Gitta Sereny Schreie, die keiner hört. Die Lebensgeschichte der Mary Bell, die als Kind tötete

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Inhaltsangabe zu „Schreie, die keiner hört. Die Lebensgeschichte der Mary Bell, die als Kind tötete“ von Gitta Sereny

Monstrum, Teufelin und Brut des Bösen, so die Schlagzeilen der englischen Presse über Mary Bell, die 1968, gerade einmal 11 Jahre alt, zur Mörderin an zwei kleinen Jungen wurde. Leider hat, wie mehrere spektakuläre Verbrechen von Kindern an Kindern in jüngster Zeit beweisen, die damalige Tragödie bis zur heutigen Zeit nichts von ihrer beklemmenden Aktualität eingebüßt. In dem Buch Schreie, die keiner hört rollt nun Gitta Sereny den Fall Mary Bell im Gespräch mit der inzwischen wieder in Freiheit lebenden Kindesmörderin nochmals auf. Entstanden ist das erschütternde Psychogramm einer jungen Frau, die gegen die Schatten der Vergangenheit kämpft. Dabei sucht die Verfasserin nicht nach Entschuldigungen für diese schreckliche Tat, sondern nach Erklärungen. Mary hatte durch ihre Erfahrungen in ihrer Kindheit eine Last mit sich herumgetragen, die von den für sie verantwortlichen Erwachsenen nicht gesehen oder ignoriert wurde, bevor es dann zu diesen Gewalttaten kam. Damit ist sie für die Autorin ein legitimes Beispiel dafür, in welchem Maß die Gesellschaft versagt und mit den daraus sich ergebenden Tragödien nicht umgehen kann. Weiterhin gerät das Buch zu einem eindrucksvollen Plädoyer gegen das englische Rechtssystem, das über kleine Kinder wie über Erwachsene richtet. Fazit: Ein unbequemes Buch, das unter die Haut geht und keinen gleichgültig lassen kann. --Jan Vaiden
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