Gitta Becker Gänseblümchen

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Inhaltsangabe zu „Gänseblümchen“ von Gitta Becker

Neun Monate entspannter Schwangerschaft, eine etwas hektische Geburt und ein umwerfendes Ergebnis: Andreas. Geboren im April 1980, so niedlich, so zuckersüß, so frech, so krank. Am Weihnachtsfest trifft die Realität seiner bisher unentdeckten Krankheit die Familie wie ein Hammerschlag. Ein Martyrium von Arztbesuchen, Krankenhausaufenthalten, Ungewissheiten, Operationen begleitet Andreas Lebensweg von nun an, bis die Diagnose feststeht: eine schwere Form der Epilepsie plus einer 100%igen geistigen Behinderung. Andreas' Familie arrangiert sich zunächst mit dem Unabänderlichen, führt ein nahezu normales Leben. Aber mit der Zeit erkennt sie, dass das für ihn nicht alles sein kann. Sie will Andreas ein Leben bieten, wie es jeder Mensch verdient hat. Ein, von der Familie unabhängiges Leben, in dem er trotzdem umsorgt wird, in dem er Freunde um sich herum hat, in dem er klare Aufgaben hat und ein wichtiges Gefüge seiner sozialen Umgebung ist: ein Leben im Heim.

Eine liebevolle Erinnerung an ein besonderes Kind, traurig und optimistisch zugleich.

— Buchdaisy

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  • Ergreifendes Buch einer mutigen Mutter

    Gänseblümchen

    Buchdaisy

    19. May 2014 um 17:01

    Gitta Beckers Buch "Gänseblümchen" hat mich tief bewegt. Ich bewundere ihren Mut, über das viel zu kurze Leben ihres Sohnes, bei dem schon im ersten Lebensjahr eine Behinderung festgestellt wurde, so offen zu schreiben. Man spürt die Liebe der Mutter, die sie ihrem Andreas entgegen bringt, jedoch ohne ihn mit ihrer Liebe zu erdrücken. Es gibt Passagen, die mich traurig gemacht haben; und dennoch strahlt das Buch eine optimistische Grundhaltung aus, die Mut macht, die Kinder einfach so anzunehmen, wie sie nun einmal sind und das Leben zu genießen, so kurz es auch sein mag. Ich wünsche vielen Menschen den Mut, dieses Buch zu lesen.

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  • Rezension zu "Gänseblümchen" von Gitta Becker

    Gänseblümchen

    Binea_Literatwo

    17. October 2010 um 14:24

    Ein Schmetterling landet auf einem Gänseblümchen. Ein schönes Bild. Es gibt Momente im Leben, da verkörpern Schmetterlinge so einiges an Gefühlen und auch Gänseblümchen haben vielerlei Bedeutungen. Für mich haben diese beiden in der Kombination eine feste Erinnerung an Gitta Beckers Buch "Gänseblümchen" und an Gitta Beckers Sohn Andreas, wobei ich diesen nur von Bildern kenne. Dennoch habe ich Andreas von seiner Geburt bis zu seinem Schmetterlingsflug in den Himmel begleitet. Ich habe mich mit dem Gänsblümchen, wie auch mit Gitta Becker ihrem Erstlingswerd - Das Rosenspiel - umfassend beschäftigt und auf dem Blog.Lovelybooks findet ihr mehr zu beiden Büchern und auch ein umfassendes Interview mit Gitta Becker. http://blog.lovelybooks.de/2010/10/17/teil-1-gitta-becker-ganseblumchen-das-rosenspiel/ Ein Gänseblümchen- und Schmetterlingstag - nicht nur der heutige. Andreas ist ein ganz normaler Junge, der plötzlich an Epilepsie und an einer geistigen Behinderung erkrankt. Gitta Becker erzählt aus ihrer ganz persönlichen Sicht über ihren doch eigentlich ganz normalen Sohn. Als Leserin durfte ich ihr Leben in der Familie mit leben. Lachen und weinen gehört bei uns allen dazu, die Fröhlichkeit wie die Traurigkeit, die schönen und auch die unschöneren Momente durchleben. „Gänseblümchen – Mein glückliches Leben mit meinem behinderten Sohn“ trägt zu Recht diesen wunderschönen Titel, denn Gitta Becker zieht mit dieser Biografie keinen Leser in seiner Stimmung nach unten. Nein, ein glückliches Leben mit Andreas, in all seinen verschiedenen Facetten, mit allen Höhnen und Tiefen, aber immer untermauert mit der Fröhlichkeit. Diese versprüht dieses kleine Buch und, einmal mit dem Lesen angefangen, fällt das Aus der Hand legen schwer. Einmal mit beiden Beinen bei Gitta und Andreas, einmal in der Familie fühlt man förmlich den festen Halt. Ein Buch, das Kraft und Mut gibt, das Fröhlichkeit trotz nicht immer leichten Bedingungen versprüht und im Herzen viele schöne Worte und einen Schmetterling und ein Gänseblümchen zurücklässt.

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  • Rezension zu "Gänseblümchen" von Gitta Becker

    Gänseblümchen

    Mr. Rail

    17. October 2010 um 10:14

    "Aber wir waren zufrieden, es hätte schlimmer sein können.Er konnte so fröhlich sein, sich an dem einzigen Gänseblümchen, das dem Rasenmäher entkommen war, erfreuen. Er war der einzige, der es überhaupt fand. Er konnte lachen, auch wenn ihm zum Weinen zumute war, weil er den nächsten Anfall schon spürte... Wir waren zufrieden in unserer kleinen, heilen Welt." Andreas, geboren im April 1980 ist der Sonnenschein der Familie. Er ist gleichzeitig ersehntes Wunschkind und wird nach erlebter Traumschwangerschaft der erwartete Mittelpunkt einer kleinen Familie. Alles beginnt, wie es beginnen sollte, doch schon nach kurzer Zeit beginnen die Krämpfe, zeigen sich Symptome,die beunruhigender nicht sein können und die ersten Krankenhausaufenthalte mit Andreas verlangen seinen Eltern alles ab. Ein Lebensweg beginnt eigene Formen anzunehmen und Gitta Becker arrangiert sich mit der neuen Situation - sie nimmt den Weg ebenso an, wie jede Herausforderung, die sich daraus ergibt. Niederschmetternd die Diagnose, so absolut die Prognose und so ausweglos der Weg, den es zu beschreiten gilt. Epilepsie in Verbindung mit einer 100 %igen geistigen Behinderung. Der Traum vom normalen Leben ist schnell ausgeträumt und doch entwickelt die Familie eine Dynamik, die den Absturz in Selbstmitleid und den Absturz in ein Leben voller Krankheit und Isolation verhindert. Andreas bleibt nicht das einzige Kind der Familie. Zwei Schwestern folgen und der eigene Entwurf des Lebens wird immer tragfähiger, wenn auch physisch und psychisch mehr als belastend. Die "Unnormalität" wird als gegebenes Schicksal akzeptiert und durch eine unglaubliche Willensstärke in "Normalität" gewandelt. Der Entschluss der Familie ist schnell gefasst. Nicht nur die Therapie soll den Schwerpunkt des Lebens ausmachen - nein - Andreas soll ein Leben führen, wie es jeder Mensch verdient hat. Ein von der Familie unabhängiges Leben, in dem er eigene Freunde um sich herum hat, eigene Aufgaben bewältigt und eigenständiger Teil eines sozialen Umfelds ist. Letztlich stellt sich die Familie auch der Trennung von Andreas und gemeinsam beschließt man, ihn im Alter von jungen 16 Jahren in einer Einrichtung, die seiner Krankheit angemessen erscheint, unterzubringen. Hier blüht Andreas auf und zeigt in seinem Verhalten und seiner eigenen Form der Kommunikation, wie richtig dieser neue Weg war. Andreas lebt nicht mehr - schwer kommen diese Zeilen heraus. Gänseblümchen vermag er nicht mehr zu finden, sein Lachen ist vergangen, seine Krämpfe und Schmerzen jedoch auch. Was bleibt ist die Botschaft einer starken Frau - die Botschaft und keinesfalls eine Rechtfertigung aus schlechtem Gewissen, wie wichtig es ist, sein Kind gehen zu lassen. Ihm einen Weg zu ermöglichen, der ihm angemessen ist. Ihm seine Welt zu geben ohne egoitsisch zu klammern oder sich selbst aufzugeben. Vor dieser Frage stehen alle Eltern irgendwann und hier schließt sich der Kreis zur gelebten Normalität in diesem einzigartigen Leben. Andreas wurde diese Welt geschenkt und er hat sie angenommen. Wie schwer es war, ihn loszulassen, wird nicht ermessen werden können. Nicht hier und nicht an anderer Stelle. Das Buch macht Mut und gibt Kraft. Blog.Autorin Binea hat der Autorin Gitta Becker im Lovelybooks Blog auch einen eigenen Platz gegeben. Gitta hat ihn angenommen und viele Hintergründe zu ihrem Buch und ihrem weiteren literarischen Schaffen offengelegt. Bemerkens- und bewundernswert. Ich schließe diese kleine Rezension mit einem Blick auf eines der letzten Photos von Andreas. Leise und doch nicht traurig. Gar nicht traurig - er lacht so unvergleichlich schön.

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