Gisela Witte

 4 Sterne bei 3 Bewertungen
Autor von Herrenhaus.

Lebenslauf von Gisela Witte

Gisela Witte wurde in Zittau geboren. Sie ist gelernte Buchhändlerin und war als Galeristin tätig. Lange Auslandsaufenthalte führten sie nach England, Frankreich, in die Schweiz, die USA und nach Indien. Sesshaft geworden, absolvierte sie einen Diplomstudiengang in Erziehungswissenschaften und in Geschichte. Es folgten Zusatzausbildungen in Kinderpsychotherapie, Familientherapie und Lerntherapie und die Tätigkeit in der psychosozialen Arbeit mit Kindern und Familien. Sie arbeitet als freie Autorin in Berlin und veröffentlichte den Erzählband ›Die silberne Kugel‹ sowie zahlreiche Erzählungen und Kriminalgeschichten in Anthologien. Gisela Witte ist Mitglied bei den ›Mörderischen Schwestern‹.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Gisela Witte

Cover des Buches Herrenhaus (ISBN: 9783946734567)

Herrenhaus

 (3)
Erschienen am 15.05.2019

Neue Rezensionen zu Gisela Witte

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Rezension zu "Herrenhaus" von Gisela Witte

Soft-Thriller - fein sinning, feminin, ohne deprimierende Nebenwirkungen
Charlotte_1vor 9 Monaten

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Inhalt: Sophie, Anfang 50, möchte ihrem Leben eine aufregende Wendung geben und zieht in ein luxuriöses Herrenhaus. Dort residiert eine Gruppe Gleichaltriger, die einen einträglichen Begleitservice betreibt – inklusive kleiner Intrigen unter den Bewohnern und herausfordernder Kunden. Sophie lebt sich schnell in der neuen Gemeinschaft und in dem neuen Job ein, aber immer mehr beschleicht sie das Gefühl, beobachtet zu werden. Schließlich muss sie  erkennen, in das Visier eines fanatischen Serienkillers geraten zu sein, der ihren unzüchtigen Lebenswandel strafen will.

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Schreibstil: flüssig und charmant – gespickt mit wortschönen Beschreibungen

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Meine Meinung: „Herrenhaus“ würde ich als Soft-Thriller bezeichnen, da er mich spannend unterhalten hat, ohne eine düstere, drückende Decke über meine Gefühlswelt zu breiten. Im Gegenteil. Der feinsinnige Humor, der mir immer wieder zwischen den Zeilen zuzwinkerte, brachte mich oft zum Schmunzeln, und ein feinfühliger Einblick in die Gedanken und Gefühle der Generation ü50 eine willkommene Abwechslung in diesem Genre.

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Fazit: Spannend, feinsinnig, feminin  – ohne deprimierende Nebenwirkungen

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Empfehlung: Wer spannende Unterhaltung mag und dabei nicht mit brutalen Themen, wie Vergewaltigungen, Verliesen, Foltern, u. ä., oder Sex konfrontiert werden möchte, ist im „Herrenhaus“ in guter Gesellschaft.

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Rezension zu "Herrenhaus" von Gisela Witte

Es ist nicht alles Gold was glänzt
Danielakruegervor einem Jahr

Sophie ist erst 53. Ihr bisheriges Leben verbrachte sie damit es ihrem Mann, den Kindern und schließlich Enkelkindern recht zu machen. Nachdem ihr Mann starb, zog sie zu der Familie ihrer Tochter, um nicht ganz allein zu sein. Doch hatte sie sich das irgendwie einfacher vorgestellt. Als ihre Freundin Edith ihr dann von einer Wohngruppe erzählt, ist Sophie erstmal interessiert. Kurzerhand entschließt sie sich dort einzuziehen, doch die Sache hat einen Haken. Sie muss sich zu einem Begleitsevice verpflichten. Und die Bewohner haben ihre Geheimnisse.

Die Geschichte beginnt recht unterhaltsam. Was für ein grandioser Plot. Ein Haus voller älterer Menschen, die ihr luxuriöses Leben mit dem Verdienst aus einem Begleitservice finanzieren.
Der Schreibstil ist flüssig und die Perspektivwechsel lassen das Geschehene aus verschiedenen Blickwinkeln wirken.
Die Protagonisten sind interessante und authentische Figuren, deren Gedanken und Handlungen man nachempfinden kann.
Der Hausmeister Thieme ist ein Stalker, psychisch angeschlagen und zu Schlimmen fähig.
Sein Verhalten zu verfolgen war interessant. Wer hier jedoch einen spannungsgeladenen Thriller erwartet, kommt nur wenig auf seine Kosten.
Der Spannungsbogen ist eher gleichmäßig gediegen.

Zitat Position 364
Unter der Spalte »Haben« vermerkte er: »Sittsam gekleidet, keine Schminke«. Darunter folgte »freundlicher Mensch«. Zumindest das konnte er bereits über ihren Charakter aussagen. Hoffentlich veränderte sich die Lady nicht. Spontan fiel ihm eine weitere Bewertung ein: »Guter Geschmack«. Er hoffte, dass sie auch in Zukunft im »Haben-Bereich« blieb. Es widerstrebte ihm, sie eines Tages bestrafen zu müssen.

Dieser Psychothriller ist äußerst authentisch und kommt ohne viel Gewalt und Aufregung daher, ist damit aber nicht minder unterhaltsam.

Fazit: Ein eher leiser psychologischer Roman mit Krimielementen, der mir mit seinem besonderen Thema aber gut gefallen hat und im Vergleich zu anderen Büchern eine gelungene Abwechslung darstellte.

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M

Rezension zu "Herrenhaus" von Gisela Witte

Hinter dicken Mauern
MeisterYodavor einem Jahr

Weil Sophie das Gefühl hat, von ihrer Tochter als Babysitter ausgenutzt zu werden, beschließ sie, auszuziehen und sich ihre Freiheit wiederzuholen. Das Schicksal meint es gut mit ihr, und so kommt sie in einer relativ luxuriösen Wohngemeinschaft unter. Ihre Mitbewohner befinden sich, wie Sophie selbst, in den besten Jahren. Der einzige Haken: um mietfrei dort wohnen zu dürfen, betreiben sie einen Begleitservice.

Außerdem sind im Laufe der Zeit Spannungen zwischen den Bewohnern entstanden, die das Zusammenleben nicht vereinfachen. Und als Sophie dann auch noch das Gefühl beschleicht, von einem Stalker bedroht zu werden, ist die Idylle dahin.

 

Die Geschichte wird aus Sophies Sicht sowie aus der Sicht des Täters erzählt. Wegen des fortgeschrittenen Alters der handelnden Personen sind diese realitätsnah. Es gibt keine unlogischen Kurzschlusshandlungen. Sophie ist besonnen und behält auch in brenzligen Situationen noch einen kühlen Kopf. Ihre Handlungen sind für mich nachvollziehbar, was mir persönlich bei einem Thriller auch wichtig ist.

 

Die Abschnitte aus der Sicht des Täters sind besonders gut gelungen. Seine Beweggründe und Gedanken sind sehr gut dargestellt. So hat man als Leser das Gefühl, mittendrin zu sein anstatt wie oft nur daneben zu stehen. Der flüssige Schreibstil animiert zum weiterlesen. Auch die vielen ineinander verwobenen Handlungsstränge über die verschiedenen Bewohner sind gut ausgearbeitet. Am Ende eines Kapitels gibt es dann oft einen Cliffhanger, der einen das Buch nicht mehr aus der Hand legen lässt.

Krimiliebhabern kann ich dieses Buch ans Herz legen!

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