Giftmorde 1

von Gisela Witte und Angela Temming
4,7 Sterne bei3 Bewertungen
Giftmorde 1
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Pflanzen können nicht nur heilen ...

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Was so alles im Garten wächst… Sehr unterhaltsam! Vor allem auch die Risiken und Nebenwirkungen ;-)

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Inhaltsangabe zu "Giftmorde 1"

Blumen und Pflanzen – der Inbegriff von Schönheit und Unschuld. Doch in manchen der so harmlos scheinenden Gewächse lauert ein tödliches Gift. Vierzehn renommierte Autorinnen und Autoren haben eine Auswahl der giftigsten Pflanzen und menschlichen Schwächen seziert und in fünfzehn mörderischen Anleitungen zu spannenden Geschichten verwoben.
Die besondere Würze bei diesen Kurzkrimis ist, dass nicht jede Mord­absicht gelingt – einige Opfer schlagen zurück. Nachahmer werden also nachdrücklich gewarnt! Menschen reagieren oft anders, als der schlaueste Täter planen kann.
Sollten Sie dennoch auf den Geschmack gekommen sein, lesen Sie unbedingt vor jedem Giftmord die tödlichen Anleitungen und fragen Sie Ihren Anwalt oder Bestatter.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783946734260
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:254 Seiten
Verlag:Verlag edition krimi
Erscheinungsdatum:04.05.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    mabuereles avatar
    mabuerelevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Pflanzen können nicht nur heilen ...
    Mord mit Pflanzen

    „...“Und das Motiv?“...“Was weiß ich, vielleicht haben sich die Eltern ein-, zweimal zu oft über zu schlechtes Essen beschwert Und da wollte jemand beweisen, dass es noch schlechter sein könnte...“


    Das Buch vereint 15 verschiedene Geschichten von 14 Autoren zu einer spannenden Sammlung von Kurzkrimis. Den Tod bringen 15 unterschiedliche Giftpflanzen. Es ist schon erstaunlich, wie tödlich natürliche Schönheit sein kann.

    So unterschiedlich wie die Tatorte ist die Handschrift der Autoren. Alle 15 Geschichten haben mich gut unterhalten. Es gibt keine Erzählung, die mir nicht gefallen hat. Das ist in einer Anthologie eher selten.

    Die Autoren haben nicht nur interessante Motive kreiert, sondern mich oft mit dem Ende der Geschichte überrascht. Schwarzer Humor, sachlicher Bericht, phantasievolle Geschichte – das sind einige der gewählten Schriftstile.

    Auf einige der Erzählungen möchte ich nun näher eingehen. Schon die erste Geschichte enthält ein brisantes Thema. Ein Sohn pflegt seine Mutter. Ihr plötzlicher Tod wirft Fragen auf. Gekonnt wird der Zwiespalt zwischen Liebe und Überforderung wiedergegeben.

    Andreas Sturm erzählt in einer der Geschichten vom Tod seines besten Freundes. Hätten sie rechtzeitig miteinander gesprochen, wäre die Sache anders ausgegangen. In seinem zweiten Krimi präsentiert er ein ungewöhnliches Motiv.

    Das Eingangszitat spricht von vergifteten Schulessen. Mit ihren dort genannten Motiv liegen die Ermittler allerdings völlig daneben. Das Besondere der Geschichte ist, dass sie mehrere unerwartete Pointen hat.

    Einer der Krimis führt mich tief in die Vergangenheit. Aberglaube, Eifersucht, und Giftpflanzen bilden ein unheimliches Gemisch. Clara jedoch sieht das für ihre Zeit sehr realistisch:


    „...Du meinst sicher eine Salbe, die Bilsenkraut, Alraune und Tollkirsche enthält. Wenn man sich damit einreibt, bildet man sich nur ein, man könnte fliegen, hat die Apothekerin gesagt. Aber man kann es nicht wirklich...“


    Nicht alle Geschichten gehen so aus, wie es der Täter geplant hat. Manchmal sorgt der Zufall dafür, dass Täter und Opfer plötzlich die gleiche Person sind. In anderen Geschichten gilt das alte Sprichwort „Wer andern eine Grub gräbt...“. Das Opfer hatte vorgesorgt.

    Sehr ansprechend sind die Bilder der Pflanzen, die den einzelnen Krimis zugeordnet wurden. Die kurzen Informationen über die Autoren im Anhang runden das Buch ab.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Die Krimis haben mich nicht nur gut unterhalten, ich habe auch einiges über Pflanzen und ihre Wirkungen dazugelernt. Die Zusammenstellung der Anthologie ist sowohl von der Länge der Geschichten, als auch von Thema und Schriftstil ausgewogen und abwechslungsreich.   



    Kommentare: 4
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    Igelmanu66s avatar
    Igelmanu66vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Was so alles im Garten wächst… Sehr unterhaltsam! Vor allem auch die Risiken und Nebenwirkungen ;-)
    Wozu Waffen? Der heimische Garten reicht völlig aus…

    »Unscheinbar, am Rand der Freifläche stehend, kauerten mehrere krautige Büsche, knapp brusthoch. An kräftigen und ausladend verzweigten Stängeln befanden sich lanzettförmige, flaumig behaarte Blätter. An den Spitzen der Zweige blickten ihm, in grünen Blütenkelchen lauernd, glänzend schwarze Beeren entgegen, Dämonenaugen gleich. Schlagartig hatte sich seine trübe Stimmung aufgehellt. Er wusste, kaum dass er die beinah kirschgroßen Früchte erblickte, er würde später am Tag wiederkommen. Mit einem Eimerchen.«

     

    Giftmorde haben eine lange Tradition in der Verbrechensgeschichte. Aus gutem Grund, ermöglichen Sie doch auch dem körperlich schwächeren Täter, sein Tötungswerk zu begehen. Eine Waffe ist auch nicht notwendig und wenn man sich geschickt anstellt, ist man zum Zeitpunkt des Mordes an einem Ort fern der Tat und geschützt durch ein gutes Alibi. Wie viele Giftmorde wohl regelmäßig unaufgeklärt, ja sogar unentdeckt bleiben?

     

    In dieser Anthologie werden 15 tödliche Anleitungen zum Giftmord vorgestellt. Gemordet wird mit verschiedenen Giften und aus ganz unterschiedlichen Motiven. Die Geschichten wurden von 14 Autoren geschrieben, wodurch verschiedene Stile die Vielfalt ergänzen. Eine Gemeinsamkeit haben alle Fälle: Das jeweilige Gift wuchs im heimischen Garten oder nahgelegenen Wald, man staunt unweigerlich, wie giftig doch die eigene Umgebung ist bzw. sein kann, wenn man es darauf anlegt. In jedem Kapitel gibt es von der als Tatwerkzeug gebrauchten Pflanze übrigens eine Abbildung.

    Abwechslung ist garantiert, bei den Fällen ist auch ein historischer dabei, zu einigen fielen mir die Ausdrücke „schräg“, „krass“ oder „sehr schwarz“ ein. Bei den Beweggründen gab es solche, die ich nachvollziehen konnte und andere, über die ich nur noch fassungslos den Kopf schütteln konnte.

    Nicht immer läuft alles wie geplant, da wird auch mal der Täter zum Opfer. Manche Geschichten haben ein rundes, klassisches Ende, bei dem der Täter überführt wird, das Gute siegt. Bei anderen hingegen trifft das ganz und gar nicht zu, da kann man sich von einem kreativen Schluss überraschen lassen.

     

    Wie immer bei Büchern mit Geschichten habe ich jede einzeln gewertet und am Ende den Durchschnitt errechnet. Eine Geschichte sprach mich nicht an (2 Sterne), für fünf Geschichten konnte ich 3 Sterne vergeben. Sechsmal lautete meine Wertung 4 Sterne und dreimal stimmte alles und ich vergab 5 Sterne. Im Schnitt ergibt das 3,7 Sterne, die ich auf 4 aufrunde.

     

    Fazit: Was so alles im Garten wächst… Sehr unterhaltsam! Vor allem auch die Risiken und Nebenwirkungen ;-)

     

    »Nachahmer werden also nachdrücklich gewarnt! Menschen reagieren oft anders, als der schlaueste Täter planen kann.
    Sollten Sie dennoch auf den Geschmack gekommen sein, lesen Sie unbedingt vor jedem Giftmord die tödlichen Anleitungen und fragen Sie Ihren Anwalt oder Bestatter.«

    Kommentare: 6
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    thenights avatar
    thenightvor 5 Monaten
    Giftmorde 1 Andreas M. Sturm (Hrsg)

    Inhalt:
    Giftmorde 1 ist die Neuauflage der 2013 im FHL-Verlag erschienen Anthologie Giftmorde. Hier kommt ihr zu meiner früheren Rezension
    Neben den besten alten Stories enthält sie überwiegend neue tödliche Anleitungen.

    Meine Meinung:
    Ich war sehr gespannt, welche neuen Gifte sich die Giftmischer von edition krimi, dieses Mal ausgedacht haben um sich auf literarischem Weg von unliebsamen Zeitgenossen zu befreien.
    Manche Stories sind tragisch, sie berichten vom Leid und der Seelenqual des Mörders, davon das es nicht immer leicht ist die Tat auszuführen.
    Wie in Immergrünes Vergessen von Connie Roters. Manche sind unfreiwillig komisch, weil sie recht amüsante Bilder im Kopf erzeugen, wie in Für Schweine zählt nur Protein von Angela Temming. Viele berichten von Neid, Hass und unerfüllter Liebe und natürlich spielt auch das liebe Geld eine Rolle.
    So unterschiedlich die Motive für einen Mord auch sind, alle Geschichten haben eine Gemeinsamkeit, sie sind äußerst lehrreich, wer weiß denn heute noch wie giftig Goldregen, man sieht ihn ja kaum noch in den Gärten, oder das die Eibe ein sehr gefährlicher Baum ist. Auch wenn das Wissen um die Wirkung der unterschiedlichen Pflanzen immer mehr aus den Köpfen der Menschen verschwindet, empfiehlt es sich natürlich nicht dieses Wissen bei der unliebsamen Schwiegermutter anzuwenden.
    Die unterschiedlichen Schreibstile der Autoren, machen das Buch abwechslungsreich, jeder von ihnen hat seinen eigen Stil und da der Herausgeber Andreas M. Sturm, einmal mehr ein glückliches Händchen bei der Zusammenstellung der Anthologie bewiesen hat, harmonieren die Geschichten sehr gut miteinander.
    Als bekennende Kurzgeschichten Liebhaberin, kann ich nicht anders als auch für diese Anthologie eine Empfehlung auszusprechen.

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