Mama Charlotta ist mal wieder zu Besuch auf Sylt. Im Gegensatz zu ihrem Schwiegersohn gelingt es ihr nicht, älter,und gelassener zu werden.
So ist sie nun mal, temperamentvoll und recht tolpatschig in ihrer Neugier. Hier in dieser Geschichte wird sie in eine Kindesentführung und ein Beziehungsdrama involviert. Bei aller ihr beigefügten Liebenswürdigkeit und Interesse an ihren Mitmenschen, geht sie diesmal aber über Grenzen hinaus. In dieser Handlung wirkt sie eher ungelenk, gelegentlich übergriffig, und ihre Distanzlosigkeit wird eher zu schlechten Manieren.
Die sonst so korrekte Staatsanwältin Tilla verhält sich hier ebenfalls gelegentlich dilettantisch.Etliche Szenen sind sehr unglaubwürdig, überzeichnet. Ein Beispiel ist der Überfall auf die Kommissare Sören und Erik, nebst der Befreiungsaktion.Recht plump und zusammengestückelt.
Trotz dieser offensichtlichen Mängel in vielen Szenen, hat die Handlung Sog und verhindert, dass ich das Buch aus der Hand lege.Trotz dem Abgleiten in Klamauk zum Ende. Hier verliert die sich die Autorin. Mag sie Tempo und Wirrwarr als Unterhaltung eingesetzt haben, so passt dann das Alter von Charlotta ,, die ja schon vor einigen Bänden ihren 60zigsten Geburtstag feiern durfte, nicht dazu.
Es hinterlässt eher den Eindruck eines Buches, das auf Auflagenhöhe statt auf Inhalt setzt. Und zudem nicht redigiert wurde. Schade,
Mama Charlotta verdient deutlich mehr Respekt für ihren Optimismus und Durchhaltevermögen. Bleibt zu wünschen, dass die Autorin dies ,im bereits angekündigten , Folgeband eingesehen hat














































