Giuliano Pasini Die Toten im Schnee

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Inhaltsangabe zu „Die Toten im Schnee“ von Giuliano Pasini

Case Rosse, ein Bergdorf im Apennin, ist Sitz des kleinsten Kommissariats Italiens. Hier hat Roberto Serra das Sagen; er ist aus Rom gekommen und wird von den Einheimischen als Außenseiter behandelt. Doch am Neujahrstag des Jahres 1995 zwingt ein Mordfall Roberto, sich in die Angelegenheiten der verschlossenen Bewohner des Ortes zu mischen: Auf einem Hügel vor dem Dorf liegen drei Leichen im Schnee. Wer sind diese Toten? Für den Kommissar beginnt eine Ermittlung, die ihn tief in die Geschichte von Case Rosse führt, den Ort, an dem er eigentlich Zuflucht vor seinen eigenen Dämonen suchte ...

Anfangs verwirrend aber dann spannend und interessant. Besonders die Verbindung zur Geschichte des Dorfes hat mir gefallen

— mareike91

Atmosphärisch gut, ein wenig unrund, verwirrender Anfang.

— Karin_Kehrer

Ein wirklich guter Krimi mit megaspannendem Finale!!

— daneegold

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  • Interessant aber ein wenig zu aufgesetzt....

    Die Toten im Schnee

    lievke14

    06. April 2016 um 13:46

    Auf einem Hügel in dem kleinen Bergdorf Case Rosse werden drei Leichen entdeckt. Hier in dem kleinsten Kommissariat Italiens waltet Roberto Serra seines Amtes und stößt bei seinen polizeilichen Ermittlungen auf unerbittliches Schweigen der Dorfbewohner, denn mit seinen Nachforschungen gräbt er tief in der Vergangenheit des Dorfes und weckt Erinnerungen, die für immer vergessen sein sollten.... Roberto Serra, stv. Kommissar hat sich extra in den hintersten Winkel des Appenins versetzen lassen, um seine eigene Vergangenheit zu vergessen und um endlich Ruhe zu finden. Die drei Toten im Schnee lassen dies jedoch nicht zu. Als Zugezogener hat es Roberto eh nicht leicht in dem verschlafenen Nest akzeptiert zu werden. Jetzt richtet sich jedoch das geballte Misstrauen der Einwohnerschaft Case Rosses gegen den Polizeibeamten. Unerwartete Hilfe bekommt er allerdings von einer jungen Ärztin, von der er dachte, dass er sie vor vielen Jahren aus seinem Leben verbannt hatte. Nun kreuzen sich ihre Wege erneut.... Dieser Kriminalroman spielt in zwei Zeitebenen...zum einen in der Gegenwart...zum anderen während des 2. Weltkrieges mitten in den Wirren der deutschen Besatzung in Italien. Die Story an sich ist sehr interessant gestaltet; auch passt das Setting hervorragend zu der Geschichte. Leider empfand ich den Schreibstil reichlich gewöhnungsbedürftig...liess dieser zu keiner Zeit Spannung aufblitzen. Auch konnte ich mit dem sehr eigentümlichen Gesundheitsproblem, oder der Gabe des Protagonisten (je nach dem man diesen Bewusstseinszustand nennen will) wenig anfangen, kam mir dieser doch ziemlich unglaubwürdig vor. Im großen und Ganzen bot "Die Toten im Schnee" eine gute, wenn auch inhaltlich schwer verdauliche Unterhaltung. Dem Leser werden viele Hintergrundinformationen über das besetzte Italien um 1945 geliefert. Das Grauen des Kriegsgemetzels wird schonungslos dargestellt. Jedoch bleibt die Umsetzung der Geschichte stilistisch weit hinter dem Inhalt zurück. Schade, hier wäre sicher mehr möglich gewesen, um den Leser zu fesseln.

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  • Es gibt kein Vergessen ...

    Die Toten im Schnee

    Karin_Kehrer

    08. February 2015 um 16:49

    1. Jänner 1995: In Case Rosse, einem Bergdorf im Apennin, werden drei Leichen gefunden. Vor dem Denkmal der im 2. Weltkrieg hingerichteten Partisanen, deren Tod sich genau an diesem Tag zum 50. Mal jährt. Roberto Serra, Chef des kleinsten italienischen Kommissariats stößt als Außenseiter bei seinen Ermittlungen auf große Schwierigkeiten. Dabei hatte er gehofft, seiner Vergangenheit als Sonderermittler und seinen eigenen Dämonen in der idyllischen Bergwelt entfliehen zu können. Als ein Einheimischer erhängt mit einem schriftlichen Geständnis aufgefunden wird, scheint der Fall gelöst. Doch Roberto spürt nur zu genau, dass die Vergangenheit des Dorfes weder vergessen noch vergeben ist. Ein idyllisches italienisches Bergdorf, ein kochender Kommissar mit merkwürdigen Problemen - die Zutaten für einen interessanten Krimi sind durchaus vorhanden. Auch der Fall selbst, der in Erinnerung ruft, dass im 2. Weltkrieg abseits der großen Judenvernichtung auch genug andere schlimme Schicksale zu beklagen waren und dass auch hier Schweigen als anscheinend beste Möglichkeit angesehen wird, Schuld zu verdrängen, ist mitreißend und interessant erzählt. An den zu Anfang etwas eigenartig wirkenden Schreibstil im Präsens gewöhnt man sich. Ein wenig unrund gestaltet erschien mir die Figur Roberto Serras und seine eigenartige Gabe, die Momente Getöteter und ihrer Mörder nacherleben zu können. Hier fragte ich mich, was der Autor damit bezweckte. Für einen Mystery-Krimi kam mir diese Gabe zu aufgesetzt, zu wenig durchdacht vor (auch für Übernatürliches gibt es Regeln!). Immerhin lebt Serra schon seit seinem 17. Geburtstag mit diesem Fluch. Mir schien, als hätte der Kommissar einfach krampfhaft eine merkwürdige Eigenheit gebraucht, um sich von der Masse der Ermittler, die den Markt überschwemmen, abzuheben. Die eiserne Konstitution Serras, der trotz erheblicher Verletzungen noch munter durch die Gegend läuft, um dem Mörder nachzustellen, kam mir auch nicht ganz geheuer vor. Und dann durfte natürlich auch die eigenwillige rothaarige Schönheit nicht fehlen, die ihm den Kopf verdreht. Fazit: Einerseits atmosphärisch gut mit packendem Hintergrund, andererseits teilweise zu aufgesetzt.

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  • Schrecklich schlecht...

    Die Toten im Schnee

    Clarissa-Adele

    18. April 2014 um 20:16

    Inhalt: Die Hauptperson Roberto Serra ist Kommissar und lebt seit neusten in dem kleinen Bergdorf Case Rosse im Apennin. Vorher arbeitete er in Rom, aber ein Fall in seiner Vergangenheit, ließ ihn in das kleine Dorf fliehen. Dann im Jahre 1995 zwingt ein Mordfall in wieder in die  Arbeit. Auf einem Hügel finden sich im Dorf drei Leichen. Für Roberto beginnt eine schwierige Ermittlung. Denn niemand scheint mit ihm zu kooperieren und noch dazu verflogen ihnen immer mehr die Erinnerungen der Vergangenheit. Meinung: Ein schrecklich schlechter Roman. Ich weiß, gar nicht was ich dazu sagen soll. Selten ein so schlechten Krimiroman gesehen. Was vielleicht auch an der komischen magischen Gabe/Flucht des Inspektors ist. Genauso die Szenen des Täters oder Opfer zu sehen. Sehr logisch. Vor allem wenn man versucht einen realistischen Thriller zu schreiben/lesen. Des Weiteren ist der zwielichte Hintergrund des zweiten Weltkrieg mehr als klischeehaft und weniger als ehrliches Motiv des Täters zu tun. Ansonsten der Schreibstil ist ungefähr genauso grausam wie der unlogische Inhalt. Es ist ein wahres Wunder das ich es geschafft den Roman bis zum Ende durchzulesen. Obwohl ich sagen muss, ein bisschen habe ich schon überflogen. Aber man hat eh nichts verpasst. Fazit: Kauft euch bloß nicht diesen Roman!

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  • Solider Krimi

    Die Toten im Schnee

    HeikeM

    12. March 2014 um 11:01

    „Die Toten im Schnee“ ist einer der Kriminalromane, die sich des sehr in Mode gekommenen Lokalkolorits bedienen, dazu kommt ein Kommissar, zugereist und mit ein paar persönlichen Unzulänglichkeiten ausgestattet. Vom Ansatz her bietet Giuliano Pasini nichts Neues. Aber dann wird der in der Gegenwart erfolgte Mehrfachmord mit Geschehnissen zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges verknüpft. Damit beginnt die Handlung, die zuvor schon etwas behäbig anmutete, deutlich an Tempo und Spannung zu gewinnen. Zwar merkt man dem Kriminalroman deutlich das eine oder andere Handlungskonstrukt, um es nicht Unstimmigkeit zu nennen, an, trotzdem habe ich ihn nicht ungern gelesen. Was mir am Anfang noch etwas wirr und undurchschaubar erschien, bekam nach und nach immer mehr Sinn. Dazu kam der sehr interessante historische Teil, der mich ein wenig mehr über die jüngere Geschichte Italiens hinzulernen ließ. Für einen Krimi ist der Sprachstil beachtenswert. Stellenweise gab es fast schon poetisch anmutende Passagen, dem stehen die Mordschilderungen in krassem Kontrast gegenüber. Dadurch erhält der Krimi eine ganz besondere Atmosphäre. So störte mich die im Präsens gehaltene Erzählweise mit zunehmendem Lesefortschritt auch immer weniger. Mehr störten mich die sehr eindimensionale Figuren, die mich teils sehr nervten und teils zum Superhelden mutierten. Alles in allem ist „Die Toten im Schnee“ ein Kriminalroman, der leicht zu lesen und sprachlich gut gestaltet ist. Ansonsten hebt er jedoch sich nicht bemerkenswert aus der Masse der Krimis ab.

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  • Ein italienisches Bergdorf – alles andere als beschaulich

    Die Toten im Schnee

    Penelope1

    04. March 2014 um 18:54

    Inhalt: Kommissar Roberto Serra sucht in Case Rosse, einem entlegenen Bergdorf im italienischen Appenin Ruhe und Erholung. Schließlich passiert hier nur selten etwas wirklich Aufregendes . Genau diese Ruhe und Beschaulichkeit benötigt er, um Abstand zu gewinnen – Abstand zu seiner Krankheit, die ihn seit dem tragischen Autounfall mit seinen Eltern nicht loslässt und durch die er in sich für kurze Momente in andere Menschen hineinversetzen kann. Doch mit der Ruhe ist es vorbei, als ausgerechnet in der Neujahrsnacht ein Mord gemeldet wird: Zwei Erwachsene und ein Kind werden tot im Schnee aufgefunden – erschossen. Die genaue Todesursache weist auf geradezu auf eine „Exekution“ hin. Vorbei ist es mit der Beschaulichkeit und Roberto Serra muss sich der Gegenwart – und der Vergangenheit des Dorfes genauso stellen wie seinem eigenen Schicksal… Meine Meinung: Ein italienischer Krimi, der alle Elemente beinhaltet, um italienisches Flair mit einem spannenden Kriminalroman zu verbinden: die Beschreibung der italienischen Landschaft im fast idyllisch anmutenden Bergdorf, landestypische Namen und Bezeichnungen genauso wie typisch italienische Commissari sorgen dafür, dass sich der Leser leicht in diese Atmosphäre einfinden kann. Durch die geschickte Kombination von Ereignissen und Ermittlungen der Gegenwart mit den Dorf-Geschehnissen der Vergangenheit wirkt dieser Krimi lebendig, abwechslungsreich und dabei doch düster. Die Unterteilung in recht kurze Kapitel ist gelungen und macht diesen Roman übersichtlich. Die Charaktere empfand ich authentisch, konnte sie aber dennoch nicht wirklich „greifen“ - sie blieben mir seltsam fremd. Die mystisch angehauchte Fähigkeit von Roberto Serra wirkt durchaus glaubwürdig, sie machen m.E. den besonderen Reiz des Kommissars und dieses Krimis aus, seine Gabe ist zugleich Fluch und Segen. Unglaubwürdig bzw. unglaublich empfand ich jedoch die überaus schnelle "Genesung" nach einem Unfall bzw. die an den Tag gelegte Energie. Fazit: Ein unterhaltsamer, spannender italienischer Kriminalroman, mit einem heldenhaften Kommissar, auf dessen weitere Fälle man gespannt sein darf.

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  • Spurensuche im italienischen Schnee.

    Die Toten im Schnee

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    22. February 2014 um 07:38

    Am Neujahrstag des Jahres 1995 zwingt ein Mordfall Kommissar Roberto, sich in die Angelegenheiten der verschlossenen Bewohner des Ortes Case Rosse zu mischen: Auf einem Hügel vor dem Dorf liegen drei Leichen im Schnee. Wer sind diese Toten? Für den Kommissar beginnt eine Ermittlung, die ihn tief in die Geschichte von Case Rosse führt, den Ort, an dem er eigentlich Zuflucht vor seinen eigenen Dämonen sucht ... Solide gemachter Krimi. Flüssig geschrieben, lässt sich flott lesen. Die Geschichte reißt einen jetzt nicht vom Hocker, ist aber interessant und spannend zu lesen.

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  • Ein Commissario mit einer ungewohnten besonderen Gabe

    Die Toten im Schnee

    misswinniepooh

    19. February 2014 um 21:55

    Im kleinen italienischen Bergdorf Case Rosse in Apennin unweit von Bologna lebt und arbeitet seit 4 Jahren Commissario Robert Serra. Bisher ein beschaulicher und ruhiger Ort, das ändert sich schlagartig am Neujahrsmorgen 1995, als ein Anruf des Bauern Berto Guerzoni, Commissario Roberto und sein Kollege Valerio Manzini aus ihrer beschaulichen Dorfidylle reißt. 3 Tote: eine Frau, ein Mann und ein kleines Mädchen, liegen an der Gedenkstätte Prà grand unweit des Dorfes. Als Roberto und sein Kollege dort eintreffen müssen, sie feststellen, dass alle 3 Opfer aus nächster Nähe brutal erschossen wurden, nur nicht am Fundort, wo aber dann? Während der ersten Untersuchung vor Ort macht sich Robertos besondere Gabe bemerkbar. Er lebt für einige Sekunden das Leben der Opfer kurz vor deren Tod und leidet genauso wie sie. Aus diesem Grund ließ er sich vor 4 Jahren von seiner Spezialeinheit aus Rom in das Bergdorf versetzen, um den „Tanz“ wie er diese Gabe nennt in den Griff zu bekommen. Doch genau wegen dieser Gabe will Robertos Chef Questore Benini das er den Fall übernimmt. Wiederstrebend beginnt er mit seinen Ermittlungen, die ihn Tief in die Geschichte der Partisanen der italienischen Resistenza zu Zeiten des 2.WK in Case Rosse führt. Welche Geheimnisse und Dämonen aus dieser Zeit er entdeckt, und er dabei selbst in tödliche Gefahr gerät, schildert der Autor in modernem Schreibstil und in einfacher und schnörkelloser Sprache, die trotzdem ungeheuer fesselt. Die Protagonisten sind zwar stimmig gezeichnet, es fehlt ihnen aber noch etwas an Profil und Tiefe. Sie wirken noch etwas zweidimensional. Da der Autor wie ich weiß bereits am 3 Band mit Roberto Serra arbeitet, darf man hoffen, Luft nach oben ist jedenfalls vorhanden. Mir hat das Buch trotz der angesprochenen Schwäche sehr gut gefallen, mal ein etwas anderer Krimi, ohne großes Blutvergießen, und es wird sicherlich nicht mein letzter Krimi mit Roberto Serra sein.

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  • Erster Auftritt für Roberto Serra

    Die Toten im Schnee

    rumble-bee

    09. February 2014 um 23:06

    Der Autor ist Mitglied einer italienischen Online-Platform für Kriminalliteratur, und dies ist sein Erstlingswerk. Beides merkt man! Aber auf ausgesprochen positive Weise. Giuliano Pasini hat einen sehr guten Riecher dafür, was Leser wollen, und was sie bei der Stange hält. Sein Kommissar, Roberto Serra, ist ihm wirklich gut gelungen: privat zwar ein wenig verknackst, wie derzeit viele Kommissare, aber nicht zu sehr. Er hat eine Vorliebe für italienische Liedermacher, und eine unglaubliche Musiksammlung. Des weiteren einen untrüglichen kriminalistischen Spürsinn, sowie eine - teilweise verhängnisvolle - übersinnliche Gabe. (Das fand ich persönlich sehr interessant!) Und - er kocht! Und zwar mit Leidenschaft, so dass dem Leser das Wasser im Munde zusammenläuft. Das Gute an diesem Buch besteht aber aus mehr als der Summe seiner Teile, so dass ich mich nicht in Aufzählungen verlieren möchte. Für mich war einfach alles rund und hat gepasst. Die Handlung war nicht übertrieben reißerisch oder blutig - nur die Rückblicke, was bei dem Thema aber verständlich war. Denn das Motiv liegt weit in der Vergangenheit, im ausgehenden zweiten Weltkrieg verborgen. Als Leser hat man gleichzeitig eine überzeugende Geschichtslektion bekommen, was mir sehr gefallen hat (da nicht belehrend). Der Spannungsbogen verläuft am Anfang eher gemächlich, wird zum Ende hin aber dann so rasant, dass es nahezu filmreif ist. Die letzten 50 Seiten habe ich wie unter Zwang verschlungen! Denn es hätte beinahe noch schiefgehen können. Zudem war nun wirklich unmöglich zu erraten, wer nun der Täter war. Die Überraschung ist dem Autor gelungen! Das Buch hat seine besondere Würze für mich durch diverse Details erlangt, die ich als sehr "italientypisch" empfinde. Erstens, die ständigen verbalen Frotzeleien unter Kollegen, durchaus auch mit ranghöheren! Sogar am Telefon. Da wird niemand mit Samthandschuhen angefasst. Zweitens, in einem Land wie Italien ist es ähnlich wie in England: da wird ein Mensch noch sehr nach Region und Dialekt beurteilt. Wo sonst hat man das - da lebt ein Rettungssanitäter schon seit über 30 (!) Jahren im Appenin, und von ihm heißt es, "für einen Sizilianer ist er ja ganz OK"...! Der einzige Punkt, der bei mir beinahe zu einem Abzug geführt hätte, ist ausgerechnet die Schilderung der Frau, also der Immer-mal-wieder-Geliebten von Roberto Serra. Sie gerät phasenweise ein wenig klischeehaft, und sehr intolerant bezüglich Serras Gabe, die ja eigentlich etwas Gutes ist. Sie will ihm partout einreden, er sei "krank", was aber völliger Unsinn ist. Das weiß jeder halbwegs gebildete Leser. Insgesamt habe ich mich aber wirklich wunderbar unterhalten gefühlt, und das auch noch mit Anspruch - wegen der geschichtlichen Aspekte. Ich freue mich auf weitere Teile mit Roberto Serra!

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  • Zum Ende hin wird es spannend

    Die Toten im Schnee

    Gospelsinger

    04. February 2014 um 17:47

    Kommissar Roberto Serra hat in seinem Leben schon einiges ertragen müssen. Vom Autorücksitz aus musste er mitansehen, wie seine Eltern erschossen wurde. Wie durch ein Wunder hat er den Anschlag überlebt, aber seitdem plagen ihn Anfälle, bei denen er sich in Tote hineinversetzt. Diese Anfälle haben ihn seine Beziehung und fast den Job gekostet. So ist er in dem vermeintlich ruhigen Case Rosse, einem Bergdorf im Appenin, gelandet. Als dort eine ermordete Familie im Schnee gefunden wird, muss er sich zwangsläufig näher mit den Bewohnern und der Geschichte des Dorfes auseinandersetzen. Das Buch beginnt ziemlich zäh, fast hätte ich es abgebrochen. Schade, dass es viele Ungereimtheiten und Längen aufweist. Dazu kommen noch fürchterlich viele Stereotypen, wie den superharten Kommissar, der zwar fast bei einem Autounfall stirbt und kaum allein aus dem Bett kommt, bei der Verbrecherjagd dann aber kilometerweit durch die Kälte läuft, um schließlich den – nicht verletzten – Verbrecher zu überwältigen. Gähn. Erst zu Ende hin wird es spannend und interessant. Die Stellen des Buches, die sich mit den geschichtlichen Ereignissen beschäftigen, sind richtig gut geschrieben, so dass ich vom letzten Teil des Buches sehr angetan war. Auch die Kulisse des winterlichen Italiens hat mir gut gefallen. Insgesamt ist dies also ein solider, mittelprächtiger Krimi, dessen Schluss jedoch auf einen besseren zweiten Teil hoffen lässt.

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  • Überraschend gelungen!

    Die Toten im Schnee

    bfhighlander

    28. January 2014 um 19:48

    Richitig guter Krimi mit sehr vielschichtigen Charakteren, einer wunderbar düsteren Athmosphäre, überraschanden Wendungen und hoher Spannung. Pasini gelingt es wunderbar Geschichte und Biographien der Hauptpersonen miteinander zu verknüpfen. Hatte noch nie was von ihm gehört. Lohnt sich aber absolut!

  • Im verschneiten Italien

    Die Toten im Schnee

    gst

    26. January 2014 um 09:14

    Dies war nicht nur mein erster in Italien spielender Krimi, sondern auch der erste Krimi des 1975 geborenen Autors. Giuliano Pasini, Krimi-Redakteur einer italienischen Bücherplattform, gewann mit seinem Roman den größten jemals im italienischen Internet organisierten Schreibwettbewerb. Ein Jahr nach der Veröffentlichung in Italien kommen nun auch deutschsprachige Leser in den Genuss, den ungewöhnlichen Kommissar Roberto Serra kennenzulernen. Nach einem traumatischen Unfall, bei dem er beide Eltern verlor, verfügt er über eine besondere Gabe: er taucht für Sekunden in das Leben anderer ein, sieht, was sie sehen, denkt, was sie denken. Egal, ob sie schon tot sind oder noch unter den Lebenden weilen. Er nennt das „den Tanz“, seine ehemalige Freundin meint, es sei eine Krankheit und hat sich deshalb von ihm getrennt. Grund genug für Roberto, sich von seiner Spezialeinheit beurlauben zu lassen und sich in ein kleines Bergdorf im Apennin zurückzuziehen. Eigentlich erhoffte er sich in Italiens kleinster Polizeistation ein ruhiges Leben. Doch weit gefehlt: An einem kalten Neujahrsmorgen wird er zu einem grausamen Mord gerufen: Eine dreiköpfige Familie wurde hingemetzelt. Sein Tanz beginnt wieder – ebenso wie seine große Liebe wieder auf der Bildfläche erscheint … Abgesehen von den vielen italienischen Namen liest sich das Buch sehr flüssig. Ganz nebenbei eingeschobene Rezepte lassen dem Leser das Wasser im Mund zusammenlaufen und machen Lust aufs Nachkochen. Außerdem habe ich vieles über die italienische Geschichte während des zweiten Weltkrieges erfahren, was mir zeigte, dass nicht nur die Deutschen unmenschlich gehandelt haben und Traumata auslösten, die bis heute nachwirken. Gefallen hat mir an diesem Buch unter anderem, dass es mich in diesem schneearmen Winter in eine Kälte entführte, die ich im allgemeinen nicht mit Italien verbinde... Fazit: verdiente vier Sterne

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  • Themen-Challenge 2014 - Bücher, die bisher noch keine Rezension auf LovelyBooks haben

    Daniliesing

    Dieses Thema gehört zur Themen-Challenge 2014:

    Hier könnt ihr euch über eure gelesenen Bücher zu Thema 7 austauschen!

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  • Die große LovelyBooks Themen-Challenge 2014

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2014? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 20 vorgegebenen Themen mindestens 15 Bücher aus 15 unterschiedlichen Themen zu lesen. 5 Themen können also ausgelassen werden. Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt hier mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag. Diese Challenge läuft vom 1.1.2014 bis 31.12.2014. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Wer am Ende des Jahres die 15 Bücher zu 15 verschiedenen Themen geschafft hat, nimmt automatisch an einer Verlosung eines schönen Überraschungspakets teil. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2014 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Ich habe jedes Thema auch zu einem extra Beitrag hier auf LovelyBooks verlinkt, in dem ihr euch jeweils über die passenden Bücher austauschen könnt. Für jedes Thema hänge ich ein Beispielbuch in der Reihenfolge der vorgegebenen Themen an, ihr könnt aber gern andere lesen! Bücher, die erstmalig vor 2010 erschienen sind Bücher, die Teil einer Reihe sind (alles ab mindestens 2 Bänden) Bücher, die ein vorranging rotes Cover haben Bücher, deren Buchtitel eine Zahl enthalten Bücher, die ausschließlich als Taschenbuch / Broschur erschienen sind (nicht als Hardcover, E-Book zusätzlich ist ok) Bücher, bei denen der Vor- oder der Nachname des Autors mit dem gleichen Buchstaben beginnt, wie der Buchtitel Bücher, die bisher noch keine Rezension auf LovelyBooks haben (es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns) Bücher, in denen es ums Essen geht und das auch durch den Buchtitel, das Cover o.Ä. ausgedrückt wird Bücher von deutschsprachigen Autoren Bücher, die weniger als 250 Seiten haben Bücher, auf denen hauptsächlich Schrift und kein vordergründiges Covermotiv zu sehen ist Bücher von Autoren, die schon mindestens 5 Bücher veröffentlicht haben Bücher, die in der Hardcover-Ausgabe einen Schutzumschlag haben Bücher, deren Buchtitel aus mindestens 5 Wörtern bestehen Bücher, die aus einer anderen Sprache als dem Englischen oder Französischen übersetzt wurden Bücher, die in einer Stadt mit mehr als 1 Mio. Einwohner spielen Bücher, die in einem unabhängigen Verlag erschienen sind (keine Verlagsgruppen / Konzerne) Bücher, auf deren Cover mindestens 3 Lebewesen zu sehen sind (es zählen Menschen & alle Tierarten) Bücher, die auf LovelyBooks mit 4,5 - 5 Sternen bewertet sind (es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns) Bücher, deren Hauptfigur mindestens 10 Jahre jünger oder älter als ihr selbst ist (wer dieses Thema erfüllen möchte, müsste hier sein Alter verraten - in meinem Fall müsste die Figur 17 oder jünger bzw. 37 oder älter sein) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Antworten auf häufig gestellte Fragen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Wenn es in der Aufgabenstellung keine spezielle Eingrenzung gibt, zählt wirklich alles, was dazu passt. Zahlen zählen also auch als Zahlen, egal ob ausgeschrieben oder nicht usw. * Ich kann diese Challenge nicht in Unterthemen gliedern, da das nur bei Leserunden geht. * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Unabhängige Verlage sind solche, die nicht zu einer Verlagsgruppe / einem Konzern gehören. Wenn ihr unsicher seid, schreibt mir eine Nachricht mit dem entsprechenden Verlag. * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, als auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2014 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Postet euer jeweiliges Buch bitte erst, wenn ihr es wirklich komplett gelesen & eine Rezension oder Kurzmeinung geschrieben habt. * Ein paar Beispiele für Verlage,  die als unabhängig zählen - es gibt aber wirklich ganz viele, fragt mich im Zweifel einfach per Nachricht: Hanser Verlag (und Unterverlage), Aufbau Verlag (und Unterverlage), dtv, Coppenrath Verlag, Diogenes Verlag, usw. * Falls Bücher, die eine ISBN habe, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com * Bei Themen, für die der Stand bei Lesebeginn entscheidend ist (Bücher, die noch keine Rezension haben / Bücher, mit Bewertung zwischen 4,5 - 5 Sternen) vertraue ich einfach darauf, dass ihr wirklich nur welche angebt, wo das stimmt. * Keine Mangas & Comics, außer für Thema 10 - Graphic Novels zählen überall, sofern sie dem Thema entsprechen Teilnehmer: 19angelika63 4cloverleaf 78sunny aba Aduja Ajana Alchemilla AlinchenBienchen allegra Alondria Amara Anendien Aniston81 AnnaMK Anneblogt Annilane Anniu anushka Arizona Asu AuroraBorealis baans Bambi-Nini Baneful battlemaus88 BethDolores BiancaWoe Bluebell2004 bluebutterfly222 bookgirl Bookmarble books_and_senses bookscout brudervomweber BuchblogDieLeserin Bücherwurm Buchgeborene Buchrättin Buecherfee82 Buecherfreak321 Buecherschmaus Buecherwurm1973 callunaful Carina2302 carooolyne CaryLila Cattie christiane_brokate Clairchendelune Clouud coala_books Code-between-lines Curin czytelniczka73 daneegold DaniB83 Daniliesing danzlmoidl darigla Deengla Deirdre dieFlo Dini98 Donata Donauland DonnaVivi Dreamworx Dunkelblau El. 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