Gitta Jacob

 4,5 Sterne bei 21 Bewertungen
Autor von Andere Wege gehen, Ratgeber Schematherapie und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Gitta Jacob

PD Dr. Gitta Jacob ist Psychologische Psychotherapeutin und Supervisorin für Verhaltenstherapie und Schematherapie. Sie ist seit 2013 leitende Psychotherapeutin bei der GAIA AG in Hamburg.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Gitta Jacob

Neue Rezensionen zu Gitta Jacob

Cover des Buches Auf der Gefühlsebene: Emotionsfokussierte Techniken effektiv und zielorientiert einsetzen. Mit E-Book inside (ISBN: 9783621288064)sabatayn76s avatar

Rezension zu "Auf der Gefühlsebene: Emotionsfokussierte Techniken effektiv und zielorientiert einsetzen. Mit E-Book inside" von Gitta Jacob

'Emotionen, die in der Therapie eine Rolle spielen, erleben, klären und verändern'
sabatayn76vor 2 Monaten

‚Gemeint sind therapeutische Übungen, in denen die Patientin bedeutsame Emotionen, die in der Therapie eine Rolle spielen, erleben, klären und verändern soll. Der Veränderungsprozess ist implizit, er findet mindestens in Teilen auf einer unbewussten oder automatischen Ebene statt.‘ (Seite 18)

Gitta Jacob erklärt in ihrem Buch initial, was emotionsfokussierte Techniken sind, woran man erkennen kann, ob bei einem psychischen Problem ein innerer Konflikt zugrunde liegt, was man mit diesen Techniken erreichen möchte und wie man diese Prozesse als Psychotherapeut steuern kann. Danach beschreibt Jacob, wie man emotionsfokussierte Techniken anwendet und wie man mit bestimmten Zielkonflikten umgeht.

Ich habe nur wenig Erfahrungen mit emotionsfokussierten Techniken, aber das Buch von Jacob motiviert eindeutig zu ihrem Einsatz und nimmt Berührungsängste mit Techniken wie Stuhldialogen.

Das Buch ist klar gegliedert, leicht verständlich und sehr praxisnah. Die vielen (und teilweise recht ausführlichen) Fallbeispiele, die sich durch das gesamte Buch ziehen, haben mir persönlich sehr geholfen, um das Gelesene besser zu verinnerlichen und eine genauere Vorstellung von der konkreten Anwendung bestimmter Techniken zu bekommen.

Besonders gut gefallen hat mir zu Beginn des Buches, dass Jacob verschiedene Outcomes gegenübergestellt hat, die zeigen, wie wichtig, eine oder keine Nachbesprechung ist, wie man Übungen beenden sollte und wie nicht.

Mich hat das Buch inspiriert und neugierig gemacht, so dass ich mich schon aufs Ausprobieren freue. Insgesamt fand ich sehr gelungen, dass ich als Einsteigerin in emotionsfokussierte Techniken von Jacob perfekt abgeholt und ins Thema eingeführt wurde. Ich bin mir jedoch sicher, dass auch Fortgeschrittene von der Lektüre profitieren können, da Jacob sehr viele Aspekte anspricht und diese sehr genau beleuchtet.

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‚Viele Patienten haben das diffuse Konzept, dass mit Psychotherapeuten über die Kindheit gesprochen werden sollte. In vielen Situationen mag das hilfreich sein, es kann aber auch eher eine Vermeidungsstrategie darstellen. Die Patientin hat ein aktuelles, hoch relevantes Problem, das gelöst werden muss, damit sollte sie sich befassen!‘ (Seite 72)

Gitta Jacob stellt in ihrem Buch die wichtigsten Fallen vor, in die eine Psychotherapie geraten kann und zeigt Wege aus der jeweiligen Falle. Dabei liegt der Fokus des Buches auf Patientenfallen (Dependenz-Falle, System-als-Familienersatz-Falle, Verwöhntheitsfalle, Falsches-Setting-Falle, Verbitterungsfalle, Maligne-Narzissten-Falle und Nonresponse-Falle), zudem werden zwei Therapeutenfallen (Retterfalle, Idealismus-Falle) präsentiert.

Ich empfand das Buch als sehr übersichtlich aufgebaut, klar strukturiert, verständlich geschrieben und durch die vielen Fallbeispiele zudem praxisnah.

Das Buch ist recht unterhaltsam geschrieben und liest sich dadurch fast belletristisch. Ich hab mich beim Lesen oft an eigene Patienten erinnert gefühlt, wodurch mir ‚Vorsicht Therapiefallen!‘ nicht nur bei der Planung eigener Therapien hilft, sondern mir auch ermöglicht hat, dass ich im Nachhinein etwas besser verstanden habe, was bei der Psychotherapie mit eigenen Patienten passiert ist.

Manche Beschreibungen empfand ich jedoch auch als eher banal, und mit etwas Lebens-/Berufserfahrung sind viele Fallen auch ohne Buch durchschaubar und bewältigbar, so dass ich finde, dass sich das Buch eher an blutige Anfänger richtet, die direkt von der Uni kommen und bisher kaum Patientenkontakt hatten.

Die Therapeutenfallen haben mich eher geärgert, denn ich fand die Schilderungen viel zu negativ und zu pessimistisch. Ich empfinde das (realistische und authentische!) Vermitteln von Hoffnung als einen ungemein wichtigen Baustein bei der Behandlung psychischer Erkrankungen, vor allem der Schizophrenie oder schwerer Persönlichkeitsstörung, und ich finde nicht, dass man als Therapeut zu früh aufgeben sollte und/oder Patienten als ‚nicht therapierbar‘ abstempeln darf. Gerade die Tatsache, DASS manche Patienten bereits mehrere Therapieversuche gemacht haben, die nicht funktionierten, sollte dazu führen, dass man Hilfe anbietet und dass man diese Personen nicht wegschickt, zu Kollegen weiterleitet und zu den Akten legt. Aber vielleicht sitze ich auch einfach in einer Therapeutenfalle...

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Cover des Buches Ratgeber Schematherapie (ISBN: 9783801728175)sabatayn76s avatar

Rezension zu "Ratgeber Schematherapie" von Gitta Jacob

‚In der Schematherapie werden grundsätzlich vier verschiedene Modustypen unterschieden [...].'
sabatayn76vor einem Jahr

‚In der Schematherapie werden grundsätzlich vier verschiedene Modustypen unterschieden: Kindmodi [...], Elternmodi […], Bewältigungsmodi [...], gesunde Modi [...]. Dieses Buch soll Ihnen helfen zu verstehen, woran Sie solche Modi bei sich und anderen erkennen können. Und es beschreibt Möglichkeiten, unangenehme oder belastende Modi zumindest ein wenig zu verändern.‘ (Seite 14f)

Der ‚Ratgeber Schematherapie‘ wendet sich primär an interessierte Laien, Betroffene und/oder Angehörige. Für Professionelle gibt es den passenden Band aus der Reihe Fortschritte der Psychotherapie.

Ich habe den Ratgeber jedoch als Professionelle gelesen, denn ich wusste bis zur Lektüre des schmalen Bandes kaum etwas über Schematherapie, war aber neugierig, weil eine befreundete Psychologische Psychotherapeutin sehr begeistert von diesem Verfahren der Dritten Welle der Verhaltenstherapie ist. Ich empfand den Einstieg mittels Ratgeber als sehr geeignet, um einen ersten und kompakten Einblick in das Verfahren zu bekommen.

Gitta Jacob und Frauke Melchers stellen in ihrem Ratgeber vor, was Schemata und Schemamodi sind, was ungünstige Schemata darstellen, welche emotionalen Grundbedürfnisse Menschen haben, gehen schließlich auf Kindmodi, Elternmodi, Bewältigungsmodi und den gesunden Erwachsenenmodus ein, bevor sie darüber schreiben, wie man die Schemamodi verändern kann.

Die Ausführungen von Jacob und Melchers sind sehr gut verständlich und trotz der Kürze des Buches fundiert und lehrreich. Ich habe durch die Lektüre einen sehr guten Einblick in Schematherapie bekommen, habe nun nicht nur Lust auf weitere Bücher zum Thema, sondern möglicherweise auch auf eine Schematherapie-Weiterbildung, was meiner Meinung nach sehr für das Buch spricht.

Sehr gut und hilfreich (vor allem für Laien, Betroffene und Angehörige) fand ich die vielen Fallbeispiele, die z.B. verschiedene Spielarten bestimmter Modi zeigen bzw. hervorheben, wann Gefühle wie Ärger durchaus funktional und angebracht sind. Auch die konkreten Anleitungen zum Identifizieren von bestimmten Modi und zum Verändern dieser empfand ich als sehr praxisnah und hilfreich für Betroffene.

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