Gisela Stelly Lili und Marleen

(1)

Lovelybooks Bewertung

  • 3 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(0)
(0)
(0)
(0)
(1)

Inhaltsangabe zu „Lili und Marleen“ von Gisela Stelly

Dreimal, alle zehn Jahre, feiern drei Frauen Silvester in einem sich von Mal zu Mal verändernden Berlin, beginnend 1979/80. Präzise und zugleich poetisch hat Gisela Stelly in ihrem Roman die Stimmung und das Lebensgefühl unserer jüngsten Vergangenheit und Gegenwart eingefangen und sie wagt auch einen Blick in die nahe Zukunft.

Stöbern in Romane

Die goldene Stadt

Es benötigt viel Aufmerksamkeit,die Infos aus dem Buch aufzunehmen und in die Handlung einzutauchen,eher an freien Tagen lesen und ausgeruht

Kallisto92

Der Sommer der Inselschwestern

Ein leichter Roman, der einen verzaubert.

Sarah_Knorr

Die Tänzerin von Paris

Streckenweise langatmige Analyse der Lucia Joyce zwischen Fiktion und Wahrheit.

SinjeB

Töte mich

Der einfache und schlichte Schreibstil steht im Kontrast zum ausgefallen Handlungsgeschehen bzw. zu den Gedankengängen der Figuren.

ameliesophie

Vom Ende an

Wow. Dieses Buch ist ungewöhnlich aber wirklich ein unglaublich gutes Buch. So wenig Worte vermögen eine solche Atmosphäre zu schaffen.Mega!

LadyIceTea

Underground Railroad

Der Wunsch nach Freiheit

Jonas1704

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Verschenktes Potenzial

    Lili und Marleen
    winter-chill

    winter-chill

    12. December 2015 um 20:41

    Es gibt diese Geschichten, die man liest und gleich danach sofort wieder vergisst, weil sie so nichtssagend sind. „Lili und Marleen“ von Gisela Stelly ist so eine Geschichte. Dabei besteht der Roman eigentlich aus Stoff, mit dem man durchaus etwas Gewaltiges hätte schaffen können: Zwei aufregende Jahrzehnte Berlin und eine außergewöhnliche Freundschaft zwischen drei Frauen. Der Roman beginnt in der Silvesternacht 1979/80. In der letzen S-Bahn von Ost- nach Westberlin begegnen sich zufällig zwei junge Frauen – Lili und Marleen. Sie beschließen die restliche Nacht gemeinsam zu verbringen und lernen noch Miss Molly, eine ältere Dame, kennen. Von da an kreuzen sich die Lebenswege der drei Frauen immer wieder. Noch zweimal feiern sie auch Silvester zusammen: 1989 und 1999. Diese Geschichte erzählt Stelly aber so temperamentlos, distanziert und leise, dass am Ende überhaupt nichts mehr von ihr übrig bleibt. Lili, Marleen und Molly stolpern durch zwei Jahrzehnte, reisen um die Welt, helfen sich hier und da gegenseitig und quatschen auch mal über ihre Träume und Beziehungsprobleme. Das war es dann aber auch schon. Der Leser bekommt die Protagonistinnen dabei überhaupt nicht zu fassen, so weit weg sind sie. Auch das Setting der Geschichte wird überhaupt nicht berücksichtigt: 1979, als der Roman beginnt, ist Berlin noch geteilt. Zehn Jahre später, 1989, fällt die Mauer und 1999 hat sich die Stadt schon wieder ein Stück weiterentwickelt. Das alles geschieht in dieser Geschichte ganz still, fast schon heimlich. Fast hat man am Ende das Gefühl, „Lili und Marleen“ ist noch kein richtiger Roman, sondern nur eine Ideensammlung. Da kann die sehr poetische Sprache von Stelly auch nichts mehr wett machen.

    Mehr