Gisela Stelly Goldmacher

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Inhaltsangabe zu „Goldmacher“ von Gisela Stelly

Gisela Stelly erzählt die Geschichte zweier Familien und einer Freundschaft, erzählt von der Sucht und der Sehnsucht nach Liebe, Freundschaft, Geld und Macht. "Goldmacher" umspannt die Zeit vom Heraufdämmern und Ausbruch eines gespenstischen Wunderglaubens in Deutschland zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts und seinen dramatischen Folgen bis zu seiner modernen Wiederholung, dem globalen Glauben an das Wunder einer unbegrenzten Vermehrung von Geld und Gütern zu Beginn des neuen Jahrtausends. 1924: Ein Jahr nach der Großen Inflation kommen Franz und Anton zur Welt, der eine in München, der andere nahe Hannover. In dieser Zeit, in der die Verheißung, die Wunden des Ersten Weltkriegs durch ein Wunder zu heilen, auf einen immer fruchtbareren Boden fällt, werden ihre Familien schicksalhaft durch einen veritablen Goldmacher verbunden. Franz, Sohn eines Bankiers, wächst im Dunstkreis vom Wunderglauben und Okkultismus des Dritten Reichs auf, während Anton, Sohn eines Papierfabrikanten, durch den Bankrott des Vaters infolge des Goldmacherbetrugs von der Mutter lernt, im Wunderglauben die Werke des Teufels zu erkennen. In kindlichem Allmachtsgefühl schwört Anton, ihn durch die Wahrheit zu vernichten. In der Hitlerjugend treffen sie aufeinander, der aufklärungsbesessene Bücherwurm Anton Bluhm und der wettkämpferische Wunderweltenbauer Franz Münzer. Es ist der Beginn einer lebenslangen Freundschaft voller Ambivalenzen und Rivalitäten, voll von Liebesbegehren und familiären Brüchen und Aufbrüchen in Zeiten der Beschleunigung und der Lust auf Leben.

„Goldmacher“ ist sicher kein Buch, was zur leichten Unterhaltung oder Entspannung gelesen wird. Es ist interessant und informativ.

— Ikopiko
Ikopiko

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    Goldmacher
    wusl

    wusl

    24. August 2015 um 17:36

    Leider hat dieses Buch meine Erwartungen nicht erfüllen können. Die Geschichte von Franz und Anton geht fast über das gesamte 20.Jahrundert und schildert anhand ihrer beider Lebensläufe die Entwicklung der politischen und gesellschaftspolitischen Verhältnisse in Europa und auf der Welt mit einem Schuss Wissenschaft und Gutglauben der Akteure. Der Schreibstil ist anspruchsvoll liest sich aber eigentlich sehr gut weg. Ein leicht humoriger Unterton hat mir schon in der Leseprobe ausgesprochen gut gefallen. Auch die Charakter der Hauptdarsteller fand ich ansprechend. Aber leider, leider sind mir die zwei nicht wirklich nahe gekommen. Viellleicht bedingt durch den Schreibstil der immer etwas Abstand zu den Gefühlen der Menschen gehalten hat und der zeitweise etwas schulmeisterlichen Art, die Dramen des Alltags und der Politik zu beschreiben, konnte mich die Geschichte nicht wirklich fesseln. Ich leider gerne mit, wünsche mir Freude und gespannte Erwartung, wenn ich ein Buch zur Hand nehme. Die Figuren dürfen ruhig kontrovers sein, müssen nicht alle liebenswert sein, aber wenn ich nicht mitfühlen kann mit ihnen, wird mir der Roman leicht zu langweilig und ich blättere mal vor, überspringe Teile, lese quer. Ich musste mich hier sehr zwingen, am Ball zu bleiben. Vielleicht hätte man das Ganze etwas straffen sollen. Für mich war es einfach zu literarisch, hatte zu hohe Ansprüche, die zu Lasten der Spannung und der Intensität der Personenbeschreibungen ging. Aber dennoch glaube ich, das durchaus Potential bei der Autorin ist.

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  • Goldmacher

    Goldmacher
    Islaender

    Islaender

    25. June 2015 um 10:18

    Zwei Jungen kommen im Jahr 1924 zur Welt und während in zwei sehr unterschiedliche Familien hineingeboren. Während die eine Familie ihr Vermögen verliert, profitiert die andere vom Lug und Trug des "Goldmachens". Die Geschichte, die hier erzählt wird beschreibt das Leben von sehr vielen Personen, wobei das Augenmerk nicht nur auf Franz und Anton liegt. Es ist ein Bildnis der damaligen Zeit und durch die detaillreichen Beschreibungen, bekommt man einen sehr guten Einblick, warum sich das "Nazideutschland" entwickelt hat. Das Schicksal der der beiden Jungen und späteren Männer ging mir sehr nahe, ebenso wie einige andere. Ich will nicht zu viel verraten, denn wer einen geschichtsträchtigen Roman aus der Zeit nach dem ersten Weltkrieg bis in die heutige sucht, der ist hier richtig gut aufgehoben. Die Aufmachung des Buches und insbesondere die Zeittafeln mit den Familenstammbäumen haben mir sehr gut gefallen und mir immer wieder auch geholfen in die Geschichte hereinzufinden. Der Roman ist etwas für denjenigen, der anspruchsvolle Bücher mag und der in der Geschichte von damal noch neues entdecken möchte.

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  • Goldmacher

    Goldmacher
    Ikopiko

    Ikopiko

    02. April 2015 um 12:21

    Anton und Franz werden beide im Deutschland der 20er Jahr geboren. Im Alter von rund 10 Jahren lernen sie sich in der Hitlerjugend kennen und werden Freunde. Das Leben beider ist geprägt von einer „Goldmaschine“, eine Maschine, die angeblich in der Lage ist, Gold herzustellen. Während der Vater von Anton durch den Glauben an die Maschine alles verliert, erlangt der Vater von Franz Ruhm und Reichtum. Im Laufe der Jahrzehnte verlieren Franz und Anton sich aus den Augen, finden sich wieder und gehen erneut getrennte Wege. In die Geschichte um Franz und Anton webt Gisela Stelly Geschehnisse ein, die die deutsche Geschichte geprägt haben. Als Beispiel seien der zweite Weltkrieg, die Teilung Deutschlandsund sowie dessen Wiedervereinigung genannt. Im Zusammenhang mit dem Roman erhält man auf diese Art und Weise „lebendigen Geschichtsunterricht“. Zudem vermag Stelly sehr unterhaltsam zu schreiben. Die Gefühle und Ängste der Protagonisten hat sie ansprechend aufgezeichnet.

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  • Familiensaga

    Goldmacher
    rallus

    rallus

    05. September 2014 um 20:40

    Goldmacher, eine Familiengeschichte von 1924 bis heute, die Geschichte zweier in diesem Jahr geborenen, die unter verschiedenen Vorzeichen aufwachsen. Der eine, ein eher stiller Bücherwurm, Anton Bluhm, der andere, Hansdampf in alle Gassen, Franz Münster. Beide gehen ihren Weg und treffen zu verschiedenen Begebenheiten aufeinander. Gisela Stelly erzählt in einer blumenreichen und verträumten Sprache die Geschichte beider, die teils wie in einer Fabel oder in einem Märchen angelegt klingt. Dabei ist die Sprache unglaublich überbordernd und schwebt auch bei schlimmen Ereignissen fast 5 cm über dem Boden. Ab dem 1 Kapitel, der bis zum Ende des zweiten Weltkrieges wird es zäh und der Abstand der Autorin zu ihren Figuren störend. Die Ereignisse wirken immer unglaubwürdiger und die Autorin springt auch gerne in zeitlichen Abständen unmotiviert nach vorne, ohne an markanten Punkten in der Historie hängen zu bleiben. Für die gute Grundidee gibt es den zweiten Stern.

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  • Goldmacher

    Goldmacher
    Porcelaine87

    Porcelaine87

    11. December 2013 um 13:51

    Dieser Satz aus dem letzten Kapitel des Romans „Goldmacher“ von Gisela Stelly gibt nicht nur eine passende Zusammenfassung des Romans in Bezug auf den Handlungsrahmen der Protagonisten Anton und Franz, sondern trifft dabei auch eine Aussage über die menschliche Natur eingebettet in historisch-politische Entwicklungen. Franz und Anton. Der eine in München und der andere in Hannover wohnhaft, kommen 1924 in einem Deutschland geprägt von inflationären Entwicklungen und einer aufkeimenden nationalsozialistischen Ideologie vom „Übermenschen“ zur Welt. Noch jung und unschuldig scheint sich ihr Leben durch einen Goldschmied auf wundersame Weise zu verknüpfen. Nach den Jahren des Krieges treffen sich beide wieder und von da an schreiten sie gemeinsam durch die kommenden Jahrzehnte mit ihren jeweils eigenen Geschichten über Erfolg, Glück und Niedergang, welche im Leben sooft sehr nah beieinanderliegen. Doch stets tragen sie die traurige Geschichte vom Goldmacher in sich, einer der beiden sogar noch tiefer in diese düstere Zeit verstrickt, als anfänglich vermutet... Das Cover des Romans trägt die Unterschrift „Ein Familienroman“, konnte ich einige Zeit nicht sonderlich viel mit dieser „Aussage“ zum Buch anfangen. Jedoch wird mit voranschreitender Seitenzahl klar, was unter dieser Unterschrift zu verstehen ist: eine Geschichte um die Familien von Anton und Franz, welche bei den Vätern beginnt und mit dem Erwachsenwerden der Kinder endet. Dabei sind die Wege der Familien nicht nur miteinander verknüpft, sondern auch stets im Gesamtkontext der historisch-politischen Entwicklungen und deren Folgen für das Familienleben zu sehen. Die Familie von Franz weitestgehend von gesellschaftlichem Aufstieg und einer Anhäufung von materiellen Werten geprägt und die Familie von Anton, seiner Art entsprechend, von idealistischen Vorstellungen durch die Zeit geleitet. Die Autorin hat mit dem Roman ein sehr komplexes Werk geschaffen, dass nicht allzu leicht zu verarbeiten ist. Dabei stehen nicht nur einfach die Familiengeschichten im Vordergrund, sondern auch einige Anregungen zum Nachdenken in Bezug auf geschichtliche sowie idealistische Vorstellungen. Der Schreibstil von Stelly ist recht abwechslungsreich: an einigen Stellen gut verständlich und sehr einfach gehalten, gefolgt von Situationen, in denen mit bedeutungsschweren Begriffen um sich geworfen wird. Eine gute Mischung, wie ich finde. Ein negativer Aspekt ist jedoch die Langatmigkeit. Sicherlich kann man eine Familiengeschichte nicht auf wenigen Seiten abhandeln, aber oft entwickeln die Geschehnisse im Buch einen sehr redundanten Eindruck. Alles in allem ein Roman, der sich dennoch lohnt, ein zweites Mal zu lesen, um das Werk in seiner Vollständigkeit zu verstehen.

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  • Goldmacher

    Goldmacher
    Pixibuch

    Pixibuch

    27. August 2013 um 20:14

    Ein Roman über zwei Familien, der sich fast über 80 Jahre lange erstreckt. Vom Großvater bis zu den Urenkeln. Dies ist genau mein Genre. Die Autorin versteht es gut, die Familienchronik beider Familien exakt darzustellen. Manchmal meint man sogar, man liest in eienr Biografie, man meint, dass diees Leute wirklich existiert haben. So detailgetreu, so natürlich ist dieses Buch geschrieben. Ich habe es in nur 2 Tagen verschlungen, ich werde es weiterempfehlen, ich werde weitere Exemplare kaufen und sie zu Geburtstagen, Weihnachten usw. zu verscheneken. Im Jahre 1924 werden zwei Buben geboren. Anton in eineFamilie, der einen Papierfabruk gehört, Franz in eine Familie eines Bankiers. s ist die Zeit nch der großen Inflation. Da hört der Vater von Anton, dass man mit Gold seinen Reibach machen könnte und er fällt auf einen Schwindler herein und dadurch geht seine Fabrik Bankrott und er muß nun als Vertreter arbeiten. Antons Mutter ist sehr gottesfürchtig und fromm. Franz wächst in einer Familie auf, dessen Mutter dem Okkultismus angehört, sein Vater sympatisiert mit den Natzis.In der Hitlerjugend begegnen sich die beiden Jugen Franz und Anton zu erstenmal. Dann wird beschrieben, wie die beiden in den Krieg eingezogen werden, dabei schwängert Franz in Italien ein blutjunges Mädchen. Franz wird nach dem Krieg zum Immobilenhai und Finanzexperten, Anton der Chef eines großen Medienhauses. So wird das Leben der Beiden erzählt bishin zum Jahre 2001, wo das World Trade Center zerstört wurde. Franz stirbt und das Buch endet, als Anton 77 Jahre alt ist. Selten habe ich eine so gute und schöne Familienlektüre in der Hand gehabt. Ich bin jetzt noch total begeistert von dem Buch und denke immer noch an die einzelnen Pesonen und Charktere. Auch die Frauen, Geliebte und Kinder von Anton und Franz haben in diesem Buch ihre Berchtigung und ihren Platz gefunden. Ich war direkt enttäuscht, als das Buch zu Ende war. Mir hat das Cover mit dem aufsteigendem dunklen Rauch (oder sind es Wolken) und den darin hermfliegenden Goldbröckchen sehr gefallen. Positiv zu bewerten ist auch noch der handgeschriebene Stammbaum beider Familien auf der ersten und letzten Seite.

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  • Eine deutsche Familienchronik

    Goldmacher
    smayrhofer

    smayrhofer

    07. June 2013 um 10:59

    Deutschland 1924, die Zeit nach der großen Inflation: Während seine Frau Katharina den lang ersehnten Sohn Anton zur Welt bringt, kämpft Johann Bluhm um seine Papierfabrik. Diese hat Johann nach dem Kriegstod seiner zwei älteren Brüder sowie seines Vaters übernommen, obwohl seine Interessen bisher anderweitiger Natur waren. Als er auf einer Geschäftsreise von der industriellen Goldherstellung erfährt, lässt er sich von der Aussicht auf sprudelnde Gewinne und der Begeisterung anderer Interessenten anstecken und kauft ohne Bedenken Anteilsscheine der dubiosen Produktionsgesellschaft am Starnberger See. Zwei Monate nach Anton kommt Franz Münzer zur Welt, das erste Kind von Hubert und Alexandra Münzer. Hubert entstammt einem bürgerlichen Elternhaus, fühlt sich aber zu Höherem berufen, und träumt nebenbei vom bevorstehenden Zeitalter des arischen Übermenschen. Das als Mitgift zur Hochzeit erhaltene Landhaus, den Amselhof, stellt Alexandra der bereits erwähnten Produktionsgesellschaft zur Verfügung, und so werden die Schicksale der beiden Familien, insbesondere der beiden Jungen Anton Bluhm und Franz Münzer, sehr schnell auf untrennbare Weise miteinander verbinden. In der HJ treffen sich die beiden so unterschiedlichen Jungen wieder, aber Freunde sind sie zunächst nicht… Eine deutsche Familienchronik, die sich über ein dreiviertel Jahrhundert erstreckt, und Eindrücke vermittelt, die man so aus dem Geschichtsunterricht nur bedingt kennt. Da treffen zunächst in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage um die eigene Existenz kämpfende Familien auf windige Geschäftemacher und Profiteure der derzeitigen Situation; und Träumereien auf beiden Seiten heizen die ganze Geschichte noch zusätzlich ein. In der Nachkriegszeit führen unterschiedliche berufliche und persönliche Interessen bei den beiden Hauptdarstellern zu scheinbar auseinander laufenden Lebensläufen, aber immer wieder kreuzen sich die Lebenslinien der beiden Familien. Dieses Ineinandergreifen macht für mich dann auch den Reiz der Geschichte aus. Nicht zuletzt ist Gisela Stelly mit dem „Goldmacher“ sowohl eine lebendige als auch eine einfühlsame Geschichte gelungen. Die Charaktere sind trotz einiger leichter Übertreibungen plausibel gezeichnet; und der ruhige, fast unaufgeregte Schreibstil der Autorin bildet einen schönen Kontrast zu den Schicksalsschlägen, die ansonsten die Handlung prägen. Zwar kein absoluter „Page Turner“, aber doch ein überraschend gutes Buch.

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  • Rezension zu "Goldmacher" von Gisela Stelly

    Goldmacher
    takabayashi

    takabayashi

    16. October 2012 um 23:36

    Zwei deutsche Schicksale In vier Abschnitten über die Zeiträume 1924 - 1945, 1946 - 1967, 1968 - 1989 und 1990 - 2001 lässt Gisela Stelly uns in ihrem Familienroman GOLDMACHER an den Schicksalen der beiden Protagonisten Anton Bluhm und Franz Münzer und ihrer Familien teilhaben. Beider Leben sind aufs Innigste mit der deutschen Geschichte verstrickt. Die ungleichen Freunde haben sich als Jugendliche während eines HJ-Einsatzes auf dem Land kennen gelernt. Anton ist eher ein Bücherwurm, Franz eher ein Anführer und Macher und doch erkennt er in Anton den überlegenen Geist. Was beide zu diesem Zeitpunkt nicht wissen: Franz' Vater trägt die Mitschuld am Ruin von Antons Vater, der sich dazu hatte hinreißen lassen, in die von Münzer Senior und Co als todsichere Geldanlage propagierte Goldproduktion zu investieren. Anton und Franz treffen sich im Lauf der Zeit immer wieder und verlieren sich zwischenzeitlich auch immer wieder aus den Augen. Krieg, Besatzungszeit, Wiederaufbau, Wirtschaftswunder, Studentenrevolte, Wende … zeitgeschichtliche Umbrüche haben einen großen Einfluss auf ihre Geschicke. Dritter im Bunde ist Hans-Ulrich Hacker, einst zu HJ-Zeiten Franzens "Adjutant", später Antons rechte Hand beim Aufbau seines Zeitungsimperiums. Anton und Hans-Ulrich haben sich der Aufklärung der Hintergründe des tausendjährigen Reiches verschrieben, Hans-Ulrich interessiert sich besonders für das sogenannte "Nazigold", doch Antons großes Werk, "Der Untergang" soll es heißen, gerät durch die Anforderungen der Tagesgeschäfte in der Zeitungsredaktion immer mehr in Vergessenheit. Franz' Vater wird als Naziverbrecher erkannt und einige Jahre interniert, kommt aber danach als bundesdeutsches Stehaufmännchen schnell wieder auf die Beine. Franz schafft es aber irgendwann, aus dem Schatten des übermächtigen Vaters herauszutreten und unabhängig von ihm, seine eigene Hotelkette ins Leben zu rufen. Beide Männer haben Freundinnen, Ehefrauen, Geliebte und Kinder, im Falle von Franz sind es sechs Töchter und ein unehelicher Sohn in Italien, von dessen Existenz er nichts ahnt. Diese Familiengeschichte mit zeitgeschichtlichem Bezug ist eine äüßerst interessante und spannende Lektüre, ich konnte das Buch zeitweise gar nicht aus der Hand legen. Es ist nicht nur informativ, sondern auch unterhaltsam geschrieben, eine gute Mischung. Der jeweilige Zeitgeist in den einzelnen Phasen der deutschen Geschichte wird sehr gut herausgearbeitet. Die Autorin hat ganz offensichtlich ihren langjährigen Ehemann Rudolf Augstein als Vorbild für Anton Bluhm gewählt. Ich habe mich während der Lektüre gefragt, welche der geschilderten Frauen wohl nach ihrer eigenen Person gestaltet ist?

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  • Rezension zu "Goldmacher" von Gisela Stelly

    Goldmacher
    MrsWindrunner

    MrsWindrunner

    09. October 2012 um 18:58

    Stelly, Gisela: Goldmacher Arche Verlag Information zur Autorin: Die Schriftstellerin, Filmerin und Autorin Gisela Stelly ist im Berlin der fünfziger und sechziger Jahre aufgewachsen, hat Anfang der siebziger Jahre für Die Zeit (Redaktion Modernes Leben) geschrieben, in den siebziger und achtziger Jahren Dokumentar- und Spielfilme gedreht (Drehbuch und Regie), Anfang der neunziger Jahre ihren ersten Roman veröffentlicht und war von 1972 bis 1992 mit Rudolf Augstein verheiratet. Gisela Stelly Augstein lebt in Hamburg und in Berlin. Kurzbeschreibung: 1924: Ein Jahr nach der Großen Inflation kommen Franz und Anton zur Welt, der eine in München, der andere nahe Hannover. In dieser Zeit, in der die Verheißung, die Wunden des Ersten Weltkriegs durch ein Wunder zu heilen, auf einen immer fruchtbareren Boden fällt, werden ihre Familien schicksalhaft durch einen veritablen Goldmacher verbunden. Franz, Sohn eines Bankiers, wächst im Dunstkreis vom Wunderglauben und Okkultismus des Dritten Reichs auf, während Anton, Sohn eines Papierfabrikanten, durch den Bankrott des Vaters infolge des Goldmacherbetrugs von der Mutter lernt, im Wunderglauben die Werke des Teufels zu erkennen. In kindlichem Allmachtsgefühl schwört Anton, Franz durch die Wahrheit zu vernichten. In der Hitlerjugend treffen sie aufeinander, der aufklärungsbesessene Bücherwurm Anton Bluhm und der wettkämpferische Wunderweltenbauer Franz Münzer. Es ist der Beginn einer lebenslangen Freundschaft voller Ambivalenzen und Rivalitäten, voll von Liebesbegehren und familiären Brüchen und Aufbrüchen in Zeiten der Beschleunigung und der Lust auf Leben . Gisela Stelly erzählt die Geschichte zweier Familien und einer Freundschaft, erzählt von der Sucht und der Sehnsucht nach Liebe, Freundschaft, Geld und Macht. Eigene Meinung: Die Autorin verknüpft hier die Geschichte zweier Familien, den Bluhms und den Münzers, mit aktuellen politischen Ereignissen. Diese Verknüpfung gelingt ihr sehr gut, jedoch erschienen mir die knapp über 400 Seiten als nicht ausreichend um alles detailliert zu schildern und um sich komplett in die Erzählung vertiefen zu können. Ich finde dies sehr schade, da mir der Schreibstil der Autorin gut gefallen hat und die Geschichte wirklich toll war. Gisela Stelly hat ihr Potential meiner Meinung nach nicht voll ausgeschöpft, daraus hätte man noch so viel mehr machen können. Besser hätte es mir gefällen, wenn die vier Kapitel auf vier Bücher aufgeteilt worden wären. Aus dieser Geschichte hätte eine tolle Tetralogie werden können. Es kam mir vor als wären die Ereignisse, die komplette Erzählung und das Leben der zwei Protagonisten nur so an mir vorbeigeflogen. Ein großes Ereignis reihte sich an das nächste, es war wie ein einziges, rießiges Feuerwerk. Mir fehlte etwas Ruhe und Tiefgang dabei. Der Schutzumschlag ist schön gestaltet. Man sieht darauf kleine Goldstücken, welche sich auf den Titel und natürlich auch auf den Inhalt beziehen, denn dabei geht es ja auch um Gold. Im Hintergrund sieht man dicke Wolken in Weiss und verschiedenen Grautönen. Diese könnten für die guten, sowie auch die schlechten Zeiten stehen, die die beiden Familien in diesem Buch erleben. Die ersten und letzten Seiten enthalten jeweils einen Stammbaum der Familien Bluhm und Münzer. Dieses Detail gefällt mir besonders gut. Man bekommt dadurch einen besseren Überblick über die Verbindungen in den Familien. Durch die Handschrift wirkt es persönlicher, individueller und einfach nur liebevoll gestaltet. Fazit: Eine wunderbare Geschichte, doch leider viel zu kurz. Das ist wirklich schade! Darum vergebe ich nur 3 Sterne.

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  • Rezension zu "Goldmacher" von Gisela Stelly

    Goldmacher
    hannelore_bayer

    hannelore_bayer

    15. September 2012 um 18:16

    Was prägte das 20. Jhj. mehr als der 2. Weltkrieg ? Geschichtlich muss man das Buch genau dort anlegen. Ein Vater investiert in Geschäfte eines Goldmachers und verspielt damit seine Firma und das beschauliche Leben von Anton Blum nimmt so manche Wendung. Anton gerät in die Hitlerjugend und beginnt Bücher zu lieben und will Chronist werden. Zum Glück kämpfte er nie an der Front und kann schließlich damit beginnen die Wahrheit über alles als Chronist niederzuschreiben. Im Gegensatz dazu steht sein "Freund"Franz Münzer aus der damaligen Hitlerjugend. Anton gründet schließlich nach dem WK 2 die erste dt. Zeitung. Vieles auch die Wahrheitssuche gerät mit der Zeit in den Hintergrund. Man erlebt wie sich zwei so unterschiedliche Männer über die Zeit entwickeln, heiraten, Kinder bekommen und Schicksalschläge verkraften. Die Autorin greift zwei grundsätzlich unterschiedlich Familien mit unterschiedlichen Einstellungen heraus und zeigt vieles auf, was die Deutschen der damaligen Zeit entzweite... Das Cover wirkt für mich recht düster, man könnte meinen Kriegswolken am Horizont, aber die Goldbrocken die aus den Wolken kommen, zeigen, daß auch viele ihr Geld gemacht haben oder es zumindest versucht haben. Insgesamt ein Buch für Liebhaber der deutschen Geschichte Die Geschichte der zwei Jungs wird sehr schön dargestellt, aber ich mag leider Romane die in und um den 2.Weltkrieg handeln weniger. Referenz zum Buch:

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  • Rezension zu "Goldmacher" von Gisela Stelly

    Goldmacher
    leserattebremen

    leserattebremen

    13. September 2012 um 07:01

    Deutschland Anfang der 20er Jahre: Anton und Franz erblicken beide in schwierigen Zeiten das Licht der Welt und lernen sich in den 30er Jahren in der Hitlerjugend während eines Sommeraufenthaltes kennen. Ihr beider Leben wurde geprägt vom „Goldmacher“, dem Versuch, industriell Geld zu produzieren. Antons Vater verlor dadurch seinen gesamten Besitz, Franz‘ Vater startete so seine Karriere bei den Nazis als Banker und Industrieller. Ihr Leben lang bleiben die beiden verbunden und treffen an wichtigen Punkten der deutschen Geschichte aufeinander. Gisela Stelly ist mit „Goldmacher“ ein großartiger Roman über die deutsche Geschichte und den Wunderglauben während der Nazi-Diktatur in Deutschland gelungen. Glaubwürdig erzählt sie von dem Wunsch der Menschen, etwas Besonderes zu haben und Wunder möglich machen zu können, egal ob sie nun an das künstliche Gold oder Hitlers Wunderwaffe glauben. Antons Wunsch gemäß dem griechischen Historienschreiber Thukydides die Geschichte dieses deutschen Wunderglaubens aufschreiben zu wollen oder doch zumindest verstehen und in Zukunft verhindern zu können, wird immer wieder mit dem Wunsch von Franz konfrontiert, die Wahrheit nicht sehen zu wollen und sich in seiner Welt einzurichten und voranzukommen. Die Geschichte der Familien und ihre Verknüpfungen auch in den nachfolgenden Generationen zeigt Gisella Stelly vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte von Anfang der zwanziger Jahre über den zweiten Weltkrieg, den Wiederaufbau, die deutsche Teilung, die Studentenunruhen in den 60er und 70er Jahren bis zum Mauerfall und der Wiedervereinigung in Deutschland. Dass dieser intelligente und gut durchdachte Roman gleichzeitig auch noch gut lesbar und für den Leser sehr ansprechend aufgemacht ist, wirkt da wie ein Bonuspunkt für ein an sich schon großartiges Buch!

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  • Rezension zu "Goldmacher" von Gisela Stelly

    Goldmacher
    Beschuetzerherz

    Beschuetzerherz

    11. September 2012 um 14:35

    Zum Cover: Das Cover sagt mir sehr zu. Es ist zwar sehr schlicht gehalten, jedoch hat es den Zweck, den ein gutes Cover erfüllen sollte, erfüllt, denn es zeigt Goldklumpen in der Luft und im Hintergrund viel Rauch, der von einer Explosion stammt. Die Goldklumpen stehen für den Goldmacher, der die Schicksale beider Familien miteinander verknüpft und der Rauch steht für den Krieg, in dem die beiden Jungen aufwachsen und groß werden, und auch den Kalten Krieg, denn während dieser Zeit leben Anton und Franz ja ebenfalls. Zum Inhalt : Es ist sehr interessant, die verschiedenen Zeiten hauptsächlich aus der Sicht zweier Charaktere zu sehen, die relativ verschieden aber sehr miteinander verbunden sind und die sich wegen dem ganzen Leben auch stark verändern. Figuren : Das Buch wird hauptsächlich aus zwei Perspektiven geschrieben, die des Anton Bluhm und des Franz Münzer. Jedoch beziehe ich mich hier noch auf eine dritte Person, und zwar Hans-Ulrich Hacker, da sozusagen das Bindeglieg zwischen Anton und Franz darstellt und somit auch sehr wichtig für die Geschichte ist. Anton Bluhm ist ein sehr gut erzogener Junge und wurde mit religiösen Vorstellungen großgezogen. Er glaubt an die Vernunft des Menschen und hat sich schon in frühem Kindesalter ein Lebensziel gesetzt, und zwar die Ausmerzung des Bösen. Diesen Vorsatz gab er sich, als er gehört hatte, dass der Goldmacher die Familie in den Ruin getrieben hatte und sein Vater somit seine Papierfabrik aufgeben musste. Während des zweiten Weltkrieges und danach nimmt er sich vor, ein Buch zu schreiben, nach dem Vorbild des Thukydides. Er nennt es: Den Untergang der Dichter und Denker. Das ist sein Lebensziel. Jedoch verliert er im Laufe seines Lebens dieses Ziel aus den Augen da Familie und Karriere erst einmal im Vordergrund stehen, um ein glückliches Leben zu führen. Am Ende jedoch, nach dem Tod seines besten Freundes Franz Münzer, fängt er an zu schreiben und will sein Werk somit vollenden. Er ist in seinen Beziehungen, die er hatte, immer treu geblieben und ist auch ein sehr emotionaler Mensch. Was man auch merkt ist, dass er sich für seine Ideale einsetzt, zum Beispiel hält er eine Rede darüber, dass man den Kalten Krieg einstellen solle und dass dieser sinnlos sei. Franz Münzer ist von klein auf ziemlich aggressiv und hat es schwer mit Lernen, was sein Vater aber nicht weiter schlimm findet, da er von Bildung eher nicht so viel hält, da für ihn nur das Geld zählt. Er ist sportlich begabt und den anderen in der Schule im Sport immer voraus, und dort baut er auch seine Aggressivität ab. Er wird, wie viele andere auch, vom hitlerschen Wunderglauben infiziert, im Gegensatz zu Anton, der daran von Anfang an nicht geglaubt hatte, und wird durch diesen Glauben in der Schule besser, da er einen neuen Lehrer erhält, der ihn über die Ziele von Hitler unterrichtet, und somit hat Franz nun eine Motivation, auch für die Schule zu lernen. Als er alt genug ist, wird er in den Krieg eingezogen, und er tut das mit Vergnügen, denn er will Hitlers heilige Mission erfüllen. Nach dem Krieg, als er von seinem Vater erfährt, dass er nie an Hitler geglaubt habe, sondern nur an das Geld, hasst er seinen Vater und konkurriert mit ihm. Er ist, ebenfalls anders als Anton, in seiner Beziehung untreu, denn er ist seit der Nachkriegszeit mit Rosi verheiratet, hatte jedoch zuerst eine Affäre mit seiner Sekretärin, und viele viele Jahre später dann eine weitere mit Luzie Mayer, einer Chefin einer Werbefirma. Als er Anton nach langer Zeit wiedersieht und erfährt, dass die beiden etwas gemeinsam haben, und zwar dass beide Familien unter dem Goldmacher gelitten haben, hängt er sofort an Anton und deren Freundschaft und das ändert sich auch sein Leben lang nicht. Sein ganzes Leben lang ist verfällt er immer wieder dem Wunderglauben, zuerst an das Gold zur Zeit des NS-Imperiums, und später, als er sein eigenes Familienimperium aufbaut, glaubt er an das Geld. Sein Leben endet damit, dass sein Imperium aufgekauft wird, er daraufhin einen Nervenzusammenbruch erleidet, und dann an einer einfachen Grippe stirbt. Als letztes kommt Hans-Ulrich Hacker. Er spielt, wie er sich selber auch nennt, gerne den "Hund" für Anton, da er ihm alle Informationen und Gegenstände die er benötigt, besorgt. Später arbeiten sie zusammen in der Journalismus-Branche und Anton ist sein Vorgesetzter. Hans benötigt das Gefühl, gebraucht zu werden um zu leben, ansonsten ist für ihn sein Leben fast sinnlos, daher erfüllt er auch so gut den Job, den er bei Anton innehat. Er ist ein sehr guter Freund von Anton und versucht ihn immer vor der Familie der Münzer zu beschützen, da er glaubt, dass die ganze Familie wie der Vater von Franz ist, da dieser ja mit den Nazis unter einer Decke steckte. Er gibt sich immer ziemlich hart, ist aber sehr emotional, zumindest was seine Freundschaft zu Anton betrifft. Außerdem hat er so eine eigentümliche Art, immer eine neue Frisur zu tragen, wenn er einen neuen brillanten Plan hat, der die Firma in Zukunft noch weiter bringt. Zur Meinung : Anfangs hatte ich noch keine richtige Lust, das Buch immer wieder aufzuklappen und zu lesen, weil dieses Genre für mich völlig neu ist. Aber so langsam kam ich dann in die Geschichte rein, und ich hatte wirklich Spaß am Lesen, denn ich war wirklich interessiert wie es wohl weitergeht. Der Schreibstil war zunächst auch etwas anders, aber doch einfach genug um sich dann auch wirklich in das Geschehen hineinzuversetzen. Ich finde die Emotionen der Personen auch gut dargelegt, da sie, so ist mein Eindruck, zwar eher wenig beschrieben werden, aber hier gilt das Motto : "Weniger ist mehr", denn die Beschreibungen hinterlassen einen bleibenden Eindruck und man kann sehr gut mitfühlen. Außerdem ist es Gisella Stelly wirklich gut gelungen, die verschiedenen Zeiten, durch die die Charaktere gehen, gut dargestellt wurden, denn es ist wirklich interessant, die Protagonisten durch eine solch wandelreiche Zeit leben zu sehen, da ja in dieser Zeit sich sehr viel verändert hat. Alles in allem also ein wirklich gutes Buch und auf jeden Fall lesenswert, auch für die, die normalerweise keine historischen beziehungsweise Familienromane lesen.. Gute Arbeit, Gisela Stelly! Emotionen: ♥♥♥♥♥ Handlung : ♥♥♥♥♥ Cover : ♥♥♥♥♥ Schreibstil: ♥♥♥♥♥ Charaktere: ♥♥♥♥♥ Originalität: ♥♥♥♥♥

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  • Rezension zu "Goldmacher" von Gisela Stelly

    Goldmacher
    cybergirll

    cybergirll

    09. September 2012 um 14:06

    Zwei Familien, zwei Söhne Anton Bluhm und Franz Münzer. Anton wird als Sohn von Katharina und Johann Bluhm 1924 in Hannover geboren. Der Vater Johann Besitzer einer Papierfabrik kauft Anteile für die industrielle Herstellung von Gold und verliert sein Geld und somit auch seine Firma, Franz wird als Sohn von Alexandra und Hubert Münzer 124 in München geboren. Den Eltern von Franz gehört der Amselhof auf dem das Labor zur industriellen Herstellung von Gold steht und den Interessenten, so auch Johann Bluhm das Verfahren nähergebracht wird und die Anteile angeboten werden. Anton und Franz lernen sich dann bei der HJ Jugend kennen und sie verbindet eine tiefe Freundschaft über all die Jahre miteinander. Die Handlung des Buches ist interessant und es lässt sich schnell lesen. Trotz allem hat das Buch mich nicht richtig überzeugt. Es durchläuft die Zeit von 1924 – 2001 im Schnelldurchgang. Viele wichtige Ereignisse werden nur kurz angerissen oder fehlen ganz. Auch ist es Gisela Stelly nicht gelungen die Protagonisten so darzustellen, dass man sich ein Bild von ihnen machen kann, sie blieben mir bis zum Ende fremd. Für mich hatte das Buch zu wenig Tiefe.

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  • Rezension zu "Goldmacher" von Gisela Stelly

    Goldmacher
    bookgirl

    bookgirl

    04. September 2012 um 14:26

    Inhalt Anton Bluhm und Franz Münzer werden 1924 geboren. Anton ist der Sohn von Katharina und Johann Blum. Sein Vater ist Besitzer einer Papierfabrik. Als er Anteile für die industrielle Herstellung von Gold kauft, verliert er nicht nur sein Geld, sondern auch seine Firma. Franz ist der Sohn von Alexandra und Hubert Münzer. Den Eltern gehört der Amselhof. Auf diesem befindet sich das Labor, in dem die industrielle Herstellung von Gold ermöglicht wird. Von diesem Verfahren erfährt auch Johann Blum, der dort Anteile kauft. Anton und Franz lernen sich bei der HJ Jugend kennen. Beide werden dort Freunde. Eine Freundschaft, die viele Jahre überdauert. Meine Meinung Die Handlung des Buches finde ich interessant und es lies sich schnell lesen. Trotzdem bin ich nicht richtig überzeugt, was hauptsächlich am Schreibstil liegt, der zum Teil sehr stark verschachtelte Sätze enthielt, die ich manches mal mehrfach lesen musste, um sie überhaupt zu verstehen. So etwas trübt leider immer den Lesegenuss und hat bei mir sogar dazu geführt, dass ich ab und an gelangweilt das Buch zur Seite legen musste. Mag sein, dass ich nach der Leseprobe eine völlig falsche Erwartungshaltung hatte und mir den Aspekt der Familiengeschichte zu sehr in den Vordergrund gewünscht habe. Es gab nur wenige Unterkapitel, die zu fesseln wussten und auch besser lesbar waren. Die Protagonisten blieben für mich bis zum Schluss farblos und fremd. Ich konnte weder mit ihnen mitfühlen noch habe ich überhaupt ein Bild vor Augen, was ihnen entsprechen könnte. Das Buch erstreckt sich über einen Zeitraum von 1924- 2001. Leider wurde dies im Schnelldurchgang abgehandelt und viele wichtigen Ereignisse entweder weg gelassen oder zu sehr gestrafft. Gerade, wenn man zeitgeschichtliche Aspekte dem Leser näher bringen möchte, ist es sicherlich schwierig bis ins Detail zu gehen, ein wenig mehr hätte dem Buch jedoch nicht geschadet. Fazit Wer gerne Romane mit zeitgeschichtlichen Aspekten des letzten Jahrhunderts liest, dürfte bei "Goldmacher" voll auf seine Kosten kommen. Man muss das Genre mögen, was bei mir leider nicht der Fall war.

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  • Rezension zu "Goldmacher" von Gisela Stelly

    Goldmacher
    Daphne1962

    Daphne1962

    03. September 2012 um 20:14

    2 Familien werden in dem Buch von Gisela Stelly miteinander verflochten. Wir schreiben das Jahr 1924. In diesem Jahr wird Anton Bluhm in Hannover geboren und in München kommt Franz Münzer zur Welt. Antons Vater ist ein Papierfabrikant, der sein Geld einem dubiosen Geschäft zur Verfügung stellt. Einem vermeintlichen Goldmacher. Auch Franz sein Vater hat mit dem Goldmacher zu tun. Franz wächst unter strenger Regie seines Vaters auf und ist geprägt von strengem Glauben. Die erste Begegnung von Anton und Franz findet 1934 statt und dann in der Hitlerjugend, wo sie gemeinsam teilnehmen 4 Jahre später. Es kommt zu Rivalität der beiden Jungs. Dann kommt der 2. Weltkrieg und die beiden begegnen sich dann erst wieder viele Jahre später. Es entsteht eine lebenslange Freundschaft, vor allem der Familien. Beruflicher Aufstieg, Heirat, Kinder folgen. Beschrieben wird hier auch die Entwicklung nach dem Krieg und der wirtschaftliche Aufstieg, vor allem auch die 70er Jahre, freie Sexualität und Demonstrationen, die Kinder befreien sich von veralteten Werten und zeigen den Eltern, was man besser machen kann im Leben und wie man mit der modernen Technik Fortschritte erzielt. Allerdings schreibt mir Gisela Stelly zu oberflächlich und das hat bei mir die Auswirkung, das ich mit Franz und Anton nicht richtig warm wurde. Immer, wenn ein Ereignis eintraf, brach die Geschichte auch wieder zu schnell ab. Die Tiefe der einzelnen Personen habe ich vermißt. Hier hätte man mehr aus den Personen machen können. Einen richtigen Lesefluß hatte ich erst ab der Mitte des Buches. Genauso wie die italienische Familie um Laura hätte besser herausgearbeitet werden sollen. Daher vergebe ich nur 3 Punkte.

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