Giulia Fontana

 3,4 Sterne bei 16 Bewertungen

Lebenslauf

Giulia Fontana ist in Zürich aufgewachsen und studiert dort Umweltnaturwissenschaften. Sie interessiert sich für sozialen Wandel und welche Rolle dabei Graswurzelbewegungen spielen. Neben dem Studium engagiert sie sich in vielen Umweltprojekten und betreut nebenbei Kinder mit Beeinträchtigungen. Im Jahr 2016 hat sie entschieden, nie wieder zu fliegen, und bereut diesen Schritt nicht. Lorenz Keyßer stammt aus Halle (Saale) und ist für sein Studium der Umweltnaturwissenschaften nach Zürich gezogen. In einem der vielen ehrenamtlichen Projekte, in denen er sich engagiert, hat er Giulia kennengelernt. Lorenz interessiert sich für den Degrowth/Postwachstumsdiskurs sowie für plurale Ökonomik. Seit 2015 ist er nicht mehr geflogen und hat dies auch in Zukunft nicht vor - am liebsten ist er sowieso mit seinem Fahrrad unterwegs.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Giulia Fontana

Cover des Buches Ohne Flugzeug um die Welt (ISBN: 9783431070033)

Ohne Flugzeug um die Welt

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Erschienen am 28.02.2020
Cover des Buches Ohne Flugzeug um die Welt (ISBN: 9783838794693)

Ohne Flugzeug um die Welt

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Erschienen am 30.03.2020

Neue Rezensionen zu Giulia Fontana

Cover des Buches Ohne Flugzeug um die Welt (ISBN: 9783431070033)

Rezension zu "Ohne Flugzeug um die Welt" von Giulia Fontana

Einerseits Reisetagebuch und andererseits Sachbuch zur Aufklärung über Emissionen und Umwelt- und Klimaschutz. Doch diese Hybridität ist erheblich ambivalent.
Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Monaten

Was macht man, wenn man aus Klimagründen kein Flugzeug mehr betreten will, eine gute Freundin aber in Australien heiraten wird? Man reist eben „ohne Flugzeug um die Welt“ mit Bus, Bahn und Schiff. Über diese abenteuerliche Reise und den damit zusammenhängenden klimabedingten Überlegungen, haben Giulia Fontana und Lorenz Keyßer ein Reisetagebuch geschrieben. Und zwar ein hochgradig reflektiertes. Dabei ist das Zielpublikum allerdings durchaus eingeschränkt.

2019 veröffentlichte die NASA Daten, die aufzeigten, dass die Jahre 2015, 2016, 2017 und 2018 weltweit die heißesten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen waren. Der weltweite durchschnittliche Temperaturanstieg von 1 °C ist „nahezu vollständig auf die von Menschen verursachten Treibhausgas-Emissionen zurückzuführen“. Dies führt bereits jetzt zu „häufigeren und stärkeren Extremwetterereignissen und deren Folgen wie Hitzewellen, Dürren, Waldbränden und Starkniederschlägen“. Darüber hinaus findet gegenwärtig das „größte Massenaussterben seit dem Zeitalter der Dinosaurier statt“. Die aktuell lebenden Menschen verbrauchen die Lebensgrundlage zukünftiger Generationen. Wir (die Menschen in westlich-kapitalistisch organisierten Gesellschaften) verkonsumieren die Zukunft und die Leben der nächsten Genrationen. Nicht weil es notwendig wäre, sondern aus egoistischen, hedonistischen Gründen. Mein Haus, meine Autos, mein Boot, meine Urlaubsreisen, mein 75 Zoll Fernseher, meine Computer und Handys. Und diese lecker schmeckenden Tiere. Am besten täglich ein XXL Schnitzel oder Angus-Burger. Mit Vollgas gegen die Wand. Hauptsache niemand legt Hand an meinen Wohlstand.

Wir konsumieren uns zu Tode

So kann es nicht weitergehen und so haben sich in den letzten Jahren vermehrt NGOs und Vereine entwickelt, die dem gegenwärtigen Wirtschaften, Konsumverhalten und Reisen Alternativen entgegensetzen wollen. Fridyas For Future ist sicherlich eine der bekanntesten Bewegungen dieser Art. Giulia Fontana und Lorenz Keyßer sind aktiv in einigen dieser Gruppen. Sie engagieren sich seit Jahren für die Entwicklung eines Bewusstseins, dass die Menschheit unmöglich so weitermachen kann. Die Kipp-Punkte sind fast erreicht. Und wenn künftige Generationen noch eine lebenswerte Welt vorfinden wollen, muss jetzt gehandelt werden. Ganz oben auf der Liste dessen, was man dabei selbst tun kann, ist so wenig CO₂ wie möglich zu verbrauchen. Also zumindest bewusster mit diesem Verbrauch umzugehen, um ihn so zu vermindern. Bereits früh entschieden sie sich, auf das Fliegen zu verzichten. Nicht aus purem Aktionismus, sondern aus wohlüberlegten Gründen. Welche das sind, führen sie in ihrem Buch „Ohne Flugzeug um die Welt. Klimabewusst unterwegs und glücklich.“ eingehend aus. Es existiert ein umfassender Anmerkungsapparat mit zahlreichen Belegen und Hinweisen auf weiterführende Literatur und Studien.

Dabei kann sich das Buch leider nicht so richtig entscheiden, was es eigentlich sein möchte und wer damit die Zielgruppe sein soll. Einerseits Reisetagebuch und andererseits Sachbuch zur Aufklärung über Emissionen und Umwelt- und Klimaschutz. Doch diese Hybridität ist erheblich ambivalent. Zum einen hebt sich das Reisetagebuch dadurch von vielen, vielen anderen (Welt-)Reisebüchern ab. Meist fehlt diese Reflexion über das eigene Reiseverhalten. Zum anderen geraten so die erzählten Geschichten recht kurz und reißen geradezu mittendrin ab. Es braucht halt auch Platz die Inhalte zur Klimaerwärmung unterzubringen. Und gleichzeitig sind diese Ausführungen wiederum zu knappgehalten, um ein Buch zur Klimakrise zu sein. Im besten Falle, ist es ein Buch für Reiseinteressierte, die dadurch zum Nachdenken über die umweltschädlichen Auswirkungen des Reisens animiert werden.

Vor- und Nachteile von Reisetagebüchern

Das Buch ist immer da gut, wo es die Begegnungen mit Menschen beschreibt. Seien es russische Soldaten, andere Weltreisende oder die Mannschaftsmitglieder von Containerschiffen. Das freundliche, offene Gemüt von Giulia und Lorenz lässt sie wundervolle Begegnungen erleben. Sicherlich der Teil, der zum Fernweh beitragen kann. Auch die Gedanken, die sich die Beiden machen, sind immer wieder interessant. Aber hier muss man auch ganz deutlich sagen, das ist nicht für jede*n Leser*in was. Beim Schreiben war offensichtlich die Peer-Group von Giulia und Lorenz das rigide Über-Ich. Keine Geschichte, die nicht einfach für sich steht und die Gedanken dazu den Leser*innen überlässt, sondern ein beständiger Innerer Dialog und eine Bewertung, wie man es noch sehen kann. Auch wenn das dahinterstehende Menschen- und Weltbild sehr angenehm ist, ist es doch gleichzeitig auch reichlich ermüdend, alle paar Absätze aufgezeigt zu bekommen, wie reflektiert die beiden doch sind. Das hatte man eigentlich schon schnell verstanden. Nicht alles muss den Leser*innen vorgekaut werden. Es sei denn die Zielgruppe kann selber noch gar nicht richtig denken. Weist darauf auch die Altersempfehlung des Verlages hin? Ab 6 Jahren?

Ich fürchte es fast. Denn auch der Schreibstil ist eigentlich gar keiner, sondern es erinnert sehr stark an Bildunterschriften in Familienfotoalben. Sehr einfache Sätze in sehr einfacher Sprache. Es ist ja nun leider so, dass nicht jede*r, der*die etwas zu sagen hat, auch schreiben kann. Ist natürlich auch nicht notwendig, aber ein Sprachgenuss ist „Ohne Flugzeug um die Welt“ nun mal nicht.

Insgesamt klingt das jetzt negativer, als es tatsächlich ist. Aber es ist eben kein Buch für Alle. Man muss die ökologische, nachhaltige und humanistische, um nicht zu sagen linksalternative Weltsicht der Beiden schon mögen, sonst wird man sehr schnell verzweifeln. Da ich diese Sicht aber teile, hat es mir durchaus Spaß gemacht den Beiden um die halbe Welt zu folgen. Auch wenn mir die jeweiligen Episoden viel zu kurz ausfallen. Und auch die Infoboxen und Zwischenkapitel zum Klima und zu einer nachhaltigeren Lebensweise haben mir einiges noch einmal näher aufgezeigt. Für junge Menschen, die sich mit Fridays For Future identifizieren können, ist es mit Sicherheit wundervolle Weltreiseliteratur.

Cover des Buches Ohne Flugzeug um die Welt (ISBN: 9783431070033)
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Rezension zu "Ohne Flugzeug um die Welt" von Giulia Fontana

Ohne Flugzeug nach Australien - ein Reisetagebuch
buechererzaehlengeschichtenvor 3 Jahren


"Ohne Flugzeug um die Welt" ist nicht nur ein interessantes, unterhaltsames und informatives Reisetagebuch, es enthält auch gut recherchierte Informationen zur Klimakrise.

Ihre Reiseerlebnisse sowie auch alle umweltpolitischen Zusammenhänge in ihrem Buch beschreiben die Autoren einfach, deutlich und leicht verständlich.

Mich hat das Buch gepackt und mein Nachdenken und Überdenken in Punkto Nachhaltigkeit, Umweltschutz umd Klimawandel intensiviert.

Für mich eine klare Leseempfehlung, nicht nur für Menschen, die gern alternativ Reisen oder sich für den Klimaschutz einsetzen.

Mein Fazit: Jeder Tag sollte ein "Friday for Future" werden.

Leseempfehlung 4 / 5 Sternen.

Cover des Buches Ohne Flugzeug um die Welt (ISBN: 9783431070033)

Rezension zu "Ohne Flugzeug um die Welt" von Giulia Fontana

Inspiration zum Reisen
Ein LovelyBooks-Nutzervor 4 Jahren

Meine Meinung 

Cover:

Ein Hingucker.

Das Buch allgemein ist sehr schön gestaltet. Angefangen beim Cover, welches die beiden Reisenden zeigt. Das finde ich richtig toll, so konnte ich mir dir Beiden echt gut vorstellen und mit jedem Satz  wurden sie mir auch immer sympathischer 😊. Ganz besonders gut gefallen mir auch die Karten auf der Innenseite der Klappen, einfach toll, um die Reiseroute stets vor Augen zu haben und einen bildhaften Eindruck von der Strecke und den besuchten Orten zu bekommen 🗺. 



Inhalt:

Mir hat das Buch gut gefallen. Ja, wirklich gut. Ich konnte Giulia und Lorenz durch, mir fremde, Länder folgen. Länder, die ich noch nie besucht habe, aber eines Tages auch bereisen möchte 🌎. 

Zu Beginn des Buches entwickelt sich der Plan von Deutschland nach Australien zu kommen und dann beginnt auch schon die große Reise. 

Wir erleben Russland mit dem Trubel in der Hauptstadt Moskau, machen einen kurzen Abstecher in die Mongolei, durch China und dann mit einem Frachtschiff über das Meer nach Brisbane und dann ein Jahr Australien. Es war aufregend🌅! 

Mir gefällt die Idee von Giulia und Lorenz und wie stark sie es durchziehen, das Fliegen zu vermeiden und damit haben sie auch mich inspiriert meine nächsten Reisen nicht mit dem Flugzeug anzutreten, weil man mit dem Zug viel mehr erlebt. Und ist es nicht das, was man beim Reisen eigentlich erleben möchte? Mehr Landschaften 🌌 und vor allem mehr Leute kennenlernen? Ich fand es immer wahnsinnig interessant, wenn andere Menschen dazugestoßen sind und allgemein konnte ich mir aus diesem Buch viel Wissen mitnehmen: über die verschiedenen Länder und ihre Kulturen und ich habe mir ein paar Anreize geholt, was mir alles anschauen möchte. Beispielsweise die Lenin-Bibliothek in Moskau und ich möchte eine Wanderung um den Baikalsee machen 🌒.

Giulia und Lorenz haben immer alles gut beschrieben und es wurde so gut, wie nie langweilig… bei den Informationen rund um die Klimakrise musste ich mich zwischendurch sehr anstrengen, weil es sich in diesen Momenten, wie ein Lehrbuch angefühlt hat. Aber trotzdem gehören diese Seiten zum Buch dazu und runden das ganze Wissen ab. 

Zwischen den einzelnen Kapiteln tauchen auch sogenannte ’Infoboxen’ auf, drei um genau zu sein. In denen wird immer ein Thema bezogen auf die Umwelt und die aktuelle Reise beschrieben. Es geht zum Beispiel um die Umweltfreundlichkeit eines Frachtschiffes uns den CO2-Fußabdruck von Giulia und Lorenz während ihrer Reise 👣. 



Fazit:

Dieses Buch sollte jeder lesen, der selbst gern reist oder eines Tages damit anfangen möchte. 

Man kann viel lernen, sich Inspirationen holen und vor allem kann man sich für das Zug-Fahren überzeugen lassen, weil es dir mehr von der Welt zeigt, als nur vorbeiziehende Wolken 🌥 . 

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