Gisbert Haefs Die Mörder von Karthago

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Inhaltsangabe zu „Die Mörder von Karthago“ von Gisbert Haefs

Im mörderischen Netz der politischen IntrigeMit dem Bestseller "Hannibal" hat Gisbert Haefs eine unvergleichliche Kulisse des antiken Karthago geschaffen: modern und multikulturell, machtbesessen und mörderisch. Jetzt kehrt er abermals dorthin zurück und lässt Bomilkar, den »Herrn der Wächter«, in einem Netz der politischen Intrige ermitteln.

Guter Einblick in die Verhältnisse in und um Karthago wenige Jahre vor dem zweiten Punischen Krieg!

— mabuerele
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    Ginevra

    Ginevra

        Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr Lust, im Jahr 2016 auf Weltreise zu gehen – literarisch gesehen? Dann begleitet mich durch 20 verschiedene Lese- Regionen! Die Aufgabe besteht darin... -  12 Bücher in einem Jahr zu lesen;-   Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen);-   Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen.-   Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen;-   Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen;-   Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen - bis zu zwei Kurzmeinungen sind erlaubt!-   Eure Beiträge werde ich verlinken;-   Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich;-   Genre und Erscheinungsjahr sind egal:-   Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt!Gut geeignet sind z.B. die Bücher verschiedener Literaturpreise oder Empfehlungslisten (Booker- Preis, Preis des Nordischen Rats, ZEIT- Liste zur Neuen Weltliteratur, usw.).Diese Challenge eignet sich also auch hervorragend dazu, den SuB abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren.Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlose ich am Ende des Jahres drei Bücher aus meinen Beständen - natürlich passend zum Thema!Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Einige Tipps und Empfehlungen werde ich schon mal vorab anhängen - Ihr müsst davon natürlich nichts lesen. Dann wünsche ich uns allen...Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездкиСчастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! -旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。-Gute Reise! TeilnehmerInnen:abaAberRushAmayaRoseAriettaArizonaarunban-aislingeachBellastellaBellisPerennisBibliomaniablack_horseBonniereadsbooksBuchraettinBücherwurmBuchinaCaroasCode-between-linesConnyMc CorsicanaCosmoKramerDaniB83DieBertaDunkelblauElkeelmidiGelindeGinevraGingkoGruenentegstGwendolinahannelore259hexepankiInsider2199IraWirajasbrjeanne1302kopikrimielseKruemelGizmoleiraseleneleseratteneuleseleaLeonoraVonToffiefeelesebiene27leucoryxLexi216189lieberlesen21LibriHollylittleowllouella2209MaritaGrimkeMinnaMminorimiss_mesmerizedmozireadnaninkaNightflowerOannikiOrishapardenPetrisPMelittaMPostboteRyffysameaSchlehenfeeschokolokoserendipity3012Sikalsnowi81StefanieFreigerichtstefanie_skysursulapitschiSvanvitheTalathielTanyBeeTatjana89Thaliomeevielleser18wandablueWanderdueneWedmawerderanerWollywunderfitz

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    samea

    samea

    30. December 2015 um 14:54
  • Wen störte Bomilkar?

    Die Mörder von Karthago
    mabuerele

    mabuerele

    Wir schreiben das Jahr 228 vor Christi. In Karthago hat Bomilkar, der Herr der Wächter, gerade alle Hände voll zu tun.  Teschu, ein Pilger aus Indien, wurde tot im Labyrinth aufgefunden, Paltibal war aus großer Höhe gestürzt und Mennad unter die Räder eines Fahrzeugs gekommen. Außerdem war der Sklave Agizul, der zur Arbeit im Steinbruch verurteilt war, geflohen. Da Bomilkar wesentlich zu seiner Inhaftierung beigetragen hatte, musste er nun die Rache von Agizul fürchten. Genau jetzt aber beschließt der Rat von Karthago, dass Bomilkar zwei Politiker auf ihrer Reise nach Rom begleiten soll. Der Autor hat einen abwechslungsreichen historischen Roman geschrieben. So spannend, wie die Geschichte beginnt, so setzt sich die Handlung fort. Ausgezeichnet werden die politischen Verhältnisse von Karthago und ihre Verwicklungen dargestellt. Die sich gegenüberstehenden Gruppen agieren teils mit-, teils gegeneinander.  Mit Rom herrscht ein fragiler Frieden. Doch auch dort beobachtet man mit Argwohn die Machtverschiebungen in Karthago. Die Personen werden gut charakterisiert. Bomilkar hat seine Untergebenen gut im Griff. Er wird geachtet. Weniger positiv ist sein Verhältnis zu Hanno, dem ersten Priester der Stadt. Besonders ausgefeilt ist das Zusammenspiel von Bomilkar und Laetilius, dem Römer. Einerseits Freunde, andererseits Gegner, sind sie aufeinander angewiesen, begegnen sich mit Achtung, müssen aber die Grenzen beachten, die ihnen die unterschiedliche – heute würde man sagen – Staatszugehörigkeit setzt. Das Buch lässt sich zügig lesen und hat mich schnell in seinen Bann gezogen. Das liegt an dem komplizierten Beziehungsgeflecht der handelnden Personen, aber auch an den überraschenden Wendungen im Laufe der Geschichte. Der Roman ist sprachlich ausgefeilt und logisch aufgebaut. Die Erläuterung wichtiger Begriffe im Anhang und eine beigefügte Karte ergänzen das Buch. Das Cover passt zum Inhalt. Das Buch hat mir sehr gut gefallen. In einer vielschichtigen Handlung werden die Zeitverhältnisse in Rom und Karthago wenige Jahre vor dem zweiten Punischen Krieg dargestellt.

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  • Die Mörder von Karthago

    Die Mörder von Karthago
    Penelope1

    Penelope1

    14. February 2014 um 22:20

    Inhalt: Bomilkar ist „Herr der Wächter“ und somit für die Ordnung in der Stadt Karthago anno 228 v. Chr. zuständig. Die Ruhe der Stadt wird gefährdet, als mehr oder weniger gleichzeitig drei Morde geschehen. Bomilkar beginnt zu ermitteln, doch eine diplomatische „Dienstreise“ beruft ihn zusammen mit einer Gesandschaft nach Rom - immerhin ist das Verhältnis zwischen den punischen Karthago und Rom äußerst gespannt, der (erste) Punische Krieg liegt erst 13 Jahre zurück. In Rom erhält er unverhofft hilfreiche Informationen, die die Vermutung nahelegen, dass die Morde weitreichendere Ursachen hatten als ursprünglich vermutet. Zurück in Karthago, führt er seine Ermittlungen fort … Meine Meinung: Zu Beginn der Geschichte genoss ich die fremden und gleichzeitig wohl in dem Zeitalter gebräuchlichen Namen wie Bomilkar („Herrscher der Wächter“), Hüter des Heiligtums, Autolykos, Patroklos, Hanno, Teschu, Dyamir, sowie die zeittypischen Ortsnamen wie z.B. Qart Hadasht (Karthago). Die gebräuchlichen Straßen- und Ortsnamen gaben mir das Gefühl, mich in das vorgegebene Zeitalter hineinzuversetzen und neben einer kriminalistischen Geschichte auch etwas über die Geschichte und den Alltag Karthagos mitnehmen zu können. Doch je weiter ich las, umso mehr wurde dieses positive Gefühl überdeckt von einem anderen Eindruck: der Schreibstil und die allgemeine Ausdrucksweise, die der Autor seinen Figuren in den Mund legt, war mir einfach … zu modern. Es fiel mir nach und nach immer schwerer, mich in das Leben und den Alltag des antiken Karthago hineinzuversetzen. Unbestreitbar hat Gisbert Haefs sehr genau recherchiert – nicht nur für diesen Roman. Das zeigt sich z.B. an den informativen und geschickt eingeflochtenen Ausführungen und Erklärungen hinsichtlich des Zeitraums zwischen dem ersten und zweiten Punischen Krieges, die interessante Einblicke in Hintergrund und historische Begebenheiten geben, insbesondere in die Punischen Kriege (der Roman ist zeitlich zwischen dem ersten und dem zweiten Punischen Krieg angesiedelt). Ich finde ich es sehr mutig, einen (Kriminal-)Roman in der Antike anzusiedeln. Aber trotzdem: Insgesamt waren für mich waren Sprache und Schilderung des Lebensstils leider nicht ganz glaubwürdig, nicht passend, sie sorgten dafür, dass keine rechte Atmosphäre aufgebaut wurde, behinderten meinen Lese- und Gedankenfluss zunehmend. Ich fühlte ich mich in diesem Roman und mit den Figuren mehr und mehr „fremd“. Auch die Praktiken bei den Ermittlungen und Obduktion waren wir eindeutig zu modern und erschienen mir oft nicht unbedingt zeitgemäß. Neben all dieser Modernität in der Ausdrucksweise und Umgangston irritierte und verwirrte mich außerdem die Tatsache, dass die Morde zwischendurch scheinbar völlig vernachlässigt wurden, der Herrscher der Wächter reist überraschend nach Rom, wo er entführt wird, einen Feind zum Freund gewinnt und schließlich nach Karthago zurückkehrt. Dies hat zwar entfernt mit den Mordfällen zu tun, trotzdem hat der Autor m.E. sehr weit ausgeholt, er verliert sich etwas, lässt die zu Beginn aufgebaute Spannung abflachen und es fehlte m.E. insgesamt etwas an Struktur, der sogenannte rote Faden "verknotete" sich zwischendurch. Trotzdem fand ich den Roman insgesamt lesenswert und ich habe gleichzeitig auf unterhaltsame Weise einiges über die reale Geschichte und Hintergründe der Punischen Kriege erfahren, für die ich mich bisher nicht wirklich interessierte. Fazit: Ein  gut recherchierter, historischer (Kriminal-)Roman aus der Antike, der mich jedoch leider nicht recht überzeugen konnte, der aber dennoch durchaus lesenswert ist.

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  • Rezension zu "Die Mörder von Karthago" von Gisbert Haefs

    Die Mörder von Karthago
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    14. October 2010 um 12:12

    Ein weiterer punischer Kriminalfall Das Gisbert Haefs, der sich in den letzten Jahren intensiv dem Feld des historischen Romans und der historischen Romanbiographie zugewendet hat, seine Wurzeln im Genre des Kriminalromanes hat, ist an diesem Buch eindeutig erkennbar. Im Karthago des Jahres 228 vor Christus herrschen eine bedrängte Friedensruhe einerseits und raue Sitten andererseits. Rom, der große Rivale, bedrängt das punische Reich von den Grenzen her, obwohl der nächste Krieg noch nicht offen ausgebrochen ist. In Karthago selbst sorgt der, aus vorgehenden Büchern den Lesern bekannte, Bomilkar, der „Herr der Wächter“ (der Stadtpolizei von Karthago) so gut er kann für geordnete Zustände und für seine eigene Person, mit manchen Oberen der Stadt steht er nicht im besten Verhältnis. Zudem ist ein Verbrecher geflohen, der ihm persönlich und seiner Familie blutige Rache geschworen hat. Drei Morde auf einen Schlag tun das ihre hinzu, ihn vollends auszulasten. Ein Hausbesitzer und Vermieter, ein Stadtstreicher und ein indischer Pilger finden auf höchst unterschiedliche Weise fast zeitgleich den Tod. Höchst verwickelt stellen sich die Ermittlungen Bomilkars dar, zu allem Übel wird er noch einer Gesandtschaft nach Rom zugeteilt, die ihm eine weitere, gefahrvolle Mission einbringt. Dass zwischen den Morden und der großen Politik ein Zusammenhang besteht, wird ihm erst später deutlich, als es fast schon zu spät ist und er selbst in Gefahr von verschiedenen Seiten aus gerät. Eine verwickelte Verschwörung entdeckt er bis in die obersten Ränge der Führung Karthagos hinein, Ränkeschmiede, in denen die Toten und er selbst nur Figuren eines weit größeren Planes sind, dem auch Bomilkar letztlich ohnmächtig gegenüber steht. Wie gewohnt lässt Haefs in seine Schilderung fundierte Detailkenntnisse einfließen. Das Lokalkolorit der großen Städte und Widersacher Karthago und Rom, die angespannte Stimmung der Zeit ebenso, wie das ganz alltägliche Leben finden bilderreich und plakativ zu einem stimmigen Gesamtbild zusammen. Auch der zunächst harmlos erscheinende und dann immer komplexer werdende Fall der drei Toten trägt in sich Spannung und eine Reihe von Überraschungsmomenten. In der Skizzierung der Personen und ihrer Interaktionen allerdings fühlt sich der Leser eher an moderne Kriminalfälle erinnert. Wenn Bomilkar im Gespräch mit einem der Heilkundigen in gleicher Weise die Toten auf Spuren hin untersucht, wie ein moderner Kommissar mit einem Pathologen sprechen würde, oder er seine Berichte auf Tontafeln ritzt, wie Polzisten aus alten Zeiten grübelnd im Zwei-Finger-Such-System mechanische Schreibmaschinen bearbeiteten, tauchen unweigerlich Nähen zum Genre des modernen Kriminalromans auf. Ebenso ist es sicherlich historisch nicht genau getroffen, einen Priester auf seine Priester“Kollegen“ hin anzusprechen, da herrschte 300 v.C. real ein anderer Umgangston im Heiligtum. Hier verlässt Haefs die historische Detailtreue offenkundig. Andererseits ergibt diese moderne Figurenführung und die angesprochenen, eher modern anmutenden Ermittlungstechniken eine doch dem Fluss der Geschichte zuträglich Atmosphäre. Auch in sprachlicher Hinsicht flüssig erzählt verzichtet Haefs damit in guter Weise auf eine künstlich überhöhte Sprache und lässt die Protagonisten seiner Geschichte der Gegenwart nahe rücken. In den historischen Gegebenheiten detailgetreu, im roten Faden des Kriminalfalles ohne logische Brüche mit manchen Überraschungen und zugleich die verzwickte und gefährliche politische Stimmung der damaligen Zeit einfließen lassend legt Gisbert Haefs einen gut zu lesenden und flüssig geschriebenen Kriminalroman historischer Art vor, der für ein durchaus anregendes Leseerlebnis sorgt.

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