Rezension zum Buch „Sternschanze“ von Ildikó von Kürthy
Ildikó von Kürthy gehört zu meinen Lieblingsautorinnen. Ich mag ihren Schreibstil sehr, weil er erfrischend, humorvoll und lebensnah ist. Beim Lesen hat man oft das Gefühl, die Situationen selbst mitzuerleben, weil die Figuren und ihre Gedanken so authentisch beschrieben werden.
Der Roman „Sternschanze“ aus dem Jahr 2014 erzählt die Geschichte einer Frau, die nach dem Ende ihrer Ehe ihr Leben neu ordnen muss. Viele Jahre lang hat sie sich angepasst und ihr eigenes Leben teilweise für ihren Mann aufgegeben. Sie achtete auf Äußerlichkeiten und lebte in einer Art Wohlstandsblase. Durch ein Missgeschick verrät sie unabsichtlich, dass sie einen Liebhaber hat. Daraufhin zerbricht ihre Ehe.
Im Laufe der Geschichte erkennt die Hauptfigur, dass der Liebhaber gar nicht die große Liebe ihres Lebens ist. Sie brauchte ihn vor allem als Ausgleich zu ihrer unglücklichen Ehe. Nachdem die Ehe vorbei ist, verliert auch die Affäre ihre Bedeutung. Dadurch beginnt für sie ein Prozess der Selbstfindung. Sie muss lernen, wieder auf eigenen Beinen zu stehen und herauszufinden, was sie selbst vom Leben möchte.
Besonders gut gefallen hat mir die Figur Erdal, ein humorvoller und loyaler Freund, der die Hauptfigur begleitet und unterstützt. Auch die Einblicke in die Arbeit als Hochzeitsplanerin sorgen für viele unterhaltsame und interessante Momente.
Das Buch ist leicht zu lesen und die Sprache ist angenehm und flüssig. Trotz ernster Themen wie Trennung, Neuanfang und Selbstfindung verliert die Geschichte nie ihren Humor. Genau das schätze ich an den Büchern von Ildikó von Kürthy. Sie schreibt mit viel Witz und beschreibt alltägliche Probleme so treffend, dass man sich oft selbst darin wiedererkennt.
Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Es ist eine unterhaltsame und zugleich nachdenkliche Geschichte über eine Frau, die nach einer Krise den Mut findet, ihr Leben neu zu gestalten. Deshalb kann ich das Buch gerne weiterempfehlen.







