschrieben werden kann verliehen dem Buch eine ganz eigene dichte Atmosphäre.  Wer gerne geheimsnivolle und spannende Familiengeschichten liest und sich für die deutsch-deutsche Geschichte interessiert, dem kann ich dieses Buch , das nahezu eine 100 Jährige Zeitspanne umschließt als Sommerlektüre wirklich nur ans Herz legen. 

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    • 2
    Floh

    Floh

    02. August 2014 um 06:46
  • Einem Familiengeheimnis auf der Spur....

    Das Lied der Stare nach dem Frost
    Buecherwurm1973

    Buecherwurm1973

    15. July 2013 um 23:12

    Riccarda Hinrichs, genannt Rixa, muss nach langen Jahren auf einem Kreuzfahrtschiff zurück nach Berlin, dass eigentlich einmal ihre Heimat war. Als ihr Bruder Ivo vor zwölf Jahren ums Leben kam, zerbricht ihre Familie. Ihr Bruder Alex haut nach Australien ab, ihre Eltern trennen sich und ihr Vater heiratet eine Jüngere, sie selbst heuert bei einem Kreuzfahrtschiff als Barpianistin an. Der Grund weshalb sie nach Berlin zurückreist, ist ein trauriger Schicksalsschlag. Ihre Mutter ist fast am selben Ort wie ihr Bruder mit dem Auto tödlich verunglückt. Während sie in der Wohnung ihrer Mutter aufträumt, entdeckt sie immer mehr Familiengeheimnisse. So findet sie Fotos ihres geliebten Grossvaters in der Naziuniform. Eine totgesagte Tante kommt ans Tageslicht. Warum will niemand mehr über Amalie sprechen? Ihre Mutter hat einen geheimnisvollen Schlüsselbund hinterlassen. So erfährt Rixa, dass ihre Mutter das Pfarrerhaus von Sellin besass. Wie hat ihre Mutter dieses Haus bezahlt? Hartnäckig versucht Rixa herauszufinden, warum niemand über die Jahre der Pfarrersfamilie Retzlaff in Sellin sprechen will und wer Amalie war. Während ihrer Recherche findet sie das grösste Geheimnis ihrer Mutter heraus. Jedes Kapitel beginnt mit den Geschehnissen der Gegenwart und den Recherchen von Rixa an. Am Ende werden Geschehnisse aus den 20er Jahren bis Kriegsende erzählt, abwechselnd aus der Sichtweise von Grossvater Theodor und Grossmutter Elise. So kriegt der Leser auch ein Eindruck vom Leben damals und wie es in der Pfarrersfamilie Retzlaff wirklich zu und her ging. Der Schreibstil von Gisela Klönne ist flüssig und spannend. Der Leser leidet mit Rixa mit und begibt sich mit ihr auf Recherche. Der Plot sehr authentisch geschrieben. Ich könnte mir gut vorstellen, dass die Geschichte wirklich so geschehen sein könnte. Trotz allem habe ich sehr lange gebraucht bis das Buch mich richtig gefesselt hat. Ich weiss nicht woran es lag. Deshalb gibt es von mir „nur“ 4 Sterne.

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  • Unter dem hohen Himmel von Mecklenburg

    Das Lied der Stare nach dem Frost
    Juana

    Juana

    24. June 2013 um 14:32

    Seit dem Autounfall ihres Lieblingsbruders Ivo an einem Januartag meidet Rixa Hinrichs die deutschen Winter und tingelt als Barpianistin durch die Welt. Sie versucht zu vergessen: Ihre Trauer um den Bruder und den Zerfall ihrer Familie, die Abneigung ihrer Mutter gegen ihre Musikleidenschaft und ihr Versagen beim Examen am Konservatorium. Gerade, als es ihr mit ihrem Saison-Job auf den Seychellen und ihrem Liebhaber und Musiker-Kollegen Lorenz ganz gut zu gehen beginnt, erhält sie einen Anruf aus Deutschland: Ihre Mutter ist gestorben. Ein Autounfall in Mecklenburg, an fast derselben Stelle, an der Ivo vor exakt zwölf Jahren verunglückt war. Gisa Klönne erzählt die Geschichte schlaglichtartig vom Ersten Weltkrieg bis heute und auf zwei Zeitebenen. Das Leben der Pastorenfamilie zwischen 1915 und 1949 wird durch die Augen von Rixas Großeltern Theodor und Elise gespiegelt. Der Großteil des Romans spielt im ländlichen Mecklenburg, einem Teil Deutschlands, der lange in der Entwicklung hinterher hinkte. Die leise Melancholie, die von der flachen Seenlandschaft um Güstrow ausgeht, durchzieht den ganzen Roman. Gisa Klönne beschreibt die Weite, die Farb- und Stimmungswechsel im Laufe der Wetterumschwünge und Jahreszeiten berückend präzise und zugleich hoch poetisch. Ihre größte Kunst besteht aber darin, die Handlung und die Empfindungen und Gedanken ihrer Protagonisten so zu verweben, dass sich ein unwiderstehlicher Sog entwickelt und man ganz in Theodors und Elises Welt voller Einschränkungen und Rixas globalisierte Welt abtaucht. So wie die Landschaft die Menschen prägt und die historischen Ereignisse sich im Familienleben spiegeln, so trug auch Rixas Familie zur Entstehung der politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse bei. Gleichzeitig werden Kriegserlebnisse, das Bangen ums Überleben einer Großfamilie, das Gefühl, als Kind weniger geliebt zu werden als die Geschwister, Schweigen und Schuld über mehrere Generationen weitergetragen. Themen des Romans sind auch der strenge preußische Protestantismus, Prinzipien und Moral in der Politik, im Glauben und in der Liebe und die Liebe zur Natur und zur Musik. Gisa Klönne ist ein wunderschöner, hoch spannender und stellenweise zu Tränen rührender Roman über eine mehrfach von Heimatverlust geprägte deutsche Großfamilie gelungen.

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  • 100 Jahre deutsche Geschichte

    Das Lied der Stare nach dem Frost
    gst

    gst

    03. June 2013 um 17:35

    Nach dem Tod von Rixas jüngerem Bruder ist die Familie auseinander gebrochen. Die Eltern haben sich getrennt, die übrig gebliebenen – Bruder und Schwester – sind sich fremd geworden. Nun ist Rixas Mutter an fast der gleichen Stelle mit dem Auto tödlich verunglückt. War es ein Unfall oder Suizid? Was hat die Mutter überhaupt in dieser Gegend Mecklenburgs gemacht? Rixa gegenüber hat sie behauptet, nicht mehr Auto zu fahren. Fragen über Fragen türmen sich auf. Auf der Suche nach Antworten taucht Rixa immer tiefer in die Vergangenheit ein. Mit ihr gemeinsam erfährt der Leser viel über die deutsche Geschichte seit dem ersten Weltkrieg. Als nicht mehr ganz junge Leserin wird mir Vieles wieder deutlich, was durch die Zeit schon vernebelt wurde. Zum Beispiel, dass die Eltern nicht viel über die Kriegszeit gesprochen haben. Oder die Grenzübertritte von West nach Ost, die die Eltern fürchteten und wir Kinder nicht verstehen konnten. Auch dieses ganz andere Leben hinter der deutsch-deutschen Grenze, die ja leider immer noch in vielen Köpfen vorhanden ist … Dieser Roman berührt mich tief. Er erinnert mich an Siegfried Lenz und seine „Deutschstunde“, die wir vor vierzig Jahren als Schullektüre durchkauen mussten. Auch darin wurde Vergangenheitsbewältigung betrieben. Für uns war das damals schwer nachvollziehbar, aber eigenartiger Weise hat mich diese Lektüre trotzdem durch mein Leben begleitet. Dieses Buch von Gisa Klönne könnte in meinen Augen das Gleiche bewirken: Nachdenken, eintauchen in die Denkweise unserer Vorfahren und eventuell sogar verstehen. Es ist in einer wunderbaren Sprache geschrieben, die Bilder und Gefühle entstehen lässt. Es verdeutlicht auch die unterschiedlichen Lebensweisen der Generationen: die unaufgeklärten Großeltern auf dem Land hatten noch viele Kinder und kämpften sich mühsam durchs Leben, die Eltern haben sich eine reiche Welt aufgebaut und vor lauter Sehnsucht nach dem Glanz die zwischenmenschliche Seite hinten angestellt, und die freiheitsliebenden Kinder sind in alle Welt verstreut und verbringen ihr Leben mehr oder weniger einsam ... Ich kann diesen Roman nur uneingeschränkt weiter empfehlen. Ich sehe diese Familiengeschichte sogar als ein Muss für diejenigen, die sehen wollen, wie die Gesellschaft und die Geschichte uns Menschen beeinflusst.

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  • Eine Reise in die Vergangenheit

    Das Lied der Stare nach dem Frost
    daskleinebuechercafé

    daskleinebuechercafé

    Es wird eine Geschichte aus der Sicht einer jungen Frau in der heutigen Zeit erzählt, sie erfährt eine Familiengeschichte die um 1915 beginnt. 2 Weltkriege begleiten die Familie. Trauer, Kraft, Glaube , Ausdauer, Härte und Liebe wird offenbart. Rixa versucht nach dem plötzlichen Tod ihrer Mutter DAS Geheimnis der Familie zulösen. Dabei kommt immer wieder die Trauer um den von 12 Jahren verstorbenen Bruder wieder hoch. Man lebt die Geschichte mit. Der Leser reist egal ob 1920, 1940 oder heute mit den Menschen mit. Man fühlt sich dazugehörig, fühlt und lebt mit. Riecht das Grün der Wiesen, kann den Nebel in den Wäldern genauso empfinden, wie den Tod und den Schmerz. Die Personen und die Landschaften sind so hervorragend beschrieben. Man sieht die Pferde den Fuhrwagen durch den schweren Boden ziehen, den SA Wagen durch Klütz fahren oder den Transit von Rixa. Der Leser wird mit eingebunden, dass Rätsel zu lösen und wird belohnt. Ich hatte so viele Vermutungen und war verwundert, dass alles ganz anders kam wie ich es mir dachte. Manchmal sind Rixas Gedanken um den Tod ihres Bruders langatmig aber das gehört wie die Lösung des Geheimnisses dazu. Mein Meinung: Es ist mein erstes Buch von Gisa Klönne und sicherlich nicht mein letztes! Sie hat so gefühlvoll geschrieben, so flüssig. Nicht nur Rixa stellt sich viele Fragen, sondern der Leser auch und dadurch bleibt die Spannung erhalten.  Es ist ein großartiges spannendes Buch das eine Familie über viele Generationen mit einem Geheimnis beschreibt.  Der Leser wird von Kapitel zu Kapitel mitgenommen. Ich würde mich freuen, Gisa Klönne auf einer Lesung zu hören.

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