Gisbert Haefs Das Ohr des Kapitäns

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Inhaltsangabe zu „Das Ohr des Kapitäns“ von Gisbert Haefs

Sklavenhandel, Schmuggelware und ein Kriegsgrund – der neue große historische Roman von Gisbert Haefs
Nach dem Ende des Spanischen Erbfolgekriegs im Jahr 1713 erhalten englische Händler das Monopol für die Belieferung des spanischen Kolonialreichs in Südamerika mit schwarzen Sklaven. Eines Tages weigert sich der »Händler« Jenkins (de facto wohl Schmuggler), sich von der spanischen Küstenwache vor Kuba kontrollieren zu lassen, worauf der spanische Kapitän dem Zeternden kurzerhand das linke Ohr abschneidet. Als Jenkins das Beweisstück in London vorlegt, ist das in der aufgeheizten Stimmung für England Grund genug, mit dem größten Flottenaufgebot seit der Armada zu reagieren. Es kommt zum Kolonialkrieg in der Karibik. Der später berühmte Romanautor Tobias Smollett nimmt als junger Assistenzarzt an Bord eines britischen Linienschiffs an der Unternehmung teil.

Guter Anfang, akzeptables Ende, Endlose Mitte.

— MotteEnna

Wenig Handlung, lange Gespräche zum Erinnerungsaustausch. Wie in einem guten Geschichtsunterricht. Der Schluß kurz und unglaubwürdig.

— Wichella

Sehr informativer Historienroman,,,,

— Angie*

Phenomenal!

— KristinSchoellkopf

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  • Das Ohr des Kapitäns

    Das Ohr des Kapitäns

    Moni2506

    11. November 2017 um 11:42

    „Das Ohr des Kapitäns“ von Gisbert Haefs erzählt die Geschichte einer Schatzsuche und des Kolonialkrieges in der Karibik. Erschienen ist der Roman im August 2017 im Heyne Verlag. Karibik, 18. Jahrhundert: Der spanische Erbfolgekrieg ist vorbei und die englischen Händler haben das Monopol erhalten Südamerika mit Sklaven zu beliefern. Kapitän Jenkins wird auf einer Fahrt, bei der er auch Schmuggelware dabei hat, von den Guardacostas vor Kuba überprüft. Da er nicht kooperiert wird ihm kurzerhand ein Ohr angeschnitten. Dieses bringt er nach England und löst so den Kolonialkrieg aus. Auch der junge Arzt und spätere Schriftsteller Tobias Smollett nimmt an dem Krieg teil. Es fällt mir schwer dieses Buch zu beurteilen. Einerseits hat es mir ganz gut gefallen, auf der anderen Seite hat sich die Geschichte für mich aber auch gezogen. Der Schreibstil ist gut und flüssig zu lesen und lässt einen gut im Buch vorankommen. Sehr irritiert hat mich, dass dieses Buch wohl in der alten Rechtschreibung veröffentlicht wurde. Es war mir nicht bewusst, dass man das überhaupt machen kann. Dies kann ich aber auch nur daran festmachen, dass Wörter wie misslungen oder muss mit ß geschrieben werden. Des Weiteren ist die Sprache teilweise sehr derbe. Es gibt beispielsweise eine schönärschige Venus-Statue und es wird sehr viel wörtliche Rede benutzt. Es gibt ganz viele Gespräche in dem Buch und es werden nur kurz Dinge beschrieben. Die viele wörtliche Rede hat für mich dazu beigetragen, dass sich die Geschichte ein wenig gezogen hat. Ansonsten werden die Kapitel aus der Sicht eines der Protagonisten des Buches geschildert. Man erfährt etwas über die Gedankenwelt von Ortiz, Belmonte und auch O’Leary. Diese Einblicke fand ich interessant, da jeder auch einen ganz anderen Blickwinkel auf die Welt hat. Vor jedem Kapitel gibt es Zitate, die etwas mit dem Inhalt des Buches zu tun haben. Ich muss zugeben, dass ich nicht immer den Zusammenhang verstanden habe, aber die Zitate sind durchaus informativ. Die Personen in dem Roman fand ich sehr interessant und trotz der derben Sprache sympathisch. Kapitän Belmonte ist auf jeden Fall ungewöhnlich und hat eine bunt gewürfelte Truppe auf seinem Schiff. Juden, Schwarze, Iren, usw. finden sich alle auf der Santa Catalina wieder. Der schwarze Ortiz hat besondere Fähigkeiten. Er kann Unregelmäßigkeiten erkennen und so oftmals wichtige Hinweise liefern und auch ansonsten ist er nicht unbedingt auf den Kopf gefallen. Der Ire O’Leary bringt die Truppe rund um Belmonte und Ortiz auf die Fährte eines Schatzes, den sein Vater während des Kolonialkrieges versteckt hat. Am Krankenbett des Lazarettarztes Tom Smollett erfährt man dann viel über den Kolonialkrieg. Smollett war auf der Seite der Engländer und Belmonte auf der Seite der Spanier. So wird einem ein sehr detaillierter, aber auch differenzierter Blick auf den Kolonialkrieg gewährt, was mir gut gefallen hat. Nur selten kommen in einem Buch beide Seiten zu Wort. Die ganzen Daten und Details haben mich allerdings auch ein wenig erschlagen und so fühlte sich das Ganze auch sehr wie ein Geschichtsbuch an. Fazit: Insgesamt ein durchaus interessantes Buch, dass mit der vielen wörtlichen Rede und den vielen Daten und Fakten die Geschichte aber in die Länge zieht. Empfehlenswert für Leute, die gerne Abenteuerromane lesen und nicht vor derber Sprache zurückschrecken.

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  • Schöne Geschichteauftauch

    Das Ohr des Kapitäns

    olga_oreschkin

    17. October 2017 um 23:24

    In letzter Zeit mag ich immer mehr die Historische Romane zu lesen.Heute will ich mit Cover anfangen, weil ich in diesem Fall ein Coveropfer war. Ich war sofort verliebt und wollte unbedingt das bei mir zu Hause haben. Als Vorteil, der ich in mehreren Büchern jetzt sehe, finde ich die Karten am Anfang des Buches. Mir hilft das immer besser alle Bewegungen vorzustellen. Der Klappentext hat mich noch mehr überzeugt, dass es sehr gutes Buch sein wird. An sich ist die Schreibweise sehr leicht und gut. In der Schule hatten wir dieses Teil der Geschichte ganz flach gelernt. Deshalb fehlt bei mir ab und zu die Kenntnisse, aber ich konnte das nachvollziehen.Mir hat sehr gefallen, dass Information sehr deutlich und interessant vorgestellt wird. Im Buch gibt es viele Daten. Der Autor hat viel Information studiert und bearbeitet. Es mein erster Roman von Gisbert Haefs. In der Zukunft merke ich die andere seine Bücher für mich. 

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  • Geschichtsunterricht und Roman

    Das Ohr des Kapitäns

    Wichella

    25. September 2017 um 15:04

    3,5 SterneZum Inhalt:Anfangs erlebt man mit, warum und wie es zu diesem abgeschnittenen Ohr des Titels kam. Wie so oft in der Politik, wird dieses Geschehnis dann zum Anlass genommen, den eigentlich längst von England gewollten Kolonialkrieg zu beginnen. Diesen erlebt  man als Leser nun nicht mit, sondern erfährt die Geschehnisse aus dem Austausch ihrer Erinnerungen zweier der drei Teilnehmer eines langen Gesprächs. Beide auf unterschiedlichen Seiten stehend, Spanien und England, vermitteln so ein recht realistisches Bild bestimmter Geschehnisse.Zum Treffen dieser Beiden, einem Kapitän und einem bekannten Schriftsteller, kam es, da letzterer und ein Mann seiner Schiffssbesatzung auf der Suche nach einem Schatz, einem speziellen Hinweis nachspüren.Meinung:Der Schreibstil ist an sich gut und flüssig. Die Geschehnisse, die man direkt miterlebt sind gut und nachvollziehbar geschrieben.Die Protagonisten sind sympathisch, besonders der Kapitän und seine Mannschaft.Man fühlt sich mitten drin im Geschehen, wenn das Schiff unterwegs ist oder die politischen Gespräche geführt werden.Einen  großen Teil nimmt Das Gespräch zwischen Kapitän und Autor ein. Durchaus interessant und detailliert, mit vielen Daten und Jahreszahlen untermauert. Nur fühlte ich mich dabei irgendwann wie im Geschichtsunterricht in der Schule. Der gesuchte Hinweis kam dann doch nicht von diesem Schriftsteller. Die Schatzsuche gab es dann doch noch. Im fernen Amerika, ohne irgendwelche Komplikationen und Probleme, sozusagen Ruckzuck. Fazit:Im großen und ganzen hat mir der Roman gefallen. Das Leben zu dieser Zeit wird gut geschildert. Die Geschehnisse an sich sind spannend.  Der "Erinnerungsstrang" ist mir zu lang geraten. Der Schluß ist zu schnell abgehandelt und für mich damit unglaubwürdig.Es wirkt wie ein gut recherchierter Roman, was den Kolonialkrieg betrifft. Allerdings bin ich mit diesem nicht vertraut und kann nicht erkennen, inwieweit die ganzen Angaben  wirklich zutreffen. Es fehlen Hinweise oder genauer ein Glossar um reale Geschichtsdaten von fiktiven Erzählsträngen zu trennen.Insgesamt ein schönes Buch mit doch einigen Schwachstellen.

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  • Ein abgeschnittenes Ohr und seine Konsequenzen

    Das Ohr des Kapitäns

    odenwaldcollies

    03. September 2017 um 14:31

    Bei meinem ersten Buch des Autors Gisbert Haefs hat mich vor allem die Thematik gereizt, wie es von einem abgeschnittenen Ohr zu dem jahrelangen Kolonialkrieg zwischen England und Spanien in der Karibik gekommen ist. Ich habe mit einer chronologischen Erzählung der damaligen Geschehnisse gerechnet, nachdem der Leser Zeuge wurde, wie es dazu kam, dass dem englischen Kapitän Jenkins ein Ohr durch spanische Küstenschützer abgehauen wurde. Man erlebt noch die ersten Nachbeben dieses Ereignisses mit, um sich dann plötzlich 30 Jahre in der Zukunft wiederzufinden: der Kolonialkrieg zwischen England und Spanien ist längst beendet, es herrscht ein fragiler Friedensvertrag. Einziges Verbindungsglied zwischen den beiden Zeitebenen ist Rafael Ortiz, der damals auf dem Schiff des spanischen Kapitäns angeheuert hat, der für den Verlust des Ohrs verantwortlich zeichnet, und 1770 zusammen mit den Halbspanier Osvaldo Belmonte ein eigenes Schiff unterhält. Als Ortiz und Belmonte über Umwege zu einem neuen Mannschaftsmitglied kommen, der ihnen von seinem verstorbenen Vater und dessen versteckten Schatz in der Karibik erzählt, beschließen die Drei, sich auf die Spurensuche zu machen. Dazu müssen sie in ihren Erinnerungen in die Vergangenheit zurückreisen, in die Zeit des Kolonialkriegs, zusammen mit dem berühmten englischen Dichter Tobias Smollett, der damals nicht nur als Schiffsarzt im Krieg dabei war, sondern auch in dem Lazarett war, in dem der vermeintliche Schatzeigentümer verstorben ist. Diese Herangehenweise an die damaligen Geschehnisse hat mich ziemlich überrascht, fand ich dann aber auf den zweiten Blick sehr raffiniert. Auf diese Weise erlebt der Leser die Kriegswirren aus zwei Perspektiven mit, durch Smollett die englische und durch Belmonte die der Spanier. Zudem erlaubt der Rückblick eine Analyse der Gründe für Erfolg und Misserfolg. Belmonte und Smollett machen dabei keinen Hehl daraus, was sie von den Beweggründen der Verantwortlichen damals halten. Die Beschreibungen der genauen Kriegsschauplatzbewegungen fand ich zwar teilweise etwas trocken, was sicherlich auch daran lag, dass mir ein wenig die bildliche Vorstellung von den örtlichen Begebenheiten fehlte. Dabei sind am Anfang des Buches zwei originale Karten abgebildet, die jedoch den Nachteil haben, dass die Beschriftungen sehr klein sind, so dass ich Mühe mit dem Entziffern hatte. Der Sprachstil des Buches hat mir sehr gut gefallen, er passt zur damaligen Zeit und ist anspruchsvoll, dabei aber oftmals mit einer feinen Nuance von hintergründigem Humor unterlegt. Als ich das Buch in den Händen hielt, ist mir auch direkt der aufwändig und kunstvoll gestaltete Umschlag positiv aufgefallen. Mich hat dieses Buch mit seiner unerwarteten Erzählweise jedenfalls neugierig auf weitere Werke des Autors gemacht.

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  • Spannendes über den Kolonialkrieg im 18. Jahrhundert

    Das Ohr des Kapitäns

    nirak03

    01. September 2017 um 18:50

    In diesem Buch wird die spannende Frage gestellt und auch beantwortet, wie es zu dem Kolonialkrieg 1739 kommen konnte. Ein paar Hintergründe werden beleuchtet und die spannende Frage geklärt, was es mit dem Ohr des Kapitäns für eine Bewandtnis hatte. Für mich war es das erste Buch von Gisbert Haefs, aber ganz sicher nicht mein letztes. Mir hat gut gefallen, wie Haefs die Zusammenhänge des Kriegs erklärt. Obwohl ich den Mittelteil vielleicht ein bisschen zu trocken fand, es fehlte dann doch ein wenig an Spannung. Die historischen Details waren aber schon interessant zu lesen. Über den Kolonialkrieg im 18. Jahrhundert wusste ich eigentlich noch nicht wirklich etwas, um so neugieriger war ich auf diese Geschichte. Ich wurde nicht enttäuscht. Der Erzählstil von Gisbert Haefs ist auf den ersten Blick einfach zu lesen, aber bei genauer Betrachtung fällt der feine Humor, der gern versteckt lauert, auf. Ich hatte bei so einigen Dialogen der Protagonisten ein Grinsen im Gesicht. Ich mag diese Art von Humor. Die Aufmachung dieses Hardcover ist wirklich gelungen. Im Innenteil gibt es gleich zwei Karten, die zeigen, wo die eigentliche Handlung spielt. Ebenso lässt das Cover dieser Ausgabe keinen Zweifeln aufkommen, um was es in dieser Geschichte geht. Nur ein Nachwort gibt es hier leider nicht, ich hätte zu gern gelesen, was der Wahrheit entsprach und was reine Fiktion des Autors ist. „Das Ohr des Kapitäns“ ist ein historischer Roman, der mir wirklich gut gefallen hat. Er hat Tiefe und ist nichts, was man so einfach schnell weglesen kann. Selten habe ich einen Roman gelesen, in dem die Protagonisten nicht die eigentlichen Charaktere der Geschichte sind. Hier ist es aber so. Der eigentliche Kern der Geschichte ist wohl eben das, was die Protagonisten zu erzählen haben. Und so erfährt eben der Leser, wie es damals war in diesem Krieg und das gleich aus mehreren Sichtweisen. Ich fand es einfach spannend zu lesen und fühlte mich gleichzeitig wunderbar unterhalten.  

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  • gehaltvoller Geschichtsroman

    Das Ohr des Kapitäns

    gagamaus

    30. August 2017 um 08:44

    Der ungewöhnliche Titel des Buches „Das Ohr des Kapitäns“ erklärt sich bereits nach 60 Seiten. Nachdem die Engländer das Handelsrecht für Sklaven erhalten, die in spanische Hoheitsgebiete verkauft werden, patrouillieren die Spanier vor der Küste und kontrollieren jedes Schiff und dessen Fracht. Einer der Händler, Jenkins, versucht sich aber zu weigern und die Spanier zu hintergehen. Deshalb schneidet ihm der Anführer im Eifer ein Ohr ab. Jenkins sorgt dafür, dass die Britische Regierung davon Kenntnis erhält, dass ein spanischer Küstenwach-Kapitänen einem englischen Handelskapitän seiner Meinung nach grundlos Gewalt angetan hat. Das löst einen erbitterten Streit der beiden Länder aus der in einem Kolonialkrieg endet. Das Buch ist sehr hochwertig gestaltet. Da ist zum einen das herausragend schöne Cover. Ich liebe diese Form der Malerei, in der die Schifffahrt zentrales Thema ist. Zum anderen gibt es zwei Seekarten im Inneren, die den Ort der Geschehnisse großräumig darstellen und ein Gefühl für die damalige Zeit hervorrufen. Ich hatte erst ein Buch von Gisbert Haefs gelesen und das liegt schon ziemlich lange zurück. Mir war nicht mehr in Erinnerung, wie anspruchsvoll und fast zeitgenössisch zur Geschichte sein Erzählstil ist. Es erfordert ein hohes Maß an Aufmerksamkeit und man darf keinen Roman erwarten, den man so einfach mal herunter liest. Auch sind nicht die Charaktere im Mittelpunkt des Geschehens sondern mehr der historisch belegte Konflikt, der auf interessante Weise den Konflikten gleicht, die es auch heute gibt, wenn zwei Nationen sich um Handelsrechte streiten und ein kleiner Vorfall eine internationale Krise auslösen kann. Also im eigentlichen Sinne ein Lehrstück über den Menschen und die Mechanismen der politischen Auseinandersetzung. Es war sicherlich teilweise ein bisschen zäh zu lesen aber auch wieder gehaltvoll. Deshalb vier Sterne von mir.

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  • Grosse Seemächte,,,,,

    Das Ohr des Kapitäns

    Angie*

    29. August 2017 um 10:54

    INHALT/Klappentext: Sklavenhandel, Schmuggelware und ein Kriegsgrund,,,,  Nach dem Ende des Spanischen Erbfolgekriegs im Jahr 1713 erhalten englische Händler das Monopol für die Belieferung des spanischen Kolonialreichs in Südamerika mit schwarzen Sklaven. Eines Tages weigert sich der »Händler« Jenkins (de facto wohl Schmuggler), sich von der spanischen Küstenwache vor Kuba kontrollieren zu lassen, worauf der spanische Kapitän dem Zeternden kurzerhand das linke Ohr abschneidet. Als Jenkins das Beweisstück in London vorlegt, ist das in der aufgeheizten Stimmung für England Grund genug, mit dem größten Flottenaufgebot seit der Armada zu reagieren. Es kommt zum Kolonialkrieg in der Karibik. Der später berühmte Romanautor Tobias Smollett nimmt als junger Assistenzarzt an Bord eines britischen Linienschiffs an der Unternehmung teil. MEINE MEINUNG: Das schöne Cover mit den tollen Windjammern und mit Teilen einer historischen Landkarte hat mich sofort angesprochen und ich habe ein buntes und spannendes Historiendrama , das sich zwischen den beiden damals führenden Seemächten England und Spanien spielt, erwartet. Meine Erwartungen wurden auch erfüllt , leider aber  nicht ganz was die Spannungsbögen und meinen Zugang zu den Charakteren des Buches betraf.Das geschichtliche Wissen, welches der Autor vermittelt ist ungeheuer gross und umfassend, was normalerweise für einen  historischen Roman sonst kaum üblich ist. Und doch hat mir ein wenig die Spannung und der Zugang zu den Protagonisten gefehlt. Da es hauptsächlich gestandene *Seebären* sind, hätte ich mir mehr Temperament und Buntheit in ihren Erzählungen gewünscht, wobei die Atmosphäre auf See und in den Häfen sehr stimmig und interessant vom Autor geschildert wurde. Ich bin mit diesen  See-Männern als Romanfiguren einfach nicht warm geworden und wurde nicht wirklich von ihnen beeindruckt.Ein  Glossar wäre sehr hilfreich gewesen, denn viele Begriffe aus der Seefahrt sind mir völlig unbekannt, wie zum Beispiel eine Schebecke .Die schönen, alten und informativen Karten am Beginn des Buches haben mich aber schnell darüber hinweg getröstet.Was mir sehr gut gefallen hat, waren die Zitate vor jedem Kapitel von bekannten Persönlichkeiten wie zum Beispiel von Heinrich Heine,  Zitat Seite 322 vor dem Kapitel * Wunder in Cartagena*:Aber das Leben ist im Grunde so fatal ernsthaft, daß es nicht zu ertragen wäre ohne solche Verbindung des Pathetischen mit dem Komischen.oder von Harold Temperley (1909) Seite 44 vor dem Kapitel *Downing Street 1738*:Man kann sagen, Jenkins Ohr symbolisierte die Empfindungen der englischen Öffentlichkeit ganz allgemein , ihren Haß auf die Spanier als grausame Papisten, ihre insulare Verachtung des Ausländers, und so weiter. Die Frage ist, wie ausschlaggebend diese Gefühle für die Kriegserklärung waren...Es war vielleicht der erste englische Krieg , bei dem wirtschaftliche Interessen den absoluten Vorrang hatten.Insgesamt hat mich das Buch gut unterhalten, aber vor allem mein geschichtliches Wissen über diese Zeit  erweitert.Meine Bewertung : **** Vier Sterne.Herzlichen Dank an den Heyne Verlag und den Autor für dieses sehr informative Werk.

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  • Ein historischer Roman der Extraklasse!

    Das Ohr des Kapitäns

    KristinSchoellkopf

    23. August 2017 um 13:58

    Hört man die Jahreszahl 1739 denkt man womöglich an die Krönung Friedrich des Großen zum König oder an den ersten Schlesischen Krieg. Doch über den Kolonialkrieg weiß man meist nur grobe Fakten. Wie kam es überhaupt zu diesem Krieg und was hat er mit einem Ohr zu tun? Diesen Fragen geht Gisbert Haefs in Das Ohr des Kapitäns auf den Grund. Die Geschichte des historischen Romans ist weder öde, noch langweilig erzählt, was viele bei Romanen diesen Genres befürchten. Der Leser wird in das 18. Jahrhundert geradezu gezogen und erlebt die geschichtlichen Ereignisse (mit der gelungenen Portion Fiktion) aus verschiedenen Sichten. Weder die spanische Sicht, noch die britische wird bevorzugt und doch lernt der Leser sehr schnell, die Ereignisse einzuschätzen. Dabei fehlen wichtige Details, wie die Handhabung von Handel, Rechten oder auch Gegebenheiten dieser Zeit nicht. Doch was genau das Ohr nun mit dem Krieg zu tun hat, das müsst Ihr selbst herausfinden… Obwohl natürlich der Fokus auf dem geschichtlichen Aspekt liegt, werden auch überzeugende Charaktere nicht vernachlässigt. Sie bringen die längst vergangene Zeit zum Leben und bringen sie dem Leser näher, als es Fakten je könnten. Egal ob Jenkins, Smollett oder Ortiz – jede Figur ist authentisch und der Leser zweifelt nicht einmal an ihrer Überzeugungskraft. Insbesondere hat mich Smollett von sich begeistern können, da ich ihn natürlich als berühmten Autor kenne, nicht aber als Privatperson. Doch Gisbert Haefs gibt dem Leser die Chance die Figuren kennenzulernen, als geschichtsträchtige und private Personen. Gisbert Haefs ist ein erfahrener Autor historischer Romane, was sich sehr schnell erkennen lässt. Hanniball ist eines seiner berühmtesten Werke und wie sich unschwer erkennen lässt, weiß er genau, wie ein überzeugender Roman aufgebaut sein muss. Egal ob Stimmen zwischen den Kapiteln oder auch die Genauigkeit in Beschreibungen – der Schreibstil und die sprachliche Konzeption ist schlichtweg brillant; der Leser kann nur schwer aus der Geschichte wieder auftauchen, da die Worte ihn buchstäblich in eine längst vergangene Welt ziehen…FazitDas Ohr des Kapitäns konnte mich mitreißen und gehört zu einer der besten historischen Romane, die ich je lesen durfte.

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