Gisela Schäfer Gestohlene Kindheit - Großschrift

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Inhaltsangabe zu „Gestohlene Kindheit - Großschrift“ von Gisela Schäfer

Die Autorin war vier Jahre alt, als der 2. Weltkrieg ausbrach, und zehn, als er zu Ende war. Vom Kriegsgeschehen in der westdeutschen Heimat bekam sie nicht viel mit, da sie im Alter von acht Jahren zum Sudetenland evakuiert wurde, wo sie ein Jahr lang mit ihrer Großmutter und ihrem Vetter zusammen lebte. Bei Kriegsende wurden die drei wie alle anderen Reichsdeutschen ausgewiesen. In einem langen Fußtreck zogen sie über Niederschlesien und Sachsen bis Thüringen, wo sie monatelang festgehalten wurden. Sie erlebten unterwegs schlimme Zustände, Angst vor den Russen, Diebstähle, Krankheiten und vor allem Hunger und immer wieder Hunger. Erst im Dezember langten sie in ihrer Heimat an.
Aber auch in den ersten Jahren nach dem Krieg war die Hungerzeit noch nicht vorbei. Erst nach der Währungsreform, als die Autorin dreizehn Jahre alt war, ging es allen langsam besser. Heute fragt sie sich: Wo ist meine unbeschwerte Kindheit geblieben?
Trotz mancher leidvollen Erlebnisse ist dies ein Buch, das man gerne liest; denn auch Humor und Nachdenklichkeit kommen nicht zu kurz.

ein zu Herzen gehender Bericht über eine Kindheit während des Krieges

— Petra54

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  • wunderbar erzählte Geschichte über eine Kindheit während des Krieges

    Gestohlene Kindheit - Großschrift

    Petra54

    06. December 2017 um 16:28

    Gisela lebt bis zu ihrem vierten Lebensjahr glücklich mit ihren Eltern zusammen. Dann bricht der Krieg aus und sie wird sehr bald in die Fremde evakuiert, wo sie zusammen mit ihrem Cousin und der gemeinsamen Oma sehr beengt untergebracht ist. Nach Kriegsende muss sie mit sämtlichen Reichsdeutschen zurück in ihre Heimat. Das mag harmlos oder gar erleichtert klingen, doch in Wirklichkeit bedeutet es einen Fußmarsch in einem Treck verzweifelter Menschen über acht unglaublich lange entbehrungsreiche Monate. Sie lernt Hunger und katastrophale hygienische Zustände kennen und fürchtet sich vor den allgegenwärtigen bewaffneten und lauten Russen. Dieser sehr gut erzählte Tatsachenbericht liest sich wie ein spannender Roman und oft bleibt dem Leser nahezu das Herz stehen vor Mitgefühl. Angenehm empfand ich zudem die Großschrift. Als ich das Buch zur Seite legte, musste ich an meine Eltern denken. Meine Mutter ist nur ein Jahr älter als die Autorin und mein Vater wurde mit seiner Familie aus seiner Heimat Pommern vertrieben. Besonders nahe ging mir, dass die Autorin heute noch – nach mehr als sechzig (60!) Jahren beim Ertönen von Alarmsirenen vor Schreck erstarrt; so tief sitzt die Erinnerung an die Kriegsschrecken im Körper fest. Gestohlene Kindheit ist eine treffende Bezeichnung, doch das tatsächliche Ausmaß der Kriegsschäden hat die kleine Gisela erst Jahre später begriffen. 

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  • Rezension zu "Gestohlene Kindheit - Sonderformat Großschrift" von Gisela Schäfer

    Gestohlene Kindheit - Großschrift

    andreas_kriminalinski

    21. December 2012 um 16:43

    Gestohlene Kindheit - Kinderjahre in der Kriegs- und Nachkriegszeit von Gisela Schäfer Die Autorin war vier Jahre alt, als der 2. Weltkrieg ausbrach. Im Alter von acht Jahren wurde sie ins Sudetenland evakuiert, die schlimmsten Kriegswirren in ihrer westfälischen Heimat bekam sie also nicht mit. Wie alle Reichsdeutschen wurde auch Gisela Schäfer bei Kriegsende ausgewiesen und vertrieben. Der folgende, lange Fußtreck war geprägt von schlimmen Zuständen. So erzählt die Autorin von der Angst vor den Russen, von Diebstähle, Krankheiten und vor allem von Hunger. Zurück in ihrer Heimat war aber in den ersten Jahren nach dem Krieg die Hungerzeit längst noch nicht vorbei. Erst nach der Währungsreform, als die Autorin dreizehn Jahre alt war, ging es Berg auf. Und so ergibt sich die Frage: Wo ist meine unbeschwerte Kindheit geblieben? Trotz der vielen leidvollen Erlebnisse habe ich das Buch sehr gerne gelesen. Denn es enthält auch eine Prise Humor, wenn die Autorin aus der damaligen, kindlichen Sicht erzählt. Das Buch wirkt aber auch nach. Es macht nachdenklich, gerade, wenn man wie ich den Krieg nur aus Geschichtsbüchern und Erzählungen derer kennt, die ihn erlebt haben. Die Autorin legt hier einen Zeitzeugenroman vor, der hoffentlich vielfach gelesen wird und hilft, das Geschehene nie zu vergessen.

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