Gisbert Haefs

 3,8 Sterne bei 358 Bewertungen
Autor von Hannibal, Alexander und weiteren Büchern.
Autorenbild von Gisbert Haefs (© MEYER ORGINALS / Quelle: Random House)

Lebenslauf von Gisbert Haefs

Die Antike neu erleben: Der deutsche Schriftsteller und Übersetzer Gisbert Haefs wurde im Januar 1950 in Wachtendonk geboren. Er studierte Anglistik und Hispanistik an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und begann hinterher als Schriftsteller und Übersetzer von fremdsprachiger Literatur zu arbeiten. Gisbert schreibt vor allem Kriminalromane und historische Werke, wie zum Beispiel "Troja" und "Caesar". Für seine literarischen Leistungen wurde der Autor mit einigen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Krimipreis.

Neue Bücher

Cover des Buches Andrés Favas Tagebuch (ISBN: 9783518242025)

Andrés Favas Tagebuch

Neu erschienen am 14.07.2021 als Taschenbuch bei Suhrkamp.
Cover des Buches Die Chansons (ISBN: 9783854769903)

Die Chansons

Erscheint am 03.10.2021 als Hardcover bei Mandelbaum Verlag eG.

Alle Bücher von Gisbert Haefs

Cover des Buches Der blaue Express (ISBN: 9783596511198)

Der blaue Express

 (91)
Erschienen am 08.10.2009
Cover des Buches Die späten Erzählungen (ISBN: 9783596950263)

Die späten Erzählungen

 (32)
Erschienen am 23.04.2015
Cover des Buches Hannibal (ISBN: 9783453145832)

Hannibal

 (41)
Erschienen am 01.10.1999
Cover des Buches Alexander (ISBN: 9783453470149)

Alexander

 (28)
Erschienen am 01.04.2005
Cover des Buches Troja (ISBN: 9783453879638)

Troja

 (21)
Erschienen am 01.06.2004
Cover des Buches Die Rache des Kaisers (ISBN: 9783442475438)

Die Rache des Kaisers

 (19)
Erschienen am 16.05.2011
Cover des Buches Alexander in Asien (ISBN: 9783453471221)

Alexander in Asien

 (16)
Erschienen am 11.02.2013

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Gisbert Haefs

Cover des Buches 1984 (ISBN: 9783717525288)stefan182s avatar

Rezension zu "1984" von George Orwell

Ein dystopischer Klassiker
stefan182vor einem Monat

Inhalt: In einer Welt, in der der Große Bruder durch Teleschirme alles sieht und jeder Mitmensch ein potenzieller Denunziant ist, versucht Winston Smith seine Nische zu finden. Er ahnt, dass nicht alles so ist, wie die Sozialistische Partei Englands (kurz: Engsoz) es behauptet, doch wirklich greifen kann er diese Gedanken nicht. Auch, wem er wirklich vertrauen kann, ist unklar. Dies ändert sich, als Winston Julia trifft, wodurch sein Leben eine unerwartete Wendung nimmt…

Persönliche Meinung: Der dystopische Klassiker „1984“ ist das bekannteste und vielzitierteste Werk von George Orwell. Orwell behandelt hier, beeinflusst von den diktatorischen Regimen seiner Zeit, in einer Art Zukunftsvision die Strukturen des totalitären Einparteienstaates „Ozeanien“. Diesen erleben die Leser*innen aus der Perspektive von Winston Smith, einem Angestellten des Ministeriums für Wahrheit (das Ministerium ist dafür zuständig, in medialen Erzeugnissen die Vergangenheit umzuschreiben, sodass sie den gegenwärtigen Bedürfnissen der Partei entspricht und eine gültige „Wahrheit“ geschaffen wird). Viele Kerngedanken, die Orwell in „1984“ einbaut, finden sich bereits in „Farm der Tiere“. So decken beide verschiedene Macht- und Repressionsmechanismen eines totalitären Staats wie z.B. Manipulation, psychische/physische Gewalt und Propaganda auf. Dabei geht „1984“ aber noch einige Schritte weiter als „Farm der Tiere“. Die Mechanismen sind ausgefeilter, in einen größeren (Staats)Zusammenhang eingebettet und stärker darauf bedacht, das Individuum zu brechen und das kollektive Gedächtnis systematisch zu vereinheitlichen. Wie z.B. der alltägliche „Zwei Minuten Hass“, um nur ein Beispiel zu nennen: Durch eine zweiminütige Videosequenz soll mithilfe eines akustisch-visuellen Primings der Hass auf den Staatsfeind Nummer 1 gesteigert und die Bindung an die Engsoz erhöht werden. Selbst reflektiertere Menschen, wie Winston Smith, erliegen den infernalischen Lauten und beginnen zu hassen. Auf bedrückende Art faszinierend ist "1984" vor allem aufgrund des Überwachungsstaates "Ozeanien". Dieser ist total, dringt ins Innerste der Lebenswelt vor. In der Welt von "1984" ist nichts mehr privat. Alles, selbst das Ich und seine Gedanken, ist öffentlich und Nischen existieren nicht. Auch in die Sprache greift das Regime in Form von „Neusprech“ ein: Der Wortschatz soll drastisch reduziert, Wörter in ihrer Bedeutung eingeschränkt und durch prägnante Neologismen ersetzt werden, sodass man sich mit einer minimalistischen Anzahl von Begriffen verständigen kann, wodurch letztlich die Freiheit des Denkens vollends verhindert werden soll (ausführlicher thematisiert Orwell „Die Prinzipien von Neusprech“ im Anhang, was aus linguistischer Sicht interessant ist. Die deutsche Übersetzung von Gisbert Haefs ist übrigens sehr gut gelungen und fängt „Neusprech“ gut ein). „1984“ ist im Vergleich zu „Farm der Tiere“ ausufernder, weniger pointiert und handlungsstrukturell nicht so stark durchkomponiert. Dadurch zieht sich die Handlung stellenweise; andererseits werden durch die ausführlichen Beschreibungen die Repressionsmechanismen des Staats eindrücklich und deutlich, sodass das Gefühl der Beklemmung von Seite zu Seite steigt.

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Cover des Buches 1984 (ISBN: 9783717525288)I

Rezension zu "1984" von George Orwell

Ein Muss für alle!
ilay99vor 2 Monaten

Ich wollte 1984 schon seit Jahren lesen und bereue es nicht vorher getan zu haben. George Orwells Roman zeichnet eine düstere Version eines totalitären Staates, in dem die Bürger überwacht werden und komplett unterdrückt werden. Die Geschichte wird aus der Perspektive von Winston Smith erzählt. Der Schreibstil war ziemlich gut und verständlich. Ich habe am Anfang etwas gebraucht in die Geschichte wirklich reinzukommen, aber danach hatte ich keine Probleme mehr.

Das Buch selbst ist in drei Teile geteilt, der erste Teil erzählt von der Person Winston, seinen Gedanken und Gefühlen. Es geht um seinen Alltag in dieser Welt und man lernt auch die  Welt an sich kennen. Erste Zeichen von Rebellion werden sichtbar und durch die Einträge in seinem Tagebuch auch lesbar. Ich möchte nicht sehr viel über den Inhalt verraten, weil ich der Meinung bin, dass dieses Buch von jedem gelesen werden sollte. Obwohl George Orwell eine ruhige Art hat, die Geschichte zu erzählen hatte ich ständig Gänsehaut und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Es gab zwar kaum unvorhersehbare Wendungen, aber trotzdem war das Buch von Anfang an spannend. Vor allem weile viele Punkte aus dem Buch heutzutage noch aktuell sind. Das Buch regt den Leser zum Nachdenken an und man zieht automatisch während des Lesens viele Parallelen zur heutigen Gesellschaft. Außerdem fand ich die Bezüge zum Thema Sprache wirklich sehr interessant. Der Autor zeigt wie viel Macht, Sprache eigentlich besitzt und wie sehr es unsere Freiheit aber auch Kreativität beeinflusst. 1984 ist wirklich ein sehr bedeutsames Werk, welches jeder gelesen haben sollte. Eine klare Leseempfehlung von mir 5 Sterne

{Rezensionsexemplar}

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Cover des Buches 1984 (ISBN: 9783717525288)Ana80s avatar

Rezension zu "1984" von George Orwell

Die Gedanken sind frei...
Ana80vor 2 Monaten

... allerdings nicht „hier“ in Ozeanien. Das Land, um das es in Orwells Klassiker geht. Ozeanien ist ein totalitäres System, wo “Die Partei“ und der Große Bruder keine Individualität wünschen und vor allem auch nicht zulassen. Die Einwohner werden ständig überwacht, durch Mikrofone, Bildschirme, Parteimitglieder, Nachbarn... sogar durch die eigenen Kinder, denen man absoluten Gehorsam beibringt, damit sie auch die eigenen Eltern bereit sind zu denunzieren. Wer sich nicht dem System fügt, verschwindet bzw. hört auf zu existieren. In diesem System lebt Winston. Jemand der nicht aufhören kann sich eigene Gedanken zu machen und sich Fragen zu stellen...

Das Buch ist in drei Teile gegliedert. Der erste Teil ist zunächst mal eine Einführung. Der Leser lernt Winston kennen, erfährt, wie Winston denkt und in diesem Staat sein Leben lebt, aber vor allem lernt man auch das System und wie es funktioniert kennen. Im zweiten Teil dann geht Winston eine Beziehung zu einer jungen Frau (Julia) ein und sein Widerstand gegen den Staat wächst. Teil drei ist dann der schreckliche Abschluss der Geschichte, über den ich hier nichts verraten möchte.

Mich konnte das Buch relativ schnell fesseln. Man ist schnell konfrontiert mit dem Überwachungsstaat und das hat mich von Beginn an weiter lesen lassen wollen. In der Mitte des Buchs gab es Momente, die ihre Längen hatten, das Finale allerdings ist so schrecklich packend, dass es die kleinen Schwächen ausgleicht.
Ich empfehle dieses Buch auf jeden Fall weiter, denn mich fasziniert, dass Orwell vor so langer Zeit mit so viel Weitblick ein Buch geschrieben hat, was heute aktueller ist denn je. Mit Blick auf Länder wie Nordkorea oder Belarus, leide ich nach dieser Lektüre umso mehr mit den Menschen die dort leben müssen und verneige mich vor Orwell und seinem Meisterwerk, der alles schon Mitte des letzten Jahrhunderts vorausgesehen hat. 

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