Gitta Jacob Fallbuch Schematherapie

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Inhaltsangabe zu „Fallbuch Schematherapie“ von Gitta Jacob

Mit der Schematherapie ist es möglich, eine ganze Bandbreite von psychischen Störungen zu behandeln: Narzisstische oder Borderline-Persönlichkeitsstörungen, Essstörungen, Zwangsstörungen oder Depressionen. Dabei sollte der Therapeut immer die individuellen Eigenschaften, Ressourcen und Lebensumstände der Patienten im Blick behalten und so in die Behandlung integrieren, dass diese bestmöglich davon profitieren können. In 29 Beispielfällen zeigen bekannte und erfahrene Schematherapeuten, wie eine Schematherapie ablaufen kann. Dabei demonstrieren sie sowohl Gemeinsamkeiten als auch individuelle Unterschiede zwischen den Fällen und dem Vorgehen verschiedener Therapeuten. Alle Kapitel sind ähnlich aufgebaut: Neben der Darstellung der Symptome und des biographischen Hintergrunds wird ein Schwerpunkt auf das persönliche Modus-Modell des jeweiligen Patienten gelegt. Anschließend wird die Behandlung mit ihren wichtigsten Schwerpunkten sowie Erfolgen und Schwierigkeiten beschrieben.

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    Fallbuch Schematherapie

    michael_lehmann-pape

    06. August 2013 um 12:49

    Immer breiter wird auch die deutschsprachige Literatur zur Schematherapie. Grundlegende Hinführungen und die Darstellung spezieller Anwendungsgebiete (Coaching, Therapie u.a.) liegen in nachvollziehbarer Form vor. Ein klares Zeichen für die zunehmende Bedeutung der Schematherapie im Kanon psychotherapeutischer Methoden.   In dieser Breite der Darstellung schließt das vorliegende Praxisbuch in guter Weise eine weitere Lücke. Anhand ausgewählter Fallbeispiele führen die Herausgeber systematisch durch die Praxis der Schematherapie an 29 symptomatischen Störungsbildern.   Von der „ängstlich-vermeidenden Persönlichkeitsstörung“ über die klassische Depression (und Burnout), vom „Liebeswahn“ über den „Narzissmuss“, über Alkoholsucht, Essstörungen, Zwangsstörung bis hin zum Borderline und zum „ewigen Studenten“ reicht die Breite der Darstellung, innerhalb derer immer sehr individuell, auf den konkret beschriebenen Klienten abgestimmt, die Methodik und Systematik der Schematherapie mitten aus der therapeutischen Praxis heraus sehr verständlich dargestellt wird.   Gut in diesem Zusammenhang gelöst ist, dass nicht nur nach einzelnen Stichworten hin dargestellt wird (ein Kapitel zur Depression und gut ist), sondern die einzelnen „Grundstörungen“ wie Narzissmus, Depression, Zwangsstörung u.a. in verschiedenen Konstellationen Eingang in die Darstellung im Buch finden.   Depression im Sinne von Burnout, aber auch in der Verbindung mit narzisstischen Störungen oder in Verbindung mit einer kombinierten Persönlichkeitsstörung bieten einen ebenso verständlichen Einblick in das breite Feld der Depressionen, wie beim vorgelegten Fall der Arbeitsstörung narzisstische Elemente mit einfließen. Narzissmuss, der ebenso in Verbindung mit einer Zwangsstörung ein ganz eigenes Krankheitsbild ergibt und ebenso einhergehend mit einer Depression wiederum andere Ausformungen zeigt.   In komprimierter und konzentrierter Form legen die diversen Therapeuten im Buch ihre Fallbeschreibungen vor. Vom Erstkontakt  über den biographischen Hintergrund des jeweiligen Klienten über eine Darstellung des konkret vorliegenden Modus-Modells und die Beschreibung des Behandlungsweges samt angewandter Methoden aus dem „Methoden-Pool“, bis hin zur Darstellung des Behandlungsergebnisses und eines Ausblicks findet der Leser alle Stationen des Therapieverlaufes nachvollziehbar und verständlich vor.   Sowohl die individuelle Ausrichtung der einzelnen Fallbeispiele (ganz im Sinne der Schematherapie, in der die individuelle Befindlichkeit und die daraus folgende Beziehung zwischen Therapeut und Klient ja eine herausragende Rolle einnimmt) ist dabei für den im Bereich arbeitenden Leser plastisch und hilfreich dargestellt, als auch die sich daraus ableitenden „größeren Bilder“ von auch symptomatischen „Fallgruppen“ zu einem tieferen Verständnis der jeweiligen Störungsmuster (Schemata) und deren Bearbeitung verhelfen.   Alles in allem bietet das Buch eine ganz hervorragende und fast notwendig zu lesende Ergänzung zu den vielfachen Beiträgen zur Schematherapie, in dem es sich vollständig auf eine überzeugend dargestellte Praxis bezieht.

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