Gisela Cölle Der Koffer mit den sieben Kronen

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Inhaltsangabe zu „Der Koffer mit den sieben Kronen“ von Gisela Cölle

Das Glitzern der Wellen für eine Krone Prinz Moritz ist es Leid. Goldene Teller, goldene Löffel und für jeden Wochentag eine andere Krone – aber kein Freund weit und breit. Deshalb packt er seine Kronen ein und fliegt mit dem Flugzeug in die weite Welt hinaus. Zuerst fällt er über Afrika vom Himmel. Er schließt Freundschaft mit einem schwarzen Häuptling, der ihm zum Abschied Löwenmut und Tigerstärke schenkt und dafür die Montagskrone erhält. Und weiter geht’s. Von Scheich Hassama erhält er die Stille der Wüste, vom Eskimojungen Kinka das Licht der Wintersonne, vom Fischer in der Südsee das Glitzern der Wellen, vom Indianerhäuptling die Wärme des Feuers und vom Kaiser von China das Lied der Nachtigall. Bei allen bedankt er sich mit einer Krone. Die letzte, die er auf dem Kopf trägt, erhält der Alpenseppel, der ihm von Weihnachten erzählt und das „Wir-sehen-uns-wieder-Echo“ schenkt. Eine märchenhafte und berührende Geschichte vom Schenken und Beschenktwerden.

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  • Rezension zu "Der Koffer mit den sieben Kronen" von Gisela Cölle

    Der Koffer mit den sieben Kronen

    WinfriedStanzick

    26. August 2011 um 13:02

    Seit einigen Jahren wird es immer deutlicher: unsere Gesellschaft spaltet sich zunehmend. Die Kluft zwischen den ganz Reichen und den Armen wird immer tiefer. Hauptleidtragende sind die Kinder, die in den Familien aufwachsen, für die eine Investition von mehr als 10 EUR in ein Kinderbuch eine völlig unsinnige Ausgabe ist. Diese Kinder wachsen auf mit Plastikspielzeug, Gameboys und anderem elektronischen Schrott, mit dem sie spielen, solange RTL II ausgeschaltet ist. Eine andere Kindergartenpädagogik und eine bessere Betreuung im Grundschulalter werden – kurzfristig jedenfalls – meiner Meinung nach nichts daran ändern. Bilderbücher und Bücher überhaupt werden – leider – über eine lange Zeit nach wie vor das Privileg von Mittelschicht- und Einzelkindern bleiben. So ein Einzelkind ist der „Prinz“ in Gisela Cölles Buch „Der Koffer mit den sieben Kronen“. Mortiz, so heißt der kleine Prinz, lebt allein mit seinen Königseltern in einem Schloß. Todsterbenslangweilig. Daran ändert auch gar nichts, daß er für jeden Tag eine andere goldene Krone besitzt und sicher auch ein riesiges Kinderzimmer voller – sicher pädagogisch wertvollem – Spielzeug. Und weil er es leid ist. In dieser Langeweile zu versauern, packt er seine Kronen in einen Koffer und fliegt mit seinem kleinen Spielflugzeug hinaus in die weite Welt. Dort begegnet er unter einigen Abenteuern anderen Menschen aus anderen Kulturen, mit denen er sich anfreundet und denen er jeweils eine seiner Kronen schenkt. Dafür erhält er : • vom afrikanischen Häuptling Löwenmut und Tigerstärke • vom Wüstenscheich die Stille der Wüste • vom Eskimojungen das Licht der Wintersonne • vom Fischerjungen in der Südsee das Glitzern der Wellen • vom Indianerhäuptling weiße Feder die Wärme des Feuers • vom Kaiser von China das Lied der chinesischen Nachtigall und vom Alpenseppel das Wir –sehen-uns –wieder-Echo Als er nach seiner langen Reise wieder zu Hause bei seinen Königseltern ist, hat er keine Langeweile mehr, denn er hat viele Freunde gefunden, und wie gesagt: Löwenmut ..... Ein schönes Buch für Eltern und ihre Kinder, denen es an materiellen Dingen nicht mangelt, und die es sich leisten können, über die immateriellen Werte nachzudenken. Damit kein Missverständnis entsteht: diese Werte sind wichtig für alle Eltern mit ihren Kindern, und die Hoffnung darf nicht aufgegeben werden, daß in unseren Ländern in einigen Jahren Kinder besser aufwachsen können als dies heute der Fall ist. Dennoch: wir brauchen solche Bücher für unsere Kinder, die ab einem bestimmten Alter nur noch das neueste Handy von XY oder sonst irgendeinen elektronischen Schnickschnack für lebenswichtig halten. Über ein Bilderbuch würde ich mich freuen, in dem ein ähnlicher kleiner Prinz oder auch eine Prinzessin (sprich : Einzelkind) auf einer langen Traumreise durch die Welt Dinge wie Mitmenschlichkeit, Miteinander-Teilen, Einander- Helfen etc. kennen – und praktizieren lernt. Das nur als kleine verlegerische Anregung.

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