Gitta Mikati

 4.6 Sterne bei 15 Bewertungen

Alle Bücher von Gitta Mikati

Gitta MikatiBerlin – Beirut
Bei diesen Partnern bestellen
Amazon
Berlin – Beirut
Berlin – Beirut
 (15)
Erschienen am 15.09.2016

Neue Rezensionen zu Gitta Mikati

Neu
vicky_1990s avatar

Rezension zu "Berlin – Beirut" von Gitta Mikati

Farblos bleiben. Leise, dezent und unaufgeregt durchschlüpfen.
vicky_1990vor 2 Jahren

Das Cover sieht sehr gewaltig und beeindruckend aus. Die Farben des Bildes und der Texte sind super aufeinander abgestimmt. BERLIN BEIRUT springt einem sofort ins Auge und zwingt einen (fast) dazu sich das Buch genauer anzusehen!

Der Schreibstil und der Aufbau des Romans gefallen mir sehr gut. Der Roman ist leicht zu lesen und man kommt dadurch gut voran! Durch die Beschreibungen der Autorin kann man sich alles gut vorstellen auch wenn man, so wie ich, noch nie in Berlin war. Die Figuren sind gut ausgearbeitet, nur Maria war mir irgendwie zu sprunghaft.

Der 'Prolog' im Jahr 2011 ist ein interessanter Einstieg in den Roman, obwohl dann der Großteil der Geschichte ab dem Jahr 1977 spielt und die Kapitel in der Gegenwart nur zwischendurch eingestreut werden. Es wird im Prinzip aus der Sicht von Maria erzählt, welche in der Gegenwart ihrer Tochter von ihrer Vergangenheit berichtet.
Der Großteil des Romans spielt in Berlin, aufgrund des Titels 'Berlin - Beirut' hätte ich mir allerdings ein eher ausgewogeneres Ergebnis bezüglich der Handlungsorte erwartet. Deswegen muss ich auch einen Stern abziehen, meine Erwartungen an das Buch hinsichtlich des Titels wurde da leider nicht zur Gänze erfüllt. Außerdem bleiben meiner Meinung nach zu viele Fragen offen, deswegen noch ein Stern Abzug.

Fazit:
Der Autorin Gitta Mikati ist alles in allem betrachtet ein guter Roman gelungen. Die aufgegriffenen Themen wie Flüchtlinge und Schleußer sowie Ausbeutung und Unterdrückung sind gerade auch in der heutigen Zeit (wieder) aktuell. Schlimm dass es immer wieder Leute gibt welche sich am Leid anderer bereichern und moderne Sklavenhaltung betreiben, ich finde diese Tatsachen vermittelt die Autorin in einem spannenden Roman.

Kommentieren0
8
Teilen
Strangers avatar

Rezension zu "Berlin – Beirut" von Gitta Mikati

Berlin - Beirut -> Eine Lüge zu viel von Gitta Mikati
Strangervor 2 Jahren

Sommer 2011. Jasmin stößt beim Umgraben im Garten ihrer Familie auf eine Pistole und ein Skelett. Welches Geheimnis verbergen ihre Mutter Maria und deren Onkel vor ihr? Frühjahr 1977. Die zwanzigjährige Maria wartet am Grenzübergang Bahnhof Friedrichstraße auf Mahmoud. Mahmoud kommt aus Beirut. Wie tausende Bürgerkriegsflüchtlinge ist er über Schönefeld in die DDR eingereist und taucht wenig später als Asylbewerber in West­-Berlin auf. Marias Onkel, Besitzer der legendären Diskothek Big Apple, und seine Helfer organisieren das Einschleusen der Libanesen im großen Stil. Die Kosten für Flug, Papiere und Unterkunft müssen die Flüchtlinge abarbeiten. Beispielsweise mit dem Überführen von Autos in den Nahen Osten. Maria begleitet Mahmoud auf einem Autokonvoi nach Beirut und lernt dort seine Familie kennen. Und den Krieg. Als sie ein Kind von Mahmoud erwartet, heiraten die beiden und steigen aus dem Schleuser-­Autoschieber­-Geschäft aus. Aber Mahmoud ist mittlerweile in ganz andere Deals verstrickt, aus denen es keinen Ausweg zu geben scheint …

Beim Lesen dieses Klappentextes wurde sofort mein Intresse geweckt. Nein. Eigentlich schon viel früher. Der Titel des Buches "Berlin - Beirut" hat schon mein Intresse geweckt. Ich bin zwar gebürtiger deutscher jedoch kommt meine Familie aus dem Libanon und mit dem Libanon kann ich viel in Verbindung bringen. So regte schon allein der Titel des Buches mein Intresse. Ich hoffe ich bin bei dieser Rezension sachlich und lasse nicht zu viel Heimatgefühl mit einfließen.

Die Autorin Gitta Mikati erzählt in ihrem Debütroman eine spannende Geschichte über das damalige Deutschland und dem illegalen Einschleusen von Ausländern. Dabei wird alles sehr realistisch und authentisch dargestellt. Sowohl Beirut, als auch das damalige Berlin werden gut beschrieben und man kann sich alles sehr gut vorstellen. Das Buch ist in einer recht einfachen und dennoch spannenden Sprache verfasst. Ab und zu tauchen ein paar arabische Begriffe, die jedoch sofort aufgeklärt werden. Meinen persönlichen Lesefluss hat das nicht gestört. Im Gegenteil. ich fands sogar recht amüsant. Jedoch muss ich auch gestehen, dass ich der arabischen Sprache mächtig bin. Wie gesagt wurden die Wörter allerdings recht schnell aufgeklärt, weshalb ich vermute, dass auch leute die der arabischen Sprache nicht mächitg sind, nicht ein Stören des leseflusses empfinden würden.

Die Geschichte wird hauptsächlich von Maria selbst erzählt, nachdem Ihre Tochter Jasmin eine Leiche im Garten findet und damit sie und ihren Onkel Albert konfrontiert. Um Jasmin aufklären zu können müssen Maria und Albert sehr weit in die Vergangenheit greifen. Genauer gesagt bis hin nach 1977 wo Onkel Albert noch der "Schleusevater" von West Berlin war und mit Maria libanesische Asylbewerber für sich illegal arbeiten lies. Damals verliebte sich Maria in den Asylanten Mahmud und nachdem sie ein Kind von ihm erwartet, beschließt sie aus den illegalen Geschäften auszusteigen und eine richtige Familie zu gründen. "Aber Mahmoud ist mittlerweile in ganz andere Deals verstrickt, aus denen es keinen Ausweg zu geben scheint …"

Gitta Mikati schafft es, dass man in ihren Roman sich sofort in die Hauptpersonen versetzen kann. Somit ist man gleich zu Beginn der Geschichte sofort dabei. Beim Lesen dieses Romans hatte ich das Gefühl, dass ich neben Yasmin sitze und Maria zuhöre, wie sie ihre Vergangenheit aufdeckt. Durch diese tolle Erzählweise war es sehr schwer das Buch zur Seite zu legen, da man ungern eine Geschichte mittendrin abbricht. Auch die Gefühle der Protagonisten konnte ich sehr gut mit Ihnen teilen.
Durch Mikatis toller Recherchearbeit und ihrer persönlichen Erfahrungen war dieser Roman sehr authentisch und realistisch verfasst.

Auch von der Gestaltung des Covers war ich überzeugt. Auf der linken Seite das Berlin in den 70iger und auf der rechten Seite die Trümmer von Beirut. Beide Hauptstätte stehen sich gegenüber, haben jedoch beide den selben Himmel. Ein Himmel der von Staub und Dreck getrübt ist, was in einem empathische Gefühle aufsteigen lässt. Obwohl Berlin recht modern aussieht und Beirut in Schutt und Asche liegt hat man das Gefühl, dass beide Stätte das gleiche Schicksal teilen.
Ich finde es immer wieder toll wenn schon alleine das Cover einen berühren kann und dieses Cover schafft es mich zu erreichen und mir eine Botschaft zu übermitteln. Dafür auch ein großes Lob.

Fazit: Eine klare Leseempfehlung. Das Buch war von der ersten bis zur letzten Seite spannend zu lesen. Die Geschichte war realistisch und authentisch gestaltet. Der Schreibstil flüsslig und einfach zu lesen. Emotionen und Empathie konnten hervorgerufen werden.
Das Buch erhählt volle 5 Sterne.

Kommentieren0
11
Teilen
Bücherwurms avatar

Rezension zu "Berlin – Beirut" von Gitta Mikati

ich habe Bauchschmerzen!
Bücherwurmvor 2 Jahren

"Berlin Beirut" ist ein sehr spröder Roman aus den 70igern des vergangenen Jahrhunderts zu Zeiten des Bürgerkrieges im Libanon. Die Autorin Gitta Mikate greift dieses Thema in ihrem Debüt auf, schildert die damalige politische Situation in der DDR und in West Berlin. Sie beschreibt diesen Menschenhandel, der von der DDR initiiert tausenden von Arabern ein sicheres Leben in der DDR versprach, letztendlich aber eine illegalen geheime Abschiebung nach West-Berlin beinhaltete, wo sich wiederum gewitzte Deutsche an der Hilflosigkeit der Männer bereicherten. 
Die Autorin lüftet den Vorhang und lässt den Leser einen Blick hinter die alten, schweren Brokatvorhänge der Berliner Diskotheken und bekannten Etablissements werfen, wo wir Dreck, Lügen, illegale Geldwaschanlagen und asoziale, nicht humane Vorgänge erblicken.

Wie ist es heute? In Berlin gibt es Riesenhallen vollgestellt mit Billigpritschen, ohne Sanitäranlagen oder Küchen, in denen Flüchtlinge schlimmer als Schweine zusammengepfercht über Monate und Jahre wohnen müssen, jeden Tag bedroht von Ausweisung, ohne jegliche Chance auf Arbeit und Wohnung, aber in Gefahr vor wütenden Deutschen, die vor den Toren Naziparolen brüllen. Die Frauen werden vergewaltigt, oft von den deutschen Sicherheitsbeamten, die sich einen Spaß daraus machen, diese Frauen mit Handys zu filmen, wenn diese duschen oder ihre Kinder stillen ... und niemand tut etwas dagegen!

Hinter dieser politischen Situation, und der leider recht eindeutigen Aussage des Romans, dass Araber hier nicht herpassen, alle lügen, illegalen Geschäften nachgehen (weil man ihnen im Grunde keine Chance für legale Geschäfte gibt, aber das ist nicht Inhalt des Romans!), kriminell sind und immer in undurchsichtigen, verlogenen Geschäften verstrickt sind, habe ich mehr als Bauchschmerzen!

Ich kann gar nicht beschreiben, wie unangenehm mir das Lesen wurde, wie entsetzt ich bin, dass die deutschen Menschenhändler noch bedauert werden und volles Verständnis finden, während wieder und wieder die Araber als Übel darstellt werden.
Wobei ich nicht der Autorin eine Absicht unterstelle, aber leider lesen Leser das, was sie lesen wollen.

Kommentieren0
12
Teilen

Gespräche aus der Community

Neu
Divan_Verlags avatar

Eine Lüge zu viel

Sommer 2011. Jasmin stößt beim Umgraben im Garten ihrer Familie auf eine Pistole und ein Skelett. Welches Geheimnis verbergen ihre Mutter Maria und deren Onkel vor ihr? Frühjahr 1977. Die zwanzigjährige Maria wartet am Grenzübergang Bahnhof Friedrichstraße auf Mahmoud. Mahmoud kommt aus Beirut. Wie tausende Bürgerkriegsflüchtlinge ist er über Schönefeld in die DDR eingereist und taucht wenig später als Asylbewerber in West­-Berlin auf.

Marias Onkel, Besitzer der legendären Diskothek Big Apple, und seine Helfer organisieren das Einschleusen der Libanesen im großen Stil. Die Kosten für Flug, Papiere und Unterkunft müssen die Flüchtlinge abarbeiten. Beispielsweise mit dem Überführen von Autos in den Nahen Osten. Maria begleitet Mahmoud auf einem Autokonvoi nach Beirut und lernt dort seine Familie kennen. Und den Krieg. Als sie ein Kind von Mahmoud erwartet, heiraten die beiden und steigen aus dem Schleuser-­Autoschieber­-Geschäft aus. Aber Mahmoud ist mittlerweile in ganz andere Deals verstrickt, aus denen es keinen Ausweg zu geben scheint …

Zur Autorin:
1956 in Konstanz geboren und aufgewachsen, arbeitete fünfzehn Jahre bei der Berliner Polizei, unter anderem der Ausländerpolizei. Mittlerweile lebt die gefühlte Berlinerin im Umland. Macht, Ohnmacht und Grenzüberschreitung sind die Themen, denen sie in ihren Kurzgeschichten, Kurzkrimis und ihrem Romandebüt Berlin–Beirut nachspürt. Das Manuskript wurde 2012 im Rahmen des Werner-Bräunig-Preis in Leipzig mit dem Publikumspreis ausgezeichnet.

Besucht die Autorin auf www.gittamikati.de/

Für diese Leserunde verlosen wir 12 Exemplare von "Berlin Beirut" unter allen, die sich auf ein ganz besonderes Abenteuer einlassen wollen. Wenn ihr an der Leserunde teilnehmen möchtet, müsst ihr euch dafür über den "Jetzt bewerben"-Button bewerben*, indem ihr bis zum 13.09. auf diese Frage antwortet:

Warum interessiert euch dieses Buch?

Ich bin gespannt auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück!

* Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde - am besten innerhalb von vier Wochen nach Erhalt des Buches - sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Schön ist es für den Verlag außerdem, wenn ihr eure Rezensionen auch auf Amazon veröffentlicht.

Bitte beachtet, dass wir nur Gewinne nur innerhalb Europas und nur einmal pro Haushalt verschicken.

Viel Spaß und viel Glück!
Susanne
Zur Leserunde

Community-Statistik

in 18 Bibliotheken

auf 3 Wunschlisten

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Buchliebe für dein Mailpostfach

Hol dir mehr von LovelyBooks