Lili und Marleen

von Gisela Stelly 
3,0 Sterne bei2 Bewertungen
Lili und Marleen
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Bezaubernd. Ein Sehnsuchtsbuch. Ein Buch voller Hellsichtigkeit und Träumen.

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Inhaltsangabe zu "Lili und Marleen"

Dreimal, alle zehn Jahre, feiern drei Frauen Silvester in einem sich von Mal zu Mal verändernden Berlin, beginnend 1979/80. Präzise und zugleich poetisch hat Gisela Stelly in ihrem Roman die Stimmung und das Lebensgefühl unserer jüngsten Vergangenheit und Gegenwart eingefangen und sie wagt auch einen Blick in die nahe Zukunft.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783492229494
Sprache:
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:290 Seiten
Verlag:Piper

Rezensionen und Bewertungen

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    claudiaausgrones avatar
    claudiaausgronevor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Bezaubernd. Ein Sehnsuchtsbuch. Ein Buch voller Hellsichtigkeit und Träumen.
    Das Buch vom Wandeln und Reifen: Gisela Stelly "Lili und Marleen"

    Nachdem ich hier gerade einen Verriss gelesen habe, noch ganz glückserfüllt von diesem Buch, merke ich, ich muss auch eine Rezension schreiben. Offensichtlich kommt es doch extrem stark auf die Erwartungshaltung an, die eine(r) beim Lesen hat. 
    Unbestritten poetisch, die Sprache von Gisela Stelly.
    Geschickt verwoben das Geschick dreier Frauen, die sich an Silvester 1979/80 in Berlin kennenlernen, verbunden bleiben und begleitet werden bis Silvester 1999/2000.
    Ja es ist Berlin 10 Jahre vor bis 10 Jahre nach der Wende. Dies ist das Gerüst für den Roman, nicht die Hauptrolle. Der Roman verwebt die Entwicklung der drei Frauen und die der Stadt, zeigt auf, dass alles immer im Werden, Wandel, Reifen ist.
    Die Frauen haben Träume und Sehnsüchte, denen sie treu bleiben. Aber sie häuten sich. Die Beziehung tut ihnen gut, sie haben eine Nähe, die es ihnen ermöglicht, sich immer mal auch ohne Worte zu hören.
    Das ganze geht bei aller weltumspannenden Umtriebigkeit, den kleinen Dramen, den großen Tränen sehr ruhig und luftig zu.
    Die Figuren sind liebevoll aber nicht plakativ ausgearbeitet. Wir dürfen immer wieder stille Beobachter eines Lebensabschnittes werden. Und immer werden die Fäden wieder zusammengeführt und verknüpft. Am Ende schließen sich Kreise.
    Sehnsucht, Träume, Empathie, Wandlung, Reifung.
    Dieses Buch hat mich beseelt zurückgelassen und ich sage dieses Wort ganz bewusst.

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    winter-chills avatar
    winter-chillvor 3 Jahren
    Verschenktes Potenzial

    Es gibt diese Geschichten, die man liest und gleich danach sofort wieder vergisst, weil sie so nichtssagend sind. „Lili und Marleen“ von Gisela Stelly ist so eine Geschichte. Dabei besteht der Roman eigentlich aus Stoff, mit dem man durchaus etwas Gewaltiges hätte schaffen können: Zwei aufregende Jahrzehnte Berlin und eine außergewöhnliche Freundschaft zwischen drei Frauen. Der Roman beginnt in der Silvesternacht 1979/80. In der letzen S-Bahn von Ost- nach Westberlin begegnen sich zufällig zwei junge Frauen – Lili und Marleen. Sie beschließen die restliche Nacht gemeinsam zu verbringen und  lernen noch Miss Molly, eine ältere Dame, kennen. Von da an kreuzen sich die Lebenswege der drei Frauen immer wieder. Noch zweimal feiern sie auch Silvester zusammen: 1989 und 1999. Diese Geschichte erzählt Stelly aber so temperamentlos, distanziert und leise, dass am Ende überhaupt nichts mehr von ihr übrig bleibt. Lili, Marleen und Molly stolpern durch zwei Jahrzehnte, reisen um die Welt, helfen sich hier und da gegenseitig und quatschen auch mal über ihre Träume und Beziehungsprobleme. Das war es dann aber auch schon. Der Leser bekommt die Protagonistinnen dabei überhaupt nicht zu fassen, so weit weg sind sie. Auch das Setting der Geschichte wird überhaupt nicht berücksichtigt: 1979, als der Roman beginnt, ist Berlin noch geteilt. Zehn Jahre später, 1989, fällt die Mauer und 1999 hat sich die Stadt schon wieder ein Stück weiterentwickelt. Das alles geschieht in dieser Geschichte ganz still, fast schon heimlich. Fast hat man am Ende das Gefühl, „Lili und Marleen“ ist noch kein richtiger Roman, sondern nur eine Ideensammlung. Da kann die sehr poetische Sprache von Stelly auch nichts mehr wett machen.

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