Gisela von Wysocki Wir machen Musik

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Inhaltsangabe zu „Wir machen Musik“ von Gisela von Wysocki

Der Vater, ein Pionier der frühen Schellack-Kultur, holt in den zwanziger und dreißiger Jahren die Tanz- und Varietéorchester Berlins ins ODEON-Aufnahmestudio. Später, in der Nachkriegszeit, bringt er jeden Abend aus der Stadt eine neue schwarze Scheibe mit, aus der zum Schrecken der Tochter laute Musik ertönt. Der Vater erscheint ihr als Zauberer, der Opernsänger, Pianisten und ganze Orchester in das winzige Format der Schallplatte zwängen kann. Nichts interessiert die Tochter mehr, als herauszufinden, was es mit der geheimnisvollen, väterlichen Welt der Musik auf sich hat. Deshalb nimmt sie Klavierunterricht, studiert mit dem Vater Couplets und kleine Tänze ein und versucht sich als Kinderstar, scheitert aber auf skurrile Weise mit jedem dieser Versuche. Sie muß sich also etwas anderes einfallen lassen. "Wir machen Musik", die erste große Prosaarbeit der Essayistin und Theaterautorin Gisela von Wysocki, ist die szenenreiche Geschichte einer éducation musicale. Zwischen Burleske und Drama erzählt sie von Täuschungen und Enttarnungen und der Faszination eines Kindes für die Welt der Musik: eine vom Mysterium der Technik berührte »Alice in Wonderland« aus der Mark Brandenburg. »In ihren glänzend geschriebenen Essays und Theaterstücken werden die Grenzen zwischen Bild und Abbild, trübem Schein und heller Durchsicht virtuos übersprungen. Sie schreibt nicht mit Distanz, sondern mit Haut und Haaren.« Gerhard Stadelmaier

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  • Rezension zu "Wir machen Musik" von Gisela von Wysocki

    Wir machen Musik
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    29. September 2011 um 12:12

    Der aufmerksame Leser des bundesdeutschen Feuilletons kennt sie seit Jahrzehnten als Autorin bedeutender Essays und Kritiken, die Theater –und Musikwissenschaftlerin Gisela von Wysocki, die als Schülerin von Adorno in der Tradition seiner Kulturkritik sich vor allem Themen aus Kulturwissenschaft, Literatur, Musik, Film, und Theater widmete. Nun legt sie mit „Wir machen Musik“ einen durchaus autobiografisch geprägten Roman vor. Er besteht aus lauter einzelnen Essays, die sich zu einem faszinierenden Bildungs- und Entwicklungsroman zusammenfügen, in dem Musik, Musiker, Komponisten und Sänger aller Genres eine wichtige Rolle spielen. Das Leben des Mädchens Gisela wird sozusagen auf dem Hintergrund des allgegenwärtigen Nazi-Regimes als eine nicht endende Beziehung von Mensch und Musik erzählt. Bei allem literarischen Anspruch, den wir von ihren früheren Essays kennen, ist das Buch leicht erzählt und verspricht von der ersten Seite ein unterhaltsames und gehobenes Lesevergnügen.

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